Lesen Sie in die Leseprobe und lassen Sie sich von Sarah Höflichs berührendem Roman überzeugen
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Sarah Höflich legt einen mitreißenden Familienroman über vier junge Menschen vor, die schmerzvoll begreifen müssen, dass Liebe nicht alle Wunden heilt. Aber manche.
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Maikäferjahre
Ein mitreißender Liebesroman über vier junge Menschen, die schmerzvoll begreifen müssen, dass Liebe nicht alle Wunden heilt. Aber manche.
»Wir haben überlebt«, sagte Anni. »Das hat mit Schuld nichts zu tun.« Adam wiegte den Kopf. »Ich fürchte, in manchen Fällen schon.«
Frühjahr 1945, Europa ist zerstört. Anni flieht mit ihrer kleinen Tochter und dem halbjüdischen Geiger Adam aus dem brennenden Dresden, quer durch das besetzte Deutschland – auf der Suche nach einer sicheren Zuflucht. Im Tiroler Bergdorf bei Annis Schwiegereltern werden sie dann vor eine folgenreiche Entscheidung gestellt: Will Anni bleiben, muss Adam gehen.
Was kann Liebe leisten, was kann sie verzeihen? Eine Frage, die sich Anni & Adam, Tristan & Rosalie angesichts von Leid und Zerstörung stellen müssen.
Ihr geliebter Zwillingsbruder Tristan ist als junger Luftwaffenpilot nur knapp dem Tod entronnen und in englische Kriegsgefangenschaft geraten. Trotz schwerer Anfeindungen pflegt ihn die britische Krankenschwester Rosalie – es entsteht eine Liebe, die vom Gesetz verboten ist.
»Jeder Blick, jede Geste, jede verstohlene Berührung war ein Versprechen. Was sie taten, war streng verboten, das wussten sie beide.«
Zwei tragische Liebesgeschichten, ein historischer Roman voller großer Gefühle über das Verzeihen und die Unausweichlichkeit der Liebe, hoffnungsvoll und mitfühlend.
In den Wirren des Zweiten Weltkriegs getrennt, in Gedanken immer verbunden: Nie hören die Geschwister Anni und Tristan auf, sich Briefe zu schreiben – in der verzweifelten Hoffnung, der jeweils andere möge noch leben.
»Was Menschen im Angesicht von Zerstörung Großartiges leisten können – das fasziniert mich und gibt mir eine Zuversicht, die sich bei aller Tragik auch in meinem Roman widerspiegelt.« Sarah Höflich
Mit einer Playlist zum Buch - denn die Musik spielt in diesem gefühlvollen Roman eine Hauptrolle.
Bibliografische Daten
2. Auflage
Sarah Höflich
Sarah Höflich, 1979 in Schleswig geboren, war schon als Kind fasziniert von Geschichten und Geschichte. Sie studierte Anglistik und ging als Fulbright-Stipendiatin in die USA, wo sie ihr Creative-Writing-Studium mit dem Master of Fine Arts abschloss. Viele Jahre arbeitete sie als Drehbuchautorin und Produzentin für die UFA, für die sie mehrere Fernsehserien realisiert hat. Letztes Jahr machte sie sich selbstständig. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in München.
2 - 10 von 122 Leserstimme
Schicksalsjahre
Die Kriegs- und Nachkriegszeiten sind damals für alle mehr oder weniger beteiligten Menschen zu ganz besonderen Schicksalsjahren geworden. Und dieser Roman erzählt mit Anni, Adam, Tristan und Rosalie als Hauptfiguren viele Ereignisse in geballter Form, wie es vermutlich dem einen oder anderen zur damaligen Zeit ergangen ist.Anni und Tristan sind Zwillingsgescheister, die durch die Kriegswirren getrennt werden. Tristan gerät in britische Kriegsgefangenschaft und verliebt sich während seines Lazarettaufenthalts in die Krankenschwester Rosalie. Beide haben mit den Anfeindungen der einheimischen Bevölkerung zu kämpfen, treffen aber einige wenige Menschen, die ihnen wohlgesonnen sind.Während dessen flüchtet Anni mit ihrer Tochter Clara in Begleitung des jüdischen Geigers Adam durch Deutschland. Adam hatte lange im Verborgenen leben müssen, um zu überleben. Beide, Anni und Adam, fühlen sich gegenseitig dem anderen gegenüber verpflichtet, bis sie ihre Liebe zueinander entdecken.Ein Roman, der fesselt und bei dem der Leser mit jeder Seite auf ein gutes Ende für die vier sympathischen jungen Leute hofft.
