Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Eine große Liebe in dunklen Zeiten

Stay away from Gretchen

Eine große Liebe in düsteren Zeiten

Ein aufsehenerregendes Debüt und ein generationenübergreifender Familienroman.

Der bekannte Kölner Nachrichtenmoderator Tom Monderath macht sich Sorgen um seine 84-jährige Mutter Greta, die immer mehr vergisst. Als die Diagnose Demenz im Raum steht, ist Tom entsetzt. Bis die Krankheit seiner Mutter zu einem Geschenk wird: Erstmals erzählt Greta aus ihrem Leben – von ihrer Kindheit in Ostpreußen, den geliebten Großeltern, der Flucht vor den russischen Soldaten im eisigen Winter und ihrer Zeit im besetzten Heidelberg. Als Tom jedoch auf das Foto eines kleinen Mädchens mit dunkler Haut stößt, verstummt Greta. Zum ersten Mal beginnt Tom, sich eingehender mit der Vergangenheit seiner Mutter zu befassen. Nicht nur, um endlich ihre Traurigkeit zu verstehen. Es geht auch um sein eigenes Glück.

Nichts ist für immer vergessen – Susanne Abel schreibt hochemotional, klug und einfühlsam

»Ein spannender Roman zu einem wichtigen, vergessenen Thema.« Elke Heidenreich in ›WDR 4 Buchtipps‹ 

»Dieser gut konstruierte Roman (…) erinnert daran, wie lang der Weg aus einem von Rassismus und Bigotterie geprägten Nachkriegsdeutschland war und welche Wegstrecke zu einer gerechteren Gesellschaft noch vor uns liegt.« Denis Scheck, ARD Druckfrisch

Alle Bände der ›Gretchen‹-Reihe:

Band 1: Stay away from Gretchen – Eine unmögliche Liebe

Band 2: Was ich nie gesagt habe – Gretchens Schicksalsfamilie

Lesen Sie auch »Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104«, den berührenden neuen Roman von Susanne Abel über die lebenslange Liebe zweier Heimkinder.

Bibliografische Daten

EUR 10,99 [DE]
ISBN : 978-3-423-43831-5
Erscheinungsdatum: 18.03.2021
1. Auflage
496 Seiten
Sprache: Deutsch
Autor*innenporträt

Susanne Abel

Susanne Abel arbeitete als Erzieherin und realisierte nach ihrem Filmstudium als Regisseurin zahlreiche Dokus für das deutsche Fernsehen. Seit 2017 konzentriert sie sich ganz auf das Schreiben. Ihr gefeiertes Romandebüt ›Stay away from Gretchen‹ stürmte bis an die Spitze der SPIEGEL-Bestsellerliste und war ein sensationeller Erfolg, genau wie sein Nachfolger ›Was ich nie gesagt habe‹. Die gebürtige Badenerin lebt nach Stationen in Bochum, Berlin und Hamburg überwiegend in Köln.

zur Autor*innen Seite
Bei unserer Presseabteilung können Sie unter Angabe des Verwendungszwecks Autor*innenfotos anfordern.

158 von 158 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.85 von 5 Sternen


85%

15%

0%

0%

0%


Geben Sie eine Leserstimme ab!

Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit anderen Kunden.


13 - 10 von 158 Leserstimme

orator am 27.02.2021 18:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Tolles, schönes und trauriges Buch

