Vibrierendes Leben, der Aufbruchswillen und die Melancholie der Jugend und der Zauber eines endlosen Sommertags – Der Bestseller jetzt als Taschenbuch
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Man vergisst nicht, wie man schwimmt
Der SPIEGEL-Bestseller von Christian Huber – jetzt als Taschenbuch!
- Christian Huber ist ein eindrucksvoller Erzähler – sein Roman vibriert vor Leben, dem Aufbruchswillen und der Melancholie der Jugend und dem Zauber eines endlosen Sommertags
- Die Geschichte eines Außenseiters, der durch die Liebe erkennt, dass nur das Hier und Jetzt zählt
Eine Freundschaft, eine Liebe und ein Tod – am letzten Tag des Sommers verändert sich das Leben eines Jungen in der bayrischen Provinz für immer.
31. August 1999. Sengende Hitze liegt über Bodenstein, dem Heimatkaff des 15-jährigen Pascal. Es sind die großen Ferien, und eigentlich könnte der Junge den Sommer genießen. Den Skatepark. Die Partys der Oberstufler. Das Freibad mit den besten Pommes des Planeten. Doch seit er nicht mehr schwimmen kann, mag Pascal den Sommer nicht mehr. Warum das so ist, das kann er nicht erzählen. Ebenso wenig, wieso ihn alle Krüger nennen. Und erst recht nicht, warum er sich unter keinen Umständen verlieben darf. Lieber träumt er vor sich hin und schreibt Geschichten. Dann kracht Jacky in seine Welt. Ein geheimnisvolles Mädchen aus dem Zirkus. Mit roten Haaren, wasserblauen Augen und keiner Angst vor nichts. Zusammen verbringen sie einen flirrenden, letzten Sommertag, der alles für immer verändert ...
»Ein Buch, das so besonders ist. (...) Eine leise Melancholie durchzieht diesen Roman. (...) Christian Huber will den Leser mitnehmen in die eigene Jugend. Ihn noch einmal fühlen lassen, wie es mit 15 war, als man keine Ahnung hatte, wo es langgehen sollte, sich dennoch auf den Weg machte und so tat, als hätte man keine Angst vor nichts.« Christine Westermann ― stern
Bibliografische Daten
13. Auflage
Christian Huber
Christian Huber, geboren in Regensburg, schreibt für Print, Online, Fernsehen und die Bühne. Mit dem Team von Jan Böhmermanns »Neo Magazin Royale« wurde er u. a. für die Goldene Kamera und den Deutschen Comedypreis nominiert. Sein Podcast »Gefühlte Fakten« zählt zu den beliebtesten Deutschlands. Sein Roman »Man vergisst nicht, wie man schwimmt« eroberte sofort die Bestsellerlisten. Der Autor lebt in Bayern.
7 - 10 von 118 Leserstimme
Wunderbar warmherzig und spannend
Inhalt:Es ist der 31. August 1999. Pascal, von allen nur Krüger genannt, ist fünfzehn und hasst den Sommer. Weil er nicht mehr schwimmen kann. Weil keiner sein Geheimnis wissen darf. Und deshalb darf er sich auch nicht verlieben. Doch als das Zirkusmädchen Jacky in sein Leben kracht, ändert sich plötzlich alles …Meine Meinung:Was für ein toller All-Age-Roman! Er hat alles, was ein richtig gutes Buch braucht: eine aufwühlende Geschichte, sympathische Protagonist*innen, eine Freundschaft, eine Liebe, Spannung und sehr viel Gefühl. Christian Huber konnte mich mit seinem neuen Roman direkt in meine eigene Jugendzeit versetzen. Er schreibt so authentisch und bildhaft, dass man unweigerlich in der Zeit zurückgeworfen wird. Der Schreibstil ist jugendlich-flott und dynamisch. Man fliegt nur so durch die Seiten, immer hautnah neben dem Protagonisten Krüger.Der Hauptteil umfasst zwar nur einen einzigen Tag, aber der ist so angefüllt mit Leben, Gefühlen, Ängsten, Enttäuschungen und Hoffnungen, dass es einem vorkommt, als würde ein ganzes Leben erzählt. Die Charaktere machen an diesem einen Tag eine Wahnsinnsentwicklung durch. Rasant und doch glaubhaft, manchmal überraschend, aber stets nachvollziehbar. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für dieses warmherzige Buch über eine Freundschaft, eine Liebe und das Erwachsenwerden.
