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Buch Hier draußen von Martina Behm, Illustration zeigt Rehe, Text Stadtflucht Landfluch?
Buch Hier draußen von Martina Behm, Illustration zeigt Rehe, Text Stadtflucht Landfluch?
Eine weiße Hirschkuh, eine dunkle Prophezeiung und ein Dorf, das kopfsteht

Hier draußen

In Fehrdorf scheinen alle zu wissen, wo sie hingehören. Nur Ingo und Lara, die mit den Kindern von der Großstadt aufs holsteinische Dorf gezogen sind, haben Schwierigkeiten. Vor allem Ingo strapaziert die Pendelei zu seinem Start-Up nach Hamburg. Als er eines Abends eine weiße Hirschkuh anfährt, bringt das die gesamte Dorfgemeinschaft aus dem Gleichgewicht. Denn wer so eine tötet, heißt es, hat nur noch ein Jahr zu leben. Und plötzlich fragen sich auch der Dorfjäger, die Vorzeige-Landfrau und die Überbleibsel einer Öko-WG, ob sie das Landleben wirklich glücklich macht.

»Ein kluger und unverschämt lässiger Dorfroman, ohne Kitsch und Sentimentalität, voller Tier- und Menschenliebe. Martina Behm ist eine Meisterin der Beobachtung. Ich bewundere ihre Unerschrockenheit und ihren trockenen Humor.« Till Raether

»Dieser wunderbar erzählte Roman zerstört rigoros den Traum der Städter vom Dorfleben – und beweist gleichzeitig, dass es nichts Lebenswerteres gibt. Ich hoffe, die haben für mich da im Dorf noch ein Zimmer frei.« Susanne Matthiessen

»Ein richtig gutes Buch.« Max Moor

Bibliografische Daten

EUR 24,00 [DE] – EUR 24,70 [AT]
ISBN : 978-3-423-28478-3
Erscheinungsdatum: 13.03.2025
1. Auflage
496 Seiten
Format : 12,8 x 21,0 cm
Sprache: Deutsch
Autor*innenporträt

Martina Behm

Martina Behm ist ausgebildete Journalistin, hat Volkswirtschaftslehre in Konstanz und Oxford studiert und lebt nach Stationen in Santiago de Chile und Hamburg wieder dort, wo ihre Wurzeln sind: in Schleswig-Holstein. Sie ist international als Strickdesignerin bekannt und Mutter zweier Teenager. Ihr erster Roman ›Hier draußen‹ erschien 2025 bei dtv.

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125 von 125 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.67 von 5 Sternen


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2 - 10 von 125 Leserstimme

ada2011 am 23.05.2025 08:05 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Dorfidylle?

Gleich vorneweg, dieser Roman war absolut wie für mich geschrieben. Obwohl ich in Ostdeutschland groß geworden bin und wir nur Verwandtschaft auf dem Land in Mecklenburg hatten, die neben der LPG noch eigene wenige Tiere hatten, konnte ich mich so reinversetzen in das Treiben und die Arbeit auf einem Hof. Nun nach der 2000er Wende hat sich einiges verändert. Junge Familien ziehen aufs Dorf und erhoffen sich hier eine Ruhe und Idylle, die es tatsächlich so aber nicht gibt. Deshalb müssen Hähne abgeschafft werden oder kleine Teiche in Kindergärten im Dorf, die bislang als Biotop dienten und in 50 Jahren nicht ein Kind hineingefallen ist. Und einige gehen wieder, weil sie das Stadtleben vermissen. Und auch hier beschreibt Martina Behm die Wirklichkeit so klasse, dass ich dachte, die Geschichte könnte auch hier spielen, mal davon abgesehen, dass wir die Landschaft Schleswig Holsteins hier nicht haben. Die Beschreibung von Uwe, der Jäger ist und einen Schweinemastbetrieb hat, obwohl er eigentlich lieber bio für die Schweine und artgerechter gemacht hätte, aber dafür leider keinen Kredit bekam, ist mir nahe. Auch meine Tochter sitzt auf dem Hochsitz, um die Tiere zu beobachten und schießt nur selten. Auch sie liebt die Natur und erholt sich in ihr.Uwe hat keine Frau und keine Kinder und manchmal ist er irgendwie allein. Er wäre sicher Familienmensch gewesen. Die beiden Hauptprotagonisten sind Ingo und Lara und ich kann beide gut verstehen, auch wenn ich einiges anders entschieden hätte. Martina Behm hat trotz der vielen zwischenmenschlichen Probleme im Dorf ein Wohlfühlbuch mit Wiedererkennungseffekt für mich geschrieben. Bestimmt lese ich es noch einmal nach einiger Zeit.Und ganz toll fand ich, dass sie ab und zu auch ein paar Damen hatte, die strickten. Da fühlte ich mich gleich auch zu Hause.Tolles Buch, kann ich wirklich wärmstens empfehlen.

bedard am 22.05.2025 11:05 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Realistischer Blick auf das Dorfleben im Wandel

