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Buch Maikäferjahre, Text Wie viel Schuld erträgt eine Liebe? Anni und Tristan: Im Leben getrennt, in Hoffnung vereint
Buch Maikäferjahre, Text Wie viel Schuld erträgt eine Liebe? Anni und Tristan: Im Leben getrennt, in Hoffnung vereint

Lesen Sie in die Leseprobe und lassen Sie sich von Sarah Höflichs berührendem Roman überzeugen

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Zitat von sonnenschein2016: Schon von der ersten Seite an entfaltete der Roman einen Sog, den man sich nicht entziehen kann.
Zitat von juma: Ein Roman, der sich mit der deutschen Geschichte und ihren tragischen Auswirkungen auf jeden einzelnen Menschen auseinandersetzt, und das in einer fesselnden und Mut machenden Art, die man selten findet.
Zitat von lillynils: Die Geschichte der Vier hat mich unheimlich berührt und ich habe die ganze Zeit mit ihnen mitgefühlt, gelitten und gefiebert.
Zitat von tochteralice: Ich habe das Buch nicht aus der Hand legen können, so haben mich Anni und Tristan bewegt! Als die letzte Seite ausgelesen war, war ich richtig traurig.
Zitat von lesemaus2021: Der Roman gleicht einer Achterbahnfahrt der Gefühle. Das Buch ist so unglaublich emotional und spannend, sodass man ständig den Drang verspürt, weiterlesen zu wollen.
Der Krieg ist vorbei – darf die Liebe beginnen?

Maikäferjahre

Ein mitreißender Liebesroman über vier junge Menschen, die schmerzvoll begreifen müssen, dass Liebe nicht alle Wunden heilt. Aber manche.

»Wir haben überlebt«, sagte Anni. »Das hat mit Schuld nichts zu tun.« Adam wiegte den Kopf. »Ich fürchte, in manchen Fällen schon.«

Frühjahr 1945, Europa ist zerstört. Anni flieht mit ihrer kleinen Tochter und dem halbjüdischen Geiger Adam aus dem brennenden Dresden, quer durch das besetzte Deutschland – auf der Suche nach einer sicheren Zuflucht. Im Tiroler Bergdorf bei Annis Schwiegereltern werden sie dann vor eine folgenreiche Entscheidung gestellt: Will Anni bleiben, muss Adam gehen.

Was kann Liebe leisten, was kann sie verzeihen? Eine Frage, die sich Anni & Adam, Tristan & Rosalie angesichts von Leid und Zerstörung stellen müssen.

Ihr geliebter Zwillingsbruder Tristan ist als junger Luftwaffenpilot nur knapp dem Tod entronnen und in englische Kriegsgefangenschaft geraten. Trotz schwerer Anfeindungen pflegt ihn die britische Krankenschwester Rosalie – es entsteht eine Liebe, die vom Gesetz verboten ist.

»Jeder Blick, jede Geste, jede verstohlene Berührung war ein Versprechen. Was sie taten, war streng verboten, das wussten sie beide.«

Zwei tragische Liebesgeschichten, ein historischer Roman voller großer Gefühle über das Verzeihen und die Unausweichlichkeit der Liebe, hoffnungsvoll und mitfühlend.

In den Wirren des Zweiten Weltkriegs getrennt, in Gedanken immer verbunden: Nie hören die Geschwister Anni und Tristan auf, sich Briefe zu schreiben – in der verzweifelten Hoffnung, der jeweils andere möge noch leben.

»Was Menschen im Angesicht von Zerstörung Großartiges leisten können – das fasziniert mich und gibt mir eine Zuversicht, die sich bei aller Tragik auch in meinem Roman widerspiegelt.« Sarah Höflich

Mit einer Playlist zum Buch - denn die Musik spielt in diesem gefühlvollen Roman eine Hauptrolle.