Stimmungsvoll
Ein heißer Augusttag. Drinnen drückende Hitze, draußen brennt die Sonne herunter. Perfekt für einen Tag im Freibad, Pommes, Eis, Sommergefühle. Doch Krüger darf nicht schwimmen. Und er darf sich nicht verlieben. Warum? Das ist das Geheimnis, dass dieses Buch spannend machen soll.Tatsächlich finde ich die Entwicklungen in dieser Geschichte immer wieder unrealistisch, übertrieben und doch relativ flach. Das Ende verpasst es einen befriedigenden Schlusspunkt zu setzen. Die Handlung zeigt für meinen Geschmack zu wenig eigene Kontur. Dasselbe gilt für die Figuren. Einige werden mir zu grob und hastig geformt. Diese Fassetten sind so minimalistisch wie das Cover. Das ist auf das wesentliche reduziert, aber durchbrochen von einem fotorealistischen, detaillierten Element.Dasselbe gilt für die Geschichte. Sie ist bei Handlung, Spannung und Figuren zurückgenommen. Gleichzeitig taucht sie an anderer Stelle, aber ganz tief ein. Das Buch schwankt extrem zwischen hastiger Nachlässigkeit und Detailverliebtheit. So nimmt es sich für die Atmosphäre sehr viel Zeit. Die Szenen werden vor dem inneren Auge lebendig, das Sommerfeeling ist greifbar, der 90er-Jahre-Charme spürbar. Da sich die Handlung nur über einen Tag erstreckt, sind die Beschreibungen entschleunigt und nehmen sich Zeit für Kleinigkeiten. Das gefällt mir sehr gut.Ich habe das Buch schnell gelesen, weil die Stimmung mit gepackt hatte. Ich fühlte mich an einen letzten heißen Augusttag in den Neunzigern zurück versetzt, ich empfand mit dem Protagonisten mit und habe gerne gelesen, wie die Geschichte sich entwickelt. Es ist das Gefühl und nicht die Spannung, die mir an diesem Buch gefällt. Das macht es für mich zur perfekten, leichten Sommerlektüre.
Ein Hoch auf diesen Sommertag
Ich habe extra die Podcast-Sonderfolge zur Veröffentlichung dieses Romans abgewartet, um meine endgültige Rezension abzugeben. An Alle interessierten: Hört beim Podcast "Gefühlte Fakten" Die Folge "CHRISTIANS NEUES BUCH SONDERFOLGE" an, falls ihr das noch nicht getan habt. Ihr werdet es nicht bereuen die Backgroundinformationen zum Buch zu bekommen. Ganz nebenbei gibt es da auch eine Leseprobe vorgetragen von Autor selbst.Und nun zu meiner Meinung zum Buch. Ich liebe es! Mit Abstand das beste Buch von Christian Huber. Eine so packende und berührende Geschichte die gleich auch eine Portion Nostalgie mitliefert. Der Schreibstil ist so flüssig, dass ich kaum gemerkt habe, wie ich durch die Kapitel gleite. Christian Huber schafft was viele andere gerne können würden: Jugendliche schreiben, ohne dabei unangenehm oder anbiedernd zu sein (oder cringe wie die coolen Kids jetzt sagen).Die Charaktere sind authentisch und wachsen einem beim Lesen einfach ans Herz.Cover und Gestaltung des Buches treffen meinen persönlichen Geschmack. Wer sich aber davon abschrecken lassen würde dem kann ich nur beipflichten dem Buch eine Change zu geben, denn es ist eure Zeit definitiv wert.
