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Starke Frauen in harten Zeiten

Polizeiärztin Magda Fuchs – Das Leben, ein großer Rausch

Berlin 1922. Polizeiärztin Magda Fuchs wird zu einem grausamen Verbrechen gerufen: Die junge Mutter hat sich zu ihrem Kind geschleppt und ist kurz darauf ihren Stichverletzungen erlegen. Magda und Kommissar Kuno Mehring stellt sich die Frage, ob dieser sinnlos erscheinende Mord zu einer Serie brutaler Überfälle auf junge Frauen gehört. Sie alle haben auf der Straße ihre Gunst verkauft. Denn die Zeiten sind schwer: Die unvorstellbar rasch voranschreitende Inflation frisst das Geld für das tägliche Leben auf.

Magda braucht ebenfalls eine Arbeit, von der sie leben kann. In Charlottenburg eröffnet sie ihre eigene Praxis. Frisch verheiratet stellt sie sich ebenso wie ihre Patientinnen die große Frage: Kann man ausgerechnet jetzt an eine Zukunft mit Kind glauben? Auch Medizinstudentin Celia liebt ihren Edgar. Aber will sie für ihn die Freiheit aufgeben, die sie so hart erkämpft hat? Ist Anwältin Ruth dafür die richtige Ratgeberin? Schauspielerin Doris genießt die Liebe wie im Rausch. Plötzlich wird daraus bitterer Ernst …

 

Polizeiärztinnen gab es ab 1900 in Berlin. Diese standen zwar im Dienst der Polizei, führten jedoch keine polizeilichen Arbeiten aus, sondern waren zuständig für die medizinische Betreuung der Opfer von Gewaltverbrechen, insbesondere an Frauen und Kindern. Zusätzlich kümmerten sie sich um die gesundheitliche Versorgung der zahlreichen Prostituierten in den Zwanzigerjahren. Das Amt einer Polizeiärztin wurde für eine geringe Entlohnung nur nebenberuflich bekleidet.

»›Die Polizeiärztin‹ entführt einen in die 1920er Jahre nach Berlin. Man spürt die Atmosphäre, ist mittendrin im Geschehen. Gierig saugt man das Leben und die spannende Geschichte auf.«
Alex Dengler denglers-buchkritik.de 28.06.2021

Bibliografische Daten

EUR 9,99 [DE]
ISBN : 978-3-423-43924-4
Erscheinungsdatum: 20.10.2021
1. Auflage
416 Seiten
Sprache: Deutsch
Autor*innenporträt

Helene Sommerfeld

Helene Sommerfeld ist das Pseudonym eines in Berlin lebenden Autoren-Ehepaars. Ihre Trilogie um die Ärztin Ricarda Thomasius hat ihre Leser mitten ins Herz getroffen und erreichte Platz 1 der SPIEGEL-Bestsellerliste.

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136 von 136 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.67 von 5 Sternen


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9 - 10 von 136 Leserstimme

hennie am 20.10.2021 23:10 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Powerfrauen in harter Zeit

