Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Über Hoffnung. Über Versöhnung. Über Leben

Die Überlebenden

Nach zwei Jahrzehnten kehren die Brüder Benjamin, Pierre und Nils zum Ort ihrer Kindheit – ein Holzhaus am See – zurück, um die Asche ihrer Mutter zu verstreuen. Eine Reise durch die raue, unberührte Natur wie auch durch die Zeit. Im Kampf um die Liebe der Mutter, die abweisend und grob, dann wieder beinahe zärtlich war, haben die Jungen sich damals aufgerieben bis zur Erschöpfung. Heute fühlen sie sich so weit voneinander entfernt, dass es kein Aufeinanderzu mehr zu geben scheint. Und doch ist da dieser Rest Hoffnung, den Riss in der Welt zu kitten, wenn sie sich noch einmal gemeinsam in die Vergangenheit vorwagen.

Bibliografische Daten

EUR 22,00 [DE] – EUR 22,70 [AT]
ISBN : 978-3-423-28293-2
Erscheinungsdatum: 20.08.2021
2. Auflage
304 Seiten
Format : 12,8 x 21,0 cm
Sprache: Deutsch, Übersetzung: Übersetzt von Hanna Granz
Autor*innenporträt

Alex Schulman

Alex Schulman, geboren 1976, ist einer der populärsten schwedischen Schriftsteller. Sein Roman ›Die Überlebenden‹, 2021 bei dtv erschienen, wurde in 30 Sprachen übersetzt. Mit ›Verbrenn all meine Briefe‹, bei dtv 2022, gelang ihm in Schweden 2018 der Durchbruch als literarischer Autor.

zur Autor*innen Seite
Übersetzer*innenporträt

Hanna Granz

Hanna Granz, geboren 1977, hat unter anderem Werke von Patrik Svensson, Tove Alsterdal, Johanne Lykke Holm und Tone Schunnesson ins Deutsche übersetzt.

zur Übersetzer*innen Seite
Bei unserer Presseabteilung können Sie unter Angabe des Verwendungszwecks Autor*innenfotos anfordern.

148 von 148 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.64 von 5 Sternen


64%

36%

0%

0%

0%


Geben Sie eine Leserstimme ab!

Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit anderen Kunden.


14 - 10 von 148 Leserstimme

maddinliest am 28.07.2021 11:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Familienbande

Die Brüder Benjamin, Pierre und Nils finden nach langer Zeit wieder einmal zueinander. Der Grund dafür ist ein trauriger, denn ihre Mutter ist einer schweren Krankheit erlegen. Sie nehmen gemeinsam Abschied und durchleben dabei noch einmal ihre Kindheit, in der die Eltern nicht immer eine Stütze waren. Gerade einer der Urlaube an dem kleinen Holzhaus am See spielt dabei eine Rolle, in der sich das Leben aller eine neue Wendung nahm. Was geschah damals wirklich?"Die Überlebenden" ist der erste Roman des schwedischen und in seiner Heimat sehr erfolgreichen Autors Alex Schulmann. Sein Memoir "Glöm mig" wurde im Jahre 2017 in Schweden gar zum besten Buch des Jahres gekürt, was meine Neugier zum vorliegenden Buch noch einmal steigerte. Er erzählt die bewegende Familiengeschichte in einem gefühlvollen und sehr klaren Schreibstil, der mich schnell faszinieren konnte. Immer wieder wechselt er in der zeitlichen Schiene zwischen den vergangenen Zeiten und der aktuellen Realität, verbindet sie aber sehr geschickt über die jeweiligen Geschehnisse. In der Realität bewegt er sich zeitlich rückwärts, so dass sich dem Leser nach und nach erschließt, warum die Brüder sich noch einmal aufraffen und einen Versuch starten, zueinander zu finden. Die Vergangenheit liegt schwer auf ihren Schultern und in der Aufarbeitung ihres jungen Lebens wird klar, dass sich sich immer im Kampf um die Lieber ihrer nun verstorbenen Mutter befunden haben.Insgesamt ist "Die Überlebenden" für mich ein sehr bewegender Roman, der mich im Nachgang noch länger beschäftigt hat. Vor allem das Erzähltalent des Autors Alex Schulmann verbunden mit der tragischen und zu jeder Zeit sehr authentisch wirkenden Familiengeschichte macht den Roman zu einem sehr lesenswerten Buch. Ich empfehle es daher sehr gerne weiter und bewerte es mit den vollen fünf von fünf Sternen.

