Lesen Sie in die Leseprobe und lassen Sie sich von Sarah Höflichs berührendem Roman überzeugen
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Sarah Höflich legt einen mitreißenden Familienroman über vier junge Menschen vor, die schmerzvoll begreifen müssen, dass Liebe nicht alle Wunden heilt. Aber manche.
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Maikäferjahre
Ein mitreißender Liebesroman über vier junge Menschen, die schmerzvoll begreifen müssen, dass Liebe nicht alle Wunden heilt. Aber manche.
»Wir haben überlebt«, sagte Anni. »Das hat mit Schuld nichts zu tun.« Adam wiegte den Kopf. »Ich fürchte, in manchen Fällen schon.«
Frühjahr 1945, Europa ist zerstört. Anni flieht mit ihrer kleinen Tochter und dem halbjüdischen Geiger Adam aus dem brennenden Dresden, quer durch das besetzte Deutschland – auf der Suche nach einer sicheren Zuflucht. Im Tiroler Bergdorf bei Annis Schwiegereltern werden sie dann vor eine folgenreiche Entscheidung gestellt: Will Anni bleiben, muss Adam gehen.
Was kann Liebe leisten, was kann sie verzeihen? Eine Frage, die sich Anni & Adam, Tristan & Rosalie angesichts von Leid und Zerstörung stellen müssen.
Ihr geliebter Zwillingsbruder Tristan ist als junger Luftwaffenpilot nur knapp dem Tod entronnen und in englische Kriegsgefangenschaft geraten. Trotz schwerer Anfeindungen pflegt ihn die britische Krankenschwester Rosalie – es entsteht eine Liebe, die vom Gesetz verboten ist.
»Jeder Blick, jede Geste, jede verstohlene Berührung war ein Versprechen. Was sie taten, war streng verboten, das wussten sie beide.«
Zwei tragische Liebesgeschichten, ein historischer Roman voller großer Gefühle über das Verzeihen und die Unausweichlichkeit der Liebe, hoffnungsvoll und mitfühlend.
In den Wirren des Zweiten Weltkriegs getrennt, in Gedanken immer verbunden: Nie hören die Geschwister Anni und Tristan auf, sich Briefe zu schreiben – in der verzweifelten Hoffnung, der jeweils andere möge noch leben.
»Was Menschen im Angesicht von Zerstörung Großartiges leisten können – das fasziniert mich und gibt mir eine Zuversicht, die sich bei aller Tragik auch in meinem Roman widerspiegelt.« Sarah Höflich
Mit einer Playlist zum Buch - denn die Musik spielt in diesem gefühlvollen Roman eine Hauptrolle.
Bibliografische Daten
2. Auflage
Sarah Höflich
Sarah Höflich, 1979 in Schleswig geboren, war schon als Kind fasziniert von Geschichten und Geschichte. Sie studierte Anglistik und ging als Fulbright-Stipendiatin in die USA, wo sie ihr Creative-Writing-Studium mit dem Master of Fine Arts abschloss. Viele Jahre arbeitete sie als Drehbuchautorin und Produzentin für die UFA, für die sie mehrere Fernsehserien realisiert hat. Letztes Jahr machte sie sich selbstständig. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in München.
