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»Die einzige Möglichkeit, etwas vom Leben zu haben, ist, sich hineinzuwerfen.«

Man vergisst nicht, wie man schwimmt

Der SPIEGEL-Bestseller von Christian Huber – jetzt als Taschenbuch!

  • Christian Huber ist ein eindrucksvoller Erzähler – sein Roman vibriert vor Leben, dem Aufbruchswillen und der Melancholie der Jugend und dem Zauber eines endlosen Sommertags
  • Die Geschichte eines Außenseiters, der durch die Liebe erkennt, dass nur das Hier und Jetzt zählt

Eine Freundschaft, eine Liebe und ein Tod – am letzten Tag des Sommers verändert sich das Leben eines Jungen in der bayrischen Provinz für immer.

31. August 1999. Sengende Hitze liegt über Bodenstein, dem Heimatkaff des 15-jährigen Pascal. Es sind die großen Ferien, und eigentlich könnte der Junge den Sommer genießen. Den Skatepark. Die Partys der Oberstufler. Das Freibad mit den besten Pommes des Planeten. Doch seit er nicht mehr schwimmen kann, mag Pascal den Sommer nicht mehr. Warum das so ist, das kann er nicht erzählen. Ebenso wenig, wieso ihn alle Krüger nennen. Und erst recht nicht, warum er sich unter keinen Umständen verlieben darf. Lieber träumt er vor sich hin und schreibt Geschichten. Dann kracht Jacky in seine Welt. Ein geheimnisvolles Mädchen aus dem Zirkus. Mit roten Haaren, wasserblauen Augen und keiner Angst vor nichts. Zusammen verbringen sie einen flirrenden, letzten Sommertag, der alles für immer verändert ...

»Ein Buch, das so besonders ist. (...) Eine leise Melancholie durchzieht diesen Roman. (...) Christian Huber will den Leser mitnehmen in die eigene Jugend. Ihn noch einmal fühlen lassen, wie es mit 15 war, als man keine Ahnung hatte, wo es langgehen sollte, sich dennoch auf den Weg machte und so tat, als hätte man keine Angst vor nichts.« Christine Westermann ― stern 

Bibliografische Daten

EUR 13,00 [DE] – EUR 13,40 [AT]
ISBN : 978-3-423-21856-6
Erscheinungsdatum: 20.04.2023
13. Auflage
416 Seiten
Format : 12,2 x 19,1 cm
Sprache: Deutsch
Autor*innenporträt

Christian Huber

Christian Huber, geboren in Regensburg, schreibt für Print, Online, Fernsehen und die Bühne. Mit dem Team von Jan Böhmermanns »Neo Magazin Royale« wurde er u. a. für die Goldene Kamera und den Deutschen Comedypreis nominiert. Sein Podcast »Gefühlte Fakten« zählt zu den beliebtesten Deutschlands. Sein Roman »Man vergisst nicht, wie man schwimmt« eroberte sofort die Bestsellerlisten. Der Autor lebt in Bayern.

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118 von 118 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.65 von 5 Sternen


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5 - 10 von 118 Leserstimme

bücherfreund54 am 01.04.2022 12:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Unbedingte Leseempfehlung

Nach Benedict Wells „Hard Land“ und Ewald Arenz‘ „Der große Sommer“ legt nun Christian Huber mit „Man vergisst nicht, wie man schwimmt“ einen weiteren großen Coming-of-age -Roman vor. Und es fehlt nichts, was zu diesem Genre gehört: Das Zeitkolorit (hier die 90er Jahre) und die Themen Außenseiter, Freundschaft, erste Liebe. Gleich zu Beginn des Romans werden die Themen in aller Kürze angedeutet:Damals, an diesem 31. August 1999. Da sind wir.Jacky. Viktor. Ich.Eine Freundschaft.Eine Liebe.Und ein Tod.Und das ist die Geschichte.Huber bereitet diese Themen auf sehr spannende Weise auf. Pascal, von allen Krüger genannt, hat in seiner Jugend ein traumatisches Erlebnis, das dem Leser angedeutet, über das er aber erst im Verlaufe der Handlung aufgeklärt wird, dramaturgisch geschickt im Zusammenhang mit Pascals erstem Liebeserlebnis. Seine Freundschaft mit Viktor wird auf eine harte Bewährungsprobe gestellt und auch die Beziehung zu Jacky ist großen Belastungen ausgesetzt. Wenngleich die äußere Handlung zuweilen etwas unrealistisch wirkt: die Probleme der Jugendlichen sind nachvollziehbar, aus dem Leben gegriffen.Für jeden Romanschreiber stellt sich das Problem, ein befriedigendes Ende zu finden (der erwachsene Pascal ist Schriftsteller und hat bei seinem neuesten Roman genau dieses Problem, wie der Leser im Epilog erfährt). Huber ist es überzeugend gelungen, dieses Problem zu lösen. Der Romantitel „Man vergisst nicht, wie man schwimmt“ deutet ein optimistisches Ende an, aber es ist durchaus vielschichtig, mehrdeutig.Unbedingte Leseempfehlung!

