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Starke Frauen in harten Zeiten

Polizeiärztin Magda Fuchs – Das Leben, ein großer Rausch

Berlin 1922. Polizeiärztin Magda Fuchs wird zu einem grausamen Verbrechen gerufen: Die junge Mutter hat sich zu ihrem Kind geschleppt und ist kurz darauf ihren Stichverletzungen erlegen. Magda und Kommissar Kuno Mehring stellt sich die Frage, ob dieser sinnlos erscheinende Mord zu einer Serie brutaler Überfälle auf junge Frauen gehört. Sie alle haben auf der Straße ihre Gunst verkauft. Denn die Zeiten sind schwer: Die unvorstellbar rasch voranschreitende Inflation frisst das Geld für das tägliche Leben auf.

Magda braucht ebenfalls eine Arbeit, von der sie leben kann. In Charlottenburg eröffnet sie ihre eigene Praxis. Frisch verheiratet stellt sie sich ebenso wie ihre Patientinnen die große Frage: Kann man ausgerechnet jetzt an eine Zukunft mit Kind glauben? Auch Medizinstudentin Celia liebt ihren Edgar. Aber will sie für ihn die Freiheit aufgeben, die sie so hart erkämpft hat? Ist Anwältin Ruth dafür die richtige Ratgeberin? Schauspielerin Doris genießt die Liebe wie im Rausch. Plötzlich wird daraus bitterer Ernst …

 

Polizeiärztinnen gab es ab 1900 in Berlin. Diese standen zwar im Dienst der Polizei, führten jedoch keine polizeilichen Arbeiten aus, sondern waren zuständig für die medizinische Betreuung der Opfer von Gewaltverbrechen, insbesondere an Frauen und Kindern. Zusätzlich kümmerten sie sich um die gesundheitliche Versorgung der zahlreichen Prostituierten in den Zwanzigerjahren. Das Amt einer Polizeiärztin wurde für eine geringe Entlohnung nur nebenberuflich bekleidet.

»›Die Polizeiärztin‹ entführt einen in die 1920er Jahre nach Berlin. Man spürt die Atmosphäre, ist mittendrin im Geschehen. Gierig saugt man das Leben und die spannende Geschichte auf.«
Alex Dengler denglers-buchkritik.de 28.06.2021

Bibliografische Daten

EUR 9,99 [DE]
ISBN : 978-3-423-43924-4
Erscheinungsdatum: 20.10.2021
1. Auflage
416 Seiten
Sprache: Deutsch
Autor*innenporträt

Helene Sommerfeld

Helene Sommerfeld ist das Pseudonym eines in Berlin lebenden Autoren-Ehepaars. Ihre Trilogie um die Ärztin Ricarda Thomasius hat ihre Leser mitten ins Herz getroffen und erreichte Platz 1 der SPIEGEL-Bestsellerliste.

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136 von 136 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.67 von 5 Sternen


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8 - 10 von 136 Leserstimme

vielleserin1957 am 24.10.2021 13:10 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Wieder sehr aufschlußreich und spannend

Auch dieses Buch hat mich wie schon der Vorgängerband in das Berlin der 20er Jahre entführt. Ich war sehr schnell wieder mitten in der Handlung dabei und stand an der Seite von Magda, die ja bereits bekannt war, und den anderen starken Frauen. Die Charaktere sind wieder treffend beschrieben und entwickeln sich entsprechend weiter. Die Handlung selbst ist spannend, einfühlsam, bildgewaltig und scheint mir gut recherchiert zu sein. Es zeigt nicht nur das Berlin auf der schönen Seite, sondern auch viel von den Schattenseiten, die damals herrschten. Oft hat mich das Buch auch zum Nachdenken gebracht. Die verschiedenen Emotionen kamen bei mir an. Es entstand eine gewisse Atmosphäre, der ich mich nicht mehr entziehgen konnte. Ich habe das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen. Auf den nächsten Band und die Fortführung der Reihe freue ich mich schon sehr.

