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Buch The Artist und Text Sie tritt aus dem Schatten, auch wenn es bedeutet, ihre Welt in Flammen zu setzen
Buch The Artist und Text Sie tritt aus dem Schatten, auch wenn es bedeutet, ihre Welt in Flammen zu setzen
Sie malt sich ins Licht – auch wenn das bedeutet, ihre Welt in Flammen zu setzen.

The Artist

Provence, um 1920. Venez. Kommen Sie. Mehr steht nicht in dem Brief. Und doch sieht sich Joseph Adelaide am Ziel seiner Träume: Er, ein noch völlig unbekannter Journalist, darf den weltberühmten Maler Édouard Tartuffe interviewen, der sich seit Jahren der Öffentlichkeit entzieht.

In dem abgelegenen Landhaus in der französischen Provinz erwartet Joseph dann allerdings eine Überraschung. Nur wenn er Tartuffe Modell sitzt, darf er über ihn schreiben.

In der flirrenden Sommerhitze erkennt Joseph bald, dass das größte Rätsel jedoch nicht der »Meister des Lichts« ist, sondern Tartuffes Nichte. Ettie kocht, putzt, wäscht Pinsel und erträgt Tartuffes Launen mit unergründlicher Hingabe. Doch etwas brodelt in ihr. Joseph fühlt sich immer mehr zu ihr hingezogen. Und langsam, Schicht für Schicht wie in einem Gemälde, kommt ihr Geheimnis ans Licht ...

»Raffiniert und kraftvoll erzählt […] Ein äußerst gelungenes Porträt von Ehrgeiz und Selbstverwirklichung.« The Guardian

Ein wunderbar atmosphärischer Sommerroman über Authentizität, künstlerische Selbstermächtigung und Leidenschaft und ein Leseerlebnis für die Sinne: Man kann die Pfirsiche und den Honig fast schmecken, die satten Farben sehen und die sengende Hitze der Provence spüren.

Preisgekrönt ...

  • Nominiert für den British Book Award 2026
  • Wochenlang auf der Sunday Times-Bestsellerliste
  • Waterstones Debut Prize 2025 
  • Waterstones Book of the Year 2025
  • Nominiert für The Women's Prize for Fiction 2025 


»Ein fulminantes Buch, poetisch, leidenschaftlich und mit sanfter Kraft erzählt.« Daily Mail

»Ein virtuoses Debüt, so unwiderstehlich wie ein warmer Sommerwind.« HÖRZU


Als Joseph die Steinterrasse betritt, gerät sein Herz aus dem Takt. Zurückgelehnt in einem alten Korbsessel sitzt da ein Mann, eine Zigarre in der Hand. Dies also ist der Mann, für den Joseph meilenweit gereist ist. Der Meister. Éduard Tartuffe.

Tartuffe blickt hoch.

»Wer sind Sie?«

»Mein Name ist Joseph Adelaide«, sagt Joseph hastig und streckt ihm das Telegramm entgegen. »Ich bin Journalist. Sie haben mich eingeladen.« Plötzlich ist es, als wäre ein Damm gebrochen.

»Sylvette!«, brüllt der Maler und fuchtelt wild mit seiner Zigarre. »Sylvette!«

Joseph weicht einen Schritt zurück. Stolpert über seinen Rucksack. Und plötzlich steht da eine junge Frau. Sie ist am anderen Ende der Terrasse aufgetaucht und trocknet ihre Hände an einer Baumwollschürze ab. Tartuffe reicht ihr das Schreiben. »Erklär mir das!«

Sylvette betrachtet es prüfend. Ihr Gesicht wirkt mädchenhaft, doch ihre Hände sind rau und von harter Arbeit gezeichnet. Dann schaut sie auf und sagt nur: »Das hier ist dein Junger Mann mit Orange.«

