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Die Hölle, das war mein Vater

Mein fremder Vater

Was er nicht alles gewesen sein will, dieser Vater: Fallschirmjäger, Prediger, Sänger, Judolehrer, Profi fußballer, Berater von Charles de Gaulle. Und nicht zuletzt: Geheimagent.

André Choulans, der Anfang der 60er-Jahre mit seiner Familie in Lyon lebt, ist kein normaler Vater, er ist ein Aufschneider und Tyrann. Er terrorisiert seinen Sohn Emile, verhängt absurde Strafen und bedrängt ihn mit seinen verqueren politischen Ansichten. Ein ergreifender Roman über eine schreckliche Kindheit, in der sich absurde wie tragikomische Szenen abwechseln – auf dem berührenden Weg eines Sohnes weit weg von einer Familie, die nie eine war.

Bibliografische Daten

EUR 22,00 [DE] – EUR 22,70 [AT]
ISBN : 978-3-423-28114-0
Erscheinungsdatum: 04.08.2017
1. Auflage
272 Seiten
Sprache: Deutsch, Übersetzung: Aus dem Französischen von Brigitte Große
Autor*innenporträt

Sorj Chalandon

Sorj Chalandon, geboren 1952 in Tunis, gilt als einer der bedeutendsten Journalisten und Schriftsteller Frankreichs. Viele Jahre lang schrieb er für die Zeitung ›Libération‹, seit 2009 ist er Journalist bei der Wochenzeitung ›Le Canard enchaîné‹. Für seine Reportagen über Nordirland und den Prozess gegen Klaus Barbie wurde er mit dem Albert-Londres-Preis ausgezeichnet. Auch sein schriftstellerisches Schaffen wurde mit zahlreichen Literaturpreisen gewürdigt, unter anderen dem Prix Médicis und dem großen Romanpreis der Académie française.

 

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Übersetzer*innenporträt

Brigitte Große

Brigitte Große, 1957 in Wien geboren, studierte Philosophie, Musikwissenschaft, Soziologie und Psychologie in Wien und Hamburg. Anschließend war sie als Lektorin und Redakteurin tätig. Sie lebt heute als Übersetzerin aus dem Französischen in Hamburg. Sie überträgt unter anderem Amélie Nothomb, Wilfried N’Sondé und Gaël Faye ins Deutsche. 1994 und 2015 erhielt Brigitte Große den Hamburger Förderpreis für Literatur und literarische Übersetzungen. Sie war Trägerin des Hieronymusrings und wurde 2017 mit dem Österreichischen Staatspreis für literarische Übersetzung ausgezeichnet.

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Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

Neue Zürcher Zeitung
Sorj Chalandon schreibt einen furiosen Roman über Frankreich zu Zeiten des Algerienkriegs.

Jürgen Ritte, 13.01.2018

3sat
Literarisch ist Chalandon Außerordentliches gelungen; so über väterlichen Terror zu schreiben: poet...isch, witzig und tief bewegend. Chalandon hat mit dieser komplexen Vater-Sohn Geschichte viel von sich preisgegeben. mehr weniger

Brigitte Kleine, 14.12.2017

SR 2
›Mein fremder Vater‹ ist eine gekonnt verpackte tragikomische Abrechnung mit der eigenen Kindheit. D...en Spagat zwischen Fakt und Fiktion, zwischen Reflexion und Befreiung von der eigenen Familienrealität beherrscht er souverän. mehr weniger

Barbara Renno, 10.10.2017

Deutschlandfunk Kultur
Sorj Chalandon hält mit seiner Familiengeschichte ›Mein fremder Vater‹ die Erinnerung an den Algerie...nkrieg wach. mehr weniger

Sigrid Brinkmann, 11.08.2017

sandammeer.at
Kongenial übersetzt, trifft hier jedes Wort, jede Zeile, jeder Absatz und jedes Kapitel ins Mark.

Roland Freisitzer

Medienprofile
Weit mehr als ein typischer Roman einer schwierigen Kindheit geht dieses Buch unter die Haut und ers...chüttert auch beim erneuten Lesen. mehr weniger

Barbara Sckell

Buch-Magazin
Ein ergreifender Roman über eine schreckliche Kindheit, über einen unberechenbaren Vater, das persön...lichste Buch von Sorj Chalandon. mehr weniger

Bernd Kielmann

literaturblatt.ch
Unbedingt lesen, auch wenn es einem fast das Herz zerreisst.

Gallus Frei-Tomic, 04.04.2018

Deutschlandfunk
Sorj Chalandons Schlüsselroman über väterlichen Terror bleibt bis zur letzten Seite ergreifend, gera...de deshalb, weil er auch zeigt, wie gewalttätig Worte sein können. mehr weniger

Christoph Vormweg, 04.10.2017

renies-lesetagebuch.blogspot.de
Ein intensiver Roman, der schmerzhaft berührt, und der sprachlos vor Entsetzen macht.

Claudia Kowalski, 15.09.2017