gelungen
Dieses Buch hat mich sehr sehr zum positiven überrascht., sowie auch das Cover das mir gut gefällt und der Schreibstil. Man versinkt regelrecht in diese Zeit hinein wo man selbst 15 Jahre alt war wie dieser Pascal der seine Sommerferien zuhause verbringt in einem kleinen Dorf in Bayern in dem eigentlich nix los ist, dazu noch die brütende Hitze ist das Freibad der einzige Ort zum abkühlen wenn er doch schwimmen könnte, warum er das nicht mehr kann, kann er gar nicht erzählen. Bis eines Sommertages Jacky in sein Leben platzt. Ein geheimnisvolles Mädchen aus dem Zirkus. Mit roten Haaren, wasserblauen Augen und keiner Angst vor nichts und niemanden. Zusammen verbringen sie einen flirrenden, letzten Sommertag, der alles für immer verändert. Ein herrlicher toller Sommeroman der einem zurück kapultiert in die eigene Jugend. Einfach lesenswert und träumen
Ein besonderer Sommertag
Ein Sommertag in den 90ern, zwei Jungen, ein besonderes Mädchen namens Jacky, Liebe, Freundschaft und Tod. Das Buch ist fantastisch geschrieben und versetzt einen durch kleine Anekdoten in die 90er Jahre. Die Handlung selbst spielt an einem einzigen Tag, dennoch hatte ich das Gefühl, Krüger viel länger als nur 24h zu kennen und zu begleiten. Besonders gut gefallen, hat mir die Playlist, die man nebenbei hören konnte, sowas liebe ich total! Krüger und Jacky sind faszinierende Protagonisten, die mehr ausmacht, als man auf den ersten Blick erkennen kann. Das Buch ist die Geschichte eines Abenteuers, berichtet aber auch von Mut, Freundschaft, Liebe und dem Übersichhinauswachsen. Es ist die Geschichte eines Sommers und einer Jugend, die man niemals zurückbekommt.Meiner Meinung nach ist "Man vergisst nicht wie man schwimmt" ein toller Coming-out-of-Age-Roman mit ganz vielen 90s Vibes für heiße Sommertage.Das Buch kann ich wärmstens weiterempfehlen.
Man vergisst nicht, wie man schwimmt - Ein Tag wie ein ganzes Leben.
Man vergisst nicht, wie man schwimmt, von Christina HuberCover:Ein bisschen unscheinbar, wobei der springende Junge schon Lebensfreude ausstrahlt.Inhalt:Der 31. August 1999.Der 15 jährige Krüger (ein Außenseiter) und sein bester Freund Viktor, treffen auf ein geheimnisvolles Mädchen vom Zirkus, und erleben eine Menge. Auch Krüger hat ein großes Geheimnis, das er nicht mal seinem besten Freund anvertrauen kann. Meine Meinung:Eine großartige Geschichte!Der Autor erzählt uns eine unglaubliche Geschichte, die sich an einem einzigen Tag abspielt.Alles wird so fantastisch authentisch erzählt, dass ich mich direkt bei den jeweiligen Protagonisten fühle. Es wird so spannend und emotional aufgebaut, dass ich das Buch ab der Mitte nicht mehr aus der Hand legen kann. Es gibt einige stellen, die mir direkt unter die Haut gehen.Mir gefällt der Schreibstil sehr gut. Dem Autor gelingt es hervorragend die widersprüchlichen Gefühle von Krüger zu beschreiben. Ich fühle regelrecht mit ihm. Er ist hin und her gerissen zwischen Kopf und Herz.Die Freundschaft mit all ihren Spannungen und Problemen wird gut beschrieben.Diese drei Sätze, sind eine Kernaussage des Buches und beschreiben es gut:Jedes Ende ist ein neuer Anfang.Ein Tag wie ein ganzes Leben. Unsere Narben machen uns zu dem was wir sind.Dann der Schluss: Es gibt ein bisschen ein offenes Ende (das ich eigentlich gar nicht mag) aber zum Glück kann man sich hier ganz leicht zum Happy End denken. (das ich nicht immer brauche, aber hier wünsche ich es mir sehr) .Autor:Christian Huber, geboren in Regensburg, zählt zu den beliebtesten Autoren Deutschlands, er lebt in Köln.Mein Fazit:Ein großartiges Buch. Ein großes Geheimnis, eine besondere Freundschaft und eine erste überwältigende Liebe.Von mir eine klare Lese und Kaufempfehlung und volle 5 Sterne.