Bibliografische Daten

EUR 24,00 [DE] – EUR 24,70 [AT]
ISBN : 978-3-423-28544-5
Erscheinungsdatum: 15.05.2026
4. Auflage
384 Seiten
Format : 13,8 x 21,5 cm
Sprache: Deutsch, Übersetzung: Aus dem britischen Englisch von Hella Reese
Autor*innenporträt

Lucy Steeds

Lucy Steeds hat nach ihrem Literaturstudium an der Universität Oxford in Frankreich und Singapur gelebt und pendelt derzeit zwischen London und Amsterdam. Als eines der meistgelobten Debüts des Jahres stand ›The Artist‹ 2025 auf der Longlist für den renommierten Women’s Prize for Fiction, wurde mit dem Waterstones Debut Fiction Prize ausgezeichnet und zum Waterstones Book of the Year gekürt. 2026 folgten Nominierungen für den British Book Award und den Walter Scott Prize for Historical Fiction. Seit seinem Erscheinen entfaltet der Roman eine stetig wachsende Anziehungskraft und erscheint demnächst in zweiundzwanzig weiteren Ländern.

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Übersetzer*innenporträt

Hella Reese

Hella Reese studierte Slavistik, Romanistik und Osteuropäische Geschichte und schloss ihr Studium mit der Promotion ab. Nach langjähriger Tätigkeit in einer internationalen Strategieberatung und im Verlagswesen arbeitet sie jetzt als Übersetzerin und Lektorin.

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160 von 160 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.66 von 5 Sternen


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6 - 10 von 160 Leserstimme

bookworld91 am 28.05.2026 10:05 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Farbenspiel

Ein Brief. Ein Interview, das so nicht stattfindet. Und ein Sommer voller Farben. Willkommen in Lucy Steeds „The Artist“.Joseph Adelaide macht sich in den 1920ern auf den Weg von England in die Provence, um den Maler Édouard Tartuffe, kurz Tata, zu interviewen. Vor Ort erwartet ihn neben den zurückgezogenen Maler seine Nichte Ettie- und der Auftrag, für ein Bild Modell zu sitzen. Ein Sommer voller Farben und Geheimnisse beginnt. Das Setting passt hervorragend zum Titel. Die Provence ist für ihre Farbvielvalt und intensive Gerüche bekannt. Nichts passt besser zu einem Künstlerroman. Denn in The Artist nehmen Farben und Malen eine zentrale Rolle ein. Ich finde es faszinierend, wie sowohl Tata als auch Joseph sich den Farben hingeben, während Ettie leider im Schatten bleibt. Untermauert werden Thema und Setting von der ruhigen, sanften aber auch farbenfrohen Handlung: es gibt kein Drama oder Mysterium, die Malerei rund um Lebensmittel (Abendmahl, Mann mit Orange) stehen im Zentrum der Handlung. Neben Farben und Malen sind Josephs Geschichte und Etties Wunsch nach Selbstbestimmung zentrale Aspekte. Joseph ist geprägt von Leid, Tod und Scheitern. Der Tod der Mutter nagt ebenso an ihn wie die Kritik durch seinen Vater und das gescheiterte Kunststudium. Hinzukommt, dass der Krieg und die Enge in London ihn zusetzen. Das erfahre ich anschaulich durch Josephs detailreiche Erinnerungen voller Farben und Gefühle. Sein Sprecher im Hörbuch ist leider speziell zu Beginn eher ruhig und schleppend, was das zuhören anstrengend macht.Etties Leben dagegen ist durch Schatten bestimmt. Als Frau fehlte ihr damals der Zugang zum Kunstbereich und sie musste sich damit begnügen, den Haushalt ihres Onkels zu stemmen. Sie berichtet klar und voller Sehnsucht, was sie beschäftigt. Auch ihre Sprecherin im Hörbuch ist klar und fest, als hätte sie einen Plan. Dabei ist sie deutlich dynamischer als der Sprecher von Joseph. Schade, dass Ettie das nicht zeigen kann. Bei ihrem Charakter hätte ich mir mehr Tiefe und vor allem mehr Geschehen gewünscht: eine Revolte, ein heimlich gemaltes Bild, ein Aufbegehren seitens Ettie hätte für mich wunderbar gepasst. So gebe ich den intensiven Farbspiel vier Sterne.