wilde hummel 1 am 27.07.2021 14:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Drei Brüder und ihre vergrabenen Erinnerungen

Alex Schulman schreibt ein Buch über das Erinnern. Zu Beginn des Romans treffen sich nach ungefähr 20 Jahren die drei Brüder wieder, um die Asche ihrer Mutter in den See zu streuen. Alte Wunden platzen und die vergrabenen Erinnerungen und Emotionen werden lebendig. Und schon geht die Geschichte rückwärts, zurück in die Ferien im schwedischen Sommerhaus. Die drei Brüder Benjamin, Pierre und Nils erleben ihre Kindheit aus ihrer jeweiligen Perspektive und sind unterschiedliche Persönlichkeiten. Während der ältere Nils sich gerne distanziert und scheinbar unbeteiligt im Familienverbund gerne Bücher lesend Abstand nimmt, ist Benjamin der mit der dünnen Haut. Alle drei buhlen um die Zuneigung der Eltern, vor allem der Mutter, die in ihrer Liebe schwankend ist zwischen Zärtlichkeit und Kälte. Bezeichnend für die Eltern-Kind-Beziehung ist die Geschichte des Wettschwimmens. Der Vater fordert die Brüder zu einem Wettschwimmen auf, weit in den See hinaus. Die drei schaffen es kaum noch zurück, ertrinken fast, halten kurz zusammen und doch will jeder gewinnen, um die Eltern zu beeindrucken - nur die sind gar nicht mehr am Ufer, beachten die Leistung ihrer Kinder nicht und haben sich längst wieder in den Alkohol zurückgezogen. Alex Schulman gelingt es, Kindheitserinnerungen zu beleuchten, die fast emotionslos geschildert werden und doch von bestechender, unter die Haut gehender Dringlichkeit sind. Da sind Liebe, Wut und Schuldgefühle in den vielen kleinen Geschichten, die sich zu einem intensiven Gesamtwerk zusammenfügen. Unbedingt lesen und sich mitnehmen lassen in diese schwedische Kindheit, wo Idyll und Drama so eng beieinander liegen. Das Buchcover ist gut gelungen, da es wie ein altes Sepiafoto wirkt und das mitgelieferte Lesejournal bringt den Leser nachhaltig in einen persönlichen Bezug zum Buch und in das eigene Erinnern

coesit am 26.07.2021 21:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Kindheitstrauma

Der Debütroman "Die Überlebenden" von Alex Schulman ist ein einfühlsamen Roman über drei Brüder, die sich nach dem Tod ihrer Mutter wieder treffen und feststellen, dass sie sich total auseinander gelebt haben. Aber wie konnte das passieren? In der Nacht vor der Beerdigung ihrer Mutter finden die Brüder Nils, Benjamin und Pierre einen Abschiedsbrief, indem die Mutter möchte, dass ihre Asche am Sommerhaus verstreut wird. Die Brüder wollen ihren Wunsch erfüllen und müssen sich hierbei mit ihrer Vergangenheit und Kindheit auseinandersetzen, die von Entbehrungen, Vernachlässigung und Traumata durchzogen sind.Durch den Erzählstil in zwei Zeitsträngen wird die Gegewart erzählt und gleichzeitig die Vergangenheit der Brüder näher beleuchtet. Der flüssige Schreibstil lässt den Leser in die Gedankenwelt Benjamins eintauchen. Hier durchlebt man nicht nur die Konkutrenz und den Neid der Brüder untereinander, sondern auch den entsprechenden Zusammenhalt. Auch erfährt man vom Alkoholproblem der Eltern mit der daraus folgenden Vernachlässigung der Jungen. Beängstigend hierbei ist, wie einfach sich der Roman liest, dabei aber eine so traurige Geschichte beinhaltet. Mich persönlich hat dieser Roman noch lange beschäftigt. Gerade in Bezug auf das augenscheinlich irrationale Verhalten der Mutter ihren Söhne gegenüber und was es bei ihnen auslöst, hat mich lange nachprüfen lassen.Es ist auf jeden Fall ein sehr lesenswerter Roman, der sich leicht und flüssig liest, jedoch eine traurige und ernste Geschichte beinhaltet, die noch einige Zeit in einem nachhallt. Unbefriedigend finde ich allerdings das Ende. Hier fehlt mir einfach der konkrete Abschluss.

