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Foto von Lena Kupke und Zitat von Caroline Wahl zum Buch Pause: Dieses Buch ist wie eine feste Umarmung, nachdem es einen richtig zerlegt hat.
Foto von Lena Kupke und Zitat von Caroline Wahl zum Buch Pause: Dieses Buch ist wie eine feste Umarmung, nachdem es einen richtig zerlegt hat.
Der Tag als die Notärztin kam, war der Tag, an dem ich wieder zu meinen Eltern gezogen bin. Mit sechsunddreißig.

Pause

Manchmal zwingt einen das Leben zu einer Pause, ob man will oder nicht. Hanna will eigentlich nicht. Aber nach einem einschneidenden Erlebnis zieht sie Hals über Kopf von Berlin in ihre alte Heimat Lüneburg zurück – zu ihren Eltern, in ihr altes Kinderzimmer, das mittlerweile das Büro ihres Vaters ist, samt Drucker, elektrischen Rollos und 90-cm-Gästebett. 

Doch wie soll das funktionieren?

Plötzlich wieder Familienalltag, von null auf hundert mit drei erwachsenen Menschen, die seit jeher Konflikte lieber unter den Teppich kehren, als sie zu klären. Hanna will so schnell wie möglich wieder zu sich nach Hause, nach Berlin, in die gemeinsame Wohnung mit ihrem Freund Paul. Doch das ist nicht so einfach möglich, denn die Gründe für Hannas Zusammenbruch liegen tief. Ein warmherziges, zart-witziges und ehrliches Buch über die Verarbeitung von Schicksalsschlägen und den langen Weg zur Selbstfindung. Zwischen alten und frischen Wunden muss Hanna lernen, Hilfe einzufordern und anzunehmen und ihre Familie mit anderen Augen zu sehen. Und sie entdeckt, dass einen die Liebe auch in den schwächsten Momenten findet … In ihrem Debütroman erzählt Lena Kupke gnadenlos ehrlich und mit viel Humor von den Momenten am Boden und von Liebe, die gerade dann kommt, wenn du am wenigsten damit rechnest. »Das Buch ist von Lena Kupke! Was wollen Sie denn noch mehr? « Till Reiners

Bibliografische Daten

EUR 23,00 [DE] – EUR 23,70 [AT]
ISBN : 978-3-423-28542-1
Erscheinungsdatum: 15.05.2026
11. Auflage
320 Seiten
Format : 12,8 x 21,0 cm
Sprache: Deutsch
Autor*innenporträt

Lena Kupke

Lena Kupke, geboren 1986, hat English Studies und Geschichte in Bonn studiert. Sie ist Autorin und Stand-up-Comedian. 2021 erschien ihr Stand-up Comedy Special im ZDF sowie ihr Sachbuch ›Wahrheit oder Pflicht‹. Sie ist häufig zu sehen bei Till Reiners´ ›Happy Hour‹ auf 3Sat und bei ›Falsch, aber anders lustig‹ in der ARD Mediathek. ›Pause‹ ist ihr Debütroman.

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163 von 163 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.67 von 5 Sternen


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11 - 10 von 163 Leserstimme

fruggielicious am 29.04.2026 08:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

