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Witamy heißt Willkommen!

Nebenan ist doch weit weg

Ganz schön viel auf einmal, was da auf Edith niederprasselt, als sie mit ihren Eltern und dem kleinen Bruder von Berlin nach Krakau zieht. Natürlich wusste sie von den Plänen ihrer Eltern, sich im Nachbarland niederzulassen. Und sie hatte auch schon Polnischunterricht. Doch die eigene Stadt, die Freunde und die Sprache hinter sich zu lassen ist ganz schön anstrengend. Aber Edith nimmt die Herausforderung an. Erst vorsichtig, dann immer gewagter stürzt sie sich in ihr neues Leben.

Mit ihren Freunden Milena und Antek erkundet sie ihr neues Zuhause und entdeckt in einem verborgenen Zimmer Briefe. Was hat es mit denen auf sich?

Ein Abenteuer beginnt, das Edith Krakau näherbringt, die Stadt, die so fremd ist und nah zugleich.

Bibliografische Daten

EUR 16,00 [DE] – EUR 16,50 [AT]
ISBN : 978-3-423-64113-5
Erscheinungsdatum: 12.10.2023
2. Auflage
304 Seiten
Format : 13,8 x 21,5 cm
Sprache: Deutsch
Lesealter ab 11
Autor*innenporträt

Antje Bones

Antje Bones, geboren 1970, studierte Philosophie und Anglistik in Köln. Der Weg zum Schreiben führte sie übers Kinderfernsehen (Sendung mit der Maus und Kinderprogramm des WDR) in die Verlagsbranche. Seit 2003 schreibt sie Bücher für Kinder und Jugendliche. Sie lebt in Berlin-Kreuzberg und arbeitet freiberuflich als Autorin und Lektorin. 2017 erhielt sie das Künstlerstipendium der Villa Decius in Krakau.

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Illustrator*innenporträt

Michael Szyszka

Michael Szyszka, 1984 geboren, studierte Kommunikationsdesign an der FH Düsseldorf, an der Kunstakademie Krakau sowie in Münster. Er arbeitet als freiberuflicher Illustrator und ist Lehrbeauftragter für Illustration. Unter anderem wurde er für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Seit 2015 lebt er in Köln.


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51 von 51 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.71 von 5 Sternen


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3 - 10 von 51 Leserstimme

läuferbiene am 04.11.2023 15:11 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Total klasse

"Nebenan ist doch weit weg" von Antje Bones erzählt vom Umzug einer Familie von Berlin nach Krakau. Der Koffer von der zwölfjährigen Edith ist voll gepackt mit Traurigkeit. Die Trennung von den Freundinnen macht ihr zu schaffen. Edith ist unsicher, sie hat polnisch Unterricht gehabt, doch nützt es? Wird sie die Menschen vor Ort verstehen?Ich mag den Schreibstil total. Aus Ediths Sicht wurde es so schön ehrlich, kindgerecht und gerade frei heraus geschrieben. Die Geschichte liest sich ganz wunderbar. Es ist ein tolles Buch von vorne bis hinten und zwischendurch, es hat total Spaß gemacht.Edith erzählt einfach was sie bewegt, wie sie mit dem Umzug klar kommt, was ihr fehlt und wie ihre Gemütsregungen sind.Die fremde Stadt, die seltsame Sprache, auf Edith prasselt viel ein. Daheim in Berlin hat sie ihre besten Freundinnen zurück gelassen. Anne und Jack, dass war eine phantastische 3er Gang. Die Schule war in Ordnung, doch was ist in Krakau, diese Schule ist so fremd und die Sprache schwer. So mancher Zungenbrecher bleibt im Mund stecken.Als sich Edith mit Milena und Antek aus ihrer Klasse anfreundet, wendet sich die Traurigkeit zu Lebensfreude, diese hatte Edith ein bisschen verloren beim Einleben in Krakau.Michael Szyszka hat das Buch illustriert, die Zeichnungen sind gut eingepasst in das Geschehen.Dadurch kommt Ediths Stimmung noch mehr zur Geltung und ihre langsame Annäherung an Polen.Antje Bones hat mich überrascht, ich hatte ein einfaches Kinderbuch erwartet und bekommen habe ich eine tiefgründige Geschichte. Es werden gute und wichtige Werte vermittelt. Auch die jüdische Vergangenheit kommt zu Wort. Davon nicht zu viel, es passt sehr gut in das Einleben von Edith.Dadurch wird die Freundschaft zu ihren Mitschülern verstärkt.Zwischendurch kommen Tagebucheinträge von Edith, markiert mit den Zeichnungen von Michael Szyszka. Die Lebendigkeit im Buch ist absolut klasse.Das Cover ist auf jeden Fall schön, das intensive Grün springt ins Auge. Es zeigt den Umzug der Familie von Berlin nach Krakau.Dieses Buch ist für junge Leser ab 11 Jahren empfohlen, nach oben sind keine Grenzen gesetzt.Ich bin über 50 Jahre und habe mich prächtig unterhalten gefühlt.

