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Stadt des Glanzes, Stadt des Elends

Polizeiärztin Magda Fuchs – Das Leben, ein ewiger Traum

Berlin, 1920: Nach den dunklen Kriegsjahren zieht der Glanz der Metropole Menschen aus aller Welt an. Auch Magda Fuchs hofft nach einem schweren Schicksalsschlag hier auf einen Neubeginn. Doch als Polizeiärztin lernt sie schon bald die Schattenseiten der schillernden Großstadt kennen. Vor allem die Schicksale der zahllosen verwahrlosten Kinder halten sie nachts wach. Sie werden skrupellos verkauft, aber die Polizei unternimmt nichts dagegen.

Unerwartete Unterstützung erhält Magda von der sich zunächst ruppig gebenden Fürsorgerin Ina und dem etwas fahrigen, aber engagierten jungen Kommissar Kuno Mehring.

Mutig bewegt sich Magda in einer Welt aus Korruption und Verbrechen. Doch dann bietet sich ihr die Chance ihres Lebens, von der sie nicht einmal zu träumen gewagt hatte …


Polizeiärztinnen gab es ab 1900 in Berlin. Diese standen zwar im Dienst der Polizei, führten jedoch keine polizeilichen Arbeiten aus, sondern waren zuständig für die medizinische Betreuung der Opfer von Gewaltverbrechen, insbesondere an Frauen und Kindern. Zusätzlich kümmerten sie sich um die gesundheitliche Versorgung der zahlreichen Prostituierten in den Zwanzigerjahren. Das Amt einer Polizeiärztin wurde für eine geringe Entlohnung nur nebenberuflich bekleidet.

»›Die Polizeiärztin‹ entführt einen in die 1920er Jahre nach Berlin. Man spürt die Atmosphäre, ist mittendrin im Geschehen. Gierig saugt man das Leben und die spannende Geschichte auf.«
Alex Dengler denglers-buchkritik.de 28.06.2021

»Fesselnder Auftakt einer spannenden historischen Trilogie mit starken Charakteren.«
Mainhattan Kurier, 21/2021

Bibliografische Daten

EUR 9,99 [DE]
ISBN : 978-3-423-43890-2
Erscheinungsdatum: 02.03.2021
2. Auflage
544 Seiten
Sprache: Deutsch
Autor*innenporträt

Helene Sommerfeld

Helene Sommerfeld ist das Pseudonym eines in Berlin lebenden Autoren-Ehepaars. Ihre Trilogie um die Ärztin Ricarda Thomasius hat ihre Leser mitten ins Herz getroffen und erreichte Platz 1 der SPIEGEL-Bestsellerliste.

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132 von 132 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.68 von 5 Sternen


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7 - 10 von 132 Leserstimme

lilalesemaus am 05.04.2021 12:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Starke Frauen in einer bewegten Zeit!