10/10

Pause von Lena Kupke / Rezension„Ein Geräusch, das ich in Berlin noch nie gehört habe. Die Nachbarschaft meiner Eltern ist das Rasenmäherland. Irgendwo wird immer gemäht, es ist quasi der Soundtrack meiner Kindheit.“✨Inhalt Hanna erleidet eine Panikattacke bei der Arbeit, bekommt allerlei Diagnosen und kommt erst mal mit 36 Jahren bei ihren Eltern in Lüneburg unter. In Berlin lässt sie ihren Freund zurück. Ihre Eltern haben eigene Routinen und Abläufe. Und Hanna ist gefangen zwischen Wut und Trauer…✨MeinungIch mochte das Buch sofort. Bereits der Klappentext war mein Geschmack und als ich angefangen habe zu lesen, war direkt klar, dass das passt. Dabei ist die Geschichte mitnichten perfekt. Aber das Leben ist es auch nicht. Hannas Eltern, ihre Schwester und deren Partnerin waren für mich sehr greifbare Charaktere. Es mag an den nicht wenigen Wiederholungen liegen und daran, dass ihnen bestimmte Rollen innerhalb des Gefüges zugewiesen worden waren. So oder so konnte ich sie mir gut vorstellen. Die Geschichte war tragisch und komisch zugleich. Eine Triggerwarnung wäre nicht schlecht, gibt es in diesen Büchern aber nicht. Muss man auf sich zukommen lassen. Hanna zeigt uns einerseits echt viel von sich, andererseits wird das Wesentliche nicht zerredet, sondern findet hauptsächlich im Kontext statt. Evtl. ein Hinweis darauf, dass man nicht alle Details über die Traumas anderer wissen muss, um dennoch für sie da zu sein. ✨FazitIch habe Hanna gern begleitet und wünsche ihr alles Gute 🥹🫶🏻. Macht Euch gern ein eigenes Bild!5/5⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

anjakoenig am 28.04.2026 20:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

berührt und bewegt

ich fand das cover schon total beeindruckend, die kurzinfo sagt aus, dass es um ein buch mit ernstem thema geht. sehr gut geschrieben, liest sich diese schwere thematik trotz allem flüssig und leicht. man erfährt sehr viel über die protagonistin und ihre erkrankung, man erkennt die gedanken und gefühle die sie diesbezüglich hat, ebenso wie die der anderen dazu. panikattacke ist thema, ebenso wie familie, partnerschaft, behandlung und das leben mit seinen problemen. sehr informativ und absolut lesenswert wie das leben von hanna verläuft und wie sie und ihre schwester miteinander sind. schwierig zurück ins elternhaus zu ziehen und mit all dem früher gewesenen konfrontiert zu sein. dieses buch macht nachdenklich und zugleich zeigt es wie das leben sein kann, wenn es nicht nur herausfordernd ist sondern grosse probleme beinhaltet, die alles anders wahrnehmen lassen und anders agieren. ich empfehle das buch auf jeden fall weiter.

tschy am 28.04.2026 19:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Neustart mit Hindernissen

Hanna hat eine Panikattacke und ihre Eltern sind die einzigen Menschen, die Zeit haben sie abzuholen und so geht sie erst mal mit in ihr spießiges Elternhaus mit Mitte 30. Dort ist sie weit weg von ihrer neuen Heimat Berlin und ihrem Freund Paul, der sich immer mehr entfremdet. Hanna hat es nicht leicht in ihrem Elternhaus und mit der Schwester und ihrer Partnerin, die in der Nähe wohnen. Die Eltern haben ihren sehr eigenen Rhythmus und können sich Hanna nicht wirklich anpassen und Hanna fällt es auch sehr schwer sich in ihrem Elternhaus wieder einzugewöhnen. Die Familie schweigt über so viele Dinge, die Kommunikation untereinander ist wirklich schwierig. Für Hanna ist es eine Herausforderung in Lübeck bei ihren Eltern zu heilen und irgendwie kann sie auch die Kindrolle trotz ihres Alters nicht entkommen. So lässt sie sich beispielsweise von ihrer Mutter zum Hausarzt schicken und dort eine Reha beantragen, dann passieren ein paar spannende Dinge und Hanna ist plötzlich in einer ganz neuen Situation.Das Buch beschreibt gerade die Beziehung von Hanna und ihren Eltern sehr gut und auf eine herrlich erfrischende Art, die den Leser manchmal schmunzeln lässt. Mir hat dieser Debüt-Roman wirklich gut gefallen. Es ist immer interessant und man versteht die einzelnen Protagonisten immer besser im Laufe des Buches. Das Buch hat ein gutes und hoffungsvolles Ende und das finde ich auch wichtig, bei diesem ernsten Thema.