buch_lesen_more am 03.11.2023 20:11 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Willkommen heißt Witamy!

Die 12-jährige Edith lebt mit ihren Eltern und ihrem kleinen Bruder Jakob in Berlin Kreuzberg. Sie geht gern zur Schule und hat Freunde. Vor allem Anne, die ihre absolute Lieblingsherzensfreundin ist, und Jack. Ihr Leben verläuft normal und in geordneten Bahnen. Aber dann beschließen ihre Eltern ihren Jugendtraum zu verwirklichen - arbeiten und leben in einem Haus in Polen - so dass ein Umzug unumgänglich wird. Von einer kleinen Wohnung in einer Millionenstadt nach Polen in ein Haus aufs "Dorf" bzw. in das Stadtrandgebiet von Krakau. Alles ist neu: die Sprache, die Gerüche, die Umgebung, die Menschen, die Gebräuche, die Schule, und, und, und. Antje Bones hat die Thematik des "Aus seinem gewohnten Leben entrissen zu werden" toll und jugendgerecht umgesetzt. Wir lesen aus der Perspektive von Edith und das macht Spaß, denn sie ist ein sehr aufgewecktes, fröhliches Mädchen. Untermalt wird das Buch mit Ediths Tagebucheinträgen und kleinen, hübschen Illustrationen von Michael Szyszka, die das Buch noch persönlicher werden lassen. In Polen angekommen erfährt Edith allerdings gleich auch, dass Deutsche nicht bei Jedem Willkommen sind, aber auch, dass sich langsam sehr wohl neue Freundschaften anbahnen können. Natürlich hält sie anfangs intensiven Kontakt zu Anne, was mit der Zeit jedoch tatsächlich weniger wird, was absolut normal ist. Sie lernt ihre Klassenkameradin Milena besser und näher kennen und mögen, und die polnische Gastfreundschaft. Auch entpuppt sich Antek schlussendlich als netter Kerl.Edith entdeckt dann noch im Haus bei ihrem Zimmer einen geheimen Raum. Und was es damit auf sich hat und noch einiges mehr, dürft Ihr selbst lesen! Ich empfand das Buch als sehr lesenswert, und es wäre m.E. auch super als Schullektüre für 9 - 14-Jährige! Eine tolle Familie (vielleicht bisschen zu nett und perfekt), ein ungewöhnliches Setting, meist rundum sympathische Personen, etwas Sprachkurs, etwas NS-Geschichte und deren Aufarbeitung - das Buch bietet viel. Ich hätte mir noch gewünscht, dass von Elias eine Reaktion nach Erhalt der Briefe gekommen wäre, z.B. einen letzten Brief oder gar ein Süßigkeitenpäckchen aus USA für die Kinder, abschließend als kleines Dankeschön. So fehlte mir was. Das Cover hat mich dafür sofort angesprochen und neugierig gemacht. Man ahnt sofort um was es geht, und das Grün mag ich sehr und stimmt fröhlich. Ich vergebe daher 4,5/5 Sterne

justm. am 03.11.2023 16:11 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Goodbye Deutschland - Junior-Edition. Nur besser und wertvoller!