meerblick am 26.05.2026 22:05 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Leidenschaft, die Leiden schafft

Lucy Steeds schafft mit ‘The Artist – Die Farben des Lichts‘ ein eindrucksvolles Debüt, einen historischen Roman, der sich intensiv mit großer Leidenschaft, ausgeprägter Egozentrik, Sehnsucht, Selbstverwirklichung und gesellschaftlichen Zwängen auseinandersetzt. Sie entführt uns nach Saint-Auguste, einem kleinen pittoresken Dorf in der südlichen Provence, in dem in einem abgelegenen Bauernhof, der über einen schmalen Pfad zu erreichen ist, der über die Landesgrenzen hinaus bekannte und geschätzte Maler Édouard Tartuffe mit seiner Nichte Ettie (Sylvette) lebt. Tartuffe möchte selbst Tata genannt werden, ist ein aufbrausender, unberechenbarer Charakter, dem Ettie seit ihrem siebten Lebensjahr den Haushalt führt und gleichzeitig als Assistentin alle Wünsche und Handreichungen des Künstlers erledigt. Schweigsam erduldet Ettie die häufig wiederkehrenden Wutausbrüche ihres Onkels, bleibt dabei stille Beobachterin des Geschehens.1920 erhält Joseph Adelaide die für unerreichbar geglaubte Möglichkeit Tata kennenzulernen, um über ihn einen Artikel für eine englische Kunstzeitschrift zu verfassen. Er darf bleiben und verbringt gemeinsam mit den beiden ereignisreiche Wochen. Ettie ist zu diesem Zeitpunkt eine erwachsene Frau von siebenundzwanzig Jahren, gefangen nicht nur in unzähligen Fragen ohne Antworten.Die Schriftstellerin vermag es den Duft von Lavendel, reifen Pfirsichen oder offenfrischen Baguette erlebbar zu machen, die Reize der provenzalischen Landschaft in einer Welt der Poesie einzufangen. Sie spielt mit Farben und Gerüchen, die die Sinne anregen und intensive Emotionen hervorrufen. Es ist eine große Lust, ihrer Geschichte zu folgen, die wechselseitig aus der Perspektive von Ettie und Joseph erzählt wird. Es ist eine Geschichte der Leidenschaft, die Leiden schafft, es ist aber auch eine Geschichte starker Charaktere, die sich zwischen Fiktion und historischen Personen bewegt.Ein großartiger Roman für alle, die in das Spannungsfeld zwischen Sehnsucht und Pflichterfüllung eintauchen möchten.

annamagareta am 26.05.2026 16:05 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Ein Kunstwerk aus Worten

„The Artist: Die Farben des Lichts“ ist das beeindruckende Debüt der Autorin Lucy Steeds.Die Autorin entführt ihre Leser in das Jahr 1920. Der Künstler Édouard Tartuffe - genannt Tata - lebt mit seiner Nichte Ettie in einem abgelegenen Landhaus zwischen duftenden Lavendelfeldern in der französischen Provence. Joseph Adelaide - ein britischer Journalist - reist zu dem Maler, um ein Interview zu führen. Schon mit seiner Ankunft merkt Joseph, was für ein schwieriger Mensch Tata ist und dass in Ettie viel mehr steckt als die Nichte, die sich um den Haushalt des Künstlers kümmert.Lucy Steeds malt mit Worten wie ihr Protagonist mit Farbe. Schon mit den ersten Seiten bin ich in der Provence angekommen, hatte die Lavendelfelder vor Augen, konnte die Hitze spüren und den Duft des Sommers riechen.Mit ihren drei Protagonisten hat sie sehr unterschiedliche Charaktere erschaffen. Jeder von ihnen ist gleichermaßen interessant, hat etwas Besonderes und eine Vergangenheit, die Fragen aufwirft.Obwohl der Verlauf der Handlung nicht wirklich überraschend und die Atmosphäre ruhig ist, war ich beim Lesen gefesselt und habe gespannt die Entwicklung der Charaktere verfolgt.Lucy Steeds fängt das Flair der Provence ebenso gut ein wie den Zeitgeist der Gesellschaft. Spannend fand ich, dass sie historische Persönlichkeiten mit Fiktion verbunden hat.In dem Roman geht es nicht nur um das Leben von Tata, Ettie und Joseph, sondern auch um Kunst, Gesellschaft und das Rollenbild der Frau zur damaligen Zeit.Obwohl ich zum Ende hin gewünscht hätte, dass das Buch ein paar Seiten mehr hat, war ich begeistert und bin gespannt auf weitere Werke der Autorin.

