Ein warmherziges, zart-witziges und ehrliches Buch über Momente am Boden und den langen Weg zur Verarbeitung von Schicksalsschlägen.
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Pause
Manchmal zwingt einen das Leben zu einer Pause, ob man will oder nicht. Hanna will eigentlich nicht. Aber nach einem einschneidenden Erlebnis zieht sie Hals über Kopf von Berlin in ihre alte Heimat Lüneburg zurück – zu ihren Eltern, in ihr altes Kinderzimmer, das mittlerweile das Büro ihres Vaters ist, samt Drucker, elektrischen Rollos und 90-cm-Gästebett.
Doch wie soll das funktionieren?
Plötzlich wieder Familienalltag, von null auf hundert mit drei erwachsenen Menschen, die seit jeher Konflikte lieber unter den Teppich kehren, als sie zu klären. Hanna will so schnell wie möglich wieder zu sich nach Hause, nach Berlin, in die gemeinsame Wohnung mit ihrem Freund Paul. Doch das ist nicht so einfach möglich, denn die Gründe für Hannas Zusammenbruch liegen tief. Ein warmherziges, zart-witziges und ehrliches Buch über die Verarbeitung von Schicksalsschlägen und den langen Weg zur Selbstfindung. Zwischen alten und frischen Wunden muss Hanna lernen, Hilfe einzufordern und anzunehmen und ihre Familie mit anderen Augen zu sehen. Und sie entdeckt, dass einen die Liebe auch in den schwächsten Momenten findet … In ihrem Debütroman erzählt Lena Kupke gnadenlos ehrlich und mit viel Humor von den Momenten am Boden und von Liebe, die gerade dann kommt, wenn du am wenigsten damit rechnest. »Das Buch ist von Lena Kupke! Was wollen Sie denn noch mehr? « Till Reiners
Bibliografische Daten
11. Auflage
Lena Kupke
Lena Kupke, geboren 1986, hat English Studies und Geschichte in Bonn studiert. Sie ist Autorin und Stand-up-Comedian. 2021 erschien ihr Stand-up Comedy Special im ZDF sowie ihr Sachbuch ›Wahrheit oder Pflicht‹. Sie ist häufig zu sehen bei Till Reiners´ ›Happy Hour‹ auf 3Sat und bei ›Falsch, aber anders lustig‹ in der ARD Mediathek. ›Pause‹ ist ihr Debütroman.
9 - 10 von 163 Leserstimme
Ein warmherziger Roman
Mit „Pause“ hat Lena Kupke einen Roman geschrieben, der sich sehr nach echtem Leben anfühlt. Im Mittelpunkt steht die 36-jährige Hanna, die merkt, dass ihr Körper nicht mehr mitmacht und sie deshalb zurück in ihr altes Kinderzimmer bei ihren Eltern zieht. Gerade diese Ausgangssituation fand ich unglaublich authentisch, weil nicht nur Hanna überfordert ist, sondern auch ihre Eltern, die inzwischen längst ihren eigenen Alltag gefunden haben. Alle müssen sich erst wieder neu aufeinander einstellen. Genau daraus entstehen viele Reibereien, unausgesprochene Konflikte und dieses ständige Gefühl, dass es unter der Oberfläche brodelt.Besonders gelungen fand ich die Familiendynamik. Die Kommunikation ist oft schwierig, vieles wird verschwiegen oder nur angedeutet. Auch in Hannas Beziehung zu Paul merkt man schnell, wie wenig offen eigentlich gesprochen wird. Gleichzeitig haben alle Figuren ihre Ecken und Kanten, zum Beispiel die Eltern mit ihren Eigenheiten, Schwester Sara mit ihren schrulligen Macken und Hanna selbst, die sich oft nicht gesehen oder gehört fühlt. Dadurch wirken die Figuren nie glatt oder konstruiert, sondern sehr echt.Trotz der ernsten Themen gibt es viele humorvolle Szenen, bei denen ich lachen musste. Mein Highlight war definitiv die Szene, in der Hanna halbnackt versucht, eine Straßenlaterne auszutreten und ihr Date ein paar Tage später von einer „verrückten Frau“ erzählt, die genau das getan habe, ohne zu merken, dass es Hanna war. Solche Momente lockern die Geschichte wunderbar auf.Besonders ins Herz geschlossen habe ich die Nachbarin Helen. Sie ist eigentlich die erste Person, die sich wirklich Zeit für Hannas Gedanken und Gefühle nimmt und ihr zuhört, ohne sie kleinzureden. Sehr berührt in diesem Zusammenhang hat mich auch dieses Zitat:„Ich habe doch sowieso schon immer das Gefühl, dass meine Gefühle und Gedanken eine Zumutung sind, dass ich andere schonen muss, und jetzt mit meiner Geschichte erst recht.