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Starke Frauen in harten Zeiten

Polizeiärztin Magda Fuchs – Das Leben, ein großer Rausch

Berlin 1922. Polizeiärztin Magda Fuchs wird zu einem grausamen Verbrechen gerufen: Die junge Mutter hat sich zu ihrem Kind geschleppt und ist kurz darauf ihren Stichverletzungen erlegen. Magda und Kommissar Kuno Mehring stellt sich die Frage, ob dieser sinnlos erscheinende Mord zu einer Serie brutaler Überfälle auf junge Frauen gehört. Sie alle haben auf der Straße ihre Gunst verkauft. Denn die Zeiten sind schwer: Die unvorstellbar rasch voranschreitende Inflation frisst das Geld für das tägliche Leben auf.

Magda braucht ebenfalls eine Arbeit, von der sie leben kann. In Charlottenburg eröffnet sie ihre eigene Praxis. Frisch verheiratet stellt sie sich ebenso wie ihre Patientinnen die große Frage: Kann man ausgerechnet jetzt an eine Zukunft mit Kind glauben? Auch Medizinstudentin Celia liebt ihren Edgar. Aber will sie für ihn die Freiheit aufgeben, die sie so hart erkämpft hat? Ist Anwältin Ruth dafür die richtige Ratgeberin? Schauspielerin Doris genießt die Liebe wie im Rausch. Plötzlich wird daraus bitterer Ernst …

 

Polizeiärztinnen gab es ab 1900 in Berlin. Diese standen zwar im Dienst der Polizei, führten jedoch keine polizeilichen Arbeiten aus, sondern waren zuständig für die medizinische Betreuung der Opfer von Gewaltverbrechen, insbesondere an Frauen und Kindern. Zusätzlich kümmerten sie sich um die gesundheitliche Versorgung der zahlreichen Prostituierten in den Zwanzigerjahren. Das Amt einer Polizeiärztin wurde für eine geringe Entlohnung nur nebenberuflich bekleidet.

»›Die Polizeiärztin‹ entführt einen in die 1920er Jahre nach Berlin. Man spürt die Atmosphäre, ist mittendrin im Geschehen. Gierig saugt man das Leben und die spannende Geschichte auf.«
Alex Dengler denglers-buchkritik.de 28.06.2021

Bibliografische Daten

EUR 9,99 [DE]
ISBN : 978-3-423-43924-4
Erscheinungsdatum: 20.10.2021
1. Auflage
416 Seiten
Sprache: Deutsch
Autor*innenporträt

Helene Sommerfeld

Helene Sommerfeld ist das Pseudonym eines in Berlin lebenden Autoren-Ehepaars. Ihre Trilogie um die Ärztin Ricarda Thomasius hat ihre Leser mitten ins Herz getroffen und erreichte Platz 1 der SPIEGEL-Bestsellerliste.

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136 von 136 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.67 von 5 Sternen


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7 - 10 von 136 Leserstimme

heidi59 am 26.10.2021 19:10 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Für immer und ewig

