Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Zwei Welten. Ein Moment. Alles ändert sich.

Solange ein Streichholz brennt

Bohm lebt seit fünf Jahren auf der Straße. Wie er aus seinem früheren Leben gerutscht ist, darüber schweigt er. Er besitzt so gut wie nichts. Einen alten Rucksack. Geschnitzte Holzmäuse. Einen Brief, den er nicht öffnen will. Mit seinem Hund Fox kämpft er sich durch die Tage und Nächte.

Hat jemand eine Chance auf die Liebe, der keine Chance im Leben hat?

Die junge, einst aufstrebende Fernsehjournalistin Alina steckt fest. Im Job und in der Angst zu scheitern. Ihre letzte Chance auf eine TV-Karriere scheint eine Reportage über das Leben auf der Straße zu sein.

Alina findet Bohm. 

»Der Wind fegte über den Markt. Die Plane des Pavillons nebenan, an dem jemand Kerzen verkaufte, blähte sich auf, dass das Gestänge der Konstruktion schwankte. Unterdessen war eine junge Frau herangetreten. Braune Locken, ein teuer aussehender Mantel. Augenringe, die durch ihr Make-up schimmerten. Sie beugte sich vor, griff sich eine von Bohms Holzmäusen und legte sie wieder zurück. Dabei streifte ihr Blick den von Bohm für den Bruchteil einer Sekunde.«

Plötzlich ist da etwas zwischen ihnen. Etwas, das nicht sein kann. Und ein Geheimnis, das ans Licht drängt.

Christian Hubers mitreißende Liebesgeschichte über soziale Grenzen hinweg. Ein bewegender Roman über Schuld und Vergebung, über Liebe und Flucht. Und über die Kraft eines einzigen Moments, der so viel erzählen kann wie ein ganzes Leben.

Mit Playlist als Soundtrack zum Buch!

Bereits gelesen, bereits begeistert:

»Das ist anders. Vor allem ist es anders gut! Ich war direkt gefangen und konnte nicht mehr aufhören zu lesen!« CHRISTOPH KRAMER

»Man lacht, weint, fühlt und liebt mit. Lesen Sie diese außergewöhnliche Love-Story!« LEON WINDSCHEID

»Ein Buch, als würde man einem anderen Leben zuhören. Einem, das sonst kaum zu Wort kommt. Große Empfehlung.« LAURA LARSSON

»Keine typische Großstadt-Romanze, sondern eine echte Geschichte, die einen einsaugt.« TAHSIM DURGUN

»Ein Porträt zweier Welten voller Abgründe, Selbstzweifel und Liebe. Zwei Menschen, die sich und uns ganz nahestehen.« JOY DENALANE

Bibliografische Daten

EUR 23,00 [DE] – EUR 23,70 [AT]
ISBN : 978-3-423-28540-7
Erscheinungsdatum: 26.03.2026
3. Auflage
352 Seiten
Format : 12,8 x 21,0 cm
Sprache: Deutsch
Autor*innenporträt

Christian Huber

Christian Huber, geboren in Regensburg, schreibt für Print, Online, Fernsehen und die Bühne. Mit dem Team von Jan Böhmermanns »Neo Magazin Royale« wurde er u. a. für die Goldene Kamera und den Deutschen Comedypreis nominiert. Sein Podcast »Gefühlte Fakten« zählt zu den beliebtesten Deutschlands. Sein Roman »Man vergisst nicht, wie man schwimmt« eroberte sofort die Bestsellerlisten. Der Autor lebt in Bayern.

zur Autor*innen Seite
Bei unserer Presseabteilung können Sie unter Angabe des Verwendungszwecks Autor*innenfotos anfordern.

173 von 173 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.78 von 5 Sternen


78%

22%

0%

0%

0%


Geben Sie eine Leserstimme ab!

Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit anderen Kunden.


