Eine junge Frau erwacht eines Tages in einem anderen Leben: nicht mehr in der Stadtwohnung mit ihrem Partner, nein, im Heimatdorf mit ihrer Jugendliebe und Baby. Wäre ihr Leben etwa so verlaufen, hätte sie die eine entscheidende Abzweigung nicht genommen?
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Im Leben nebenan
Eines Morgens erwacht Toni nicht wie gewohnt neben ihrem langjährigen Freund in ihrer kleinen Altbauwohnung, weil die Dielen knarren und die Nachbarn viel zu laut sind. Nein. Zu ihrer Verwunderung befindet sie sich in einer großzügig geschnittenen Wohnung. Alles hell, ordentlich, teuer eingerichtet. Und der Blick aus dem Fenster? Seltsam vertraut. Antonia versteht: Sie ist wieder in dem Dorf ihrer Kindheit. Nach und nach erfährt sie, dass sie hier ein beschauliches Leben führt, bürgerlich geordnet, mit Auto vor der Tür, Schwiegermutter nebenan und Kind auf dem Schoß. Kind auf dem Schoß? Antonia kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Ist das etwa ihr Baby? Und der Vater dazu? Offenbar ihre erste große Liebe – ein Mann, den sie nie ganz vergessen konnte.
Anne Sauer erzählt davon, wie das eigene Leben verlaufen könnte, hätte man die eine entscheidende Abzweigung nicht genommen. ‹Im Leben nebenan› spiegelt zwei Lebensszenarien einer jungen Frau, erzählt im Wechsel von zwei Versionen eines Lebens und nimmt dabei mit gebotenem Humor, Gefühl und Leichtigkeit den Horror von gewollter und ungewollter Mutterschaft in den Blick: das große Glück mit Kind, aber auch: ohne Kind zu leben.
»Anne Sauer kann amüsant, witzig, berührend und mit unerwarteter Melancholie davon erzählen, was im Leben so alles schiefläuft« Christine Westermann
»Anne Sauer zu lesen ist wie Serie schauen: mitreißend und süchtig machend!« Ruth-Maria Thomas
»Mit beeindruckender Konsequenz, Einfallsreichtum und Verve verwebt Anne Sauer beklemmend und präzise, abgründig und soghaft ein Frauenleben mit und ohne Kind. Dieses Buch erzählt berührend und sehr überraschend von Sehnsucht, Freiheit und Zumutung.« Maria-Christina Piwowarski
Bibliografische Daten
7. Auflage
Anne Sauer
Anne Sauer (*1989) lebt als freie Autorin und Moderatorin in Hamburg. Sie ist Teil von Literaturjurys und empfiehlt seit vielen Jahren aktuelle Gegenwartsliteratur, u. a. im Podcast ›MONATSLESE‹ oder als @fuxbooks auf Instagram. 2024 erschien ihr viel beachtetes Essay über Taylor Swift. ›Im Leben nebenan‹ ist ihr Romandebüt, mit dem sie direkt auf der SPIEGEL-Bestsellerliste einstieg und für den aspekte-Literaturpreis sowie den Harbour-Front-Debütpreis nominiert war.