Bibliografische Daten

EUR 10,99 [DE]
ISBN : 978-3-423-44743-0
Erscheinungsdatum: 15.03.2025
2. Auflage
464 Seiten
Sprache: Deutsch
Autor*innenporträt

Sarah Höflich

Sarah Höflich, 1979 in Schleswig geboren, war schon als Kind fasziniert von Geschichten und Geschichte. Sie studierte Anglistik und ging als Fulbright-Stipendiatin in die USA, wo sie ihr Creative-Writing-Studium mit dem Master of Fine Arts abschloss. Viele Jahre arbeitete sie als Drehbuchautorin und Produzentin für die UFA, für die sie mehrere Fernsehserien realisiert hat. Letztes Jahr machte sie sich selbstständig. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in München.

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122 von 122 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.78 von 5 Sternen


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3 - 10 von 122 Leserstimme

sfritz am 25.05.2025 19:05 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Ergreifendes Nachkriegserleben

Das Buch von Sarah Höflich nimmt uns mit in die Zeit des Endes des Zweiten Weltkriegs und in die Nachkriegszeit. Die Handlung startet mit einer Dresdener Familie, deren Zwillinge Anni und Tristan die Hauptcharaktere des Buches bilden und deren Erlebnisse in parallelen Handlungssträngen sehr detailreich geschildert werden. Während Anni in Dresden ausgebombt wird, mit dem Verrat ihrer Mutter und dem Tod ihres Vaters klar kommen muss und sich letztendlich auf der Flucht zusammen mit ihrer gerade geborenen Tochter und genau dem Halbjuden, den ihr Vater retten wollte, befindet, ist Tristan als deutscher Jagdflieger über England abgestürzt und gerät in Kriegsgefangenschaft. Beide erfahren auf ihren Wegen unerwartet hilfreiche Unterstützung durch andere und finden die Liebe, dir, wo sie am wenigsten erwartet wurde. Gleichzeitig sehen sie sich großen Anfeindungen gegenüber. In Deutschland und Österreich ist der Hass gegen die Juden auch nach Kriegsende nicht verschwunden. In England ist die Abneigung gegen den ehemaligen Wehrmachtssoldaten immer wieder Grund für Angriffe auf Tristan selbst und die ihn unterstützenden Menschen. Die Geschichte zeigt uns sehr eindringlich und einfühlsam, wie die Menschen in Zeiten der Not sind. Da gibt es die, die nur an sich selbst denken und unter jedem Regime rechtzeitig ihr Schâfchen ins Trockene bringen. Dann diejenigen, die ein großes Herz haben und selbst unter Gefahr für ihr eigenes Leben anderen helfen. Es gibt diejenigen, die sich abwenden, diejenigen, die ihren Hass offen zeigen und diejenigen, die sich für Vergebung einsetzen. Letzteres ist etwas, was zu finden Tristan am Ende trotz aller schlimmen Erlebnisse gelingt, so dass er auch für sich selbst lernen kann, mit seiner Schuld Frieden zu schließen. Die Wege in diesem Buch sind holprig, schwer und gleichzeitig voller Liebe. Auch wenn am Ende scheinbar nicht jedes gefundene Glück vollkommen ist und sich Wege trennen, scheint mir nicht alles endgültig vorbei zu sein. Es bleibt ein Nachsinnen darüber, wie es vielleicht weiter gehen könnte. Wunderbar gelungen finde ich, wie sich am Ende die Handlungsstränge vereinen und die Zwillinge sich wieder sehen. Gewachsen an ihren Erlebnissen und mit ihren neuen Leben. Ein sehr emotional mitreißendes Buch, dass einen tief in die damalige Zeit eintauchen lässt. Eine unbedingte Empfehlung für alle, die sich für die Geschichte dieser Zeit interessieren und selbst einmal hineinfühlen wollen, wie es war, in den Umständen in dieser Zeit das eigene Überleben zu sichern.

readaholic am 23.05.2025 15:05 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Ein Roman, der unter die Haut geht

