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Buch Endstation Malma, Foto von Autor Alex Schulman und Text Über die Macht der Erinnerung und das, was wir Familie nennen.
Buch Endstation Malma, Foto von Autor Alex Schulman und Text Über die Macht der Erinnerung und das, was wir Familie nennen.
Über die Macht der Erinnerung und das, was wir Familie nennen

Endstation Malma

Ein Zug, drei Menschen und ihre miteinander verwobenen Schicksale: Nach ›Die Überlebenden‹ und ›Verbrenn all meine Briefe‹ erzählt Alex Schulman hier erneut mit großer emotionaler Wucht. Ein Familienroman über Schuld, Schweigen und die Sehnsucht, nicht allein zu sein.

Ein Zug fährt durch eine Sommerlandschaft. An Bord sind ein Ehepaar in der Krise, ein Vater mit seiner kleinen Tochter sowie eine Frau, die das Rätsel ihres Lebens lösen will. Sie alle fahren nach Malma, einen kleinen Ort, wenige Stunden von Stockholm entfernt, umgeben von Wäldern. Und keiner von ihnen weiß, wie ihre Schicksale verwoben sind und ob das, was sie in Malma erwartet, ihrem Leben nicht eine neue Wendung geben wird.

In bestechender Prosa baut Bestseller-Autor Alex Schulman seine Erzählung auf: wie einen Zug, der durch die Zeit fährt und in dem jedes Kapitel ein eigener Waggon ist, der an den nächsten angehängt wird. Lässt sich die Zukunft frei gestalten, oder ist sie durch Vergangenes vorgezeichnet?

»Ein tief bewegender Roman, der zu Herzen geht. Ein großes Leseerlebnis.« Aftonbladet 

»Mit ›Endstation Malma‹ bestätigt Alex Schulman, dass er einer der größten Erzähler unserer Zeit ist.« Ölandsbladet

Ein Roman, der unter die Haut geht - geschrieben für Leserinnen und Leser, die skandinavische Gegenwartsliteratur von psychologischer Tiefe schätzen.

  • Meisterhafte Struktur: Drei Zeitebenen, drei Perspektiven - verschränkt wie die Gleise einer Bahnstrecke
  • Transgenerationales Trauma: Geheimnisse und emotionale Kälte werden von Generation zu Generation weitergegeben
  • Poetische Präzision: Minimalistische, kraftvolle Prosa des schwedischen Bestseller-Autors
  • Emotionaler Sog: Eine Familiengeschichte, deren Auflösung lange nachhallt

 

Ebenfalls von Alex Schulman bei dtv erschienen sind:

›Die Überlebenden‹

›Verbrenn all meine Briefe‹

›Vergiss mich‹

›Jetzt beginnt das Leben‹

Bibliografische Daten

EUR 9,99 [DE]
ISBN : 978-3-423-44261-9
Erscheinungsdatum: 12.10.2023
2. Auflage
320 Seiten
Sprache: Deutsch, Übersetzung: Aus dem Schwedischen von Hanna Granz
Autor*innenporträt

Alex Schulman

Alex Schulman, geboren 1976, ist einer der populärsten schwedischen Schriftsteller. Sein Roman ›Die Überlebenden‹, 2021 bei dtv erschienen, wurde in 30 Sprachen übersetzt. Mit ›Verbrenn all meine Briefe‹, bei dtv 2022, gelang ihm in Schweden 2018 der Durchbruch als literarischer Autor.

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Übersetzer*innenporträt

Hanna Granz

Hanna Granz, geboren 1977, hat unter anderem Werke von Patrik Svensson, Tove Alsterdal, Johanne Lykke Holm und Tone Schunnesson ins Deutsche übersetzt.