sissidack am 23.10.2021 20:10 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

tolles Buch

Spiegel Bestseller-Autorin steht auf dem Cover oben rechts. Ich würde dem zustimmen und erweiternd sagen: Bestseller-Roman. Das Autorenehepaar hat bewiesen, dass ein Roman stilistisch absolut gut ist, wenn eine Frau und ein Mann gemeinsam arbeiten. Angesprochen werden die schweren Zeiten der wahnsinnig problematischen Zeit der Inflation Anfang der 1920 Jahre in Deutschland. Hier insbesondere die Lebensverhältnisse und –umstände verschiedener junger Frauen, die aus den fest gefahrenen Rollen ihres Geschlechtes in einer sich im Umbruch befindenden Gesellschaft ausbrechen. Jede auf ihre eigene Art. Allen gleich ist die Strebsamkeit und Engagiertheit mit der sie ihre Ziele verfolgen. Hindernisse ohne Ende werden ihnen in den Weg gelegt. Sehr gut hat mir auch gefallen, dass diese jungen Frauen aus allen Schichten der Gesellschaft stammen. Aus diesem Grund haben sie natürlich mit recht unterschiedlichen Problemen zu kämpfen. Erschreckend waren für mich die frappierend unterschiedlichen Lebensverhältnisse in den unterschiedlichen Stadtbezirken von Berlin. Menschen in totaler Armut, die nicht genügend zum Essen haben und aus Angst und Verzweiflung Selbstmord begehen einerseits - Reichtum, Prunk, Bälle, die „Wichtigkeit“ einen neuen Tanz (der gerade in den USA oder so modern ist) zu erlernen bzw. mit dem neuen Auto auf der AVUS, die Papa dem Töchterchen eben mal so gekauft hat, dahin zu rasen auf der anderen Seite, sind erschreckend.Abschließend bin ich zu dem Ergebnis gekommen, dass mir der Roman total gefallen hat. Ich lese eigentlich nur am Abend zur Entspannung, meist so fünf bis acht Seiten. Magda Fuchs und Co. haben mich zu bis zu 40 Seiten verleitet. Das sagt wohl alles! Das Cover finde ich sowohl farblich als auch in seiner Aussage sehr gut. Bewertung: Note 1 in allen Bereichen.

eos am 23.10.2021 19:10 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Ein umfassender Rückblick auf die 1920er

Ich habe aus Büchern schon viel über diese politisch hochbrisante Zeit gelernt, aber dieses Buch hat meinen Horizont noch mehr erweitert, ein großes Lob an die Autoren für die präzisen Recherchen! Man erhält sehr tiefgreifende Einblicke in die Probleme dieser Zeit nach dem ersten Weltkrieg anhand einzelner Schicksale und Beobachtungen. Waren die Menschen zunächst noch froh, den Krieg hinter sich zu haben, und konnten wieder Spaß am Leben empfinden, kam es ganz schnell zu desolaten Zuständen, wie Hunger, Geldentwertung, Wohnungsnot usw.Sehr schön wird dargestellt, in welch misslicher Lage sich viele Frauen befanden, die meist in völliger Abhängigkeit von ihren Männern lebten, so wurde z.B. Celia das Studieren von ihrem Ehemann verboten!!! Eine Abtreibung durfte nur mit Zustimmung des Ehemannes erfolgen!!! Eine Frau, die allein ins Kino oder in eine Kneipe ging, war äußerst ominös...es gibt noch viele Beispiele. Demzufolge sind die weiblichen Hauptprotagonisten als emanzipiert anzusehen, denn sie sind nicht bereit, sich unbegründet unterzuordnen, sondern haben ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein mit der Zielsetzung eines sinnerfüllten Lebens.Auch die Aufklärung über körperliche Schutzmaßnahmen, wie z.B. Verhütung, war noch in den Anfängen, so dass die Zahl der Abtreibungen hoch war, meist natürlich illegal. Allen Ernstes wurden Kniebeugen gegen eine ungewollte Schwangerschaft empfohlen! Magda als Ärztin befindet sich in ständigem Dilemma: Abtreibungen sind verboten, aber ihr Herz möchte den Frauen helfen.....So weit, so gut und sehr interessant. Was mir allerdings gefehlt hat, war ein roter Faden durch das Buch, die einzelnen Szenen wurden aneinandergereiht, teilweise sogar ohne deutlichen Zeilenabstand, so dass man dann plötzlich 'umschalten' musste. Außerdem fehlt mir in weiten Bereichen eine gewisse Spannung, die zum Lesen verlockt. Die Handlung plätschert gemütlich vor sich hin. Da ist z.B. der sogenannte frauenattackierende 'Schlitzer', der einen spannenden Einstieg bietet, dann aber nur noch untergeordnet erwähnt wird. Schade! Daraus hätte man mehr machen können.Trotzdem ist das Buch lesenswert und informativ, ein Sternchen allerdings abgezogen aus oben genannten Gründen.

