Ein weiterer Fall für Hanna Ahlander und Daniel Lindskog im Bergdorf Åre. Wie gelangt man an die Wahrheit, wenn alle lügen?
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Lügennebel
Eine klirrend kalte Januarwoche im schwedischen Bergdorf Åre: Sechs Studenten verbringen die Skiferien in einem abgelegenen Ferienhaus. Sie feiern ausgelassen, spielen »Wahrheit oder Pflicht« und lassen sich auf immer riskantere Abfahrtsmanöver ein. Eines Morgens liegt eine junge Frau aus der Gruppe tot im eisigen Schnee. War es ein Unfall oder kaltblütiger Mord?
Neue Scandi-Crime für alle Schweden-Krimi-Fans
Mit jeder ungeklärten Frage steigt die Spannung unter den Freunden. Alle spielen sich gegeneinander aus, niemand kann glaubhaft darlegen, was in jener verhängnisvollen Nacht geschah. Auch die Bewohner von Åre machen sich verdächtig: Ihnen sind die rücksichtslosen Städter schon lange ein Dorn im Auge. Hanna Ahlander und Daniel Lindskog stehen vor ihrem härtesten Fall. Denn wie gelangt man an die Wahrheit, wenn alle lügen?
»In Viveca Stens Krimis stimmt einfach alles.« Radio Bremen
Der vierte Teil der Åre-Morde von Viveca Sten:
Band 1: Kalt und still
Band 2: Tief im Schatten
Band 3: Blutbuße
Band 4: Lügennebel
Band 1 und 2 jetzt als sechsteilige Netflix-Serie
Bibliografische Daten
1. Auflage
Viveca Sten
Viveca Sten ist eine der bekanntesten schwedischen Krimiautorinnen der Gegenwart. Mit ihrer Familie lebt sie nördlich von Stockholm. Seit ihrer Kindheit verbringt sie jeden Sommer auf Sandhamn in den Schären. Im Winter aber reist sie zum Skifahren nach Åre – dem Schauplatz ihrer aktuellen Reihe. Die Verfilmung der Åre-Morde stand auf Platz 1 der Netflix-Charts, ihre Sandhamn-Krimis lieferten den Stoff für die beliebte TV-Serie ›Mord im Mittsommer‹. Viveca Stens Bücher gehören zu den erfolgreichsten Krimiserien aus Skandinavien und erscheinen in über 25 Ländern.
8 - 10 von 162 Leserstimme
Der Blick hinter die Fassade
Kann es wirklich sein, dass „Lügennebel“ schon der vierte Fall ist, in dem Vivca Sten ihre Ermittler Hanna Ahlander und Daniel Lindskog losschickt? Und: Gibt es „Verschleißerscheinungen“?Die Handlung ist fix umrissen: Eine Gruppe sechs befreundeter Studenten ist in den Skiferien in Åre – es geht feucht-fröhlich her, Mutproben und Spannungen inkludiert, eines Morgens ist eine von ihnen tot. Ob es ein Unfall oder Mord war, ist lange ebenso unklar, wie die Antwort auf die Frage, wer es gewesen sein könnte, sofern es Mord war. Hannah und Daniel stehen vor der Aufgabe hinter die Fassaden zu schauen und den Fall aufzuklären, in dem nichts zu sein scheint, wie es zunächst wirkt.Ein verlängertes Wochenende im Januar – gedacht als Auszeit mit Skifahren und Freunden geht grandios schief: Das klingt einigermaßen plausibel, zumal der Alkohol in Strömen fließt und sonst gesteckte Grenzen fallen lässt. Die „Freunde“ sind sich nur in Teilen grün, unterschwellig herrschen Neid, Missgunst usw. und man belügt sich und die Polizei. Man hat schnell das Gefühl, keinem trauen zu können und liest (etwas angewidert), wie sie sich gegenseitig täuschen. So entsteht eine psychologisch motivierte Form der Spannung. Auch die Entwicklung ihrer Protagonisten treibt Sten voran: Hannah „tröstet“ sich mit Henry Sylvester, Daniel arrangiert sein Leben nach der Trennung von Ida, auch Anton und Karro