4 - 10 von 122 Leserstimme
Berührend
Anfang 1945. Der Zweite Weltkrieg wird nur noch wenige Wochen dauern. Anni erlebt mit ihrer kleinen Tochter in Dresden das Bombeninferno und schafft es, mit dem halbjüdischen Geiger Adam zu fliehen. Adam wurde von ihrem Vater vor den Nazis versteckt und gerettet, wofür ihr Vater mit dem Tod bezahlt. Ihre Flucht führt sie durch mehrere Besatzungszonen und findet erst in Österreich ein Ende. Sie ist gefährlich und beide kommen sich dabei sehr näher.Zeitgleich wird ihr Zwillingsbruder Tristan, der Jagdflieger ist, in England abgeschossen und überlebt schwer verletzt. In einem Krankenhaus wird er gepflegt und die Krankenschwester Rosalie verliebt sich in ihn. Doch eine Verbindung zwischen den ehemaligen Feinden ist damals noch per Gesetz verbotenDas Buch ist sehr berührend und für mich eine der besten Entdeckungen in diesem Frühjahr. Es erzählt die Geschichte zum Ende des Zweiten Weltkrieges und des Beginns des Friedens danach aus Sicht von unterschiedlichen Menschen, die unterschiedlich von dem Krieg betroffen waren. Das Besondere daran ist, dass alle Figuren sehr tiefgründig gezeichnet sind. Egal, ob sie Nazis waren oder Widerstandskämpfer, egal ob Deutsche, Engländer, Juden, Schotten oder was auch immer - keine dieser Figuren ist schwarz-weiß gezeichnet, sondern jede erklärt, warum die entsprechenden Handlungen kamen. Das macht das Buch besonders wertvoll und gelungen. Auch die Liebesgeschichten und das Ende sind überhaupt nicht kitschig, sondern sehr lebensecht. Von mir gibt es absolut eine Leseempfehlung
Krieg und Liebe
Maikäferjahre, Familienroman von Sarah Höflich, Ebook von dtvEin mitreißender Liebesroman über vier junge Menschen, die schmerzvoll begreifen müssen, dass Liebe, nicht alle Wunden heilt.Anni und Tristan sind Zwillinge und hängen sehr aneinander. Tristan ist Luftwaffenpilot bei der Wehrmacht. Bei einem Einsatz wurde erschwer verwundet und landet in englischer Kriegsgefangenschaft, dort lernt er die junge Krankenschwester Rosalie kennen. Die beiden verlieben sich doch ihre Verbindung ist durch ein Gesetz verboten.Anni wartet auf ihren Ehemann Fritz der an der Ostfront vermisst wird. Als Dresden ausgebombt wird begibt sie sich mit dem Jahrhundertgeiger, Adam, ein Halbjude, auf die Flucht in ein kleines Bergdorf, zu den Eltern ihres Mannes. Adam kümmert sich rührend um Anni und ihre kleine Tochter, denn er steht in der Schuld von Annis verstorbenen Vater, langsam verlieben sich Anni und Adam. Von ihren Schwiegereltern und dem gesamten Dorf wird die Verbindung nicht akzeptiert. Das Buch besteht aus 3 Teilen die sich in 49 Kapitel aufgliedern. Dazwischen immer wieder mit Monat und Jahreszahl markierte Nachrichten, die zum Geschehen passen. Die letzte Nachricht bezieht sich jedes Mal auf die Charaktere im Buch, das hat mir richtig gut gefallen, sehr geschickt gemacht.Das Buch beginnt mit einem Brief und schon da, hat es mich ins Geschehen gezogen, Lesefluss war unmittelbar vorhanden und ich habe die Geschichte an zwei Nachmittagen gelesen. Der Spannungsbogen ist sehr steil und zieht sich bis hin zu den letzten Seiten, überraschende Wendungen und unvorhersehbare Ereignisse beleben den Roman, selbst das Ende hat mich komplett überrascht. Die Erlebnisse von Tristan und wie es Anni ergeht, wechselt sich immer wieder ab. Durch die beiden Erzählstränge wird die Lesegeschwindigkeit gesteigert. Ich wollte nur noch wissen wie es weitergeht. Der Erzählstil ist flüssig und in der auktorialen Form, so ist der Leser immer ganz nah an den Charakteren dran. Englische Phrasen, Briefe und Liedtexte erscheinen kursiv, sind somit deutlich hervorgehoben. Die dazu zusammengestellte Playlist, ist wunderschön, sehr passend. Denn im Buch ist Musik ein großes Thema.Antisemitismus, Feindeshass, Kriegsgewinnler, Mut, Verzweiflung und Vorurteile sind große Themen im Buch. Diese Punkte machen den Roman emotional, es hat mich betroffen gemacht, mich aufgewühlt, ich habe mit den Charakteren mitgefiebert und mitgelitten. Anni, Adam, Tristan und Rosalie sind hervorragend charakterisiert, sie handeln stets authentisch und absolut nachvollziehbar. Ich habe des Öfteren Tränen zurückhalten müssen, das Werk hat mich tief berührt. Ich hätte noch ewig weiterlesen mögen. Auch abseits der Hauptfiguren gab es liebenswerte und tapfere Menschen, die mir gut gefallen haben. Erica, Dr. O ´Malley, Ferdl und viele mehr. Sehr tröstlich, dass es auch in Kriegszeiten immer wieder auch gute Menschen gab. Es war so schön, das Buch zu lesen, ich habe mich hervorragend unterhalten gefühlt. Dazu diese schönen Lieder der Playlist, es war ein Genuss. Ich kann die Lektüre nur empfehlen. Von mir dafür 5 Sterne.