melb2508 am 26.05.2026 09:05 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Ein Meisterwerk!

Es ist 1920 und der junge Kunstkritiker Joseph kann sein Glück kaum fassen - der geniale Maler Èdouard Tartuffe hat ihn zu sich eingeladen und er hofft, einen Artikel über den seit Jahren zurückgezogen lebenden Maler schreiben zu können und vielleicht auch hinter das Geheimnis zu kommen, warum er vor vielen Jahren sein Künstlerleben in Paris aufgegeben hat und seitdem nie mehr in der Öffentlichkeit gesehen wurde. Als er in der Provence ankommt, wird er jedoch schnell feststellen, dass es nicht so leicht sein wird, den cholerischen und launischen Künstler zu einem Interview zu bewegen - statt dessen soll er ihm Modell sitzen.Während Joseph den Sommer in der heißen Provence im Haus des Künstlers verbringt, kommt er ihm jedoch immer näher - und auch seiner stillen Nichte Ettie, die voller Geheimnisse steckt. Der Roman ist wunderschön geschrieben, wirklich sehr bildhaft. Man kann beim Lesen alles fühlen, sehen und riechen - und die Natur, aber auch die Bilder des fiktiven Malers werden wirklich sichtbar bei der Lektüre. Das allein wäre schon ein Grund dafür, das Buch als ein Meisterwerk anzusehen. Doch darüber hinaus ist die Geschichte so berührend und faszinierend, dass ich buchstäblich nicht aufhören konnte zu lesen und das Buch an einem einzigen heißen Frühsommertag verschlungen habe. Nach und nach kommt heraus, was verborgen war und die Figuren sind sehr greifbar und sehr besonders. Es ist eine Geschichte über Traumata, über Verletzungen des Körpers und der Seele, über unglückliche Kindheit und über Gewalt und über Rache, es ist aber auch eine Geschichte über Mut, über Talent und über den Wunsch, sein Leben zu gestalten, eine Geschichte über Liebe und vor allem eine Geschichte über eine Frau, die sich frei kämpft aus ihrem Gefängnis. Ich liebe das Buch wirklich sehr und empfehle es uneingeschränkt und sehr dringend weiter!

solengelen am 25.05.2026 21:05 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Besonders