Ingo und Lara Fenske sind Eltern von zwei Kindern im Grundschulalter. Sie ist freiberufliche Grafikdesignerin, er Mitgründer eines sehr erfolgreichen Start-Ups in Hamburg. Auf Laras Wunsch haben sie einen großen Resthof mit erheblichem Sanierungsbedarf in einem schleswig-holsteinischen Dorf mit 200 Einwohnern erworben. Der Traum vom idyllischen Landleben mit viel Natur, Entspannung und Ruhe erweist sich schnell als Trugschluss. Hohe Hypotheken, lange Fahrt- und Arbeitszeiten für Ingo, die zusätzliche Arbeitsbelastung, die Haus und Grundstück fordern und Laras alleinige Zuständigkeit für Kindererziehung und alles, was sonst so anfällt – die Beziehung zwischen Lara und Ingo verschlechtert sich zusehends.Als Ingo völlig übermüdet eine weiße Hirschkuh anfährt, muss das Tier erschossen werden. Uwe, Jäger und Schweinezüchter aus dem Dorf, kommt ihm zu Hilfe, erzählt aber auch von dem Aberglauben, dass die Tötung des Tieres innerhalb eines Jahres Unglück und Tod bringt. Vordergründig wird diese Prophezeiung als Unsinn abgetan, aber sie schwebt das ganze folgende Jahr über dem Paar. Der Kontakt zu den Alteingesessenen nimmt durch dieses Ereignis zu. Insbesondere zwischen Uwe und Ingo bahnt sich eine Verbindung an, die auf den ersten Blick erstaunt. Unterschiedlicher können zwei Menschen eigentlich nicht sein. Doch Ingo genießt die Ruhe und das anspruchslose Zusammensein, das mit Uwe möglich ist. Lara hat für diese Beziehung allerdings kein Verständnis. Sie hat in der Zwischenzeit langsam Kontakt zu anderen Bewohnerinnen des Dorfes aufgenommen und beginnt sich über die Teilnahme am Dorfleben stärker zu integrieren.Das Paar aus der Großstadt steht zwar eindeutig im Mittelpunkt dieses Romans, aber die gar nicht so einheitliche Dorfbevölkerung wird in sehr detaillierten, liebevoll gezeichneten Charakterstudien in all ihren Facetten geschildert.Dazu gehören Jutta und Armin, die vor 30 Jahren als Teil einer WG von einem alternativen Leben geträumt haben, aber schnell als einzige geblieben sind und vielleicht etwas mehr als nur eine Wohngemeinschaft sind.Es gibt den unsympathischen, gewaltbereiten Schweinezüchter, der traditionell arbeitet und seine Ehefrau so mies behandelt, bis auch sie die Hoffnung auf Besserung aufgibt.Im Gegensatz dazu hat der sensible, etwas eigenartige Uwe seinen Betrieb gewinnbringend auf hochmoderne Technik umgestellt, weil er dazu gedrängt wurde.Es gibt noch eine überschaubare Anzahl ganz unterschiedlicher Menschen, die Teil dieser Gemeinschaft sind, in sie hineingeboren wurden oder vor vielen Jahren durch Heirat hinzugekommen sind und sich immer noch nicht als ganz zugehörig fühlen.Anhand dieses Mikrokosmos zeigt die Autorin sehr anschaulich den Wandel in der Landwirtschaft auf. Betriebe müssen aufgeben oder kämpfen ums Überleben, andere sind wirtschaftlich erfolgreich durch Hochtechnisierung. Wieder andere stellen auf Biolandwirtschaft um. Die Übernahme der Höfe durch Söhne oder Töchter ist nicht mehr sichergestellt, weil diese einträglichere Berufe in der Stadt anstreben.Auf der anderen Seite sind da die Städter, die sich ein Bullerbü-Leben vorstellen und mit dieser Erwartung aufs Land ziehen. Doch sie unterschätzen Anfahrtswege, die deutliche Mehrarbeit, die ihre größeren Häuser und Grundstücke bedeuten, und sie stellen sich die Aufnahme in gewachsene Gemeinschaften viel zu einfach vor.Martina Behm hat in ihrem lesenswerten Debütroman nicht nur einen realitätsnahen Blick auf ein fiktives Dorf im Wandel geworfen, sondern auch sehr feinsinnig sich verändernde Beziehungsstrukturen aufgezeigt. Allerdings wird am Beispiel ihrer Hauptpersonen auch deutlich, wie schnell unterschiedlich hohe Einkommen und gemeinsame Kinder Paare in längst überholt geglaubte patriarchale Muster zurückbefördern.Vielschichtige Charaktere, eine glaubwürdige Handlung und am Ende ein realistischer und vorsichtig optimistischer Blick in die Zukunft sind die Bestandteile dieses auch sprachlich überzeugenden Romans. Uneingeschränkte Leseempfehlung!

eletroe am 20.05.2025 09:05 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Grandios