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112 von 112 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.58 von 5 Sternen


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11 - 10 von 112 Leserstimme

probelesen am 23.10.2023 15:10 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Reisende im Zug

Der schwedische Bestsellerautor versteht es, schwierige Familienbeziehungen zu beschreiben. Wie in den beiden Vorgängerbänden "Die Überlebenden" und "Verbrenn all meine Briefe" erzählt er von gestörten, traumatischen Verhältnissen. Drei Menschen sind unterwegs in einem Zug: ein zehnjähriges Mädchen mit seinem Vater, ein junger Mann mit seiner Frau, die ihm vor der Trennung den Ort zeigen möchte, in dem sie aufgewachsen ist, eine junge Frau auf der Suche nach ihrer Mutter. Erst allmählich wird deutlich, dass sie alle auf der gleichen Strecke unterwegs sind, aber zu ganz verschiedenen Zeiten: 1976, 2002 und heute und dass es sich um eine Familie handelt: das kleine Mädchen wird die verheiratete Frau, deren Tochter die suchende Frau ist. Sehr raffiniert werden die Erzählstränge miteinander verwoben. Man spürt das Unheil, das diese Familie bedroht, die Sprachlosigkeit über Generationen hinweg. Spannend bis zur letzten Seite. Hervorragend!

xana15 am 23.10.2023 14:10 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Traurig

Endstation Malma ist die Geschichte von Harriet, Oskar und Yana, deren Leben alle miteinander zusammenhängen und die alle eines Tages auf dem Weg nach Malma sind, um ein Kapitel ihres jeweiligen Lebens zu schließen. Wie in seinen vorherigen Werken überzeugt Alex Schulman auch hier mit seinem dahinfließenden Schreibstil, der trotz seiner Unaufgeregtheit eine Lawine an Gefühlen auslösen kann.Die Charaktere sind mehrdimensional und haben ihre Stärken und Schwächen. Man fühlt mit ihnen und versteht sie dennoch längst nicht immer. Jeder Charakter erzählt Episoden aus der eigenen Geschichte, allerdings bleiben leider eine Menge Fragen unbeantwortet und eine Menge Taten unverstanden. Das ist das Einzige, was ich an dem Buch bemängeln kann.Der Autor schafft es auf seine ganz eigene Weise die Tücken der Kindheit sowie die zwischenmenschlichen und familiären Probleme darzustellen. Ihm ist damit erneut ein hervorragendes Buch gelungen, das allerdings aus meiner Sicht nicht an "Die Überlebenden" des Autors herankommt. Auch bei der Covergestaltung bin ich der Meinung, dass der Verlag attraktivere Bilder wählen sollte, die den Büchern mehr schmeicheln.

simonef am 23.10.2023 11:10 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Ein schmerzhafter Roman über Kindheitstraumata

"Endstation Malma" war mein erster Roman von Alex Schulman, und schon die Leseprobe hat mich sehr berührt. Auf kunstvolle Weise verbindet Schulman erzählerisch meisterhaft Vergangenheit und Gegenwart der Protagonisten Harriet, Oskar und ihrer gemeinsamen Tochter Yana miteinander, die alle zu unterschiedlichen Zeiten auf der Zugstrecke von Stockholm nach Malma unterwegs sind. Den meisten Raum nimmt Harriets Geschichte ein, die wir als Kind, Ehefrau und Mutter erleben. Über die Bahnfahrten gewinnt man Einblick in die Gedankenwelt der Figuren, ihre Träume und Traumata, und erfährt von einschneidenden Erlebnissen, die teils jahrzehntelang nachwirken. Der Schreibstil ist eindringlich, lebendig, emotional, und ich konnte mich schnell in die Figuren einfühlen und mit ihnen mitleiden. Die Grundstimmung ist düster, das Ehepaar hat sich auseinandergelebt, Harriet kämpft zeitlebens mit ihren Traumata aus der Kindheit, die sie auch als Mutter gegenüber Yana blockieren. Schulman zeigt, wie negative Erfahrungen aus der Kindheit ein ganzes Leben prägen können, wie sie unsere Fähigkeit, ein selbstbestimmtes Leben zu führen, blockieren und und sich auch über Generationen hinweg fortsetzen. Das ist teilweise schmerzhaft zu lesen, und das Buch hat mich stellenweise sehr mitgenommen, so dass ich öfter innehalten und eine kurze Pause einlegen mußte. Dieser Roman wird mir - auch als Mutter und Tochter - sicherlich noch sehr lange im Gedächtnis bleiben. Schulman hat mich inhaltlich und stilistisch beeindruckt, und ich werde auf jeden Fall auch seine bisherigen Bücher lesen. Endstation Malma möchte ich unbedingt weiterempfehlen!