tafelmeyer am 23.10.2021 10:10 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Polizeiärztin in Berlin - kein leichter Beruf

Das Buchcover zeigt sich im Stil des ersten Bandes und ist den 20ern nachempfunden. Magda Fuchs ist in Berlin angekommen und mit ihrer Praxis, dem Dienst als Polizeiärztin und ihrem Freund Kommissar Kuno Mehring ausgelastet. Ihre Freundin Celia studiert Medizin und weiß nicht ob ihre große Liebe von Dauer ist und Doris träumt nach ihrer schweren Verletzung weiter von der großen Filmkarriere. In den Strassen von Berlin treibt ein Serienmörder sein Unwesen, die Inflation steigt rasant und infolgedessen nimmt auch die Armut und das Elend immer mehr zu. Kindersterblichkeit, medinzinische Versorgung und Prostitution nehmen zu.Der zweite Teil der Triologie um Polizeiärztin Magda Fuchs schließt nahtlos an den ersten an und auch dieser Roman ist ist gut zu lesen und in seiner Themenbreite ein interessanter Blick auf die Zeit der 20er Jahre.

meinekleinebüchersucht68 am 22.10.2021 14:10 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Spannend geht es weiter

Berlin 1922Magda Fuchs scheint in Berlin angekommen zu sein. Ihre Arbeit als Polizeiärztin ist zwar hart, aber dennoch will sie diese nicht missen. Als ihr eines Tages Praxisräume angeboten bekommt, greift sie zu und kann sich so einen langersehnten Traum erfüllen. Allerdings währt die Freude nicht allzu lange. Immer öfters eckt sie mit ihrer Praxisgehilfin, die auch ihre Vermieterin ist, an und stößt dabei an ihre moralischen Grenzen. Aber nicht nur dies bereitet ihr große Sorgen, auch privat ziehen einige dicke Wolken herein. Sie liebt zwar Kuno, aber wird sie jemals ihre eigene Familie gründen können? Zeitgleich studiert die junge Celia weiterhin Medizin und auch sie steht vor beruflichen und privaten Entscheidungen. Ihre große Liebe heißt Edgar, aber immer öfters zeigt er sich von einer Seite, die ihr Angst macht. Karriere oder Kind?Mit großer Begeisterung las ich im März 2021 den Auftaktband Polizeiärztin Magda Fuchs – Das Leben, ein ewiger Traum von dem Erfolgsautorenpaar Helene Sommerfeld, der mit einem fiesen Cliffhanger endete. Es gibt nichts Schlimmeres als diese Ungewissheit, wie es mit den Protagonisten weitergehen wird und so wartete ich neugierig und mit voller Vorfreude auf den zweiten Teil, der jetzt im Oktober 2021 unter dem Titel Polizeiärztin Magda Fuchs – Das Leben, ein großer Rausch im dtv Verlag erschienen ist. Endlich geht es mit Magda Fuchs und Co weiter…. Wie schon im ersten Band konnte mich der flüssige und bildhafte Schreibstil wieder fasziniert und so tauchte ich in die Geschichte von Magda Fuchs ein und ab. Bereits ab der ersten Seite war es wie ein nach Hause kommen, denn sofort traf ich liebgewonnene Charaktere, die mich schon im ersten Band mit ihrem Handeln und Tun überzeugen konnten. Polizeiärztin Magda Fuchs, Celia Fahrland, Kuno Mehring, Doris Kaufmann, Edgar Hinnes oder die rasende Journalistin Erika Hausner. Wer den ersten Teil gelesen hat, wird mit Beginn dieses Bandes merken, wie nahtlos der Übergang ist. Sofort findet sich der Leser beim Silvesterball im Admiralspalast im Jahr 1922 wieder. Ein brutaler Überfall überschattet dieses prunkvolle Ereignis und das tragische bei der Sache ist, dass keiner was gesehen