sofies_welt am 26.07.2021 19:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Schmerzhafte Vergangenheit

Es ist die Geschichte dreier Brüder, die, nach dem Tod der Mutter, wieder an den Ort ihrer Kindheit zurückkehren. Mittlerweile auseinandergelebt, verarbeiten sie dort ihre schmerzhafte Vergangenheit und ein tragisches Ereignis, welches eine tiefe Wunde in die Familie gerissen hat. Das besondere an diesem Buch ist sicherlich die Erzählweise: Die Ereignisse der Gegenwart werden rückwärts erzählt, dazwischen die einzelnen und erklärenden Kindheitserinnerungen eingeblendet. Dies mag zuerst etwas verstörend wirken, aber je weiter man liest, desto tiefer wird man in den Bann dieses Buches gezogen.Erzählt wird aus der Sichtweise des mittleren Bruders Benjamin. Die Charaktere wirken authentisch und die Erzählweise ist bildhaft und trotzdem angenehm. Beim Lesen leidet man mit den Kindern, die einer ständigen Anspannung und Konflikten zwischen den Eltern ausgesetzt sind und von ihnen vernachlässigt werden. Beim Zusammentreffen der erwachsenen Brüder, wird deutlich, dass jeder seine eigenen Erinnerungen an die Kindheit hat und die Missverständnisse und Traumata Stück für Stück aufgearbeitet und verarbeitet werden müssen. Mich hat der Roman sehr berührt, gegen Ende war ich einfach nur noch sprachlos. Eine absolute Leseempfehlung! Da mir einige Fragen am Ende jedoch unbeantwortet blieben, gibt es gute 4,5 Sterne.

ekna am 26.07.2021 18:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Aufwühlend und erschütternd

,Was ist passiert?', fragt sich Schulmann zu Beginn seines Debütromans und nimmt dabei Bezug auf sein eigenes Leben. Das Auseinanderleben zu seinen beiden Brüdern als autofiktionales Motiv in die Handlung eingespannt, legt er mit "Die Überlebenden" einen berührenden und aufwühlenden Roman vor, den ich sehr, sehr, sehr empfehlen kann. Einen Tag vor der Beerdigung ihrer Mutter entdecken die erwachsenen Brüder Benjamin, Pierre und Nils beim Durchstöbern der Wohung nach letzten Erinnerungsstücken einen an sie adressierten Brief. Die Bitte, ihre Asche im angrenzenden See des alten Sommerhauses der Familie zu verstreuen, lässt die Brüder kurzerhand mit einer gestohlenen Urne durch Schweden fahren und dabei bemerken, wie fremd sie einander über die Jahre geworden sind.In jenem abgelegenen Sommerhaus am See durchbricht ein Erzählstrang aus der Kindheit der Brüder die gegenwärtige Handlung. Ohne Freunde oder Nachbarn verbringen die Drei allein mit ihren Eltern einen Sommer fern der Zivilisation, dessen tragischer Ausgang die Familie für viele Jahre auseinandertreibt. Was ist also passiert? Die jungen Brüder durchlaufen eine Kindheit voller seelischen und körperlichen Schmerz, der insbesondere dem erhöhten Alkoholkonsum der Eltern geschuldet ist. Alle drei buhlen fortlaufend um die Liebe und Zuneigung der Eltern, werden aber immer wieder zurückgewiesen und sich selbst überlassen. Ein Buch voller ungesagter Worte, mangelnder elterlicher Zuneigung und über ein niemals überwundenes Trauma, das viele Jahre später aufgearbeitet werden soll. Recht einfach und flüssig geschrieben, aber dafür ans Herz gehend und mit ergreifender Auflösung.