hamburger.deern am 23.10.2023 11:10 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Wieder ein beeindruckender Schulman

ENDSTATION MALMAAlex SchulmanIm Zug nach Malma sitzen unterschiedliche Personen: Die verschüchterte Henrietta mit ihrem Vater - er ist ein schweigsamer und jähzorniger Mann, dem man besser aus dem Wege geht. Nach der Trennung von seiner Frau teilte sich das Ehepaar die zwei Töchter untereinander auf.Ein Ehepaar, das kurz vor der Trennung steht - sie möchte ihm unbedingt etwas in Malma zeigen und außerdem ist da noch Yana, eine einsame junge Frau, die nach Malma reist, um endlich die Wahrheit über ihre Familie herauszufinden.Auf dieser Reise erfahren wir in Rückblicken mehr über diese Personen und deren Leben. Dabei sind alle Personen und Schicksale miteinander verwoben.Alex Schulman ist ein Meister des Geschichtenerzählens. Langsam spinnt er seine Fäden und zieht diese immer straffer zusammen, dabei spannt er uns bis zur letzten Seite auf die Folter, wo alles in einem großen Knall endet.Dieser Roman ist nichts für schwache Nerven und wer einen Wohlfühlroman sucht, der sollte besser zu einem anderen Buch greifen.Psychische Gewalt und toxische Beziehungen stehen auch dieses Mal wieder im Vordergrund.Ich hatte mich auf diesen dritten Schulman sehr gefreut und wurde auch dieses Mal nicht enttäuscht. Wie wir es von den anderen Büchern gewohnt sind, lässt er uns wieder staunend mit offenem Mund und Augen zurück.Absolute LeseempfehlungAus dem Schwedischen von Hanna Granz

leselöckchen am 22.10.2023 23:10 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Eine bewegende Zugfahrt

Eine Zugfahrt durch das sommerliche Schweden, mehrere Figuren, über drei Zeitstränge miteinander verbunden, in ihren eigenen Problemen, Erinnerungen und Lügen gefangen, unfähig nach vorne zu schauen und die große Frage, was sie an der Endstation erwarten wird.Stück für Stück fügt sich eine über viele Jahrzehnte andauernde Geschichte zusammen, in welcher man die drei Protagonisten Harriet, Oskar und Yana aus verschiedensten Perspektiven kennen, lieben, bedauern und auch verabscheuen lernt. Sprachlich hoch emotional und brutal ehrlich, überzeugt Schulman von der ersten Seite an und bricht mit diesem schrecklich schönen Roman dem Leser immer wieder das Herz. Man leidet mit jeder einzelnen Figur mit und kann beim Lesen die allgegenwärtige Schwere, Trauer und Einsamkeit förmlich greifen. Schulman schafft es erstaunlich präzise und schmerzhaft mit vielen seiner Aussagen zu Beziehungskrisen, komplizierten Eltern-Kind-Beziehungen und nicht zuletzt lähmenden psychischen Erkrankungen den Nagel auf dem Kopf zu treffen."Endstation Malma" hat mich umgehauen und zutiefst berührt. Sind wir dazu verdammt die Leben und Fehler unserer Eltern immer wieder auf Neue zu durchleben oder gibt es einen Funken Hoffnung auf die eigene, persönliche Freiheit? Dieser gewaltig wortstarke und bewegende Roman zählt definitiv zu meinen Jahreshighlights und hat mir große Lust auf die weiteren Werke des Autors gemacht.

jules&jude am 22.10.2023 17:10 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Endstation Wahrheit - Ausdrucksstark erzählt