hat. Jetzt heißt es für den Kriminalkommissar Kuno Mehring den Täter zu suchen bzw. zu finden. Aber nicht nur dieses Ereignis überschattet Berlin, sondern auch die politische und wirtschaftliche Lage in der Stadt ist mehr als nur dramatisch. Die Politik gerät mehr und mehr in Schieflage. Tagtäglich nehmen die Übergriffe auf die jüdische Bevölkerung zu. Entweder müssen sie sich körperlichen Angriffen zu Wehr setzen oder ihre Geschäfte werden zerstört bzw. geplündert. Aber nicht nur die politische, sondern auch die wirtschaftliche Lage ist mehr als bedrohlich. Zusehens verliert das Geld an Wert und die Preise schießen in die Höhe. Viele Menschen wissen keinen anderen Ausweg als sich illegal auf dem Schwarzmarkt Lebensmittel zu besorgen oder sogar Selbstmord zu begehen. Anschaulich und eindrucksvoll hat Helene Sommerfeld diese schweren Jahre eingefangen und wieder gespiegelt. Während des Lesens kann man die Angst der Berliner spüren, die sich dieser harten Zeit aussetzen mussten. Aber die Handlung soll kein Geschichtsbuch werden und somit wenden wir uns wieder den Hauptpersonen Magda Fuchs und Celia Fahrland zu. In dieser schweren Zeit kann Magda Fuchs ihren langersehnten Traum erfüllen und ihre eigene Praxis eröffnen. Sie möchte für ihre Patientinnen da sein und ihnen helfen, aber was man von ihr verlangt übersteigt ihre eigenen Vorstellungen. Sie soll Abtreibungen durchführen und genau dies ist das, was sie nicht machen will. Zudem kommen noch private Sorgen hinzu, denn sie überlegt, ob sie mit ihrem Mann Kuno nicht eine Familie gründen möchte. Aber Beruf und Familie geht das überhaupt? Celia Fahrland hat ihr Glück gefunden. In ihrem Medizinstudium kommt sie gut voran und auch mit ihrer neuen Liebe Edgar scheint sie glücklich zu sein, aber Edgars Verhalten macht ihr mehr und mehr zu schaffen. Hinzu kommen auch noch familiäre Probleme, die ihr Leben überschatten. Aber es gibt auch einen Lichtblick am Horizont, aber wird sie dafür ihre Freiheit opfern müssen?Auch mit ihrem zweiten Band konnte mich das Autorenduo Sommerfeld in ihren Bann ziehen und eins kann ich definitiv sagen: die beiden verstehen ihr Handwerk und haben eine brillante Arbeit geleistet. Dank der akribischen und detaillierten Recherchen, die sie über die zwanziger Jahre Berlins geführt haben, wurde die Authentizität der Handlung perfekt unterstrichen. Aber nicht nur die geschichtlichen Details trugen dazu bei, sondern auch die Charaktere, die durch ihr lebensnahe Auftreten die Geschichte brillant abrundeten. Sommerfeld geben den Figuren nicht nur einen Platz, sondern lassen sie wachsen, so dass sich der Leser mit ihnen identifizieren kann. Für mich ist die Handlung Leben, denn irgendetwas passiert immer und seien es nur Kleinigkeiten. Einen Stillstand gibt es nicht und so mag ich es auch. So mochte ich dieses Buch kaum noch aus den Händen legen, denn ich wollte wissen wie es weitergeht. Selbst das dickste Buch mit über 500 Seiten findet mal ein Ende und so endet dieses wieder mit einem Cliffhanger. Schade, jetzt heißt es bis Anfang nächsten Jahres warten.Für mich war es wieder ein Lesehighlight, dass ich unbedingt weiterempfehlen will.5 von 5 Sternen!!

australien am 22.10.2021 12:10 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

"WIRD SIE FREUNDIN DORIS HELFEN ?"