14 - 10 von 175 Leserstimme
Viele spannende Lebensfragen
Was wäre, wenn das Leben anders verlaufen wäre? Wenn man, statt nach dem Abi in die Großstadt zu ziehen und Karriere zu machen, mit seiner Jugendliebe zusammen im Dorf geblieben und ein Kind bekommen hätte?Toni passiert genau das - eigentlich lebt sie mit Jakob zusammen in der Großstadt und die beiden versuchen seit einiger Zeit erfolglos, schwanger zu werden. Bis sie sich irgendwann fragt, ob sie das eigentlich noch will - dieses Leben, den Partner, überhaupt ein Kind? Plötzlich wacht sie in einem ganz anderen Leben auf, verheiratet mit ihrer Jugendliebe Adam und gerade Mutter einer Tochter geworden, lebt sie mit ihm im Heimatdorf. Erzählt wird abwechselnd aus beiden Perspektiven, das hat mir sehr gut gefallen. Es ist ein Buch über viele Themen, die die meisten (Frauen) irgendwann beschäftigen: Möchte ich Mutter werden? Kann ich mir ein Leben ohne Kind(er) vorstellen? Mit wem möchte ich zusammen sein, passen unsere Zukunftsvorstellungen und was, wenn das Leben, das man sich früher ausgemalt hat, nicht passiert? Wie oft malt man sich aus, wie das Leben wäre, wenn man diese oder jene Entscheidung getroffen hätte - oder eben nicht? Wäre das Leben besser, schlechter, oder einfach anders? Das Buch ist eher als Gedankenexperiment zu verstehen, ich denke, darum gibt es am Ende auch keine "Auflösung", eher eine Annäheerung an die Frage: Wie schließt man mit dem Verlauf des eigenen Lebens Frieden? - Denn beeinflussen oder planen kann man es eben nur bedingt.Einen Punkt Abzug gebe ich, weil das Buch zwar nie langweilig war, aber eher so dahinplätscherte und auch keine wirklichen Spannungs- oder "Aha"-Momente hatte. Ich würde es aber (vor allem) Frauen empfehlen, die vielleicht manchmal mit ihren Entscheidungen hadern oder sich fragen, ob ein anderes Leben "besser" wäre.
Zwei Leben, eine Frage - Was wäre wenn?
Anne Sauers Debüt ist ein berührendes Gedankenexperiment: Was wäre, wenn man an einer entscheidenden Weggabelung anders abgebogen wäre? Angereichert mit emotionaler Tiefe, klarem Schreibstil und feinem Humor lädt der Roman dazu ein, zwei Lebenswege einer jungen Frau, mit und ohne Kind, parallel zu erleben.Der Roman erzählt aus zwei Perspektiven: einmal als Toni, kinderlos in der Stadt lebend, einmal als Antonia, frischgebackene Mutter auf dem Land. Plötzlich wacht sie in der ländlichen Familienrealität auf, in der sie mit Jugendliebe Adam verheiratet ist, ein Baby im Arm hält und ein ganz anderes Leben führt. Parallel dazu begleiten wir sie in der Großstadt: im Kinderwunschprozess, zwischen Hoffen und Scheitern.Sauers Stil ist einfühlsam, schlicht und doch poetisch, angenehm zu lesen, mit leiser, subtiler Spannung. Es fühlt sich an wie eine fesselnde Serie, bei der man jedes Kapitel verschlingen möchte.Ich habe das Buch sehr gerne gelesen. Die Idee, zwei Lebenskonzepte gleichzeitig zu erleben, hat mich von Beginn an fasziniert. Besonders stark finde ich, wie Anne Sauer Themen wie Mutterschaft, Kinderwunsch und Selbstbild ohne Kitsch, aber mit großer Ehrlichkeit verhandelt. Die Zweifel und Ängste beider Tonis wirken echt, mal hoffnungsvoll, mal bedrückend, und bleiben im Kopf. Auch die Balance zwischen Stadt- und Landleben ist gelungen: Das ruhige Familienszenario kontrastiert mit dem lauten, zielorientierten Leben in der Stadt und zeigt, wie unterschiedlich Identität wirken kann, je nachdem, welchen Weg man wählt.Auch inhaltlich überzeugt das Buch durch seine emotionale Tiefe: Themen wie Mutterschaft, Kinderwunsch, Rollenbilder und Selbstverwirklichung werden feinfühlig, ehrlich und ohne Pathos verhandelt. Der Schreibstil hat mir ebenfalls gut gefallen: klar, ruhig, aber trotzdem berührend. Er trägt die Geschichte mit Leichtigkeit, ohne oberflächlich zu sein.„Im Leben nebenan“ ist ein beeindruckendes Debüt – smart, berührend, relevant. Anne Sauer öffnet einen Raum für die großen Fragen über Frauenleben, Muttersein und Lebensentscheidungen. Liebs.
Was will ich vom Leben?