Es geht nahtlos weiter: „Das Leben, ein großer Rausch" ist der zweite Teil der Magda Fuchs Reihe. Der 2. Band schließt nahtlos ans Geschehen an, nachdem mit einem hochgradig neugierig machenden Cliffhanger geendet wurde. Eine lange Wartezeit entstand bis zur Möglichkeit des Weiterlesens. Den Mittelpunkt bildet nach wie vor Magda Fuchs, eine junge Frauenärztin, die engagiert ihren Beruf ausübt und zusätzlich im Dienst der Polizei das schlechtbezahlte Amt einer Polizeiärztin erfüllt. In der schwierigen Zeit der Inflation eröffnet sie in Charlottenburg ihre eigene Praxis. Dabei kommt ihr der Zufall zu Hilfe. Sie übernimmt die Praxisräume des verstorbenen Mannes ihrer Pensionswirtin Agnes Fahrland. Über mangelnde Arbeit und die auch noch unter schwierigsten Bedingungen kann sie sich nicht beklagen. Um Magda herum entwickelt das Autorenduo Helene Sommerfeld weiterhin eine grandiose Authentizität, die mir die Realität im Berlin Anfang der zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts recht nah brachte. Der rote Faden verbindet die verschiedenen Charaktere, die mal mehr und mal weniger mit der Ärztin in Kontakt stehen. Ich las nun sehr erwartungsvoll weiter über die Entwicklung Magdas und die der anderen weiblichen Personen: Doris, Ina, Celia, Erika. Auch über die Männer wird berichtet. Am besten gefiel mir wiederum der junge Kommissar Kuno Mehring, der genau wie Magda leidenschaftlich, engagiert und mit Erfolgswillen in seinem Beruf agiert. Sie arbeiten zusammen und ergänzen sich hervorragend, was sich natürlich auch im Privatleben niederschlägt. Ihre Harmonie ist beeindruckend.Sehr anschaulich und lebensecht erfährt man von den Jahren zwischen 1922 bis 1924. Dabei werden neben dem überbordenden Reichtum (z. B. Familie Hinnes) auch Berlins Schattenseiten beleuchtet, die unvorstellbare Armut, Hunger und Elend, die grausamen Schicksale von Frauen und Kindern, deren aussichtlose Notlagen im familiären Umfeld. Kriminelle Auswüchse wie Mord, Totschlag, Kinderhandel sind an der Tagesordnung. Die sozialen Umstände für die unteren Schichten sind katastrophal und jede Hilfe, die Magda und Ina Dietrich, die Fürsorgerin, den Frauen zukommen lassen, erscheint wie ein Tropfen auf dem heißen Stein. Bildung und Aufklärung tut Not, um kleine Verbesserungen des Lebensnivaus zu erreichen. Es ist ein weiter Weg!Die Covergestaltung gefällt mir gut. Nach dem auffallenden Grün nun ein Titelumschlag in sattem Rot. Der Untertitel „Das Leben, ein großer Rausch“ läßt sich weiterführen. Auf der einen Seite sind da die grandiosen Verführungen, der Rausch des Lebens, die zum Beispiel Doris bis zum Exzeß genießt. Das wird ihr fast zum Verhängnis.Fazit:Sehr gute Erzählung über die Jahre 1922 bis 1924 mit all seinen Schrecken bis hin zur historischen, beispiellosen Inflation.Epochale Geschichte wird eingebettet in den Werdegang von jungen Frauen.Ich fühlte mich wieder hervorragend unterhalten und war traurig als ich am Ende des Buches angekommen war. Nun heißt es erneut warten auf Band 3, der im März 22 erscheint. Allerdings freue ich mich sehr darauf.Von mir gibt es die Höchstbewertung und die unbedingte Kauf- und Leseempfehlung!

celtictree am 20.10.2021 00:10 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Berlin in den Zwanziger Jahren

Das Leben ein großer Rausch ist der zweite Teil der Magda Fuchs Reihe.Magda Fuchs lebt im Berlin der Zwanziger Jahre, das für Glamour und Glanz steht.Es ist aber auch ein Jahrzehnt, in dem es zur Hyperinvlation kommt und in dem viele Menschen unter ärmlichen Bedingungen leben müssen.Die Hauptperson, ungewöhnlich für die damalige Zeit, ist Gynäkologin und praktiziert in der Praxis Fahrland, die unmittelbar neben der Pension Bleibtreu ist, in der unverheiratete Frauen ein Zimmer mieten können und auch Magda wohnt.Außerdem ist sie Polizeiärztin und untersucht für kleines Geld weibliche Opfer, da es noch keine Kriminalbeamtinnen gibt.Kuno Mehring, ein Kommissar hat sie so kennen und lieben gelernt.Fahrland Tochters Celia ist die zweite Hauptperson des Buches. Sie studiert Medizin und ist verlobt, mit Edgar, dem Sohn des reichsten Industriellen. Sie muss sich entscheiden, ob ihr der Beruf oder ein Leben an der Seite dieses Mannes wichtiger ist.Mir hat die Schreibweise sehr gefallen. Obwohl ich den ersten Teil nicht kannte, bin ich sofort mit der Geschichte warm geworden. Die starken Charaktere überzeugen.Die Extras, eine ausklappbare Karte des Berlin von 1923, die Kurzvorstellung der wichtigsten Personen im Buch runden das Lesevergnügen ab.Die Morde kommen ein wenig zu kurz, auch die Ermittlungen. Da es sich ja aber nicht um einen Krimi handelt, ist es entschuldbar.Mir hat die Umschlaggestaltung nicht so gefallen. Ich empfinde das Rot als zu aufdringlich.Auch passt der Untertitel "Das Leben ein großer Rausch" nicht ganz zu dem Buch, da es um Morde geht, um Entscheidungen von großer Tragweite, die die Personen im Buch treffen müssen und schwierige zwischenmenschliche Themen.Da dies mit dem Inhalt des Buches nichts zu tun hat, nur eine Äußerlichkeit darstellt, kann ich das Buch sehr empfehlen. Ich muss gestehen, dass ich mir eine leichtere Lektüre vorgestellt hatte aber positiv überrascht bin, wie ausgereift und interessant fast alle Personen beschrieben sind. Eine klare Leseempfehlung!