“ (S. 254)An manchen Stellen bleibt die Autorin recht vage. Vor allem bei Themen wie Hannas Fehlgeburt oder der Frage, was letztendlich dazu geführt hat, dass sie im Krankenhaus landet, hätte ich mir etwas mehr Hintergrundinformationen gewünscht. Vieles wird nur angedeutet. Andererseits kann ich mir vorstellen, dass genau das eine bewusste Entscheidung war, weil es eben auch im echten Leben oft keine klaren Antworten gibt.Insgesamt ist „Pause“ ein authentischer, emotionaler und gleichzeitig humorvoller Roman über Überforderung, Familie und das Gefühl, endlich gesehen werden zu wollen.
Mal etwas ganz anderes
Mit dem Buch „Pause“ hat Lena Kupke einen Roman verfasst, der irgendwie ganz anders ist als vieles, was ich sonst so lese. Im Mittelpunkt steht Hanna, Mitte 30, eine junge Frau, die irgendwann in der Vergangenheit ihr Elternhaus verlassen und zum Arbeiten nach Berlin gezogen war, wo sie seit vier Jahren mit Paul in einer Beziehung zusammenlebt. Als Hanna bei einer Panikattacke zusammenbricht und in die Notaufnahme kommt, ist es nicht wie zu erwarten wäre, ihr Freund Paul, der sich um sie kümmert, sondern ihre Eltern holen sie ab. Was anfangs als kurzfristige Lösung gedacht war, wird zu einem längeren Abschnitt: Hanna wohnt wieder in ihrem Elternhaus, ganz als wäre sie noch ein Teenager! Sie selbst ist mehrmals täglich hin und her gerissen, ob sie sich dabei wohl fühlt oder nicht, ja von ihren Eltern geradezu genervt ist. Einerseits merkt sie und mit ihr auch der Leser, dass der Alternsunterschied zwischen Hanna und ihren Eltern vieles naturgemäß erschwert, andererseits möchte Hanna sich in die Geborgenheit der Kinderrolle fallen lassen, weil es so einfach erscheint, und ihr derzeit offenbar die Kraft für eine selbstständige Lebensführung zu fehlen scheint. Worunter Hanna eigentlich tatsächlich leidet, hat sich mir als Leser nicht wirklich in Gänze erschlossen, sind es Depressionen, ist es ein Burnout? Zumindest ist sie krank an der Seele, das steht fest. In ihren Eltern und ihrer ebenfalls erwachsenen Schwester Sara findet sie nicht die hilfreichen Gesprächspartner, die sie bräuchte. Die Beziehung zu Paul geht während der räumlichen Trennung in die Brüche, man gewinnt den Eindruck, dass dies längst überfällig war! Was die letztendliche Einordnung und Beurteilung an die Thematik psychische Erkrankung angeht, bin ich etwas hin und hergerissen! Zwar habe ich dieses Buch wirklich gerne und schnell gelesen, weil Lena Kupke einen sehr flüssigen und angenehmen Schreibstil hat, aber die Herangehensweise erschien mir manchmal auch etwas auf die Comedy Schiene abgerutscht, u. ich war nicht sicher, ob das der Ernsthaftigkeit des Themas gerecht wird, auch wenn es abwechslungsreiche Unterhaltung bietet. Das Ende ist sehr offen gestaltet, aber das passt gut zur Geschichte! Möge jeder sich seine eigene Meinung bilden. Ich werde die Autorin auf jeden Fall im Hinterkopf behalten und würde gerne weitere Bücher von ihr lesen.