Das Buch beginnt im Kriegsjahr 1944. Längst glauben nur noch die Wenigsten an die Propaganda und den bevorstehenden Endsieg.Anni, die kurz vor der Geburt steht, lebt bei ihren Eltern in Dresden. Ihr Mann Fritz ist an der Front, ihr Zwillingsbruder Tristan fliegt Jagdbombereinsätze über England und wird abgeschossen. Er hat Glück und überlebt schwer verletzt. Gegen alle Wahrscheinlichkeit wird er in einem britischen Hospital gesundgepflegt. Er verdankt sein Leben einem wohlmeinenden schottischen Arzt, für den alle Leben gleich viel zählen, auch deutsche, und der jungen Krankenschwester Rosalie. Doch die beiden sind die Ausnahme, die meisten anderen bringen dem Deutschen Ablehnung und Hass entgegen. Rosalie und Tristan verlieben sich ineinander, sehr zum Entsetzen von Rosalies Familie.Anni bringt ihr Kind, Clara, zur Welt und erlebt kurz danach den Horror der Dresdener Bombennacht, als die ganze Stadt ein einziges Feuermeer wurde. Sie entkommt dem Inferno nur knapp mit Hilfe des halbjüdischen Geigers Adam, den Annis Vater vor den Nazis versteckt hatte. Gemeinsam begeben sie sich auf eine Odyssee auf der Suche nach einem sicheren Platz zum Leben. Sie landen in der Heimat von Annis Vater, Tirol, von wo auch ihr Ehemann Fritz stammt. Annis Schwiegereltern sind alles andere als begeistert, als Anni mit einem anderen Mann vor der Tür steht.„Maikäferjahre“ hat mir wirklich sehr gut gefallen. Anhand der Einzelschicksale erlebt man hautnah die Grausamkeit der Bombenangriffe und der anschließenden Flucht von Millionen von Menschen. Hass und Ablehnung, Liebe und Versöhnung treffen aufeinander. Ein emotional sehr aufwühlendes Buch, das unter die Haut geht. Absolute Leseempfehlung!

tian am 19.05.2025 19:05 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Emotionaler Roman

Ich war von dem Buch Maikäferjahre begeistert. Das Buch ist in verschiedene Kapitel (Jahren) aufgeteilt. Jedes Kapitel beginnt mit einer geschichtlichen Einordnung und einem Übergang in das kommende Kapitel. Dabei werden wechselseitig die Geschichte von den beiden Geschwisterteilen beschrieben. Das Buch ist so gut geschrieben, dass ich das Buch nicht weglegen konnte und wollte. Ohne viel zu verraten hat mich die Geschichten der Beiden sehr mitgenommen. Als Leser hat man mit den Protagonisten gelitten und sich gefreut. Ich würde mich freuen, wenn es von dem Buch eine Fortsetzung gibt. Die Autorin Sarah Höflich schreibt einen fiktiven Roman, aber der auch genauso stattgefunden haben könnte. Erst im laufe der Geschichte wird mir als Leser klar, was der Titel „Maikäferjahre“ mit dem Buch gemeinsam haben, welches wieder sehr emotional über das Buch erzählt wird.

magnolia-sieben am 19.05.2025 18:05 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Schicksalhafte Kriegs- und Nachkriegsjahre