Autorin: Martina BehmBuch: Hier draußenGenre: RomanHörbuch 14 h 6 min🎧🎧🎧🎧🎧Klappentext:Eine weiße Hirschkuh, eine dunkle Prophezeiung und ein Dorf, das kopfstehtIn Fehrdorf scheinen alle zu wissen, wo sie hingehören. Nur Ingo und Lara, die mit den Kindern von der Großstadt aufs holsteinische Dorf gezogen sind, haben Schwierigkeiten. Vor allem Ingo strapaziert die Pendelei zu seinem Start-Up nach Hamburg. Als er eines Abends eine weiße Hirschkuh anfährt, bringt das die gesamte Dorfgemeinschaft aus dem Gleichgewicht. Denn wer so eine tötet, heißt es, hat nur noch ein Jahr zu leben. Und plötzlich fragen sich auch der Dorfjäger, die Vorzeige-Landfrau und die Überbleibsel einer Öko-WG, ob sie das Landleben wirklich glücklich macht.🎧🎧🎧🎧🎧Meine Meinung:Ich muss erst einmal loben. Die Hörbuchsprecherin ist super gewählt, Stimmfarbe, Betonung, Sprachtempo.. hier passt einfach alles. Auch der Schreibstil der Autorin ist einzigartig. Ich würde ihn als nüchtern beschreiben. Den Alltag im Dorf, die Beschreibungen, .. sehr realistisch. Hier wurde nichts beschönigt oder ausgedacht. Dies hat mir sehr gut gefallen. Ebenfalls das Kennenlernen der Protagonisten, die Unfälle, die Tiere, .. nach ein paar Kapiteln war ich so im Buch gefangen, das ich es nicht mehr ausschalten konnte. Die 14 Stunden sind gut angelegt. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt, behalte die Autorin im Auge. Nach dem Lob kommt Kritik.. oder dochnicht . Ich habe nichts zu kritisieren 🎧🎧🎧🎧🎧Fazit:Hinter dem Cover hätte ich nicht so eine tolle und tiefgründige Geschichte erwartet. Absolut gelungenes Hörbuch.

coffee2go am 15.05.2025 09:05 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Landliebe

Der Roman beschreibt den Umzug von Lara, Ingo und ihren beiden Kindern von der Stadt aufs Land und lässt sehr gut erkennen, wie sie sich die Situation idyllisch ausgemalt haben und wie sie dann die Realität einholt. Mit der Zeit hatte ich allerdings das Gefühl, dass sich vor allem Lara nicht mehr als Außenseiterin sieht, sondern ihren Platz in der Gemeinschaft gefunden hat. Spannend ist außerdem, dass auch die weiteren Dorfbewohner*innen mit ihren individuellen Problemen und Sorgen Platz haben, sodass man als Leser*in das Gefühl hat, ein Teil der Dorfgemeinschaft zu sein. Ich finde es schön, dass sich manche Personen öffnen können, auch ihr Leben, so wie es schon immer geführt wurde, zu verändern wagen, bei manchen gelingt es besser, bei anderen nicht ganz so gut. Mir haben auch die kleinen Rückblenden in die Jugendzeit einzelner Dorfbewohner*innen sehr gut gefallen, da man erkennen kann, dass damals andere Werte wichtig waren oder die frische Beziehung einen anderen Stellenwert hatte als jetzt. Am Ende hat man als Leser*in das Gefühl, dass durch das Anfahren und Töten der weißen Hirschkuh eine gewisse Dynamik in das Dorfgeschehen gekommen ist, die Veränderungen ins Rollen gebracht hat. Auch wenn man nicht abergläubisch ist, so war für viele doch eine leichte Verunsicherung und Zweifel vorhanden, vor allem bei der älteren Bevölkerung. Ich habe zwar noch nie eine weiße Hirschkuh gesehen, es muss allerdings eine beeindruckende Erfahrung sein.

leukam am 09.05.2025 11:05 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Landleben 2.0