Berlin 1922Nahtlos knüpft die Fortsetzung der „Polizeiärztin Magda Fuchs“ an das Ende des ersten Teils an und es geht genauso spannend weiter ,wie es aufgehört hat .Nachdem zum Glück missglückten Mordanschlag auf der Silvesterparty, findet man kurze Zeit darauf eine weitere junge Frau ,mit fast identischen Verletzungen. Der Verdacht das ein Serientäter für die brutalen Angriffe auf junge Frauen, die in der Not ihre Gunst verkaufen verantwortlich ist , kommt schnell auf . Dieser Mordfall setzt Magda allerdings sehr zu . Die Tote konnte wohl sich mit letzter Kraft zu ihrem Säugling schleppen und ist kurz darauf ihren schweren Verletzungen erlegen . Wieder einmal hat das Schicksal bei den ohnehin Schwächsten der Gesellschaft brutal zugeschlagen ,ohne das es zu verhindern gewesen wäre. Die Zeiten sind schwer , das Geld verliert schneller seinen Wert als das es den Besitzer wechseln kann . Was früher dazu reichte um ein Haus zu kaufen , verlangt jetzt der Bäcker für ein einziges Brot . Die Not ist groß und die rasend schnelle Inflation frisst nicht nur den Wert des Geldes auf. Auch Magda und ihr Kommissar Kuno Mehring müssen sparsam sein. Doch zum Glück nicht mit ihren Gefühlen und so heiraten sie endlich zur Freude aller . Frisch verheiratet stellt sich Magda die große Frage was die Zukunft für sie und Kuno bereit hält . Ob sie den Wunsch nach einem Kind nachgeben , oder lieber auf bessere Zeiten warten sollten. Medizinstudentin Celia liebt ihren Edgar, der sie auf Händen trägt und am liebsten sofort zu seiner Frau machen würde . Aber will sie für ihn ihre Freiheit und ihr Medizinstudium aufgeben um das sie so hart gekämpft hat ? Doris ist mittlerweile fast berühmt geworden und hat es beim Film schon zu etwas Glanz gebracht . Sie genießt ihr Leben an der Seite berühmter Persönlichkeiten wie im Rausch . Aber ist sie auch glücklich ? Fürsorgerin Ina , die treue Seele an der Seite der Ärmsten , scheint endlich auch privat ein kleines bisschen von dem zurück zu bekommen was sie verdient hat . Währenddessen ermittelt die Polizei mit ganz neuen Methoden und kommt dem vermeintlichen Serientäter Stück für Stück immer näher .Ein gewohnt lebendiger Schreibstil , erzählt mir eine spannungsgeladene Geschichte , in der die emotionalen Momente genauso schön sind , wie die Morde schaurig - gruselig. Wie schon im ersten Teil prägen auch diesmal toll skizzierte , starke sympathische und weniger freundliche Persönlichkeiten die authentische Story und ihren facettenreichen Hintergrund . Wieder einmal ist es dem Autoren Duo perfekt gelungen den Flair der 20er Jahre in Berlin einzufangen und mit einem spannungsgeladenem Kriminalfall zu verknüpfen . Detailreich und wunderbar bebildert , lässt mich die Erzählung schon nach den ersten gelesenen Sätzen wieder abtauchen ins Berlin der 20er Jahre . Mich erwarten viele bekannte Gesichter aus Teil Eins , doch von Langeweile kann hier keine Rede sein. Im Gegenteil ! Nie geahnte Dramatik, die so manches Mal den Atem raubt , sowie hochemotionale Momente, füllen die Seiten der spannenden historischen Kriminal-Geschichte . Magda Fuchs und ihr Kommissar Kuno Mehringer sind einem gefährlichen Mörder auf der Spur, der ohne Rücksicht Frauen, die ihren Körper verkaufen müssen um zu überleben, brutal ermordet . Eine gefährliche Jagd beginnt . Wer ist die Katze und wer die Maus ?Auch der zweite Teil um die Polizeiärztin Magda Fuchs hat mich wieder begeistert. Mittlerweile bin ich ein großer Fan der Serie und würde am liebsten sofort den nächsten Band weiterlesen . Leider , leider erscheint dieser aber wahrscheinlich erst im März 2022 . :))Sehr gerne vergebe ich wohlverdiente 5 Sterne *****und eine ganz klare Leseempfehlung.

goldie-hafi am 26.10.2021 12:10 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Das Leben, ein großer Rausch

Berlin in den 1920 zigern. Die Geschichte: ein Krimi? - ja auch - ein Buch über starke Frauen? - unbedingt - und ein Buch mit viel Zeit- und Gesellschaftskolorit.Anders als der Titel vermuten lässt, ist es nicht nur die Geschichte der Polizeiärztin Magda Fuchs und des damit verknüpften Falles, den es zu lösen gilt. Fast zu gleichen Anteilen ist es auch die Geschichte mindestens einer weiteren starken Frauenfigur, der Celia Farland, die hier Medizin studiert. Beeindruckend geschildert, die damaligen Möglichkeiten der Medizin und auch des Studiums für Frauen, mit sämtlichen Hindernissen durch Stand, Ehe und Vorurteile. Ebenso sehr realistisch die Zustände in den ärmeren Stadtvierteln und die damit einher gehenden Krankheiten, körperlicher und psychischer Natur. Toll verknüpft wird dies mit dem Kriminalfall und den politischen Hintergründen zu dieser Zeit, etwa der Ermordung Walther Rathenaus oder der Übergriffe auf Juden und Kommunisten.Durch den flüssigen Schreibstil lässt sich das Buch gut lesen, endet aber leider mit einem ganz fiesen Cliffhanger.Fazit:Ein toll geschriebenes Buch, bei dem ich sehnsüchtig auf den nächsten Teil warte.