begegnet man wieder – so fühlt es sich ein bisschen wie nach Hause kommen an, wenn man mit „Lügennebel“ nach Åre zurückkehrt. Ob man die Schilderung der Ermittlerprivatleben als die Spannung bremsende Elemente, als Gegengewicht dazu oder als störend wahrnimmt, ist wohl eine Typfrage, m. E. hielt es sich gerade noch die Waage. Einmal mehr beweist Viveca Sten, dass sie weiß, wie man (gute) Krimis schreibt: Sie erzählt die Geschichte aus wechselnden Perspektiven, wodurch beinah automatisch Spannung entsteht, denn man will ja wissen, wie es in den anderen Strängen weitergeht. Zudem erhöht Sten das Tempo durch kurze Kapitel und indem sie die Handlung in nur eine Woche „presst“, auf dass man durch die ca. 500 Seiten ihrer gewohnt flüssigen Erzählweise fliegt. So kommt sie mit für skandinavische Verhältnisse recht unblutigen Handlungen doch auf einen ordentlichen Spannungsbogen.
Wieder überaus gelungen: atmosphärisch und spannend ohne Blutvergießen!
InhaltWille, Amir, Pontus, Emil, Olivia und Fanny sind sechs befreundete Studenten, die im Januar gemeinsam eine Woche Skiurlaub machen. Sie steigen im Ferienhaus von Willes wohlhabenden Eltern ab. Schon auf der Anreise im Zug und erst recht nach der Ankunft im Ferienhaus wird es deutlich, dass die jungen Leute doch nicht so gut miteinander befreundet sind, wie es den Anschein hat. Es werden Konflikte zwischen einzelnen Personen deutlich und der maßlose Konsum von Alkohol mündet auch in offene Aggression. Zusätzlich erregen die jungen Leute den Ärger eines benachbarten älteren Ehepaares, mit der Reaktion auf die Beschwerde des Mannes machen sie sich einen Feind.Am nächsten Morgen liegt eine der jungen Frauen halbnackt und tot im tiefen Schnee vor dem Ferienhaus. Hanna Ahlander, die eigentlich gerade Urlaub hat, und ihr Kollege Daniel Lindskog haben schwierige Ermittlungen vor sich, denn es gibt mehrere Verdächtige und es wird gelogen, dass sich die Balken biegen…BeurteilungSeit dem dritten Band „Blutbuße“ hat sich im Leben von Hanna Ahlander und Daniel Lindskog einiges verändert. Da das Privatleben der Ermittler eine nicht geringe Rolle in der Handlung einnimmt und auf vorangegangene Ereignisse Bezug genommen wird, ist es empfehlenswert, die Bände in der korrekten Reihenfolge zu lesen. Der eigentliche Kriminalfall ist in sich abgeschlossen.Die Darstellung des (bis auf ein Nachbarhaus) abgelegenen Feriendomizils in der eisigen Weite der nordschwedischen Winterlandschaft ist sehr atmosphärisch und lässt den Leser frösteln, wenn er Zeuge waghalsiger Skitouren bei zweistelligen Minusgraden und nebelbedingt schlechter Sicht wird.Auch die Darstellung der Gruppendynamik unter den sechs jungen Leuten ist sehr gelungen: Jeder nimmt eine bestimmte Rolle ein, Wille ist der geborene „Anführer“, Amir sein speichelleckender Adlatus, Pontus ist der „Loser“, der Unsicherheit durch Alkoholkonsum übertünchen will. Emil ist mit 22 Jahren drei Jahre älter und auch vernünftiger als die Anderen und dadurch in gewisser Weise ein Außenseiter. Olivia ist gesellig, empathisch und selbstbewusst, sie hat eine nicht allzu feste Beziehung mit dem Alpha-Männchen Wille. Fanny ist hübsch, aber wenig selbstbewusst und sehr schüchtern, auch sie zeigt erst unter Alkoholkonsum ein ganz anderes, wenig einnehmendes Wesen.Die Konstellation in dieser sehr heterogenen Gruppe