forst am 26.07.2021 18:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Berührende Familiengeschichte

Der Roman von Alex Schulmann – „ Die Überlebenden „ hat mir sehr gut gefallen und mich sehr berührt.In einem klaren, teilweise sehr bildlichem Schreibstil, erzählt Schulmann die Geschichte der drei Brüder Benjamin, Pierre und Nils.Die Brüder wachsen in einem Elternhaus auf, in dem sich die Eltern mehr um sich, als um ihre Kinder kümmern und die Kinder oftmals allein mit ihren Problemen dar stehen.Aufgrund dieses mangelnden Kümmerns um die Söhne, entwickelt sich zwischen ihnen eine starke Eifersucht um die Gunst der Eltern.Jeder versucht auf alle erdenkliche Weise die Gunst der Eltern und vor allem die Gunst der launischen Mutter zu ergattern.Diese stachelt das Streben der Jungen nach ihrer Gunst noch an, indem sie die Kinder durch gemeine Bemerkungen provoziert.Auch als ein schrecklicher Unfall geschieht, ändert die Mutter ihr Verhalten nicht.Sie denkt in allererster Linie nur an sich selbst.Erst nach ihrem Tod entdecken die inzwischen zu Männern gewordenen Jungen einen Brief von ihr,in dem sie ihr Bedauern über ihr Verhalten ausdrückt.„Die Überlebenden“ ist eine tiefgehende Familiengeschichte, die noch lange nach dem Lesen nachdenklich macht .

poisonalice am 26.07.2021 17:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Familienbande

Den vorliegenden Roman „Die Überlebenden“ hätte ich fast nicht gelesen. Mich hatten die Ankündigung und das Buchcover nicht wirklich angesprochen. Als ich jedoch eine Leseprobe zum Buch gelesen habe, war ich schon nach den ersten Seiten überzeugt.Selten passiert es, dass mich ein Buch so in seinen Bann zieht und gleichzeitig so verstört. Nach ungefähr der Hälfte war ich gewillt das Lesen abzubrechen und das Buch nie wieder in die Hand zu nehmen. Aber das Buch hat mich nicht losgelassen, es war einfach zu intensiv um nicht bis zum Ende „durchzuhalten“.Die Geschichte der drei Brüder, Nils, Pierre und Benjamin wird auf zwei Ebenen erzählt. Die eine spielt in der Gegenwart und wird rückwärts erzählt, die andere erzählt Situationen und Ereignisse der Brüder und ihrer Eltern aus der Kindheit und bis zum Tod der Mutter. Erzählt wird aus der Perspektive von Benjamin. Zuerst hat mich genau diese Erzählweise etwas irritiert, nachdem ich das Buch gelesen habe ist sie absolut passend. Die Hauptfiguren sind sehr authentisch, wenn auch etwas nebulös. Man erfährt nicht, was genau die Eltern bzw. Brüder arbeiten. Irgendwie bleibt alles ein wenig in der Schwebe und es bleibt viel Interpretationsspielraum. Einzig die unterschwelligen und toxischen Beziehungen untereinander sind fast körperlich spürbar. Die Anspannung, Konflikte und Gefühle von Benjamin sind sehr bildhaft und atmosphärisch dicht beschrieben.Der absolute Wahnsinn ist das Ende des Buches, es kommt mit einer solchen Wucht und Wortgewaltigkeit das mir die Worte fehlen. Ich kann sagen, dass sich in diesem Moment die volle Bedeutung des Buchtitels entfaltet hat.Mein Fazit, dieses Buch ist jedes Wort wert gelesen zu werden. Der Autor hat einen wort- und bildgewaltigen Roman vorgelegt, der mich unfassbar bewegt und beschäftigt hat.

barbara blocksberg am 25.07.2021 15:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Kindheit, die einen einholt