clara_fall am 19.10.2021 10:10 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Mutige Frauen

Magda macht als Polizeiärztin im Berlin der 20er Jahre die unterschiedlichsten Erfahrungen. Zusammen mit der Fürsorgerin Ina Dietrich versucht sie, das Leid zu lindern. Doch immer wieder muss sie erkennen, dass sie oftmals zu spät kommen, dass ihre Möglichkeiten und Mittel begrenzt und die Zeiten noch nicht reif sind für gravierende Veränderungen. Da erhält Magda die Gelegenheit, die Praxis des verstorbenen Mannes ihrer Pensionswirtin zu übernehmen. Zuversichtlich macht sie sich ans Werk, um vielleicht auf diesem Weg Frauen und Kindern in ihren unterschiedlichen Lebensumständen eine Hilfe zu sein und ihnen mehr Recht zu verschaffen. Als wären diese Herausforderungen noch nicht genug, jagt sie zusammen mit Kommissar Kuno Mehring dieses Mal einen Verbrecher, der es scheinbar auf Prostituierte abgesehen hat. Die damit einhergehende Nähe zu Kuno erfüllt ihr Herz mit Liebe.Auch die Tochter der Pensionswirtin, Celia Fahrland, kämpft um mehr Rechte und Freiheiten in ihrem Leben. Kaum vom Verdacht des Mordes an ihrem Mann freigesprochen, lernt sie Edgar kennen - ein Mann aus den besten Kreisen Berlins. Genau das wollte sie vermeiden. Auf ihrem Weg, Ärztin zu werden und ein selbständiges Leben zu führen, wird sie noch manch schwerwiegende Entscheidung treffen müssen.Wer den 1. Teil dieser Saga kennt, wird weiteren bekannten Personen begegnen und beobachten dürfen, dass auch sie in diesen bewegenden Zeiten voller einschneidender Veränderungen mit Herzblut um ihren Platz im Leben kämpfen.Der 2.Teil schließt nahtlos an das hohe Niveau des ersten Teils an und viel zu schnell fliegen die Seiten dahin, so dass man auch dieses Mal wieder als Leser voller Spannung auf die Fortsetzung zurückbleibt und dem Autorenpaar noch viele solcher lebhaften, glaubwürdigen und wertvollen Bücher wünscht. Das Cover hat einen einzigartigen Wiedererkennungswert.

caro jung am 18.10.2021 21:10 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Wunderbare Unterhaltung!!!

Die Autorin Helene Sommerfeld lässt mit dem Roman über die Polizeiärztin Magdalena Fuchs die Menschen in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts wieder lebendig werden. Die galoppierende Inflation, die Verbrechen der Weimarer Republik, die Probleme der Frauen, ihr Glück und ihre Nöte werden sehr anschaulich und authentisch erzählt und ich bin begeistert vom Schreibstil der Autorin, der mich völlig gefesselt hat. Viele historische Details waren mir nicht bekannt und so konnte ich das Leben der Ärztin Magda Fuchs und ihrer Pensionsfreundinnen kennenlernen und mich gleichzeitig mit der Weimarer Republik beschäftigen. Ich glaube das Buch bietet die perfekte Unterhaltung für geschichtsinteressierte Leser und Leserinnen. Auch das im Art Deco gestaltete Cover passt wunderbar zu den beschriebenen Personen und der Zeit. Ich hatte eine gute Zeit beim Lesen!!!

leselust2020 am 18.10.2021 19:10 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Besser als Teil 1 - dank der Charaktere