lesemaus2021 am 28.04.2026 18:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Ein Buch das man lebt

Es gibt Bücher, die liest man und dann gibt es Bücher, die liest und lebt man. Pause von Lena Kupke gehört für mich ganz eindeutig zur zweiten Kategorie. Bereits nach der Leseprobe war mir klar, dass ist das perfekte Buch für mich. Die 36-jährige Hanna landet nach einem Zusammenbruch wieder bei ihren Eltern in der Lüneburger Heimat. Von ihrem Freund und ihren Freundinnen im Stich gelassen, lebt sie vorerst wieder in ihrem Kinderzimmer und versucht ihre traumatischen Erlebnisse zu verarbeiten. Was sie genau erlebt hat, lässt sich nur erahnen, aber wenn man zwischen den Zeilen liest, weiß man schnell worum es geht. Trotz der nicht einfachen Thematik liest sich das Buch herrlich leicht und ich musste unglaublich oft schmunzeln. Gerade in Hannas Mutter habe ich auch viel von meiner Mutter wiedergefunden. Die ganze Geschichte ist sehr authentisch und ich glaube so gut wie jeder findet sich hier wieder und hat im Leben schon ähnliche Erfahrungen gemacht. Es ist kein klassischer Wohlfühlroman, sondern eher ein Roman zur Selbstreflexion. Brauchen wir nicht alle einmal eine Pause? Ein großartiges Buch, das mich nicht nur bestens unterhalten, sondern auch nachdenklich gestimmt hat. Sehr empfehlenswert!

julia69 am 28.04.2026 13:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Grandioses Debüt

Der Debütroman von Lena Kupke ist ein wahnsinnig tolles, berührendes und besonderes Buch. Es geht um die 36-jährige Hanna die nach traumatischen Erlebnissen einen Zusammenbruch erleidet und auf einmal, mangels Alternativen, wieder bei ihren Eltern Zuhause im Kinderzimmer landet. Der besonders tolle Schreibstil der Autorin lässt nur erahnen, um was es genau bei dem Erlebten ging und was Hanna zugestoßen sein könnte. Das Zusammenleben mit den Eltern hat einige Situationen zum Schmunzeln, vor allem, wenn es um die Mama von Hanna geht. Ich mochte diese Situationskomik sehr. Nach und nach verarbeitet Hanna das Erlebte und nachdem, nach einer Familien Zusammenkunft, der Knoten bei Hanna geplatzt ist, spürt man förmlich die Erlösung. Ich habe das Buch total geliebt und konnte es nicht mehr aus den Händen legen. Es bekommt von mir eine ganz klare Leseempfehlung und ich hoffe sehr, dass Lena Kupke bald wieder einen Roman schreibt. Vielen Dank, dass ich vorab ein Exemplar lesen durfte.

tinakh am 28.04.2026 12:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Ein ungewöhnlicher Roman