Hildesheim 1919Magda Fuchs lebt mit ihrem Mann im beschaulichen Hildesheim. Sie ist Ärztin, er Jurist. Gemeinsam erwarten sie ein Kind. Magda ist glücklich! Doch jäh wird ihr Lebensglück zerstört.Berlin 1920Um Kummer und Leid hinter sich zu lassen und ihr Leben neu zu beginnen, hat Magda Fuchs eine Stelle als Polizeiärztin in Berlin – in der berühmt, berüchtigten „Roten Burg“ am Alexanderplatz – angenommen. Vom ruhigen, beschaulichen Hildesheim ins brodelnde Berlin - alls Magda ankommt, wird ihr als erstes der Koffer gestohlen…Magda bezieht ein Zimmer in einer Pension nur für Damen in der Bleibtreustraße. Sie lernt dort die junge Doris kenne, die ihr Glück in Berlin sucht. Sie möchte berühmt werden und lässt sich dafür auf vieles ein. Ebenfalls in der Pension begegnet Magda der jungen Celia, der Tochter ihrer Pensionswirtin, die in einer ungewollten Ehe gefangen ist. Eine weitere Pensionsmitbewohnerin ist die Journalistin Erika Hauser, die sich in einer von Männern dominierten Welt behaupten will.Die Arbeit als Polizeiärztin fordert Magda, lernt sie dadurch die Schattenseiten der Großstadt kennen. Die Fürsorgerin Ina Dietrich hilft Magda sich in die düstere Welt einzufinden. Eine Freundschaft entwickelt sich. Magda muss lernen, ihren Weg zu finden. Vielleicht kann ihr ja der neue, junge Kriminalkommissar Kuno Mehring dabei helfen … Die fünf jungen Frauen haben alle unterschiedliche Voraussetzungen, haben alle jedoch Träume, für die sie bereit sind, zu kämpfen.Wie es dem Autorenduo Helene Sommerfeld gelingt dies alles zu schildern,ist sehr beeindruckend. Die Atmosphäre der Zeit ist wunderbar getroffen. Das Hell und Dunkel im Berlin der 20er Jahre ist eindrücklich geschildert. Die Charaktere der Frauen sind gut gezeichnet, die „starke“ Magda, die junge, naive, so unbedingt berühmt werden wollende Doris… ich war von Anfang an gefangen in der Geschichte. Der Spannungsbogen wird durchgehend gehalten, auch wenn die Geschichte zwischen den verschiedenen Charakteren hin- und herspringt.Die Geschichte endet mit einem Cliffhanger. Ich freue mich schon riesig auf den nächsten Band!Unbedingte Leseempfehlung für alle, die spannende Krimis mit einem realen geschichtlichem Hintergund mögen. Fünf Sterne von mir!

grü ni am 05.04.2021 11:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Berlin 1920

1919:Die junge Stationsärztin Magda Fuchs ist glücklich. Sie und ihr Ehemann, der Staatsanwalt Bertram, leben in Hildesheim und erwarten ihr erstes Kind. Doch dann wird das Familienglück durch den Mord an Bertram zerstört.1920:In ihrer großen Trauer entdeckt Magda in der "Medizinischen Wochenschrift" die Annonce mit einem Stellenangebot, für eine weibliche Polizeiärztin, beim Berliner Gesundheitsamt.In Berlin angekommen wird Magda von einer Welt empfangen, die ihr gänzlich unbekannt ist. Sie trifft auf Lärm und Armut. Es ist alles so anders als in dem beschaulichen Hildesheim. Magda bezieht ein Zimmer in der Pension Bleibtreu. Dort trifft sie auf Celia, die Tochter der Pensionwirtin und der jungen Doris. Doris ist nach Berlin gekommen um in einem großen Warenhaus als Verkäuferin zu arbeiten. Doris Traum ist es aber, berühmt zu werden.Celia ist unglücklich in ihrer Ehe mit Albert. Ihre Mutter zwang Celia zu dieser Vernunftehe.Durch die Arbeit als Polizeiärztin, trifft Magda auf die Fürsorgerin Ina Dietrich und die Journalistin Erika Hauser.Die Journalistin, Führsorgerin und Polizeiärztin sind ehrgeizig, da sie sich beruflich in der Männerwelt behaupten müssen.Mich hat es beeindruckt, wie die Frauen ihren "Mann" gestanden haben. Sie haben um ihre Träume gekämpft. Das Buch liest sich sehr gut. Alles Beschriebene konnte ich mir gut vorstellen. Die Autoren verstehen es, einen in das Berlin um 1920 zu entführen. Das Buch ist in einzelne Kapitel unterteilt, diese sind wiederum in einzelne Abschnitte aufgeteilt, welches das Lesen sehr angenehm macht. Interessant ist das Nachwort der Autoren. Im Anschluss des Nachwortes findet man eine Aufstellung der wichtigsten Orte und Personen. Ich freue mich schon auf Band 2 und 3.

thrillerliese am 05.04.2021 11:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Starke Frauen- Geschichte

