Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Zwei Welten. Ein Moment. Alles ändert sich.

Solange ein Streichholz brennt

Bohm lebt seit fünf Jahren auf der Straße. Wie er aus seinem früheren Leben gerutscht ist, darüber schweigt er. Er besitzt so gut wie nichts. Einen alten Rucksack. Geschnitzte Holzmäuse. Einen Brief, den er nicht öffnen will. Mit seinem Hund Fox kämpft er sich durch die Tage und Nächte.

Hat jemand eine Chance auf die Liebe, der keine Chance im Leben hat?

Die junge, einst aufstrebende Fernsehjournalistin Alina steckt fest. Im Job und in der Angst zu scheitern. Ihre letzte Chance auf eine TV-Karriere scheint eine Reportage über das Leben auf der Straße zu sein.

Alina findet Bohm. 

»Der Wind fegte über den Markt. Die Plane des Pavillons nebenan, an dem jemand Kerzen verkaufte, blähte sich auf, dass das Gestänge der Konstruktion schwankte. Unterdessen war eine junge Frau herangetreten. Braune Locken, ein teuer aussehender Mantel. Augenringe, die durch ihr Make-up schimmerten. Sie beugte sich vor, griff sich eine von Bohms Holzmäusen und legte sie wieder zurück. Dabei streifte ihr Blick den von Bohm für den Bruchteil einer Sekunde.«

Plötzlich ist da etwas zwischen ihnen. Etwas, das nicht sein kann. Und ein Geheimnis, das ans Licht drängt.

Christian Hubers mitreißende Liebesgeschichte über soziale Grenzen hinweg. Ein bewegender Roman über Schuld und Vergebung, über Liebe und Flucht. Und über die Kraft eines einzigen Moments, der so viel erzählen kann wie ein ganzes Leben.

Mit Playlist als Soundtrack zum Buch!

Bereits gelesen, bereits begeistert:

»Das ist anders. Vor allem ist es anders gut! Ich war direkt gefangen und konnte nicht mehr aufhören zu lesen!« CHRISTOPH KRAMER

»Man lacht, weint, fühlt und liebt mit. Lesen Sie diese außergewöhnliche Love-Story!« LEON WINDSCHEID

»Ein Buch, als würde man einem anderen Leben zuhören. Einem, das sonst kaum zu Wort kommt. Große Empfehlung.« LAURA LARSSON

»Keine typische Großstadt-Romanze, sondern eine echte Geschichte, die einen einsaugt.« TAHSIM DURGUN

»Ein Porträt zweier Welten voller Abgründe, Selbstzweifel und Liebe. Zwei Menschen, die sich und uns ganz nahestehen.« JOY DENALANE

Bibliografische Daten

EUR 23,00 [DE] – EUR 23,70 [AT]
ISBN : 978-3-423-28540-7
Erscheinungsdatum: 26.03.2026
3. Auflage
352 Seiten
Format : 12,8 x 21,0 cm
Sprache: Deutsch
Autor*innenporträt

Christian Huber

Christian Huber, geboren in Regensburg, schreibt für Print, Online, Fernsehen und die Bühne. Mit dem Team von Jan Böhmermanns »Neo Magazin Royale« wurde er u. a. für die Goldene Kamera und den Deutschen Comedypreis nominiert. Sein Podcast »Gefühlte Fakten« zählt zu den beliebtesten Deutschlands. Sein Roman »Man vergisst nicht, wie man schwimmt« eroberte sofort die Bestsellerlisten. Der Autor lebt in Bayern.

zur Autor*innen Seite
Bei unserer Presseabteilung können Sie unter Angabe des Verwendungszwecks Autor*innenfotos anfordern.

173 von 173 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.78 von 5 Sternen


78%

22%

0%

0%

0%


Geben Sie eine Leserstimme ab!

Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit anderen Kunden.