Das Cover hat mich sofort angesprochen. Halb Gemälde in Verbindung mit einer leuchtenden Farbe, auf der der Titel "leuchten" darf. Da ich Bücher über Maler liebe, hat mich die Kurzbeschreibung sofort angesprochen. Der Schreibstil ist sowohl bildhaft als auch leise und "mitnehmend".Die Kapitel sind abwechselnd aus Josephs und Etties Sicht geschrieben. Natürlich ist auch der Maler ein wichtiger Teil des Trios, steht aber nicht alleine im Fokus.Ich war sofort an der Seite der Charaktere. Sie sind eindrücklich beschrieben. Ich hatte jeden einzelnen direkt vor Augen. Auch die Örtlichkeiten kann man sich gut vorstellen, wobei hier natürlich das Haus im Mittelpunkt steht. Es ist der Autorin gelungen ein "Gemälde" mit Worten zu erschaffen. Bücher, die Fakten und Fiktion beeindruckend zusammen bringen und Kunst und ihre Erschaffenden "beleuchten", findet man nicht so oft. Beim Lesen hatte ich das Gefühl ein Teil des Geschehens zu sein. Die Kunstwelt der damaligen Zeit wird gut beschrieben und auch andere Schaffende finden am Rand Erwähnung. Ich hatte nicht nur die Geschehnisse vor Augen, sondern auch Düfte in der Nase und Geräusche im Ohr. Das Buch durfte ich mit allen Sinnen genießen. Ich war traurig, wütend, habe mitgefühlt, ja "mitgemalt". Die Seiten sind nur so dahingeflogen. Die Autorin hat ein Werk gezeichnet, das mich tief beeindruckt hat und ich sicher nicht nur einmal gelesen habe.

steph am 25.05.2026 15:05 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Kunst, Vergangenheit, Befreiung

„Die meisten Menschen sehen nur das, was sie sehen wollen.“ Seite 270Der Roman „The Artist – Die Farben des Lichts“ von Lucy Steeds nimmt uns mit auf eine Zeitreise in Südfrankreich um 1920.Der junge Journalist Joseph reist in die Provence, um ein Interview mit dem weltberühmten, aber ziemlich exzentrischen Maler Édouard Tartuffe zu ergattern. Schreckensfasziniert verbringt er den Sommer bei dem Künstler und dessen Nichte Ettie, die den Laden im Hintergrund scheinbar klaglos schmeißt.Warum ich es gefeiert habe: Die Autorin schreibt so bildhaft, dass man die Hitze der Provence und den Geruch von Ölfarbe im Atelier fast selbst riechen kann.Kleiner Minuspunkt: Man braucht am Anfang ein bisschen Geduld. Die Story lässt sich Zeit, um Atmosphäre aufzubauen. Wer einen rasanten Thriller sucht, ist hier falsch.Perfekt für alle, die Kunstgeschichte und starke Frauenfiguren mögen!

magnolia-sieben am 24.05.2026 15:05 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Lichtdurchflutet

1957. Eine Frau steht in der National Gallery in London vor einem Gemälde, vor einer großformatigen Leinwand, gefasst in einen verzierten goldenen Rahmen. Das Täfelchen an der Wand nennt Maler, Titel und Maltechnik. Sein unverwechselbarer Pinselstrich hat ihm den Beinamen „Meister des Lichts“ eingebracht. Édouard Tartuffe. „The Artist“ ist Lucy Steeds fulminantes Debüt, das bildgewaltig von Édouard Tartuffe erzählt, einem exzentrischen Künstler, der in der Provence in einem Bauernhaus lebt und wirkt. Seine Nichte Ettie kümmert sich um ihn, um seine Malutensilien, besorgt und arrangiert Mahlzeiten, wie der Meister sie braucht, um sie zu malen, erledigt seine Post. Sie ist da, wenn er sie braucht und unsichtbar, sobald er es wünscht. Als eines Tages die Anfrage des Journalisten Joseph Adelaide ins Haus flattert mit dem Ansinnen, Tartuffe zu interviewen, bekommt er tatsächlich eine Zusage. Doch Tata, wie er genannt wird, hat anderes mit Joseph vor. Er soll ihm für sein neuestes Werk Modell sitzen, dafür kann er schreiben, was immer er will. Der Roman, der um 1920 angesiedelt ist, dringt tief ein in die Psyche der drei Hauptakteure. Tata, das Genie, ist der typische Künstler, der alle überstrahlt, der keinen neben sich duldet. Genie und Wahnsinn fällt mir bei so manch Szene ein. Ettis Herkunft wird hinterfragt, ihre eigentliche Leidenschaft sichtbar, auch lernen wir Joseph näher kennen. Es ist ein spannendes Porträt um einen Maler, der seiner Nichte verbietet, es ihm gleichzutun. Was Unterdrückung und Abhängigkeit zur Folge hat. Tata, Ettie und Joseph – sie sind mir nahe gekommen, jeder auf seine ureigene Art. Ettie vor allem hat es mir angetan, sie ist der eigentliche Star dieser Geschichte – zumindest für mich. Auch werden Bezüge zur Kunstwelt der 1920er Jahre sichtbar, Cézanne etwa oder auch Peggy Guggenheim spielen am Rande mit. Und dann ist es die große Erzählkraft, die jedes Stillleben leuchten und die Pfirsiche duften lässt, die mit jedem Sonnenstrahl Wärme vermittelt. So manch Gemälde wird so eindringlich beschrieben, sodass ein faszinierendes Bild vor Augen entsteht. „Sie malt ins Licht, auch wenn das bedeutet, ihre Welt in Flammen zu setzen.“ Ein beeindruckender Roman um „Die Farben des Lichts“, der mich bis zum Schluss nicht losgelassen hat.

