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Buch Genau so, wie es immer war von Claire Lombardo und Text Glück ist ein vorübergehender Zustand, Familie bleibt ein Leben lang.
Buch Genau so, wie es immer war von Claire Lombardo und Text Glück ist ein vorübergehender Zustand, Familie bleibt ein Leben lang.

Auch als Hörbuch

›Genauso wie es immer war‹ gibt es auch als Hörbuch zum Download oder Streamen – gelesen von Andrea Sawatzki.

Ungekürzte Lesung
Spieldauer: 18 Stunden und 39 Minuten

Jetzt reinhören:

Glück ist ein vorübergehender Zustand – Familie bleibt ein Leben lang

Genau so, wie es immer war

Manchmal kann Julia Ames es gar nicht fassen, was für ein unwahrscheinlich schönes Leben sie führt. Mit Mark hat sie seit Jahrzehnten einen liebenden Ehemann an ihrer Seite, zusammen haben sie zwei Kinder in die Welt gesetzt, auf die sie stolzer nicht sein könnte. Doch Glück ist nur ein vorübergehender Zustand, wie Julia schnell feststellen muss – Familie bleibt einem hingegen ein Leben lang erhalten.
Sohn Ben schockiert seine Eltern bei einem Besuch mit einer folgenschweren Nachricht. Tochter Alma ist kurz davor, aufs College zu gehen, was eine ungewohnte Angst vor dem leeren Nest in Julia weckt. Und beim Einkaufen trifft Julia zufällig auf eine Frau, die sie seit fast 20 Jahren nicht mehr gesehen hat – einst war die mütterliche Freundin ihre Rettung, bevor sie einer Katastrophe den Weg ebnete. Gefangen zwischen ihrer bewegten Vergangenheit und der chaotischen Gegenwart verliert Julia zunehmend die Kontrolle.

Ein emotional mitreißender Roman über die Ambivalenz von Mutterschaft, die Bedeutung von Freundschaft und die Kraftanstrengung, die eine beständige Liebe voraussetzt.

Nach dem großen Erfolg von ›Der größte Spaß, den wir je hatten‹ beweist sich Claire Lombardo erneut als eine meisterhafte Erzählerin: Brillant erkundet sie die komplizierten Gefühlswelt einer ganz normalen Frau und beleuchtet die flüchtigen und doch tief einschneidenden Momente, die über Erfolg oder Scheitern einer Ehe und einer Familie entscheiden können.

»Ein zugleich zugänglicher und ungemein tiefsinniger Roman, der besonders einnehmend von Verlust- und Scheiternsängsten erzählt, aber nie schwermütig, sondern klug und witzig. Eine große Empfehlung.« Matt Haig

»Ein überragender zweiter Roman. Lombardo schreibt mit bemerkenswertem Humor und Einfühlungsvermögen über komplexe weibliche Innenleben und die so häufig problembehafteten Dynamiken zwischen Müttern und ihren Kindern.« The Observer

Bibliografische Daten

EUR 15,00 [DE] – EUR 15,50 [AT]
ISBN : 978-3-423-14940-2
Erscheinungsdatum: 13.11.2025
1. Auflage
720 Seiten
Format : 12,2 x 19,1 cm
Sprache: Deutsch, Übersetzung: Aus dem Englischen von Sylvia Spatz
Autor*innenporträt

Claire Lombardo

Claire Lombardo, 1989 geboren in Oak Park, Illinois, arbeitete als Sozialarbeiterin und PR-Agentin, bevor sie am renommierten Iowa Writers' Workshop studierte. Ihr Debütroman ›Der größte Spaß, den wir je hatten‹ war ein New York Times-Bestseller, wurde für den Women's Prize for Fiction nominiert und in ein Dutzend Sprachen übersetzt. Sie lebt in Iowa City.

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Übersetzer*innenporträt

Sylvia Spatz

Sylvia Spatz arbeitet als freie Lektorin und Übersetzerin aus dem Englischen, Italienischen und Französischen. Sie lebt mit ihrer Familie in Italien.

zur Übersetzer*innen Seite
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89 von 89 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.37 von 5 Sternen


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4 - 10 von 89 Leserstimme

laparisienne am 25.08.2024 23:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Mitten aus dem Leben erzählt