Wie ein langer, warmer Sommertag
Es ist die Geschichte des 15-jährigen Pascal, die an einem einzigen Sommertag Ende der Neunziger Jahre erzählt wird. Doch die großen Sommerferien bedeuten für Pascal nicht nur das entspannte Herumstreunen mit Freunden. Neben Freibad-Pommes, zerknickten Lucky Strike Packungen in tiefhängenden Eastpak-Rucksäcken, bringen ein großes Geheimnis, das Verbot sich zu verlieben, Pascals wiederkehrende Schwermut und so manch andere Gefühlswirrungen Spannung in den Roman. Belohnt wird das Aushalten der Spannung mit einem schönen und gefühlsreichen Ende.Als Folgewerk seiner Bücher "Fruchtfliegendompteur", "7 Kilo in 3 Tagen" und der Fortsetzung "Alle anderen können einpacken", bleibt Christian Huber seinem interessanten und bunten Schreibstil treu. Durch die detaillierten Beschreibungen und der langsamen aber nicht langweiligen Erzählweise ist der Leser so sehr an diesem einen Tag beteiligt, wie es nur das Medium Buch schaffen kann. Die ausgiebige Beschreibung der Charaktere gepaart mit der spannenden Story verleiten den Leser mitzufiebern und sich die Auflösung des Geheimnisses herbeizusehnen. Nebenbei findet der Leser sich schnell in der eigenen Jugend wieder, besonders die Kinder und Jugendlichen der Neunziger Jahre werden gefühlstechnisch voll auf ihre Kosten kommen. Wer sich selber gerne an einem warmen Sommertag in seiner Jugend wiederfinden und dabei top unterhalten werden möchte: absolute Leseempfehlung!
Ein letzter besonderer Sommertag
MAN VERGISST NIE WIE MAN SCHWIMMT Christian Huber kenne ich bereits aus seinem gemeinsamen Podcast "Gefühlte Fakten" mit Tarkan Bagci. Den Podcast liebe ich. Umso mehr habe ich mich gefreut, als Huber erzählte, dass er ein neues Buch veröffentlicht. I N H A L T :Ein bayrisches Kaff am letzten Augusttag des Jahres 1999. Ein Tag der alles im Leben von Pascal, genannt Krüger, verändert. Er und sein bester Kumpel Viktor lernen ein Mädchen namens Jacky kennen. Anstatt den letzten Sommertag im Freibad zu genießen, muss sich Pascal seiner Vergangeneheit stellen, über sich hinauswachsen und darf sich auf keinen Fall verlieben. M E I N U N G :Ein Sommertag in den 90ern, zwei Jungen, ein besonderes Mädchen namens Jacky, Liebe Freundschaft und Tod. Kurzum das ist die Handlung. Immer wieder streut Huber 90er Anektoden in seine Geschichte ein, sodass der Vibe als Leser:in ankommt. Eastpak, Casio, Tony Hawk und Musik. Vor allem im ersten Teil sind die 90er sehr präsent, verlieren sich dennoch leider mit den Seiten des Buches. Trotzdem: es gab ein absolutes 90er Sommer -Feeling zwischen Pommes im Freibad der bayrischen Provinz und muffenden Kinderzimmern! Während des Lesens kann man die Playlist zum Buch hören, so etwas liebe ich! Zentral geht es