Der letzte Schultag ist genau das für die 12-jährige Edith: ihr allerletzter Schultag. Zumindest in Berlin. Denn ihre Eltern ziehen mit ihr und ihrem kleinen Bruder nach Polen, nach Krakau um genau zu sein. Und das heißt, daß Ediths Leben auf einmal ganz anders werden wird. Oder?Was zunächst wie eine kleine, aber feine Geschichte über einen Neuanfang in neuer Stadt und neuem Land, mit neuer Schule, neuen Menschen und sogar neuer Sprache klingt, ist letzten Endes viel mehr als das. Und so konnte mich „Nebenan ist doch weit weg“ mit der Palette an Themen, die hier behandelt oder zumindest angerissen wurden, tatsächlich positiv überraschen, denn ich dachte wirklich es wäre "einfach nur" ein Buch über das Vermissen von Freundinnen, von Heimat und gegebenenfalls noch eines über den Mut, den es braucht, neu anzufangen. Und dann ging es plötzlich um Religion, Tod, Vorurteile, Geheimnisse und sogar Krieg. Vermutlich hatte ich in einem Kinderbuch einfach nicht mit einer solchen Fülle an Themen gerechnet, aber Autorin Antje Bones ist es sehr gut gelungen eben diese kindgerecht zu verpacken. Selbst die vielen kleinen oder größeren polnischen Vokabeln, die hier logischerweise eine Rolle spielten, wurden immer auch erklärt, so daß Verständnis nie zum Problem wurde. Zudem war der Kniff mit den, sich durch das ganze Buch ziehenden, Tagebuch-Einträgen von Edith ziemlich clever, denn so wußte man als Leser*in jederzeit wie es ihr gerade geht. Und die Gefühlslage ihrer Protagonistin, auch der Zwiespalt, der in ihr herrschte, die hat Bones wirklich hervorragend wiedergegeben. Einzig und allein die Illustrationen fand ich persönlich, wenn auch nicht unpassend, dann aber zumindest nicht ansprechend. Aber das ist – wie alles im Leben – Geschmackssache. Unabhängig davon ein tolles Buch, das mich nicht nur überraschen konnte, sondern auch sehr bewegt hat. Und damit absolut empfehlenswert!

karinliest am 02.11.2023 13:11 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Bewegendes Kinderbuch

Jeder, der schon einmal - oder mehrmals- in seinem Leben umgezogen ist, weiß wie schwer es sein kann, alles hinter sich zu lassen. Das ist schon als Erwachsener schwierig, doch wie schlimm muss es für ein zwölfjähriges Mädchen sein, das seine Freunde verlassen muss? Dieses Mädchen heißt Edith und ihre Eltern ziehen beruflich, mit ihr und ihrem Bruder Jakob, von Berlin nach Krakau. Das Cover dieses Buches zeigt den Weg, den sie zurücklegen. Die Landeshauptstadt Berlin ist verbunden, mit einer pinkfarbenen, gestrichelten Linie nach Krakau - alles in grüner Hintergrundfarbe gehalten - und wie eine Landkarte aufgemacht. Auch die Zeichnungen von Michael Szyszka sind modern gemalt und erscheinen zwischen den Seiten, zusammen mit kleinen handschriftlichen Wörtern. Zu diesen Wörtern in deutsch ist oft auch das polnische Wort geschrieben, was ich sehr interessant finde. Die Geschichte beginnt mit dem letzten Schultag vor den Sommerferien:Edith erzählt von den letzten Tagen in Berlin, von verpacktem Hausrat , der leeren Wohnung und vom Abschiedsessen mit all ihren Freunden, Bekannten und Verwandten, auch Opa und Oma, und dann geht es los ins neue Leben. Dort angekommen gefällt es Edith erst mal gar nicht so schlecht, nur an das Leitungswasser, das komisch stinkt, muss sie sich noch gewöhnen. Sie vermisst Anne und Jack, ihre Freundinnen. Mit der Zeit findet sie heraus, wie das Leben und die Leute so sind und gewinnt neue Eindrücke. Doch sie möchte immer noch nach Hause, in ihr altes Leben. Edith hat Angst, dass sie durch die Entfernung ihre zuhausegebliebenen Freunde verliert. In der Schule ist es für sie, als würde sie alles neu lernen müssen- die Sprache, das Schreiben. Sie ist nunmal leider „die Neue“ - bis sie Milena und Antek kennenlernt. Durch die beiden neuen Freunde lernt sie die Kultur, die Religiosität, die Eigenheiten und Rituale kennen. Als dann auch noch geheimnisvolle Briefe auftauchen, versuchen sie gemeinsam, etwas darüber herauszufinden…„Andere Länder, andere Sitten!“ Dieses Buch habe ich ,obwohl schon erwachsen, sehr gerne gelesen. Es ist wunderbar erzählt - die Angst vor dem Abschied und dem Neuen, genauso wie Freude, das Wachsen an Erfahrungen und Freundschaft. Die Geschichte ist locker und modern erzählt- mit Tagebucheinträgen, Handynachrichten und passenden Illustrationen- über die Vergangenheit in die Gegenwart. Lesenswert!