Als Julia ihre alte Freundin Helen wieder trifft, ist es wie als würde sie ihrem Vergangenheits-Ich über den Weg laufen. Diese Begegnung reißt alte Wunden auf und ist das Einfallstor in die Erinnerung an ihr altes Leben.Die Geschichte wird parallel in der Gegenwart und in der Vergangenheit erzählt und wir lernen Julia und ihre Familie in all ihren Nuancen und Tiefen kennen. Mir kam die Protagonistin anfangs sehr merkwürdig und nervig vor. Zu oft handelte sie - für mich - unnachvollziehbar und kindisch. Je länger ich jedoch las, desto mehr konnte ich nachvollziehen warum sie ist wie sie ist.Ich finde, Claire Lombardo macht einen wundervollen Job alle Facetten des Lebens abzubilden. Manchmal ist man kindisch, verhält sich unmoralisch oder auch unerträglich. Und dennoch heißt das nicht, dass wir schlechte Menschen sind. Die Autorin versteht es in hervorragender Weise die Lebensrealität einer Frau darzustellen. Julias Erfahrungen bezüglich Mutterschaft, Intimität und Eheleben haben mich berührt und ich habe mich in vielen Textstellen wiedergefunden. Gleichzeitig hat Lombardo (bzw. die Übersetzerin Sylvia Spatz) ein großes Talent dafür, gewisse Empfindungen in Worte zu fassen.Ich mochte die Geschichte und ihr langsames dahin plätschern, war für mich aber kein Sog-Buch, daher nur 4 statt 5 Sterne. Nichtsdestotrotz, empfehlenswert!

girdie am 25.08.2024 21:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Tiefgründig und feinsinnig beschriebene Gefühlswelt der Protagonistin

In ihrem Roman „Genau so, wie es immer war“ beschreibt Claire Lombardo nach ihrem Debüt „Der größte Spaß, den wir je hatten“ erneut ein familiäres Drama rund um ihre Protagonistin Julia Grace Ames, geborene Marini. Julia möchte am 60. Geburtstag ihres Ehemanns Mark eine Party veranstalten, wozu sie eine spezielle Zutat zum Dinner benötigt. Es hat für sie weitreichende Folgen, dass sie zu einem anderen Supermarkt fährt als dem üblichen, denn dort begegnet sie Helen, einer früheren Freundin. Das unerwartete Treffen löst bei Julia Erinnerungen aus an Ereignisse, die zwanzig Jahre und länger zurück in ihrer Vergangenheit liegen.Die Geschichte spielt auf mehreren Zeitebenen und ist in einer personalen Erzählperspektive geschrieben. In der Gegenwart steht Julias 17-jährige Tochter Alma kurz vor ihrem Highschool Abschluss, als ihr älterer Bruder Ben die Familie mit einer erfreulichen Nachricht überrascht. Julia lebt einen geregelten Alltag, aber die Begegnung mit Helen, die Teenagersorgen der Tochter und die Veränderung in Bens Leben bringen ihre Routinen aus dem Gleichgewicht, genau so, wie es vor langer Zeit schon einmal geschehen ist. Die Kapitel des Romans springen zwischen den Handlungsebenen.Die Stärke der Geschichte basiert darin, dass die Autorin ihre Figuren sehr gut ausformuliert, die Interesse beim Lesenden wecken. In den Rückblenden erfuhr ich, warum Julias Kontakt zu Helen abgebrochen ist. Aber erst als ich zunehmend mehr Einzelheiten aus der Kindheit der Protagonistin erfuhr, konnte ich die Beweggründe zu den Handlungen der Protagonistin vor zwanzig Jahren besser verstehen.Bevor Julia Mark durch Zufall kennenlernte hatte sie mehrere Jahre für sich allein gelebt. Sie war es gewohnt, Entscheidungen selbst zu treffen, was auch ein Ergebnis ihrer Erziehung ist. Julia wurde durch eine angespannte Beziehung zu ihrer Mutter geprägt, aus der sie mitgenommen hat, dass sie gelegentlich nicht deren Wertansprüchen entsprach. Es war nicht einfach für sie, sich am Beginn ihrer Ehe mit ihrem Mann über bestimmte Angelegenheiten abzusprechen. Sie neigt dazu, sich vergleichsweise lange Gedanken zu Sorgen zu machen, die nicht die ihren sind. Indem sie Kontakte meidet, verhindert sie, sich mit Problemen anderer zu beschäftigen. Von Beginn an schaut sie argwöhnisch auf die besten Freunde von Mark, dadurch bleibt immer ein Stück Misstrauen in ihrem Verhältnis. Nach der Geburt ihres Sohns fällt ihr der Umgang mit anderen Müttern nicht einfach. In Helen findet sie zu dieser Zeit eine mütterliche Ratgeberin, deren Selbstbewusstsein sie bewundert. Ihre neue, einige Jahre ältere Freundin weckt in ihr Gefühle, in denen sie nicht geübt ist. Claire Lombardo schreibt abwechslungsreich, denn im Leben ihrer Protagonistin geschehen immer wieder unerwartete Begebenheiten. Julia als Kind, Teenager, Ehefrau und Mutter erlebt Situationen, die vermutlich viele Lesende wiedererkennen, was sie mir nahbar machte. In Diskursen erlebt man, dass es oft unterschiedliche Meinungen über ein Thema gibt ohne eine beste Lösung.Der Roman „Genau so, wie es immer war“ von Claire Lombardo konnte mich im gleichen Maß begeistern wie ihr Debüt. Tiefgründig und feinsinnig beschreibt die Autorin die Gefühlswelt ihrer Protagonistin Julia, die es gelernt hat, sich nach einer schwierigen Kindheit einen Weg im Leben zu suchen und an den Anforderungen des Lebens gereift ist. Einige Twists und wohlgehütete Geheimnisse sorgen für eine hintergründige Spannung. Sehr gerne vergebe ich eine Leseempfehlung.