in Verbindung mit der Tatsache, dass kaum jemand bei den Vernehmungen die Wahrheit sagt, sorgt für viel Spannung. Auch die relativ kurzen Kapitel und häufigen Perspektivwechsel ermöglichen trotz des Umfangs von mehr als 500 Seiten eine zügige Lektüre – man legt diesen fesselnden Krimi ungern aus der Hand.Darüber hinaus sind die privaten Entwicklungen bei Hanna, Daniel und ihrem Kollegen Anton interessant und wecken Vorfreude auf einen möglichen weiteren Band der Reihe.Nicht ganz realitätsnah ist die Tatsache, dass die jungen Leute nach dem Todesfall in ihrer Gruppe ohne Überwachung oder Polizeischutz in dem Ferienhaus bleiben, was zu einer weiteren Straftat führt…FazitEin weiterer atmosphärischer und spannender Kriminalroman aus der Feder von Viveca Sten, der Hoffnung auf einen weiteren literarischen Ausflug nach Åre weckt!4,5 Sterne
Spannende Ermittlungen am Polarkreis
Es ist eisiger Januar als eine Gruppe Studenten (zwei Mädchen und vier Jungs) aufbricht, um eine Woche Urlaub in Åre zu verbringen. Sie werden dort im luxuriösen Ferienhaus von William Löwengrens Eltern untergebracht sein. Die Einheimischen finden dieses Haus gräßlich und auch die Städter selbst mit ihren Feriendomizilen sind in der ländlichen Gemeinschaft nicht sehr beliebt. Die Jungs bewohnen das Haupthaus, die zwei Mädchen werden im sogenannten Gästehaus auf dem Grundstück schlafen. Mit im Gepäck haben sie reichlich Alkohol und auch Drogen. Nach einem feucht-fröhlichen Abend wird die Leiche der leicht bekleideten Fanny im Schnee gefunden. War es ein Unglück im Alkohol-/Drogenrausch oder Mord? Dieser Frage müssen die Ermittler Hanna, Daniel und Anton nachgehen.Ich bin bereits seit dem Beginn der Reihe um Thomas Andreasson ein Fan der Autorin. Sie schreibt für mich spannend, realistisch, authentisch und läßt die Leser selbst mit rätseln bzw. ermitteln. Hier in diesem Band nimmt sie uns mit in dieses kalte und neblige Januarwetter bei dem oftmals die Sicht erheblich eingeschränkt ist. Die Studentengruppe um Fanny, Olivia, William, Amir, Pontus und Emil wird sehr genau und facettenreich beschrieben, so daß man sie förmlich vor Augen hat. Allen voran William, dessen Eltern das Haus gehört und der gerne die Führung übernimmt, sich in dieser Rolle auch sehr egoistisch verhält. Die tote Fanny war eher der schüchterne Typ, wollte Amir gefallen und hat sich deshalb auf den ungewohnten Alkoholkonsum samt Drogen eingelassen und war absolut enthemmt. Olivia ihre beste Freundin trauert unendlich. Pontus trinkt eindeutig zuviel und Emil steht etwas außerhalb der Gruppe und ist Tröster für Olivia. Nach dem Spiel „Pflicht oder Wahrheit“ haben sich die einzelnen Personen ins Bett verabschiedet und diesen zeitlichen Ablauf müssen die Ermittler nun näher untersuchen. Wer sagt die Wahrheit? Die Autorin nimmt ihre Leser mit und sät Zweifel am Wahrheitsgehalt der einzelnen Aussagen. Ein Indiz bringt die Wendung und die Ermittler können den Fall erfolgreich abschließen.Das Privatleben von Hanna, Daniel und Anton nimmt auch einen gewissen Part im Buch ein. Alle haben eine Achillesferse, über die sich nicht offen sprechen, selbst nicht in ihrem vertrauten Kreis. Sie sind mir alle drei sympathisch, ihre Zusammenarbeit ist harmonisch, sie respektieren und vertrauen einander. Von mir gibt es eine eindeutige Leseempfehlung!