Herzzerreißend
In diesem Roman geht es um die Lebensgeschichte von Anni und Tristan. Sie sind Zwillingsgeschwister. In den Jahren des zweiten Weltkrieges werden sie getrennt und jeder von den beiden erfährt sein eigenes Schicksal. Anni erwartet ein Kind, ihr Mann Fritz ist an der Ostfront stationiert, ihre Zukunft steht in den Sternen. Ihr Zwillingsbruder Tristan ist Pilot, sein Flugzeug ist plötzlich verschollen. Zum anderen lernen wir hier auch noch Adam Loewe kennen, er ist der sogenannte Jahrhundert Geiger. Annis Vater setzt sich sehr für den Halbjuden ein, allerdings bezahlt er dies dann auch noch mit seinem Leben. Die Geschichte von Tristan und Anni ist sehr tiefgreifend und man fragt sich hier wirklich, ob sie es schaffen werden und sich je wiedersehen können.Dieser Roman hat mich wirklich sehr bewegt. Der Autorin gelingt es meisterhaft, die geschichtlichen Hintergrunde und Emotionen der Beteiligten zu verknüpfen. Die Protagonisten sind liebevoll ausgearbeitet, hinter jeder Person steht ein eigenes Schicksal. Natürlich gab es auch in dieser Zeit sehr boshafte Menschen, die sich wahrscheinlich nie ändern werden. Ansichten, die man lieber ablegen sollte, damit so etwas wie im 2 Weltkrieg nie wieder geschieht. Wer historische Romane die in der Zeit des Zweiten Weltkrieges mag, ist hier bestens aufgehoben. Ich persönlich fand diesen Roman total fantastisch, obwohl die Handlung doch ehr traurig ist.
Volltreffer
Wir schreiben Dresden 1944. Kurz vor der großen Bombadierung. Der Geiger Gottlieb Baumgartner iversucht seinem Halbjüdischen Kollegen Adam Loewe beizustehen, damit er nicht deportiert wird. Das ist aber lebensgefährlich. Und seine Frau findet die Nazis gar nicht so schlecht, also muss er auch zuhause vorsichtig sein. Dann fallen die Bomben und Gottliebs Tochter Anni flieht mit ihrem Baby aus der Stadt. Und nur Adam kann ihr bei der Flucht helfen.In einem zweiten Strang wird von Annis Bruder Tristan erzählt, der als Pilot abgeschossen wird und in Kriegsgefangenschaft gerät. Dieser ist hoffnungslos in eine junge Engländerin verliebt.Beide Handlungsstränge sind wahnsinnig spannend und emotional. Ich konnte mich gut in die Zeit hineinversetzen, musste immer wieder an die aktuellen Kriege und die Menschen denken, die das alles erdulden müssen. Wunderbare Darsteller, die mutig vorangehen und sich nicht unterkriegen lassen. Diese Autorin muss ich mir merken.
Bewegender Roman um Leid und Liebe
Bei DTV erscheint der historische Roman Maikäferjahre von Sarah Höflich. Im Jahr 1944 steht der Halbjude Adam Loewe auf einer Deportationsliste der Nazis. Das Ausnahmetalent gilt als Jahrhundertgeiger und sein Ausbilder Gottlieb Baumgartner, Annis Vater, entwirft einen gewagten Plan, um seinen Schützlings zu retten. Als die Engländer Dresden bombardieren, rettet sich Anni mit ihrem Baby in einen Luftschutzbunker, wo sie Adam trifft, gemeinsam flüchten sie aus der zerbombten Stadt. Annis Zwillingsbruder Tristan gerät während eines Fluges in ein Bombardement in Portsmouth, schwer verletzt landet er im Lazarett und verliebt sich in Rosalie. Diese Liebe und die Hoffnung, seine Schwester Anni wiederzusehen, geben ihm Kraft, um sein Leben zu kämpfen. Aber als feindlicher Soldat wird er nicht gern gesehen. Wie wird es den Geschwistern ergehen?Sarah Höflich umspannt in ihrem Roman eine Zeitspanne von Januar 1944 bis Sommer 1947 und beschreibt die schicksalshaften Jahre von Anni, Adam, Tristan und Rosalie.1945 liegt Dresden nach den Bombenangriffen in Schutt und Asche. Anni flieht mit ihrer Tochter und dem