Vorab sollte ich erwähnen, dass weder die Thematik der Kriegs-/Nachkriegszeit noch Themen wie Demenz und Alter zu meinen üblich behandelten Literaturbereichen zählt. Als Leser unter 30, kenne ich viele der Thematiken aus den Erzählungen meiner eigenen Großeltern und hätte vor dem Lesen nicht gemeint, noch einmal so davon mitgerissen zu werden.Stay away from Gretchen hat mich aber von vorne bis hinten überzeugt, ich war gut unterhalten, tief berührt und musste mich nie überwinden um weiterzulesen. Speziell der ausgezeichnete Schreibfluss hat mich sehr beeindruckt, die Seiten flogen nur so an meinen Fingern vorbei, selbst (oder besonders) bei den düsteren Kapiteln der Geschichte.Die Charaktere sind strenggenommen nicht alle Sympathieträger, aber alle wirken echt und greifbar. In ihren kleinen und größeren Marotten und Angewohnheiten findet der Leser echte Figuren und echte Emotionen. Da ich mich selber nicht für "leichte Beute" bitterer Schicksale und historisch-schrecklicher Begebenheiten halte, kann ich Stay away from Gretchen mit gutem Gewissen jedem Leser empfehlen. Ein wirklich tolles Werk.

bezel64 am 27.02.2021 15:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Sensationell!

Das wichtigste gleich mal vorweg: Es ist das beste Buch, das ich seit langem gelesen habe! Ich kann kaum glauben, dass es ein Erstlingswerk ist.Schon allein der Schreibstil ist perfekt. Genau das richtige Quäntchen Empathie und feinsinniger Humor, ohne zu sentimental zu werden.Und die Hauptfigur Greta ist schon eine Wucht!Mutig, originell, schlagfertig geht sie unbeirrt ihren Weg. Und selbst in ihrer Demenz hat sie den ein oder anderen entzückenden Moment.Den Starmoderator Tom konnte ich zunächst weniger gut leiden, aber auch er würde mir von Seite zu Seite sympathischer. Das Buch ist eine Synthese aus Historienroman und Unterhaltungs-Lektüre. Die Zeit-Sprünge zwischen Vergangenheit und Gegenwart sind wie das Salz in der Suppe und man geht als Leser förmlich mit auf Zeitreise. Dank dieses fantastischen Buches habe ich einen ganz neuen Blick auf die Ereignisse des 2. Weltkrieges und auf die Flüchtlingskrise bekommen. Insbesondere die psychischen Folgen sind mir noch selten so deutlich vor Augen geführt worden.Dies ist ein sehr wertvolles Buch, das ich uneingeschränkt empfehlen kann. Ich warte schon jetzt auf das nächste Buch von Susanne Abel!

usto am 26.02.2021 14:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Sehr realitätsnah!

Besonders gut an diesem Buch gefällt mir, das verschiedene Themen aufgearbeitet werden. Auf der einen Seite die Demenz der Mutter Greta, die wirklich realitätsnah beschrieben wird. Da erkennt man die eigenen Erfahrungen der Autorin, vieles davon trat auch bei einem Demenzfall in meiner Familie auf. Auf der anderen Seite Gretas Lebensgeschichte, die von Ostpeußen zur Nazizeit über die Flucht mit allen ihren Gefahren bis ins amerikanisch besetzte Heidelberg der Nachkriegszeit führt. Auch das Geschehen in der Gegenwart des Buches, die im Jahr der Flüchtlingsströme nach Deutschland spielt, wird geschickt mit der Vergangenheit verknüpft. Denn Gretas Sohn Tom, der ihre immer verschwiegenen Jugenderlebnisse aufzudecken sucht, ist Nachrichtensprecher und damit hautnah am Zeitgeschehen. Insgesamt ein echt gelungenes Buch.

lorireads am 26.02.2021 11:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Meisterhaft erzählt, ich bin sprachlos!