Michael am 01.04.2022 10:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Unbedingte Leseempfehlung

Nach Benedict Wells „Hard Land“ und Ewald Arenz‘ „Der große Sommer“ legt nun Christian Huber mit „Man vergisst nicht, wie man schwimmt“ einen weiteren großen Coming-of-age -Roman vor. Und es fehlt nichts, was zu diesem Genre gehört: Das Zeitkolorit (hier die 90er Jahre) und die Themen Außenseiter, Freundschaft, erste Liebe.
Gleich zu Beginn des Romans werden die Themen in aller Kürze angedeutet:

Damals, an diesem 31. August 1999. Da sind wir.
Jacky. Viktor. Ich.
Eine Freundschaft.
Eine Liebe.
Und ein Tod.
Und das ist die Geschichte.

Huber bereitet diese Themen auf sehr spannende Weise auf. Pascal, von allen Krüger genannt, hat in seiner Jugend ein traumatisches Erlebnis, das dem Leser angedeutet, über das er aber erst im Verlaufe der Handlung aufgeklärt wird, dramaturgisch geschickt im Zusammenhang mit Pascals erstem Liebeserlebnis. Seine Freundschaft mit Viktor wird auf eine harte Bewährungsprobe gestellt und auch die Beziehung zu Jacky ist großen Belastungen ausgesetzt. Wenngleich die äußere Handlung zuweilen etwas unrealistisch wirkt: die Probleme der Jugendlichen sind nachvollziehbar, aus dem Leben gegriffen.
Für jeden Romanschreiber stellt sich das Problem, ein befriedigendes Ende zu finden (der erwachsene Pascal ist Schriftsteller und hat bei seinem neuesten Roman genau dieses Problem, wie der Leser im Epilog erfährt). Huber ist es überzeugend gelungen, dieses Problem zu lösen. Der Romantitel „Man vergisst nicht, wie man schwimmt“ deutet ein optimistisches Ende an, aber es ist durchaus vielschichtig, mehrdeutig.
Unbedingte Leseempfehlung!

me.kristin am 30.03.2022 13:03 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Viel Überraschung und Nostalgie

Ich muss sagen, dass ich mich auf "Man vergisst nicht, wie man schwimmt" von Christian Huber sehr gefreut habe, da ich den Autor durch seine Bücher und seinen Podcast schon länger verfolge und seinen Output stets gut finde. Dementsprechend hoch waren auch meine Erwartungen an dieses Buch, die - das kann ich schon verraten - nicht enttäuscht wurden.Das Cover wirkt auf den ersten Blick recht schlicht, trifft aber genau den Zeitgeist der Handlung und versetzt den Leser in die passende Stimmung für dieses Buch: Nostalgie pur!Ich möchte zum Inhalt gar nicht zu viel sagen, um nichts zu verraten. Der Protagonist Pascal ist 15 Jahre und die Handlung spielt an nur einem Tag in den 90er Jahren. In diesen 24 Stunden passiert Vieles. Das meiste davon ist Überraschend und es gibt bis zum Schluss einige spannende Wendungen. Der Schreibstil ist dabei toll gewählt. Zum einen kann man sich genau in die Situationen hineinversetzen und hat sie teilweise bildlich vor sich. Zum anderen kann man als Leser nur so über die Seiten "fliegen" und verschlingt "Man vergisst nicht, wie man schwimmt" dadurch grade zu. Eine letzte Überraschung wartete auf den letzten Seiten des Buches auf mich. Diese haben mich emotional mehr berührt, als ich gedacht hätte.Insgesamt ein sehr lesenswerter Roman - nicht nur für Sommermonate.

elfriede1984 am 29.03.2022 21:03 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Oh, wie ist das schön..