steffi.scholle.3 am 25.10.2021 15:10 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Sehr guter 2. Teil

Endlich kann ich weiterlesen und der Cliffhanger vom ersten Teil wurde natürlich aufgelöst.Magda Fuchs ist eine Polizeiärztin in den Goldenen 20er Jahren in Berlin. Weil diese Stelle nicht gut bezahlt wird, übernimmt sie zusätzlich eine Frauenarztpraxis. Dadurch hat sie immer genug zu tun und schafft es trotzdem mit dem Polizeikommissar Mehring gut zusammen zu arbeiten und sie schaffen es auch, sich im Privaten immer näher zu kommen.Natürlich treffen wir auch die anderen Frauen aus dem ersten Teil wieder und erleben ihren weiteren spannenden Lebensweg. Außerdem wird ein weiterer Kriminalfall bearbeitet und so wird aus dem historischen Roman ein historischer Krimi.Helene Sommerfeld hat es wieder geschafft, mich mit ihrem Schreibstil sofort wieder nach Berlin zu versetzen und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Man erfährt "so nebenher" auch noch einiges historisches, was mir so nicht bekannt war, z. b. aus dem Bereich der Familienplanung.Das Cover gefällt mir ganz gut. Das Rot passt gut zum Titel.Ich empfehle den 1. Teil zu lesen. Es fehlen sonst einfach zu viele Hintergrundinformationen.Leider endet das Buch viel zu schnell und jetzt beginnt das Warten auf den letzten Teil.

schaf1 am 25.10.2021 11:10 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Berlin zwischen Glanz und Elend

Der zweite Teil, der mit Spannung erwarteten Trilogie rund um die Polizeiärztin Magda Fuchs ist nun erschienen. Es geht weiter mit dem Jahr 1922. Magda, Celia, Doris, Ina sind die Hauptprotagonistinnen, die in dieser harten Zeit der Inflation ihren Weg in Berlin suchen. Magda ist Frauenärztin, Celia studiert Medizin, Doris ist Schauspielerin und Ina Fürsorgerin. Irgendwie sind dennoch alle miteinander verbunden. Das Cover stellt sofort eine bildliche Brücke zu den zwanziger Jahren her. Es ähnelt sehr dem ersten Band und ist somit leicht zuzuordnen. Die Geschichte ist auch aufgrund des historischen Hintergrunds sehr interessant und zugleich erschreckend zu lesen. Kaum vorstellbar was erst vor hundert Jahren noch Realität war. Trotzdem ist es erstaunlich, wie sich die Frauen durchsetzen in der damaligen Männerwelt.Das einzige das zu Bemängeln wäre, ist der teilweise recht sprunghafte Wechsel von einer Person zur Nächsten. Ein sehr gelungenes Buch zum weiterempfehlen!!!

mysaze am 25.10.2021 00:10 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Sehr spannend