Das Buch hallt bei mir ziemlich nach, auch Tage nach dem Lesen kreisen meine Gedanken immer wieder um die Geschichte und ihre Protagonistin. Besonders spannend finde ich die Entscheidung der Autorin, ein zentrales Erlebnis der Protagonistin nie explizit zu beschreiben oder zu thematisieren. Vieles deutet darauf hin, dass es um mehrere Fehlgeburten geht, doch Gewissheit bekommt man nie. Genau das ist gleichzeitig Stärke und Reibungspunkt des Romans: Einerseits erzeugt diese Zurückhaltung eine eindringliche, fast intime Atmosphäre, die Raum für eigene Interpretationen lässt. Andererseits schleicht sich immer wieder das Gefühl ein, als würde einem bewusst etwas vorenthalten – als würde eine Auflösung vorbereitet, die dann nie kommt. Ich bin noch nicht sicher, ob ich das final als irritierend oder konsequent beurteilen möchte.Ähnlich ambivalent wirkt die Beziehung der Protagonistin zu ihrem Freund. Sie erscheint erstaunlich unreif, fast wie die eines Teenie-Paares – was im Kontrast zu der Schwere der angedeuteten Themen steht. Gerade dieser Bruch mit klassischen Erzählmustern macht den Roman jedoch interessant. Statt erwartbarer Dynamiken entsteht etwas Ungewohntes, das sich nicht klar einordnen lässt und dadurch im Gedächtnis bleibt.Die Darstellung der Mutterfigur ist wahnsinnig überzeichnet, anstrengend und teilweise schwer auszuhalten. Aber auch hier liegt vermutlich die Funktion in genau diesen Gefühlen, die man beim Lesen erlebt: Sie nervt – und soll es auch. Insgesamt ist Pause kein Roman, der eindeutige Antworten liefert oder es den LeserInnen leicht macht. Stattdessen lebt er von Andeutungen, Brüchen und einem bewussten Spiel mit Erwartungen. Gerade diese Offenheit macht ihn so besonders – auch wenn sie nicht in jedem Moment befriedigend ist.

gkw am 28.04.2026 11:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Arme Hanna

Arme Hanna – sehr allein gelassen von allen – von Freund, Mutter, Schwester, Freunden, Chefin. Der Freund schert sich offenbar nicht darum, wie es ihr geht, er will, dass sie vorläufig bei ihren Eltern bleibt. Die Vorgesetzte kickt sie gleich ins berufliche Aus. Die Mutter lebt in ihrer eigenen Welt und kann oder will (Hannas) Realität nicht wahrhaben. So scheint es alles zumindest.Alle haben ihre eigenen Sorgen, wollen und brauchen ihre Ruhe und sind überfordert, wenn sie sich auch noch Hannas Probleme kümmern sollen. Man redet nur oberflächlich miteinander und tut so, als wäre alles okay. Hanna fühlt sich allein und ist frustriert, aber sie möchte sich auch nicht aufdrängen, möchte nicht zur Last fallen. Und so spielt sie mit, solange es geht. Nicht nur die Familie schweigt und redet drum herum, sehr interessant fand ich, dass auch Hanna als Ich-Erzählerin schweigt. Ihr wirkliches Problem wird immer nur angedeutet, nie formuliert sie es klar. Dennoch kann man es bald zwischen den Zeilen „herauslesen“. Ich habe lange überlegt, ob ich es denn hier schreiben kann, oder ob das gespoilert wäre. Wer selber rätseln möchte, liest jetzt hier bitte nicht mehr weiter. Aber ich denke, es ist nicht gespoilert, denn es wird ja auch später im Buch nicht deutlich geschrieben und außerdem ist Hannas Krise exemplarisch. Das Schweigen und Nicht-Miteinanderreden, das Leiden und Nicht-Verarbeiten-Können, könnte sich ebenso auf andere Lebenskrisen beziehen. Und was ist nun mit Hanna? Sie hatte Fehlgeburten, nicht nur eine. Die Autorin weiß, wovon sie erzählt, sie hatte selbst eine Fehlgeburt.Mit der Zeit habe ich Frieden schließen können mit dem offenbar ignoranten Freund und den scheinbar gefühllosen Eltern. Es ist nicht Oberflächlichkeit, die Eltern lieben Hanna, sind aber hilflos, wissen nicht, wie sie mit ihr darüber reden können, haben Angst, verheilende Wunden wieder aufplatzen zu lassen, wenn sie etwas ansprechen. Jeder hat eine andere Art zu trauern und ein verlorenes Kind, das beide Eltern wünschten, ist ein Trauerfall, ist ein gestorbenes Kind, auch wenn es noch nicht ausgetragen war. Vielen Paaren, denen ein Kind gestorben ist, gelingt es nicht, ihre Beziehung aufrecht zu erhalten, weil sie auf unterschiedliche Art mit der Trauer umgehen. Und das mag man vielleicht auch Hannas Freund Paul zu Gute halten, möglicherweise hat er einen anderen Weg, um damit fertig zu werden und schafft es darum nicht, Hanna zu begleiten.Trotz der schweren Thematik, ist das Buch leicht lesbar. Lena Kupke erzählt klar und direkt und auch mit zynischem Humor.Hannas schnell wechselnde Gedanken und Emotionen sind sehr authentisch wiedergegeben, insbesondere ihr ambivalentes Verhältnis zu den Eltern: einerseits ist sie genervt von deren Schrullen, andererseits spürt sie aber auch das Liebenswerte daran. Das Buch handelt von Liebe und Familie, von Trauer und Verlust, von der Einsamkeit und vom Schweigen, von Kindheit und Zuhause. Hauptthema ist für mich die Sprachlosigkeit, das Unvermögen, über Probleme reden zu können, seitens der Betroffenen, aber auch seitens der Angehörigen und dem sozialen Umfeld. Aber, und das ist das Versöhnliche daran: es handelt auch vom Neubeginn.Ein Sonderlob geht an die Zuständigen der Covergestaltung. Die wunderbaren Erhebungen der Buchstaben verleiten mich dazu, immer wieder darüber streichen zu müssen.Nun etwas Kritik:Was ich mir gerne gespart hätte bzw. ich wünsche, man hätte es mir erspart: den Nachrichtenaustausch mit ihrer Freundin Blanca und den Analsexversuch. Beides war aus meiner Sicht für die Geschichte nicht nötig und hat (meinem) Lesevergnügen nicht gutgetan, sondern eher geschadet. Und der neue Freund war mir etwas zu perfekt.