Teil 2 der „Polizeiärztin Magda Fuchs“-Trilogie ist eine gelungene Fortsetzung. Dank der Weiterentwicklung der Charaktere ist dieser Roman sogar besser als sein Vorgänger. Die Figuren sind nun - mit einer Ausnahme – reifer, gefestigter und laden zur Identifikation beim Lesen ein. Was im ersten Teil noch ein wenig unübersichtlich und wankelmütig anmutete, hat nun seinen festen Platz.Auch wenn im Leben von Magda Fuchs nicht immer alles glatt läuft, so ist sie in ihren Werten, im Privatleben und auch in ihrem Berufsethos angekommen. Dadurch kann man ihr Leben beim Lesen „mitleben“; man ist in der Geschichte mittendrin und steht nicht nur als Betrachter daneben.Gleiches gilt für den Charakter der Celia, tatsächlich meine favorisierte Romanfigur. Ihr Handeln und ihre Reaktionen sind vollkommen verständlich und nachvollziehbar: Wer würde nicht genauso handeln? Oder zumindest ähnlich… Auch sie hat mit einigen Steinen, z.T. auch Felsen zu kämpfen, die ihr in den Weg gelegt werden, sodass es immer wieder fesselt, wie sie diese großen und kleinen Probleme löst.Manchmal fehlt ein glasklarer roter Faden; in dieser Geschichte gibt es wie auch in Teil 1 jede Menge Nebenstränge, zwar interessant und sie fügen sich auch irgendwie zusammen, lassen die Erzählung aber etwas sprunghaft erscheinen. Apropos rot: Das Cover ist auch bei diesem Teil wieder sehr ansprechend und gut auf den ersten Roman abgestimmt. Im Regal werden alle drei Bücher ein stimmiges Bild abgeben. Insgesamt spreche ich eine klare Leseempfehlung aus!

nirak am 18.10.2021 18:10 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Schwungvoller zweiter Teil

Magda Fuchs hat sich so langsam in Berlin eingewöhnt. Ihr Arbeit als Polizeiärztin verlangt ihr vieles ab, aber davon allein kann sie nicht leben. Sie sucht eine Arbeit, die ihr die nötige Freiheit bringt. Da ist es ihr gerade Recht, dass sie Räumlichkeiten für eine Praxis angeboten bekommt. Auch in ihrem Privatleben ereignet sich einiges, sie und Kuno Mehring kommen sich näher. Doch der Gedanke an eine Ehe und Kinder macht ihr auch Angst. Die 20er-Jahre in Berlin sind nicht einfach. Jeden Tag sieht Magda als Ärztin das Elend der Frauen in der Stadt. Auch Celia steht vor schweren Entscheidungen, will sie ihre Freiheit für Edgar aufgeben? Vielleicht doch darauf verzichten, Ärztin zu werden? Und die junge Schauspielerin Doris, die ihr Leben genießt und die Gefahr nicht erkennt. Die Frauen stehen vor den schwersten Entscheidungen ihres Lebens, wie wird ihrer aller Leben weitergehen, wie wird die Inflation sie beeinflussen und werden sie die schweren Krisen überstehen können?Auf diesen zweiten Teil von „Die Polizeiärztin“ habe ich mich schon sehr gefreut, ich war gespannt darauf, wie das Leben von Magda, Celia, Ina und all den anderen Protagonisten weitergehen würde. „Das Leben, ein großer Rausch“ schließt dann auch direkt an den Vorgänger „Das Leben, ein ewiger Traum“ an. Ich empfehle daher, die Bücher nicht einzeln zu lesen. Kleine Rückblenden geben zwar in etwa den Inhalt von Band 1 wieder, aber unterhaltsamer ist es, liest man die Bücher der Reihe nach. Da Magda weiterhin als Polizeiärztin arbeitet und Kuno Mehring ebenfalls Polizist ist, gibt es natürlich auch einen schwierigen Fall zu lösen. In diesem Fall handelt es sich um einen Täter, der mehrere Frauen brutal überfällt. Magda und Kuno suchen wieder gemeinsam nach der Verbindung und den Motiven des Täters, aber diese Untersuchungen finden eigentlich nur am Rande statt. Der Schwerpunkt dieser Geschichte ruht auf Magda Fuchs und ihre Arbeit als Ärztin. Sie ist Ärztin für Frauenheilkunde. Schnell muss sie aber feststellen, dass damit auch einiges an Gefahren verbunden ist. Mit der Eröffnung der eigenen Praxis für Magda gibt die Autorin Helene Sommerfeld jetzt einen umfangreichen Einblick in diese Arbeit der 20er-Jahre. Ich fand es spannend zu lesen, womit die Frauen zu kämpfen hatten, wie groß in dieser Zeit oft die Verzweiflung war. Auch Magda stand vor so manch schwerer Entscheidung. Mir hat gut gefallen, wie die Autorin es hier verstanden hat, den historischen Hintergrund zu erläutern und gleichzeitig mit ihrer fiktiven Geschichte rund um Magda und ihre Freundinnen einzubinden. Sie hat nicht nur von dem Glanz in den Tanzsalons erzählt, sondern vielmehr von der unteren Gesellschaftsschicht, die eben um ihr Überleben kämpfen musste. Diese Einblicke waren extrem spannend. Zudem hat Helene Sommerfeld es verstanden, ihre Charaktere weiterzuentwickeln. Sie haben alle ihre Ecken und Kanten und dies wurde gut ausgearbeitet. Mir hat es Spaß gemacht, diese Geschichte zu lesen und zu erleben, wie das Leben weiterging. Der Erzählstil der Autorin ist leicht und locker zu lesen, sie versteht es, ihre Geschichte dabei fesselnd zu erzählen. Mir hat vor allem gefallen, wie sie historische Details mit eingebunden hat und dabei eine glaubwürdige Geschichte entstanden ist. Ein Personenregister zu Beginn sorgt für den nötigen Überblick über die Protagonisten und ein Stadtplan von Berlin zeigt genau, wo sich die Charaktere befinden. Fazit:Das Leben in den 20er-Jahren wird glaubhaft geschildert, die Protagonisten überzeugen durch ihre Vielfalt, sie haben Ecken und Kanten und wirken lebendig und authentisch. Ich habe diesen zweiten Teil von „Die Polizeiärztin“ gern gelesen und fühlte mich einmal mehr von Helene Sommerfeld wunderbar unterhalten. Sie hat es gut verstanden, den historischen Hintergrund in ihre fiktive Geschichte zu binden, jetzt warte ich gespannt auf Teil 3 und hoffe, die losen Fäden dieses Teils werden zusammenfinden.