Sehr authentisch
Was für ein Buch. Es war einfach alles dabei. Ich habe viel gelacht, nachgedacht, mitgelitten und so einiges kam mir selbst aus meinem Leben so bekannt vor. Vor allem ist dieses Buch authentisch! Ich hatte PAUSE in zwei Tagen durch, was bei mir nur sehr selten vorkommt. Man kann es nicht weglegen. Großartiger Debütroman von Lena Kupke. Ich möchte mehr davon!Hanna ohne h bricht zusammen und findet sich im Krankenhaus wieder. Sie möchte gehen, sofort, ihr fehlt doch nichts. Nur leider muss sie abgeholt werden, doch keiner hat Zeit. Ihre Eltern holen sie dann letztendlich ab und fahren mit ihr nach Lüneburg, in ihre alte Heimat. Am Anfang möchte sie nur bis zum nächsten Tag bleiben, doch daraus wird nichts. Bei ihren Eltern fühlt sich alles irgendwie so anstrengend an, fühlt sich wie ein Kind und nicht wie 36. Doch sie merkt wie gut es tut nicht zurück zu müssen, zurück in ihren Alltag nach Berlin. Und dennoch gibt es ungesagte Dinge zwischen ihrer Familie, ihren Freunden und ihrem Freund. Es brodelt unaufhörlich in ihr, ständig muss sie weinen, hat das Gefühl nicht gesehen oder gehört zu werden. Hannah braucht dringend eine Pause….Lest dieses Buch! Es ist fantastisch!
Kraftvoll, aufwühlend, überwältigend
Als Hanna sich mit Mitte dreißig plötzlich in ihrem Elternhaus wiederfindet, ist diese Option ursprünglich nur für ein oder zwei Nächte gedacht. Lieber gestern als heute möchte sie zurück nach Berlin, in ihre Wohnung, zu ihrem Freund, zu ihrem Job, ihrem Alltag. Aber gibt es all das überhaupt noch? Während sich das Zusammenleben mit ihren Eltern äußerst interessant gestaltet, lernt Hanna viele neue Facetten des Lebens, an sich selbst und ihren Mitmenschen kennen.Bereits ohne konkret zu wissen was eigentlich passiert ist, mit wem man es zu tun hat oder wo man sich befindet, wird der Leser in das Geschehen hineingezogen. Lena Kupke hat eine wunderbare Art Ereignisse und Figuren zu beschreiben, sie erschafft damit Nähe und Vertrauen wie es nur selten der Fall ist. Trotz einiger Unwägbarkeiten und scheinbarer Hürden, fühlt man sich direkt geborgen. Obwohl man im weiteren Verlauf sehr viel über die Protagonisten, allen voran natürlich Hanna, erfährt, in allen möglichen und unmöglichen Situationen zugegen ist, so geht es in diesem Roman doch um so viel mehr. Hanna steht dabei letztlich stellvertretend für jeden einzelnen. Sicherlich kann man ihre Geschichte nicht einfach auf sich projizieren, ihre Erlebnisse stoßen jedoch tief im Unterbewusstsein eine Lawine los, die man zu Beginn definitiv noch nicht hat kommen sehen. Der Leser erfasst einerseits die Darstellungen, lebt, liebt und leidet mit Hanna, ficht dabei aber gleichzeitig einen eigenen inneren Kampf aus. Die bei der Lektüre des Werkes aufkommenden Gefühle adäquat zu beschreiben, fällt schwer. Sämtliche Worte und Formulierungen können dem nicht gerecht werden. Lena Kupke ist mit „Pause“ ein wahrlich grandioser, unglaublich empathischer und nicht minder aufwühlender Roman gelungen. Um nicht von Emotionen überwältigt zu werden, sollte man den Titel sehr ernst nehmen und auch mal eine Pause beim Lesen machen, so schwierig es auch ist das Buch zur Seite zu legen.