um Pascal, der von allen Krüger genannt wird und den sehr plakativen Fragen danach, warum er nicht schwimmt, sich nicht verlieben darf und was ist mit seinem Brustkorb los? Immer wieder werden sehr deutlich Hinweise in die Richtung gestreut. Stilistisch hätte ich es mir etwas weniger nachdrücklich gewünscht. Mit etwas Nachdenken, kann man sich als Leser:in die Geschichte gut zusammenreimen. Dennoch ist die Handlung abenteurlich.Krüger mochte ich als Charakter sehr. Seine Unbeholfenheit ist typisch für einen 15 Jährigen. Einige Charaktere waren mir zu farblos bzw. zu schwarz/weiß gedacht. Dennoch ist es Unterhaltung pur, vielleicht nicht mit der aufregendsten und intensivsten Handlung, aber mit viel Liebe zum Detail, 90er Impressionen und vielen Schnipsingern. Ein absolutes Wohlfühl-Sommerbuch! Ein außergewöhnlicher Coming-out-of-Age-Roman mit vielen 90er Vibes und Sommerfeeling, der von dem letzten schwülen August-Tag dreier Jugendlicher erzählt. 90er Kids werden auf ihre Kosten kommen. Ein toller Unterhaltungsroman für heiße Sommertage mit kleinen Schwachstellen.
Was für ein Sommertag!
Der 15jährige Pascal verbringt die Sommerferien zuhause in Bodenstein, einem Ort, in dem nicht wirklich viel los ist. Dank der drückenden Hitze ist das Freibad so ziemlich der einzige Ort, an dem man sich etwas abkühlen kann – wenn man nur schwimmen würde. In diese unendlich langen und melancholischen Sommertage platzt jedoch auf einmal Jacky hinein und bringt Pascals Welt ganz schön ins Wanken.Als Leser darf man hier zurück in das Jahr 2019 reisen – und wenn man ungefähr das Alter des Autors hat, dann ist das eine richtige Zeitreise zurück in die eigene Jugend. Bei mir hatte das ja im Vorhinein für hohe Erwartungen gesorgt, aber Christian Huber hat das wirklich grandios hinbekommen. Aber auch die sommerliche Atmosphäre in dem beschaulichen Bodenstein und diese scheinbar nie endenden Sommerferien werden so geschickt als Leinwand für die Geschichte eingesetzt, dass man wirklich darin abtauchen konnte.Aber auch abgesehen von jeglicher Nostalgie konnte mich das Buch überzeugen. Mir haben insbesondere die eher ruhigeren, melancholischen Abschnitte gefallen, in denen man auch relativ viel Zeit in Pascals Kopf verbringt. Langweilig ist die Geschichte aber keinesfalls: Zum einen wird Pascals Vergangenheit nur sehr langsam enthüllt und zum anderen spitzen sich auch die Geschehnisse in der Gegenwart am Ende ganz schön zu und es wird richtig spannend. Der Showdown war mir dann vielleicht ein kleines bisschen zu viel, aber weiter schlimm war das nicht.Mich hat dieses Buch auf jeden Fall bestens unterhalten, und ich werde es sehr gerne weiterempfehlen - insbesondere all den Menschen, die Ende der 90er ebenfalls jung waren.