Ein wirklich außergewöhnliches Buch. Das besondere sind die zwei Zeitstränge, an denen die Ezählung aufgebaut bzw. abgebaut wird. Letzeres weil ein Erzählstrang das Geschehen vom dramatischen Ende her aufrollt und zeitlich dann immer weiter zurück geht.Am Anfang ist das gewöhnungsbedürftig, aber im letzten Drittel macht es absolut Sinn. Diese Form der Schilderung finde ich sogar genial und sehr kreativ. Inhaltlich geht es um eine Familie, die im Sommer immer an ihre einsame Bleibe am See fährt. Die drei Brüder haben es nicht leicht. Jeder von Ihnen ist individuell und nach und nach erfährt man, wie die Familie so tickt. Die Eltern sind alkoholabhängig und die Kinder sind sich selbst überlassen. Sie buhlen um die Liebe der Mutter und müssen mit der Verwahrlosung leben. Leider passieren dann auch schmerzhafte Dinge, die in der Zukunft aber totgeschwiegen werden. Sobald die Brüder können, laufen sie los in ihr eigenes Leben. Viele Jahre später bringt der Tod der Mutter sie wieder zusammen. Aber eine solche Kindheit prägt für den Rest des Lebens. Daher ist der Titel absolut passend.

philo am 25.07.2021 15:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Eine gemeinsame Kindheit verbindet nicht für immer

Das Cover ist gut gelungen. Es beeindruckt mich immer, wenn der Bucheinband den Inhalt widerspiegelt. Hier sind zwei der drei Brüder zu sehen, die in der Kindheit gemeinsam mit ihren Eltern ihre Ferien im Sommerhaus an einem See verbracht haben. Nils, Benjamin und Pierre waren sich meist selbst überlassen. Die Eltern sind schwer zu verstehen. Mal den Kindern zugewandt, dann wieder wie abwesend dem Alkohol zugetan. Von kurzen Momenten haben die Kinder keine Liebe von ihren Eltern erfahren. Benjamin, der Mittlere, hat mich mächtig beeindruckt. Ein Junge voller Phantasie und Empathie, für ihn war der Zusammenhalt der Familie wichtig. Ständig auf der Hut, hat er Streitigkeiten der Eltern schon im voraus erkannt. Besonderes Augenmerk hat er auf seinen jüngeren Bruder Nils gelegt, immer mit dem Gefühl „Wir gehören doch zusammen“. Der Tod des Vaters hat Benjamin am stärksten getroffen. Nun war die Kindheit vorüber, alle gingen ihren eigenen Weg.Nun aber ist die Mutter gestorben und hat verfügt, daß ihre Asche beim Sommerhaus am See verstreut wird. Nach zwanzig Jahren kommen die Brüder wieder zusammen. Nun wird deutlich, daß jeder seine eigene Sicht auf die Kinderzeit hat. Es folgen schwierige Tage der Auseinandersetzung und der gegenseitigen Schuldzuweisungen, aber auch der Aufklärung von Mißverständnissen.Der Autor hat das Thema einer schwierigen Familiengeschichte ganz wunderbar aufgearbeitet und beschrieben. Die Eltern hatten ihre eigenen Probleme mit sich selbst, was sie davon abhielt, sich gebührend um die Kinder zu kümmern. Mit den Brüdern hatte ich oft tiefes Mitleid, wenn sie sich unbedacht in Schwierigkeiten begeben hatten. Es ist eine bewegende Geschichte, und das Buch legt man nicht einfach so zur Seite, ohne noch lange darüber nachzudenken. Von mir gibt es eine 5-sternige Leseempfehlung.

tochteralice am 25.07.2021 02:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Viel Schmerz