4 - 10 von 173 Leserstimme

lianne am 06.05.2026 23:05 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Lebenswege

Wo soll ich bei diesem Hörbuch nur anfangen? Es hat mich gefesselt und berührt. Bohm lebt auf der Straße, darf aber durch seine Sozialarbeiterin auf einem Markt seine Schnitzereien verkaufen. Genau das ist der Startpunkt, um so viel mehr über ihn zu erfahren, denn schon als er über die Millionen Dollar Maus spricht, wird klar, hinter seiner verschlossenen Fassade liegt so viel mehr. Denn die Fernsehjournalistin Alina möchte ihn für eine Reportage begleiten. Eigentlich weigert Bohm sich, aber als der zugelaufene Hund Fox beim Tierarzt auf Hilfe angewiesen ist, zögert Bohm nicht lange und nimmt das Angebot vom Sender RTI an, damit er den Hund retten kann (was meiner Meinung nach schon sehr viel über Bohns Charakter aussagt).Alina trägt ebenfalls ihre Päckchen, wenn auch ganz andere. Die beiden lernen sich besser kenne, und so dürfen auch wir hinter die Fassaden schauen. So toll umgesetzt. Es zeigt realistisch, wie man nach ganz unten gelangen kann, wie schnell das geht und wie falsche Entscheidungen und Alkohol eine Absturz auslösen können. Besonders wenn man Nichtraucher Hilfe fragt (oder erkennt, dass man Hilfe braucht).Auch wenn mich das Ende mit fragen zurückgelassen hat und ich gerne den beiden noch weiter gefolgt wäre, hat mich die Geschichte komplett abgeholt. Ganz toll.

estuck am 06.05.2026 13:05 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Vom Leben auf der Straße

Mit „Solange ein Streichholz brennt“ legt Christian Huber einen Roman vor, der auf eindringliche Weise von Nähe, Vorurteilen und den oft unsichtbaren Bruchlinien unserer Gesellschaft erzählt. Im Mittelpunkt stehen Bohm, ein junger obdachloser Mann, und Alina, eine ehrgeizige Journalistin, die ihm zunächst aus rein beruflichem Interesse begegnet. Ihr Angebot, ihn eine Woche lang zu begleiten und anschließend zu porträtieren, lehnt Bohm erst ab – bis ihn die Verletzung seines Hundes zwingt, das Geld anzunehmen. Was als nüchterne Recherche beginnt, entwickelt sich Schritt für Schritt zu einer ungewöhnlichen, emotionalen Verbindung.Der Roman überzeugt vor allem durch seine zugängliche, flüssige Sprache. Man findet schnell in die Geschichte hinein, und durch den Wechsel zwischen Alinas und Bohms Perspektive entsteht ein vielschichtiges Bild zweier sehr unterschiedlicher Lebensrealitäten. Besonders gelungen ist dabei die Darstellung des Lebens auf der Straße: ungeschönt, direkt und ohne falsche Romantisierung. Immer wieder wird deutlich, wie schnell ein Mensch in solche Umstände geraten kann – eine Erkenntnis, die nachhallt.Auch die Beziehung zwischen den beiden Hauptfiguren ist ein zentraler Reiz des Buches. Aus anfänglicher Distanz wächst Vertrauen, dann Freundschaft, und schließlich eine zarte Liebesgeschichte, die gerade durch ihre Ungewöhnlichkeit besticht. Gleichzeitig bringt der Roman immer wieder humorvolle Momente ein, die die Schwere des Themas auflockern, ohne es zu relativieren.Trotz vieler Stärken bleibt das Buch nicht ganz frei von Schwächen. Einige Entwicklungen wirken stellenweise etwas konstruiert oder nicht vollständig glaubwürdig, und gewisse Fragen bleiben offen. Das kann einerseits Raum für eigene Interpretationen lassen, andererseits aber auch ein leicht unbefriedigendes Gefühl hinterlassen.Insgesamt ist „Solange ein Streichholz brennt“ ein gut erzählter, berührender Roman mit einer besonderen Liebesgeschichte und gesellschaftlicher Relevanz. Trotz kleinerer Ungereimtheiten bleibt vor allem die Botschaft im Gedächtnis: Dass es oft nur einen Moment braucht, um aus einem sicheren Leben herauszufallen – und dass hinter jeder Geschichte mehr steckt, als man auf den ersten Blick sieht.

sophia95 am 30.04.2026 17:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Der Funken im Leben