Tiefgründiges Buch
„… Ihr Kind kam zu früh, obwohl es für so vieles zu spät war. Anni hatte sich gerade erschöpft auf den Schreibtischstuhl fallen lassen, um noch einmal den letzten Feldpostbrief ihres Zwillingsbruder zu lesen, als ihr der Schmerz wie ein Faustschlag in den Unterleib fuhr...“Schon diese Zeilen, die sich fast zu Beginn von Teil 1 befinden, zeigen, dass die Autorin über einen ausgereiften Schriftstil verfügt und es versteht, eine subtile innere Spannung aufzubauen. Die Autorin hat eine fesselnde und tiefgründige Geschichte geschrieben. Der Roman gehört zu den besten Büchern, die ich über diese Zeit gelesen habe. Die Konflikte werden gekonnt auf den Punkt gebracht. Das Geschehen wird in zwei Handlungssträngen erzählt. Einmal steht Tristan im Mittelpunkt, im zweiten Fall Anni.Vor jedem Teil werden kurz die historischen Fakten genannt, die in den folgenden Abschnitten eingebettet sind. Das Buch beginnt 1944 mit einem Brief von Tristan an seine Zwillingsschwester Anni. Die lebt bei ihren Eltern in Dresden. Der Vater ist Musiker. Die Mutter stammt aus einer Adelsfamilie. Das ist bei jedem ihrer Auftritte spürbar. Es sorgt auch dafür, dass ihre Meinung über das Naziregime nicht übereinstimmen. Das wird für beide Folgen haben.Anni bangt nicht nur um ihren Bruder, der als Pilot an der Westfront dient, sondern auch um ihren Ehemann Fritz, der an der Ostfront kämpft. Tristan wird 1944 über Großbritannien abgeschossen. Er kann noch aus dem brennenden Flugzeug springen.„...Fetzen eines Traumes hingen ihr nach. Tristan. Das Meer. Er hatte sie gerufen. Kurz versuchte Anni, den Traum zu rekonstruieren...“Es ist ein britischer Arzt, der Tristan trotz seiner Verletzungen ins Leben zurückholt. Rosalie, eine Krankenschwester, kümmert sich aufopferungsvoll um ihn. Andere dagegen lassen ihn ihren Hass und ihre Verachtung spüren.Anni schreibt einen Brief an ihren Bruder. Dann kommt die Bombennacht von Dresden. Anni befindet sich mit ihrer kleinen Tochter im Luftschutzkeller unter ihrem Haus. Adam, ein Ausnahmegeiger und Halbjude, rettet die Insassen, bevor die Luft knapp wird. Vom Haus ist nur ein Schuttberg geblieben. Anni verlässt mit ihm und ihrer Tochter Dresden. Sowohl für Tristan nach seiner Genesung als auch für Anni beginnt eine Odyssee. Grund ist in beiden Fällen eine unerwünschte Liebe. Unerwünscht nicht von den Betreffenden, sondern denen, die mit ihnen zu tun haben. Natürlich gab es Ausnahmen. Besonders bewegt hat mich der Ausspruch eines Geistlichen gegenüber Tristan.„...“Nur die Sieger, die fähig sind, ihre einstigen Feinde zu umarmen“, sagte Reverend Thomas, „haben ihren Sieg wirklich verdient.“...“Tristan selbst hinterfragt relativ schnell sein Tun. Er war nie fanatisch. Er wollte seinen großen Bruder nacheifern und Fliegen war sein Traum. Er kann verstehen, warum ihm Feindschaft entgegen schlägt. Er hofft auf einen Neuanfang.Anni und Adam kommen bei Bekannten unter. Dort treffen sie auf Verständnis und Unterstützung Doch als die Front näher kommt, müssen sie erneut fliehen. Das Kriegsende bringt in den Köpfen der Menschen keine Wende. Adam wird nach wie vor als Aussätziger behandelt. Das Buch bekommt von mir eine unbedingte Leseempfehlung. Es bringt die Emotionen auf den Punkt. Der Gegensatz von Hass und Vergebung zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte. Gleichzeitig ist es die Liebe, die versucht, Wunden zu heilen.