Nie hätte ich gedacht, dass sich hinter diesem doch eher schlichten Cover eine derart fesselnde und weitgreifende Geschichte verbirgt, die mich so viel neues gelehrt hat und mir erschütternde Details der deutschen Nachkriegszeit erzählt hat. Als junge Frau Anfang 20 ist der zweite Weltkrieg für mich recht weit weg und erst durch einige Bücher, die ich in der letzten Zeit gelesen habe, habe ich gemerkt, wie wenig ich über diese Zeit eigentlich weiß - über die "Standartthemen", die in der Schule gelehrt werden, hinaus. Seitdem interessiere ich mich sehr für Schicksale während und nach des zweiten Weltkrieges und war durch die Inhaltsangabe von "Stay away from Gretchen" gleich sehr interessiert. Trotzdem war ich nicht vorbereitet auf diese weitgreifende, fesselnde und erschütternde Geschichte, die so viele wichtige Themen abdeckt und dabei dennoch total unterhaltsam war. Für mich ein grandioses Buch, dass ich sicherlich weiterempfehlen werde und vielleicht auch noch einmal lese (Und das tue ich bei historischen Romanen eigentlich nie). Der Einstieg in die Geschichte verläuft über Tom Monderath, einen bekannten Kölner Journalisten, gestresst, alleinstehend und ohne Absicht, sich jemals zu binden. Seine Mutter Greta besucht er regemäßig, doch dann passieren einige witzige Vorfälle und der Verdacht liegt nahe, dass Greta an Demenz erkrankt ist. Die Handlung wird zu Beginn abwechselnd aus Toms und Gretas Sicht erzählt und vor allem aus Toms Sichtweise ist der Schreibstil schon sehr derb und wenig ausgeschmückt. Genau das fand ich aber so toll, weil ich trotz des eher emotionslosen Schreibstils - oder gerade deswegen - sehr viel über Tom erfahren habe und überraschender Weise auch direkt Sympathien zu ihm aufbauen konnte. Allein das finde ich schon eine Meisterleistung, wo der Nachrichtensprecher, dessen Leben aus Hektik, Wutausbrüchen, übermaßigem Alkoholkonsum und Gelegenheitssex besteht und er zu Beginn charakterlich eigentlich wenig überzeugt. Und trotzdem war ich wie gebannt von der Geschichte und erstmal ziemlich überfordert, als die Handlung plötzlich wechselte und man die achtjährige Greta in Ostpreußen kennenlernte, in der Zeit kurz vor dem zweiten Weltkrieg. Nach wenigen Seiten war ich aber auch in diesem Handlungsstrang völlig gefangen, der so ganz anders erzählt war, als zuvor die Geschichte aus Toms Sichtweise und aus der Perspektive der leicht verwirrten, älteren Greta. Die Handlung wechselt sich nun mit jeweils relativ langen Passagen aus Vergangenheit und Gegenwart ab und jedes Mal gelang mir der Wechsel in die jeweils andere Zeit mühelos, es war einfach alles total stimmig, fesselnd und toll erzählt. Während in der Gegenwart Gretas Demenz, Toms eigene psychische Probleme, die Geschichte der Familie und die Flüchtlingskrise 2015/2016 in Deutschland behandelt wurden und vor allem letzteres Thema auf grandiose Art und Weise mit der Flucht der jungen Greta und ihrer Familie aus Ostpreußen verknüpft wurden, behandelte die Geschichte der Vergangenheit so viel mehr als das Leben in Ostpreußen und die Flucht während des Krieges. Es geht um die Nachkriegszeit in der amerikanischen Besatzungszone, um Liebe, Ausgrenzung, Armut, um die sogenannten Brown Babies und die unvorstellbaren Geschichten, die mit diesen Kindern verbunden sind. Selbst den Bogen in die aktuelle Situation der USA, in der Rassismus noch immer ein wichtiges Thema ist, gelingt der Autorin mühelos. Für mich ist das Buch ein absolutes Highlight, das so viel Wissen vermittelt, aber auch die daran geknüpften Emotionen nicht vernachlässigt. Das Buch erzählt von einem ganzen Leben und noch von viel mehr und ist für mich ein wahrer Schatz, über den ich sehr froh bin, ihn entdeckt zu haben. Der Autorin gelingt alles, was ein gutes Buch ausmachen muss. Sie baut eine Beziehung zu den Protagonisten auf, hat einen interessanten Schreibstil, der je nach Situation ganz anders sein kann, erzählt ungeschönt von den damaligen und heutigen großen gesellschaftlichen Problemen, aber auch von den Einzelschicksalen, die daran gekoppelt sind. Die Botschaft des Buches ist für mich, dass wir immer weiter unsere Vergangenheit aufarbeiten müssen, dass wir unsere Erfahrungen an nachfolgende Generationen weitergeben und dass wir auf gar keinen Fall aufhören dürfen, über diese Dinge zu reden und sie zu verarbeiten.