Annis Maikäfer, wie sie Tristan liebevoll seit Kindertagen nennt, fliegt. Später dann nicht mehr. Er wird mit seiner Junkers JU 188 abgeschossen und gerät in Kriegsgefangenschaft. Vorher jedoch ist er im Lazarett, er wird schwer verletzt geborgen und ist nun in der Obhut von O’Malley, der nicht zwischen Freund und Feind unterscheidet - ein Arzt aus Leidenschaft, der schon auch kritisch beäugt wird. Und da ist die junge, britische Krankenschwester Rosalie, die für Tristans Pflege zuständig ist. Es funkt sofort zwischen den beiden, aus Zuneigung wird Liebe, eine verbotenen Liebe zu dem Feind. Gerade hat Anni noch den Feldpostbrief ihres Zwillingsbruders Tristan gelesen, als ihre kleine Clara auf die Welt drängt. Nach der Geburt leben Mutter und Tochter wieder bei Annis Eltern in Dresden. Die Baumgartners sind eine sehr musikalische Familie. Anni spielt Geige, ihr Vater Gottfried ist Violinist an der Semperoper wie auch der Halbjude Adam Loewe, der als Jahrhundertgeiger gilt. Nachdem Adam, der Jude, zu einem auswärtigen Arbeitseinsatz verpflichtet wird und nicht erscheint, stellt die Gestapo die Staatsoper auf den Kopf und auch bei der Familie Baumgartner erfolgt eine Durchsuchung, denn Gottlieb wird beschuldigt, ihn zu verstecken. Er wird verhaftet und später wieder freigelassen und doch ist er ein gebrochener Mann. Bald darauf wird Dresen bombardiert. Anni flieht mit ihrer kleinen Tochter, dabei trifft sie auf Adam. Gemeinsam versuchen sie, dem Inferno zu entkommen. In den zwei Handlungssträngen, die wechselseitig aus Annis und aus Tristans Sicht erzählt werden, stellt Sarah Höflich vier junge Leute in den Mittelpunkt – Anni und Adam, Tristan und Rosalie. Es sind die letzten Kriegsmonate und die Jahre danach, in den Köpfen der Menschen ist der Judenhass und die nationalsozialistische Ideologie noch fest verhaftet, Fremdenfeindlichkeit und die Feindseligkeit zwischen den Völkern ist allgegenwärtig. Es sind Schicksale, die so oder so ähnlich viele Familien durchleiden mussten. Und doch gab es auch die anderen, die selbstlos helfen, ohne nach der Nationalität zu fragen. Der Roman erzählt von Schuld und Verzweiflung, von Hoffnung und Hoffnungslosigkeit, von Liebe und Zuversicht und auch von der Zeit, die so manche Wunde heilt. Und trotz aller Gefahren und Unzulänglichkeiten ist es auch die Musik, die mit Vaters wertvoller Geige, einer Guarneri del Gesu, immer dabei ist. „Maikäferjahre“ ist ein wundervolles Buch, das mich tief berührt hat, das ich gerne gelesen habe und das ich sehr gerne weiterempfehle.

rolfi am 19.05.2025 10:05 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Toller Familienroman

Der Roman beginnt mit einem Brief von Tristan an seine verheiratete Zwillingsschwester Anni, die schwanger ist. Vater Gottlieb hat sich entschlossen, den Halbjuden und Jahrhundertgeiger Adam vor dem Konzentrationslager zu retten und riskiert sein eigenes Leben. Ihre Mutter, alter preußischer Adel, hat andere politische Ansichten. Als Dresden bombardiert wird, können sich Anni mit ihrer Tochter Clara und Adam im Luftschutzkeller retten. Tristan ist als Kampfpilot vor Portsmouth abgestürzt und wird von der Krankenschwester Rosalie gepflegt. Ich finde Bücher mit Zivilcourage sehr packend und da der Schreibstil von Sarah Höflich sehr eingehend ist, hat mich der Roman bis zum Ende gepackt. Der Autorin gelingt es meisterhaft, die historischen Hintergründe darzustellen, aber auch den Zusammenhalt bzw. die Anfeindungen der Menschen untereinander. Der Spannungsbogen über beide Erzählebenen wurde bis zum Schluss gehalten. Ich fühlte mich beim Lesen die ganze Zeit über mitten im Geschehen und habe mit den Hauptprotagonisten Tristan, Anni und Adam mitgelitten.Die Struktur des Buches und die im Anhang aufgeführte Musikliste mit QR-Code haben mir sehr gut gefallen.Fazit:Ich kann das Buch uneingeschränkt weiterempfehlen.

ginny am 17.05.2025 21:05 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Bewegende Nachkriegsgeschichte

„Maikäferjahre“ von Sarah Höflich ist ein bewegender Familienroman, der die Geschichte der Zwillingsgeschwister Anni und Tristan Baumgartner in den letzten Kriegsmonaten und den ersten Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg erzählt. Während Anni mit ihrer kleinen Tochter und dem halbjüdischen Geiger Adam aus dem brennenden Dresden flieht und sich auf eine gefährliche Reise durch das zerstörte Deutschland begibt, kämpft ihr Bruder Tristan als Pilot ums Überleben. Nach einem Abschuss über England wird Tristan schwer verletzt und gerät in britische Kriegsgefangenschaft, wo ihn die Krankenschwester Rosalie aufopferungsvoll pflegt.Die Geschichte wechselt zwischen den Perspektiven der Geschwister und zeigt eindrucksvoll, wie sie trotz aller Widrigkeiten Hoffnung und Menschlichkeit bewahren. Besonders gelungen finde ich die authentische Darstellung der historischen Umstände und die emotionalen Liebesgeschichten, die den Roman zu einem echten Leseerlebnis machen. Für mich war „Maikäferjahre“ ein absolutes Highlight und besonders spannend, berührend und atmosphärisch dicht erzählt. Ich vergebe die Bestnote: sehr gut! Dieses Buch ist eine klare Empfehlung für alle, die sich für Geschichte begeistern und bewegende Liebesgeschichten schätzen – ein großartiger Roman, der lange nachhallt.