jepi1982 am 25.08.2024 20:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Ein Leben

Der Roman "Genauso, wie es immer war" von Claire Lombardo hat ein farbenfrohes Cover, welches mich eigentlich nicht direkt anspricht. Ich hätte das Buch nicht aufgrund des Covers gekauft. Julia und Mark führen auf den ersten Blick ein zufriedenes Leben mit ihren Kindern Ben und Alana.Als Ben allerdings seine Familie mit einer Nachricht überrascht, stellt sich sich das Leben von Julia nach und nach auf den Kopf. Als sie dann noch Helen, ihre einstige Freindin, nach vielen Jahren wiedertrifft, fällt Julia in ein Loch...Die erste Hälfte des Romans ist geprägt von Aufs und Abs in Julias Leben, sie erlebt viele Höhen und Tiefen. Das Buch umfasst sehr viele Zeitsprünge, diese machen das Lesen und das Verstehen (wo befinde ich mich gerade) oft sehr schwierig und verwirren zunehmend. Insgesamt kann ich sagen, dass mir zwar die Geschichte gefällt, ich den Schreibstil aber zu durcheinander finde, so dass man schnell den Faden verliert.

jasmin14 am 25.08.2024 13:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Unaufregender Familienroman

Als Julia im Supermarkt unerwartet auf eine Bekannte aus ihrer Vergangenheit trifft, gerät ihre Welt ins Wanken. Plötzlich sieht sie sich mit Dingen aus der Vergangenheit, die sie gerne schon vergessen hätte, wieder konfrontiert und das Bild der perfekten Familie bekommt Risse.Es ist schwer, den Inhalt des Romans mit wenigen Worten wiederzugeben. Im Grunde geht es darum, wie Julia in ihrem Leben zurechtkommt und mit einem Fehler, den sie in ihrer Vergangenheit gemacht hat, umgeht. Ich fand sie als Protagonistin sehr interessant, da sie einerseits eine Person ist, die sehr an sich selbst zweifelt und weder sich selbst noch ihren Platz so recht gefunden zu haben scheint, gleichzeitig aber auch nicht schüchtern oder zurückhaltend. Gerade diese Ambivalenz übt einen großen Reiz aus und unterscheidet sie, meiner Meinung, von vielen anderen Buchcharakteren. In einigen Punkten konnte ich mich zudem selbst in ihr wiederfinden. Neben Julia nehmen auch ihre Familienmitglieder viel Raum ein, doch es ist unbestreitbar, dass sie der Dreh- und Angelpunkt der Geschichte ist. Ihre Entwicklung fand ich auch am spannendsten zu verfolgen.Die Handlung ist gut aufgebaut. Mit dem Aufeinandertreffen von Julia und einer Bekannten aus ihrer Vergangenheit erfährt man, dass etwas vorgefallen sein muss, das Julia zutiefst erschüttert. Worum es sich dabei handelt wird nach und nach im Laufe der Geschichte offenbart. Nebenbei läuft das alltägliche Familienleben ab und man merkt, dass es in der Familie krieselt. Obwohl das Buch keinen wirklichen Höhepunkt aufweist, fand ich es durchwegs spannend zu lesen, die Entwicklung der Charaktere zu verfolgen und Einblicke in das Familienleben zu erhalten. Die Autorin schafft es, dass man bis zum Schluss gespannt dabei bleibt und die Charaktere ins Herz schließt. Für mich gab es jedoch nichts, dass mir nachhaltig von diesem Buch im Gedächtnis bleiben wird, daher vergebe ich gute 4 Sterne.

