1959: Im Rathaus einer deutschen Kleinstadt steht Hans Büchner einem britisch-jüdischen Soldaten gegenüber, der den Verbleib seiner deutschen Verwandtschaft in Erfahrung bringen möchte. 1962: Kurz vor der Hochzeit seiner Tochter plagen Frank Green, einen ehemaligen Bomberpiloten, Sorgen um den Ausbruch eines Atomkriegs. 11. September 2001: Lucy, die philippinische Hausangestellte einer amerikanischen Diplomatenfamilie, besucht mit deren vierjährigem Sprössling den Londoner Zoo und fragt sich, inwieweit ihre Geburt am Tag des Attentats auf John F. Kennedy ihren Lebensweg geprägt hat. Frühjahr 2020: Dr. Cole fährt durch pandemie-geleerte Straßen zu seiner Schicht im Krankenhaus und denkt zurück an ein einschneidendes Ereignis in seiner Kindheit.
Was machen Krieg, Terror und gesellschaftliche Ausnahmezustände mit uns Menschen, unmittelbar und noch Jahre und Jahrzehnte später? Gab es je eine Zeit, in der die Angst vor Zerstörung, Tod und Chaos uns nicht beherrscht hat? Überaus genau, zärtlich und weise reflektiert Graham Swift in diesem Erzählband die Nachwirkungen des Krieges und verwebt dabei Dramatisches und Alltägliches, Persönliches und Universelles zu einem meisterhaften Panorama.
»In Swifts bewegenden, zutiefst menschlichen Kurzgeschichten, hinterlässt das Leben auf mysteriöse und manchmal humorvolle Weise seine Spuren. Seine Gabe, die Innenleben von Menschen detailliert einzufangen und offenzulegen und wie sie erfahrene Enttäuschungen bewältigen – oder nicht bewältigen – verleiht jeder dieser Geschichten eine ungewöhnliche Tiefe.« Kirkus Reviews
»Swift zeigt in wunderbarer Vielfalt, auf welche unterschiedliche Weise seine Figuren von dem dunklen Schatten von Krieg oder Katastrophe gezeichnet sind. Diese meisterlich fein gearbeiteten Geschichten verleihen dem Ausdruck ›Konfliktbewältigung‹ eine neue Bedeutung.« Publishers Weekly
1. Auflage
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Graham Swift zählt seit seinem Roman ›Wasserland‹ zu den Stars der britischen Gegenwartsliteratur. Für ›Letzte Runde‹ erhielt er 1996 den Man-Booker-Preis. Seine Werke erscheinen in über dreißig Sprachen.
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Susanne Höbel, geboren 1953, lebt als freie Übersetzerin in Südengland. Sie wurde vielfach ausgezeichnet. Zu den von ihr übersetzten Autoren gehören Graham Swift, Nadine Gordimer, John Updike, William Faulkner und A. L. Kennedy.
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Pressestimmen
Süddeutsche Zeitung
Man lese Graham Swifts Erzählungen.
Thomas Steinfeld, 30.05.2025
Playboy
Feinsinnige humane Prosa.
01.08.2025
NZZ am Sonntag
Viel Stoff zum Nachdenken und Mitfühlen.
29.06.2025
Die Furche
Swift besticht wie schon so oft in seinen Romanen und Erzählungen durch ein achronologisches Erzähle...n, das zwischen den Zeiten hin- und herspringt und die Grenzen zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Davor und Danach auf virtuose Weise fließend und unscharf werden lässt. mehr weniger
Andreas Wirthensohn, 26.06.2025
Freundin
Wer kluge, feinfühlige Kurzgeschichten mag, wird die neuen Erzählungen von Graham Swift lieben.
25.06.2025
Buchkultur - Bücherbrief
Es fällt schwer, sich von diesen Geschichten zu trennen.
Konrad Holzer, 13.05.2025
Deutschlandfunk, Büchermarkt
Graham Swifts meisterhafte Geschichten sind fein beobachtet, literarisch hintergründig und durch und... durch human. mehr weniger
Christoph Schröder, 09.05.2025
Brigitte
In diesem Band sind zwölf Geschichten vereint, jede ein kleines Meisterstück über Menschen, die eine...n Krieg hinter sich haben. Sie spannen den Bogen bis in unsere Zeit, in der Sehnsucht nach Frieden wieder so groß ist. mehr weniger
07.05.2025
Ö1, Ex Libris
Es tut gut, Graham Swifts Erzählungen zu lesen. Einfach weil sie in ihrer Textur schmetterlingshafte...r Zartheit auf eine Gegenwart treffen, in der Wut, Lügen und Angeberei dabei sind, die Oberhand zu gewinnen. mehr weniger
Brigitte Neumann, 04.05.2025
SWR Kultur
Meisterhafte kurze Stücke, unkompliziert zu lesen, aber voller verdeckter Falltüren. Oft sehr anrühr...end, aber nie sentimental. mehr weniger
Christoph Schröder, 30.04.2025