Antonia wacht eines Tages in einer anderen Version ihres Lebens auf. In dieser neuen Version ist sie Mutter eines sechs Wochen alten Babys und mit dem Mann verheiratet, mit dem sie bereits in der Schulzeit zusammen kam. In ihrem eigentlichen Leben ist sie aber kinderfrei, hat eine gut funktionierende Beziehung mit einem anderen Mann und tangiert die Schwierigkeiten dieses Lebens und die Erwartungen der Gesellschaft aus. Da ich persönlich niemals Kinder haben möchte und das auch schon sehr früh wusste, war ich extrem gespannt auf dieses Buch. Antonia durchlebt im Prinzip meinen aller schlimmsten Albtraum: gefangen in einem Leben als Mutter, vor allem: unfreiwillig!Das Buch arbeitet auf wundervolle Weise heraus, wie schwer Mutterschaft wirklich ist, wie abgetrennt sich Mütter von der Außenwelt fühlen können und die Menge an Erwartungen, die sich in das ganze Thema Mutterschaft einschreibt. Wir haben hier zwei POVs von der gleichen Figur, was ich super spannend finde. Mit Tonis Leben (die Kinderfreie Version) konnte ich mich sehr viel mehr identifizieren, während ich Antonia (Version mit Kind) nur bemitleidet habe. Ich finde es großartig, wie dennoch keine Version besser oder schlechter dasteht als die andere. Es ist nicht so als ob die eine Version nur leidet, während die andere ein perfektes Leben führt. Beide Versionen haben ihre Probleme und Ängste. Was ich ein bisschen schade finde war, dass Antonia, die vorher in ihrem kinderfreien Leben als Toni gelebt hat, plötzlich im Leben mit Kind aufwacht. Besser hätte ich es gefunden, wenn beide Geschichten von Antonia/Toni einfach parallel verlaufen wären. So hat es die beiden Leben etwas schwer vergleichbar gemacht, weil immer wieder betont wird, dass sich Toni im Leben von Antonia nicht zurechtfindet.Antonia findet sich am Anfang überhaupt nicht in ihrem neuen-alten Leben zurecht und kann sich auch an nichts erinnern, was zwischen ihrer eigentlichen Trennung von Adam in der Schulzeit und dem gemeinsamen Kind passiert ist. Das führt zu vielen Konflikten und wird irgendwie nicht richtig aufgearbeitet, was ich sehr schade finde. Ich hätte zudem sehr gerne gewusst, wie es zu diesen Switch kam und wohin die „richtige“ Antonia verschwunden ist, die durch Toni ersetzt wurde. Zeitgleich kann man das als Analogie lesen, dass Mütter mit der Geburt ihres ersten Kindes ihr bisheriges Leben zurücklassen und ein komplett neues betreten müssen; ein Identitätsverlust sozusagen. Dennoch stehen hier „Erinnerungslücken“ im Weg - Antonia kann sich nichts mehr erinnern, da sie selbst es ja nicht erlebt hat, was Vieles für sie zusätzlich erschwert. Alles in allem hat mir das Buch aber wirklich extrem gut gefallen. Durch den großartigen Schreibstil der Autorin bin ich regelrecht durch die Geschichte geflogen. Das Thema der Mutterschaft wird von vielen perspektivisch unterschiedlich beleuchtet und meiner Meinung nach zurecht sehr kritisch aufgearbeitet. Ich kann das Buch wirklich empfehlen.