Maikäferjahre
Der zweite Weltkrieg nähert sich dem Ende. Deutschland verliert an allen Fronten. Die Allierten rücken näher. Dresden brennt.Eine junge Frau muss mit ihrem Neugeborenen alleine fliehen. Der Mann ist im Krieg verschollen aber ein Kollege ihres Vaters hilft ihr, weil er selbst auf der Flucht ist. Allerdings vor den Nazis, die ihn als Halbjuden verfolgen. Derweilen wird ein deutscher Kampfpilot über England abgeschossen und verletzt. Im Hospital trifft er auf eine junge Krankenschwester, die als einzige freundlich zu ihm ist. Er verliebt sich in sie.Vier junge Menschen in den Wirren und Verletzungen des Krieges. Und man kann mit ihnen alles mitfiebern. Kann sich vorstellen, dass es überall auf der Welt Menschen so gegangen ist. Dass es noch immer vielen Menschen so geht. Dass sie in einer verrückt gewordenen brutalen Welt versuchen zu überleben.Was für ein toll geschriebenes Buch.
Eine beeindruckende Geschichte.
Bücher wie dieses stehen einige in meinem Bücherregal. Jede Geschichte hat ihr eigenes Schicksal zum Inhalt. Erinnert, mahnt und berührt auf seine Art.Diese hier hat mich von Anfang bis Ende nicht losgelassen! Auch wenn es fiktiv ist, steht es doch für viele andere Menschen, die ähnliches erlebt haben.Mir gefiel, dass man sowohl aus der Sicht von Anni, wie auch aus der von Tristan, lesen konnte. Es zeigt die verschiedenen Wege, welche die Zwillinge auf Grund des Krieges eingeschlagen haben. Es zeigt die Angst, die Hoffnungslosigkeit, die Verzweiflung, aber auch die guten Seiten, die daraus erwachsen.Die Atmosphäre ist oftmals angespannt, zeigt wie der Krieg die Menschen im Denken beinflußt hat. Die Ablehnung auf der einen Seite und die Vergebung und Liebe auf der anderen.Ein spannendens, unterhaltsames Buch, dass viele Emotionen hervorruft. Für mich ein echtes Lesehighlight mit ganz besonderen Menschen!
sehr spannend
Vier junge Menschen werden im Frühjahr 1945 vom Krieg schwer gebeutelt. Wärhend Zwillingsbruder Tristan über England abgeschossen wird und in Kriegsgefangenschaft die Krankenschwester Rolasie kennen- und liebenlern, muss Anni mit ihrer gerade geborenen Tochter aus dem bombadierten Dresden fliehen und hat als einzige Hilfe den halbjüdischen Geiger Adam.Es war mein erstes Buch von Sarah Höflich und sicher nicht mein letztes. Sie erzählt mitreißend und sehr empathisch. Man schließt die Darsteller schnell ins Herz, bangt mit ihnen, weint mit ihnen, hofft mit ihnen.In Zeiten, die hart und unmenschlich sind, gibt es dennoch Liebe und Vertrauen, Mut und Zuversicht und schön fand ich, dass eben die Liebe alle Vorurteile und allen Hass überwinden kann. Ein kluges Buch das ich allen nur wärmstens empfehlen kann. Diese Autorin werde ich mir merken.
Das war eines der schönsten Bücher, die ich je gelesen habe!