Berlin in den 1920ziger Jahren. Magda Fuchs kommt nach einem Schicksalsschlag nach Berlin, um als Polizeiärztin zu arbeiten. Sie kommt in eine quirlige Stadt, wo bittere Armut auf Reichtum trifft. Besonders die vernachlässigten Kinder sind ihr ein Anliegen. Sie trifft auf andere interessante Frauen und die Geschichten aller Frauen vereinen sind zu einer. Da ist die taffe Journalistin Erika Hausner und die junge Doris Kaufmann mit großen Träumen. Die verwöhnte Celia von Liebenau muss die Rechtsanwältin Ruth Jessen und ihren Mann in Anspruch nehmen, nach einer schlimmen Anklage. Ina Dietrich wird zu Magdas Verbündeten im Rahmen ihrer Arbeit. Man darf nicht vergessen, das die Emanzipation der Frauen damals noch in den Kinderschuhen steckte. Man erfährt sehr viel Historisches aus der Zeit, die Stellung der Frau, die Mode, Gesellschaft und nicht zuletzt über Berlin. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und eine Fortsetzungsreihe ist klasse!! Das Buchcover ist schön und in den Buchklappen sind kurz die Figuren erklärt und es gibt einen kleinen Berlin- Plan mit den Schauplätzen. Dufte! wie die Berliner sagen.

sonnenschein2016 am 04.04.2021 16:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Tiefes Abtauchen in gut recherchierter Kulisse...

Es gibt Bücher, die liest man nicht nur einfach, sondern man verschmilzt geradezu mit ihnen. Genauso habe ich dieses Buch empfunden, welches ich in einem Rutsch durchgelesen habe. Ich habe schon die Reihe Die Ärztin von dem Autorenehepaar gelesen, die mir sehr gut gefallen hat. Als ich die Gelegenheit hatte, eine kleine Leseprobe aus ihrem neuen Buch zu lesen, welche mich von Anfang an gepackt hatte, war es absolutes Muss gewesen, diese Geschichte rund um die Polizeiärztin und junge Witwe Magda weiter zu verfolgen.Sobald ich das Buch in den Händen hielt und lesen konnte, war ich vollkommen gefangen in der Geschichte.Der Schreibstil hat sich leicht und fließend lesen lassen und so war es auch nicht verwunderlich, dass sich die Worte in bunte Bilder umgewandelt und mich auf eine atemberaubende und spannende Zeitreise entführt hatten. Ein wirklich mitreißender Stil, den man nicht emotionaler oder intensiver hätte gestalten können.Mit ihren sehr liebevoll ausgearbeiteten Charakteren Magda und Celia sind dem Autoren Duo zwei Frauen gelungen, die nicht sympathischer hätten sein können.Magda als sehr herzliche Frau, die man nicht aufrichtiger hätte malen können. Ihr persönliches Schicksal hat mich total erreicht und ich habe mit ihr richtig mitgefiebert.Celia habe ich erst als sehr verschlossen und kühl erlebt, die dann im Laufe der Zeit eine enorme Wandlung hinlegte und die dem Leser auch sehr deutlich aufzeigte, wie sehr die Frauen, zu der damaligen Zeit, ihre Wünsche und Träume doch unterdrücken mussten. Beide Charaktere total unterschiedlich und doch sehr ähnlich.Zwei starke Persönlichkeiten, die den Frauen der damaligen Zeit nicht nur eine Stimme mit diesem Buch geben sondern auch ganz viel Farbe.Aber auch alle anderen Charaktere wurden hier so authentisch geschildert, dass sie sofort für mich greifbar wurden. Und nicht nur das, auch die damaligen Zustände, wurden hier so ehrlich beschrieben, dass man als Leser nicht nur die Bilder dazu vor Augen hatte, sondern die verschiedenen Emotionen hautnah dazu noch spüren konnte. Der Leser liest mit diesem Buch nicht einfach nur Worte sondern bekommt dazu ein totales Gesamtpaket mit dazu, wie ich es so nicht erwartet hätte.Man merkt dass die beiden Autoren sehr gut recherchiert haben um den Leser mit diesem Buch ein fantastisches Leseereignis zu schenken.Das Buch hat mich total geflasht zurückgelassen und ich kann es nicht erwarten, wie es weitergeht. Davon brauch ich unbedingt noch mehr!Fazit: Ohne große Worte5 Sterne für dieses Highlight!