Schauplatz des Debutromans von Martina Behm ist ein fiktives 200 Seelen- Dorf in Schleswig- Holstein. Hierher sind vor drei Jahren Ingo und seine Frau Lara mit ihren beiden Kindern gezogen. Sie haben eine Hypothek aufgenommen und sich ein altes Bauernhaus mit einem großen Garten gekauft. Vor allem Lara will weg vom Trubel und der Anonymität der Großstadt. Auch für die Kinder wäre doch ein Aufwachsen inmitten der Natur viel idyllischer. Aber das Ehepaar ist längst nicht so glücklich wie erhofft. Ingo fühlt sich erschöpft von der ständigen Pendelei nach Hamburg, wo sein Start- Up- Unternehmen seine ganze Energie frisst. Und Lara ist einsam, denn so richtigen Anschluss an die Dorfgemeinschaft hat sie nicht gefunden. Da fährt nachts auf seinem Heimweg Ingo eine weiße Hirschkuh an. Das verletzte Tier muss getötet werden. Doch was hat es mit dem alten Aberglauben auf sich, dass derjenige, der eine weiße Hirschkuh tötet, binnen eines Jahres selber sterben muss?Diese Frage beschäftigt nicht nur Ingo und seine Frau, sondern auch andere Dorfbewohner. Auch wenn niemand der alten Weissagung Glauben schenkt, so kommen doch viele ins Grübeln und beginnen ihren Lebensentwurf zu hinterfragen. Was würde man ändern, wenn man nur noch ein Jahr zu leben hätte?Der Leser begleitet nun mehr als ein Dutzend Figuren ein ganzes Jahr lang.Wie geht es mit Ingo und Lara weiter? Ihre Ehe kriselt schon eine ganze Weile. Lara fühlt sich allein gelassen mit der Erziehung der Kinder, der Hausarbeit und dem großen Grundstück. Schließlich bräuchte sie mehr Zeit für ihren Job als freiberufliche Grafikdesignerin. Und Ingo zieht sich emotional immer mehr zurück, will nicht reden über seine zunehmende Unlust im eigenen Betrieb. Seine beginnende Freundschaft zum Förster Uwe sorgt für eine weitere Entfremdung zwischen den Eheleuten.Aber nicht nur die Probleme der Zugezogenen beleuchtet die Autorin. Aus wechselnden Perspektiven erfahren wir von den Schwierigkeiten, mit denen Landwirte heute zu kämpfen haben. Vieles hat sich verändert. Wenn man finanziell über die Runden kommen will, sind Zugeständnisse zu machen. Mit einem idyllischen Bauernleben hat das alles nichts mehr zu tun. Uwe z.B. hätte gerne den Umstieg zur ökologischen Landwirtschaft geschafft, doch seine Bank gab ihm nicht den nötigen Kredit dafür. Nun hat er einen riesigen Mastbetrieb für Schweine. Erholung und Ausgleich findet der alleinlebende Eigenbrötler nur auf seinen Touren im Wald.Oder Sönke mit seinem Geflügelmastbetrieb, der keine Rechnungen mehr liest und auf einen Burnout zusteuert. Oder Enno, der seinen Frust darüber, dass keiner der Söhne den Hof übernehmen will, an seiner Frau Tove auslässt.Gerade auch an den Frauen macht Marita Behm die Entwicklung auf dem Dorf deutlich. Es sind unterschiedliche Frauengenerationen mit unterschiedlichen Rollenverständnissen.Tove z.B. lässt sich lange von ihrem Mann Enno schikanieren , nicht nur, weil eine Scheudung nicht zu ihrem Bild einer Landfrau passt, sondern auch, weil sie finanziell von ihrem Mann abhängig ist.Maggie ist aus Liebe zu Sönke aufs Dorf gezogen, hat ihren Traum von der Hotelfachfrau in New York aufgegeben und versucht nun, die perfekte Landfrau zu sein. Bis sie merkt, wie viel Kraft es sie kostet, diesem Image zu entsprechen.Mit ihrer Tochter Marieke wächst eine andere Frauengenerationen heran, eine, die selbst die Richtung vorgibt und sich nicht mit der traditionellen Rolle der Landfrau begnügt.Armin und Jutta sind die letzten, die aus einer Gruppe von Aussteigern übergeblieben sind. Eine Kommune haben sie hier gegründet, schon vor Jahrzehnten. Mit viel Idealismus und Illusionen den Traum vom freien und autarken Landleben geträumt. Nun teilen sich nur noch die Zwei die alte Schmiede, die Platz für viele Menschen böte. Jutta gibt Kurse im Schlachten von Hühnern und Armin renoviert leerstehende Häuser und Möbel. Die beiden verbindet Freundschaft oder doch ein bisschen mehr? Marita Behm schaut genau hin, auch hinter die Fassaden. Sie lässt uns immer tiefer in das Beziehungsgeflecht der einzelnen Figuren bzw. Paaren hineinblicken. Dabei erzählt sie von Eheproblemen, finanziellen Nöten, althergebrachten Zwängen, geplatzten Träumen und manchem mehr. So entsteht ein lebendiges Bild vom Leben auf dem Land, zwischen Tradition und Aufbruch, zwischen Landlust und harter Arbeit. Romantisiert wird hier nichts, es ist keineswegs eine Idylle, aber auch keine Hölle, in der sich tiefe Abgründe auftun. Nein, alles wirkt äußerst realistisch und glaubhaft. Auch die Figuren sind wie aus dem Leben gegriffen und ihre Beweggründe und Gefühle werden überzeugend vermittelt. Tiefe bekommt der Roman auch durch Rückblicke in die Vergangenheit einzelner Personen. Das alles ist so packend geschildert, dass auf den beinahe 500 Seiten nie Langeweile aufkommt, sondern ein stetes Interesse, wie es wohl weitergehen mag. Auch das Ende hat mich überzeugt. Kein Happy- End, aber manches hat sich zum Positiven entwickelt. Martina Behm hat mit ihrem Debut Unterhaltungsliteratur vom Feinsten geschaffen und man darf gespannt sein auf weitere Romane von ihr.

quincyliest am 05.05.2025 14:05 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Landleben