Halbjuden Adam nach Tirol, wo ihre Schwiegereltern leben. Von ihrem Mann Fritz fehlt jede Spur. Währenddessen entkommt ihr Zwillingsbruder Tristan als Kampfpilot knapp dem Tod und landet verletzt in englischer Kriegsgefangenschaft. Dort pflegt ihn die britische Krankenschwester Rosalie und beide verlieben sich ineinander - eine Liebe, die gesetzlich verboten ist und gegen den Willen von Rosalies Familie verstösst.Der Roman hat mich von Anfang an gepackt und mit den tragischen Schicksalen seiner Figuren gefesselt. Die Geschwister Anni und Tristan sind die Erzählenden, sie schreiben einander Briefe, ohne den Aufenthaltsort des anderen zu kennen. Die zeitliche Ebene ist klar umrissen, in den Kapitelüberschriften wird die Zeit genannt und in einer Art Übersicht werden die wichtigsten Punkte zur Situation im 2. Weltkrieg genannt, wodurch man die Auswirkungen auf Deutschland, England und Österreich erfährt. Die Handlung enthält dramatische Erlebnisse, so führt uns die Autorin das brennende Dresden vor Augen und lässt die zeitlichen Gegebenheiten und extremen Situationen der Kriegsfolgen sichtbar werden, die ihre Protagonisten am eigenen Leibe erfahren müssen. Es gibt spannende und dramatische Momente, die den Leser mitfiebern lassen, denn mehr als einmal kämpfen Anni, Tristan und Adam gegen Anfeindung und ums Überleben. Doch es gibt auch Hoffnung, denn über allem steht die Liebe, die sich gegen Hass, fehlende Menschlichkeit und Vorurteile zu beweisen versucht und die Aussicht auf das Glück in der Geschichte nicht erlöschen lässt. Sarah Höflich erzählt sehr klar, unterhaltsam und flüssig und lässt uns nah in die Gedanken und Gefühle ihrer Figuren eintauchen. Die Handlung entwickelt sich durch die vielschichtigen Charaktere sehr spannend, abwechslungsreich und wird nie langweilig. Dieser Roman beschreibt bewegend und eindrucksvoll über das Leid der Nachkriegszeit und macht deutlich, wie sehr Hass, Vergebung und die Kraft der Liebe Menschen entzweien oder verbinden. Ein bewegender, dramatischer, zeitbeschreibender und empfehlenswerter Roman, der die Folgen von Krieg, Flucht und Neuanfang sehr eindrucksvoll aufzeichnet.
Sehr berührend
Das Buch „Maikäferjahre“ ist ein sehr berührendes Buch. Die Geschwister Anni und Tristan werden durch den Krieg auseinander gerissen. Anni flieht mit ihrer Tochter und dem halbjüdischen Geiger Adam. Tristan der Luftwaffenpilot ist entkommt dem Tod nur knapp. Keiner der beiden weis ob sie sich jemals wieder sehen werden. Tristan verliebte sich in Kriegsgefangenschaft in Rosalia, eine Liebe die verboten ist . Die Geschichte ist in einem sehr klaren und einfachen Stil geschrieben . Das Buch lässt sich super lesen und den Leser in die Handlung eintauchen. Was mir gut gefallen hat ist der Wechsel pro Kapitel zwischen Anni und Tristan , die in unterschiedlichen Ländern ums überleben kämpfen . Die Handlung ist super berührend, spannend und emotional. Man kann sich sehr gut in die Handlung hineinversetzen. Der Roman erzählt das Leid der Nachkriegszeit sehr gut welchen Hass, Leid und Angst die Menschen ertragen mussten und dennoch an die Kraft der Liebe glaubten . Toller Roman sehr zu empfehlen
Spannend und berührend
