Die verlorene Ehre der Katharina Blum
oder: Wie Gewalt entstehen und wohin sie führen kann – Erzählung
Am Vorabend von Weiberfastnacht verlässt eine junge Frau von 27 Jahren ihre Wohnung, um an einem privaten Tanzvergnügen teilzunehmen. Vier Tage später klingelt sie bei Kriminaloberkommissar Walter Moeding und gibt zu Protokoll, sie habe in ihrer Wohnung einen Journalisten erschossen.
»Ähnlichkeiten mit den Praktiken der ›Bild‹-Zeitung [...] sind weder beabsichtigt noch zufällig, sondern unvermeidlich.« Aus dem Vorwort Bölls
Katharina Blum ist eine junge hübsche Haushälterin, die sich eine kleine Eigentumswohnung und einen Volkswagen leisten kann. Sie hat ein heiter-bescheidenes Wesen und wird, weil sie Zudringlichkeiten der Männer verabscheut, in ihrer Umgebung die »Nonne« genannt. Diese Frau verliebt sich spontan in einen jungen Mann, einen von der Polizei gesuchten radikalen Rechtsbrecher. Sie verhilft ihm zur Flucht und gerät in den Mittelpunkt der Sensationsmache einer großen Boulevardzeitung. Die Situation eskaliert, als der Journalist Werner Tötges in ihre Wohnung kommt ...
61. Auflage
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Journalisten erschießen, und das von einem Literatur-Nobelpreisträger! Das Buch ist topp, spannend bis zur letzten Seite. Wir waren jung, wir wollten Spaß: Wie Gewalt entstehen und wohin sie führen kann.
Pressestimmen
Maxi
Ein kluges, oftmals überraschend ironisches Buch, das heute vielleicht aktueller ist denn je. Weil e...s daran erinnert, wie schnell öffentlicher Druck ein Leben zerstören kann. mehr weniger
Rheinische Post
Im Staccato kurzer Kapitel traf Böll die deutsche Gegenwart mitten ins Herz. Immer wieder aktuell.
20.12.2017