Der Krüger heißt jetzt wieder Pascal
Christian Huber erzählt in „Man vergißt nicht, wie man schwimmt“, wie ein Jugendlicher lernt, dass man nur im hier und jetzt leben kann. Christian Huber schenkte am 31.August 1999 dem apathischen Bodenstein alles, was es jahrelang verdöst hatte. Einen Zirkusbesuch, eine Schießerei, ein Diebstahl, eine große Sause, eine Cannabispflanzung, einen Colt aus dem späten 19. Jahrhundert und junge Liebende im Taumel zwischen Moos und Ast. Der Held des Romans heißt Krüger. Das ist Spitzname. Neben dem ins-Bett-verkriechen, dem langen Schlafen schützt ihn sein Notizbuch vor der Welt. Da trägt er ein, was ihm so durch die Rübe rauscht. Kurze Momentaufnahmen, Tagträumereien, die er in seiner Lage braucht, und natürlich Geschichten. Da kämpft er gegen einen Moloch, der in sein Zimmer eindringt. Aber das ist Krügers Geheimnis. Das verrät er niemanden, selbst seinem besten Freund Viktor nicht. Der könnte als Modell für die „Bravo“ posieren, trägt aber ganz dicke Brillengläser. Viktors Vater ist Lateinlehrer und Krügers Mutter geht putzen. Dass die Söhne trotzdem miteinander auskommen, dürfte heute, wo es Geringverdiener und fleißige Leute gibt, nicht mehr so leicht möglich sein. Aber der feine Unterschied treibt schon erste Blüten. Es war die Zeit als es mit Premium- und Designermarken losging, was Krüger auf der Party genau registrieren wird. Krüger und Viktor sind fünfzehn. noch nicht sechzehn. Also haben sie Troubles, an Alk ran zukommen. Habituelle Abwechslung bietet daher das Schwimmbad. Und hier verhält sich Krüger „übelst“. „Übelst“ stammt aus dem privaten Wortschatz der beiden. Es ist eben „verpicht“, einer Neuschöpfung, das Lieblingswort Viktors. „Verpicht“ entspricht = versemmelt, vergeigt, wie ältere Herren formulieren. Einschub zu Ende. „Übelst“ deshalb, da Krüger selbst im Schwimmbad zwei T-Shirts übereinander trägt und nie ins Wasser geht. Obgleich, gut schwimmen kann er, wie eine Urkunde in seinem Zimmer beweist. Bodenstein ist die Steigerung von langweilig und so gibt es nur nur noch den Müller-Markt, der noch etwas Abwechslung bietet. Da gibt es kostenlose Videospiele. Und jetzt kommt die Geschichte in Fahrt. Krüger sieht plötzlich rot blitzendes Haar davonrennen; dahinter einen laut brüllenden Filialleiter. Krüger verfolgt sofort das Mädchen. Ein kleiner Schnitt: Krüger im Gespräch mit einer alten, halbblinden Bildhauerin: (Huber schreibt „Steinmetzin“). Das Mädchen war in deren Betrieb gelaufen und Krüger hinterher. Die Frau rät ihm, zum Zirkus zu gehen. Dort könne er das Mädchen finden. Viktor und Krüger ab mit dem Fahrrad zum Zirkus. Die Flüchtige heißt Jacky, arbeitet beim Zirkus als Messerwerferin und hatte beim Müller ein Handy gemopst. Das war vor zwanzig Jahren ein erlesenes Prestigeobjekt für Jugendliche. Jacky ist lebenshungrig. Der letzte Sommertag in diesem Jahrtausend soll etwas Besonderes werden. Erst die Vorstellung, dann den Fluss hinab um die Haschplantage der „Hunnen“ zu finden, einer Bande die bei den Jugendlichen durch dicke Ärme und teure Autos imponiert. Und dann zur Party bei Ayala und Anna. Das sind die „Göttinnen“, zwei drei Jahre älter und aus guten Haus. Selbstverständlich sind Krüger und Victor nicht eingeladen. Und