billypike am 23.08.2024 13:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Das Leben in all seinen Facetten

Der Buchtitel „Genau so, wie es immer war“ könnte auch „Das geradlinige Auf und Ab im Leben der Julia Ames“ sein. Der Buchtitel passt tatsächlich ziemlich gut, auch wenn einem das als Leser erst relativ spät zum Ende hin klar wird.Das gut organisierte Leben von Julia, die seit zwanzig plus Jahren mit Ihrem liebenden Mann Mark verheiratet ist, gerät leicht aus den Fugen, als ihr Sohn ihnen eine (laut Klappentext) folgenschwere Nachricht überbringt. Darüber hinaus ist ihre Tochter Alma kurz davor das Nest zu verlassen um zu studieren. Als wäre dies alles nicht schon schlimm genug, begegnet sie durch reinen Zufall auch noch ihrer alten Bekannten Helen, die sie seit zwanzig Jahren nicht mehr gesehen hat und wird dadurch mit Erinnerungen an die Vergangenheit konfrontiert, die ihre „heile" Welt damals fast zerstört hätte.Der Schreibstil ist sehr außergewöhnlich und nicht unbedingt leicht. Die sehr verschachtelten Sätze und gedanklichen Sprünge von Julia verlangen die 100%ige Aufmerksamkeit des Lesers, damit nicht kleine Details verloren gehen, von denen es wahrlich viele gibt.„Genau so, wie es immer war“ nimmt uns mit auf eine Lebensreise, die vor allem durch das konstante Auf und Ab bestimmt wird. Für locker die Hälfte des Buches war mir Julia erstmal nicht wirklich sympathisch. Zu viele für mich nicht nachvollziehbare Entscheidungen, zu sehr wird in allem nur das negative gesehen, zu oft wird sich so lange in etwas hineingesteigert bis es zu einem handfesten Drama wird. Dabei sind alle umstehenden Menschen in ihrem (erwachsenen) Leben nur darauf bedacht ihr zu helfen, sei es ihr überaus verständnisvoller Mann Mark, ihre beste Freundin Helen und sogar ihr Sohn Ben, selbst als er noch im Kindergarten war.Durch Rückblicke werden nach und nach mehr Schleier gelüftet und wir erfahren wie aus einem noch unschuldigen Mädchen die misstrauische Frau wird die mit so vielem im Leben zu kämpfen hat.Und dann ist da natürlich die (nicht vorhandene) Beziehung zu Julias Mutter. Sehr eindrücklich wird hier geschildert, wass die beiden Frauen im Leben zusammengehalten bzw. entzweit hat. Es sind vor allem diese Momente im Buch, die den Leser gekonnt in ihren Bann ziehen.Letztendlich ist die „folgenschwere Nachricht“ ihres Sohnes eigentlich der Katalysator für Julia um sich mit den Dämonen der Vergangenheit auseinander zu setzen. Man ist gefesselt davon, wie es weiter geht und was für neue „Geheimnisse“ gelüftet werden bis das Buch schließlich zu seinem Ende kommt und dem Leser einen passenden Abschluß gibt.Lediglich auf den (kurz vor dem tatsächlichen Ende des Buches) eingebauten Schnelldurchlauf durch das Leben aller Protagonisten hätte ich persönlich verzichten können, da sich dieser im Gegensatz zum Rest des Buches mit all den Details viel zu kurz nimmt. Davon abgesehen, ist das Buch definitiv zu empfehlen, für alle die sich gerne auf Familiendramen und große Lebensgeschichten einlassen. Davon bekommt man hier auf über 700 Seiten auf jeden Fall genug und dazu auch noch ein passendes Ende.

martinchen am 21.08.2024 17:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Ein gutes Leben? Ein gutes Leben!