rebecca197828 am 25.02.2021 15:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Überraschend berührend

Als ich anfing das Buch zu lesen, hatte ich eine andere Vorstellung von der Story. Mir war bewusst, dass es ein schwieriges und auch trauriges Thema ist, wenn ein Mensch dement wird. Allerdings ist der Schreibstil von so viel charmantem Witz geprägt, dass ich echt überrascht war, als die Geschichte auch die traurige Vergangenheit einer Flüchtlingsfamilie, insbesondere Gretas Vergangenheit so miterlebbar erzählt wurde.Je Kapitel wechselt das Buch zwischen der heutigen Zeit (hier 2005) und Gretchens Vergangenheit. Dies irritierte mich zuerst etwas, verursachte aber, dass ich einfach immer weiter lesen wollte.Der schmerzliche Verlust des verschollenen Vaters, die Flucht aus Ostpreußen, die Zeit nach dem Krieg in Heidelberg und das damit verbundene Kennenlernen der großen Liebe wird jetzt nach und nach erzählt. Gretchens Sohn Tom hatte keine Ahnung und findet die tragische Geschichte über ein kleines dunkelhäutiges Mädchen heraus, dessen Foto er entdeckt hatte.Die heutige Zeit und auch die Vergangenheit scheinen sehr gut recherchiert und so habe ich zum ersten Mal vom Brown Baby Plan gehört. Die Vorstellung, wie viel Leid damit Kindern, Müttern und auch Vätern zugefügt wurde, macht mich sprachlos.Ich bin von dem Buch wirklich sehr angetan und kann es durchaus weiterempfehlen. Es ist nicht das letzte Buch, welches ich von Susanne Abel lesen werde.

isis55 am 25.02.2021 11:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Berührend und erschütternd

Mich hat das Buch sehr berührt - auf der einen Seite die Geschichte der schlagfertigen und dynamischen Greta, die langsam den Bezug zum Alltag verliert, auf der anderen Seite ihr erfolgreicher Sohn, der anfangs recht unsympathisch erscheint.Greta merkt, dass etwas nicht mit ihr stimmt. Doch weder sie noch ihr Sohn Tom wollen die Diagnose Demenz akzeptieren. Tom findet in der Wohnung seiner Mutter einen Karton mit alten Fotos. Sie erzählt ihm von der Flucht aus Ostpreußen, von ihrer großen Liebe Robert Cooper, einem schwarzen GI, den sie in Heidelberg Ende der 40-er Jahre kennengelernt hat. Doch sie schweigt, als Tom ihr ein Foto eines kleinen dunkelhäutigen Mädchens zeigt. Toms Neugier ist geweckt und er beginnt zu recherchieren. Er entdeckt eine unvorstellbare Tragödie, die seine Mutter seit Jahrzehnten belastet und worüber in seiner Familie nie offen gesprochen wurde. Gut gefallen haben mir die 2 Erzählstränge, die sich kapitelweise abwechseln, zum einen Gretas Vergangenheit in Ostpreußen und Nachkriegsdeutschland, zum anderen die Gegenwart. Das Buch liest sich flüssig, die handelnden Personen und ihre Lebensumstände sind glaubwürdig beschrieben.Auch wenn die Geschichte fiktiv ist, entsprechen die politischen und gesellschaftlichen Hintergründe den Tatsachen und sind ausgezeichnet recherchiert. Vom Brown Baby Plan hatte ich bisher noch nie gehört. Es hat mich erschüttert, wie damals mit Müttern und Kindern umgegangen wurde. Wie viel Leid ist dadurch entstanden.Der Roman hat meine Erwartungen übertroffen. Ich kann dieses Buch uneingeschränkt empfehlen.