Schonungslos, präzise und emotional überwältigend
Pause von Lena Kupke hat mich von den ersten Seiten an komplett gepackt. Diese unmittelbare emotionale Dichte ist selten, die Anspannung ist sofort spürbar und zieht sich konsequent durch das ganze Buch.Besonders stark fand ich, wie eindringlich das Zurückkehren ins Elternhaus beschrieben wird. Dieses Gefühl, wieder in alte Muster zu geraten, obwohl man längst ein eigenes Leben geführt hat, ist so präzise beobachtet, dass es beim Lesen fast körperlich spürbar wird. Auch wenn meine eigenen Eltern ganz anders sind, war ich sofort in dieser Dynamik drin.Kupkes Erzählweise ist dabei beeindruckend reduziert und auf den Punkt. Sie verschwendet keine Seite, jede Szene hat Gewicht. Die Schnitte sind genau da gesetzt, wo sie wirken müssen, und erzeugen eine Intensität, die ich mir bei vielen anderen Autorinnen wünschen würde.Was bleibt, ist eine herzzerreißende Geschichte, die ihre Kraft nicht aus großen Gesten zieht, sondern aus den Zwischentönen. Genau das macht sie so einnehmend und lässt sie lange nachhallen.Für mich ganz klar 5 Sterne. Große Empfehlung!
Pause – nur eine kurze Unterbrechung?
Das Buch beginnt rasant: die Hauptfigur Hanna erwacht in der Notaufnahme einer Klinik. Sie hatte während einer beruflichen Präsentation offenbar eine Panikattacke und ist kollabiert.Nach dieser Notbremse landet sie überraschend mit Mitte 30 wieder im Elternaus einer norddeutschen Kleinstadt. Die besorgten Eltern stehen allerdings recht hilflos vor dieser neuen Situation und sind hauptsächlich mit sich selbst und ihren routinierten Tagesabläufen beschäftigt. Sie sehen in Hanna noch immer das kleine Kind mit entsprechenden „kleinen“ Problemen. Geredet wird in der Familie oft in oberflächlichen Monologen mit wenig Platz für ernsthafte und tiefgründige Gespräche. Und so wird aneinander vorbeigeredet. Jeder scheint in seiner Welt zu leben und das familiäre Miteinander wird nach Plan organisiert.Ohne den Auslöser der Panikattacke wirklich genau zu benennen, ahnt man als Leser schnell, dass es sich um eine oder sogar mehrere Fehlgeburten oder Totgeburten handeln könnte.Der durch die Panikattacke erzwungene räumliche Abstand zu ihrem Partner in Berlin führt zu einer scheinbar längst überfälligen Trennung des Paares. Beide haben den Schicksalsschlag unterschiedlich schwer verkraftet und verarbeitet. Sie waren offenbar nicht in der Lage darüber miteinander zu reden und den Trauerprozess gemeinsam zu bewältigen.Diese Sprachlosigkeit zieht sich durch das gesamte Buch und manchmal möchte man die Figuren auffordern, endlich offen miteinander zu sprechen und einander zuzuhören.Der abschließende Satz bringt alles auf den Punkt: Manchmal muss alles kaputtgehen, damit man etwas Neues bauen kann.Und macht Mut für einen Neuanfang.
Ehrlich aus dem Leben
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, es ist sehr ehrlich und erzählt aus dem wahren Leben. Obwohl es ein eher trauriges Kapitel aus dem Leben der Protagonistin ist, gefällt mir der witzige und unterhaltsame Erzählstil, ich musste oft schmunzeln über die Gedanken und Aktionen von Hanna. Es steckt viel Authenzität hinter der Geschichte, sicherlich muss der ein oder andere leider ähnliche Erfahrungen wie Hanna machen. Bei dem Leben wieder bei den Eltern wurde ich sehr oft an mein Elternhaus erinnert was ich sehr amüsant fand. Der Titel passt super zum Buch, ganz am Ende wird das nochmal deutlich. Auch das Cover ist treffend gewählt und wird in der Geschichte aufgegriffen. Ich würde mich sehr über ein weiteres Buch der Autorin freuen, mir gefällt ihr Schreibstil wirklich sehr gut und die direkte und ehrliche Art und Ausdrucksweise.