"Wann verliert man sein Kind?" - Das ist eine der Fragen, die sich wie ein roter Faden durch den fesselnd geschriebenen neuen Roman "Endstation Malma" von Alex Schulman zieht.Der wunderbar erzählte Roman spielt in einem Zug und wird aus den Perspektiven dreier Personen erzählt, die zu verschiedenen Zeiten, in der Vergangenheit und in der Gegenwart, unterwegs sind und auf der Suche nach Antworten sind.Was werden sie am Ziel ihrer Reise finden? Den Drang danach, die Antwort auf diese Frage zu erfahren, lässt einen nur so durch die Seiten fliegen, was dank des einnehmenden, feinen und ausdrucksstarken Schreibstils des Autors einem auch nicht wirklich schwerfällt.Man folgt der jungen Harriet, die bei ihrem Vater lebt, nachdem ihre Mutter und ihre Schwester sie verlassen haben. 20 Jahre später begleitet man Oskar, der eine Beziehung mit ebenjener Harriet eingeht, der, als die Beziehung scheitert, allein bleibt, mit seiner Tochter. In der Gegenwart folgt man dann der nun erwachsenen Tochter Yana.Alle drei Handlungsstränge sind gespickt mit Erinnerungen, Gesprächen und Geschichten, die dazu führen, dass man fünf Protagonisten gut kennenlernt. Ständig wird zwischen den drei Handlungsperspektiven hin und her gewechselt, die dann alle, für sich mehr oder weniger befriedigend (Yana) auf die Auflösung am Bahnhof von Malma zusteuern, an dem schwedischen Bahnhof, an dem alle drei Schicksale auf besondere Art und Weise miteinander verbunden sind. So viel sei verraten, die Auflösung ist vor allem eine schmerzvolle, aber hat auch eine liebvolle Komponente.Auch wenn es einen Erzählstrang in der Gegenwart gibt, liegt der Schwerpunkt in der Vergangenheit und ihren Auswirkungen. Hierbei offenbart sich auch eine Schwäche des Romans, die Gegenwartshandlung erfährt zum Ende hin nicht die gleichen starken Abschluss wie die beiden in der Vergangenheit.Anfangs waren die verschiedenen Erzählstränge jedoch etwas verwirrend, doch sobald sich einem die Struktur des Romans offenbart, taucht man gebannt in die Geschichte über Familiengeheimnisse, Ungerechtigkeiten, die über Generationen weitergegeben werden, und vergangenen Ereignissen ein, deren Auswirkungen bis in die Gegenwart spürbar sind, ein."Endstation Malma" ist ein starkes und berührendes Werk von Alex Schulman, mit dem er einmal wieder sein Talent, fesselnde Geschichten mit vielschichtigen Charakteren zu schreiben, unter Beweis stellt.Trotz kleiner Schwächen, eine klare Leseempfehlung.

annamagareta am 22.10.2023 17:10 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Ein tief bewegendes Leseerlebnis

„Endstation Malma“ ist mein dritter Roman des Autors und Journalisten Alex Schulman und wieder einmal bin ich zutiefst berührt.Die Handlung wird aus drei unterschiedlichen Perspektiven geschildert, der von Harriet, Oskar und Yana. Sie befinden sich in verschiedenen Zeitebenen auf der gleichen Zugstrecke Richtung Malma und suchen nach Antworten.Schon nach wenigen Sätzen wollte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen da mich der Schreibstil des Autors total gefesselt hat. Zunächst sind es Harriets Erlebnisse, die beim Lesen regelrecht schmerzen.Mit seinem intensiven und klaren Schreibstil beschreibt Alex Schulman die Gedanken, Erinnerungen und Gefühle seiner Charaktere.Nach und nach erfährt man immer mehr über die Familiengeschichte der Charaktere. Es sind traumatische Ereignisse, Verluste, Schmerz, Beziehungsprobleme und vieles mehr, was über Generationen hinweg weitergegeben wird.Bisher ist mir kein anderer Autor bekannt, dem es gut gelingt den Einfluss der Vergangenheit auf die Gegenwart über Generationen hinweg, gekonnt darzustellen. Traumatische Ereignisse, die selbst für den der sie erlebt hat, oft nur schwer zu greifen und auszuhalten sind, werden mit ihrem Schmerz von den Eltern an deren Kinder und Enkel weitergegeben. Alex Schulman holt sie ans Licht und verbindet durch sie die Familienmitglieder generationsübergreifend miteinander. Für mich war dies das dritte Buch von Alex Schulman und es ist wieder eines das nachwirkt, mich emotional berührt und aufgewühlt hat und mir noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