Interessantes Thema
Als Antonia, oder Toni, aufwacht, liegt sie nicht länger neben ihrer großen Liebe Jakob. Stattdessen liegt ein kleines Baby auf ihr und weit und breit ist da keine Person, die sich für dafür verantwortlich fühlt. Es dauert eine Weile, bis Antonia versteht, dass es ihr Kind ist - und dass sie nicht mit Jakob zusammengekommen ist, sondern stattdessen mit ihrem erstem Freund Adam. Zumindest in diesem Leben.Parallel dazu, wacht Toni nämlich doch neben Jakob auf. In diesem Leben gibt es kein kleines Baby, das gestillt werden muss. Obwohl Toni und Jakob immer mehr merken, dass sie vielleicht doch bereit dafür sind, Eltern zu werden. „Im Leben Nebenan“ von Anne Sauer erzählt zwei parallele Leben. Die klassische „Was wäre wenn…“-Frage hat die Autorin auf eine total schöne Art beantwortet. Die Kapitel, die jeweils ein Leben erzählen, wechseln einander mehr oder weniger ab und es kommt ein bisschen ein Serien-Gefühl beim Lesen auf. Ein Pluspunkt war für mich die Idee. Auch die Sprache hat mir super gut gefallen und ich konnte mich einigermaßen gut die Protagonistin einfühlen, auch wenn ich selbst an einer anderen Stelle in meinem Leben bin. Es gibt aber auch einen kleinen Minuspunkt, der etwas mit meiner Erwartungshaltung zu tun hat. Ich dachte, nachdem ich die Buchbeschreibung gelesen habe, es wäre ein Buch, in dem sich die Protagonistin in einem Leben für, und im anderen Leben gegen ein Kind entscheidet. Kleiner Spoiler (ganz ganz am Anfang): das ist nicht so. Es geht um eine Frau, die ein Kind bekommen hat bzw. kein Kind bekommen KANN. Alles in allem finde ich, Anne Sauer hat ein schönes Buch geschrieben, das ich wirklich gerne gelesen habe. Mein Minuspunkt geht auch eher an die Buchbeschreibung als an den Inhalt.
Was wäre wenn but make it feminist
Die Frage, wie anders unser Leben aussehen würde, hätten wir auch nur eine andere Abzweigung genommen, hat sich vermutlich jede:r schon mal gestellt. Auf einem ähnlichen Abenteuer begleiten wir Toni, die eigentlich mit ihrem Freund Jakob und ohne Kinder in einer Altbauwohnung lebt. Plötzlich findet sie sich aber in einem völlig anderen Leben wieder: mit ihrer Jugendliebe, in ihrem Heimatdorf — und einem Neugeborenen. Wir folgen beiden Versionen von Toni in abwechselnden Kapiteln: Während die eine Antonia wie ins kalte Wasser gestoßen sich plötzlich mit ihrer Mutterrolle arrangieren muss, hadert die andere Version, Toni, erst damit, dass es einfach nicht klappen will mit dem Kind und gewinnt schließlich die Erkenntnis, dass sie eigentlich gar keines will. Die Gedankenstrudel und die wachsende Verzweiflung, die beide aus verschiedenen Gründen entwickeln, fühlen sich so authentisch an und werden so oder so ähnlich tagtäglich von Millionen Frauen durchlebt. Ich konnte jeden Frust, jede Wut und jeden Nervenzusammenbruch nachvollziehen, und das, obwohl ich selbst nie in einer vergleichbaren Situation war.Obwohl beide Lebensrealitäten auf den ersten Blick sehr konträr sind, wird trotzdem keine als besser oder schlechter dargestellt; auf jeden Fall wird Mutterschaft aber als das präsentiert, was es ist — nämlich als verdammt schwerer Job, der einem alles abverlangt. „Im Leben nebenan“ ist generell ein kritisches Buch und ich mochte die Beobachtungen, wie die Gesellschaft auf (kinderlose) Frauen, Schwangere, Mütter und Kinder blickt sehr. Der Wechsel von „die respektieren das ungeborene Leben in dir mehr als dein eigenes“ zu „dieses brüllende Baby störte alle um sie herum, mit seinem lärmenden Babysein, das so viel Raum einnahm, mit seiner Lautstärke und seinem Wagen, dem man auch noch ausweichen musste“ zeigt (vielleicht etwas überspitzt, aber eigentlich auch nicht?), dass man es auch hier keinem so richtig recht machen kann.Ich gebe zu, dass ich erst skeptisch war, ob der Roman rein thematisch etwas für mich ist. Wie Anne Sauer im Roman richtig schreibt, müssen wir uns alle irgendwann entscheiden, ob wir Kinder wollen oder nicht. Und da ich diese Frage für mich bereits beantwortet habe und Mutterschaft nichts ist, womit ich mich persönlich zukünftig beschäftigen möchte, war ich unsicher, inwiefern die Geschichte mich anspricht. Letztendlich wurde ich aber überzeugt, da der Roman so viel mehr hergibt. Ich hab ihn wirklich sehr gerne gelesen und mochte auch den Schreibstil und wie die Autorin mit Sprache spielt sehr, sehr gerne. Von mir gibt's eine klare Leseempfehlung!