Die Mischung macht's
Ich fand es gut, als Viveca Sten eine neue Reihe angefangen hat. Langlebige Krimireihen müssen nicht ausgelutscht wirken, aber das Risiko ist da und mit der neuen Are-Reihe hat die Autorin einfach neue Impulse gesetzt. Dennoch war schon bei Band 3 ein etwas genervtes Gefühl da, weswegen „Lügennebel“ als Band 4 jetzt schon sehr wichtig für mich war. Ist die neue Reihe schneller auf meinem roten Radar als mir lieb ist?Ein großer Kritikpunkt im letzten Band war die sich anbahnenden Gefühle zwischen Daniel und Hanna. Ich habe nicht grundsätzlich ein Problem damit, wenn aus beruflichen Partnerschaften mehr wird, aber es ist für mich keinesfalls ein Zwang, der storytechnisch angeboten werden muss und es ist keinesfalls etwas, das erzeugt werden kann, wenn die Chemie nicht stimmt. Da die Bände immer viel Zeit überbrücken, ist es wirklich schwierig, die Alltags-Zusammenarbeit zwischen Daniel und Hanna einschätzen zu können. Mir auf jeden Fall schnell klar, dass die Schwärmerei eher aus dem Nichts kam. Zumal dann auch Ida als Daniels Partnerin sehr viel Raum eingenommen hat und immer wieder denselben Konflikt zu erleben, das war irgendwann anstrengend. Jetzt sind wir mit „Lügennebel“ aber wieder auf Null und es gab neue Impulse sowie Entwicklungen, die ich sehr positiv einschätze. Das Privatleben spielt wieder eine große Rolle, aber es ist diesmal alles besser austariert.Hanna in ihrer neuen Beziehung war auf jeden Fall etwas überraschend. Auch wenn es sich mit ihr und Henry angedeutet hatte, aber diese langanhaltende Beziehung war jetzt so für mich nicht zu erwarten. Aber es ist einfach völlig neu, es beleuchtet die Mutter-Tochter-Beziehung von Hanna anders und es macht sie zu derjenigen im Zwiespalt. Bei Daniel verlieren wir Ida als ständig nervige Stimme im Ohr, das war eine große Erleichterung. Als die Mutter des gemeinsamen Kinders gehört sie weiterhin dazu, aber sie ist nicht mehr so entscheidend. Auch Anton bekommt wieder viel Zeit eingeräumt und bei ihm gibt es den nächsten großen Schritt zu erzählen. Auch hier viel Konsequenz und ein nachvollziehbarer Aufbau. Das Thema der möglichen Liebesgeschichte bleibt weiter präsent, aber ich bin schon froh, dass es hier noch ein Zwischenintermezzo gibt und nicht alles völlig überstürzt angegangen wird.Kommen wir jetzt zum Fall, bei dem ich auch mit wenigen Tagen Abstand zum Lesen noch nicht völlig sicher bin, was ich denken soll. Zunächst finde ich, dass der sehr eng gewählte Personenkreis, der überhaupt mit dem möglichen Verbrechen zu tun haben kann, risikoreich ist. Je weniger Verdächtige zur Auswahl, desto leichter könnte es fallen, den Ausgang der Ermittlung richtig zu ahnen. Sten hat es aber insofern geschickt abgeschwächt, dass sie einfach mehrere verschiedene Arten von Verbrechen eingeflochten hat. So gab es mehrere Ermittlungen und die Frage, gibt es einen Täter für alles oder verschiedene, wovon einzelnes sogar nicht mal zusammenhängen muss?! Trotz dieses Kniffs im Erzählen war der Fall für mich nicht so spannend aufgebaut, wie ich es auch anderen Büchern von