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Buch The Artist und Text Sie tritt aus dem Schatten, auch wenn es bedeutet, ihre Welt in Flammen zu setzen
Buch The Artist und Text Sie tritt aus dem Schatten, auch wenn es bedeutet, ihre Welt in Flammen zu setzen
Sie malt sich ins Licht – auch wenn das bedeutet, ihre Welt in Flammen zu setzen.

The Artist

Provence, um 1920. Venez. Kommen Sie. Mehr steht nicht in dem Brief. Und doch sieht sich Joseph Adelaide am Ziel seiner Träume: Er, ein noch völlig unbekannter Journalist, darf den weltberühmten Maler Édouard Tartuffe interviewen, der sich seit Jahren der Öffentlichkeit entzieht.

In dem abgelegenen Landhaus in der französischen Provinz erwartet Joseph dann allerdings eine Überraschung. Nur wenn er Tartuffe Modell sitzt, darf er über ihn schreiben.

In der flirrenden Sommerhitze erkennt Joseph bald, dass das größte Rätsel jedoch nicht der »Meister des Lichts« ist, sondern Tartuffes Nichte. Ettie kocht, putzt, wäscht Pinsel und erträgt Tartuffes Launen mit unergründlicher Hingabe. Doch etwas brodelt in ihr. Joseph fühlt sich immer mehr zu ihr hingezogen. Und langsam, Schicht für Schicht wie in einem Gemälde, kommt ihr Geheimnis ans Licht ...

»Raffiniert und kraftvoll erzählt […] Ein äußerst gelungenes Porträt von Ehrgeiz und Selbstverwirklichung.« The Guardian

Ein wunderbar atmosphärischer Sommerroman über Authentizität, künstlerische Selbstermächtigung und Leidenschaft und ein Leseerlebnis für die Sinne: Man kann die Pfirsiche und den Honig fast schmecken, die satten Farben sehen und die sengende Hitze der Provence spüren.

Preisgekrönt ...

  • Nominiert für den British Book Award 2026
  • Wochenlang auf der Sunday Times-Bestsellerliste
  • Waterstones Debut Prize 2025 
  • Waterstones Book of the Year 2025
  • Nominiert für The Women's Prize for Fiction 2025 


»Ein fulminantes Buch, poetisch, leidenschaftlich und mit sanfter Kraft erzählt.« Daily Mail

»Ein virtuoses Debüt, so unwiderstehlich wie ein warmer Sommerwind.« HÖRZU


Als Joseph die Steinterrasse betritt, gerät sein Herz aus dem Takt. Zurückgelehnt in einem alten Korbsessel sitzt da ein Mann, eine Zigarre in der Hand. Dies also ist der Mann, für den Joseph meilenweit gereist ist. Der Meister. Éduard Tartuffe.

Tartuffe blickt hoch.

»Wer sind Sie?«

»Mein Name ist Joseph Adelaide«, sagt Joseph hastig und streckt ihm das Telegramm entgegen. »Ich bin Journalist. Sie haben mich eingeladen.« Plötzlich ist es, als wäre ein Damm gebrochen.

»Sylvette!«, brüllt der Maler und fuchtelt wild mit seiner Zigarre. »Sylvette!«

Joseph weicht einen Schritt zurück. Stolpert über seinen Rucksack. Und plötzlich steht da eine junge Frau. Sie ist am anderen Ende der Terrasse aufgetaucht und trocknet ihre Hände an einer Baumwollschürze ab. Tartuffe reicht ihr das Schreiben. »Erklär mir das!«

Sylvette betrachtet es prüfend. Ihr Gesicht wirkt mädchenhaft, doch ihre Hände sind rau und von harter Arbeit gezeichnet. Dann schaut sie auf und sagt nur: »Das hier ist dein Junger Mann mit Orange.«

Bibliografische Daten

EUR 24,00 [DE] – EUR 24,70 [AT]
ISBN : 978-3-423-28544-5
Erscheinungsdatum: 15.05.2026
4. Auflage
384 Seiten
Format : 13,8 x 21,5 cm
Sprache: Deutsch, Übersetzung: Aus dem britischen Englisch von Hella Reese
Autor*innenporträt