Martina Behm hat einen eindrucksvollen Debütroman geschrieben, der das Landleben realistisch und ungeschönt abbildet.Ihr Roman spielt in einem fiktiven Dorf in Schleswig-Holstein, Fehrdorf. Hier wohnen Ingo und Lara mit ihren beiden Kindern. Sie sind von Hamburg aufs Land gezogen, von ländlicher Idylle, mehr Wohnraum und einem Garten träumend. Ingo pendelt weiterhin nach Hamburg zur Arbeit. Als er eine weiße Hirschkuh anfährt, die getötet werden muss, kommt eine alte Legende zum Vorschein, die nichts Gutes prophezeit. Dieser Mythos ist auch der Rahmen der Handlung. Im Verlauf der Geschichte werden weitere Dorfbewohner vorgestellt, man erfährt von ihren Sorgen und Ängsten.Martina Behm zeichnet ein vielfältiges und facettenreiches Bild der Landbevölkerung. Sie ist eine ausgezeichnete Beobachterin und beschreibt das Landleben realistisch. Nicht nur das dörfliche Zusammenleben unterliegt einem Wandel, auch die Landwirtschaft verändert sich ständig. Mir hat der Roman sehr gefallen und ich empfehle ihn gern weiter.

auserlesenes am 05.05.2025 09:05 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Landlust, Landflucht, Landfrust

Fehrdorf in Schleswig-Holstein: Mit großen Erwartungen sind Lara und Ingo Fenske mit ihren Kindern Erik und Erin in die 200-Seelen-Gemeinde gezogen. Der selbstständige Wirtschaftsinformatiker und die freiberufliche Grafikdesignerin sind der Großstadt Hamburg entflohen und erhoffen sich auf einem ehemaligen Bauernhof am Ortsrand Ruhe und Entschleunigung. Doch die gewünschten Effekte wollen sich nicht einstellen. Als Ingos Auto mit einer weißen Hirschkuh kollidiert, macht er Bekanntschaft mit Jäger und Landwirt Uwe Hennemann. Mit den anderen Bewohnern kommt die Familie Fenske nun ebenfalls intensiver in Kontakt. Dabei wird deutlich, dass auch die Einheimischen nicht frei von Problemen sind…„Hier draußen“ ist der Debütroman von Martina Behm.Der Roman ist sinnvoll strukturiert. Er gliedert sich in fünf Teile mit ingesamt 47 kurzen Kapiteln. Erzählt wird aus wechselnden Perspektiven und in chronologischer Reihenfolge. Die Handlung umfasst ein Jahr und spielt vorwiegend, aber nicht ausschließlich im fiktiven Ort Fehrdorf und dessen unmittelbarer Umgebung.Obwohl das Personal des Romans erstaunlich umfangreich ist, geht die Orientierung beim Lesen nicht verloren. Alle Charaktere erscheinen äußerst lebensnah, in sich stimmig und psychologisch ausgefeilt dargestellt. Der Mix an Figuren unterschiedlicher Generationen, Professionen und Konstellationenerzeugt ein interessantes Dorfpanorama.Auf der inhaltlichen Ebene ist der Roman sehr facettenreich. Es geht einerseits um wirtschaftliche und finanzielle Probleme, vor allem die Rentabilität in der Landwirtschaft, aber auch um persönliche Herausforderungen wie Eheprobleme und gesellschaftliche Konflikte wie die Unvereinbarkeit von Familie und Beruf. Dabei entwirft die Autorin ein sehr authentisches und umfassendes Bild des heutigen Landlebens. Der Roman schafft damit vielerlei Anknüpfungspunkte.Trotz der immerhin fast 500 Seiten kommt die Geschichte ganz ohne Längen und Redundanzen aus. Sie ist nicht nur unterhaltsam, sondern auch berührend, ohne ins Kitschige abzudriften. Die Handlung ist durchweg schlüssig und glaubwürdig.Gut gefallen hat mir zudem der unaufgeregte, anschauliche Schreibstil. Die ungekünstelte Sprache mit plattdeutschen Zitaten, eindrücklichen Beschreibungen und realitätsnahen Dialogen passt hervorragend zur Geschichte.Auch der prägnante Titel ist eine sehr gute Wahl. Das ungewöhnliche Covermotiv ist hübsch, legt aber zu sehr den Fokus auf die Hirschkuh, die - anders als es der Klappentext vermuten lässt - nur eine untergeordnete Rolle im Roman spielt.Mein Fazit:Mit „Hier draußen“ hat Martina Behm ein in mehrfacher Hinsicht gelungenes Debüt abgeliefert. Definitiv eine lohnende, sehr empfehlenswerte Lektüre!

wortschätzchen am 30.04.2025 21:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