dierotefuchsin am 28.04.2026 07:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Ich habe gelacht, ich habe geweint, manchmal beides gleichzeitig

Ich habe gelacht, ich habe geweint, manchmal beides gleichzeitig, auf jeden Fall war ich absolut gefesselt von dieser wundervollen Geschichte, die so unfassbar gut vertont wurde und das von der Autorin höchst persönlich.Auf jeden Fall habe ich jetzt erst mal Heimweh und Trennungsschmerz, weil ich Hanna und ihre Familie vermisse. Ich hätte noch ewig hören können.In „Pause“ erzählt Lena Kupke die Geschichte von Hanna die nach einem Zusammenbruch von ihren Eltern mangels Alternativen aus der Großstadt Berlin mit nach Hause ins kleine Lüneburg genommen wird, um dort – wie der Titel schon sagt – eine Pause einzulegen.Dabei steht keine Spannungsgeladene Story im Fokus mit zig Wendungen und schnellen Sprüngen, sondern eine liebevolle, warmherzige Familie und Hannas Charakterentwicklung, die sich zu großen Teilen im Inneren vollzieht.Kupkes Figuren sind nahbar und so realistisch direkt aus dem Leben gepflückt, dass ich beim Hören mehrmals Kopf schüttelnd pausieren musste, weil ich laut gerufen habe: „Wie bei uns!“Ich weiß nicht, wie es Lena Kupke gelungen ist, aber ich habe das Gefühl sie hat in Teilen in der Dynamik meine Familie und mich nahezu perfekt eingefangen (mal abgesehen davon, dass ich keine Geschwister habe). Ich konnte mich beim Hören einfach so sehr in so viele Situationen hinein versetzen, dass es fast weh tat. Aber auch mal schön zu sehen, wie man einer Romanfigur zu ruft: Nun redet doch endlich mal mit einander! Und es im eigenen Leben auch nicht immer auf die Reihe bekommt.Die Beziehungsdynamiken der Familienmitglieder sind stellenweise so schmerzhaft authentisch, die Ambivalenz der erwachsenen Protagonistin ihren Eltern gegenüber so realistisch geschildert, dass ich Gänsehaut hatte.Und die Szene bei Ernstings Family mit dem aufgeschwatzten Kleid? 1:1 ich! Hilfe!Hannas Geschichte ist tragisch, keine Frage und doch überwiegt ihre Tragik an keiner Stelle, wird auch nicht ins Lächerliche gezogen, sondern darf einfach existieren, ist da und bestimmt nicht ihr ganzes selbst. Das fand ich wundervoll, wie leise man einen so fundamentalen Einschnitt ins Leben erzählen kann, ihm Gewicht verleiht ohne ihn die Geschichte führen und dominieren zu lassen.Zur Hörbuchversion: Dass Lena Kupke selber liest war die beste Entscheidung ever! Ehrlich es sollten mehr Autor:innen ihre Bücher selbst vertonen. Ich hatte das Gefühl meine beste Freundin erzählt mir ihre Lebensgeschichte und gleichzeitig als säße ich neben ihr bei ihren Eltern am Mittagstisch. Die Betonungen, den Slapstick mancher Situationen, die verschiedenen Figuren: Alles wurde ganz wunderbar eingefangen. Ich konnte wirklich nicht mehr aufhören zu hören und habe noch nie ein Hörbuch so schnell beendet wie dieses. Ohne es schneller laufen zu lassen wohlgemerkt!Wenn mir ein Hörbuch gut gefällt neige ich dazu mit das ganze noch einmal als Buch zu kaufen um es selbst lesen zu können. Ein Hörbuch habe ich noch nie zweimal gehört. Hier freue ich mich schon darauf alles noch einmal zu hören, einfach weil es so so gut war.Fazit: Ein wundervoller, leiser Roman über den langsamen Weg der Heilung, über Ankommen, sich finden ohne eine Lösung zu haben und über das Kind sein obwohl man erwachsen ist. Dazu wundervoll gelesen in der Hörbuch Version von der Autorin selbst. Eine ganz klare Empfehlung und mein bisheriges Jahreshighlight!