elenanett am 24.05.2026 14:05 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Kunst in der Provence

Das Hörbuch The Artist erzählt die Geschichte von Joseph, einem Journalisten, der den zurückgezogen lebenden Maler Eduard Tartuffe und seine Nichte Ettie auf einem Bauernhof in der Provence besucht. Eigentlich möchte er mehr über den berühmten Künstler erfahren, doch nach und nach fühlt er sich immer stärker zu Ettie hingezogen. Gleichzeitig entdeckt er die Geheimnisse, die das Haus und seine Bewohner umgeben. Die Geschichte handelt von Liebe und Kunst, von Ehrgeiz und Macht, von Missbrauch und Begierde, aber auch von Familie, Krieg und der Frage, was es bedeutet, Künstler zu sein. Besonders interessant fand ich die Darstellung der Rolle der Frau in den 1920er Jahren. Das Buch zeigt vor allem an dem Vergleich zwischen Ettie und Peggy Guggenheim, wie viele talentierte Frauen ihre eigenen Träume aufgeben mussten, um sich um Haushalt und Familie zu kümmern. Man fragt sich beim Hören, wie viele Frauen genauso begabt gewesen wären wie Van Gogh oder Monet, aber nie die Möglichkeit hatten, ihre Kunst zu leben. Die Sprache ist sehr flüssig und voller schöner Bilder. Besonders beeindruckt haben mich die Beschreibungen des Essens (es wird nur das gegessen, was man auch malen kann) und der lebendigen Atmosphäre in der Provence. Auch die Sprecherstimmen des Hörbuchs haben mir sehr gefallen, weil sie die Stimmung der Geschichte wunderbar wiedergeben. Das Ende war logisch und abgeschlossen. Insgesamt ist es eine warme und atmosphärische Geschichte, die ich sehr empfehlen kann – besonders für Menschen, die Kunst, Familiengeschichten und sommerliche Erzählungen mögen.

that.library.bookworm am 24.05.2026 13:05 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Können Frauen Kunst?

"Ein Fremder kommt in den Ort. (...) Der Ort ist ein verschlafenes Nest im Süden Frankreichs. (...) In der Hand hält er einen Brief umklammert. Immer wieder hat er ihn gelesen, dabei steht nur ein einziges Wort darin: Venez"Wir begleiten Joseph Adelaide dabei, wie er für seinen Artikel in einer Kunstzeitschrift versucht dem großartigen Künstler Edouard Tartuffe und seine Kunst zu entschlüsseln. Doch dieser zeigt sich eher wenig kooperativ und hat seinen ganz eigenen Plan für Joseph. Ebenso wie seine Nichte Ettie...Ein fesselnder, malerischer und feministischer Roman über die Kunst und eine besondere Familiengeschichte. Ettie und Joseph hab ich über den Roman sehr lieben gelernt, über Tatas "Eigenarten" und Denken habe ich mich regelmäßig aufgeregt als auch das sexistische Denken der Zeit. Umso froher war ich über jede Frau im Roman, die sich dem entgegensetzte.Der Schreibstil der Autorin gefiel mir sehr gut, v.a. bei der Beschreibung der Gemälde und dem Malen selbst. Die wechselnden Perspektiven boten auch einen guten Einblick in das Leben von Ettie mit Tata.Vereinzelt erhält man auch Einblicke in die Leiden und Nachfolgen des Ersten Weltkrieges und veraltete Männerbild.In allem ein sehr spannender Roman, den ich nur weiterempfehlen kann! Lediglich die Szene mit dem Vogel hat mich verstört zurückgelassen...