Das Buchcover passt schon mal gut in das Jahr 1922, in diesem Buch geht es natürlich überwiegend um die Stadt Berlin. Von einer Polizeiärztin hat man eigentlich andere Vorstellungen, man vermutet daher, dass sie an etlichen Tatorten auftauchen muss und nach Spuren der einzelnen Todesfälle sucht, um den Todesfall und damit auch die Todesursache aufklären zu können. Aber man lernt nie aus, dem ist nicht so. Die Polizeiärztinnen in Berlin hatten damals wesentlich andere Aufgaben, und noch dazu sehr schlecht bezahlte. Eigentlich besser als Nebenberuf geeignet. Denn sie mussten sich um die medizinische Versorgung der Opfer von Gewaltverbrechen und um die gesundheitliche Versorgung der zahlreichen Prostituierten im Berlin der Zwanzigerjahre kümmern. Als Polizeiärztin Magda dann die Schauspielerin Doris nach einem Attentat auf diese kennenlernt und sich mit ihr anfreundet, kommt es später zu einem Gewissenskonflikt. Denn Doris wird schwanger und kann ein Kind als Schauspielerin im Moment überhaupt nicht brauchen, deshalb bittet sie ihre Freundin Magda um eine Abtreibung. Aber bisher hatte sie dies immer aus ethischen Gründen abgelehnt und daran änderte sich auch nichts, dass eine Frau damit nicht mehr zurecht kam und sich das Leben nahm. Doch ist es bei einer Freundin etwas anderes ? Das Grundthema zieht sich wie ein roter Faden durch dieses Buch und lautet eindeutig: "ABTREIBUNG ". Da entstehen immer wieder Gewissenskonflikte, man kann die Situation der teilweise sehr armen Frauen und Prostituierten zwar verstehen, aber eine Abtreibung kann Magda aus den schon erwähnten Gründen nicht verantworten. Der Schreibstil gefällt mir sehr gut und es wird in diesem Roman nie langweilig.

keia1412 am 22.10.2021 09:10 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Die goldenen 20er?

Zunächst einmal hat mir das Buch sehr gut gefallen. Interessante Fakten der Geschichte gut verwoben mit einer packenden Story. Ich werde aber das Gefühl nicht los, dass ich vorher den ersten Teil hätte lesen sollen. Nur wusste ich erst nach der Lektüre des zweiten Teils, dass es einen ersten gab. Das muss ich wohl übersehen oder überlesen haben. Nichts desto trotz zeigt die Geschichte wie schwer es für in damaliger Zeit war sich zu behaupten. Nun lässt sich durchaus fragen wie sich das 100 Jahre später darstellt? Ist es einfacher geworden?Auf jeden Fall liest sich das Buch sehr gut und die Geschichte ist äußerst spannend. Schnell taucht man ein in das Berlin der 20er Jahre und fühlt sich wie bei einer Zeitreisen. Die Charaktere sind passend konstruiert und sind stimmig. 4 von 5 Sternen da ich wie gesagt glaube, dass man schon den ersten Teil gelesen haben sollte.

gossiptogo am 21.10.2021 15:10 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Wundervolle Fortsetzung der Reihe