Gelungen
Pause Lena KupkeHanna zieht nach einem Zusammenbruch vorübergehend zu Ihren Eltern. Mit 36 Jahren wieder ins Kinderzimmer, das eigentlich jetzt Vaters Büro ist. Ihr Leben in Berlin tauscht sie unfreiwillig mit Kleinbürgertum in Lüneburg. Damit gerät ihr Leben aus den Fugen und auch das ihrer Eltern.Alte Gewohnheiten, Vorurteile, Verhaltensweisen und Beziehungsspielchen erwachen wieder. Die Sprachlosigkeit und Hilflosigkeit der Familie tut beim Lesen weh. Lena Kupke trifft in ihrem Debutroman einen interessanten, angenehmen und leichten Ton. Sue skizziert humorvoll und mit guter Beobachtungsgabe das agieren der Hauptpersonen. Zwischendrin musste ich herzlich lachen und im gleichen Moment bleibt einem das Lachen im Halse stecken. Insgesamt ein gelungener Roman, den man leicht weglesen kann. Auch, wenn ich mir an manchen Stellen mehr Tiefe gewünschst hätte, vergebe ich gerne 5 Sterne.
Tragikomisch und authentisch
Nach einem Zusammenbruch muss die sechsunddreißig jährige Hanna eine Auszeit von allem nehmen, sowohl privat als auch beruflich, es bleibt ihr nichts anders übrig, als zurück zu ihren Eltern ins Haus nach Lüneburg zu ziehen, in ihr ehemaliges Kinderzimmer, das mittlerweile als Arbeitszimmer ihres Vaters funktioniert. Sie versucht möglichst wenige Tage bei ihren Eltern zu bleiben, unverhofft kommt noch alles anders, auch ihre Eltern sind mit ihrer Situation überfordert - längst haben ihre Eltern ein eigenes Leben aufgebaut, mit festen Strukturen und mitten im Leben platzt ihre Tochter heim und bringt ihnen gehörig ihr fester Tagesablauf durcheinander.In Hanna`s Heimat kehren die ganzen Kindheitserinnerungen zurück und sie trifft die Menschen in dem kleinen Ort, in denen sie am liebsten um einen großen Bogen machen möchte, gleichzeitig versucht sie, ihr Leben alleine in Griff zu bekommen undin denen sie jedoch eingestehen muss, dass sie nicht alleine zurecht kommt und auf professionelle Hilfe angewiesen ist. Ein Geschichte, in denen die Beziehung der erwachsene Tochter und ihren Eltern sehr authentisch und schonungslos erzählt wird, wo die Probleme einfach unter dem Teppich gekehrt wird und die Fassade muss um jeden Preis aufrecht erhalten werden.Ich war positiv überrascht über die Geschichte und habe es sehr gerne gelesen, die Autorin Lena Kupke schreibt sehr einfühlsam, schonungslos ehrlich und humorvoll, in denen man einfach ihr zustimmen muss, so erlebt man als Erwachsene tatsächlich im Elternhaus wieder und auch ein Thema, das sehr zum Nachdenken anregt. Für mich persönlich, war es einer der besten Bücher, die ich gerne gelesen habe und kann das Buch für alle empfehlen, die längst aus dem Elternhaus ausgezogen, es kann jeden treffen !
Vom erzwungenen Stillstand zur selbstbestimmten Auszeit
Pause - diese legt Hanna im gleichnamigen Roman von Lena Kupke eher widerwillig ein. Bis zum Schluss. Denn was bedeutet Pause? Stillstand, Unterbrechung, Warten, Langeweile? Oder Erholung, Freizeit, Freiheit, Spaß? Für Hanna scheint es zunächst ersteres zu sein. Eine Pause, in die sie auch ihr Umfeld zwingt, denn diese entzieht und entsagt Hanna ein Stückweit die Chance, aus dem Verharren und der Starre herauszukommen. Um sich die Erholung zu gönnen, die sie eigentlich benötigt, nach der ihr Körper schreit, wie der Zusammenbruch zu Beginn des Romans zeigt, muss Hanna sich zunächst mit einigem auseinandersetzen.Ein komplexes Spannungsfeld von inneren Vorgängen wie Eingeständnissen, Selbsterkennen, Ehrlichkeit und Aushalten können gepaart mit äußeren Umständen wie Arbeit, Freunde, Familie und Beziehungen. Erzählt wird ruhig und zurückhaltend, durch kleine Beobachtungen, beiläufigen Gedanken und zwischenmenschlichen Momenten. Dadurch werden Themen wie mentale Erschöpfung, Einsamkeit und das Bedürfnis nach Rückzug feinfühlig in Szene gesetzt. Die Leserschaft erfährt, wie kompliziert es sein kann, sich inmitten von Verpflichtungen und Erwartungen nicht zu verlieren. So ist Pause ein stiller, kluger und emotional eindringlicher Roman, der mich von Anfang an für sich gewinnen konnte. Ein Roman, der durch seine ruhige, ehrliche Art Trost und Kraft spendet.