nele33 am 25.02.2021 10:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Sehr bewegend

Was geschieht wenn die eigene Mutter dement wird? Diese Frage wirft das Buch der Autorin Susanne Abel ""Stay Away From Gretchen" auf.Tom Monderath, ein bekannter Fernsehmoderator wird mit der schnell zunehmenden Demenz seiner Mutter Greta konfontiert. Greta, die sich immer mehr in der Vergangenheit verliert und ihrem Sohn Erinnerungsfetzen aus ihrer Vergangenheit erzählt. Eine KIndheit und Jugend die geprägt wurde vom 2 Weltkrieg und der Nazi-Zeit.Erzählt wird die Geschichte in zwei Zeitsträngen, der Gegenwart der 84 jährigen Greta und ihrem Sohn Tom, dessen Leben durch die schnell fortschreitende Demenzerkrankung seiner Mutter durcheinandergewirbelt wird. Der zweite Erzählstrang beschäftigt sich mit dem Krieg und Gretas Leidensweg bis in die 50-iger Jahre. Eine Leben welches geprägt wird durch Angst, der Flucht, einen tyrannischen Vater und einer Liebe, die so nicht sein durfte.Stay away from Gretchen ist ein sehr berührender Roman, der sich mit einem Teil der deutschen Vergangenheit beschäftigt über den bis heute viel zu wenig bekannt ist und gesprochen wird.Mich hat der Schreibstil der Autorin, der einfühlsam und dennoch sehr klar ist von der ersten Seite an gefesselt, teilweise war ich fassungslos ob der Grausamkeit die Greta in ihrem Leben erdulden musste. Die Protagonisten in der Geschichte sind sehr authentisch gezeichnet und sind im Laufe der Geschichte ans Herz gewachsen.Für mich ein richtig rundes Buch.

moma58 am 24.02.2021 11:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Brown-Babies, die ewige Suche

Eines vorweg: Ich habe einen anderen Roman erwartet - einen leichteren, einen fröhlicheren. Allerdings konnte ich vom ersten Lesen an diesen knapp 500 Seiten starken Roman nicht mehr aus der Hand legen.Zum Inhalt: Tom, dem Erfolgs-, Lebe- und überzeugten Singlemann wird ein gewaltiger Strich durch seine Lebensrechnung gemacht. Bei seiner 84jährigen fitten und rüstigen Mutter, zu der er ein sehr gutes Verhältnis hat, stellen die Ärzte Demenz fest. Zum ersten Mal erzählt Greta von ihrer längst vergraben geglaubten und von ihr verschwiegenen Lebensgeschichte.In zwei Zeitschienen erfährt der Leser in einem lockeren und flüssigen Schreibstil Gretas Leben heute und ab 1939. Die Flucht aus Ostpreußen, der Krieg, die Entbehrungen, die Menschen und dann Gretas erste große Liebe, eine Liebe, die es so nicht geben durfte. Die Protagonisten sind allesamt sehr gut beschrieben. Egal ab Greta, ihre Familie, Tom, Bob, Helga oder Jenny. Besonders bei Tom und Jenny merkt man im Laufe des Romans die (für mich positiven) Veränderungen.Dieser Roman regt zum Nachdenken an. Er beschönigt nichts. Das damalige Verhalten von Deutschland und Amerika ist beschämend. Was diesen unschuldigen Kindern (Brown Babies) damals angetan wurde ist nicht mehr gutzumachen. Die Autorin versteht es einfühlsam und wunderbar auf dieses Thema aufmerksam zu machen. Danke für diesen aufrüttelnden Roman, in dem sehr viele Wahrheiten stecken. Von mir gibt es eine unbedingte Leseempfehlung und den großen Wunsch, dass so etwas nie wieder passieren soll und darf.