So gesehen

Ingo und Lara sind mit den Kindern von der Stadt aufs Land gezogen. Die Pendelei strengt Ingo an und dann geschieht, was geschehen musste. Er fährt eine weiße Hirschkuh an und der Jäger erklärt ihm, dass es den eigenen Tod bedeutet, wenn man ein solches Tier tötet. Nicht nur Ingo beschäftigt dieser Aberglaube. Und so geraten ein paar Dinge ins Rollen, die vorher gut vergraben schienen.Die Rahmenhandlung packt viele real existierende Probleme, die die Menschen auf dem Land haben und die durch die romantische klischeehafte Vorstellung vieler Städter geradezu verdeckt werden, in den Fokus. Von der Schwierigkeit, als Bio-Hof zu gelten bis zu fehlender Unterstützung, weiter Wege und anstrengender Arbeit bis zur Vereinsamung ist alles dabei. In scheinbar zufälliger Reihenfolge lernt man die Dorfbewohner näher kennen. Ob nun Alteingesessene oder Zugezogene, ob Landwirte oder Arbeiter, ob Alt oder Jung, ob Mensch oder Tier, sie alle haben ihre eigenen Geschichten, die so viel größer sind, als das kleine Dorf.Die Figuren sind so bunt, wie das Leben selbst. Alle kommen zu Wort, jede und jeder zählt gleich, niemand ist wichtiger oder unwichtiger. Und niemand ist nur glücklich oder nur unglücklich, was das Ganze besonders realitätsnah macht. Doch besonders fröhlich ist hier gar nichts. Mit oder ohne weiße Hirschkuh! Dass manches arg antiquiert anmutet, ist für mich verständlich. Bei genauerem Hinsehen wird klar, dass Gleichstellung eine schöne Sache ist, aber oft nur in der Theorie funktionieren kann. Sehr schön kommt aber auch heraus, dass Burnout kein Städter-Problem ist. Bräuche und Rituale werden unverklärt dargestellt und damit auch gezeigt, dass Traditionen manchmal gut, aber auch schlecht sein können.So wird mit dem Roman der Blick aufs Wesentliche gelenkt und das auf eindringliche, aber unterhaltsame Weise. Man wird gelegentlich in die Vergangenheit entführt, sodass die Zusammenhänge, sowie die Unterschiede immer gut zu erkennen sind. Lockere Lektüre ist dies dennoch nicht, aber das würde auch gar nicht dazu passen. Für mich eins der Bücher, die man zum richtigen Zeitpunkt für sich entdecken muss. Vier Sterne!

readaholic am 28.04.2025 07:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Landlust und Landfrust

Das Hamburger Ehepaar Ingo und Lara hat das Leben in der Stadt satt. Als sie in dem kleinen Dorf Fehrdorf eine Stunde außerhalb von Hamburg einen leerstehenden Bauernhof finden, scheint das Leben perfekt. Die Kinder Erik und Erin sollen in der Natur, eingebettet in eine Dorfgemeinschaft, aufwachsen. Doch nach einer aufwändigen Renovierung stellt sich die Idylle nicht wie erwartet ein. Das tägliche Pendeln in die Stadt wird für Ingo immer mehr zur Belastung, Lara ist viel allein und kann ihren Job als Illustratorin nicht so ausüben, wie sie sich vorgestellt hatte. Eines Abends fährt Ingo kurz vor Fehrdorf eine weiße Hirschkuh an. Der hinzugerufene Jäger Uwe besteht darauf, das Tier gemeinsam mit Ingo zu erschießen, da im Dorf erzählt wird, wer eine weiße Hirschkuh erschießt, habe nur noch ein Jahr zu leben. Diesen Fluch will Uwe nicht alleine tragen. Obwohl Ingo und Lara sich über den Aberglauben lustig machen, bleibt ein ungutes Gefühl zurück.Ich hatte Probleme damit, in das Buch reinzukommen, nach etwa 100 Seiten war ich aber ganz in der Geschichte gefangen und es hat mir Spaß gemacht, die Bewohner von Fehrdorf kennenzulernen. Das Dorfleben ist alles andere als eine Idylle und geprägt von harter Arbeit, sei es im Schweinemastbetrieb oder auf der Hühnerfarm, die nur unter strengsten hygienischen Sicherheitsbedingungen betreten werden kann. Über Laras Anfrage, ob die Kinder sich nicht mal die süßen Küken anschauen können, können die Betreiber nur lachen, viel zu groß ist die Gefahr, Keime einzuschleppen. Auch die zwischenmenschlichen Beziehungen im Dorf werden beleuchtet. Tove ist zum Beispiel mit dem alten Griesgram Enno verheiratet, der sie praktisch als seinen Besitz ansieht. Das Geld, das sie bei ihrem Putzjob verdient, muss sie bei ihm abliefern, dass sie außerdem Tag und Nacht auf dem Hof schuftet, ist für Enno selbstverständlich. Doch Tove erkennt immer mehr, dass sie so nicht den Rest ihres Lebens verbringen will. „Hier Draußen“ ist ein äußerst interessanter Dorfroman ohne den romantisierenden Kitsch diverser Hochglanzmagazine, ein Buch, das ich nach anfänglichen Schwierigkeiten sehr gerne gelesen habe und gerne weiterempfehle.