merkurina am 27.04.2026 20:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Rigoros authentisch

Das Buch hat ein tolles Cover, das Hörbuch wurde von der Autorin selbst eingesprochen, beides hat seinen Reiz. Wie schon öfter, habe ich mich gefragt, ob ein Buch anders auf mich wirkt, wenn ich es selbst lese oder wenn ich es anhöre. Ich weiß es nicht. Hier durfte es für mich die Audiofassung sein. Lena Kupke ist Comedienne, sie versteht es, vorzutragen. Sie macht das anders als typische Hörbuch-Sprecher:innen. Manchmal klingen die Personen - Vater, Mutter, “Kind”, Schwester usw. fast so, dass ich sie mir als Comicfiguren vorstellen konnte. Das war witzig und vital, bisweilen etwas unstimmig.Das Thema ist durchaus ernst: Hanna erleidet eine Panikattacke und einen Zusammenbruch, ihr Freund ist zu phlegmatisch, sie aus dem Krankenhaus abzuholen und eine ganz ungeplante Auszeit beginnt: Die Eigentlich-Berlinerin findet sich plötzlich im Elternhaus in Lüneburg wieder. Wir erfahren, dass Hanna krasse Erfahrungen gemacht hat - sie hatte zweimal zusammen mit ihrem Freund “Pech”, das Geschehene wird nie so richtig ausgeführt, aber durch Triggermomente, die Hanna erlebt, wird klar, dass es sich um Fehl- oder gar Totgeburten handelt. Das Buch handelt gleichzeitig davon, wie es ist, als erwachsene Frau wieder in den Kosmos der Kindheit und Jugend zurückzukehren. Und vom Schweigen in Familien, denn niemand will Hanna so nahe kommen, dass über das, was sie erlebt hat, geredet würde. Ein Minenfeld für Hanna, die sich unverstanden und ausgegrenzt fühlt, obwohl sie an sich eine freundliche Familie hat.Diese Situation, wie mitten im “Erwachsenenleben” eine die Kindheitskonstellation wieder einholt, erreicht manchmal geradezu die Belastungsgrenze. Aber Lena Kupke vermag das gut auszubalancieren. Manchmal ist es für mich too much Information: Wenn es um Konsum und/oder Körperpflege geht zum Beispiel, manchmal kommt auch die Comedienne dann vielleicht doch raus. Und Tante Irmhild hätte es nicht gebraucht, so haben wir uns in der Pubertät tatsächlich die grässlichen Tanten vorgestellt, von denen ich nicht weiß, ob es die in der Realität wirklich gibt. Und ob sie überhaupt jemanden ernsthaft schrecken können. Aber das nur am Rande.Pause ist ein Buch, das nicht mehr will, als seinen Inhalt durchzuarbeiten, und das gelingt.