raschke64 am 24.02.2021 08:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Ganz stark

Tom ist ein sehr bekannter Fernsehjournalist und Anchorman. Er hat keine eigene Familie und lebt sein Leben sehr rasant, viel Arbeit, belanglose Affären. Es ist ihm unheimlich peinlich, dass seine 85-jährige Mutter auf der Autobahn aufgegriffen wird. Die Untersuchungen ergeben, dass sie an Alzheimer–Demenz leidet. Anfangs verdrängt er das noch, doch mehr und mehr häufen sich die Probleme. Gleichzeitig erzählt die Mutter ihm Sachen aus der Vergangenheit, die sie bis jetzt konsequent verschwiegen hat.Ich empfand das Buch als ganz stark. Und das aus mehreren Gründen. Da wird diese schreckliche Krankheit Alzheimer gut geschildert, ohne die Probleme, die entstehen, zu verschweigen. Aber ebenfalls auch, ohne die betroffene Person irgendwie lächerlich zu machen selbst bei den Dingen, die sie tut und die auf den ersten Blick lächerlich erscheinen. Dann geht es um die schrecklichen Erlebnisse, speziell der Frauen, im Zweiten Weltkrieg und in der Zeit danach. Wie sie eine Weile eine Art Freiwild waren, die Familien verloren oder als einzige für sie sorgen mussten, auf ihre Männer warteten. Auch die speziellen Beziehungen zwischen den afroamerikanischen Soldaten und deutschen Mädchen und Frauen sind unsentimental, aber mit sehr viel Gefühl beschrieben. Die aus diesen Beziehungen entstandenen Kinder sind einfach nur zu bedauern. Was sie durchgemacht haben, kann man sich heute überhaupt nicht mehr vorstellen. Umso wichtiger ist es, dass dieses Thema wenigstens heute beschrieben wird. Das Besondere an dem Buch ist, dass solche schwerwiegenden Themen angesprochen werden, ohne dass das Buch den Charakter der Unterhaltung verliert. Man kann die Geschichte gut lesen, ist immer wieder berührt und lernt nebenbei noch unheimlich viel. Für mich das einzige Manko war die Beschreibung von Tom, vor allem am Anfang des Buches. Dort fällt er sehr in das Klischee eines alleinstehenden reichen Machos mit wenig Gefühl. Das hätte es gar nicht bedurft, um die Wandlung im Laufe des Buches darzustellen. Alles in allem gibt es von mir eine absolute Leseempfehlung und das Buch ist für mich das erste große Lesehighlight in diesem Jahr.

buchfan am 23.02.2021 22:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Sehr berührend

Ein wirklich berührender Roman um eine große Liebe, Verlust, Rassismus, Ausgrenzung und Traumata. Die Geschichte des Flüchtlingsmädchens Greta, die in den 40er Jahren nach Heidelberg kommt, packt mich von der ersten Seite. Ihr entbehrungsreiches Leben auf der Flucht, ihr Mut zum Risiko auf dem Schwarzmarkt, ihre beharrliche Suche nach dem Vater, ihre große Liebe zu einem schwarzen GI und ihre Suche nach dem verlorenen Kind. Die Handlung ist in zwei Zeitebenen geschrieben. Die Zeit bis in die Mitte der 50er Jahre aus der Sicht Gretas und sehr aktuell aus der Perspektive ihres Sohnes, des erfolgreichen Nachrichtenstars Tom (bei dem ich immer an einen erfolgreichen, smarten Moderator der Tagesthemen denken muss ;-). Diesen Perspektivwechsel finde ich sehr spannend. Das Thema des Browns Baby Plans ist mir relativ unbekannt. Das tragische Schicksal der Kinder und Familien berührt mich allerdings sehr. Gretchens fortschreitende Demenz macht die Geschichte besonders tragisch. Seltsamerweise rührt mich das Buch zu Tränen, aber es ist nicht gefühlsduselig geschrieben sondern wirklich packend. Absolute Empfehlung.

Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

HÖRZU
Selten wurde Zeitgeschichte so lebendig und mitreißend erzählt.

Freundin, Leseträume
Susanne Abels ›Stay away from Gretchen‹ ist ein zutiefst berührender Roman über Liebe, Krieg – und d...as Glück, die eigene Vergangenheit kennenzulernen. mehr weniger

MDR
Noch lange nach der Lektüre bleibt diese Geschichte im Kopf.

30.06.2021

DONNA
Am Ende von ›Stay away from Gretchen‹ dankt Autorin Susanne Abel dem Himmel, in Friedenszeiten zu le...ben - und man versteht, warum. mehr weniger

01.06.2021

Stern
Endlich gerät dieses wichtige Thema in den Fokus.

06.05.2021

WDR 4, Buchtipps
Ein spannender Roman zu einem wichtigen, vergessenen Thema.

Elke Heidenreich, 02.05.2021

WDR 5, Bücher
Grandios, packend und absolut glaubwürdig. Dieses Buch legt man erst aus der Hand, wenn man es ausge...lesen hat. mehr weniger

Andreas Wallentin, 23.04.2021

Buchprofile/medienprofile
Sehr empfehlenswert.

Karin Steinfeld-Bartelt

news- Das Magazin
Dieser Roman beschäftigt sich mit einem wenig bekannten Aspekt der deutschen Nachkriegsgeschichte. E...r ist sehr berührend, fesselnd und wirkt lange nach. mehr weniger

Cornelia Hoppe

Besprechungen (Wien)
Für alle Leser*innen geeignet, die gerne Familiendramen lesen und sich für einen Aspekt der Nachkri...egszeit interessieren, der bisher fast nie in Romanen aufgearbeitet wurde. mehr weniger

Mainhattan Kurier
Ein sehr berührender Roman, der auch das unrühmliche Kapitel der Brown Babys thematisiert. Leseempfe...hlung! mehr weniger

dbb magazin
Eine große Liebe in dunklen Zeiten.

Passauer Neue Presse
Das alles schichtet sie virtuos ähnlich der Schwarzwälder Kirschtorte, die es bei Monderaths zum Kin...dergeburtstag gibt. mehr weniger

Sabine Busch-Frank, 25.11.2022

Flow
Eine unterhaltsame Geschichte mit bewegendem Kern rund um Rassismus und Diskriminierung in Zeiten de...s Zweiten Weltkriegs. mehr weniger

01.11.2022

Obersee Nachrichten
›Stay away from Gretchen‹ erzählt die grosse Geschichte von Krieg, Flucht und Liebe.

Michel Wassner, 03.02.2022

LZ (Rheinland)
Aktuelles, Historisches und das Thema Demenz machen die Geschichte bedeutsam und berührend.

16.12.2021

Westfalenpost
Unser Lieblingsbuch des Jahres 2021.

Ursula Heering, 15.12.2021

awo-aktiv-hamburg.de
Das Schicksal der von der Regierung nicht gern gesehenen sogenannten ›Mischlingskinder‹ wird auf ei...ne herzzerreißende Art beschrieben, die einen nicht loslässt. mehr weniger

09.12.2021

Leo Vorderpfalz
Geschickt verknüpft Susanne Abel die Geschichten der Mutter und des Sohnes im Wechsel mit Gretas Ver...gangenheit. mehr weniger

18.11.2021

Rhein-Neckar-Zeitung
Mit ihrem Romandebüt ›Stay away from Gretchen - Eine unmögliche Liebe‹ ist Susanne Abel ein großer W...urf gelungen. mehr weniger

Welf Grombacher, 13.10.2021

BuchMarkt
›Stay Away from Gretchen‹ ist eine eine Debüt-Sensation!