elis.a.rt am 01.11.2023 19:11 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Sehr rührend

Von Deutschland nach Polen? Wer macht denn soetwas? Ein Umzug kann erschreckend sein, vor allem in ein fremdes Land. Edith und ihre Familie ziehen von Berlin nach Krakau. Also praktisch nach nebenan. Aber erstmal in Krakau angekommen hat Edith das gefühl sie lebt in einer anderen Welt. Alles ist anders als in Berlin und so fremd. Sie war von anfang an gegen den Umzug, weg von ihren Freunden Anne und Jack. Weg von ihrer Heimat. Doch von Tag zu Tag lernt Edith immer mehr über die Geschichte von Polen und verliebt sich in die Stadt Krakau. Zusammen mit ihren neuen Freunden Milena und Antek erlebt sie ein kleines Abenteuer als sie in einem geheimen Zimmer einen Stapel alter Briefe entdecken. Briefe aus längst vergangen Zeiten.Eine wunderschöne Geschichte über Freundschaft, Ankommen und Zusammenhalt. Und über das lernen nicht jedem Vorurteil glauben zu schenken.

scarletta am 01.11.2023 13:11 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Spannende polnische Herausforderung

Antje Bones ist mit „Nebenan ist doch weit weg“ ein beeindruckendes Jugendbuch gelungen. Auf ermutigende und altersgerechte Weise wird hier eine Verbindung zur deutsch-polnischen Geschichte geknüpft. Abenteuerlustige, aufgeschlossene Eltern sind ja was Tolles. Nun reagiert die 13jährige Edith jedoch sehr unbegeistert. Ihre Eltern sind große Liebhaber der polnischen Stadt Krakau und sehen Chancen, sich dort eine neue Existenz aufzubauen. Das bedeutet für Edith, dass sie gegen ihren Willen die geliebte Heimat in Berlin-Kreuzberg, ihren Freundeskreis und die Verwandten, das ganze gewohnte Umfeld für immer verlassen muss. Was für ein großer Einschnitt für ein Kind. Für ihren viel jüngeren Bruder Jakob ist das eher ein Aufbruch in ein großes Abenteuer.Edith hat bereits begonnen, Polnisch zu lernen, denn sie wird in Krakau nach den Sommerferien gleich in der 7. Klasse starten. Neue Freundschaften in einer anderssprachigen Umgebung zu finden, ist nicht so leicht. Was für ein Glück, dass sie in Milena und Antek Freunde findet, die auch ein bisschen am Rande der Gruppe stehen. Trotz der Vorbereitungen merkt Edith, wie schwer die neue Sprache ist. Gelegentlich schämt sie sich, wegen ihrer mangelnden Sprachkenntnis. Aber sie geht die Herausforderung mutig und engagiert an. Die Erlebnisse, Erfahrungen und Gefühle werden aus der Perspektive des Auswanderermädchens Edith in der Ich-Form erzählt. Eine Bereicherung erfährt diese Form durch den Wechsel mit Ediths Tagebucheintragungen. Hier kann man nachempfinden, was für eine Gefühlsbandbreite von Zukunftsangst über Wut bis zur Verzweiflung das junge Mädchen durchlebt. Wie schön, dass Edith wahrnimmt, dass es auch schöne Erlebnisse gibt und auch Ausblicke auf eine bessere Zukunft deutlich werden. Edith reift an diesen Herausforderungen.Für Edith und ihre frisch gewonnenen polnischen Freunde wird die neue Gemeinschaft auch zur Begegnung mit gegenseitigen typischen Ressentiments und der deutsch-polnischen Geschichte. Als die Drei im alten