maria-luise am 23.05.2026 22:05 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Atmosphärisch wunderbar erzählt

Schon alleine das wünderschöne Cover von "The Artist: Die Farben des Lichts“ hat mich neugierig auf dieses Debüt von Lucy Steeds gemacht und ich wurde nicht enttäuscht.Atmosphärisch und in einer wunderschönen Sprache, erzählt Lucy Steeds die mitreißende Geschichte einer begabten jungen Malerin, die sich, allen Widerständen zum Trotz, Zutritt zur Kunstwelt verschafft. Eine Geschichte wie ein mehrschichtiges Gemälde: sinnlich erfahrbar, voller Düfte, Farben, Tiefe, Licht und Schatten.Im Mittelpunkt steht ein altes abgelegenes Landhaus in der französischen Provinz und seiner Bewohner, der weltberühmte Maler Édouard Tartuffe und seine Nichte Ettie bis der noch völlig unbekannte Journalist Joseph Adelaide, eines Tages mit einer Einladung für ein Interview vor der Tür steht. Nur Édouard Tartuffe, der sich seit Jahren der Öffentlichkeit entzieht, weiß nichts von einer Einladung. Ettie rettet die Situation: „Das hier ist dein Junge mit Orange“ und Tartuffe bietet Joseph einen Handel an, wenn er ihm Modell sitzt, darf er bis zur Fertigstellung des Gemäldes im Landhaus wohnen, seine Arbeit beobachten und darüber schreiben.Joseph lässt sich auf diesen Handel ein doch schnell merkt er, dass er keine Ahnung vom Landleben hat, denn alles ist fremd und ungewohnt für ihn. Die Launen von Tartuffe, sind schwer zu ertragen aber Joseph erkennt bald, dass das größte Rätsel jedoch nicht der »Meister des Lichts« ist, sondern Tartuffes Nichte. Ettie kocht, putzt, wäscht Pinsel und erträgt Tartuffes Launen mit unergründlicher Hingabe. Doch etwas brodelt in ihr. Joseph fühlt sich immer mehr zu ihr hingezogen, doch er versteht ihre Worte nicht: Sieh mich – so wie ich bin.Und langsam aus wechselnder und fesselnder Perspektive zwischen Ettie und Joseph, kommt Schicht für Schicht wie in einem Gemälde, ihr Geheimnis ans Licht ...Der Prolog beginnt mit dem Jahr 1957 in London, die Geschichte selbst handelt aus dem Jahr 1920 in Saint-Auguste-de-Provence und endet zum Schluss wieder im Jahr 1957 in London.Fazit:Der Autorin ist es hervorragend gelungen, eine atmosphärisch dichte und fesselnde Geschichte über eine begabte junge Malerin, die sich, allen Widerständen zum Trotz, Zutritt zur Kunstwelt verschafft, zu erzählen. Die Charaktereigenschaften und Entwicklung der Protagonisten, sind ausgesprochen gelungen und spannend, ausgearbeitet. Der flüssige Schreibstil unterstreicht die emotionalen Momente und lässt auch die traurigen Ereignisse deutlich fühlbar werden. Jede Zeile war für mich spannend und lesenswert.Von mir 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung!

Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

Ruhr Nachrichten
Wunderbar leicht und dennoch tiefgründig erzählt.

Sylvia Paschert, 19.08.2026

denglers-buchkritik.de
Sie (die Autorin) pinselt voller Geschick Wörter, Sätze, Emotionen, Farben, Geschmäcker auf die Seit...en, dass selbst dieser Roman zu einem kunstvollen Gemälde wird. Ein Geniestreich, der Ihren Geist beflügeln und Ihr Herz schneller schlagen lassen wird! mehr weniger

10.08.2026

Freundin
Dieser Roman ist sinnlich geschrieben, er fängt das Licht, die Düfte und die Farben der Provence per...fekt ein. mehr weniger

24.06.2026

BRF1
Ein wunderbarer Sommerroman, der direkt Lust macht auf die Provence - mit ihren Farben, ihrem Licht ...und ihren Düften. mehr weniger

22.06.2026

Für Sie
Sommervergnügen pur!

03.06.2026

NDR Kultur, Neue Bücher
Dieser Roman ist die perfekte Sommer-Lektüre für alle, die sich für Kunst und Künstler*innen-Biograf...ien interessieren, die Sonne und Südfrankreich mögen und eine überraschende und fesselnde Geschichte lesen möchten. (...) Ein beeindruckend gutes Debüt und ein lesenswerter Schmöker! mehr weniger

22.05.2026

Hörzu
Ein virtuoses Debüt, so unwiderstehlich wie ein warmer Sommerwind.

22.05.2026

Brigitte
Jetzt erscheint ›The Artist‹ gleich in 22 weiteren Ländern und wird überall mit dem Leuchten der Pro...vence betören, das um 1920 die Nichte eines großen Malers ebenfalls über sich hinauswachsen lässt. mehr weniger

20.05.2026

TV Hören und Sehen
Fantastisch geschrieben! Mit Tiefe.

15.05.2026

Kommen Sie mit uns in die Provence

Eine Welt voller Düfte, Farben, Licht und Schatten - so fühlt sich die sommerliche Provence und auch Lucy Steeds' Roman ›The Artist‹ an. Wenn Sie sich mit diesem Debüt in die Provence entführen lassen wollen, sollten Sie sich dieses Gewinnspiel nicht entgehen lassen!


1. Preis: Ein ArtNight Gutschein im Wert von 98€, ein Exemplar des Romans ›The Artist‹ sowie ein provence-Paket

2. - 5. Preis: Ein Exemplar des Romans ›The Artist‹ sowie ein Provence-Paket


Um am Gewinnspiel teilzunehmen, füllen Sie das untenstehende Formular aus und beantworten folgende Frage: Haben Sie ein Lieblingsgemälde und wenn ja, welches ist es?

Das Gewinnspiel endet am 30.06.2026 um 23:59 Uhr. Die Teilnahmebedingungen finden Sie hier

Das sagt die internationale Presse

Ein fulminantes Buch, poetisch, leidenschaftlich und mit sanfter, tiefer Kraft erzählt.


Daily Mail

Ein kraftvollles, alle Sinne anregendes Debüt. Lucy Steeds ist eine Autorin, die man im Auge behalten muss.


The Times

Die am meisten gelobte Debütautorin des Jahres […] Das sinnliche, berauschend duftende Porträt eines monströsen männlichen Egos und einer übersehenen Frau.


Telegraph

Ich habe jedes einzlene Wort dieses Romans geliebt … Steeds Sprache ist wunderschön, die Beschreibung der Kunst unheimlich fesselnd. Ich konnte die Farben förmlich riechen, die Textur der Leinwände fühlen, das Licht im Atelier sehen.


Deborah Joseph, Begründung für die Nominierung zum Women's Prize for Fiction 2025

Raffiniert und kraftvoll erzählt […] Ein äußerst gelungenes Porträt von Ehrgeiz und Selbstverwirklichung.


The Guardian