2 - 10 von 173 Leserstimme

schoko_und_buch am 12.06.2026 22:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Emotional bewegend

Alina arbeitet als Reporterin beim Fernsehen und bekommt nach einer Umstrukturierung die Chance, sich mit einer Reportage über Obdachlosigkeit zu beweisen. Dabei begegnet sie Bohm, der sich gemeinsam mit seinem Hund Fox durchs Leben schlägt. Ausgerechnet ein Angriff auf Fox bringt die beiden näher zusammen, denn Bohm kann die Tierarztkosten nicht allein tragen. Vorsichtig nähern sie sich einander an – Bohm bleibt zunächst verschlossen, wirkt fast fehl am Platz in diesem Leben. Doch mit der Zeit wächst Vertrauen. Gleichzeitig gerät Alina unter Druck beim Sender, vor allem ihr impulsiver Chef überschreitet dabei mehr als einmal Grenzen.Die Geschichte ist berührend erzählt und zeigt eindrucksvoll, wie Vorurteile entstehen – und auch überwunden werden können. Einfühlsam und gleichzeitig kraftvoll entwickelt sich die Handlung, macht Hemmschwellen sichtbar und lässt Nähe entstehen, wo zuvor Distanz war. Alina wirkt anfangs noch unsicher, findet aber zunehmend ihren eigenen Weg. Bohm habe ich schnell ins Herz geschlossen – zurückhaltend, eigenbrötlerisch und ohne jede Spur von Selbstmitleid, dabei spürt man, dass er seine eigene Geschichte mit sich trägt. Jedes Schicksal hat seine eigene Geschichte. Am Ende blieb bei mir vor allem die Frage, wie anders Bohms Leben hätte verlaufen können, wenn er früher Verantwortung übernommen hätte und nicht weggelaufen wäre. Ich habe das Buch als Hörbuch erlebt und war wirklich begeistert. Die Stimmen tragen die ruhige, fast leise Atmosphäre perfekt – für mich definitiv ein Hör-Highlight in diesem Jahr.

lesemadi am 08.06.2026 11:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Hat mich sehr berührt!

Nachdem mich Christian Huber bereits mit „Man vergisst nicht, wie man schwimmt“ komplett überzeugen konnte, hat mich auch sein neuer Roman absolut begeistert.Die Geschichte lässt zwei völlig unterschiedliche Welten aufeinandertreffen: Der 36-jährige Bohm lebt seit fünf Jahren auf den Straßen Kölns und schlägt sich mit seinem Hund Fox durch den Alltag. Auf einem Flohmarkt trifft er auf die Fernsehjournalistin Alina, die in einer beruflichen Sackgasse steckt und eine Reportage über Obdachlosigkeit machen will. Als Bohm dringend Geld für den Tierarzt braucht, lässt er sich auf das Projekt ein.Das Buch wird abwechselnd aus beiden Perspektiven erzählt, liest sich wunderbar flüssig und kommt völlig ohne Kitsch aus. Die Charaktere sind authentisch und mit viel Feingefühl beschrieben. Besonders berührend fand ich Bohms sensible Seite und den krassen Gegensatz zur oberflächlichen Medienwelt.Christian Huber zeigt hier sehr eindrucksvoll und ohne Vorurteile, wie schnell Menschen in die Obdachlosigkeit rutschen können und wie hart der Alltag auf der Straße ist. Eine extrem emotionale und spannende Geschichte, die mich sehr nachdenklich gemacht hat.Große Leseempfehlung!

wortknistern am 07.06.2026 09:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Tolles Buch!