buecherwurm am 22.10.2023 09:10 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Schlimme Kindheit

Durch den Adler auf dem Cover bekommen wir bereits die Grundstimmung des Romans vermittelt: Es geht um den Wunsch, sich kraftvoll über alles hinweg zu erheben und Verletzungen aus der Vergangenheit hinter sich zu lassen. Hochinteressante Figuren, ungeheuer dichte Atmosphäre. Das Motiv der Zugfahrt nach Malma wiederholt sich auf drei Zeitebenen. Es entsteht eine ungeheure Spannung, indem aus den unterschiedlichen Perspektiven der Personen ein Puzzleteil nach dem anderen aufgedeckt wird. Im Zentrum steht Harriet, von der eigenen Mutter verlassen, als Mutter überfordert. Ihre Handlungen sind teilweise absurd und dennoch nachvollziehbar. Sie ist besessen von dem Wunsch, ihre Kindheit aufzuarbeiten. Das überfordert ihren Mann Oskar, selbst von einer grausamen Mutter geprägt, und nun ein diffus unnahbarer Vater. Verlust ist ein zentrales Thema auch im Leben ihrer Tochter Yana. Sie alle verspüren eine Ohnmacht, ihr Leben nicht selbst bestimmen zu können, denn das Trauma wird über Generationen weitergegeben. An einigen Stellen überzeugt mich der Handlungsstrang allerdings nicht ganz. Es ist mir teilweise zu weit weg von dem, was meiner Auffassung nach plausibel wäre. Die Rolle des Haustiers über nahezu fünfzig Jahre hinweg etwa nimmt zu viel Raum ein. Auch hätten mich mehr Details aus Oskars Vergangenheit interessiert, er ist der flachste Charakter im Roman. Das hat mein Leseerlebnis insgesamt aber nicht maßgeblich geschmälert. Wer psychologischen Tiefgang schätzt, ist mit diesem Buch auf der sicheren Seite.

anja301178 am 22.10.2023 09:10 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Wunderbare Gegenwartsliteratur

„Wann weiß man, dass man ein Kind verloren hat?“Unaufgeregt, klug und sensibel wird hier erzählt von Generationentraumata, Verlust, zerrissener Familie und die Liebe zur Freiheit. Alex Schulman nimmt uns dahin mit wo es richtig wehtut. In drei verschiedenen Zeitebenen wird von Zugfahrten nach Malma erzählt, jeweils aus der Perspektive von Harriet, Oskar oder Yana. Da erfährt der Leser dann mehr über die einzelnen Geschichten und Schicksale der Familie. Er hat es geschafft einen Roman zu schreiben, der immer in meinem Kopf bleiben wird. Es war teilweise grausam zu lesen was die Familienmitglieder erlebt haben, wie viele Dinge unausgesprochen blieben und jeder für sich allein versucht hat das Erlebte zu verarbeiten und weiterzumachen. Für mich bisher eins der besten Bücher dieses Jahres, eine ganz große Empfehlung.

rosenvik am 21.10.2023 06:10 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Tief berührt