Ich habe bereits den ersten Teil und Magda Fuchs gelesen und war besonders gespannt auf den zweiten Teil Das Cover mit seiner roten Farbe und der abgebildeten Dame hat einen Wiedererkennungswert und man weiß direkt, dass es sich um die Polizeiärztin handelt.Inhalt:Berlin 1922. Polizeiärztin Magda Fuchs wird zu einem grausamen Verbrechen gerufen: Die junge Mutter hat sich zu ihrem Kind geschleppt und ist kurz darauf ihren Stichverletzungen erlegen. Magda und Kommissar Kuno Mehring stellt sich die Frage, ob dieser sinnlos erscheinende Mord zu einer Serie brutaler Überfälle auf junge Frauen gehört. Sie alle haben auf der Straße ihre Gunst verkauft. Denn die Zeiten sind schwer: Die unvorstellbar rasch voranschreitende Inflation frisst das Geld für das tägliche Leben auf.Magda braucht ebenfalls eine Arbeit, von der sie leben kann. In Charlottenburg eröffnet sie ihre eigene Praxis. Frisch verheiratet stellt sie sich ebenso wie ihre Patientinnen die große Frage: Kann man ausgerechnet jetzt an eine Zukunft mit Kind glauben? Auch Medizinstudentin Celia liebt ihren Edgar. Aber will sie für ihn die Freiheit aufgeben, die sie so hart erkämpft hat? Ist Anwältin Ruth dafür die richtige Ratgeberin? Schauspielerin Doris genießt die Liebe wie im Rausch. Plötzlich wird daraus bitterer Ernst Der Schreibstil ist wie schon im ersten Teil leicht und flüssig zu lesen. Magda Fuchs ist dem Leser direkt sympathisch und man kann sich sehr gut in ihre Rolle versetzen. Die Geschichte ist von Anfang bis Ende sehr spannend und ich würde dieses Buch jedem absolut empfehlen.

traumtänzer am 24.10.2021 23:10 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Alltag einer Polizeiärztin

So langsam fühlt sich die Polizeiärztin Magda Fuchs in Berlin heimisch, was auch an ihrer aufkeimenden Liebe zu Kommissar Kuno Mehring liegt. Nach einer Messerattacke auf Doris, die junge Schauspielerin finden Kuno und Magda heraus, dass noch mehr Mädchen und Frauen dem „Schlitzer“ zum Opfer gefallen sind. In ihrer Frauenarztpraxis kümmert sich Magda um die großen und kleinen Probleme der Frauen und muss sich gegen Frau Fahrland, ihre Pensionswirtin und Sprechstundenhilfe durchsetzen Nach dem Tod ihres Mannes will Celia sich ihren Traum erfüllen und Medizin studieren, doch sie verliebt sich in Edgar. Gibt sie ihre Träume auf? Im Berlin der 20er Jahre lebt ein Teil in Saus und Braus während die anderen in bitterer Armut hungern und frieren müssen. Die Geschichte um die sympatische und hilfsbereite Polizeiärztin ist spannend und unterhaltsam.

angiamore am 24.10.2021 20:10 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Wunderbar

Das Cover ist sehr hübsch, rot mit Gold und einer Frau im Stil der 1920er Jahre die wohl besagte Polizeiärztin Fuchs darstellen soll. Der Stil ist einnehmend, man ist sofort drin in der Geschichte die überaus dramatisch in der Silvesternacht zum Jahre 1922 beginnt. Eine junge Frau wird auf einen Ball niedergestochen. Magda Fuchs, zufällig anwesend, leistet erste Hilfe und muss feststellen, dass sie das Opfer kennt. Im Laufe der Geschichte wird nach dem Täter gefahndet aber auch die Leben der einzelnen Frauen die alle miteinander bekannt sind beleuchtet. Das alles in einer sehr schönen Sprache. Das Autorenpaar versteht es selbst jemanden der den ersten Band nicht gelesen hat in die Geschichte zu holen. Der Fokus liegt hier voll auf den Frauen und deren Problemen in dieser Zeit. Die Abhängigkeit vom Mann, ungewollte Schwangerschaften, Armut und den ach so wichtigen Ruf den es als anständige Frau nicht zu verlieren oder beschmutzen gilt. Alles in allem ein sehr gelungenes Buch, ich werde den ersten Teil auf jeden Fall noch nachholen und den letzten entsprechend entgegenfiebern. Sehr zu empfehlen.

dreamworx am 24.10.2021 18:10 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

"Im Leben ist das Beste nur ein Rausch." (George Gordon Byron)