..eine kleine Zeitreise in die Vergangenheit zu machen.Im Jahr 1999 war ich gleich alt wie der Hauptprotagonist der Geschichte. Das hat es mir sehr leicht gemacht, zu verstehen und nachzuempfinden, wie Pascal sich fühlt und in welcher Welt er lebt, da ich die Zeit damals selbst ähnlich erlebt habe. Natürlich war meine Geschichte eine ganz andere. Ich habe keine Zirkusmädchen getroffen, hatte aber auch ein Notiz- / Tagebuch, in das ich alle meine Gedanken geschrieben habe (und das auf keinen Fall jemals jemand lesen darf *peinlo*).Die Geschichte in diesem Buch spielt an nur einem Tag, was mir sehr gut gefallen hat. Das hat es irgendwie kurzweilig gemacht, obwohl vergleichsweise viel passiert im Leben des 15-Jährigen, der sich eigentlich "auf keinen Fall verlieben darf". Zudem hat er ein Geheimnis, welches der Grund dafür ist, dass er nicht mehr schwimmen kann, was ziemlich nervt an so einem heißen Sommertag, wie dem 31.08.1999. Was dieses Geheimnis ist, wird erst ziemlich am Ende des Buches aufgeklärt, was für mich immer eine gewisse Spannung in das Ganze gebracht hat.

petral. am 26.03.2022 20:03 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

schöne Zeitreise in die 90er

Der 15-jährige Pascal,von allen nur "Krüger" genannt, hasst den Sommer, seitdem er nicht mehr schwimmen kann. Früher war er mal ein super Schwimmer und warum er das inzwischen nicht mehr kann, das ist sein größtes Geheimnis. Und dieses Geheimnis ist auch der Grund, warum er seinen Spitznamen bekommen hat. Und warum er sich unter keinen Umständen verlieben darf. Seine gesamte Freizeit verbringt er mit seinem besten und eigentlich auch einzigem Freund Viktor, entweder daheim bei Videospielen oder im Skaterpark. Außerdem schreibt Pascal alle seine Gedanken in ein Notizbuch, das er ständig bei sich trägt und sogar sein Geheimnis hat er seinem Notizbuch schon anvertraut.Und nun ist der 31. August 1999, der letzte Tag eines total heißen Sommers. Der Tag beginnt zunächst vollig normal, also für Krüger eher langweilig und unspektakulär. Dann treffen er und Viktor auf Jacky, ein geheimnisvolles Mädchen aus dem Zirkus, der gerade in ihrem Heimatkaff Bodenstein gastiert. Jacky mit ihrem roten Haar und den wasserblauen Augen, bringt das Leben von Viktor völlig durcheinander und seinen Vorsatz, sich unter keinen Umständen zu verlieben, ist auch gar nicht mehr so leicht einzuhalten.Viktor, Pascal und Jacky verbringen diesen einen Sommertag gemeinsam und am Ende ist für Viktor nichts mehr, wie es einmal war.Mir hat das Buch "Man vergisst nicht wie man schwimmt" sehr gut gefallen. Ich habe zwar eine Weile gebraucht, bis ich ganz in der Geschichte drin war, aber dann wollte ich das Buch nicht wieder weglegen und es war sehr spannend und hat mir viel Spaß gemacht, Krüger, Viktor und Jacky diesen einen Tag zu begleiten und selbst wieder eine Art Zeitreise zurück in die 90er machen zu können. Krügers Geheimnis erst ziemlich am Ende zu erfahren, hat das Lesen richtig spannend gemacht und man konnte richtig mitfühlen, als er es endlich schafft, sein großes Geheimnis mit jemandem zu teilen.Ein wirklich schönes, emotionales Buch, das ich auf jeden Fall empfehlen kann.

erikalorett am 26.03.2022 09:03 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Freischwimmer