cabotcove am 04.04.2021 10:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Vielschichtig und sehr empfehlenswert

Vielschichtig und sehr empfehlenswertDieses schöne Buch spielt im Berlin der 1920-er Jahre und erzählt die Geschichte der frischgebackenen Polizeiärztin Magda Fuchs:„Berlin 1920: Kurz nach den dunklen Kriegsjahren geht es in der großen Stadt drunter und drüber. Als frischgebackene Polizeiärztin lernt Magda Fuchs zunächst nur die Schattenseiten der glitzernden Metropole kennen. Schon bald stellt sie jedoch fest, dass dies die Zeit von Frauen ist, die ihr Leben selbst in die Hand nehmen. So wird ihr die Fürsorgerin Ina eine Freundin, die sich ebenso wenig um Konventionen schert wie die Rechtsanwältin Ruth. Einen regelrechten Kampf gegen die Tradition führt auch Celia, die sich aus einer erzwungenen Ehe zu befreien sucht. Die blutjunge Doris jedoch träumt davon, berühmt zu werden. Inmitten der kaltherzigen Millionenstadt muss sich Magda behaupten. Als sie es am wenigsten erwartet, verändert eine schicksalhafte Begegnung alles …“Historische Romane stehen eher selten auf meiner Wunsch- und Einkaufsliste, doch dieses hier wollte ich unbedingt lesen, weil mich die Geschichte um die junge Polizeiärztin so sehr interessiert hat. Da schreckten mich dann auch die 544 Seiten nicht und auch nicht das Genre „Literatur“, denn für mich war es auch eine Mischung aus diesem und dem Genre „Historischer Roman“ und las sich weit flüssiger und lockerer, als ich das erst gedacht hatte.Es gibt wohl noch eine Buchreihe um eine Ärztin von Helene Sommerfeldt, diese kenne ich allerdings gar nicht und ging so total unvoreingenommen an dieses Buch heran.Die Charaktere dieses Buch sind ganz wunderbar skizziert, sehr lebensecht und authentisch. Und vor allen Dingen auch charismatisch und interessant, jeder für sich genommen.Man spürt die Stimmung der 20-er Jahre sehr deutlich durch die bildhafte Sprache dieser talentierten Autorin und kommt sich vor, als sei man selbst jetzt im Moment ebenfalls vor Ort; das hat mir sehr gut gefallen. Man kann quasi in dieses Buch und seine Geschichte um starke, junge Frauen „abtauchen“ und sich fallen lassen in diese Zeit, die ja niemand von uns hautnah miterlebt haben dürfte.Auch die Spannung kommt nicht zu kurz, es könnte ebenso ein Kriminalroman sein. Alles in allem passt hier einfach alles perfekt zusammen, unterhält sehr spannend und fesselnd und wartet mit interessanten Persönlichkeiten und einer eindrucksvollen Zeitepoche auf. Perfekt !

bookish.life.lines am 03.04.2021 17:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Das dunkle Berlin der zwanziger Jahre