Lucy Steeds

Lucy Steeds hat nach ihrem Literaturstudium an der Universität Oxford in Frankreich und Singapur gelebt und pendelt derzeit zwischen London und Amsterdam. Als eines der meistgelobten Debüts des Jahres stand ›The Artist‹ 2025 auf der Longlist für den renommierten Women’s Prize for Fiction, wurde mit dem Waterstones Debut Fiction Prize ausgezeichnet und zum Waterstones Book of the Year gekürt. 2026 folgten Nominierungen für den British Book Award und den Walter Scott Prize for Historical Fiction. Seit seinem Erscheinen entfaltet der Roman eine stetig wachsende Anziehungskraft und erscheint demnächst in zweiundzwanzig weiteren Ländern.

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Übersetzer*innenporträt

Hella Reese

Hella Reese studierte Slavistik, Romanistik und Osteuropäische Geschichte und schloss ihr Studium mit der Promotion ab. Nach langjähriger Tätigkeit in einer internationalen Strategieberatung und im Verlagswesen arbeitet sie jetzt als Übersetzerin und Lektorin.

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160 von 160 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.66 von 5 Sternen


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1 - 10 von 160 Leserstimme

leseliebeundmeehr am 24.08.2026 22:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Kunst und Selbstbestimmung

Provence, um 1920: Der junge Journalist Joseph Adelaide erhält die seltene Gelegenheit, den zurückgezogen lebenden Maler Édouard Tartuffe zu interviewen. Doch bei ihm angekommen, stellt dieser eine ungewöhnliche Bedingung: Joseph darf nur über ihn schreiben, wenn er ihm Modell sitzt. Während der heißen Sommertage rückt jedoch zunehmend Sylvette, Tartuffes Nichte, in Josephs Fokus. Sie kümmert sich aufopferungsvoll um ihren Onkel und dessen Kunst – doch hinter ihrer stillen Fassade verbirgt sich weit mehr, als es zunächst scheint.Lucy Steeds erzählt ruhig, atmosphärisch und bildgewaltig. Die flirrende Sommerhitze ist beinahe körperlich spürbar, die eindrucksvollen Naturbeschreibungen versetzen einen direkt in die Provence und auch die satten Farben und das besondere Licht der Gemälde konnte ich förmlich vor mir sehen.In beide Hauptfiguren konnte ich mich sehr gut hineinversetzen. Besonders mit Ettie, die ihr Dorf noch nie verlassen und bereits viele tragische Erlebnisse erfahren hat, habe ich mitgefühlt. Aber auch Joseph war mir sehr sympathisch. Seine Sorge um seinen vom Ersten Weltkrieg psychisch schwer gezeichneten Bruder verleiht seiner Figur zusätzliche Tiefe. Die Geheimnisse, die Tata und Ettie umgeben, sorgen dafür, dass eine stetige Spannung entsteht.In „The Artist“ geht es um weit mehr als Kunst und die zarte Liebesgeschichte, die sich langsam entfaltet. Abhängigkeit, Selbstbestimmung und Selbstfindung ziehen sich ebenso durch den Roman wie die gesellschaftliche Stellung der Frau in den 20er-Jahren. Gleichzeitig steht immer wieder die Frage im Raum: Was macht wahre Kunst eigentlich aus?Besonders spannend fand ich den Blick auf die Rolle von Frauen in der Kunstgeschichte. Frauen waren eben nicht „nur“ Musen, sondern selbst künstlerisch tätig – hatten innerhalb patriarchaler Strukturen jedoch längst nicht dieselben Möglichkeiten wie Männer. Ich liebe historische Romane über starke Frauen und Lucy Steeds hat hier einen Aspekt aufgegriffen, über den ich bisher erstaunlich wenig nachgedacht hatte.Mein Fazit:„The Artist“ ist fesselnd, tiefgründig und sinnlich – ich bin völlig in die Geschichte eingetaucht. Ein Roman, der mir großes Lesevergnügen bereitet und zugleich zum Nachdenken angeregt hat. Für mich ein fulminantes Debüt!

