Coverbild Faust<br>Eine Tragödie von Johann Wolfgang von Goethe, ISBN-978-3-423-12400-3
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Johann Wolfgang von Goethe

Faust
Eine Tragödie

Erster und zweiter Teil

Das dramatische Schicksal des Faust

»Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust«

Wer kennt es nicht, das dramatische Schicksal und Handeln des »Faust«! Es gibt wohl kaum einen Schüler, der ihm nicht einmal in seiner Schulzeit begegnet wäre, für den Bildungsbürger gehört er sowieso zum Kanon. Zurecht! Denn was Johann Wolfgang von Goethe in 60-jähriger Schaffenszeit mit dem »Faust« zuwege gebracht hat, sucht in der deutschen Dichtung seinesgleichen, lässt sich nur mit dem Begriff der Weltliteratur angemessen fassen und steht auf einer Ebene mit dem »Don Quijote« oder der »Göttlichen Kommödie«.

Der Universalgelehrte Faust befindet sich in einer tiefen Krise bei seiner Suche nach dem, »was die Welt im Innersten zusammenhält«. Eingesperrt in seine Gelehrtenstube drängt es ihn schließlich bis nahe an den Selbstmord. Nur die Osterglocken retten ihn. Beim berühmten Osterspaziergang wird ihm bewusst, dass er sich nach umfassendem Weltwissen gleichermaßen wie nach irdischer Weltlust sehnt. Da er sich aber von allen irdischen Lebenswerten abgeschnitten sieht, verflucht er das Leben. Hier nun wittert der Teufel in Gestalt des Mephisto seine Chance und bietet Faust einen Pakt an: Würde dieser auch nur einen Augenblick das Leben genießen und dabei verweilen wollen, wäre Fausts Seele auf immer verloren.

Faust lässt sich auf den Handel ein und wird von Mephisto nun mit derbsten Sinnesgenüssen überschüttet: Aber sowohl die Studentenrunde in Auerbachs Keller als auch den Spuk in der Hexenküche erträgt Faust nur widerwillig. Erst die Begegnung mit dem nur 14-jährigen Gretchen erweckt in Faust irdisches Verlangen. Nun nimmt das Drama seinen Lauf ...

Bei aller Individualität des Schicksals von Faust, der uns hier in einer Charaktertragödie entgegentritt, verweist das Stück klar über das Einzelschicksal hinaus auf ein allgemeines Menschheitsdrama. Dies macht den ›Faust‹ zu einem zeitlosen Lese- und Theatererlebnis bis in unsere Zeit.

»Trotz der 60jährigen Schaffenszeit und der Mannigfaltigkeit der theatralischen wie poetischen Mittel bildet die Dichtung eine dramatisch-strukturelle Einheit, deren Handlungsziel durch die Wette des Herrn mit Mephisto festgelegt ist: der verworrene Mensch ist zur Klarheit prädestiniert, der Irrende wird zum Urquell zurückfinden, ein guter Mensch in seinem dunklen Drange ist sich des rechten Weges wohl bewußt. Gegen den Glauben des Herrn an das Gute im Menschen setzt Mephisto sein diffamierendes Menschenbild. Der Teufel, das verneinende und zerstörende Prinzip, hat doch zugleich im Weltenplan gegen seinen Willen eine die natürliche Trägheit des Menschen anstachelnde Funktion.« Gero v. Wilpert: »Lexikon der Weltliteratur«

Erhältlich als
  Taschenbuch
Coverbild Faust<br>Eine Tragödie von Johann Wolfgang von Goethe, ISBN-978-3-423-12400-3
1. Juli 1997
978-3-423-12400-3
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Details

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dtv Literatur
Mit einem Nachwort,
Anmerkungen und Zeittafel von Sybille Demmer
416 Seiten, ISBN 978-3-423-12400-3
Lehrerprüfexemplar
1. Juli 1997

Autorenporträt

Johann Wolfgang von Goethe

Johann Wolfgang Goethe (geadelt 1782) wurde am 28. August 1749 in Frankfurt am Main geboren und starb am 22. März 1832 in Weimar. Sein Werk prägte die Epochen des ...

Autorenspecial

Special
Johann Wolfgang von Goethe
Wie viel Goethe braucht der Mensch? Zeit seines Lebens arbeitete Goethe an einer Vielzahl literarischer Werke, die großteils in die Literaturgeschichte eingegangen sind.

Pressestimmen

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Leserstimmen

Ihre Meinung

florian michnacs, April 2000
»Ja! der werte Greffrath hat Recht! Was sollen wir mit FAUST 1 & 2 allein? Es fällt uns nicht bloß der URFAUST ein, Den wir zudem noch wollten lesen! Hier fegte des Verlegers Besen Nicht zu unsrem Glücke; Wir klagen, 's ist in dem Buche eine Lücke! Was wir noch wollten lesen Wären das FAUST - FRAGMENT und Die PARALIPOMENA gewesen!«
ANTWORTEN
Fabian Greffrath, Januar 1999
»Diese Ausgabe von Goethes Faust kenne nun ich konkret nicht. Ich kann nur sagen, daß eine Faust-Ausgabe ohne Urfaust alles andere als vollständig ist. Es wäre besser, eine Neuauflage mit enthaltenem Urfaust (wenn nicht bereits in dieser Ausgabe von außen unerkenntlich geschehen), oder Urfaust zum Nachkaufen einzeln zu veröffentlichen.«
ANTWORTEN
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