Die junge Fernsehjournalistin Alina hat eine letzte Chance, ihre Karriere so richtig ins Rollen zu bringen: Für eine neue politische Talk Show soll sie eine Reportage zum Thema Obdachlosigkeit produzieren. Ihr Protagonist Bohm fasziniert sie sofort - und durch die Begleitung lernt sie aus nächster Nähe, welchen Umständen obdachlose Menschen ausgesetzt sind, auch zwischenmenschlich. Während sie Bohm und seinen Hund Fox immer mehr ins Herz schließt, wird sie von der Arbeit in einen Zwiespalt gebracht. Und da ist auch immer noch ein Geheimnis, das Bohm nicht preisgeben möchte…Ach, das habe ich einfach richtig gerne gelesen! Ich muss ehrlich sagen, ich hatte vorher etwas Bammel, dass der Roman dem ernsten Thema nicht gerecht würde und das ganze stereotyp oder zu kitschig darstellen würde. Aber auch wenn die Erzählung an der ein oder anderen Stelle natürlich etwas glatt war, war es für mich als Leserin genau der richtige Mix aus Schmöker und Gesellschaftskritik. Ich hoffe, dass dadurch viele Leute zum Buch greifen und zum Nachdenken angeregt werden.Lediglich an einer Stelle hatte ich das Gefühl, dass die “böse Person” überzeichnet dargestellt war und ich die Szene so etwas too much fand - hätte der Roman so gar nicht gebraucht, denn sehr stark fand ich zuvor wie durch kleine Handlungen oder teils auch einfach unbedachte Äußerungen Stereotype und Ablehnung gezeigt werden.Kleiner Kritikpunkt bleibt für mich das Ende, denn irgendwie hat mich Bohms Geheimnis nicht so ganz abgeholt (im Vergleich zum restlichen Roman zumindest). Aber das soll jetzt hier nicht negativer klingen, als es für mich war, denn das sind für mich eher Abzüge in der B-Note gewesen. Allein, dass ich es innerhalb von zwei Tagen weggeschmökert habe, spricht für sich - kann ich also sehr empfehlen und möchte es besonders allen, die ein Buch brauchen, das aus einer Leseflaute zieht oder eine Urlaubslektüre der Kategorie “gut lesbar, aber nicht seicht” suchen, sehr ans Herz legen!

laudibooks_ am 04.06.2026 08:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Geht unter die Haut und hallt nach!

Darum geht es:Bohm lebt dort, wo die meisten Menschen achtlos vorbeigehen. Mit seinem Hund Fox an seiner Seite und wenigen Habseligkeiten bestreitet er einen Alltag zwischen Kälte, Einsamkeit und den unsichtbaren Grenzen einer Welt, die ihn längst vergessen zu haben scheint.Alina sucht nach einer Geschichte, die ihrer Karriere eine neue Richtung geben könnte. Als ihre Wege sich kreuzen, wird aus einer Begegnung mehr als ein journalistisches Interesse. Hinter Bohms zurückhaltender Art entdeckt sie einen Menschen, dessen Vergangenheit noch immer nachwirkt.Je mehr sie über ihn erfährt, desto deutlicher wird, dass manche Geschichten nicht verloren gehen, selbst dann nicht, wenn sie jahrelang im Schatten gelegen haben.Mein Leseeindruck:Dieses Buch hat mich tief berührt. Es hat mich emotional so eingenommen, dass ich oft mit einer regelrechten Schwere im Herzen weitergelesen habe. Noch immer fällt es mir schwer, die richtigen Worte dafür zu finden, weil die Geschichte etwas in mir ausgelöst hat, das weit über das Lesen hinausgeht.Bohm lebt seit fünf Jahren auf der Straße und während des gesamten Romans habe ich mich immer wieder gefragt: Wie kommt ein Mensch an diesen Punkt? Wie kann ein Leben Stück für Stück entgleiten? Genau diese Fragen haben mich nicht mehr losgelassen. Die Geschichte schaut hin, wo viele Menschen wegsehen, und sie erzählt von einem Schicksal, das mich nachhaltig beschäftigt hat.Besonders beeindruckt haben mich die Figuren. Bohm und Alina könnten unterschiedlicher kaum sein und doch ergänzen sie sich auf eine Weise, die unglaublich authentisch wirkt. Christian Huber beweist hier ein enormes Feingefühl für seine Charaktere. Jede Figur wirkt lebendig, vielschichtig und greifbar. Ihre Gedanken, ihre Handlungen und vor allem ihre Gespräche haben mich vollkommen in die Geschichte hineingezogen.Die Atmosphäre dieses Romans ist eindringlich und intensiv. Viele Szenen wirken noch lange nach, weil sie so nahbar und ehrlich erzählt sind. Gleichzeitig hat das Buch auch meine eigene Wahrnehmung von Obdachlosigkeit ein Stück weit verändert oder zumindest wachgerüttelt. Es erinnert daran, dass hinter jedem Menschen eine Geschichte steckt, die wir von außen oft nicht erkennen.Dieses Buch hat mich lachen lassen, leiden lassen und mehr als einmal zu Tränen gerührt. Vor allem aber hat es etwas mit mir gemacht. Es gehört zu den Geschichten, die man nicht einfach zuklappt und vergisst, sondern die noch lange im Kopf und im Herzen bleiben.Als ich die letzte Seite gelesen hatte, war ich noch nicht bereit, Bohm und Alina gehen zu lassen. Ich hätte ohne Weiteres noch viele weitere Seiten mit ihnen verbringen können.Für mich ist dieser Roman ein absolutes Highlight und eines der eindrucksvollsten Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe.Fazit:Eine Geschichte, die unter die Haut geht und noch lange nach der letzten Seite nachhallt. Emotional, eindringlich und voller Menschlichkeit gehört dieser Roman für mich zu meinen absoluten Highlights. Absolute Leseempfehlung ❤️❤️❤️