Julia Ames, Ende fünfzig, seit vielen Jahren mit Mark verheiratet, einen Sohn und eine Tochter und einen Freundeskreis – sie hat also alles, was es für ein gutes Leben braucht. Dann jedoch begegnet sie zufällig einer Frau aus ihrer Vergangenheit, die Erinnerungen wach werden lässt. Nicht genug damit, gibt es gravierende Veränderungen im Leben ihres Sohnes – und damit auch in ihrem.Claire Lombardo, Jahrgang 1989, war Sozialarbeiterin und PR-Agentin, bevor sie am renommierten Iowa Writers' Workshop studierte. Ihr Debütroman „Der größte Spaß, den wir je hatten“ wurde für den Women's Prize for Fiction nominiert. Übersetzt wurde der vorliegende Roman von Sylvia Spatz, die u.a. Bret Anthony Johnson, François Garde und Maggie Shipstead übersetzt hat. (Quelle: Klappentext)Claire Lombardos zweiter Roman ist eine wunderbarer Familienroman, der die Geschichte einer Frau erzählt, die sich aufgrund ihrer Kindheitserlebnisse immer als Außenseiterin empfunden hat und die es auch nach vielen Jahren nicht fassen kann, dass ihr Mann sie so liebt wie sie ist. Dieser Roman fließt sehr ruhig dahin, auch wenn die Ereignisse das nicht immer sind. Die Depression, in die Julia nach der Geburt ihres Sohnes Ben fällt, ist dauerhaft. Lange findet sie keinen Weg hinaus, bis sie dann Helen kennenlernt. Die Freundschaft mit der älteren Frau verändert vieles. Geschickt wechselt die Autorin die Zeitebenen. Beginnend in der Gegenwart, gibt es immer wieder Einschübe, in denen Julia sich zurück erinnert. Erinnerungen, die nicht immer schön sind, sondern mitunter schmerzhaft und die sie doch zu der Frau gemacht haben, die sie ist. Am Ende gibt es einen Blick in die Zukunft, so lese ich die letzten Seiten jedenfalls.Julia wird sehr differenziert beschrieben. Auch die Mitglieder ihrer Familie sind lebendig und authentisch geschildert. In vielen Szenen können Frauen sich wiedererkennen, auch wenn die eigenen Erfahrungen völlig andere sind.Mir haben insbesondere die Beschreibungen der Begegnungen mit Helen sehr gefallen. Die beiden so unterschiedlichen Frauen erkennen in der anderen das, was sie selbst nicht sind. Aber auch die schonungslose Erkenntnis, dass ihr Sohn Ben Julia etwas völlig anderes bedeutet als ihre Tochter Alma, ist gut nachvollziehbar. Insbesondere vor dem Hintergrund der eigenen Kindheit und Jugend und dem schwierigen Verhältnis zu ihrer Mutter. Vieles klärt sich, anderes nicht, genau so wie „im richtigen Leben“. Claire Lombardo hat einen wunderbaren Roman darüber geschrieben, was es bedeutet, eine Frau zu sein.

musiklexikon am 20.08.2024 14:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Aufarbeitung der Vergangenheit

In "Genau so, wie es immer war" geht es um die Protagonistin Julia, die seit langem mit ihrem Ehemann Mark verheiratet ist und zwei Kinder hat. Sie trifft nach 20 Jahren ihre ehemalige Freundin Helen Russo zufällig wieder und da kommen sehr viele Erinnerungen an damals zurück. Wir erfahren dann auch noch, dass Julias Verhältnis zu ihrer Mutter Anita auch nicht das beste ist. Sie muss sich aber der Sache stellen, weil ihr Sohn Ben heiraten möchte und seine Großmutter gerne bei der Hochzeit dabei hätte. Auch mit Tochter Alma hat sie so ihre Schwierigkeiten. Sie steht kurz vor dem Abschluss, ihre Beziehung zu ihrer Partnerin Margo ist auch schwierig und sie vertraut sich sowieso lieber ihrem Vater an.Mein Start in die Geschichte gestaltete sich ziemlich schwierig. Die Kapitel waren ziemlich lang und es gab immer wieder Zeitsprünge, da bin ich teilweise etwas durcheinander gekommen. Es fehlte mir auch etwas Tiefgründigkeit in der Geschichte. Deshalb vergebe ich 4 Sterne für das Buch und empfehle allen, die Interesse haben, sich sind eigene Meinung zu bilden.

Helga am 20.08.2024 13:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Nicht zu Ende gelesen...