Mich hat bereits das Cover angesprochen, die Farben, das Bild erinnern an Sommer und die Leichtigkeit, die die Jugend mit sich bringt.Im Buch "Man vergisst nicht, wie man schwimmt" wird man in die 90er Jahre zurück versetzt.Wenn man selbst in dieser Zeit unter 20 war, ist das wie eine eigene kleine Reise in die spannende Zeit des Erwachsenwerdens. Die Freiheit, die man in Sommerferien spürte, abends lange bei mildem Wetter draussen sein, ohne große Verfplichtungen.Krüger (Pascal) geht es genauso, er weiß nicht so viel mit sich anzufangen, hängt herum, schläft viel und verschwendet seine Tage.Er geht nicht mehr schwimmen, was ihm den Sommer auch sehr schwer macht. Warum er nicht schwimmt bleibt zunächst sein Geheimnis.Pascal schreibt Geschichten, auch dies behält er lieber für sich.So geht die Zeit zäh dahin.Zumindest so lange, bis er ein Mädchen trifft. jacky ist wild und mutig und absolut furchtlos und reisst Pascal und seinen Freund Viktor mit.Die gesamte Geschichte spielt im Grunde an einem Tag.Das macht sie sehr intensiv und dicht.Es ist wie ein Zeitraffer des Erwachsenwerdens.Mir gefiel die Entwicklung von Krüger. Man konnte viele Gefühle dieses stillen Jungen gut nachempfinden.Mir gefiel die sehr schlichte, aber wunderschöne Sprache des Buches. Ein absolut lesenswertes Buch.

antjedomenic am 26.03.2022 07:03 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Erinnerungen pur

Auf dieses Buch freute ich mich sehr. Zudem habe ich es zusammen mit den passenden Goodies vom Verlag erhalten. Vielen lieben Dank noch einmal an den Verlag. Meine Bewertung wurde dadurch nicht beeinflusst.Ich freute mich auf eine kleine Reise in meine eigene Jugend, denn schon der Klappentext ließ es vermuten. Der Schreibstil vom Autor ist flüssig und ich musste das Buch wirklich immer mal wieder beiseite legen, dass ich es nicht direkt in einem Rutsch inhaliere.Immer wieder hat der Autor perfekt die Details der 90er mit ins Spiel gebracht. Das hat mir wirklich sehr gut gefallen. Die Figuren waren für mich perfekt ausgeschrieben und auch die Handlung. Vor allem Jacky habe ich ins Herz geschlossen und ihre Verwandlung im Laufe des Buches finde ich grandios.E sist 1999 und der letzte Tag im Sommer. Pascal trifft zum ersten Mal auf Jacky zusammen mit seinem Kumpel. Die weitere Geschichte der Beiden ist so gelungen. Immer mal wieder fühlt man sich versetzt in seine eigene Jugend. Warum Pascal den Namen krüger trägt und warum er nicht mehr schwimmen kann wird man im Laufe des Buches erfahren.Der Autor hat es geschafft mich von Seite 1 an zu fesseln. Ich habe das Buch wirklich ungern beendet und hätte auch noch mehr davon lesen können. Ich hoffe auf weitere Bücher des Autoren.Für mich ein Highlight und ich vergebe 5 Sterne.

lorireads am 24.03.2022 20:03 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Zeitreise in Romanform

Auf "Man vergisst nicht, wie man schwimmt" war ich allein schon deshalb so neugierig, weil Cover und Titel so interessant waren und so gut miteinander harmonierten. Auch der Klappentext klang spannend und ich war gespannt, ob das Buch selbst sich auch so gut in dieses Gesamtbild einfügt.Den Einstieg in die Geschichte fand ich toll. Der Schreibstil ist gut zu lesen und auch das Kennenlernen von Krüger fand ich spannend - und im Verlauf der Geschichte dann auch immer wieder die Einblicke in seine Gedankenwelt. Überzeugt haben mich aber vor allem die detaillierten Beschreibungen seiner Umgebung, seiner Gefühle, der Welt um ihn herum, die einen einfach aus der heutigen Zeit herausreißen und einen mühelos über 20 Jahre zurück katapultieren. Die Erzählungen machen einen als Leser total nostalgisch und geben einem wirklich das Gefühl, verstehen zu können wie sich das Leben damals für Krüger angefühlt hat. Das fand ich total faszinierend, weil ich mich teilweise selbst nicht mehr so richtig daran erinnern kann, wie sich das Leben für mich z.B. vor Corona angefühlt hat ;-)Leider hat sich die anfängliche Begeisterung für mich nicht durch das gesamte Buch gezogen. Es fing damit an, dass ich immer mal wieder über Rechtschreibfehler oder Sätze gestoplert bin, deren Satzbau verdreht war, so dass mein Lesefluss schon ab und zu gestört war. Gleichzeitig hatte das Buch so ab der Hälfte schon immer mal wieder Längen, ich fand es vor allem schwierig zu verstehen, wo die Geschichte hin will.Mit dem Ende des Buches ergab dann alles wieder mehr Sinn und meine Fragen haben sich aufgelöst. Die Geschichte kam mir dann in sich total stimmig vor und vor allem den Schluss fand ich sehr berührend. Dennoch war es zwischendurch alles nicht ganz so klar, weshalb das Buch dann doch einen Punkt Abzug von mir bekommt.Trotzdem handelt es sich um einen tollen Roman, der in einer ganz anderen Welt zu spielen scheint!