Gerhard Beckmann, 09.09.2021

buchmarkt.de
Susanne Abels Roman fesselt so ungemein, auf eine solch schriftstellerisch perfekte, überzeugende We...ise, dass ihn allein das schon empfehlenswert machen würde. mehr weniger

Gerhard Beckmann, 09.09.2021

Neue Ruhr Zeitung
Für mich ist dieses Buch ein Highlight des Bücherjahres.

Sabine Friemond-Kund, 01.09.2021

Kirche + Leben
Berührend lässt Susanne Abel hier ein Kapitel deutscher Nachkriegsgeschichte lebendig werden (...).

Norbert Ortmanns, 29.08.2021

Angehörige pflegen
„Stay away from Gretchen“ ist ein berührender Roman über eine vom Zweiten Weltkrieg geprägte Familie..., deren Vergangenheit durch Weitergabe von Traumata in der nächsten Generation nachhallt. mehr weniger

15.08.2021

Südwest Presse
Ein großes Glück für die Leser!

Elvira Lauscher, 23.07.2021

Neue Westfälische
Susanne Ables Deübtroman erzählt die authentische Geschichte von Kindern der Besatzungszeit.

23.07.2021

Delmenhorster Kreisblatt
Der Roman von Susanne Abel ist eine rückblickend eindringlich erzählte, emotionale und berührende, a...ber auch bedrückende Reise in ein Kapitel der Nachkriegsgeschichte, flüssig und gut lesbar. mehr weniger

Gustav Förster, 21.07.2021

Delmenhorster Kreisblatt
Der Roman von Susanne Abel, ein absolut gelungenes Debüt, ist eine rückblickend eindringlich erzählt...e, emotionale und berührende aber auch bedrückende Reise in ein Kapitel der Nachkriegsgeschichte (…). mehr weniger

Gustav Förster, 21.07.2021

WO am Sonntag
Historische Episoden geben Einblick in Gretas Erinnerungen und machen sie zu einer starken Protagoni...stin, die einem ans Herz wächst. mehr weniger

Peldszus Antonia, 17.07.2021

Hessische Allgemeine
Gut erzählte Zeitgeschichte: tiefberührend und sehr fesselnd.

Stefanie Gebhardt, 12.07.2021

Rhein exklusiv
Ein fesselndes Buch, das sehr berührt.

01.07.2021

Insider
Zeitgeschichte spannend erzählt.

23.06.2021

lesendes-federvieh.de
Gerade auch im Gegenwartsteil packt sie auf brillante Art unsere heutige Flüchtlingsproblematik und ...den Rassismus in unserer Gesellschaft an. mehr weniger

Katharina Strauß, 10.06.2021

denglers-buchkritik.de
Susanne Abel gelingt mit ›Stay Away from Gretchen – Eine unmögliche Liebe‹ ein Kunststück! Sie ersch...afft Charaktere, die von der ersten Seite an sofort eine besondere Magie erzeugen. mehr weniger

Alex Dengler, 10.05.2021

merkur.de
Bestseller-Autorin Susanne Abel schreibt in ihrem neuen Roman über eine unmögliche Liebe.

Philipp Mosthaf, 05.05.2021

literaturmarkt.info
Die Romane von Susanne Abel sind etwas ganz Besonderes, selten Kostbares auf dem deutschen Literatur...markt,nämlich ein Schatz, den man hüten sollte wie das Wertvollste in seinem Leserleben. mehr weniger

Susann Fleischer, 03.05.2021

Badische Neueste Nachrichten
Eindringlich erzählt

29.03.2021

Kehler Zeitung
Ein rundum gelungenes Erstlingswerk, das Lust auf mehr macht.

Sabine Schafbauer, 22.03.2021

Meins
Bewegende Geschichte einer unmögliche Liebe

17.03.2021