tintenherz am 02.06.2026 17:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Ungewöhnlich, aber schön!

Das Cover ist passend mit Streichhölzern, von denen eines brennt und einem großen Buchtitel gestaltet.Der Schreibstil liest sich mit einer einfachen Sprache leicht und angenehm flüssig.Der 36jährige Obdachlose Bohm, der seit 5 Jahren auf der Straße lebt, trifft auf die junge Reporterin Alina, die eine Reportage über sein Leben drehen möchte. Zwei Welten treffen aufeinander und keiner traut dem Anderen.Die Handlung wird aus zwei Perspektiven emotional erzählt. Beide Charaktere kämpfen mit den Entscheidungen ihrer Vergangenheit. Auf Irrwegen kommen sie sich näher und eine ungewöhnliche Liebesgeschichte nimmt ihren Lauf. Aus Menschen ohne Ziele werden Menschen mit einer rosigen Zukunft. Das schicksalhafte Zusammentreffen verändert beide.Die unkonventionelle Handlung hat mich gut unterhalten und mich noch nachhaltig beschäftigt.Fazit:Eine leise Geschichte voller Menschlichkeit!

clbook am 01.06.2026 20:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Ein sehr intensives Buch

Auf diesen Roman habe ich mich sehr gefreut! Christian Huber konnte mich bereits mit seinem ersten Roman namens „Man vergisst nicht, wie man schwimmt“ aus dem Jahr 2022 komplett überzeugen. Auch sein neuer Roman „Solange ein Streichholz brennt“ hat mich komplett begeistert.Es geht um Bohm. Er lebt seit fünf Jahren auf den Straßen Kölns. Am Flohmarkt verkauft er gelegentlich selbst geschnitzte Holzmäuse. Dort trifft er auf die Fernsehjournalistin Alina Alev, die bei RTL arbeitet. Sie befindet sich in einer beruflichen Sackgasse und möchte sich mit einem besonderen Projekt beweisen. Sie will eine Reportage über Obdachlosigkeit machen und einen Obdachlosen begleiten - ihre Wahl fällt hier auf Bohm.Das Buch ist sehr intensiv erzählt und hat mich sehr nachdenklich gemacht. Man merkt, wie schnell Menschen in die Obdachlosigkeit rutschen können.Große Leseempfehlung!

monika85 am 01.06.2026 16:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Intensiv erzählte Geschichte mit Tiefgang