Maikäferjahre ist mein erstes Buch von Sarah Höflich. Der historische Roman hat mich begeistert und tief berührt.Dresden, 1944: Anni lebt mit ihrer neugeborenen Tochter Clara bei ihren Eltern. Ihr Vater Gottlieb ist Violinist bei der Sächsischen Staatskapelle, der älteste Sohn Siegfried ist gefallen, Annis Zwillingsbruder Tristan und ihr Mann Fritz kämpfen beide an der Front. Gottlieb versteckt unter Einsatz seines Lebens den jungen halbjüdischen Geiger Adam Loewe. Im Februar 1945, als Dresden in einer Nacht fast vollständig zerbombt wird, schafft Anni es mit Adams Hilfe, dem Inferno zu entkommen. Mit der neun Monate alten Clara und Gottliebs Geige, einer Guarneri, brechen die Drei zu einer Odyssee durch das zerstörte Europa auf. „Amerikaner, Deutsche, Tschechen, Russen – sie alle verfolgten ihre eigenen Ziele. Und dazwischen mäanderten Millionen von Flüchtlingen unterschiedlichster Herkunft.“ (S. 165)Währenddessen stürzt Tristan mit seinem Flugzeug in England ab. Im Krankenhaus in Portsmouth verliebt er sich in die Krankenschwester Rosalie. Ihre Liebe stößt von allen Seiten auf Widerstand. Die Situation eskaliert, als Rosalies Bruder verwundet aus dem Krieg heimkehrt, er duldet keinen „kraut“ in seiner Familie. Doch Rosalie kämpft um ihre Liebe. Ihr Vater beschafft Tristan eine Anstellung auf der Isle of Wight, wo sich die beiden regelmäßig treffen können. Die Kapitel erzählen abwechselnd von Annis und Adams Reise von Dresden über Karlsbad, Bayreuth und München bis nach Tirol und Tristans Leben in Portsmouth und auf der Isle of Wight. Anni muss sich mehrfach sexueller Übergriffe erwehren, Adam wird mit Antisemitismus konfrontiert. Tristans Leben in England ist direkt nach Kriegsende von Deutschfeindlichkeit geprägt, was nicht verwunderlich ist. Es gibt nur wenige, die Tristan unterstützen, so wie Reverend Thomas: „Nur die Sieger, die fähig sind, ihre einstigen Feinde zu umarmen, haben ihren Sieg wirklich verdient.“ (S. 230) Maikäferjahre hat mich berührt und gefesselt, voller Spannung habe ich Annis und Adams und Tristans und Rosalies Geschichte verfolgt. Das Buch endet in Tirol mit einem überraschenden Twist, der nach einer Fortsetzung schreit. Von mir eine große Leseempfehlung für alle, nicht nur für Leser*innen von historischen Romanen.
Ein tiefgründiger, dramatischer Roman
„Maikäferjahre“ von Sarah Höflich ist ein bewegender und fesselnder Familienroman.Im Mittelpunkt stehen die Zwillinge Anni und Tristan, die eine tiefe geschwisterlichen Verbundenheit haben. Doch der Krieg reißt sie auseinander. 1945 flieht Anni gemeinsam mit ihrer kleinen Tochter und dem halbjüdischen Geiger Adam aus dem brennenden Dresden. Tristan, Luftwaffenpilot, entkommt dem Tod nur knapp. Beide Geschwister wissen nicht, ob sie sich jemals wiedersehen werden.In britischer Kriegsgefangenschaft verliebt sich Tristan in die Krankenschwester Rosalia, eine Liebe, die in einem Land ohne Akzeptanz und mit starken Vorurteilen auf viele Hindernisse trifft.Sarah Höflich erzählt diese Geschichte in einem angenehm klaren, einfachen Schreibstil, der es dem Leser leicht macht, tief in die Handlung einzutauchen. Die Kapitel wechseln zwischen den Perspektiven von Anni und Tristan, deren Leben sich in verschiedenen Ländern auf dramatisch unterschiedliche Weise entwickeln. Beide müssen ums Überleben kämpfen und entkommen dem Tod mehrfach nur knapp.Die Handlung ist gespickt mit spannenden, emotional aufgeladenen Momenten, in denen man mit den Figuren mitfiebert. Besonders beeindruckend ist die Vielschichtigkeit der Charaktere, einige sind einem sofort sympathisch und ans Herz gewachsen.Die Autorin bringt vor einzelnen Kapiteln bedeutende historische Ereignisse ein, was mir sehr gefallen hat.Der Roman thematisiert eindrucksvoll das Leid der Nachkriegszeit, erzählt von Hass, Vergebung, Hoffnung, Sehnsüchten und von der Kraft der Liebe.Ein tiefgründiger, dramatischer und empfehlenswerter Roman.