Haus, das Ediths Familie gekauft hat, ein zugemauertes, geheimes Zimmer entdecken, startet eine gemeinsame Abenteuergeschichte. Denn die Spur, die die Kinder nun engagiert verfolgen, führt sie in schlimme vergangene Zeiten. An dieser Stelle eröffnet sich den Kindern, wie Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft miteinander verflochten sind. Es ist nicht nur die Gedankenwelt des Auswandererkindes, sondern auch die gemeinsame Reise der neuen deutsch-polnischen Freundesgruppe in die Vergangenheit, die einen als Leser*in berührt, erschüttert, doch auch innerlich aufbaut und ermutigt. Die Realität wird nicht schön gemalt, sondern glasklar dargestellt. Es ist Edith, die der Vergangenheit ganz naiv und unwissend entgegentritt. Mit viel Einfühlungsvermögen wird diese Haltung aufgegriffen. Eine Vielzahl von Themen werden angesprochen bis hin zur Bedeutung der Religion in den beiden Ländern, die gemeinsame Geschichte, die Bedeutung der Sprache u.v.m.FazitAntje Bones hat hier mehr als ein nettes Jugendbuch geschrieben. Ediths Geschichte in Polen berührt und geht unter die Haut. Durch die derzeitigen dramatischen politischen Geschehnisse in Osteuropa und im Nahen Osten gewinnt das Buch eine intensive Aktualität. Es öffnet einen freundlichen und liebevollen Blick zu unserem direkten Nachbarn im Osten, erinnert an die furchtbare Vergangenheit und zeigt die Bedeutung von Mut und Menschlichkeit auf. In dieser Form ist es perfekt für die Altersklasse ab 11 Jahren. Der Erzählduktus spricht diese Altersklasse bestimmt an, denn er ist sehr lebendig, gefühlsbetont und oft sehr lustig. Michael Szyszka illustriert die Geschichte einfühlsam und zurückhaltend. Man ist ein bisschen an Collagen erinnert und lernt nebenbei noch ein paar polnische Vokabeln. Auch das Cover ist sehr einfach gehalten. Die Umzugswagen auf dem Weg von Berlin nach Krakau schenken gleich eine geografische Vorstellung von Lage und Entfernung. Diesem tiefgründigen, spannenden Jugendbuch ist eine große Leserschaft zu wünschen.

yellowdog am 01.11.2023 12:11 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Veränderungen

Es ist ein Buch über Veränderungen. Für die 12jährige Edith ist es eine Herausforderung, mit ihren Eltern von Berlin nach Polen zu ziehen. Sie vermisst ihre Freundinnen und die polnische Sprache muss sie erst lernen. Sie ist anfangs voller Zweifel, doch mit der Zeit lebt sie sich ein, findet Freundinnen und lernt einiges über das nicht gerade einfache, durch die Vergangenheit belastete Verhältnis zwischen Deutschen und Polen.Es gelingt der aus Berlin Kreuzberg stammenden Autorin Antje Boones gut, Ediths wechselnde Gefühlslage zu verdeutlichen.  Man kann sich gut in sie hineinfühlen und viele Emotionen teilen.Der Plot des Romans ist stark genug, dass die Autorin auf gekünsteltes  Beiwerk verzichten kann. Das hat mich sehr überzeugt.Unbedingt erwähnenswert sind auch noch die Illustrationen von Michael Szyszka, die das Buch begleiten und bereichern.

lese_kasperle am 01.11.2023 09:11 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Mich hat das Buch sehr berührt!