Ja, in dem Familiengefüge von Benjamin, Pierre und Niels sowie ihren Eltern läuft wenig ohne Schmerz ab - sei es seelischer oder körperlicher. Denn die Grundstimmung ist stehts eine recht aggressive; die Eltern, beides "erfahrene Trinker" setzen sich bewusst von den Kindern ab, als diese noch recht jung sind. Und zwar nicht durch Entzug ihrer Anwesenheit, sondern sie entziehen ihnen ihre Aufmerksamkeit und ihre Liebesbeweise sehr häufig..Und zeigen ihnen deutlich häufiger Verärgerung oder Überdruss anstelle von Zuneigung. Obwohl es auch diese herzlichen Momente gibt, aber entweder sind sie schnell vorbei oder vermengen sich schon, während man sie durchlebt, mit etwas Unangenehmen. Eine merkwürdige Familie, in der - so verstehe ich es - eine gewisse Ruhe, eine liebevolle Stringenz fehlt.Dennoch, wir durchleben auch schöne Momente gemeinsam mit der Familie, erleben den unterschiedlichen Umgang der Eltern mit jedem der Brüder, aber auch der Brüder untereinander. Gerecht geht es dort nicht zu, aber was ist schon Gerechtigkeit innerhalb einer Familie!Es ist die Sicht Benjamins, aus der heraus die Geschichte entsteht und sich entwickelt - er ist derjenige, der zwischen allen Stühlen steht, der, der so gern die Familie stärker vereinen würde. Doch ist auf der anderen Seite auch derjenige, der im Mittelpunkt des traumatischen Ereignisses, das alles veränderte, stand.Es ist kein schöner Roman, der angenehme Gefühle im Lesenden weckt, das nicht, aber ergreifender, erschütternder. Auf jeden Fall einer, der mich nicht so schnell loslassen wird!

Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

3sat
Ich habe ein sehr dunkles, düsteres Märchen gelesen. Kunstvoll.

Katrin Schumacher

Podcast F*luxx
Sie werden um diese Brüder weinen. Um die Männer, die sie wurden, um die Jungen, die sie waren, um d...ie Unschuld, die sie verloren haben. Brillant, eindringlich und unvergesslich. mehr weniger

Frederik Backman, Autor von ›Ein Mann namens Ove‹

rbb
Ein Meisterwerk.

Thomas Böhm

Podcast F*luxx
Ein Buch wie ein Pfeil. Präzise und schmerzhaft über eine tief dysfunktionale Familie – und gleichze...itig spannend und funkelnd schön. mehr weniger

Doris Dörrie

3sat
Es gibt diese unheimlich interessante literarische Bewegung, dass er einerseits vorwärts erzählt und... die Rahmenhandlung rückwärts erzählt. Es ist jenseits des dunklen Geheimnisses ein Roman über Geschwisterbeziehungen. Lesen! mehr weniger

Sandra Kegel

3sat
Der Roman ist genial gebaut. Er ist Fiktion: aber scheint am Ende echte Wirklichkeit in diese Fiktio...n eindringen zu lassen. Ich weiß nicht, ob ich das je so gekonnt in einem Roman gelesen habe. mehr weniger

Gert Scobel

Ein wichtiges Buch. Mitreißend, fesselnd, atemlos, bezwingend.

Andrea Sawatzki

Süddeutsche Zeitung
In seinem Romandebüt ›Die Überlebenden‹ erzählt Alex Schulman von einer durchschnittlich dysfunktion...alen Familie. Die Wucht und die Nuancen der Gefühle, die er erzeugt, sind atemberaubend. mehr weniger

Werner Bartens

SPIEGEL Bestseller - Das Kulturmagazin
Alex Schulman gelingt mit ›Die Überlebenden‹ ein belletristisches Debüt, das den Traum vom schwedisc...hen Sommer zerschmettert. mehr weniger

Elisa von Hof

taz am Wochenende
Der Roman ›Die Überlebenden‹ von Alex Schulman ist eine bezwingend klar erzählte Geschichte über ein...e Kindheit in Ungeborgenheit. mehr weniger

Katharina Granzin

Berliner Zeitung
Schulman, der schon meherere Sachbücher veröffentlicht hat, bleibt bei seinem ersten Roman sehr nah ...an den Figuren. mehr weniger

Cornelia Geissler, 04.11.2021

Brigitte
Funkelndes Porträt dreier Brüder, die mit ihren trinkenden Eltern klarkommen müssen.

27.10.2021

Hamburger Abendblatt
Sehr langsam entblättert sich in diesem raffiniert komponierten Text, der von hinten nach vorne erzä...hlt und dennoch nirgends kompliziert ist, ein Drama, das unbedingt herzzerreißend ist. mehr weniger

Thomas Andre, 19.10.2021

Brigitte
So fulminant dieser Roman beginnt, so geht er auch weiter. Ein sehr skandinavisch düsteres Buch. Und... doch ist es nicht ohne lichte Momente, bis zu seinem überraschenden Ende. mehr weniger

Meike Schnitzler, 13.10.2021

DONNA
Wunderschön.