3lesendemädels am 13.08.2026 08:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Mich konnte das gelungene Buch komplett einnehmen

Joseph kann sein Glück kaum fassen, denn er darf von England in die Provence reisen, um den berühmten Maler Édouard Tartuffe zu interviewen. Doch in dem einsamen Landhaus erwartet ihn ein mürrischer und despotischer Tyrann, der einsilbige Antworten gibt. Seine Nichte Ettie überredet den Alten, dass Joseph für ihn Modell sitzen wird und ihm im Gegenzug eine paar spärliche Fragen beantwortet werden. Er kann nicht nachvollziehen, weshalb die junge Frau den Haushalt führt und die Launen ihres Onkels widerspruchsfrei erträgt. Doch während die flirrende Sommerhitze weiter voranschreitet, erkennt er, dass Nettie ein großes Geheimnis birgt.Mich konnte das gelungene Buch komplett einnehmen, da ich es während des Urlaubs in Südfrankreich sehr genossen habe und die Stimmung sehr nachvollziehen konnte. Eindrucksvoll beschreibt die Schriftstellerin den Duft und Geruch Südfrankreichs und ich erfuhr viel über den Alltag und die Beweggründe des Malers.

luise43 am 09.08.2026 08:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Auf den Spuren verdeckter Wahrheiten

Mit „The Artist: Die Farben des Lichts“ gelingt Lucy Steeds ein atmosphärisch herausragender Roman über Kunst, Verdrängung und stille Emanzipation. Die Geschichte führt ins sommerliche Hinterland Frankreichs, wo der unbedarfte Journalist Joseph die Geheimnisse des legendären Malers Tartuffe zu lüften sucht und dabei auf dessen Nichte Ettie trifft.Die Autorin zeichnet mit präzisen, poetischen Metaphern ein beinahe spürbares Bild der trockenen Hitze und der kargen Abgeschiedenheit. Im steten Wechsel zwischen Josephs und Etties Perspektive enthüllen sich verdrängte Kriegstraumata und schmerzhafte Biografien. Während der Künstler Tartuffe selbst unnahbar und zunehmend unsympathisch bleibt, wächst einem die im Schatten gehaltene Ettie ans Herz. Ihr stiller Kampf um Bildung und Identität in einer Welt, die ihr jeglichen Raum verwehrt, bildet das Herzstück des Romans.Trotz einer gewissen Vorhersehbarkeit im Plot überzeugt das Werk durch seinen enormen Sog und eine Sprache, die lange nachhallt.

walliliest am 02.08.2026 12:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Selbstermächtigung und Kunst

Der berühmte Maler Édouard Tartuffe, "der Meister des Lichts", lebt zurückgezogen mit seiner Nichte Ettie in einem alten Steinhaus in der Provence. Paul Cézanne war sein Mentor in Paris, doch Tartuffe hat sich mit ihm überworfen und ist aufs Land gezogen. Alle Anfragen nach Interviews lehnt er kategorisch ab. Auch sein Anwesen verlässt er seit Jahren nicht mehr. Plötzlich steht der junge englische Journalist Joseph Adelaide auf der Terrasse. Warum hat ihn Tartuffe (Tata) eingeladen und warum kann er sich nicht mehr daran erinnern? Joseph darf bleiben, solange er Tata Modell sitzt für sein Bild "Junger Mann mit Orange". Der alte Mann erweist sich als knurrig, cholerisch und kontrollsüchtig. Ein echter Tyrann. Fragen beantwortet er nicht, Josephs Artikel interessiert ihn nicht. Ettie hält das Anwesen in Schuss, putzt, kocht, bereitet Tatas Leinwände vor, säubert die Pinsel, kauft ein. Ansonsten ist sie still, beobachtet, huscht wie ein Schatten durch das Gebäude, immer darauf bedacht, Tata nicht zu verärgern. Und dennoch möchte sie gesehen werden.Meinung: Die Autorin Lucy Steeds lässt die Provence aufleben, all die Farben, die Gerüche, die Sommerhitze und das Licht. Und sie lässt Tatas Gemälde lebendig werden. Die saftigen Pfirsiche, die schrumpeligen Zitronen, die glitschigen Austern, die Tata ins rechte Licht rückt. Auch den Farbauftrag beschreibt sie so plastisch, dass man förmlich meint, dabei zu sein. Außerdem spinnt sie eine spannende Geschichte um Tata, Joseph und Ettie, deren Ende nicht vorhersehbar ist. Es geht um Kontrollsucht, Selbstermächtigung, Talent, Frauenrechte, große Kunst und um die Liebe.Lest dieses sommerliche Buch, wenn ihr einen sinnlichen und poetischen Kunstroman sucht.