gartenfee-berlin am 18.10.2021 18:10 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Starke Frauen in den nicht so goldenen Zwanzigern

Nachdem mir der erste Teil auch schon so gut gefiel, war ich gespannt auf die Fortsetzung, die sich nahtlos an den ersten Teil anschließt.Das Autorenpaar versteht es ausgezeichnet, die Charaktere bildhaft darzustellen. Ich habe voller Spannung die Entwicklungen der drei Hauptpersonen Magda, Celia und Doris verfolgt. Irgendwie hatten es alle drei nicht leicht, sich in ihrem jeweiligen Leben zu behaupten. Es ist kein Krimi, aber es geht doch auch um eine Mordserie, in die Magda und Kuno verwickelt werden (mit überraschendem Ausgang). Man erhält einen sehr guten Einblick in das Leben der Frauen im damaligen Berlin, die entweder sehr arm waren oder in ihrer Ehe ohne eigenen Willen gefangen. Aber es gab auch diejenigen, die sich nicht unterkriegen ließen und ihren Weg gingen, so wie Anwältin Ruth.Mir hat dieses Buch wieder sehr gut gefallen. Es las sich flüssig und interessant weg und nach nunmehr zwei Teilen sind mir die Protagonisten doch sehr ans Herz gewachsen. Sie waren, wie ich finde, wieder sehr gut herausgearbeitet. Das Cover war wie beim ersten Teil auch wieder sehr passend zur Zeit, man konnte gleich sehen, wo das Buch angesiedelt ist. Leider hört das Buch mit einem kleinen Cliffhanger auf, so dass ich dem dritten Teil, von dem es hier eine kleine Leseprobe gab, schon entgegenfiebere.

gaby_kno am 18.10.2021 10:10 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Wenn der hippokratische Eid stärker ist, als der Wunsch zu helfen