Die Handlung:Nach einem Schicksalsschlag gelangt Magda Fuchs, eine junge Ärztin, nach Berlin. Im Jahr 1920 ist es noch ungewohnt auf weibliche Mediziner zu treffen und umso mehr freut sich die junge Frau, dass das Berliner Gesundheitsamt eine Stellenanzeige aufgegeben hat, in dem explizit nach einer Ärztin gesucht wird und zwar als Polizeiärztin. Magda hofft damit ihrem traurigen Leben in Hildesheim entfliehen zu können doch mit dem was sie in Berlin erwartet, hätte sie nicht gerechnet. Im Rausch der goldenen zwanziger Jahre blickt Magda Fuchs in den Abgrund der Nachkriegszeit. Hungernde, mangelversorgte Kinder sind dabei längst nicht das Schlimmste was Magda Fuchs dabei ertragen muss. Aber Magda möchte helfen und muss dabei doch erkennen, dass sie selbst als Polizeiärztin, nicht von jedem ernst genommen wird. Schnell stellt sie fest, dass dies nun die Zeit ist, in der Frauen ihr Leben selbst in die Hand nehmen müssen und gemeinsam mit Ina Dietrich, einer Fürsorgerin, schmiedet sie Pläne, bei dem die zwei Frauen letztlich durch Kriminalkommissar Kuno Mehring Hilfe erhalten. Meine Meinung:Dieses Buch ist der Auftakt zu einer neuen Triologie von Helene Sommerfeld, welches das Pseudonym eines Schriftsteller-Ehepaares aus Berlin ist. Klappentext und Leseprobe, haben mich auf Anhieb angesprochen gehabt, so dass ich mich sehr gefreut habe, bei vorablesen.de ein Leseexemplar gewonnen zu haben. Die goldenen Zwanziger und das schillernde Berlin der damaligen Zeit sind wohl jedem ein Begriff, die meisten denken dabei wohl eher an: Berliner Kaffeehauskultur, die neue Frau, Kunst welche sich neu erfindet und Schauspielhäuser. Dieses Buch jedoch führt auf die Schattenseite. Der 1. Weltkrieg ist noch nicht lange vorbei und die meisten Berliner leben in absolut ärmlichen Verhältnissen. Kinderhandel und Prostitution ist da längst an der Tagesordnung um sich über Wasser zu halten.Als Fan von historischen Romanen, habe ich direkt gut in das Buch reingefunden, der Schreibstil lässt sich sehr gut lesen, lediglich die teils sehr abrupten Erzählperspektiven innerhalb des Kapitels machten es mir zu Beginn schwer, der Geschichte folgen zu können. Etwa bei der Hälfte des Buches, fiel es mir dann aber zunehmend leichter und ich war endgültig in der Geschichte angekommen. Ab da konnte ich das Buch kaum noch weglegen, so dass ich die zweite Hälfte des Buches dann innerhalb von zwei Tagen weggelesen hatte. Dem Autoren-Ehepaar ist es gelungen, die Charaktere so unterschiedlich und doch authentisch zu erschaffen, dass ich sie bildlich vor Augen sehen konnte. Dabei gefiel mit die Entwicklung der Protagonistin Magda Fuchs, die traurig und einsam in Berlin aufschlägt und am Ende augenscheinlich ihr Glück findet und neue Freundschaften schließt. Celia von Liebenau, deren Geschichte parallel zu der von Magda Fuchs verläuft, war mir zunächst alles andere als sympathisch. Erschien sie doch wie die verwöhnte Tochter eines wohlhabenden Arztes, als ihr Vater jedoch schwer erkrankt und es keine Aussicht auf Genesung für ihn gibt, fackelt ihre Mutter nicht lange und verheiratet Celia ungewollt mit dem älteren Albert. Celia ist darüber alles andere als glücklich, denn sie selbst hatte andere Pläne für ihr Leben, welche ihr nun verwehrt bleiben würden. Je näher man Celia und ihr Leben und dessen Umstände kennenlernt umso mehr kann man ihr Handeln und ihren Trotz verstehen und umso eher konnte ich mich in sie hineinversetzen. Auch die zahlreichen Nebenprotagonisten wurden sehr detailreich beschrieben und fügten sich gut in die Geschichte ein. Ich muss ganz ehrlich zugeben, dass ich bevor ich fast die Hälfte des Buches gelesen hatte, das Buch an sich ganz ok und die Geschichte recht interessant fand, gerade da hier auch viele kriminalistische Aspekte in dem Buch zu finden sind. Dennoch war für mich zu diesem Zeitpunkt, klar, dass ich die Trilogie wohl niemals ganz lesen werde, sondern es bei Band 1 belassen werde. Doch dann kam der Cliffhanger am Ende des Buches, der mich aufschrecken ließ und im nächsten Atemzug saß ich schon an meinem Handy, um rauszubekommen, wann Band 2 der Triologie erscheinen soll. Somit sollte also klar sein, dass mich dieses Buch am Ende so sehr gepackt hat, dass ich sehnsüchtig auf Band zwei warte und ich sehr gespannt bin wie es mit den großartigen Damen aus der Pension Bleibtreu weitergeht. Fazit: Für mich persönlich war dieses Buch schon teilweise „harte Kost“ da die Themen Kinderhandel und Kinderarmut so detailreich beschrieben wurden, dass einem das mütterliche Herz dabei bricht. Dennoch gehören auch diese Schattenseiten zur Geschichte der zwanziger Jahre und daher kann ich das Buch all jenen empfehlen, die gerne historische Romane auf Grund von wahren Begebenheiten lesen.