bibliokate am 02.08.2026 12:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Sehr eindrucksvoll

Lucy Steeds hat mit "the Artist" einen unglaublichen starken, bildgewaltigen Roman geschrieben in dem nichts so ist wie es auf den ersten Blick scheint. Joseph der junge Journalist der die Möglichkeit bekommt den großen Eduard Tartuffe bei seiner Arbeit zu beobachten hätte wohl nicht damit gerechnet was ihn im Haus des Künstlers erwartet. Nicht nur ein wirklich sehr temperamentvoller und exzentrischer Maler sondern auch dessen künstlerisch ebenfalls sehr begabte Nichte Ettie die ihre ganz eigenen Geheimnisse vor der Welt hat stellen Josephs Welt gehörig auf den Kopf. Nicht nur nehmen die beiden den jungen Mann mit in ihre Welt aus Farben und Licht, vielmehr wird er wie ein Teil der Familie und es werden nach und nach Familiengeheimnisse enthüllt die Jahrzehntelang unter verschluss gehalten wurden. Mir hat dieser Roman wirklich unglaublich gut gefallen. Wie den Künstlern im Roman ihre Gemälde malen gelingt es der Autorin sprachliche Bilder zu erschaffen die mal leise, mal kraftvoll auf dem Papier entstehen wie die Bilder auf den Leinwänden der Maler. Ein wirklich großartiges Buch das durch authentische Protagonisten genauso zu überzeugen versteht wie durch so einige unerwartete Plottwists.

brijo am 14.07.2026 19:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Ettie und der Maler

Joseph Adelaide erhält eine große Chance, er darf den Maler Edouard Tartuffe interviewen, der niemals in der Öffentlichkeit steht. Der Maler lebt mit seiner Nichte Ettie sehr zurück gezogen in der Provence. Ettie führt ihm den Haushalt, ist sehr still und hat so ihre Geheimnisse.Joseph wird im Haus von Edouard Tartuffe aufgenommen und er darf den Maler bei seiner Arbeit zusehen, um später einen Artikel über das Leben und arbeiten des Malers zu verfassen. Joseph lernt auch Ettie kennen, die im Haus eigentlich alles was anfällt macht. Joseph ist von beiden fasziniert und was er alles erlebt und hört ist manchmal fast nicht zu glauben. Wir tauchen ab in die Welt der Maler und Künstler. Aber auch das Setting ist toll, die französische Provence ist wunderschön. Lucy Steeds versteht es, den Leser an die Geschichte zu binden, das man manchmal nicht aufhören mag zu lesen, denn es kommt Unglaubliches ans Licht. Das Ende fand ich auch sehr stimmig. Ein sehr gutes Buch, das mich sehr gefesselt hat, aber durch einige Längen, die mich ein bisschen gestört haben, vergebe ich gute 4 Sterne.

mimi81 am 08.07.2026 11:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Ein Roman, der lange nachhallt