holdesschaf am 23.03.2022 13:03 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Summer of '99

Der fünfzehnjährige Pascal, der von allen nur Krüger genannt wird, mag den Sommer nicht, denn er kann nicht mehr schwimmen. Auch verlieben darf er sich niemals. Er verbringt die meiste Zeit mit Freund Victor: Abhängen, Playsi bei Müller Zocken und Pommes im Schwimmbad snacken. Doch eines Tages kollidiert seine Welt mit der von Zirkusmädchen Jacky, die ihn nach einem Ladendiebstahl anrempelt und den Rucksack mit seinen heimlich verfassten Geschichten auch gleich mitgehen lässt. Nachdem Victor und er Jacky vor der Polizei warnen, beschließen die drei, den letzten Tag des Sommers 1999 gemeinsam zu verbringen. Doch das bringt nicht nur Spaß, sondern große Gefühle und Gefahr mit sich.Das Buch hörte sich recht geheimnisvoll und spannend an. Und schon nach den ersten Kapiteln fand ich die Schreibweise des Autors sehr eingängig, wenn auch manchmal etwas sehr detailliert, was dafür sorgte dass es Längen gab. Aber es kam auch ein bisschen Sommergefühl auf und Erinnerungen an den Sommer 1999, was vor allem an äußeren Umständen lag, wie z. B. genannte Musiktitel, Playstationspiele und Markennamen. Auch das nahende Millenium wird erwähnt.Während man also sowas wie Nostalgie verspürt, taucht man mit der Hauptfigur Krüger (eigentlich Pascal) in die Geschichte ein. Als Protagonist ist Krüger sehr zurückhaltend, verletztlich, schüchtern und kommt selten aus sich heraus. So richtig kann man ihn und seine widerstreitenden Gefühle eigentlich nicht verstehen, denn er hat Geheimnisse, die dem Leser zwar immer wieder in Erinnerung gerufen, aber nicht erzählt werden. Nur bei seinem einzigen Freund Victor ist Krüger offener. Die Begegnung mit Jacky sorgt bei ihm gleichzeitig für Hoffnung, aber auch Angst gegenüber seinen aufkommenden Gefühlen für sie. Dies stellt für mich den Hauptstrang der Geschichte dar.Aber im Roman werden auch Elemente genutzt, die ich nicht so wirklich mit einer süddeutschen Kleinstadt in den Neunzigern verbinden konnte und die etwas zu übertrieben ausgefallen sind. Darunter die Hunnen, eine Marihuana vertickende, nicht ungefährliche Gruppierung und eine Party, die beide wie aus Hollywoodfilmen entsprungen wirkten. Das passte für mich dann nicht ganz zusammen. Stellenweise war es eben zu unrealistisch.Für den Spannungsbogen war die zeitweise Übertreibung aber sehr gewinnbringend, denn etwa ab der Hälfte konnte ich das Buch nicht mehr weglegen, weil eine bedrohliche Stimmung über allem lag und ich dauernd damit rechnete, dass noch etwas Schreckliches passieren wird. Zudem sind die zarten Gefühle, die sich zwischen Krüger und Jacky entwickeln einfach authentisch und wunderschön in die Geschichte eingewoben. Das Ende konnte mich vor allem in einem Punkt überraschen: wie gut der Autor mich an der Nase herumgeführt hatte ;-)Insgesamt 4 von 5 Sternen

bigz am 23.03.2022 01:03 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Was an einem Tag so alles passieren kann und am Ende ist man ein anderer