1922 Berlin. Polizeiärztin Magda Fuchs ist endlich in Berlin heimisch geworden und hat sich sogar eine eigene Frauenpraxis zugelegt, in der sie an einigen Tagen in der Woche praktiziert. Als sie in ihrer Funktion als Polizeiärztin zu einem Tatort gerufen wird, nimmt sie das Verbrechen persönlich mit. Das Opfer hat sich mit schwersten Stichverletzungen noch zu ihrem Baby geschleppt, bevor sie starb. Gemeinsam mit Kommissar Kuno Mehring, der auch privat eine große Rolle in Ihrem Leben spielt, macht sich Magda daran, dem Täter auf die Spur zu kommen, denn immer mehr junge Frauen, die sich prostituieren, kommen gewaltsam zu Tode oder werden schwer verletzt. Die Suche gestaltet sich wie nach der Nadel im Heuhaufen, und dann stößt auch noch Magdas Freundin Doris etwas zu…Das Autorenduo Helene Sommerfeld hat mit „Das Leben, ein großer Rausch“ den zweiten Band um die Polizeiärztin Magda Fuchs vorgelegt, der nicht nur mit einem gut recherchierten historischen Hintergrund besticht, sondern auch mit einer spannenden Geschichte aufwarten kann, die den Leser schnell in den Bann zu ziehen weiß. Der flüssige, farbenfrohe und gefühlvolle Erzählstil lässt einen sofort in die Handlung abtauchen und findet sich im Berlin der zwanziger Jahre wieder, um sich an Magdas Fersen zu heften. Die Autoren lassen eine Stadt mit zwei Gesichtern lebendig werden, die eine lebt in Saus und Braus, während die andere kaum weiß, wie sie sich ernähren soll, die Inflation hat alle im Griff. Obwohl als Polizeiärztin tätig, muss auch Magda sich ein zweites Standbein schaffen, um über die Runden zu kommen. Neben den gesellschaftlichen und politischen Akzenten sind es vor allem die persönlichen Probleme von Frauen, die das Autorenduo empathisch in ihre Handlung miteinwebt. Magda hat in ihrer Praxis mit einem bunten Publikum zu tun, die mit den unterschiedlichsten Wehwehchen an sie herantreten und so manchen inneren Konflikt bei Magda auslösen. Interessant sind auch ihre eigenen Gedanken über Familie und Kinder, denn die momentane wirtschaftliche Lage macht ihr nicht gerade große Hoffnungen. Auch die anderen Bewohner der Pension müssen Entscheidungen treffen und der Einblick in ihre Welt ist ebenso spannend wie Kunos und Magdas Jagd nach dem Mörder. Besonders herauszustellen ist auch hier wieder einmal, wie gekonnt ein Kriminalfall in den historischen Kontext eingebunden und nebenbei das alltägliche reale Leben der Menschen präsentiert wurde.Die liebevoll und lebendig gestalteten Charaktere haben sich glaubhaft weiterentwickelt und verstehen es, den Leser an sich zu binden. Magda ist eine hilfsbereite und fleißige Frau, die sich immer hinterfragt und für ihre Patientinnen nur das Beste will. Freundin Ina ist warmherzig und fürsorglich, aber auch eine große Unterstützung für Magda. Celia steht vor einer schwierigen Entscheidung, denn sie möchte studieren, hat aber auch ihr Herz verloren. Schauspielerin Doris ist unbeschwert und genießt alles, was ihr das Leben bietet, bis es sie einen hohen Preis bezahlen lässt. Kuno ist ein pragmatischer und analytisch denkender Kommissar, doch Magda gegenüber ist er warmherzig und liebevoll.Mit „Das Leben, ein großer Rausch“ ist dem Autorenduo eine sehr unterhaltsame und spannende Fortsetzung gelungen, die dem Leser die Lage im Berlin der zwanziger Jahre nahe bringt, einen undurchsichtigen Kriminalfall präsentiert und nebenbei auch noch die gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Lage der Bevölkerung durch unterschiedliche Schicksale beleuchtet. Für diesen Pageturner ist eine absolute Leseempfehlung mehr als verdient!