Sten kenne. Sie ist nie die absolute Spannungsqueen, weil es bei ihr auch schon mal gemütlicher zugeht, aber es gibt einfach Fälle, die durchgehend mitziehen. Hier war etwas wenig Zug dabei und trotzdem ließ es sich echt flott lesen.Wir haben auch viele Perspektiven, dass wir einmal die Dynamik der Clique haben, wir haben aber auch die Nachbarn und wir haben dazu das Ermittlungsteam. Insgesamt wurde also die etwas fehlende Spannung beim Fall durch den großen Mischmasch aufgefangen. Es gab ständig was Neues zu erleben, das war wichtig. Am Ende bleibt für mich aber die große Frage, haben wir den Fall überhaupt richtig aufgeklärt? Die Ermittlungsakte wurde am Ende geschlossen. Aber es gab noch genug Zweifel, was nicht alles passiert sein könnte. Es ist ungewöhnlich, ein doch so offenes Ende zu haben. Aber es ist wohl realistisch, denn woher wissen wir immer, dass Verbrechen bis in alle Details aufgeklärt wurden? Als Leserin habe ich gerne alles bis in letzte Fitzelchen erklärt, aber ich kann mir vorstellen, dass man im Beruf bei der Polizei immer weiß, dass Fragezeichen bleiben werden.Fazit: „Lügennebel“ ist zum Glück wieder stärker als der unmittelbare Vorgänger. Zwar hat das Privatleben wieder viel Raum eingenommen, aber es gab neue Impulse, es gab logische nächste Schritte und das hat mich unterhalten. Der Kriminalfall hat mich nicht völlig mitreißen können, aber im Gesamten habe ich einen guten Krimi mit vielen inhaltlichen Aspekten bekommen.
Spannend und unvorhersehbar
Obwohl ich ansonsten nicht viele Krimis lese, hat es mir die Åre-Reihe von Viveca Sten sehr angetan und ich wurde auch dieses Mal nicht enttäuscht.Neben dem kontinuierlichen Handlungsstrang, der das Privatleben der Ermittler behandelt, dreht sich die Handlung diesmal um einen Mordfall innerhalb eines Kurzurlaubs einer Freundesgruppe. Nach einer feierreichen Nacht wird ein Gruppenmitglied tot aufgefunden und neben Verdächtigungen untereinander, geraten auch Außenstehende unter Verdacht.Wie bereits in den anderen Bänden der Autorin gefallen mir besonders die kurzen Kapitel und der damit einhergehenden rasche Perspektiv-/ und Ortswechsel.Hierdurch wird es nie langweilig und man kann gut miträtseln wer denn nun der Täter/ die Täterin ist. In diesem Band mochte ich zudem die Dynamiken undMachtstrukturen innerhalb der Freundesgruppe gerne. Es hat mich sehr gefesselt mitzuverfolgen, wie sich die Beziehungen untereinander entwickeln und sich gegenseitig verdächtigt wird.Neben der Mordentwicklung treten auch weitere Gegebenheiten hinzu, die Abwechslung in die Handlung hineinbringen. Wirklich ein sehr spannender Fall, bei dem ich mir bis zuletzt über die Identität des Täters unschlüssig war.Auch die Weiterentwicklung der persönlichen Beziehungen der Ermittler mochte ich gerne. Sie überlagert die eigentliche Ermittlung nicht, gerät aber dennoch nicht zu kurz. Da mir das Ermittlerteam sehr sympathisch ist, freue ich mich in jedem Band mehr über ihr Privatleben zu erfahren.Insgesamt ein spannender, nicht vorhersehbarer und abwechslungsreicher Krimi, den ich nur empfehlen kann.