Nach seinem 2022 erschienenen Bestseller "Man vergisst nicht, wie man schwimmt" hat der Autor Christian Huber mit "Solange ein Streichholz brennt" einen Roman veröffentlicht, in dem sich zwei Menschen aus völlig unterschiedlichen Welten begegnen. Der 36-jährige Daniel Bohm, im Buch kurz Bohm genannt, lebt seit 5 Jahren in Köln auf der Straße. Einen Rucksack, in dem sich neben einigen persönlichen Gegenständen ein an ihn gerichteter ungeöffneter Brief befindet, eine Isomatte und einen Schlafsack - mehr besitzt er nicht. Ein zugelaufener Hund, den er Fox nennt, wird sein treuer Begleiter. Als er auf dem Flohmarkt kleine, selbst geschnitzte Holzmäuse verkauft, wird er von Alina Alev angesprochen, einer Fernsehjournalistin, die seit zwei Jahren für den TV-Sender RTI arbeitet. Sie möchte Bohm für eine Reportage eine Woche lang begleiten, um über seinen Alltag zu berichten und bietet ihm dafür ein Honorar von tausend Euro an. Bohm lehnt zunächst ab, doch als sein Hund dringend tierärztlich behandelt werden muss, erklärt er sich bereit, mit Alina zusammenzuarbeiten ... Die kurzweilige Geschichte ist abwechselnd aus den Perspektiven von Bohm und Alina erzählt und liest sich sehr flüssig. Die beiden Protagonisten sind authentisch und mit viel Feingefühl beschrieben. Es hat mir viel Lesefreude bereitet, in ihre Leben einzutauchen und sie für eine kurze Zeitspanne zu begleiten. Auf der einen Seite lernen wir die unsichere und unter starkem beruflichem Druck stehende Alina kennen, die schon mit ihrer Kündigung gerechnet hatte und nun für die Reportage über Bohm eine letzte Chance bekommt. Auf der anderen Seite begegnen wir dem alkoholabhängigen Bohm, der ein hartes Leben auf der Straße führt und über seine Vergangenheit schweigt. Es hat mich sehr berührt, dass er alles ihm Mögliche unternimmt, um seinen schwerverletzten Hund zu retten und auch darüber hinaus immer wieder seine sensible Seite zeigt.  Ich habe den Roman bis zum hoffnungsvollen Ende sehr gern gelesen, obwohl mir die Handlung nicht immer ganz glaubhaft erschien. Neben Alinas und Bohms behutsamer Annäherung, die der Autor vollkommen kitschfrei beschreibt, geht es auch um Verlust und Schuld, um Stigmatisierung von wohnungslosen Menschen und die Sensationsgier der Medien. Gegen Ende des Buches erfahren wir, welche bedauerlichen Umstände zu Bohms Obdachlosigkeit geführt haben.  Christian Huber zeigt in seinem Buch sehr deutlich auf, wie schnell Menschen durch persönliche Krisen in die Obdachlosigkeit geraten können und wie schwer es ist, aus dieser scheinbar hoffnungslosen Situation wieder herauszufinden. Er beschreibt auch die Vorurteile und Vorbehalte der Gesellschaft ihnen gegenüber und die Erniedrigungen, denen sie tagtäglich ausgesetzt sind.Auch die oberflächliche und skrupellose Scheinwelt der Medien hat der Autor sehr eindrucksvoll geschildert und gewährt dabei interessante und intensive Einblicke in den Arbeitsalltag eines TV-Produktionsteams, dessen oberste Prioritäten auf einer reißerischen Berichterstattung und einer hohen Einschaltquote liegen.Absolute Leseempfehlung für diese einfühlsame und bewegende Geschichte, die mich sehr nachdenklich gemacht hat!

anja_steinvorth am 31.05.2026 21:05 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Wie schnell kann ein Leben zerbrechen?