Lange habe ich auf diese Fortsetzung gewartet, da Band 1 mit einem Cliffhanger geendet hat. Es schürrt natürlich die Spannung, aber dennoch mag ich Cliffhanger nicht. Daher war ich sehr froh, dass ich endlich weiterlesen konnte, durfte. Das Buch startet auch direkt bei genannter Szene. Alles geht drunter und drüber in der Silvesternacht. Und Martha, unsere Polizeiärztin, mittendrin.Martha hatte mir bereits in Band 1 sehr gefallen. Sie machte einen unheimlich großen Entwicklungssprung und auch jetzt entwickelt sie sich von Kapitel zu Kapitel weiter. War sie anfangs noch ein kleines Dorfmädchen, das Baby und Mann verloren hat, so ist sie nun eine typische Stadtfrau geworden und weiß sich durchzusetzen. Hin und wieder kam sie noch ein wenig naiv rüber, doch alles braucht nun einmal ihre Zeit. Durch Marthas Arbeit an den Frauen in ihrer neu eröffneten Frauenarztpraxis bekommen wir als Leser Einblick in die Welt der Frauen von damals. Sowohl in der gehobenen Schicht als auch in das Armenreich. Die Frauen waren alle gleich, doch auch so unterschiedlich. Mir hat der Einblick hier sehr gut gefallen. Es wurde Fokus darauf gelegt, dennoch war es nicht langweilig oder uninterressant. Natürlich gab es auch wieder einen Fall zu lösen (Magda als Polizeiärztin und ihr Kuno als Polizist), doch der wurde nur nebensächlich behandelt. Das fand ich sehr gut gelöst. Die geschichtlichen Hintergründe wurden von unserem Autorenpaar wieder sehr gut recherchiert. Es fühlt sich jedes mal an. als wäre man mit dabei. Mein Fazit: Wieder ein sehr gut geschriebener zeitgenössischer Roman mit wundervollen Charakteren, die ich gern noch weiterverfolgen möchte. Für Historie Fans ein Muss, empfehle ich gern weiter. Nur noch eine kleine Anmerkung....Die Reihe wurde zuerst als Paperback veröffentlicht. Sehr hochwertig, tolle Gestaltung etc. Sie wird aber scheinbar als diese nicht fortgesetzt. Der zweite Teil ist ein, leider, ein billig verarbeitetes Taschenbuch mit grellen, störenden Farben. Sehr schade, da es natürlich im Bücherregal auch blöd aussieht.

lerchie am 21.10.2021 12:10 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Sehr guter zweiter Teil

Magda Fuchs wird zu einem furchtbaren Verbrechen gerufen. Eine junge Frau hat sich noch zu ihrem Kind geschleppt und ist dann ihren Verletzungen erlegen. Magda und Kuno stellen sich die Frage, ob dieses Verbrechen zu einer Serie gehört, der junge Frauen zum Opfer fallen. Alle sind Prostituierte, denn die Zeiten sind schwer und das Geld wird immer weniger wert. Magda braucht ebenfalls eine Arbeit von der sie leben kann. Der Verdienst als Polizeiärztin reicht da nicht. Sie eröffnet eine Praxis. Sie heiratet Kuno Mehring und stellt sich die Frage, ob man in diese Welt ein Kind setzen kann. Die Medizinstudentin Celia liebt ihren Edgar, aber sie weiß nicht, ob sie für ihn ihre Freiheit aufgeben will. Die Schauspielerin Doris genießt die Liebe. Doch dann wird darauf bitterer Ernst.Den Beruf der Polizeiärztin gab es ab 1900 in Berlin. Sie arbeiteten zwar für die Polizei, jedoch waren sie an polizeilichen Arbeiten nicht beteiligt. Sie mussten die Opfer medizinisch betreuen, hauptsächlich die vielen Prostituierten. Das Amt wurde nur gering entlohnt, und war daher eher ein Nebenberuf.Meine MeinungMir hat der erste Band dieser Reihe schon sehr gut gefallen. Ich war daher schnell in der Geschichte drinnen und konnte das Buch, dank des unkomplizierten Schreibstils des Autorenpaars, der keine Unklarheiten im Text zuließ und daher meinen Lesefluss auch nicht störte, sehr gut lesen. In die Protagonisten konnte ich mich hineinversetzen. In Magda Fuchs, die immer an ihren Eid dachte, wenn Frauen versuchten, sie zu einer Abtreibung bei ihnen zu überreden. Und ihre Praxisvermieterin war von Abtreibungen überzeugt, würden sie doch das nötige Geld einbringen. Dann ist da noch Magdas Schwester in Heidelberg, die darauf hoffte, die kleine, zehnjährige Elke für immer bei sich behalten zu dürfen. Dann ist da noch Celia die Tochter von Magdas Vermieterin, die Medizin studierte und um ihr Geld kämpfen musste. Um Geld, das jeden Tag weniger wert war. Wer mehr über diese Personen wissen will, muss dieses Buch selbst lesen und es ist durchaus interessant, ja spannend vom Anfang bis zum Ende. Auf den ersten Seiten befindet sich noch ein Personenverzeichnis, was ich sehr begrüße, auch wenn man daraus leider nicht erlesen kann, ob es eine historische Person gibt. Ich denke, die aufgeführten Personen sind wohl alle fiktiv. Trotzdem ist das Buch ein historischer Roman, denn es spielt in den zwanziger Jahren des 20., Jahrhunderts und verrät uns auch was damals so alles geschehen ist. Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen, es hat mich auch gefesselt und sehr gut unterhalten. Daher empfehle ich es sehr gerne weiter und vergebe die volle Bewertungszahl.Der letzte Band der Trilogie mit dem Titel Das Leben, ein wilder Tanz soll im März nächsten Jahres erscheinen.