The Artist ist weit mehr als ein Künstlerroman. Lucy Steeds erzählt von Kreativität, Abhängigkeit und der Frage, wem Ruhm und Anerkennung tatsächlich zustehen – atmosphärisch, klug und mit großer erzählerischer Kraft.Im Mittelpunkt steht der exzentrische Künstler Tata, bei dem Genie und Wahnsinn erschreckend nah beieinanderliegen. Er manipuliert die Menschen in seinem Umfeld, während Ettie in einer kaum greifbaren emotionalen Abhängigkeit gefangen scheint. Ihre Entwicklung hat mich besonders berührt und gehört für mich zu den größten Stärken des Romans.Besonders gefallen haben mir die sinnlichen Beschreibungen der Landschaft, der Menschen und der Welt der Kunst. Lucy Steeds gelingt es, mit ihrer Sprache Bilder entstehen zu lassen. Die faszinierenden Einblicke in Maltechniken, Farben und Licht haben meinen eigenen Blick auf Kunst erweitert. Ich schätze Bücher sehr, die mich nicht nur unterhalten, sondern mich auch bereichern und etwas Neues entdecken lassen.Schicht für Schicht entfalten sich Wahrheiten, Abhängigkeiten und Beweggründe der Figuren. Die Charaktere sind vielschichtig gezeichnet und gewinnen im Laufe der Geschichte immer mehr Tiefe. Ihre Entwicklungen wirken glaubwürdig und nachvollziehbar. Wechselnde Zeitebenen und kleine Wendungen halten die Spannung aufrecht. Die ruhigeren Passagen empfand ich nicht als Längen, sondern als notwendigen Raum, damit die Figuren reifen und sich entwickeln können.Besonders nachdenklich gemacht hat mich die Darstellung der Rolle der Frau in den 1920er-Jahren und die Frage, wem kreative Leistungen tatsächlich zugeschrieben werden. Der Roman regt dazu an, über Kunst, Anerkennung und Urheberschaft nachzudenken.The Artist war für mich ein intensives Leseerlebnis, das mich nicht nur unterhalten, sondern auch bereichert hat. Am Ende bleibt für mich eine spannende Frage: Ist es wirklich entscheidend, wer ein Kunstwerk geschaffen hat? Für mich zählt vor allem, dass Kunst berührt, Gefühle auslöst und etwas in mir bewegt.Lucy Steeds ist mit The Artist ein Roman gelungen, der meinen Blick auf Kunst und die Menschen dahinter verändert hat. Ich freue mich darauf, weitere Werke dieser Autorin zu entdecken. 5/5 Sterne

karo_liest am 07.07.2026 20:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Wie ein Gemälde, das seine Zeit braucht

Der Roman spielt in der Provence um 1920. Der junge Journalist Joseph reist zu dem berühmten, zurückgezogen lebenden Maler Édouard Tartuffe, um ihn zu interviewen. Dort begegnet er auch dessen Nichte Ettie, die mit ihm im Haus lebt und stark von Édouard abhängig ist. Nach und nach wird deutlich, dass sich hinter der Kunst und der schönen Umgebung Spannungen und Geheimnisse verbergen.Der Einstieg in die Geschichte ist mir zunächst nicht ganz leichtgefallen. Nach den ersten Seiten war ich noch unsicher, ob mich der Roman wirklich erreichen würde.Mit der Zeit hat sich jedoch genau das Gegenteil entwickelt: Die Atmosphäre, die langsame Erzählweise und die unterschwellige Spannung haben mich zunehmend in die Geschichte hineingezogen und schließlich doch deutlich mehr gepackt, als ich anfangs erwartet hätte.„The Artist“ ist ein Buch, das sich wie manches Gemälde nicht sofort erschließt, bei genauerer Betrachtung jedoch zunehmend an Wirkung gewinnt.Sehr empfehlenswert!

la tina am 02.07.2026 16:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Ein Roman voller bewegender Details und Momente