martina83 am 27.04.2026 19:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Pause . Punkt

„Die Millisekunde vor der Bewusstlosigkeit, in die man hineingleitet, in diesen Pausenraum, fühlt sich wie eines der schönsten Gefühle an, wie etwas, das ich ganz lange herbeigesehnt habe, alles ist dann friedlich, es gibt kein Müssen mehr, keine Sorgen, kein Scheitern, keinen Ehrgeiz, keine Katastrophen, keine Verluste, keinen Schmerz, nur Ruhe.“ S. 65

Inhalt:
Hanna überkommt eine Panikattacke und ist gezwungen die nächste Zeit bei ihren Eltern zu verbringen. Doch wie soll ihr das helfen mit 36 Jahren wieder unter einem Dach mit ihren Eltern zu leben als wäre sie wieder ein Teenager? Irgendwie muss sie es schaffen zu heilen, ihre Familie neu wahrzunehmen und eine frische Liebe in ihr Herz zu lassen. 

Cover:
Das Cover fällt durch die orange Farbe auf. Durch die Person im Pyjama und dem Titel kann man schon vermuten, worum es geht. 

Meine persönliche Meinung:
Das Buch nimmt einen gleich mit hinein in die Situation und man wird sofort warm mit der Protagonistin. Besonders gut hat mir gefallen, dass Hanna als Person immer im Vordergrund stand. Alle Beziehungen sind ein Teil von ihr, aber nehmen niemals überhand oder werden gelöst. Auch die neue Liebe bleibt bis zum Schluss offen wie sehr sie sich darauf einlässt und es wird nicht zu einer rasanten Liebesgeschichte. Hanna mit ihrer Erschöpfungsdepression, ihren Gedanken, ihren Missgeschicken und Zweifeln war zentraler Punkt des Buches. Das macht es auch so authentisch. Nicht alles lässt sich lösen oder ändern, nicht sofort ist man über eine Krise hinweg und muss erst langsam heilen. Diese ganze Situation ist sehr realistisch geschrieben und trotzdem schwingt Humor in Form von Sarkasmus mit. So lockert es das schwere Thema auf, nimmt ihm aber nicht den nötigen Ernst. 

Fazit:
Ein ehrliches Buch erzählt von einer Frau mitten in einer Erschöpfungsdepression mit allen Höhen und Tiefen.

Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

Die Vorarlbergerin
Ein warmherziger Debütroman über Selbstfindung, Familie und die Verarbeitung von Schicksalsschlägen.

01.09.2026

nordbayern.de
Das perfekte Buch für den Urlaub. Denn wer sich endlich eine Auszeit vom Alltag gönnt, versteht sofo...rt, worum es hier geht. mehr weniger

10.08.2026

Stuttgarter Zeitung
Ein warmherziges, sehr ehrliches Buch über Überforderung, familiäre Sprachlosigkeit und den langsame...n Weg zurück ins eigene Leben. mehr weniger

Sandra Belschner, 25.07.2026

Der Tagesspiegel
Süffige Zeitgeistprosa.

Denis Scheck, 01.07.2026

Brigitte
Mein Rat: Pause machen und den Debütroman von Comedian Lane Kupke lesen.