Highlight
Wie beginnt man ein neues Leben, wenn alle gegen dich sind? Eine Frage, mit der die Zwillinge Anni und Tristan täglich konfrontiert werden. In den letzten Kriegstagen befinden sich die Geschwister auf verschiedenen Seiten des Ozeans, ohne zu wissen, ob der Andere noch lebt. Anni verlässt das zerbombte Dresden und versucht, sich zu ihren Verwandten durchzuschlagen. An ihrer Seite ist der jüdische Geiger Adam. Währenddessen wird Pilot Tristan in England abgeschossen. Im Krankenhaus verliebt er sich in die Krankenschwester Rosalie. Sarah Höflich ist ein sehr berührender Roman gelungen. Wie geht es weiter, wenn ein Krieg vorbei ist? Sind die harten Jahre plötzlich vorbei? „Maikäferjahre“ schildert eindrücklich, dass auch, wenn die Waffen niedergelegt sind, trotzdem noch eine Menge Hass und Feindschaft besteht. Tristan ist einfach nur ein junger, verwundeter Mann, der in seiner dunkelsten Stunde seine große Liebe getroffen hat. Doch die Engländer begegnen dem Deutschen aus verständlichen Gründen mit Ablehnung und Wut. Die Beziehung mit Rosalie wird zur Zerreißprobe. Auch Anni und Adam sehen sich mit Anfeindungen konfrontiert. Zu tief hat sich der Judenhass in den Köpfen der Menschen verankert. Sarah Höflich beschreibt eindringlich und realistisch die schweren Zeiten nach Kriegsende und den Wunsch der Menschen, irgendwo anzukommen, da die Heimat zerstört ist. Trotz all der Widrigkeiten versprüht das Buch auch eine Menge Hoffnung, denn Anni, Adam, Tristan und Rosalie treffen immer wieder auf Menschen, die sie unterstützen und sie in ihrem Glauben daran, dass alles gut werden könnte, bestätigen. Die beiden Liebesgeschichten sind mit viel Fingerspitzengefühl erzählt. Man spürt die Emotionen, ohne dass es dabei kitschig wird. Auch der Aufbau des Buches hat mir gut gefallen. Am Anfang eines jeden Kapitels gibt es einen Überblick über die politische Lage. Danach wird abwechselnd aus Sicht von Anni und Tristan erzählt. Mich haben die „Maikäferjahre“ von Anfang bis Ende in den Bann gezogen. Für mich war der Roman ein Highlight und ich bin froh, ihn gelesen zu haben.
Berührend, authentisch, emotional, dramatisch.
INHALT:Frühjahr 1945: Europa ist zerstört die Lage ist dramatisch. Ann flieht mit ihrer Tochter und dem halbjüdischen Geigenspieler Adam aus dem brennende Dresden. Sie sind auf der Suche nach Sicherheit. Ihr Zwillingsbruder Tristan war während des Krieges als Luftwaffenpilot eingesetzt und ist nur knapp dem Tod entronnen. Er befindet sich in britischer Gefangenschaft. Er war schwer verletzt und hat dich in die Krankenschwester Rosalie verliebt, muss aber mit heftigen Anfeindungen umgehen. Während all dieser schrecklichlichen Zeit hören die beiden Geschwister nie auf, sich Briefe zu schreiben. Und immer ist da diese verzweifelte Hoffnung, der jeweils andere möge noch am Leben sein.MEINE MEINUNG:Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an berührt und tief betroffen. Das es kein einfaches Buch wird, war mir von Anfang an klar. Aber dass ich so tief getroffen werde, hatte ich nicht erwartet. Die Autorin geht so sehr in die Tiefe und erzählt auf einer so lebendigen Art, dass es mich zu Tränen gerührt hat. Über all die Seiten hinweg ging der Kloss im Hals nicht weg und die Gänsehaut verschwand nicht. Aus verschiedenen Perspektiven wird die Geschichte erzählt und es gibt wirklich rührende Briefe die mir sehr zu Herzen gegangen sind. Ich war so nah an den Geschehnisse, sondern nah an den Charakteren und so nah an den Gefühlen und Gedanken. Es ist eine Geschichte von Hoffnung und Hoffnungslosigkeit, von Mut und Stärke, von Freundschaft und Familie, aber auch von Mutlosigkeit und Schicksalsschlägen. Die Historie wird hier detailverliebt und authentisch eingeflochten und miteinander verwoben. Ein berührende Roman, der bei mir die Tränen fließen hat lassen. FAZIT:Berührend, authentisch, emotional, dramatisch.
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