hoppvor1 am 17.05.2025 16:05 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Berührend

Die Autorin Sarah Höflich erzählt in ihren neuen Buch "Maikäferjahre" über die Zwillinge Tristan und Anni, die in Dresden aufgewachsen sind. Während des 2.Weltkrieges werden sie voneinander getrennt.Nach der Bombardierung Dresdens flieht Anni mit ihrer kleinen Tochter und den halbjüdischen Adam zu ihren Schwiegereltern. Ihr Mann und ihr Bruder sind noch im Krieg.Ihr Zwillingsbruder Tristan ist Pilot und wird in England abgeschossen und überlebt. Dort kommt er in Kriegsgefangenschaft und im Lazarett verliebt er sich in eine Krankenschwester.Der Schreibstil ist sehr angenehm,es wird abwechselnd von Tristan und Anni erzählt, dies ist in einzelne Artikel unterteilt.Die Protoganisten sind mir sehr sympatisch und man ist gleich mittendrin und fühlt mit ihnen mit.Obwohl es eine sehr traurige Handlung hat und das Ende noch Fragen offen lässt, habe ich es sehr gern gelesen.

hoelzchen am 15.05.2025 14:05 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Wege zum Glück

Dresden 1945, der 2. Weltkrieg tobt in den letzten Zügen. Tristan wird als Jagdbomber abgeschossen und gerät in England in Kriegsgefangenschaft. Dort lernt er die Krankenschwester Rosie kennen. Für beide ist es Liebe auf dem ersten Blick. Doch eine Beziehung zwischen einem deutschen Soldaten und einer Engländerin wird nicht akzeptiert und die beiden haben mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen. Zeitglich muss Tristans Zwillingsschwester Anni mit ihrer kleinen Tochter Clara aus Dresden fliehen. Dresden ist im Bombenhagel völlig zerstört worden. An ihrer Seite, der Halbjude Adam. Dieser wurde von Annis verstorbenen Vater versteckt. So konnte der dem Naziregime entkommen. Seite an Seite kämpfen sich die drei zu Fuß durch Europa. Annis Erinnerungen an ihren vermissten Mann Fritz verblassen und Adam wird für sie mehr als nur ein Wegbegleiter. Auch die Hoffnung auf ein Wiedersehen mit Tristan gibt sie in all den Monaten nicht auf, denn als ihr Zwillingsbruder, verbindet die beiden eine ganz besondere Beziehung.Was für ein berührender Roman, der uns Hoffnung gibt, dass es auch in aussichtslosen Situationen einen Weg zum Glück geben kann. Unterhaltungsromane zum Thema 2. Weltkrieg und Flucht gibt es viele und ich habe auch schon einige gelesen, aber in diesem, hat sich die Autorin Sarah Höflich einem ganz besonderen Thema gewidmet. Sie greift die Situation deutscher Kriegsgefangener in England auf. Die Zahl dürfte nicht gering gewesen sein, aber viel zu wenig wird über sie geschrieben. Sarah Höflich gibt ihnen mit Tristan eine Stimme. Und dann sind da noch die Millionen von Menschen, die sich nach Kriegsende durch Europa bewegen. So wie Anni und Adam, sie stehen für viele, die ähnliches durchmachen mussten. Dieser Roman ist so abwechslungsreich geschrieben, dass ich die 464 Seiten schnell durchgelesen hatte. Sofort stellte sich ein Lesefluss ein und die Autorin schafft es, sofort eine Nähe zu den Protagonisten herzustellen. Die unterschiedlichen Lebensläufe von Tristan und Anni werden abwechselnd erzählt und ich fieberte mit, wie die Ereignisse sich entwickeln würden. Ein klassisches Happy End gibt es nicht, aber braucht es das? Ist es so nicht viel realistischer? Allerdings gibt der letzte Satz Hoffnung auf eine Fortsetzung, denn vielleicht ist die Geschichte noch nicht auserzählt. Mir gefällt dieser Roman sehr gut und für die Leserschaft von historischen Romanen ist er eine Bereicherung.