Tod im Schnee
Die weiß-rote Farbgestaltung des Covers hat mich angesprochen und den Blick auf das Buch gezogen. Ich bin sehr schnell in das Geschehen reingekommen, weil der Schreibstil flüssig ist und die Personen lebendig beschrieben sind. Die Autorin versteht es sehr gut, die Atmosphäre in der Gruppe der Studenten während Anreise und Ankunft und dem dramatischen Verlauf des Aufenthaltes in den Bergen rüberzubringen. Ich habe beim Lesen immer wieder fast gefroren, weil ich Schnee und Kälte gespürt habe. Das Herausfinden, wer nun wirklich der Mörder war und die unerwartete Wendung am Schluss hielten die Spannung durch das ganze Buch. Allerdings fand ich die Dialoge zwischen den Ermittlern und die Beschreibungen ihres Privatlebens, obwohl interessant, manchmal etwas zu lange. Insgesamt kann ich das Buch weiterempfehlen. Es passt ganz gut für die nun kommenden langen Winterabende, wenn man sich während des Lesens im Warmen einkuscheln kann.
Perfekter Skandi-Crime
Leute! Was habe ich hier wieder mal für einen genialen Skandinavien-Krimi gelesen. Bei Viveca Sten ist das für mich eigentlich schon selbstverständlich. Das soll die Leistung aber auf keinen Fall herabsetzen, sondern zeigt nur, was die Autorin für eine sichere Bank auf ihrem Gebiet ist. Sten schreibt seit eh und je einen tollen Krimi nach dem anderen. Der Neuste heißt LÜGENNEBEL und ist der vierte Band aus Stens Polarkreiskrimi-Reihe. . Darum geht’s: Sechs Studenten verbringen die Skiferien in einem abgelegenen Ferienhaus. Am nächsten Morgen liegt ein Mädchen aus der Gruppe tot im Schnee…. Ich habe eine klirrend kalte Januarwoche im schwedischen Bergdorf Åre verbracht. Und, oh mein Gott, wie habe ich die Kälte auf der Haut gespürt. Was für ein Setting und was für eine Atmosphäre hat Viveca Sten hier wieder geschaffen. Besser geht‘s eigentlich kaum. Ich bin einfach nur ein- und abgetaucht und war mittendrin im Geschehen. Von Anfang bis Ende hat hier für meinen Geschmack wieder mal alles gepasst. Ich habe mich in einen regelrechten Rausch gelesen und habe das Buch kaum aus der Hand gelegt. Auch der Fall hat mich begeistert. Sten hat mich mit ihrem gewohnt tollen Schreibstil wieder mit auf eine spannungsgeladene kriminalistische Reise genommen. Die Charaktere sind wie immer topp gezeichnet und die Ereignisse und die Gruppendynamik haben mich einfach durchgehend mitgerissen. Höhepunkt war ein dramatisches Finale, bei dem ich gefühlt unmittelbar dabei war. Einfach herrlich! .Wenn ihr denkt, es geht nicht mehr intensiver … Oh, doch! Indem Viveca Sten die private Seite ihrer Ermittler wieder sehr eindrücklich beschreibt und weiterentwickelt, setzt sie an Intensität noch eins drauf. Hanna, Daniel (jeder für sich und beide zusammen) sowie Anton … Ich habe mit ihnen gelebt und gelitten und bin jetzt schon so neugierig, wie es für sie weitergeht. . Fazit: Lest Viveca Sten und genießt einfach! LÜGENNEBEL habe ich an einem Wochenende nicht nur gelesen, sondern förmlich durchgesuchtet. Das sagt ja wohl alles…
Düster, beklemmend, spannend, grossartig