Voller Erwartungen reist der britische Journalist Joseph Adelaide 1920 in die französische Provence, in der Tasche eine Einladung des zurückgezogen lebenden Malers Édouard Tartuffe. Dieser behauptet, keine Ahnung von einer Einladung zu haben, doch seine Nichte Ettie gibt Joseph kurzerhand als neues Modell für ein geplantes Bild aus. Joseph darf bleiben. Doch dem misanthropen wie exzentrischen Künstler ist kaum ein interessantes Detail zu entlocken. Hätte Joseph doch nur von Beginn an sein Augenmerk auch auf Ettie gerichtet, denn mit ihrem Geheimnis hätte er nie im Leben gerechnet.Das Buch lebt von so vielen Aspekten. Überzeugen konnte mich die lebendige Beschreibung der Umgebung, der Natur, des Nachbarortes sowie des abgelegenen Gehöfts, auf das der Maler sich damals aus der Großstadt zurückgezogen hat. So konnte ich mir beim Lesen jede Szene nicht nur bildhaft vorstellen, sondern in einem gewissen Rahmen auch miterleben. Fasziniert haben mich die Einblicke in die Malvorgänge des Künstlers sowie aller aufwendigen Vor- und Nacharbeiten durch die Nichte. Joseph ist natürlich auf alles neugierig und benötigt Details, um seine Leserschaft bei Laune halten zu können. Nicht nur das viele Material und Werkzeug, sondern auch das Arrangieren der Motive, der Einfluss von Licht und Zeit sowie die Wahrnehmung eines Künstlers seiner Umwelt waren ein spannender Input. Und zu guter Letzt ein Thema von aktuell hoher Brisanz: Misogynie und das bewusste Kleinhalten einer Frau durch den Mann, damit dieser sich groß fühlen kann, in Kombination mit strategischer Inkompetenz. Man erlebt und interpretiert die Situation vor Ort quasi durch Joseph, der zunächst völlig unbedarft und mit großer Ehrfurcht an den Künstler heran tritt und den Blick für die Wahrheit erst mit der Zeit und fast nur durch Zufall gewinnt. Als heutige Frau hatte ich vieles davon schnell in Verdacht, während Joseph als Mann der damaligen Zeit mit einer völlig anderen Perspektive und Erwartungshaltung startet. Und dennoch kann ich sagen, insbesondere eine gewisse Überraschung hat mir sogar angenehme Schadenfreude bereiten können.Die Handlung an sich zieht sich stellenweise ein wenig, dennoch bin ich der Meinung, das ist notwendig, damit Joseph glaubhaft seinen Blickwinkel neu ausrichten kann. Das etwas langsame Voranschreiten ist das Einzige, was mir beim Lesen des Romans Durchhaltevermögen abverlangte. Ansonsten konnte mich das Buch durch die oben genannten positiven Aspekte überzeugen. Entsprechend von mir 4,5 von 5 Pinseln (wobei ein zerbrochener Pinsel sogar im Buch eine nicht unwichtige Rolle für Ettie gespielt hat).

ryria am 01.07.2026 21:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Ein Gemälde in Buchform

Im Jahre 1920 macht sich Joseph auf den langen Weg von England in die Provence. Sein Ziel: Ein Interview mit dem berühmten Maler Édouard Tartuffe, genannt Tata. Das Problem an der ganzen Sache ist nur, dass dieser so gar keine Lust auf all die Fragen in seiner stillen Zurückgezogenheit hat und stattdessen Joseph kurzerhand zum Modell für sein neues Bild auserwählt. Und dann ist da auch noch Tatas Nichte Ettie, die sich um den Haushalt kümmert und noch so einiges mehr verbirgt...Der Einstieg in die Geschichte fiel mir ein wenig schwer, hauptsächlich da sehr viel Wert auf die Atmosphäre gelegt wird und die Handlung dagegen eher langsam und ruhig voranschreitet.Dafür ist diese Atmosphäre aber außerordentlich gut gelungen und passt auch perfekt zu den aktuell heißen Sommertagen: Man fühlt sich selbst wie in der Provence, erkundet die verschiedenen Räume des Bauernhauses, sitzt mit im Atelier.Man ist dabei, während ein Gemälde entsteht und immer neue Ideen gefunden werden, was ich als schönen und interessanten Einblick in die Welt eines Malers empfand.Generell hat der Schreibstil auch schön zum Thema gepasst, ein wenig poetisch passend zur künstlerischen Stimmung.Unter diesem Gesichtspunkt ist auch das langsame Tempo eigentlich eine gute Wahl, für mich hat es sich aber dann teilweise doch ein wenig gezogen.Die Handlung auf drei Hauptcharaktere zu beschränken und die Perspektiven von Ettie und Joseph zu verfolgen hat mir wiederum gut gefallen, besonders Ettie ist mir immer mehr ans Herz gewachsen.Die in diesem Zusammenhang behandelten Themen wie die Rolle der Frau und der Kampf um Anerkennung und Selbstbestimmung sind auch hundert Jahre später oft noch aktuell und wurden hier dezent, aber eindrücklich eingebaut.Insgesamt kein Buch für schnelle, spannende Lesestunden, aber dafür ein stimmungsvolles Erlebnis für die Sommertage.

Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

Ruhr Nachrichten
Wunderbar leicht und dennoch tiefgründig erzählt.

Sylvia Paschert, 19.08.2026

denglers-buchkritik.de
Sie (die Autorin) pinselt voller Geschick Wörter, Sätze, Emotionen, Farben, Geschmäcker auf die Seit...en, dass selbst dieser Roman zu einem kunstvollen Gemälde wird. Ein Geniestreich, der Ihren Geist beflügeln und Ihr Herz schneller schlagen lassen wird! mehr weniger

10.08.2026

Freundin
Dieser Roman ist sinnlich geschrieben, er fängt das Licht, die Düfte und die Farben der Provence per...fekt ein. mehr weniger

24.06.2026

BRF1
Ein wunderbarer Sommerroman, der direkt Lust macht auf die Provence - mit ihren Farben, ihrem Licht ...und ihren Düften. mehr weniger

22.06.2026

Für Sie
Sommervergnügen pur!

03.06.2026

NDR Kultur, Neue Bücher
Dieser Roman ist die perfekte Sommer-Lektüre für alle, die sich für Kunst und Künstler*innen-Biograf...ien interessieren, die Sonne und Südfrankreich mögen und eine überraschende und fesselnde Geschichte lesen möchten. (...) Ein beeindruckend gutes Debüt und ein lesenswerter Schmöker! mehr weniger

22.05.2026

Hörzu
Ein virtuoses Debüt, so unwiderstehlich wie ein warmer Sommerwind.

22.05.2026

Brigitte
Jetzt erscheint ›The Artist‹ gleich in 22 weiteren Ländern und wird überall mit dem Leuchten der Pro...vence betören, das um 1920 die Nichte eines großen Malers ebenfalls über sich hinauswachsen lässt. mehr weniger

20.05.2026

TV Hören und Sehen
Fantastisch geschrieben! Mit Tiefe.

15.05.2026

Kommen Sie mit uns in die Provence

Eine Welt voller Düfte, Farben, Licht und Schatten - so fühlt sich die sommerliche Provence und auch Lucy Steeds' Roman ›The Artist‹ an. Wenn Sie sich mit diesem Debüt in die Provence entführen lassen wollen, sollten Sie sich dieses Gewinnspiel nicht entgehen lassen!


1. Preis: Ein ArtNight Gutschein im Wert von 98€, ein Exemplar des Romans ›The Artist‹ sowie ein provence-Paket

2. - 5. Preis: Ein Exemplar des Romans ›The Artist‹ sowie ein Provence-Paket


Um am Gewinnspiel teilzunehmen, füllen Sie das untenstehende Formular aus und beantworten folgende Frage: Haben Sie ein Lieblingsgemälde und wenn ja, welches ist es?

Das Gewinnspiel endet am 30.06.2026 um 23:59 Uhr. Die Teilnahmebedingungen finden Sie hier

Das sagt die internationale Presse

Ein fulminantes Buch, poetisch, leidenschaftlich und mit sanfter, tiefer Kraft erzählt.


Daily Mail

Ein kraftvollles, alle Sinne anregendes Debüt. Lucy Steeds ist eine Autorin, die man im Auge behalten muss.


The Times

Die am meisten gelobte Debütautorin des Jahres […] Das sinnliche, berauschend duftende Porträt eines monströsen männlichen Egos und einer übersehenen Frau.


Telegraph

Ich habe jedes einzlene Wort dieses Romans geliebt … Steeds Sprache ist wunderschön, die Beschreibung der Kunst unheimlich fesselnd. Ich konnte die Farben förmlich riechen, die Textur der Leinwände fühlen, das Licht im Atelier sehen.


Deborah Joseph, Begründung für die Nominierung zum Women's Prize for Fiction 2025

Raffiniert und kraftvoll erzählt […] Ein äußerst gelungenes Porträt von Ehrgeiz und Selbstverwirklichung.


The Guardian