Als Bohm und Alina sich treffen, könnten sie nicht an unterschiedlicheren Punkten in ihrem Leben stehen. Bohm ist obdachlos, lebt seit fünf Jahren auf der Straße und kämpft sich durch Tage voller Kälte, Schmutz und Abwertung. Alina ist Journalistin, eigentlich sehr erfolgreich, aber steht nun vor einem Ultimatum: Nur eine Reportage über Obdachlosigkeit kann sie ihren Job noch retten. Bohm lässt sich auf das Projekt ein - und beide merken schnell, dass sie einander brauchen. Christian Hubers neuer Roman "Solange ein Streichholz brennt" erzählt eine Geschichte über Liebe, die soziale Grenzen überwinden muss. Ich habe bisher noch keinen Roman gelesen, in dem es einen obdachlosen Protagonisten gab, aber gerade deshalb fand ich diesen Ansatz für eine Geschichte so schön. Der Roman hat mich definitiv oft zum Nachdenken angeregt, mich dazu gebracht, meinen eigenen Blick auf obdachlose Menschen zu hinterfragen, zusammenzuzucken bei den Beschreibungen, den Erfahrungen die Bohm macht und den Vorurteilen, die ihm entgegengebracht werden. Und: Christian Hubers Roman zeigt eben auch, dass Schicksalsschläge jeden Treffen können. Mir hat "Solange ein Streichholz brennt" vor allem wegen der oft sehr passenden Beobachtungen der Gesellschaft gefallen und wie die Charaktere gezeichnet waren. Zu Beginn ging mir die Entwicklung der Liebesgeschichte ein bisschen zu wenig nachvollziehbar schnell, während das Ende dann sehr abgehetzt wirkte - aber das ist nur eine kleine Kritik. Ich kann "Solange ein Streichholz brennt" auf jeden Fall sehr empfehlen - vor allem als Augenöffner!

girdin am 29.04.2026 21:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Berührende Handlung, die in Erinnerung bleibt

In seinem Roman „Solange ein Streichholz brennt“ führt Christian Huber zwei sehr unterschiedliche Figuren behutsam aufeinander zu: Zum einen Alina Alev, die als Fernsehjournalistin für einen großen Sender in Köln arbeitet, und andererseits den 36-jährigen Daniel Bohm, der seit fünf Jahren auf der Straße lebt. Der Titel bezieht sich auf ein Spiel zwischen der beiden Hauptfiguren und verweist zugleich auf die Kürze eines Moments, der lebensverändernd sein kann.Alinas Eltern haben hart dafür gearbeitet, damit ihrer Tochter einmal den Beruf ergreifen kann, den sie sich wünscht. Bisher hat Alina als Reporterin nur überschaubare Erfolge verzeichnet. Im Augenblick sieht es sogar so aus, als ob sie ihr die Entlassung droht. Als der Sender ihr stattdessen aber anbietet, sich an einem Projekt über das Sozialgefüge der Republik zu beteiligen, sieht sie darin eine Chance, sich nicht nur zu beweisen, sondern auch Anerkennung zu gewinnen und damit auch ihre Eltern stolz zu machen.Im Umgang mit Bohm zeigt sich bald, dass Alina nicht die taffe Journalistin ist, die für Ruhm und Erfolg alles zu tun bereit ist. Sie Eine Mitarbeiter der Bahnhofsmission gibt ihr den Hinweis, wo sie Bohm finden kann, der ihr als geeignet für das angefragte Fernsehprojekt scheint. Alina lernt den Obdachlosen kennen, kurz nachdem ihm ein Hund zugelaufen ist, der schnell dessen Herz erobert hat. Letztlich wird er der Grund dafür sein, dass Bohm sich für die Teilnahme am Projekt entscheidet. Der Autor gewährt einen Blick hinter die Kulissen der Fernsehberichterstattung und zeigt auf mit welchen fragwürdigen Mitteln manche Beiträge aufsehenerregend dramatisiert werden können. Gleich von Beginn an schildert Christian Huber das Leben von Bohm auf der Straße mit all seiner Härte, so dass sich ein berührendes und glaubhaftes Bild entsteht. Bohm trägt einen geheimnisvollen Brief bei sich, der durch das Nichtwissen über den Inhalt für subtile Spannung sorgt. Der Grund, warum der Obdachlose ihn nicht öffnet, bleibt lange im Verborgenen. Erst sein Inhalt zeigt die Persönlichkeit Bohms in all seinen Facetten, zu denen auch sein zynischer Wortwitz gehört, der der bewegenden Geschichte immer wieder eine aufheiternde Seite verleiht.Der Roman ist mehr als eine Liebesgeschichte zwischen zwei Personen aus verschiedenen Gesellschaftsschichten. Er ist auch eine einfühlsame Auseinandersetzung mit der Würde jedes Menschen und den Vorurteilen, die unser Verhalten beeinflussen.Der Roman „Solange ein Streichholz brennt“ überzeugt mit vielschichtigen Figuren und einem denkbaren Szenario in einem herausfordernden sozialen Umfeld, das Christian Huber feinfühlig beschreibt. Die Geschichte fasziniert mit einer gelungenen Handlung, die bewegt und in Erinnerung bleibt. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter.