01.10.2021

NDR Kultur
Ein meisterhaftes, formstrenges, ein tief anrührendes Buch.

Anna Hartwich, 17.09.2021

ZDF
Klug konstruiert und sprachlich zurückhaltend enfaltet ›Die Überlebenden‹ eine stille Wucht ohne Pat...hos. Ein tieftrauriges und schmerzhaftes Buch - und genau deswegen eines, das glücklich machen kann. mehr weniger

Peter Twiehaus, 10.09.2021

Kurier
Mit ›Die Überlebenden‹ ist dem Autor ein dichtes Debüt gelungen.

05.09.2021

WDR
Alex Schulman, geboren 1976, schafft in seinem Roman eine exzellente Verbindung von Autobiographisch...em und Fiktion (...). mehr weniger

Ulrich Noller, 31.08.2021

Buchprofile/medienprofile
Eine spannend komponierte, verstörende Kindheitsgeschichte mit Gänsehautmomenten, in der es um Reden... und Schweigen, Vergeben und Vergessen geht. Starke Empfehlung. mehr weniger

Maria Holgersson

mein/4
Schmal, leise und gewaltig: ein absolutes Lieblingsbuch indiesem Herbst.

Buchjournal extra
Ein stilles und zugleich aufwühlendes Buch - man mag es nicht aus der Hand legen. Ein ganz großes Le...seerlebnis. mehr weniger

Susanne Dietrich

Stadtkind (Hannover)
Ein Buch wie ein tiefer, anrührender See, der still aussieht, aber bis obenhin angefüllt ist mit Äng...sten, Sehnsucht, Rivalität und Unverstandenem, Grausamkeiten und trostloser Trauer. mehr weniger

Anke Wittkopp

lebensart
Alex Schulman erzählt in seinem beeindruckenden und emotional sehr berührenden Debütroman, der dazu ...mit einem überraschenden Ende aufwartet, auf zwei Ebenen. mehr weniger

Die Furche
Seine Figuren bewahren bis zuletzt eine faszinierende Mehrdeutigkeit; keine von ihnen lässt sich auf... einem Gut-Böse-Schema eindeutig zuordnen. mehr weniger

Rainer Moritz, 21.04.2022

ruinaulta
Ein aufwühlender, düsterer Roman, jedoch sehr lesenswert.

Ruth Ragettli, 14.01.2022

Kieler Magazin
Ergreifend und ganz anders als das meiste, das man an schwedischer Literatur gewohnt ist.

11.01.2022

lehrerbibliothek.de
Zurecht erfährt das Werk des schwedischen Autors eine breite Leserschaft, wird in ihm doch eine zent...rale Erzählung der kulturellen Identität Schwedens problematisiert und zugleich ein klassischer Fehler familiärer Erziehung identifiziert. mehr weniger

Marcel Remme, 08.01.2022

Kronberger Bote
Ein Buch für all jene, die spannende und hervorragend konsturierte Familiengeschichten lesen möchten.... mehr weniger

16.12.2021

Landsberg Extra
Der internationale Bestseller aus Schweden, über Hoffnung, über Versöhnung, über Leben.

, 15.12.2021

Kirche+Leben
Bedrückend und anrührend, meisterhaft konstruiert.

Ulrich Waschki, 12.12.2021

Aachener Zeitung
Mein Fazit: ein tolles Debüt, vielschichtig und überaus fesselnd erzählt.