jille am 15.05.2025 09:05 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Bewegender Roman

"Maikäferjahre" von Sarah Höflich ist ein bewegender historischer Familienroman, der im Frühjahr 1945 einsetzt. Im Mittelpunkt stehen die Zwillinge Anni und Tristan, deren Lebenswege durch Krieg, Flucht und gesellschaftliche Ausgrenzung geprägt sind. Anni flieht mit ihrer Tochter und dem halbjüdischen Geiger Adam aus dem zerstörten Dresden und muss sich in Tirol zwischen Liebe und Anpassung entscheiden. Ihr Bruder Tristan erlebt in englischer Kriegsgefangenschaft eine verbotene Liebe zur Krankenschwester Rosalie.Der Roman überzeugt durch einen flüssigen, mitreißenden Schreibstil und vielschichtige, authentische Charaktere. Die wechselnden Perspektiven und Rückblenden sorgen für Spannung und Tiefe. Besonders eindrucksvoll ist die Darstellung der emotionalen und gesellschaftlichen Herausforderungen der Nachkriegszeit. 

laudibooks_ am 14.05.2025 20:05 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Liebe überlebt selbst dort, wo alles andere zerbricht!

Darum geht es:Frühjahr 1945: Europa ist vom Krieg gezeichnet. Anni flieht mit ihrer kleinen Tochter und dem halbjüdischen Geiger Adam aus dem brennenden Dresden. Auf ihrer gefährlichen Reise durch das zerstörte Deutschland suchen sie einen Ort der Sicherheit. Schließlich finden sie Unterschlupf bei Annis Schwiegereltern in einem abgelegenen Tiroler Bergdorf. Dort werden sie vor eine schmerzhafte Entscheidung gestellt. Anni darf nur bleiben, wenn Adam geht.Zur gleichen Zeit kämpft Annis Zwillingsbruder Tristan ums Überleben. Als junger Luftwaffenpilot gerät er nach einem Absturz in die britische Kriegsgefangenschaft. Dort begegnet er Rosalie, einer einfühlsamen Krankenschwester. Trotz gesellschaftlicher Konventionen und gesetzlicher Verbote entsteht zwischen den beiden eine tiefe, verbotene Liebe.Mein Leseeindruck:Die Autorin Sarah Höflich hat mit einer wundervollen sprachlichen Feinfühligkeit und einer berührenden Intensität einen emotionalen historischen Liebesroman zu Papier gebracht. Sie versteht es meisterhaft, das Grauen des Krieges mit zarten Momenten der Nähe zu durchbrechen. Selbst die furchtbaren Szenen bekommen in der Geschichte eine würdige Form. Die inneren Kämpfe der Protagonisten, ihre Zweifel, ihre unerschütterliche Sehnsucht - all das ist mit großer Empathie erzählt. Und immer wieder habe ich mir diese eine Frage gestellt: Was vermag Liebe wirklich in Zeiten der Zerstörung? Die Briefe zwischen den Zwillingen Anni und Tristan sind ein emotionaler Anker in dem Roman. Sie geben Hoffnung und eine Tiefe, die lange nachwirkt. Ich hoffe sehr auf eine Fortsetzung.Fazit:4,5/5 Sterne! Zwei berührende Liebesgeschichten verweben sich in diesem Roman mit den Themen Schuld, Hoffnung und Vergebung. Liebe überlebt selbst dort, wo alles andere zerbricht!

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Die beiden Liebesgeschichten, die nicht sein dürfen, tragen einen wie mit Zauberband durch den Roman.... ›Maikäferjahre‹ wird Sie weiter begleiten, auch wenn sie den letzten Satz gelesen haben. mehr weniger

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Vier junge Menschen stellen sich in einer dunklen Zeit die Frage, was Liebe verzeihen kann. Mitreiße...nd – und aktueller denn je! mehr weniger

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