waptschie am 28.04.2026 19:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Ein großartiges Buch

Ein großartiges Buch auf verschiedensten Ebenen. Das Buch zeigt ganz eindrucksvoll, wie schnell ein Leben entgleiten kann und dass es absolut jeden treffen kann. Es zeigt auf, wie Obdachlose behandelt und voller Vorurteile betrachtet, aber größtenteils einfach ignoriert werden. Besonders gelungen ist hier die Erzählung aus zwei unterschiedlichen Perspektiven, die auf den ersten Blick so verschieden wirken, aber sich auf den zweiten Blick und im Laufe des Buches doch gar nicht mehr so sehr unterscheiden. Stilistisch wird dies dadurch unterstützt, dass wir immer mal wieder beide Protagonist*innen in vergleichbaren Situationen erleben. Ich habe das Buch wirklich sehr verschlungen und es wird mich sicherlich noch eine ganze Weile gedanklich begleiten. Daher gibt es von mir eine große und ausnahmslose Empfehlung.

danshi am 28.04.2026 14:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Ein Funke, der zwei Leben verbindet

Das Cover mit dem einzelnen Streichholz wirkt wie ein stilles Sinnbild für Zerbrechlichkeit und Zeit, als würde jeder Moment zwischen Beginn und Ende schweben. Christian Huber erzählt eine Geschichte, die zwei sehr unterschiedliche Lebenswelten miteinander verwebt und dabei viele leise Zwischentöne entstehen lässt. Bohm lebt seit Jahren ohne festen Wohnsitz und trägt seine Vergangenheit wie ein verschlossenes Kapitel mit sich, während Alina als Journalistin an einem beruflichen Wendepunkt steht.Aus einer geplanten Reportage über Obdachlosigkeit entsteht eine Begegnung, die beide Figuren langsam verändert. Dabei wird das Leben auf der Straße ohne Beschönigung gezeigt, in seiner Härte, aber auch in seinen unsichtbaren Momenten des Alltags. Gleichzeitig öffnet sich der Blick auf die Medienwelt, die zwischen Anspruch und Druck oft kühler wirkt, als sie nach außen erscheint.Die Figuren sind vielschichtig und glaubwürdig gezeichnet, mit Brüchen und Unsicherheiten, die sie sehr menschlich wirken lassen. Bohm bleibt lange schwer greifbar, was seine Geschichte umso intensiver macht, während Alina zunehmend zwischen Beobachten und Mitfühlen schwankt. Ihre Annäherung entwickelt sich vorsichtig und ohne große Gesten, getragen von kleinen Momenten, die sich nach und nach verdichten.Der Schreibstil ist ruhig, klar und dennoch emotional dicht, wodurch eine besondere Nähe entsteht. Durch die wechselnden Perspektiven wird ein tiefes Verständnis für beide Lebensrealitäten geschaffen, ohne den Leser zu lenken oder zu überfordern. Besonders eindrucksvoll ist die leise Entwicklung zwischen den beiden Figuren, die ohne Überhöhung auskommt und gerade deshalb nachwirkt.Am Ende bleibt eine Geschichte, die weniger durch äußere Spannung als durch innere Bewegung überzeugt. Sie zeigt, wie nah Schmerz, Hoffnung und Veränderung beieinanderliegen können und wie stark einzelne Begegnungen wirken.

msl_kl am 28.04.2026 09:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Ungewöhnliche Liebe

Alina Alev befindet sich als Journalistin beruflich in einer Sackgasse. Ihr bleibt noch eine Chance. Sie will eine Dokumentation über Obdachlosigkeit drehen und so groß rauskommen. Dabei trifft sie auf Bohm, der seit Jahren auf der Straße lebt. Doch er ist nicht der typische Obdachlose. Was steckt hinter der Fassade und was hat ihn in die Obdachlosigkeit getrieben?Die Charaktere sind sehr übersichtlich, es wird sich hauptsächlich auf Alina und Bohm konzentriert. Die ungewöhnliche Geschichte besticht durch tolle Dialoge und empathische Szenen. Der Einblick in das Leben von Bohm ist sehr gut gelungen und wird mit viel Gefühl erzählt. Ich habe das Hörbuch gehört und gerne der Geschichte gelauscht. Man kann den Sprechern gut folgen. Mir hat gut gefallen, dass der weibliche Part Alinas von Maria Wördemann gesprochen wurde und der männliche Part Bohms von Robert Stadlober. So wusste man immer, wer gerade an der Reihe war, aus seiner Sicht die Dinge zu schildern. Die Geschichte hat einen guten Tiefgang und man bekommt einen guten Einblick, was in einem Leben schief laufen kann und wie es eventuell endet. Ich könnte mir das Buch sehr gut als Verfilmung vorstellen!