crazy girl am 03.04.2021 13:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Frauen in Berlin

Titel und Cover passen hervorragend. Die Handlung beginnt 1919. Die Frauenärztin Magda Fuchs ist Witwe und hatte eine Fehlgeburt. Ihr Mann Bertram war Polizist und wurde im Dienst erschossen. Der Fall konnte nicht aufgeklärt werden. Magda will ein neues leben anfangen und bewirbt sich als Polizeiärztin in Berlin. In Berlin pulsiert das Leben. Hunger, Verbrechen, Prostitution, Bettler und Frivolität gehören dazu. Die Frauen wollen ein selbst bestimmtes Leben.Das Leben von Berlin wird an Hand mehrerer Frauenschicksale geschildert. Die Protagonisten und Handlungsorte sind sehr detailreich beschrieben. Die Handlung liest sich gut hintereinander weg und ist sehr abwechslungsreich. Auch die Spannung kommt nicht zu kurz. Es ist eher schon ein Kriminalroman. Ich freue mich schon auf den nächsten Teil mit der Polizeiärztin.

svettusch am 03.04.2021 12:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Eine Zeit des Wandels

In "Das Leben ein ewiger Traum" begleiten wir Magda und Celia im Berlin der 1920er Jahre. Dem/ der LeserIn begegnen Krankheit und Verzweiflung ebenso wie Mut und Veränderung. Beide jungen Frauen müssen erst ihren Weg in einer Stadt finden, in der Glanz und Glamour neben bitterer Armut existieren. Auch das gesellschaftliche Leben ist von den Männern geprägt, doch die Frauen beginnen, ihre Stimmen zu finden ... Die Geschichte rund um Magda und Celia konnte mich schnell einnehmen. Vor allem Magda empfand ich als herzlichen, aufrichtigen Menschen, während Celia eine große Entwicklung hinlegt, die ich als sehr spannend empfand und die mich ein ums andere Mal überrascht hat. Neben liebevoll gezeichneten Charakteren mit Ecken und Kanten wurde vor allem das Leben zur damaligen Zeit sehr authentisch geschildert, sodass ich sehr viel dazulernen konnte und mir die ein oder andere Darstellung die Augen geöffnet hat. Der größte Pluspunkt war in meinen Augen die unverblümte Darstellung, in der nichts beschönigt wurde. Die Erwachsenen und vor allem die Kinder wirken abgestumpft und zermürbt. Einzig der Schreibstil konnte mich nicht immer erreichen, da Dinge mitunter sehr schnell aufgelöst wurden oder größere Zeitsprünge dazu führten, dass ich einige (wenige) Entwicklungen nicht "hautnah" miterleben konnte. Alles in allem ein wirklich gelungenere Roman, in dem immens viel Arbeit stecken muss und durch den ich einen tollen Einblick in die damaligen Verhältnisse bekommen habe.

hope23506 am 03.04.2021 10:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Aufwühlend und emotional