Inhalt: Bohm lebt auf der Straße. An seiner Seite sind nur sein Hund Fox und ein Brief, den er nicht öffnen möchte. Alina arbeitet als Fernsehjournalistin und steht kurz vor dem Verlust ihres Jobs. Eine Reportage über das Leben obdachloser Menschen soll ihre letzte Chance sein. So kreuzen sich die Wege von Alina und Bohm und schon bald entsteht zwischen ihnen eine Verbindung, mit der keiner von beiden gerechnet hat.Mein Leseeindruck: Mit Bohm und Alina lernen wir zwei Menschen kennen, die auf den ersten Blick kaum unterschiedlicher sein könnten. Bohm ist obdachlos und versucht oftmals mithilfe von Alkohol und Medikamenten, die Schatten seiner Vergangenheit zu verdrängen. Alina hingegen ist ehrgeizig, engagiert und möchte beruflich vorankommen. Doch auch hinter ihrer Fassade verbergen sich Ängste, Unsicherheiten und die Sorge, den eigenen Ansprüchen nicht gerecht zu werden.Durch die Reportage kommen die beiden einander näher und von Beginn an spürt man, dass sie etwas verbindet. Doch kann eine Beziehung zwischen zwei Menschen funktionieren, deren Lebenswelten so weit auseinanderliegen?Christian Huber erzählt diese Geschichte in ruhigen, einfühlsamen Worten und schafft dabei Figuren, die authentisch wirken und weit mehr sind als einfache Klischees. Besonders Bohm hat mich berührt. Sein Schmerz, seine Schuldgefühle und seine innere Zerrissenheit sind greifbar und machen deutlich, wie schnell ein Leben aus der Bahn geraten kann.Gleichzeitig zeigt der Autor immer wieder auf, wie unsere Gesellschaft Menschen behandelt, die nicht in das gewohnte Bild passen. Durch Bohms Erfahrungen werden wir angeregt, über den eigenen Blick auf Obdachlose und andere gesellschaftliche Außenseiter nachzudenken und zu lernen, den Mensch und nicht seine Hülle zu sehen.Warum Bohm letztlich auf der Straße gelandet ist, erfahren wir erst gegen Ende des Buches. Und genau hier blieb bei mir ein kleiner Kritikpunkt zurück. Ich konnte seine Verzweiflung nachvollziehen und hatte großes Mitgefühl für ihn. Gleichzeitig haben mir ein wenig die kritische Auseinandersetzung mit seinen Entscheidungen und ein tieferer Perspektivwechsel an dieser Stelle gefehlt.Fazit: Ein bewegender Roman über Schuld, Verlust und die Frage, wie schnell ein Mensch alles verlieren kann. Gleichzeitig erzählt das Buch von Hoffnung, Menschlichkeit und der Möglichkeit eines Neuanfangs. Besonders die authentischen Figuren und die emotionale Atmosphäre konnten mich überzeugen, auch wenn mir an manchen Stellen eine differenziertere Betrachtung der Geschehnisse gefehlt hat.

barbarah am 30.05.2026 23:05 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Eine besonders schöne Geschichte!

Bohm lebt auf der Straße. Alles, was er besitzt, trägt er in seinem alten Rucksack mit sich herum. Auch seine Holzmäuse, die er selbst schnitzt und außerdem einen Brief, den er sich nicht traut zu öffnen. Mit seinem Hund Fox, der ihm zugelaufen ist, kämpft er sich durch die Tage und Nächte. Die junge Fernsehjournalistin Alina steckt in einer beruflichen Krise. Die Angst zu scheitern beherrscht ihr ganzes Leben. Da bekommt sie die Chance auf eine Reportage über das Leben auf der Straße. Als sie Bohm trifft, springt ein Funke über und sie erkennt, dass er der perfekte Kandidat für sie ist. Doch da ist noch etwas anderes zwischen ihnen. Etwas, dass eigentlich nicht sein kann. Und es gibt ein Geheimnis, das ans Licht drängt.Das Buch „Solange ein Streichholz brennt“ von dem Autor Christian Huber, ist eine großartige Geschichte über Vorurteile und Schicksale. Aber auch über Wahrnehmung und die Macht der Medien. Sehr eindrucksvoll wird der Alltag von Bohm erzählt, seine Abhängigkeit vom Alkohol und die tägliche Suche nach einem Schlafplatz. Dagegen ist Alinas Leben ein krasser Gegensatz. Nach und nach offenbart Bohm sein wahres Ich und Alina erkennt, dass sie sich in ihm getäuscht hat. Das Buch liest sich wunderbar leicht und man fliegt nur so durch die Seiten. Eine sehr spannende, aber auch emotionale Geschichte, die mir sehr gefallen hat. Große Leseempfehlung!

libro am 21.05.2026 21:05 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Sichtbarkeit für die Unsichtbaren