Was wäre wenn
Was wäre wenn...Wie fühlt es sich an, augenblicklich in einem neuen Leben aufzuwachen, wie kann dieses Leben das richtige sein? Was passiert hier? Ist das eine Art Matrix? Antonia weiß nicht was passiert, dann plötzlich ist sie da mit einem Baby auf dem Arm das scheinbar auch noch ihres sein soll. Das Buch finde ich sehr angenehm geschrieben, den Humor zwischendurch fand ich sehr passend und stimmig. Die Beschreibung, was es bedeutet sich mit einem Säugling nicht immer gewollt hinzugeben ist beeindrucken, ich habe mich oft wiedergefunden. Die kleine Hanna wird ganz liebevoll und sehr authentisch beschrieben. Ich habe mitgefühlt, mir oft selbst die Frage gestellt, wie würde ich anstelle von Antonia reagieren, handeln und vorallem fühlen.Kann aus diesem neuen oder doch immer vorbestimmten Leben,- Liebe zu Menschen entstehen? Oder sich trotz allem falsch in diesem Leben fühlen? Das Buch schafft es einen unglaublichen Spannungsfaktor zu vermitteln. Man rätselt ab der ersten Seite wie diese Geschichte sein Ende findet.Von mir gibt es eine Empfehlung, einige Gedanken hängen noch nach...
Soll sie oder soll sie nicht ?
Diese Frage stellt sich im Laufe jeder jungen Frau einmal. Mutterschaft ja oder nein. In diesem Roman beleuchtet die Autorin beide Seiten sehr geschickt aus der Perspektive einer einzigen Person und man weiß eigentlich bis zum Schluss nicht welches der Leben nun das Echte ist. Da ist zu einem Tonie die mit Jacob zusammen ist und an einem Kind bastelt und das will sich einfach nicht auf den Weg machen, Toni zweifelt bald daran überhaupt wirklich ein Kind zu wollen aber hält das der Beziehung zu Jakob stand der unbedingt Vater werden will?Zum anderen ist da Antonia die plötzlich warum auch immer ein Kind hat mit ihrer Jugendliebe Adam und nicht weiß wie das passiert ist.Sehr sensibel geht die Autorin mit dem Thema Elternschaft um und vor allem mit den gesellschaftlichen Erwartungen an junge Paare.. Viele Gedanken und Szenen kennt man selbst aus dem eigenen Leben.Ein absoluter Lesegenuss für alle die vor der Frage stehen Baby ja oder nein .
Wie anders könnte alles laufen, wenn...
Allein schon das Cover von, "Im Leben nebenan" von Anne Sauer ist ein absoluter Hingucker und würde mich in einer Buchhandlung auf den Roman aufmerksam machen und das ist ein wahres Glück, denn es lohnt sich danach zu greifen. Antonia -Toni- ist in ihrem Leben angekommen. Ihre Beziehung mit Jakob ist alles was sie sich jemals gewünscht hat, lediglich der Kinderwunsch bleibt unerfüllt. Eines Tages wacht sie "in einem anderen Leben" auf. Sie ist plötzlich Mutter und mit ihrer Jugendliebe Adam verheiratet. Wie spannend ist das denn? Anne Sauer nimmt die Leserschaft auf eine grandiose Reise mit. Was wäre, wenn wir an einem bestimmten Zeitpunkt in unserem Leben eine andere Abzweigung genommen hätten? Wäre unser Leben dann besser oder schlechter verlaufen und ist eine Mutterschaft wirklich das einzig wahre Glück? Ein wunderbarer Roman, vor allen Dingen für Frauen um die dreißig, die mit dieser Frage ständig konfrontiert werden~ob sie es wollen, oder nicht. Durchweg sympathische Charaktere und eine unterhaltsame, zugleich aber auch tiefsinnige und empathische Erzählweise lassen einen förmlich durch die Kapitel fliegen. "Im Leben nebenan" ist für mich das überragende deutsche Pendant zu Matt Haigs Klassiker, "Die Mitternachtsbibliothek". Klare fünf Sterne!