Dieses Buch hat mich gepackt und nicht mehr losgelassen! Es ist wahnsinnig gutgeschrieben, spannend und emotional so berührend, als wäre man selbst ein Teil der Handlung. Ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen und habe es in wenigen Tagen verschlungen.Dieser historische Roman beginnt in Dresden im Jahr 1944. Dort lernen wir Anni und ihre Eltern kennen. Die beiden Brüder Siegfried und Tristan sind im Krieg und ebenso Annis Ehemann Fritz kämpft für die Wehrmacht. Auch wenn das Leben in Dresden noch einigermaßen erträglich ist und die Bomben die Stadt noch nicht zerstört haben, hat Anni doch einige Sorgen. Denn ihr Vater versteckt einen jüdischen Geiger und bringt sich selbst damit in Lebensgefahr. Das treibt einen Keil zwischen die Eltern und die Sorgen werden nicht weniger, als Anni ihre kleine Tochter Clara zur Welt bringt und wenig später die große Bombardierung von Dresden alles in einen riesigen Feuersturm verwandelt. Anni verliert bis auf ihr Leben, ihre Tochter und die Geige ihres Vaters alles. Alleine ist sie dennoch nicht, denn der versteckte Geiger Adam taucht auf und beginnt mit Anni eine lange Flucht zu einem sicheren Zufluchtsort. Auch Tristan ergeht es nicht besser. Er wird bei der Bombardierung Englands, für die er als Pilot eingesetzt wird, abgeschossen, schwer verletzt und in einem englischen Krankenhaus wieder aufgepäppelt. Ohne die resolute Krankenschwester Rosalie hätte er vermutlich nicht durchgehalten. Sie gibt ihm neuen Lebensmut und weckt bald in ihm tiefe Gefühle, die es in der Zeit zwischen Deutschen und Engländern eigentlich nicht geben darf.Wir begleiten abwechselnd die Geschwister Tristan und Rosalie in den schwierigen Zeiten und fiebern mit ihnen mit. Besonders an dieser Geschichte ist, dass die beiden nichts davon wissen, wie es dem jeweils anderen geht. Denn durch die Fluchtbewegungen in Deutschland und durch Tristans Verletzung und Inhaftierung verlieren sie den Kontakt. Trotzdem bleibt die Verbindung tief und innig und sie spüren, dass der andere noch lebt. Für mich sind diese Emotionen so wahnsinnig echt beschrieben. Ich konnte mich richtig in die beiden hineinversetzen und habe sie beide dafür bewundert, dass sie in den heftigen Zeiten nicht aufgegeben haben. Diese Kraft und vor allem die Zähheit von Anni, mit der sie ihre kleine Tochter in Sicherheit bringen will, sind wirklich beeindruckend. Gleichzeitig empfand ich die Atmosphäre in diesem Buch unheimlich bedrückend, weil ich mir wirklich vorstellen konnte, wie es den Menschen damals erging. Mehr als einmal habe ich mich gefragt, wie man so etwas aushalten kann. Das wird gepaart mit einer Spannung, die man fast kaum verarbeiten kann. Denn durch die abwechselnde Sicht der Geschwister, muss man sich an den spannenden Stellen immer wieder gedulden, bis man erfährt, wie es für den anderen weitergeht. Zwischen den Kapiteln werden die geschichtlich wichtigsten Eckpunkte in kleinen Zeitstrahlen angebracht, sodass man das Gelesene auch historisch einordnen kann. Das macht es zu einem einfachen Leseerlebnis auch für diejenigen, die geschichtlich nicht alles einordnen können.Ich kann gar nicht genug ausdrücken, wie gut mir dieses Buch gefallen hat. Es hatte so viele Emotionen, Spannung, Atmosphäre und ich habe einfach alles geliebt. Der Schreibstil hat mich direkt in die Zeit katapultiert und ich habe die Emotionen selbst nachempfunden. Einfach rundherum gelungen und eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe. Ich kann es nur jedem empfehlen!
tiefgehende Familiengeschichte
Wir schreiben das Frühjahr 1945. Anni ist auf der Flucht, zusammen mit ihrer kleinen Tochte sowie den halbjüdischen Geiger Adam. Sie machen sich auf den Weg aus Dresden nach Tirol und durchqueren dabei das besetzte Europa. Doch dort angekommen, müssen sie eine folgenschwere Entscheidung treffen. Auch Tristan, Annis Zwillingsbruder, hat es nicht einfach. Zwar hat er den Krieg überlebt, aber muss einiges durchmachen. Die britische Krankenschwester Rosalie pflegt ihn und es entstehen Gefühle, die nicht sein dürfen. Wie wird das Leben für die vier Protagonisten weitergehen?Ich habe das Buch regelrecht verschlungen. Ich mochte die authentische Schriebweise, die mir sehr ans Herz ging. Die Protagonisten sind so lebendig beschrieben, dass ich mich sehr gut in sie hineinfühlen konnte. Stets habe ich mitgefiebert wie es weitergeht. Die Briefe von Anni und Tristan fand ich sehr gelungen, dazu die Playlist, die man sich beim Lesen anhören kann. Es ist alles sehr stimmig. Trotz der schlimmen Ereignisse möchte man das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ich habe wieder viel über die damalige Zeit gelernt und mit den Protagonisten mitgelitten. Es ist ein so wunderbares Buch, an welches ich mich noch sehr lange intensiv erinnern werde.