jetzt Vorhang auf für die Manege. Wie Jacky tollkühn das Messer wirft. Zack, zack millimetergenau am Körper der Direktorin vorbei. Und wie der Panther, der Rilkes Gitterstäben entkam, von Jacky besänftigt wird! Hat es diese begnadete, große Artistin nötig, ein Handy zu klauen? Danach erforschen die drei den Wald entlang des Flusses. Hier muss das Feld der schnellen Träume liegen, die die „Hunnen“, an Bodensteins Jugend verkaufen. Krüger fühlt sich wohl, wenn die starke Jacky bei ihm ist. Ihre Energie fließt ihm zu. Für seine Verhältnisse ist es tollkühn, auf einen Hochsitz zu klettern. Aber er zwingt sich; denn oben wartet Jacky. Die Gruppe trödelt sich so den Waldweg entlang. Keine Plantage nirgendwo, dafür die Kneipe „Colorado“ linker Hand, bekannt für ihre kulante Einstellung zum Jugendschutz und der Waffensammlung an den Wänden. Der Wirt reicht auch gleich drei Helle. Am Spielautomaten verklärt der Rausch Erinnerung. Günter, ein früherer Pferdezüchter, unterhält sich mit seiner Vergangenheit. Setzt sich dann aber zu den Jugendlichen. Die suchen noch nach einem Geschenk als Eintrittskarte für die Party. Günter, froh ein bisschen in der Gegenwart zu sein, holt aus seinem Auto eine Polaroid-Kamera. Und Jacky und Krüger finden sich in einem Bild.Hier ist der Vater nicht alkoholkrank, hier geht die Mutter nicht putzen, hier steht der schicke Schlitten vor der teuren Villa. Dumpf dröhnt Bass, die ungeladenen Gäste vermischen sich sofort. Huber drückt immer mehr aufs Tempo. Irgendwann geht auch diese Nacht zu Ende. Krüger schöpft Selbstvertrauen aus Jackys roten Haaren, ihrer Divenart die Zigarette zu halten, ihrer Kunst des Messerwurfs. Und so einer gefalle ich. So kann er, der ungelenke Stoffel, plötzlich tanzen und wird später Viktor einen Kinnhaken versetzen. Dieser wiederum wird mit der kleinen Schwester eines „Hunnen“ knutschen und den Colt, dem er im Colorado klaute, dem Chef überreichen. Und Jacky wird eines Diebstahls bezichtigt. Nach dem Kampf mit Viktor macht Krüger die Flatter. Nach Hause, ein kurzer Traum, ihm erscheint die alte Bildhauerin. Sie meißelte den Januskopf, eine Skulptur, die hoch über dem Flußufer thront. Dort hin fährt Krüger und trifft Jacky. Sie macht Krüger Vorwürfe. Er habe sie nicht beschützt, als es auf der Party hieß, sie habe einen Armreif geklaut. Krüger verteidigt sich. Erzählt von früher. Warum er nicht schwimmt und immer ein T-Shirt trägt. Als er seine Mutter habe schützen wollen, habe sein besoffener Vater ihm heißes Wasser über den Oberkörper geschüttet. Darum die Narben, darum wird Pascal Friedrich „Krueger“ nach dem Monster aus den Nightmare-Filmen genannt. Wer geliebt wird, darf schwach sein. Jacky entblößt ihre von einem Löwen entstellten Unterarme. Huber gerät jetzt groß in Fahrt und dreht einen Western voller Action. Die Naab, die sonst so bedächtig dahinfließende ,wird quasi zum Mississippi. Die beiden Liebenden springen hinein – zum ersten Mal schwimmt Krüger seit Jahren – und lassen sich den Fluss hinuntertreiben. Sie entdecken eine von Ästen verdeckte Bucht. Am Ufer eine Campingausrüstung und etwas weiter landeinwärts die lang gesuchte Plantage. So weise angelegt, daß sie nur vom Fluß aus zugänglich ist. Das hatte ich den „Hunnen“ gar