Angela Wittmann, 17.06.2026

Galore
›Pause‹ ist verschriftlicht das, was Lena Kupke beherrscht: eine dunkelbunt selbstironische Stand-up...-Comedy-Performance mit rotem Faden, verteilt auf 24 Auftritte, nur diesmal eben in Kapiteln. mehr weniger

Edda Bauer, 12.06.2026

br.de
Lena Kupke erzählt in ihrem Debütroman eine Geschichte mitten aus dem Leben. Ihre Figuren sind sehr ...authentisch gezeichnet und man findet alles, was das Herz berührt. Gleichzeitig ist immer viel Humor im Spiel, Selbstironie und Protagonisten, die man liebgewinnt. Für alle, die skurrile Geschichten mögen, die so nur das Leben schreiben kann. mehr weniger

Sabine Abel, 10.06.2026

Donna online
Der Debütroman von Autorin und Stand-up-Comedian Lena Kupke ist eines dieser Bücher, bei dem man sic...h am liebsten jeden Satz anstreichen möchte. mehr weniger

Palina Dautfest, 09.06.2026

NDR Kultur - Journal
Lena Kupke beschreibt realistisch, eindringlich und zum Teil komisch, was passiert, wenn einem Mensc...hen plötzlich der Boden unter den Füßen wegzogen wird. mehr weniger

Maren Ahring, 08.06.2026

fr.de
Ihr Blick auf das moderne Leben – auf Erschöpfung, Erwartungsdruck und die Sehnsucht nach einem Mome...nt der Stille – ist so präzise, dass man beim Lesen unwillkürlich innehält. ›Pause‹ ist kein Wellness-Roman und kein Selbsthilfebuch. Es ist Literatur, die uns beim Atemholen zusieht. mehr weniger

Sven Trautwein, 03.06.2026

WDR 2
Es ist ein Buch, das berührt und auch mal traurig ist, doch der schräge Humor sorgt für gelungenen A...usgleich. Man taucht wunderbar in die Geschichte ein und lässt diese auch nicht so leicht los. Ein ganz wunderbares Debüt! mehr weniger

Pia Patt, 02.06.2026

myself
Ein Debüt, das lange nachhallt.

01.06.2026

rbb radioeins
›Pause‹ ist teilweise extrem lustig, und beschäftigt sich dennoch mit ernsten Problemen.

Eleni Efthimiou, 01.06.2026

stuttgarter-nachrichten.de
Lena Kupke erzählt warmherzig, ehrlich und mit feinem Humor von einem erzwungenen Stillstand, der sc...hmerzhaft ist, aber auch etwas in Bewegung bringt. Ein Roman über Schwäche, Selbstfindung und die Liebe, die manchmal gerade dann auftaucht, wenn nichts mehr geht. mehr weniger

Katrin Jokic, 29.05.2026

Deutschlandfunk Nova
Das perfekte Buch für den Moment.

Lydia Herms, 22.05.2026

harpersbazaar.de
Die Dramatik dieses Buches liegt im Kleinen und im Realen. Ein echter Page-Turner.

Anna Ostrowski, 16.05.2026

Woman
Witzig und ergreifend. (…) In ihrem Debütroman überzeugt die deutsche Autorin und Stand-up-Comedienn...e Lena Kupke mit gnadenloser Ehrlichkeit und viel Humor, den sie bewusst einsetzt, „um schwierigen Themen dennoch Leichtigkeit zu geben“. mehr weniger

07.05.2026

Emotion
›Pause‹ von Lena Kupke erzählt nicht laut, sondern einfühlsam und leise davon, wie lange es braucht,... um zu heilen. Von Familiendynamiken, Hoffnung und Neuanfängen. (…) Ein Buch, das mich sehr berührt hat (…). mehr weniger

Hannah Gössmann, 01.05.2026

Zitat von Caroline Wahl zu Pause: Dieses Buch ist wie eine feste Umarmung, nachdem es einen richtig zerlegt hat.
Zitat von Till Reiners zu Pause: Das Buch ist von Lena Kupke! Was wollen Sie denn noch?