Magda Fuchs arbeitet in Jahr 1922 als Polizeiärztin sowie als Gynäkologin und Kinderärztin. Ein Zusammenschluss mehrerer Facetten des Berufes, die sie moralisch öfter an die Grenzen ihrer Gefühle bringt. Sie hat die Praxis von dem verstorbenen Dr. Fahrland übernommen, der es mit dem hippokratische Eid nicht so eng gesehen hat. Somit muß sie jetzt des Öfteren Patientinnen abweisen, die von ihr wünschen, gegen den §218 zu verstoßen. Auch als Ärztin im Polizeidienst wird sie mit Prostitution, Mord und Misshandlungen konfrontiert. Doch mit dem Kommissar Kuno Mehring verbindet sie mehr, als nur der Beruf. Gemeinsam versuchen sie Fälle zu lösen und ihre Beziehung zu legalisieren.Schon das Cover des Buches hat mich sofort angesprochen, genauso wie der Klappentext. Dieses Buch ist der zweite Band einer Trilogie. Ich kenne den ersten Band nicht, aber dass hat meinem Lesevergnügen keinen Abbruch beschert. Ich konnte sofort in die Handlungen eintauchen und mich in den goldenen Zwanzigern wohlfühlen. Der sehr flüssige Schreibstil hat mich von Anfang an gefesselt, so dass es mir schwer viel, das Buch aus der Hand zu legen. Die Protagonistin wurde sehr anschaulich und bildlich dargestellt, so dass mein Kopfkino alles in den schönsten Farben funktioniert hat. Auch alle anderen Personen konnte ich mir bildlich vorstellen, charakterlich ebenso wie von aussehen her. Durch eine sehr gute Recherche seitens der Autoren wurde auch der geschichtliche Aspekt (Inflation, Armut, Hunger) sehr anschaulich dargestellt. Ich gebe diesem Buch 5 Sterne und eine unbedingte Leseempfehlung. Der dritte Band wird sein Weg auf jeden Fall in meinem Regal finden.

eule2206 am 17.10.2021 17:10 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Blick auf die 20er Jahre

Das Cover weist auf die Zeit um 1920 hin und gefällt mir sehr.Als Ärztin zu arbeiten, war in den 20er Jahren eine große Herausforderung. Die Arbeit als Polizeiärztin - nichts, um den Lebensunterhalt zu sichern. Als Polizeiärztin hatte Magda es mit Mordopfern und Verbrechen zu tun, in ihrer gynäkologischen Praxis mit Abtreibungen, Kinderwünschen, Aufklärung und vielem, was für die Frauen in der damaligen Zeit nicht selbstverständlich war. Die Liebe zu Kommissar Kuno Mehringer bringt Licht und Freude in ihre knappe Freizeit. Die Geschichten um Celia, Doris und Ina runden den Blick auf das schwierige Leben der Frauen in den 20er Jahre ab.Themen, wie Inflation, Nationalsozialismus, Krisen und Not sind interessanter Bestandteil des Buches und beschreiben die Zeit in den 20er Jahren.Das Buch lässt sich gut lesen. Ich kann es nur empfehlen.

kelo24 am 17.10.2021 15:10 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Die Rolle der Frauen in den 20ern

„Das Leben, ein großer Rausch“ - Band 2 der Trilogie um die Polizeiärztin Magda Fuchs – spielt in den Jahren 1922 – 1924 und schließt lückenlos an den ersten Teil an. Es hat sich nicht nur im Leben von Magda viel verändert, die zwischenzeitlich geheiratet hat und eine eigene Praxis betreibt.Die Zeiten werden zusehends unruhiger und die Inflation schreitet voran. Als eine Mitbewohnerin der Pension einen tätlichen Angriff nur mit Not überlebt, hilft Magda Kuno wieder bei seinen Ermittlungen, denn es hat bereits eine Reihe ähnlicher Todesfälle gegeben. Auch in ihrer Praxis muss sie darum kämpfen, ihren Grundsätzen treu zu bleiben.Auch im Bekannten- und Freundeskreis der Polizeiärztin gibt es viele Frauen, die täglich für ihr kleines Stück persönlicher Freiheit kämpfen müssen. In diesem Band steht auch eher die Rolle der Frau im gesellschaftlichen Gefüge im Mittelpunkt und weniger der Kriminalfall, der mir persönlich eher stiefmütterlich abgehandelt worden ist.Trotzdem hat mir auch diese Fortsetzung wieder gut gefallen und ich warte gespannt auf den letzten Teil.

Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

mobil - Das Magazin der Deutschen Bahn
›Polizeiärztin Magda Fuchs‹ist die spannende neue Serie der Autorin von ›Die Ärztin‹.

01.10.2021