reiselust am 22.04.2025 15:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

ein Lesehighlight

In diesem Erstlingsroman von Martina Behm zieht eine junge Familie von Hamburg in ein Zweihundert- Seelen-Dorf in Schleswig-Holstein. Ingo, der junge Ehemann, pendelt fortan täglich zu seinem Start-Up-Job nach Hamburg. Lara, seine Ehefrau, von der die Initiative zum Erwerb des alten Resthofes ausging, arbeitet von ihrem neuen Zuhause aus.Hier auf dem großen Resthof mit ebenso großen Garten, Hühnern, Kaninchen und einem neu angeschafften Hund sollen die beiden Kinder in der Natur in guter Luft und inmitten der Dorfgemeinschaft unbeschwert aufwachsen. Doch schnell wird klar, dass das neue Landleben nicht nur romantisch ist. Ingo fährt auf dem Heimweg von Hamburg eine weiße Hirschkuh an, was, glaubt man den Dorfältesten, Unglück nach sich ziehen soll. Ist es nur Aberglaube oder steht das Leben der neuen Dorfbewohner Ingo und Lara wirklich unter keinem guten Stern ?Jedenfalls beginnt es seit dem Wildunfall spürbar zu kriseln in deren Ehe. Der Resthof ist zwar groß, die Räume aber nach der durchgestylten Renovierung schwer beheizbar, bisweilen ist ein leichter Güllegeruch von den benachbarten Landwirtschaften wahrnehmbar. Auch die Integration in das dörfliche Leben mit seiner teilweise noch überkommenen Rollenaufteilung in einerseits fleissige Landfrauen und andererseits hart arbeitende Bauern gestaltet sich schwierig. Lara freundet sich mit Jutta an, die vor 30 Jahren in der alten Schmiede eine sechsköpfige WG gründete. Heute sind hiervon nur noch Jutta selbst und Armin übrig geblieben. Jutta gibt Schlachtkurse für alternative Neuhühnerhalter aus der Stadt und solche, die wie Ingo und Lara von der Stadt aufs Land gezogen sind. Das mutet durchaus komisch an und zeigt gleichzeitig, dass hier Welten aufeinander treffen, nämlich die einst hippen Stadtmenschen, mit der Realität der Hühnerhaltung konfrontiert, zu der eben auch das Schlachten, Rupfen usw. gehört.Neben Ingo und Lara, Jutta und Arnim spielen noch alteingesessene Ehepaare, Landwirte und deren Kinder eine Rolle. Der Leser lernt das gesamte Leben all dieser Dorfbewohner kennen. Unter vielen anderen beispielsweise die nahezu perfekten Landfrauen Tove und Margrit und ihre Ehemänner, ein Schweinebauer und ein Hühnermäster. In Rückblenden wird erzählt, wie sie sich vor Jahren kennenlernten und Familien gründeten. Tove, heute in einer unglücklichen Ehe gefangen und Margrit, die sich einst als Hotelfachfrau bewußt fürs Leben in der Landwirtschaft entschied. Die Kinder, teils nach dem Studium weggezogen, teils die Nachfolge des elterlichen Hofes antretend, führen ein emanzipierteres und selbstbestimmteres Leben als noch ihre Eltern.Die Härten des Lebens als Landwirte, die Schwierigkeiten einen landwirtschaftliche Betrieb auskömmlich zu bewirtschaften, werden beschrieben. Mit der Person des alleinstehenden Uwe wird auch die Jägerschaft thematisiert. Uwe ist Landwirt aus Liebe zu diesem Beruf, naturverbunden und tierlieb, auch oder gerade wegen der Jagdausübung.Dieser Roman hat mir sehr gefallen, alldieweil die Autorin ihre Figuren sehr genau beobachtet, ihre Lebenssituationen und Gefühlslagen einfühlsam wiedergibt, nie sentimental wird oder gar kitschig. Das Landleben in all seinen Facetten, die dörfliche Gemeinschaft, die Nähe zur Natur, die Schwierigkeiten der Tierhaltung, überhaupt das Leben in einem Dorf gestern und heute. Es ist, als ob der Leser mitten unter den Dorfbewohnern lebt.Die Charaktere werden insbesondere durch die eingeflochtenen Rückblicke in die Vergangenheit, auf ihre Jugend, ihre Werdegänge über Generationen hinweg, fein ausgeleuchtet. Es gibt Hoffnung für einzelne von ihnen, auch Rückschläge. Das Leben eben, authentisch geschildert. Ein toller Roman, der mich restlos begeistert hat. Ich vergebe 5 Sterne und kann die Lektüre sehr empfehlen.

Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

WDR 2
Für alle, die Lust auf einen vielschichtigen und warmherzigen Dorfroman haben und sich nach einer Au...szeit auf dem Land sehnen. mehr weniger

Christine Westermann, 20.07.2025

NDR Kultur
Martina Behm erzählt warmherzig und empathisch, gewürzt mit einer Prise norddeutschem Humor, und ist... damit wahrscheinlich die Entdeckung dieses Bücher-Frühlings. Weitere Bücher: Dringend erwünscht! mehr weniger

Maren Ahring, 31.03.2025

Bayern 1
Vielschichtig und seelentief geschrieben, wirklich beeindruckend.

Ulla Müller, 28.03.2025

NDR Kultur - Journal
Das Portrait eines ganzen Dorfes im Norden und ein absolut gelungener Debütroman.

24.03.2025

Emotion
Vielschichtig und so spannend!

Silvi Feist, 12.03.2025

Brigitte
Kluges Debüt über Neuanfänge.