282k am 24.10.2021 17:10 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Abwechslungsreiche und Frauenthemen orientierte Fortsetzung

Dieser 2. Band der Trilogie setzt unmittelbar an den Ereignissen des 1. Bandes an.Die Schauspielerin Doris ist durch eine Stichwunde schwer verletzt. Kurz darauf verstirbt eine Prostituierte an einer ähnlichen Verletzung. Es scheint sich um einen Serientäter zu handeln, aber wenn kümmert`s, wenn ein paar Huren verletzt werden.Polizeiärztin Magda und Kommissar Kuno sind glücklich. Sie wollen heiraten. Aber was wird, wenn sich Magdas Wunsch nach einem Kind erfüllt ? Sie möchte die gerade eröffnete Praxis nicht aufgeben. Während Magda eine Schwangerschaft begrüßen würde, wird sie immer öfters mit dem Wunsch nach einem Schwangerschaftsabbruch konfrontiert, was sie ablehnt, sie aber in immer größere Gewissenskonflikte stürzt.Celia ist glücklich mit ihrem Medizinstudium und Edgar, der sie gerne heiraten würde. Celia möchte ihre gerade errungene Freiheit nicht aufgeben. Kann es einen Kompromiss geben ?Ich bin erneut abgetaucht in die Welt der Zwanziger Jahre und habe die Zeit um mich herumvergessen. Das Autorenduo zeichnet ein buntes und Detail reiches Bild jener Zeit und gibt mir als Leser eine Fülle an Informationen über das politische Geschehen und die gesellschaftlichen Zustände. Dabei liegt der Schwerpunkt in meinen Augen ganz klar auf den Lebensbedingungen der Frauen, was vielleicht manchen männlichen Leser langweilt. Obwohl Doris, Magda und Celia aus unterschiedlichen sozialen Schichten stammen, sind die Möglichkeiten, ihr Leben selbst zu gestalten gleichermaßen begrenzt. Kinder sind ein soziales Risiko, Empfängnisverhütung ein Tabu und so wird in den sozial schwachen Familien der Kindersegen schnell zu Kinderelend.Obwohl die Themen eher sperrig sind , ist der Roman unterhaltsam und leicht zu lesen. Die Autoren mischen die Gesellschaftsprobleme mit interessanten geschichtlichen Details wie beispielsweise die Eröffnung des Tempelhofer Flughafens. Ein weiterer Pluspunkt sind die drei Hauptfiguren, die jede für sich sympathisch ist und durch unterschiedliche Charaktereigenschaften ihr individuelles Profil erhält.Doris nimmt dabei eine Sonderrolle ein, da sie unbedingt Karriere als Schauspielerin machen will und auf Konventionen pfeift.Magda ist eher die bodenständige, die ihre bürgerliches Leben schätzt, aber nicht die Augen vor sozialer Ungerechtigkeit verschließt.Die interessanteste Figur für mich war Celia, die versucht, die ihr als Frau auferlegten Grenzen auszudehnen und trotzdem den Ansprüchen ihrer Umwelt zu entsprechen.Alles in allem finde ich den Roman absolut lesenswert und sehr unterhaltsam.

sigrun63 am 24.10.2021 16:10 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Eine schöne Geschichte

Das Buchcover gefällt mir sehr gut mit der selbstbewussten Polizeiärztin Magda Fuchs. Ich habe schon den ersten Teil gelesen und fand den sehr interessant und spannend. Manchmal ist es ja so, dass man vom zweiten Teil enttäuscht ist. Aber auch der zweite Teil von der Polizeiärztin Magda Fuchs ist sehr interessant und spannend. Der Schreibstil ist angenehm und angenehm und deshalb liest es sich sehr gut. Hat man ein Kapitel angefangen zu lesen, will man es unbedingt fertig lesen. Es sind schöne Geschichten um Magda die Polizeiärztin und Frauenärztin, Celia die Medizinstudentin, Doris die Schauspielerin und Ruth die Anwältin. Es sind starke, selbstbewusste Frauen, die um ihre Freiheit und Selbstständigkeit kämpfen. Als Frauenärztin will Magda den Frauen gern helfen, informiert sich über Verhütung und Abtreibung, doch in mancher Situation gelangt sie an ihre Grenze.Es wird gut beschrieben, wie die einzelnen Personen denken und fühlen. Wer sich für diese Zeit interessiert, den kann ich das Buch empfehlen und freue mich schon auf die Fortsetzung und hoffe, das es auch wieder so interessant und spannend ist.

Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

mobil - Das Magazin der Deutschen Bahn
›Polizeiärztin Magda Fuchs‹ist die spannende neue Serie der Autorin von ›Die Ärztin‹.

01.10.2021