Ein Must-Read
Das Buch ist für mich wirklich ein Must-Read, vor allem für Frauen um die 30, die sich in diesem Roman wohl sicher irgendwo wiederfinden können. Anne Sauer sprach mir teilweise wirklich aus der Seele, hat mich berührt und auch zu Tränen gerührt. Ich konnte das Buch nicht weglegen und hatte es daher ziemlich schnell durch. Das Cover hat mich direkt schon irgendwie sehr angesprochen und es passt gut zu der Protagonistin. Toni wacht eines Tages in einem anderen Leben auf. In einem Leben mit Kind und einem anderen Mann an ihrer Seite. Sie hat einen starken Kinderwunsch und bisher hat es leider noch nicht geklappt. Als Antonia sieht sie die Vor- aber auch Nachteile am Muttersein und macht als Toni die schwierigen Hindernisse im Leben durch. Irgendwann müssen wir uns alle entscheiden ob wir mit oder ohne Kinder leben wollen und daher passt das Buch wohl zu allen von uns ein Stück weit. Klare Empfehlung!
und wie sähe mein Leben nebenan aus?
Wärst du auch gerne mal in deinem eigenen Leben nebenan? Wie wäre dein Leben verlaufen, hättest du die eine entscheidende Abzweigung nicht genommen bzw. den anderen Weg gewählt? Was wäre wenn…?Dieses spannende Gedankenspiel setzt Anne Sauer in ihren Debütroman „Im Leben nebenan“ um.Im Wechsel werden wir als Leser mitgenommen in zwei „Parallelwelten“ einer jungen Frau –Toni mit vermeintlichem Kinderwunsch;Und im Leben nebenan: Antonia mit vermeintlichem Wunschkind. „Ich weiß, es klingt absurd, aber … Ich glaube, ich bin im falschen Leben.“Ob in der Lebensrealität von Toni oder der von Antonia, beide stecken voller Herausforderungen, die die Autorin authentisch ohne Wertung aufzeigt. Dieser Roman ist schonungslos ehrlich, an einigen Stellen echt schmerzlich und zugleich auch tröstlich. Ich habe mit AnTONIa in beiden Lebensversionen mitgefühlt und kann mir gut vorstellen, dass sich vor allem (junge) Frauen in den Zeilen wieder finden und somit gesehen fühlen.
Pressestimmen
Anne Sauer blickt in ihrem Debüt ›Im Leben nebenan‹ aus zwei gegensätzlichen Richtungen auf das Frau...sein. Fantastisch! mehr weniger
01.12.2025
Mit Witz, Gefühl und Leichtigkeit zeigt der Roman dabei die beiden Seiten von Mutterschaft – das Glü...ck mit Kind und die Freiheit, ohne Kind zu leben. Ein Roman, der nicht nur Frauen zum Nachdenken anregen sollte. mehr weniger
Sarah Woipich, 04.11.2025
Grandiose Romanidee, packend geschrieben.
02.10.2025
Im Leben nebenan‹ ist ein Roman, den man nicht aus der Hand legen möchte. Eine unbedingte Leseempfeh...lung! mehr weniger
Anna Ostrowski, 11.09.2025
Ein spannendes Buch über unterschiedliche Lebensentwürfe und über weibliche Selbstbestimmung.
01.09.2025
Ein starkes Plädoyer für Selbstbestimmung. Für den eigenen Weg, der schwierig sein kann – egal, welc...he Abzweigung wir wählen. mehr weniger
Moni Münch, 26.08.2025
Was wie ein Krimi klingt, ist ein spannendes, vor allem aber auch klug komponiertes Buch über Kinder...wunsch und Mutterschaft. mehr weniger
16.08.2025
Ihr Buch berührt das Herz und klingt nach: Hätte man selbst die Weichen anders stellen können oder s...ogar sollen? mehr weniger
16.08.2025
Sauer erzählt mitreißend und klug.
31.07.2025
Eine emotionale Achterbahnfahrt, die man nicht so schnell vergisst.