Pressestimmen
Ein warmherziger Debütroman über Selbstfindung, Familie und die Verarbeitung von Schicksalsschlägen.
01.09.2026
Das perfekte Buch für den Urlaub. Denn wer sich endlich eine Auszeit vom Alltag gönnt, versteht sofo...rt, worum es hier geht. mehr weniger
10.08.2026
Ein warmherziges, sehr ehrliches Buch über Überforderung, familiäre Sprachlosigkeit und den langsame...n Weg zurück ins eigene Leben. mehr weniger
Sandra Belschner, 25.07.2026
Süffige Zeitgeistprosa.
Denis Scheck, 01.07.2026
Mein Rat: Pause machen und den Debütroman von Comedian Lane Kupke lesen.
Angela Wittmann, 17.06.2026
›Pause‹ ist verschriftlicht das, was Lena Kupke beherrscht: eine dunkelbunt selbstironische Stand-up...-Comedy-Performance mit rotem Faden, verteilt auf 24 Auftritte, nur diesmal eben in Kapiteln. mehr weniger
Edda Bauer, 12.06.2026
Lena Kupke erzählt in ihrem Debütroman eine Geschichte mitten aus dem Leben. Ihre Figuren sind sehr ...authentisch gezeichnet und man findet alles, was das Herz berührt. Gleichzeitig ist immer viel Humor im Spiel, Selbstironie und Protagonisten, die man liebgewinnt. Für alle, die skurrile Geschichten mögen, die so nur das Leben schreiben kann. mehr weniger
Sabine Abel, 10.06.2026
Der Debütroman von Autorin und Stand-up-Comedian Lena Kupke ist eines dieser Bücher, bei dem man sic...h am liebsten jeden Satz anstreichen möchte. mehr weniger
Palina Dautfest, 09.06.2026
Lena Kupke beschreibt realistisch, eindringlich und zum Teil komisch, was passiert, wenn einem Mensc...hen plötzlich der Boden unter den Füßen wegzogen wird. mehr weniger
Maren Ahring, 08.06.2026
Ihr Blick auf das moderne Leben – auf Erschöpfung, Erwartungsdruck und die Sehnsucht nach einem Mome...nt der Stille – ist so präzise, dass man beim Lesen unwillkürlich innehält. ›Pause‹ ist kein Wellness-Roman und kein Selbsthilfebuch. Es ist Literatur, die uns beim Atemholen zusieht. mehr weniger
Sven Trautwein, 03.06.2026
Es ist ein Buch, das berührt und auch mal traurig ist, doch der schräge Humor sorgt für gelungenen A...usgleich. Man taucht wunderbar in die Geschichte ein und lässt diese auch nicht so leicht los. Ein ganz wunderbares Debüt! mehr weniger
Pia Patt, 02.06.2026
Ein Debüt, das lange nachhallt.
01.06.2026
›Pause‹ ist teilweise extrem lustig, und beschäftigt sich dennoch mit ernsten Problemen.
Eleni Efthimiou, 01.06.2026
Lena Kupke erzählt warmherzig, ehrlich und mit feinem Humor von einem erzwungenen Stillstand, der sc...hmerzhaft ist, aber auch etwas in Bewegung bringt. Ein Roman über Schwäche, Selbstfindung und die Liebe, die manchmal gerade dann auftaucht, wenn nichts mehr geht. mehr weniger
Katrin Jokic, 29.05.2026
Das perfekte Buch für den Moment.
Lydia Herms, 22.05.2026
Die Dramatik dieses Buches liegt im Kleinen und im Realen. Ein echter Page-Turner.
Anna Ostrowski, 16.05.2026