bookish.life.lines am 21.10.2021 10:10 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

großartige Fortsetzung

„Das Leben, ein goldener Rausch“ ist Band 2 aus der Trilogie der „Polizeiärztin Magda Fuchs“-Reihe. Es schließt genau an Band 1 an und viele Fragen, die sich aus dem ersten Teil „Das Leben, ein ewiger Kampf“ ergeben haben, werden recht zügig beantwortet. Gleichzeitig geht das Leben der drei jungen Frauen weiter und wirft viele neue Fragen auf. Gerade das, hat mir an diesem Buch wieder sehr gut gefallen. Der Einstieg ins Buch fiel mir zunächst, wie auch bei Band 1 schon, nicht ganz so leicht, da der Schreibstil des Autorenpaares zwar flüssig aber doch außergewöhnlich ist. Erstmal in der Geschichte angekommen, fesselte es mich dann aber und ich mochte es nur ungern wieder aus der Hand legen.Besonders gut gefällt mir auch hier wieder der Bezug zur deutschen Geschichte in den 20er-Jahren. In diesem Buch spielte gerade die Inflation eine sehr große Rolle. Auch die Anfänge der Judenverfolgung sind hier ein Thema und machten mir mit Schrecken bewusst, dass gerade dieser Teil der Geschichte doch schon so lange vor dem zweiten Weltkrieg begann. Die Protagonisten sind mit sehr viele Tiefe und sehr detailreich beschrieben, so dass ich mich in jede einzelne von ihnen sehr gut reinversetzen konnte, wobei gerade Doris zu Beginn eine große Rolle spielte aber dann doch eher leider nur am Rande auftauchte. Das fand ich persönlich ein wenig schade. Ebenso hat die Polizeiarbeit von Magda Fuchs in dem Buch keine große Rolle mehr gespielt. Viel mehr ging es eher um private Romanzen und Machenschaften, was der Geschichte aber sehr gut getan hat um die Spannung zu halten. Mir persönlich zeigt das Buch, was nötig war um als Frau in den 20er-Jahren gegen alle Widerstände, gegen die geltende Meinung und Gesetze zu stellen um sich selbst zu finden und glücklich sein. Dabei hat jede der Protagonistinnen ihren eigenen Weg und ihre eigenen Gedanken und diese wurden sehr gut in die Geschichte eingebunden und dargestellt.Das Cover des Buches finde ich einfach toll und absolut passend zu der Geschichte, mich persönlich störte jedoch, dass das Format des Buches sich im Vergleich zu Band 1 leider geändert hat und die Größen nun nicht mehr zusammen passen. Das tut dem Buch natürlich kein Abbruch, ärgert mich aber wenn ich die Bücher nebeneinander im Regal sehe.

Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

mobil - Das Magazin der Deutschen Bahn
›Polizeiärztin Magda Fuchs‹ist die spannende neue Serie der Autorin von ›Die Ärztin‹.

01.10.2021