Eine eindrückliche Geschichte, die bewegt, berührt und im Gedächtnis bleibt
"Maikäferjahre" erzählt die Geschichte der beiden Geschwister Tristan und Anni In den Jahren 1944-1947. Da ist zum einen Tristan, der deutsche Pilot, der bei einem Angriff auf England abstürzt und schwer verletzt in britische Kriegsgefangenschaft gerät. Dort lernt er die Krankenschwester Rosalie kennen, die trotz seiner deutschen Herkunft bedingungslos für ihn da ist. Die Gefühle die sich entwickeln, dürfen nicht sein und stoßen auf Widerstand, der lebensgefährlich werden kann. Und dann ist da noch seine Schwester Anni, die in Dresden zurückbleibt. Dresden, das 1945 komplett zerstört wird. Anni, die kurz zuvor ein kleines Mädchen zur Welt gebracht hat, befindet sich auf der Flucht. Gemeinsam mit dem jüdischen Geiger Adam trotzen sie den Widerständen und versuchen das beste aus ihrer Situation zu machen. Und auch sie geraten nicht nur einmal in Lebensgefahr. Zwei Geschwister, zwei unterschiedliche Orte, zwei unterschiedliche Geschichten. Und doch durch die Tragik eines Krieges, der nicht hätte sein müssen, so tief verbunden.Mir fällt es nicht leicht meine Gefühle für dieses Buch in Worte zu fassen. Es ist so toll geschrieben, das es mich fast von der ersten Seite an komplett in seinen Bann gezogen hat. Zu Beginn habe ich tatsächlich kurz gebraucht, um in die Geschichte reinzufinden. Aber dann hat mich der eindrückliche und tief bewegende Schreibstil so sehr gepackt, dass die Seiten nur so dahin geflogen sind."Maikäferjahre" überzeugt vor allem mit seinen leisen Tönen und den zwischenmenschlichen Geschichten. Wer brutale, blutige Beschreibungen sucht, ist hier auf jeden Fall falsch. Sarah Höflich schafft es die Schrecken des Krieges und der Nachkriegszeit mit nur angedeuteten Beschreibungen und mit kurzen Szenen so gut einzufangen, das dieser mehr als deutlich wird. Dafür braucht es gar nicht immer die lauten Töne, für mich sind die leisen oft viel eindrücklicher und bewegender. Und genau das hat die Autorin hier geschafft.Die Geschichte konzentriert sich auf die beiden Geschwister Tristan und Anni und deren jeweilige Geschichte. Dabei gibt es keine unnötigen Nebendarsteller oder Nebenschauplätze. In wechselnden Kapiteln dürfen wir die beiden bei ihrem Überlebenskampf in so schrecklichen Zeiten begleiten. Dabei läuft natürlich nicht alles glatt und der Autorin gelingt es auf unnachahmliche Weise mit den Emotionen von uns Lesern zu spielen. Da gibt es Hoffnung, die aber eine Seite später wieder in sich zusammenfällt. Da gibt es Szenen die wütend machen, die berühren und in tiefe Verzweiflung stürzen. Da gibt es die pure Fassungslosigkeit und die ganz leisen Momente, die nur den Protagonisten gehören. Und da gibt es vor allem den puren Überlebenswillen junger Menschen, die nicht bereit sind zu akzeptieren, dass die Welt am Rande eines Abgrundes taumelt.Natürlich handelt es sich bei dem Buch um eine fiktive Geschichte. Die Autorin orientiert sich jedoch an dem realen Zeitstrahl der damaligen Zeit. Dies wird auch durch die kurzen historischen Einschübe zwischen den Kapiteln deutlich. Als Leser kann man die Geschichte so perfekt zeitlich einordnen, was ich sehr gelungen finde. Ich habe neue Dinge gelernt und alt bekanntes Wissen wieder aufgefrischt.Bücher, die die NS-Zeit als Thema haben, werden wohl für immer sehr eindrückliche Bücher sein - zumindest für mich. Die Schrecken dieser Zeit werden auch hier, so wahnsinnig gut transportiert, dass mich das Buch auf eine emotionale Reise mitgenommen hat, die ich so schnell nicht vergessen werde. Der leicht und gut zu lesende Schreibstil und das harte Thema stehen hierbei in krassem Kontrast zueinander, was es umso gelungener macht. Denn auch, wenn man ein Thema gut transportieren kann, macht es die Sache nicht weniger schlimm. Nein, es sorgt eher dafür, dass die Geschichte noch eindrücklicher ist.Das Ende finde ich ebenfalls rundum gelungen. Da ich nicht zu viel verraten will, möchte ich hier nicht auf Details eingehen, aber Sarah Höflich schafft es einen Bogen zu schlagen, der beide Handlungsstränge vereint und dabei jedem Protagonisten ein Ende zuzugestehen, was in diesem Fall genau richtig ist. Nahe an der Realität, gibt es die ein oder andere Überraschung, die mich auch auf den letzten Seiten noch auf eine emotionale Reise mitgenommen hat und das Buch perfekt abrundet.Ein wahnsinnig gelungenes Buch, das mit leisen Tönen überzeugt. Das mich auf eine emotionale Reise mitgenommen und so viel bei mir ausgelöst hat. Das mich wütend, traurig, hoffnungsvoll und froh zugleich gemacht hat und wieder einmal zeigt, wie wichtig diese Bücher sind, die sich so ein schreckliches Thema zur Aufgabe machen. Diese Zeit darf nicht vergessen werden und genau dafür sorgt "Maikäferjahre".