MEINE MEINUNG:Dies ist der erste Teil der Reihe "Die goldenen Zwanziger" von dem Autorenduo Helene Sommerfeld. Ich bin sehr gut in die Geschichte gestartet. Der Schreibstil lässt sich hervorragend lesen und die Autoren haben dem Leser Zeit gegeben, die Charaktere kennenzulernen. Das hat mir sehr gut gefallen. Man merkt schon gleich zu Anfang, dass sich Magda durchsetzten kann und auch von den Kollegen wird sie akzeptiert und gleichwertig behandelt. Mir hat der Aufbau ihres Charakters sehr gut gefallen. Gerade in dieser Zeit kämpft sie für Recht und sucht Wege, um es zu bekommen. Ich fand auch das Zusammenwirken der Charaktere gelungen. Wir haben hier die verschiedensten Personen und alle Schicksale werden miteinander verflochten. Dem Leser wird hier auch sehr bildhaft und beeindruckend das Berlin der zwanziger Jahre präsentiert. Wir können dabei bis in kleinste Räume schauen und stehen dem teilweise schrecklichen Schicksalen gegenüber.Was mir nicht klar war, wie emotional dieser Roman werden würde. Magda hat vorrangig mit Kinder zu tun und ihre Schicksale wurden hier sehr deutlich gemacht. Ich fand es keine leichte Kost und mir trieb es des öfteren die Tränen in die Augen. FAZIT:Ein sehr gelungener Auftakt, der mich aufgewühlt hat und sehr zu Herzen ging.

cocowie am 02.04.2021 23:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Emotional packend geschrieben

Drei Frauen, drei Leben, aus unterschiedlichen Welten stammend, die alle drei ihren eigenen Weg finden müssen. Einfühlsam und emotional packend erzählt, ist dieses Buch zugleich auch lehrreich und wach rüttelnd. Es erfordert Mut, die eigne Stimme zu erheben und Verantwortung zu überholen. Der Schreibstil ist intensiv, berührend, einfach „schön“. Man hat das Gefühl, durch die Augen der Protagonistinnen zu schauen, erlebt und fühlt mit ihnen. Das macht „Das Leben, ein ewiger Traum“ zu einem echten Lesevergnügen, auf das ich mich jeden Abend gefreut habe. Meine hohen Erwartungen an den neuen Roman von „Helene Sommerfeld“ - dem Pseudonym eines deutschen Autorenehepaars - waren ziemlich hoch, nachdem ich ihre „Ärztin“-Trilogie um die Thomasius-Frauen extrem gesuchtet habe. Ich wurde absolut nicht enttäuscht! Im Gegenteil: Fans werden die Polizeiärztin-Reihe lieben!

Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

Freundin, Leseträume
Liebe und Hass, Armut und Glamour, Auffstieg und Fall: Die große Berlin-Saga versetzt uns in die gol...denen Zwanziger und in die aufregende Welt einer frischgebackenen Polizeiärztin. mehr weniger

mobil - Das Magazin der Deutschen Bahn
›Polizeiärztin Magda Fuchs‹ist die spannende neue Serie der Autorin von ›Die Ärztin‹.

01.10.2021

Passauer Neue Presse
›Das Leben, ein ewiger Traum‹ ist ein tolles Porträt einer Stadt zwischen Glanz und Elend und der in... ihr lebenden Frauen, die beginnen, sich ihre Welt zu erobern. mehr weniger

Carolin Federl, 10.06.2021

Mainhattan Kurier
Fesselnder Auftakt einer spannenden historischen Trilogie mit starken Charakteren.

denglers-buchkritik.de
›Die Polizeiärztin‹ entführt einen in die 1920er Jahre nach Berlin. Man spürt die Atmosphäre, ist mi...ttendrin im Geschehen. Gierig saugt man das Leben und die spannende Geschichte auf. mehr weniger

Alex Dengler, 28.06.2021

Buchjournal extra
[E]in gelungener Mix aus Milieustudie, Spannung und 20er-Jahre-Flair.

01.05.2021

Das BLV
Das Buch ist sehr emotional.

Nadine Döring, 28.04.2021