Das Jugendbuch für Kinder / Jugendliche ab 11 Jahren hat mich beim Lesen sehr berührt. Sprachlich ist es flüssig geschrieben und der richtige Mix aus Ernsthaftigkeit, Reflexion, Humor und Poesie wirken wie ein Sog. Die Geschichte finde ich auch sehr gut: Edith zieht mit ihrer Familie - nein, nicht in eine schicke Großstadt, auch nicht in ein abgeschiedenes Dorf, sondern nach Polen. Ich konnte mich beim Lesen in die Protagonistin hineinversetzen und finde es toll, dass die Autorin so ein eher ungewöhnliches Thema gewählt hat. Denn in Polen warten nicht nur eine andere Sprache, ein anderes Land und das Einleben in ein neues Umfeld auf Edith, sondern auch ein geheimnisvolles Zimmer im neuen Haus. Und Briefe, deren Spur weit in die Vergangenheit reichen, zu einem Stück der deutsch-polnischen Geschichte, das man nicht vergessen darf. Spannend und wirklich gut geschrieben, gefühlvoll und so, dass das Thema nicht erdrückend rüberkommt. Von mir eine ganz klare Leseempfehlung!

begine am 31.10.2023 16:10 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Von Berlin nach Krakau

Nebenan ist doch weit weg, von der Kinderbuchautorin Antje Bones ist ein wunderschönes Buch, nicht nur für Kinder.Sie versteht es gut, die Emotionen eines 12jährigen Mädchens darzustellen.Edith muss in eine neue Schule, das ist ja schon nicht so schön, weil sie ihre Freundinnen verlassen muss. Aber bei ihr geht es gleich nach Polen, da ist auch noch die Sprache anders.Ihre Eltern haben einen Job in Krakau bekommen und dort ein Haus gekauft.Im Anfang erfährt sie von einigen Personen Spitzen gegen Deutsche.Sie findet im Haus alte Briefe und gemeinsam mit den neuen Freunden Milena und Antek gehen sie auf Vergangenheitssuche.Das ist spannend geschrieben und der Schreibstil ist fesselnd. Dabei erfährt Edith so einiges, warum das Verhältnis zu einigen Polen problematisch ist. Edith will Schriftstellerin werden, dafür schreibt sie alle neuen Eindrücke und Gedanken in ihr Tagebuch. Diesen Roman habe ich verschlungen.Die Geschichte ist einfach brillant.

buchreisender am 29.10.2023 18:10 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Żegnaj Berlinie, witaj w Krakowie

Ein Umzug ist nie wirklich leicht. Umso schwerer wenn der Umzug auch noch in ein fremdes Land führt. Alles ist neu, die Sprache, die Schule, Freunde sind weit weg und überhaupt nicht ist wirklich toll. So fühlt sich Edith als sie mit ihren Eltern und ihren kleinen Bruder nach Polen, genauer gesagt nach Krakau zieht. Eine tolle Geschichte über das Zurücklassen und Neuankommen. Żegnaj Berlinie, witaj w Krakowiebedeutet Auf Wiedersehen Berlin, willkommen in Krakau Nebenan ist doch weit weg, ist eine aufmunternde und spannende Geschichte, sehr liebevoll und sanft umgesetzt, mit wundervollen Illustrationen untermalt. Besonders weil die Geschichte aus der Sicht von Edith in der Ich-Form geschrieben ist. Die Mischung aus erzählen und Tagebucheintragungen lassen sofort die Gefühlswelt von Edith mitfühlen. Edith lernt langsam die polnische Sprache, schließt sogar Freundschaft. Und dann ist da noch dieses Geheimnis mit den Briefen aus diesem kleinen versteckten Zimmer im Haus, wo Edith jetzt mit ihrer Familie lebt.Das Buch ist ein guter und kindgerechter Erzähler für einen klitzekleinen Teil der polnisch-deutschen Geschichte. Aber ich finde es sehr mutig, dass es dies einen Platz in einem Kinder-/ Jugendbuch gefunden hat.Schön ist auch, dass man beim Lesen gleich ein wenig polnisch lernt. Zu mindestens kann man es zusammen mit Edith in ihren Tagebucheinträgen lernen. „Dzién dobry“ heißt guten Tag und „Witamy“ bedeutet herzlich willkommen.Das Cover darf natürlich nicht ungenannt bleiben, denn schon hier zeigt sich das perfekte Zusammenspiel von der Autorin Antje Bones und Michael Szyszka als Illustrator. Das Cover ist mit seiner Zeichnung des Umzugskonvoi von Berlin nach Krakau in einem fröhlichen grün gehalten und macht neugierig auf das Buch.Also ein rundum gelungenes Buch für Kids und Erwachsene, denn manchmal wäre eine kurze geschichtliche Erklärung nett gewesen. Wobei mir hier gesagt wurde, dass es logisch ist dass nachgefragt wird wenn etwas nicht verstanden wird. Sagte zu mindestens unsere Leseratte.

Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

Deutschlandfunk, Die besten 7
Alles ist irgendwie das erste Mal und sie merkt, was es heißt, kulturelle Identität zu finden. (…) I...nwieweit ist die Sprache wichtig für das, was ich bin? Das wird sehr schön und sehr sehr sensibel beschrieben. mehr weniger

Dr. Christiane Raabe, 04.12.2023

rbb Radio 3
Es ist eines der schönsten Kinderbücher, die ich seit langem gelesen habe. Großes Kompliment!

Sonja Kessen, 11.10.2023

Kulturette
Ein unterhaltsamer Roman über kulturelle Identität und Sprache.

01.07.2025

lesen.bayern.de
Eine anrührende Geschichte über Einsamkeit und Freundschaft.

13.06.2024

Heilbronner Stimme
Ich empfehle dieses Buch allen, die gerne Bücher über Freundschaft lesen und Interesse an anderen Lä...ndern haben. mehr weniger

Jonathan Kalisch, 06.04.2024

Deutschlandfunk Kultur
Es ist feinfühlig erzählt, lebendig, sehr reflektiert und es ist für die Leser schon auch sehr berüh...rend mitzuerleben, wie dieses Mädchen langsam Fuß fasst und in diesem neuen Leben ankommt. mehr weniger

Sylvia Schwab, 02.01.2024

Der Evangelische Buchberater
Ein beeindruckender Roman über einen Neuanfang und Freundschaft, aber auch die Verfolgung von Jüd:in...nen, angemessen altersgerecht. mehr weniger

Heike Nickel-Berg, 01.01.2024

ORF.at
Eine wunderbare Geschichte über Abschied und Neustart, locker erzählt und geschickt verpackt in eine...n Sprach-, Reise- und Geschichtsführer. mehr weniger

Elisabeth Nikbakhsh, 18.12.2023

Die Furche
Misstrauen und Überforderung ob der neuen Sprache und Umgebung werden auch in integrierten Schwarz-W...eiß-Illustrationen spürbar, die die Komplexität der polnischen Sprache ausloten, als eine Art Wörterbuch fungieren und einmal mehr versinnbildlichen, dass es Zeit braucht, anzukommen und sich neu einzurichten. mehr weniger

Alexandra Hofer, 14.12.2023

Cuxhaven Kurier am Sonntag
Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft so bemerkenswert gut in einer romanhaften Geschichte zu erzähle...n, ist die großartige Leistung der Berliner Autorin Antje Bones. Die gelungenen Illustrationen unterstreichen die Qualität des Jugendbuches für alle ab elf Jahren. mehr weniger

Mrianne Haring, 25.11.2023

FHNW Pädagogische Hochschule
Nebenan ist doch weit weg“ ist ein ruhiges Buch, das sehr berührt.

Maria Riss, 14.11.2023

NEWSBEREICH

Aktuelles

Preise & Auszeichnungen

›Nebenan ist doch weit weg‹ auf den Besten 7 im Dezember 2023

›Nebenan ist doch weit weg‹ wurde auf die Deutschlandfunk-Bestenliste ›Die besten 7‹ im Dezember 2023 gewählt. Jeweils am ersten Samstag im Monat präsentiert der Deutschlandfunk in der Sendung Büchermark...t seine monatliche Bestenliste, sieben Kinder- und Jugendbücher, ausgewählt von einer Fach-Jury aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

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