rinoa am 26.04.2026 13:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Intensiv und berührend

Von der ersten Zeile an hat mich das Buch in seinen Bann gezogen, mich mittenrein getroffen und ganz tief drinnen berührt. Ich weiß nicht, wie der Autor das geschafft hat, ob es am tollen Schreibstil oder der Art liegt, wie er das Zusammentreffen und später auch Zusammensein von Alina und Bohm beschreibt. Aber es hat auf jeden Fall irgendwas in mir zum Schwingen gebracht.Und gleichzeitig eine große Sympathie geweckt für Bohm, dessen Schicksal mich sehr bewegt hat. Ich bin der Meinung, dass Obdachlosigkeit jeden treffen kann und auch nicht immer selbst verschuldet ist. Hier wurde das Leben auf der Straße für mich so eindringlich und eindrücklich beschrieben, dass ich die Kälte und den Schmerz fast selbst spüren konnte, ohne jemals auch nur annähernd in einer vergleichbaren Situation gewesen zu sein.Leider kam für mich ungefähr ab der Hälfte so ein wenig ein Bruch und der Zauber (wenn man das bei der Thematik überhaupt so nennen kann) ging irgendwie verloren.Ich fand es immer noch wunderbar geschrieben und konnte mich auch immer noch wahnsinnig gut hineinfühlen, vor allem in Alinas Gedanken, aber es hat mich nicht mehr ganz so tief berührt, wie in der ersten Hälfte. Vielleicht lag das auch daran, dass nun viel mehr passiert als noch zu Beginn und es sich dadurch nicht mehr so intensiv anfühlte.Aber das ist auch irgendwie Jammern auf hohem Niveau, denn „Solange ein Streichholz brennt“ ist für mich trotzdem ein unfassbar tolles und berührendes Buch, von dem ich mir durchaus vorstellen könnte, es nochmals zu lesen, auch, weil mir Alina und Bohm wirklich sehr als Herz gewachsen sind.Am Ende hat es mich aber trotzdem ein klein wenig unbefriedigt zurückgelassen, ohne dass ich genau erklären kann, warum. Dies ändert aber nichts daran, dass ich es uneingeschränkt weiterempfehlen kann und werde.

linda.konig12 am 24.04.2026 10:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

schöne Geschichte und voller Emotionen

„Solange ein Streichholz brennt“Von Christian Huber„Du kannst entscheiden, ob du da sein willst oder weg.Ob du tot sein willst oder am Leben.“Alina ist eine engagierte Fernsehjournalistin, die aber irgendwie gerade nicht weiterkommt… sie sucht noch ihre Rolle in diesem ganzen Business und lässt sich auf eine Reportage über das Leben auf der Straße ein.Bohm… den lernt sie dort kennen, er lebt seit einigen Jahren auf der Straße.Alina bietet ihm 1000 EUR, damit er mitmacht. Er benötigt Geld für die medizinische Behandlung seines Hundes Fox und macht mit.Die beiden verbringen viel Zeit miteinander und lernen sich kennen… und ja… auch näher kennen.Und da ist natürlich nicht alles so einfach, wie man denkt. Da steckt so viel dahinter… in Bohms Leben sah es alles mal ganz anders aus und bei Alina kommt jetzt alles durcheinander.Und vielleicht… es ist ein kleines Märchen und die Situationen, in die die beiden geraten, sind ein wenig plakativ… für mich war aber genau das so besonders lesenswert. Diese Geschichte macht Spaß, gibt Hoffnung, ist wirklich witzig und die Charaktere sind so liebenswert.Eine richtig gute Geschichte, die mir sehr gut getan hat und mir auch noch mal eine neue Sicht ermöglicht hat.

readaholic am 24.04.2026 08:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Leben am Rande der Gesellschaft