Alina droht, ihren Job zu verlieren. Ihre letzte Chance ist eine Reportage über Obdachlosigkeit. Diese macht sie über Bohm, der auf der Straße lebt und versucht, seine Vergangenheit zu verdrängen. Die Geschichte wird abwechselnd aus Alinas und Bohms Sicht erzählt. Hier prallen zwei Welten aufeinander. Die ehrgeizige und etwas unsensible Alina und Bohm, dem es schwer fällt, sich zu öffnen, der aber trotzdem mehr Wärme ausstrahlt als Alina. Diese war mir anfangs eher unsympathisch, im Laufe des Buches entwickelt sie sich aber glücklicherweise zu einer empathischeren Person. Das Thema Obdachlosigkeit wird in dieser Geschichte sensibel, aber ungeschönt dargestellt. Es kommt nicht oft in Büchern vor, umso wichtiger ist es, dass das Leben auf der Straße mehr Sichtbarkeit erhält. Viele Stellen haben mich berührt und auch öfters schlucken lassen. Die Liebesgeschichte hingegen ging mir zu schnell. Ich hätte mir mehr Momente gewünscht, die die Annäherung der beiden zeigen. Beide haben eigentlich einen Schutzpanzer abzulegen und das hätte meines Erachtens länger gebraucht. Trotzdem war der Umgang der beiden (bis auf Alina am Anfang) schön mitanzusehen.Auch ein bisschen mehr Tiefe bei den Hauptfiguren hätte ich gut gefunden. Vieles wird nur angerissen und gerade die Gründe, warum Bohm in der Obdachlosigkeit gelandet ist, hätten ausführlicher dargelegt werden können, denn so konnte ich seine Entscheidung nicht hundertprozentig nachvollziehen. Alles in allem aber ein bewegendes und kurzes Buch, welches zum Nachdenken anregt.

Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

WDR 2
Keine typische Liebesgeschichte … die Emotionen fahren Achterbahn, bis am Ende klar wird, wovor Bohm... davongelaufen ist. Das ist ungemein spannend, hat ein bisschen was von einem modernen Märchen, man kann sich keineswegs sicher sein, dass es gut ausgeht … Christian Huber ist ein sehr feiner Beobachter. mehr weniger

Christine Westermann, 23.03.2026

kulturtipp
Erfrischend und lebensnah.

Deborah von Wartburg, 01.06.2026

Brigitte
Feinfühlig und gleichzeitig mit dem Mut zu brachialer Ehrlichkeit erzählt Huber von Gefühlen, die ni...cht sein dürfen - und davon, wie schnell ein Leben entgleiten kann. mehr weniger

30.04.2026

Wirklich ein sehr, sehr gutes Buch.

Tommi Schmitt, 21.04.2026

Der Spiegel
Eine wendungsreiche, berührende Liebesgeschichte.

18.04.2026

Der Spiegel
Eine wendungsreiche, berührende Liebesgeschichte.

17.04.2026

BR Fernsehen, Wir in Bayern
›Solange ein Streichholz brennt‹ ist das ideale Buch für alle, die eine ganz außergewöhnliche Liebes...geschichte lesen wollen. Ich habe auf jeder Seite gelacht, geweint und gehofft. mehr weniger

Sabine Abel, 14.04.2026

Apokalypse & Filterkaffee Podcast
Das Buch berührt mich sehr. (…) Allen dringend ans Herz gelegt.

Micky Beisenherz, 11.04.2026

Kölner Stadt-Anzeiger
Dieses Buch ist ein Zaubertrick.

Kerstin Meier, 28.03.2026

BR24
›Solange ein Streichholz brennt‹ ist Christian Hubers ehrlichstes Buch. Er schreibt über komplexe Fi...guren, auch die Männerfiguren zeigen mehr emotionale Facetten als nur Wut und Grant. mehr weniger

Kathrin Hasselbeck, 26.03.2026

Event Magazin
Mitreißende Liebesgeschichte über soziale Grenzen hinweg. Ein bewegender Roman.

Jessica Gartzke, 26.03.2026