Der Sommer neigt sich dem Ende entgegen. Doch heute heißt es noch einmal, die Sonne genießen, ins Schwimmbad gehen und das weibliche Geschlecht in Gedanken und ganz praktisch vor Ort erobern. Doch nicht so für Pascal. Der 15-jährige, den alle nur Krüger nennen, der nicht mehr schwimmen geht und sich auch nicht verlieben darf, er ist sozusagen außen vor, wenn die anderen coolen Socken in seinem Alter sich am Wasser räckeln und den Mädchen beweisen wollen, was für tolle Hechte sie sind. Doch an diesem Morgen, noch fast im Halbschlaf, hat Pascal ein Gefühl. Dieser Tag könnte für seinen Freund Viktor und ihn 'was reißen'. Und tatsächlich, genauso kommt es dann auch. Als die beiden das Zirkusmädchen Jacky treffen, rothaarig und sehr geheimnisvoll, da beginnt er, der tollste ereignisreichste lustigste und schrägste Tag ihres bisherigen Lebens. Und was sie dabei alles erfahren. Das ist echt 'kompakter Stoff', mit jeder Menge Emotionen, die das Universum der Gefühlswelt Jugendlicher jenes Alters schon um einiges übersteigt und so auch irgendwie den Eintritt hin zum Erwachsensein bereitet.Ein Buch, das einen schon auf den ersten Seiten der Geschichte abholt. Voller Erwartung springt man auf auf diesen Zug, der ordentlich Fahrt aufnimmt und am Ende bekommt man dann auch noch einen Schluss präsentiert, der überrascht, aber sehr stimmig ist.Daumen hoch für diesen einzigartigen Sommertag, dieses Leseerlebnis mit Wohlfühlgarantie. Und eine ordentliche Portion Nostalgie findet sich auch noch im Gepäck. 15 war schließlich jeder einmal.

Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

Wer nach diesem Buch nicht wieder 15 sein will, hatte keine Jugend.

Mona Ameziane

Christian Huber katapultiert uns zurück in die Jugend. Der Roman des Sommers.

Tommi Schmitt

Münchner Merkur
Eine Geschichte, die vom Druck erzählt, ein Teenager zu sein, immer cool wirken zu wollen und den Er...wartungen anderer gerecht zu werden. mehr weniger

13.04.2022

Du fühlst dich beim Lesen gesehen. Einfach großartig.

Igor Levit

Liebe, Freundschaft, Flashbacks in die 90er, und dieses ´Geheimnis`, das mich fast waaaaahnsinnig ge...macht hat. Eine tolle Geschichte! mehr weniger

Ina Müller

Eine packende Geschichte vom Erwachsenwerden eines anderen, die einen mit jeder Seite tiefer in die ...eigene Vergangenheit zieht. mehr weniger

Louisa Dellert

BRF
"Man vergisst nicht, wie man schwimmt" von Christian Huber ist die Erinnerung an die Jugend der 90er... Jahre und eine Retrospektive des damaligen Soundtracks. mehr weniger

07.11.2022

Maxi
Über die Melancholie der Jugend und den Zauber eines endlsen Sommertags.

01.10.2022

Cosmopolitan
Voller Tatendrang und Melancholie der Jugend: Christian Huber schmeißt Leser*innen in "Man vergisst ...nicht, wie man schwimmt" ins kalte Wasser des Sommers. mehr weniger

01.09.2022

denglers-buchkritik.de
Die Geschichte sagt einem auch, lebe diesen einen Tag, als ob es keinen nächsten geben könnte.

Alex Dengler, 09.05.2022

buchsichten.de
Das Buch passt prima zum Sommer, lässt sich aber auch zu jeder anderen Zeit lesen. Gerne vergebe ich... eine Leseempfehlung. mehr weniger

Ingrid Eßer, 08.04.2022

aufeinbuch-literaturpodcast.de
Am Ende ist ›Man vergisst nicht, wie man schwimmt‹ eine Liebeserklärung an die Jugend und an das Jun...gsein, an die Liebe, den Wert von Freundschaft und auch den Wert des Schreibens und Erzählens, die mir persönlich außerordentlich viel Spaß gemacht hat. mehr weniger

04.04.2022