Eine bewegende Geschichte
Ein bewegender und berührender sowie authentischer Roman über die besondere Verbindung von Zwillingen. Tristan und Anni haben sich immer im Herzen behalten und sich stetig Briefe geschrieben. Der Schreibstil ist emotional und sehr berührend. Empfindungen und Gedanken einzelner Protagonisten kommen in diesem Roman sehr gut zum Ausdruck. Hoffnungsvoll, schmerzvoll aber vor allem wunderschön so habe ich diese Lesereise empfunden. Kritisch für mich ist nur, dass es sich rein um einen Vergangenheitsroman (Nachkriegsjahre) handelt und keinen Bezug zur Gegenwart hat. Aber dies hat dem Inhalt nicht geschadet, sondern bezieht sich nur auf mein persönliches Empfinden. Dieser Roman thematisiert hauptsächlich Krieg, Flucht und Neuanfang. Aber er zeigt auch, dass die besondere Verbindung und Liebe zueinander Entzweite wieder verbinden kann. Ich habe den Roman sehr gerne gelesen. Er hat mich zum Nachdenken angeregt und ich werde ihn und die verschiedenen Einzelschicksale so schnell nicht mehr vergessen. Wichtig für mich ist auch, dass die Geschichte rund und stimmig ist und dies kann ich nur bejahen. Sehr gerne empfehle ich dieses Buch weiter. 5/5 Sterne
Spannend
Dieses Buch musste ich unbedingt lesen, denn ich fand den Klappentext so spannend und gut, dass ich wusste es ist ein Buch für mich. Das Cover ist gelungen und ich finde auch sehr ansprechend.Europa, Frühjahr 1945, und Europ ist zerstört. Anni und ihre kleine Tochter fliehen zusammen mit edm Geiger Adam aus dem Dresden, wa sbrennt. Sie fliehen quer durch das Land, was besetzt ist. Sie suchen Sicherheit. Bei Annis Schwiegereltern in Tirol müssen sie dann eine Entscheidung treffen. Denn Anni bleiben will, muss Adam gehen.Tristan, der Zwillingsbruder von Anni, ist als junger Luftwappenpilot nur knapp dem Tod entkommen und in die englische Kriegsgefangenschaft geraten. Rosalie, eine brotische Krankenschwester, pflegt ihn trotz Widrigkeiten. Die beiden verlieben sich, doch diese Liebe ist verboten vor dem Gesetz.Tristan und Anni sind zwar getrennt und doch irgendwie zusammen durch ihre Gedanken. Der Zweite Weltkrieg hat die Leben der Beiden entzweiht. Die Beiden schreiben sich Briefe, mit der Hoffnung, dass der jeweils Andere noch lebt.Werden Tristan und Anni sich wiedersehen? Wie wird es den Beiden ergehen?Puh, dieses Buch ist wirklich schwere Kost und doch so wichtig das zu lesen. Ich musste immer mal wieder das Buch bei Seite legen und durchpusten. Für mich ein wichtiges Buch und ich hoffe, das viele Menschen es lesen werden.
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