MEINE MEINUNG:Dies ist der vierte Teil der Åra Morde von Viveca Sten. Ich habe bisher jeden Teil gelesen und geliebt und war nun sehr neugierig auf den neusten Fall. Und schon der Prolog konnte mich fesseln und hatte eine Sogwirkung auf mich. Sehr schnell hatte mich dann die Atmosphäre und die Handlung wieder eingenommen und ich klebte an den Seiten. Der Schreibstil ist grandios, die Atmosphäre passt perfekt zum Setting und die Charaktere sind interessant gezeichnet. Den Fall fand ich großartig. Nicht zu viele und nicht zu wenige Charaktere waren involviert. Die Ermittlungsarbeit konnte mich unheimlich fesseln, ich war immer in erster Reihe dabei und es war unheimlich interessant. Ein kleines Puzzlestück kam zum Anderen und doch wusste ich nicht, wer hier der Täter sein könnte. Es gab einige unerwartete Überraschungen und Wendungen und jeder hätte die Tat vollbringen können. Auch in das Privatleben der Ermittler tauchen wir wieder ein und ich folge so gern den Entwicklungen. Die Autorin schafft hier auf über 500 Seite eine beklemmende und düstere Atmosphäre, Spannung und Thrill, interessante Charaktere und ein wunderbares Setting. Bis zum Ende hin wusste ich nicht, wer hier der Töter sein könnte. Der Ausgang des Thrillers konnte mich dann sehr überraschen und ich fand es sehr gut erklärt und sehr gut konstruiert. Wieder ein grossartiger Thtiller und jetzt heisst es warten auf den nächsten Fall.FAZIT : Spannungsgeladen, grossartige Atmosphäre, tolles Setting, fantastisch konstruiert.
Spannend von Anfang bis Ende
Ich habe eines von Viveca Stens Büchern zufällig in einem Buchladen vor drei Jahren entdeckt und habe das Buch nur gekauft, weil mir das Cover extrem gut gefallen hat – es war Winter und es versprühte einfach die perfekten Wintervibes – und außerdem war ich in der Stimmung einen spannenden Krimi zu lesen, was meist selten und wenn dann auch nur im Herbst oder Winter bei mir der Fall ist. Ich würde mich selbst nämlich überhaupt nicht als Krimileserin bezeichnen, aber seit ich Sten und ihre Åre-Morde Reihe entdeckt habe, habe ich seit dem ersten Buch auch alle anderen in der Reihe verschlungen. Um so mehr habe ich mich über das Vorableseexemplar ihres neuen Bandes gefreut. Auch hier hat mir das Cover wieder extrem gut gefallen, nicht nur fügt es sich super an die anderen Bände an, es vermittelt einfach wieder genau die richtigen Vibes, die im Buch herrschen.Lügennebel ist das vierte Buch in der Reihe und damit auch der vierte Fall für Hanna Ahlander. Eine Hauptfigur mit der ich ab Beginn des ersten Buches direkt sympathisierte. Hanna ist einfach so ein realer Charakter, den ich sehr gerne mag, mit all ihren Traumata, Unsicherheiten und Macken, gleichzeitig ist sie eine unfassbar smarte und talentierte Person und Ermittlerin, mit dem richtigen Bauch- und viel Fingerspitzengefühl.Generell ist der Schreibstil von Sten sehr gut zugänglich und leicht zu folgen. So auch in Lügennebel. Wir haben hier ein schnelles Erzähltempo, aus dritter Erzählperspektive, aus der die unterschiedlichen Charaktere und ihre jeweilige Sichtweise der Geschichte verfolgt werden. Das schnelle Erzähltempo ist genau das, wonach ich persönlich in Krimigeschichten suche. Zusätzlich reißt einen Stens Storytelling direkt in die Geschichte und ich war von der ersten Seite an so drin, dass es unmöglich war das Buch wegzulegen und ich es tatsächlich in einer Lesesitzung beendete. Man muss die vorherigen Bände nicht gelesen haben, um dieses Buch zu verstehen und es zu mögen. Sten gibt Einblick in die bekannten, wiederkehrenden Charaktere, sodass man ein Verständnis dafür