nicht zugetraut. Gerade als sich Jacky und Krüger zum Abschied noch etwas mit Shit versorgen wollen, hören sie Ruderschläge und Stimmen. Die Hunnen kommen! Hilft der Regen? Wird er die Fußspuren der beiden verwischen? Zu spät. Die Hunnen durchforschen das Gelände. Letzte Zuflucht im Gebüsch. Huber baut zum Abschluss eine Zirkusnummer ein. Jacky hebt eine Gaskartusche auf, wirft sie in die Luft und ihr Messer hinterher. Glas splittert, Gas entströmt und Krüger schmeißt sein brennendes Feuerzeug in die Wolke. Eine Explosion und es kokeln und schwärzen rauchig die Pflanzen. Sofort rennen Jacky und Krüger zum Ufer und ab ins Boot. Ein Schuß der Hunnen durchzuckt Krügers Schulter. Viktor, der mit der Bande kam, ruft mit dem geklauten Handy Polizei und Notarzt herbei. Das verschlafene Nest, die Liebenden, eine Bootsfahrt und der Fluss: Huber muss Tom Sawyer gerne gelesen haben. Das Jahr 1999 sieht Huber nüchtern. Schon damals hatte der Joint jede revolutionäre Aura verloren und so wie die „Göttinnen“ über ihre Putzfrau reden, ging´s mit den Sozialstaat bergab. Abspann: Pascal Friedrich kehrt nach Jahren kurz nach Bodenstein zurück. Er hat sich keiner Schönheitsoperation unterzogen. Er wollte nicht jahrelang vor sich hinträumen. Er ist Jugendtrainer einer Schwimmmannschaft. Er geht zum Steinmetzbetrieb und sieht kurz eine rothaarige Frau in einem ärmellosen Kleid vorbeihuschen. Das Buch hämmert auf jeder Seite dem Leser ein: Heute ist dein Leben. Erwarte nichts von morgen.
Pressestimmen
Wer nach diesem Buch nicht wieder 15 sein will, hatte keine Jugend.
Mona Ameziane
Christian Huber katapultiert uns zurück in die Jugend. Der Roman des Sommers.
Tommi Schmitt
Eine Geschichte, die vom Druck erzählt, ein Teenager zu sein, immer cool wirken zu wollen und den Er...wartungen anderer gerecht zu werden. mehr weniger
13.04.2022
Du fühlst dich beim Lesen gesehen. Einfach großartig.
Igor Levit
Liebe, Freundschaft, Flashbacks in die 90er, und dieses ´Geheimnis`, das mich fast waaaaahnsinnig ge...macht hat. Eine tolle Geschichte! mehr weniger
Ina Müller
Eine packende Geschichte vom Erwachsenwerden eines anderen, die einen mit jeder Seite tiefer in die ...eigene Vergangenheit zieht. mehr weniger
Louisa Dellert
"Man vergisst nicht, wie man schwimmt" von Christian Huber ist die Erinnerung an die Jugend der 90er... Jahre und eine Retrospektive des damaligen Soundtracks. mehr weniger
07.11.2022
Über die Melancholie der Jugend und den Zauber eines endlsen Sommertags.
01.10.2022
Voller Tatendrang und Melancholie der Jugend: Christian Huber schmeißt Leser*innen in "Man vergisst ...nicht, wie man schwimmt" ins kalte Wasser des Sommers. mehr weniger
01.09.2022
Die Geschichte sagt einem auch, lebe diesen einen Tag, als ob es keinen nächsten geben könnte.
Alex Dengler, 09.05.2022
Das Buch passt prima zum Sommer, lässt sich aber auch zu jeder anderen Zeit lesen. Gerne vergebe ich... eine Leseempfehlung. mehr weniger
Ingrid Eßer, 08.04.2022
Am Ende ist ›Man vergisst nicht, wie man schwimmt‹ eine Liebeserklärung an die Jugend und an das Jun...gsein, an die Liebe, den Wert von Freundschaft und auch den Wert des Schreibens und Erzählens, die mir persönlich außerordentlich viel Spaß gemacht hat. mehr weniger
04.04.2022