Angela Wittmann, 11.03.2025

Good Health
Mit großer Beobachtungsgabe und viel Empathie erzählt die Autorin von den Bewohnern dieses Dorfes, i...hren Sorgen, Nöten und Wünschen und der vermeintlichen Landidylle, die Risse aufweist. mehr weniger

01.10.2025

Hessische/Niedersächsische Allgemeine
Dieses Debüt erzählt ganz ohne Kitsch von Lebenswegen einiger Dorfbewohner bei Hamburg - mit einer w...eißen Hirschkuh als geheimnisvoller Schlüssel. Einfach grandios. mehr weniger

Elke Mündner, 30.07.2025

NZZ am Sonntag
Martina Behm, die den Alltag auf dem Land aus eigener Erfahrung kennt, lässt uns tief in die Seelen ...ihrer vom Hofalltag Gestressten blicken. Sie zeigt sie in ihrer inneren Zerrissenheit, ohne sich an ihren Schicksalen zu weiden. mehr weniger

Peter Henning, 30.06.2025

SWR Kultur
Martina Behm zeichnet ein genaues Bild eines Dorfes und der Menschen, die in ihm wohnen.

Leonie Berger, 20.06.2025

Frankfurter Allgemeine Zeitung
Gekonnt springt sie in fünf Teilen und insgesamt 47 Kapiteln zwischen verschiedenen Familien hin und... her, nimmt hier eine Masche auf und lässt hier eine fallen, arbeitet einen Kragen oder glänzt mit leichtem Ajourmuster. Nach und nach werden wir so ein Teil der Dorfgemeinschaft. mehr weniger

Katharina Teutsch, 17.06.2025

Freundin
Ein Roman, der genau hinsieht und frei von Land-Kitsch ist. Und der uns viel über Chancen nachdenken... lässt. Über verpasste, wahrgenommene – und solche, die irgendwann mal anders aussahen, als sie es dann wirklich waren. mehr weniger

27.05.2025

Für Sie
Ein lebensechtes Dorfporträt über moderne Liebens - und Lebensträume. Menschlich, liebevoll mit eine...m Augenzwinkern geschrieben. mehr weniger

07.05.2025

SR 2 KulturRadio
Martina Behm, die den Alltag auf dem Land aus eigener Erfahrung kennt, lässt uns tief in die Seelen ...ihrer vom Hofalltag Gestressten blicken. Doch sie zeigt sie in all ihrer inneren Zerrissenheit, ohne sich an ihren Schicksalen zu weiden. mehr weniger

Peter Henning, 06.05.2025

Emsblick
Einfühlsam, liebevoll und mit einer angemessenen Prise norddeutschem Humor.

01.05.2025

Kleine Zeitung, Lesezeichen Newsletter
Wer Juli Zehs illusionslosen Landleben Geschichten gerne gelesen hat, wird vermutlich auch Martina B...rehms scharfsichtiges aber zärtliches Porträt eines Dorfes genießen. mehr weniger

21.04.2025

Hamburger Abendblatt
Ihr Roman ist so originell, wie die Literarisierung glaubwürdig erdachter Bewohnerinnen und Bewohner... einer sozial engen Dorfgemeinschaft nur sein kann. mehr weniger

Thomas André, 19.04.2025

Die Presse am Sonntag
Ein kluger Roman mit Augenzwinkern und versöhnlichen Momenten, in dem Klischee und Wirklichkeit nahe... beieinander liegen. mehr weniger

13.04.2025

NDR Kultur
Herausgekommen ist ein richtig guter Roman. Als Leserin ist man mittendrin in Fehrdorf, schaut in di...e Wohnküchen und den Festsaal und die Ställe. Alle Figuren sind charakterstark, einige liebenswert, manche schrullig, wie im echten Leben eben. mehr weniger

Maren Ahring, 31.03.2025

NDR Kultur
Das Portrait eines ganzen Dorfes im Norden und ein absolut gelungener Debutroman.

24.03.2025

TV Hören und Sehen
Einfühlsame Darstellung des Dorflebens und sehr glaubwürdige Figuren. Tiefe. Mit trockenem Humor!

22.03.2025

kulturtipp
Behm erzählt nahbar und lässt das Gesamtbildes des Dorfes organisch zusammenwachsen.

Deborah von Wartburg, 12.03.2025

Meins
Ein äußerst lesenwerter Roman.

Anke Gappel, 12.03.2025

Video, in dem Autorin Martina über ihren Roman Hier draußen erzählt.

Raus aufs Land: Martina Behm im Gespräch mit Max Moor

Warum ist Max Moor der ideale »Buchpate« für Martina Behms Roman ›Hier draußen‹? Weil er genau weiß, was es heißt, von der Stadt aufs Land zu ziehen – mit all seinen Tücken und Glücksmomenten. Kein Wunder, dass ihn das Buch sofort gepackt hat. Gemeinsam sprechen sie über den Roman, das Stadt- und Landleben und über ihre Premierentour.

Zur gesamten Videoreihe

Video, in dem Martina Behm erzählt wie sie zum Schreiben gekommen ist.
Video, Max Moor und Martina Behm sprechen darüber, warum er der perfekte Buchpate für Hier draußen ist.
Video, in dem Max Moor und Martina Behm über Stadt und Landleben sprechen.