Ute Rodde, 22.11.2021

Münsterländische Tageszeitung
Über Hoffnung, über Versöhnung, über Leben

22.11.2021

Land & Forst
Ein gelungens Romandebüt des schwedischen Autors: literarisch erzählt, raffi niert konstruiert - un...d mit einem atemberaubendem Schluss! mehr weniger

15.11.2021

Bürgerportal Bergisch Gladbach
Kommen Sie mit auf eine literarische Reise aus einer scheinbaren Hoffnungslosigkeit heraus in ein se...lbstbestimmtes Leben! Ein wunderschönes Buch, das Sie nicht verpassen sollten. mehr weniger

Sylvia Jongebloed, 09.11.2021

Family
Alex Schulman hat den Kunstgriff gewagt, die Geschichte von hinten aufzurollen - und es ist ihm herv...orragend gelungen. mehr weniger

Bettina Wendland, 01.11.2021

Saale-Zeitung
Wer gerne skandinavische Bücher liest, dem wird diese deutsche Erstausgabe helfen, einen neuen Schri...ftsteller zu entdecken. Es lohnt sich. mehr weniger

Petra Breuig, 30.10.2021

Wetzlarer Neue Zeitung
Es ist eine klare, echte, gleichzeitig aber aufwühlende Geschichte, die dem Leser vor Augen führt, w...as im Leben wirklich wichtig ist. mehr weniger

Hannah Umlauf, 11.10.2021

Ensuite - Zeitschrift zu Kultur & Kunst
Keine Ferien auf Saltkrokan.

02.10.2021

lift Stuttgart
Ein sehr intensives und anspruchsvolles Debüt.

01.10.2021

Magedeburger Volksstimme
Die feinen Schwingungen zwischen den Brüdern hält er mit der gleichen Intensität fest wie Gerüche, F...arben, überhaupt die ganze Sinnlichkeit einer rauen Natur. mehr weniger

18.09.2021

Westdeutsche Allgemeine
Alex Schulman gelingt ein Roman von hoher Intensität.

Martin Meyer, 11.09.2021

Ostthüringer Zeitung
Eine Reise durch die Natur, die Zeit, den Kampf um Liebe, Hoffnung.

09.09.2021

dpa, Neue Presse
Mit präziser Sprache erschafft Schulman eine Welt, in der die kleinen, alltäglichen Dinge von den gr...oßen menschlichen Hoffnungen, Sehnsüchten und Ängsten erzählen. mehr weniger

04.09.2021

leselupe.de
Es ist ein lesenswerter Roman, voller Tiefe und intensiver Innenbetrachtung eines zerrütteten Famili...enlebens mit einem überraschenden Ende. mehr weniger

Claudine Borries, 29.08.2021

Mainhattan Kurier
Im Rückblick emotionsgeladener Erinnerungen brechen tiefe Narben auf, die von Schuld sprechen, aber ...auch die Hoffnung auf Vergebung schürt. Leseempfehlung! mehr weniger

24.08.2021

Kleine Zeitung, Lesezeichen Newsletter
Ein Lese-Erlebnis mit langem, intensiven Nachhall.

Werner Krause, 23.08.2021

Die Presse am Sonntag
Den Namen Alex Schulman sollte man sich auf jeden Fall merken.

Mirjam Martins, 22.08.2021

Heilbronner Stimme
Diese Familiengeschichte ist ohne jede Romantik und deshalb umso bewegender.

Tanja Ochs, 21.08.2021

buecher-leben.de
In einer klaren, reflektierenden aber auch poetischen, einfühlsamen Sprache fächert Alex Schulman da...s Leben der drei Brüder von ihrer Kindheit bis ins Erwachsenenalter auf, in dem sie nie gelernt haben, über Gefühle und einschneidende Erlebnisse, die Frag mehr weniger

Sabine Wagner, 21.08.2021

booksandnotes.de
›Die Überlebenden‹ – eine emotional aufwühlende Familiengeschichte über die Wucht des Lebens.

Frank Zabel, 20.08.2021

protagonistplaces.de
Selten habe ich ein Buch mal wieder so intensiv erlebt, so reflektiert betrachtet und nicht einfach ...nur hingenommen, sondern richtiggehend aufgesogen. Ein tolles Buch! mehr weniger

Bianca Magens, 20.08.2021

WDR 3
Alex Schulman hat mit seinem Romanerstling ›Die Überlebenden‹ einen fulminanten Start hingelegt, vie...lschichtig, psychologisch genau, formal überzeugend. mehr weniger

Jutta Duhm-Heitzmann, 20.08.2021

Bremen Zwei
Eine schmerzhafte, außergewöhnlich klug komponierte Geschichte, die man nicht vergisst.

Esther Willbrandt, 10.08.2021