Der Klappentext, dass die Protagonistin Julia eine Frau aus ihrer Vergangenheit trifft und sich dadurch schlagartig ihr geordnetes Alltagsleben in Unruhe kommt, sprach mich an, ihr glückliches Familienleben gerät ins Wanken. - Die Schutzhülle sprach mich farblich auch sehr an und die kurze Beschreibung „humorvoll“ von Bonnie Garmus veranlasste mich zum Lesen dieses Buches. - Nach 70 Seiten wurde mir bewusst, dass ich noch 650 Seiten vor mir habe und hab es zu geklappt! Bis dahin habe ich nichts Humorvolles entdeckt und alles Geschriebene war einfach viel zu langatmig. Was es mit der Frau aus der Vergangenheit auf sich hat, konnte ich schon erahnen und wollte den dicken Wälzer mit über 700 Seiten nicht weiter lesen.
Die Autorin Claire Lombardo war mir bisher unbekannt, werde garantiert um weitere Bücher von ihr herumfassen.

jutsi am 20.08.2024 10:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Genau so, wie es immer war?

Claire Lombardo war mir bisher kein Begriff, doch bei „Genau so, wie es immer war“ hat mich aber ganz die Kombination aus Cover und Titel sofort neugierig gemacht. Das Cover ist grün und modern, es zeigt eine schöne, ordentliche Nachbarschaft. Der Buchtitel ist etwas versteckt – ein Hinweis darauf, dass sich hinter ordentlichen Kulissen immer etwas versteckt. Die Geheimnisse der Protagonistin Julia legt Lombardo in diesem Familienroman durch viele Rückblenden und Zeitsprünge offen. Eingebunden in den eigentlich unscheinbaren Familienalltag reflektiert Julia komplexe und vielschichtige Beziehungen. Zentral stehen die Themen Mutterschaft, Familiendynamik, Bindung, Beziehung, Vertrauen und Freundschaft. Den Titel finde ich für das Buch sehr passend. Gerade bei einer Frau, die mitten im Leben steht und scheinbar alle klassischen Ziele (Haus, Mann, Kinder) erreicht hat, könnte man meinen, ihr Leben wäre immer geradlinig verlaufen. Welche Hindernisse, verborgene Struggle und Zufälle hinter diesem Leben stehen und wie komplex die nach außen perfekten Beziehungen sind, wird erst beim genauen Hinsehen deutlich. Lombardos Schreibstil ist unterhaltsam und detailreich beobachtend. Auf den rund 700 Seiten sind mir war auch Längen begegnet, insgesamt habe ich die Geschichte aber als unterhaltsam und spannend empfunden und an einem Wochenende gelesen. Eine schöne Urlaubslektüre!

carowbr am 19.08.2024 18:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Was unter der Oberfläche schlummert

Auf den ersten Blick führt Julia ein glückliches Leben: eine liebevolle Ehe, zwei tolle Kinder, Partys in ihrem Freundeskreis, ein stabiler Job. Ihr Sicherheitsgefühl wird durch ein Wiedersehen durcheinander gebracht und es geschehen immer mehr Dinge, die sie dazu zwingen, sich mit ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen und hinter die Fassade der heilen Welt zu blicken.Mit der Erzählung gräbt man so tief in Julias Gedanken und Erinnerungen, dass es auf ganz rohe und emotionale Weise intim ist. Während ihrer Kindheit ist das Verhältnis zu ihrer engsten Bezugsperson sehr ambivalent, was die Protagonistin prägt und sie ihr Leben lang begleitet. Die Autorin schafft es, diese tief verwurzelten Muster in allen Facetten ihrer Charaktere unterzubringen. Sie zeigt, wie wir Menschen uns über die Jahrzehnte verändern und wie einige Dinge doch genau gleich bleiben; wie wir Fehler machen und verzeihen, nachtragend sind und verletzt, liebevoll und herzlich, aber auch gemein und egoistisch. Die ganze Bandbreite der Gefühle also - und das, ohne wertend zu sein, denn wer tut schon immer nur das Richtige? Trotzdem hat es auch immer einen traurigen Unterton, eine gewisse Sentimentalität, durch all die Gefühle, die unter der Oberfläche schlummern.Durch die über 700 Seiten hat man Zeit, die Protagonistin wirklich gut kennenzulernen, was durch die vielen Rückblicke auch zu einem nuancierten Bild wird. Man sollte sich jedoch Zeit nehmen für das Buch, um richtig eintauchen zu können, ein Kapitel am Tag wird hier nicht ausreichen.Empfehlen würde ich es Leser*innen, die gerne tiefgründige und emotionale Geschichten lesen, wobei es im Großen und ganzen vor allem um dysfunktionale Familien geht. Mir hat der Stil von Claire Lombardo richtig gut gefallen und ich werde mir ihr erstes Buch auch anschauen.

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