hat, warum sie so sind, wie sie sind. Dennoch empfinde ich das Leseerlebnis als besser, wenn man die Charaktere und damit auch ihre Entwicklung von Anfang an verfolgt hat. Das hat Lügennebel für mich irgendwie noch viel persönlicher gemacht. In diesem Band folgen wir einer Gruppe von jungen Erwachsenen, die sich eine Auszeit von der Uni und einen Skiurlaub gönnen. Die Stimmung in der Gruppe ist angeheizt. Relativ früh im Buch taucht die Leiche einer jungen Frau auf und die Ermittlungen rund um das Team von Daniel und Hanna beginnen. War es ein womöglich selbstverschuldeter Unfall oder ein Mord? In kurzen und schnelllebigen Kapiteln verfolgen wir die unterschiedlichen Perspektiven und die Reise zur Lösung des vorliegenden Falles. Das Buch ist nicht sonderlich blutig, aber es hinterlässt ein ungutes Gefühl und man fiebert der Lösung des Falles schon entgegen. Ich glaube dieser Band ist mein Favorit aus den bisherigen. Ich schrieb eingangs, dass ich mich nicht als Krimileserin bezeichnen würde, auch wenn mir diese Reihe extrem zusagt, aber ich würde mich definitiv als Romance-Leserin bezeichnen, sodass ich diesen mikrokleinen Subplot rund um die gar nicht existente Liebesgeschichte zwischen Hanna und Daniel erwähnen muss. Es gibt keine Liebesbeziehung zwischen den beiden, aber diese Sehnsucht, die die beiden ausstrahlen, meine Güte, wenn die beiden nicht irgendwann in den folgenden Büchern endlich zusammenkommen, schreie ich, so wie ich bereits am Ende dieses Buches geschrien habe. Aber das ist eben die Romance-Leserin in mir.Alles in allem hatte ich eine extrem gute und sehr kurzweilige Zeit mit dem Buch, habe mich toll unterhalten gefühlt und werde jederzeit wieder zu einem von Hannas Fällen greifen. Ich glaube auch, dass Krimileser:innen ihre Freunde an dem Band haben werden.
Neuer Åre-Mord
Viveca Sten ist eine wahre Meisterin ihres Fachs. Die Åre-Morde gehören für mich zu den besten Kriminalromanen überhaupt und ich fiebere jedem neuen Band mit großer Vorfreude entgegen.Dieses Mal begleitet der Leser eine Gruppe Jugendlicher, die zu einer gemeinsamen Skiwoche aufbricht. Doch schon am ersten Abend geschieht das Unfassbare. Die erst 19-jährige Fanny wird nach einem aus dem Ruder gelaufenen Abend tot aufgefunden. Ein neuer Mordfall für Hanna und Daniel, den es aufzuklären gilt. Wie immer versteht es Viveca Sten meisterhaft, von der ersten Seite an Spannung zu erzeugen. Zunächst lernt man das Opfer sehr gut kennen, später erhält man tiefe Einblicke in die Gedanken ihrer besten Freundin Olivia. Zahlreiche Verdächtige sorgen dafür, dass die Geschichte bis zum Schluss fesselnd bleibt. Auch das Privatleben der beiden Ermittler spielt wieder eine Rolle, was auf eine spannende Fortsetzung hoffen lässt.Ein packender, hervorragend geschriebener Krimi. Er ist spannend, atmosphärisch und ein echtes Lesevergnügen!
Pressestimmen
Die Geschichten von Viveca Sten lassen dich in den schwedischen Winter abtauchen und dabei alles and...ere vergessen. mehr weniger
01.11.2025
Beststeller-Autorin Viveca Sten hat mit ›Lügennebel‹ wieder einen absolut spannenden Krimi in ihrer ...erfolgreichen Serie um die Are-Morde geschrieben. 500 Seiten sind es –und jede Seite ist das Lesen wert! mehr weniger
Sabine Ebinger, 31.10.2025
Psychologisch brillant – Spannung mit Tiefgang.
Thomas Kielhorn, 26.10.2025