Angela Perez, 24.07.2025
Ein spannendes, vor allem aber auch klug komponiertes Buch über Kinderwunsch und Mutterschaft, in de...m die Buchwissenschaftlerin und Literaturvermittlerin Anne Sauer das Was-wäre-wenn-Spiel durchexerziert, zwei Lebensentwürfe nebeneinanderstellt. mehr weniger
Stefanie Wirsching, 19.07.2025
Sauer erzählt von diesen und vielen weiteren Facetten des Frauseins – so spürbar, dass die Leserin s...tellenweise am liebsten selbst lachen oder schreien würde. „Im Leben nebenan“ lässt sich an einem Tag lesen und lässt eine dennoch tagelang nicht los. mehr weniger
Marie Dürr, 17.07.2025
Anne Sauer erzählt souverän auf diesen zwei Ebenen nicht nur von der Frage, ob es Kinder braucht, um... glücklich zu sein, sondern auch von der Veränderung in Paarbeziehungen, die mit Elternschaft oder unerfülltem Kinderwunsch einhergehen. mehr weniger
Anne Sauer, 17.07.2025
Anne Sauer legt mit „Im Leben nebenan“ ein dem Anschein nachumfangreich recherchiertes Buch vor, das... auch Männer interessieren muss. mehr weniger
17.07.2025
Im Leben nebenan“ provoziert Reflexion, Reibung und Anerkennung. In dieser Form, wie das schiere Erz...ählverfahren die Differenz unterschiedlicher weiblicher Lebensentwürfe suggestiv zur Geltung bringt, unterscheidet sich Anne Sauers Roman vom Gros der Debattensachbücher von „Regretting Motherhood“ bis „Söhne großziehen als Feministin“. mehr weniger
Cynthia Cornelius, 14.07.2025
Ein Roman, der existentielle Fragen stellt.
12.07.2025
Anne Sauer legt mit „Im Leben nebenan“ ein dem Anschein nach umfangreich recherchiertes Buch vor, da...s auch Männer interessieren muss. mehr weniger
Thomas Andre, 11.07.2025
Ein originell und handwerklich gelungener Roman.
Thomas Andre, 11.07.2025
Ein lesenswertes Debüt. Spielerisch experimentiert Sauer mit dem Leben ihrer Protagonistin, Toni, di...e dabei ein Avatar für die Unsicherheiten vieler junger Frauen im späten ersten Lebensdrittel wird. mehr weniger
Nina Wolf, 10.07.2025
Ich bin mir sicher: dieses Buch ist eine Welle!
@frau_hegerfeld , 10.07.2025
Anne Sauer entwirft in ‚Im Leben nebenan‘ ein faszinierendes Was-wäre-wenn-Szenario und lädt ein zu ...einem literarischen Gedankenexperiment über Identität, Entscheidungen und die leisen Töne des Frauseins. (…) Dieses Buch ist wie ein Blick durchs Fenster in ein anderes Zuhause – und in das eigene Herz. mehr weniger
@c_booksblog, 10.07.2025
Was Sauer so eindrücklich gelingt, ist die Schonungslosigkeit, mit der sie beide Lebensentwürfe zeig...t. (…) Sie legt den Finger genau in die Wunde gesellschaftlicher Erwartungen, die Frauen unausweichlich begleiten – egal, welchen Weg sie einschlagen. (…) Anne Sauer hat mit ‚Im Leben nebenan‘ einen Roman geschrieben, der leise erzählt und laut nachklingt. Er ist klug, empathisch, schmerzhaft und schön zugleich – und vielleicht eines der wichtigsten Bücher unserer Zeit zur Rolle der Frau in einer Gesellschaft. mehr weniger
@wassilkeliest, 10.07.2025
Die Geschichte trifft genau die leisten Zwischentöne, lässt Raum für das Ungesagte und spricht denno...ch so manche unbequeme, harte und schmerzhafte Wahrheit aus. mehr weniger
@zeitfuerzeilen, 10.07.2025
Ich habe absolut alles an diesem Roman geliebt. (…) Sowohl emotional als auch künstlerisch ein Meist...erwerk. mehr weniger
@bookishicecreamlover , 10.07.2025
Ein Roman, der das Herz und den Kopf berührt - und lange weiter rumort.
01.07.2025