Alina Alev ist eine junge, ambitionierte Journalistin, die in dem Fernsehsender, für den sie arbeitet, in den letzten Jahren kaum die Möglichkeit hatte, ihr Können zu beweisen. Sie geht davon aus, bald ihre Kündigung zu erhalten, als sie stattdessen das Angebot bekommt, eine Reportage zum Thema „Wie entgleitet ein Leben?“ zu drehen. Dafür will sie einen Obdachlosen in seinem Alltag begleiten. Ihre Wahl trifft auf Bohm, einen 35jährigen, der auf der Straße lebt. Bohm will zunächst davon nichts wissen, erst als sein Hund schwer verletzt wird und dringend Behandlung braucht, lässt er sich darauf ein, denn der Sender wird im Gegenzug für die Tierarztkosten aufkommen.Obwohl Alina und Bohm aus völlig unterschiedlichen Welten stammen, ist von Anfang an Sympathie zwischen den beiden da. Alina erlebt die Geringschätzigkeit, die Bohm tagtäglich entgegengebracht wird. Er nimmt weite Wege auf sich, um an ein kostenloses Mittagessen zu kommen und campiert in schmutzigen Hinterhöfen, immer in der Angst, entdeckt und verjagt zu werden. Diesen Einblick in das Leben von Obdachlosen fand ich interessant. Man fragt sich, wie es dazu kam, dass Bohm seit Jahren auf der Straße lebt, doch über seine Vergangenheit gibt er zunächst nichts preis.Alina ist mit ihrem Leben auch nicht glücklich. Sie strampelt sich ab, doch ihre Reportagen finden im Sender wenig Anklang. Sie hat keinen Freundeskreis und die Kollegen im Sender sind oberflächlich und würden alles für die Quote tun.In „Solange ein Streichholz brennt“ wird im Wechsel aus Alinas und Bohms Perspektive erzählt. Beide Personen fand ich zunächst sehr sympathisch und glaubhaft dargestellt. Lediglich im letzten Drittel, als man erfährt, was den Ausschlag für Bohms Ausbrechen aus seinem alten Leben gab, konnte mich die Geschichte nicht mehr überzeugen und meine Sympathie für Bohm nahm ab. Der Antiklimax am Ende des Romans hat mir ein wenig die Freude an dem Buch verdorben, daher vergebe ich nur 4 von 5 Sternen.

Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

WDR 2
Keine typische Liebesgeschichte … die Emotionen fahren Achterbahn, bis am Ende klar wird, wovor Bohm... davongelaufen ist. Das ist ungemein spannend, hat ein bisschen was von einem modernen Märchen, man kann sich keineswegs sicher sein, dass es gut ausgeht … Christian Huber ist ein sehr feiner Beobachter. mehr weniger

Christine Westermann, 23.03.2026

kulturtipp
Erfrischend und lebensnah.

Deborah von Wartburg, 01.06.2026

Brigitte
Feinfühlig und gleichzeitig mit dem Mut zu brachialer Ehrlichkeit erzählt Huber von Gefühlen, die ni...cht sein dürfen - und davon, wie schnell ein Leben entgleiten kann. mehr weniger

30.04.2026

Wirklich ein sehr, sehr gutes Buch.

Tommi Schmitt, 21.04.2026

Der Spiegel
Eine wendungsreiche, berührende Liebesgeschichte.

18.04.2026

Der Spiegel
Eine wendungsreiche, berührende Liebesgeschichte.

17.04.2026

BR Fernsehen, Wir in Bayern
›Solange ein Streichholz brennt‹ ist das ideale Buch für alle, die eine ganz außergewöhnliche Liebes...geschichte lesen wollen. Ich habe auf jeder Seite gelacht, geweint und gehofft. mehr weniger

Sabine Abel, 14.04.2026

Apokalypse & Filterkaffee Podcast
Das Buch berührt mich sehr. (…) Allen dringend ans Herz gelegt.

Micky Beisenherz, 11.04.2026

Kölner Stadt-Anzeiger
Dieses Buch ist ein Zaubertrick.

Kerstin Meier, 28.03.2026

BR24
›Solange ein Streichholz brennt‹ ist Christian Hubers ehrlichstes Buch. Er schreibt über komplexe Fi...guren, auch die Männerfiguren zeigen mehr emotionale Facetten als nur Wut und Grant. mehr weniger

Kathrin Hasselbeck, 26.03.2026

Event Magazin
Mitreißende Liebesgeschichte über soziale Grenzen hinweg. Ein bewegender Roman.

Jessica Gartzke, 26.03.2026