Mir gefällt das ruhige, stille und sehnsüchtige Cover sehr gut. Manchmal möchte man einfach abheben und alles hinter sich lassen?Durch eine Zugfahrt verwebt der Autor die Geschichte eines sich auseinandergelebten Ehepaars, eines Vaters mit seiner kleinen Tochter und einer Frau, die auf der Suche ist. Alle haben als Ziel Malma. Wie hängen ihre Geschichten zusammen?Es ist mein erstes Buch des Autors und sicher nicht das letzte! Dieses Buch hat mich tief bewegt zurückgelassen. Was kann ein kleines Mädchen ertragen? Wie beeinflusst der Lauf der Kindheit das weitere Leben? Was ist Familie?Der Autor schreibt sehr gewählt, überlegt und fein. Die Handlungsstränge fügen sich nach und nach zusammen und kreieren das gewaltige, große Ganze. Behutsam hat der Autor bei mir von der ersten Seite an ein bedrückendes Gefühl hinterlassen. Manchmal braucht es nur wenige Worte, um sich in die Hauptpersonen hineinzuversetzen und mit ihnen zu fühlen und zu leiden.Was für ein Meisterwerk!

Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

Süddeutsche Zeitung
Schulman findet jedes Mal einen neuen erzählerischen Trick, der die Texte in eine strenge Form bring...t und ihnen dadurch einen Sog gibt, wie man das eher von Stephen-King-Büchern kennt. mehr weniger

Alex Rühle, 21.10.2023

Freundin
Meisterhaftes Familienporträt, aufwühlend und schonungslos.

19.10.2023

ensuite
Verstörend und schmerzhaft und wahnsinnig gut geschrieben.

01.02.2024

Freie Presse
Schulman verwebt die Zeit, die einzelnen Personen und die jeweiligen Ereignisse auf wunderbare Weise.... Wenn man nach den ersten Kapiteln als Leser begreift, dass dieser Zug einer durch die Zeit ist, wird das Lesen zum Sog. mehr weniger

Ute Krebs, 23.12.2023

Nürnberger Nachrichten
Schulmans Roman ist berührend und geht tief. Er zeigt, dass Traumata über Generationen vererbt werd...en und dass Worte manchmal heilen könnten. mehr weniger

07.12.2023

diepresse.com
Intensiv, beklemmend und mitreißend.

06.12.2023

Münchner Kirchenzeitung
Allen, die emotionale Wucht beim Lesen lieben, ist diese Geschichte unbedingt zu empfehlen!

Ina Winkler, 03.12.2023

Lift Stuttgart
Alex Schulman hat mich mit seiner Schreibweise und der Art, Geschichten verweben zu lassen, völlig g...eflasht. mehr weniger

Yannic Skoko, 01.12.2023

rbb Radio 3
Ein kleines literarisches Meisterstück.

Frank Dietschreit, 27.11.2023

Schweriner Volkszeitung
Viele Bücher sind über das Drama des ungewollten Kindes geschrieben worden. Über den Mangel an Liebe..., der ein Leben lang nicht kompensiert werden kann. Aber selten bringt jemand das so auf den Punkt wie Alex Schulman. mehr weniger

Welf Grombacher, 18.11.2023

Hörzu
Ein anspruchsvoller, aber lohnender Roman aus Schweden.

03.11.2023

Die Presse am Sonntag
Intensiv, beklemmend und mitreißend: Ein Buch, das einen so schnell nicht loslässt.

29.10.2023

WDR 5, Scala
Ein starker Roman für alle, die wissen, dass man in die Vergangenheit schauen muss, um die Gegenwart... besser zu verstehen. mehr weniger

Theresa Hübner, 17.10.2023

buchszene.de
Ein tief bewegender, sehr wahrer Roman. Ein elegant geschriebenes Stück Literatur, das zu Herzen geh...t, mit dem Alex Schulman einmal mehr beweist, dass er einer der wichtigsten schwedischen Erzähler ist. mehr weniger

16.10.2023

Buchkultur
Große Gefühle, großartig in Szene gesetzt.

Dagmar Kaindl, 01.10.2023

mitvergnuegen.com
Die perfekte Lektüre, wenn ihr selber gerade eine lange Zugfahrt vor euch habt.

18.09.2023