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Wer ist Familie?

Was ich nie gesagt habe

Nach dem Nr. 1-SPIEGEL-Bestseller ›Stay Away From Gretchen‹ nun der zweite Roman der Ausnahmeautorin

Tom Monderath ist frisch verliebt: Mit Jenny erlebt er die glücklichste Zeit seines Lebens. Bis er durch Zufall auf seinen Halbbruder Henk stößt, der alles über ihren gemeinsamen Vater wissen will. Doch Konrad starb vor vielen Jahren und seine demente Mutter Greta kann Tom nicht befragen. Als sich weitere Halbgeschwister melden, wird es Tom zu viel. Jenny und Henk hingegen folgen den Spuren Konrads. Selbst fast noch ein Kind, kämpfte Toms Vater im Krieg, geriet in amerikanische Gefangenschaft, bevor er in den späten 40er-Jahren nach Heidelberg kommt. Dort verliebt er sich Hals über Kopf in die junge Greta, nicht ahnend, dass ein Geheimnis aus der dunkelsten Zeit des Nationalsozialismus ihre gemeinsame Familie ein Leben lang begleiten wird ...

Ein spannender und berührender Roman über Liebe, Verlust, zweite Chancen und die Sprengkraft des Schweigens – sowie über trügerische Gewissheiten und die Frage, was Familie zusammenhält.

»Abel schreibt unterhaltsame, sogar humorvolle Romane aus dem Elend, in das wir alle hineingeboren werden, ohne es uns aussuchen zu können. Chapeau!« Stern

»Eine seltene literarische Perle. Die Geschichte von Toms und Gretchens Familie sollte Schullektüre werden!« WDR

Alle Bände der ›Gretchen‹-Reihe:

Band 1: Stay away from Gretchen – Eine unmögliche Liebe

Band 2: Was ich nie gesagt habe – Gretchens Schicksalsfamilie


Lesen Sie auch »Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104«, den berührenden neuen Roman von Susanne Abel über die lebenslange Liebe zweier Heimkinder.

Bibliografische Daten

EUR 13,00 [DE] – EUR 13,40 [AT]
ISBN : 978-3-423-21892-4
Erscheinungsdatum: 14.09.2023
9. Auflage
592 Seiten
Format : 12,2 x 19,1 cm
Sprache: Deutsch
Autor*innenporträt

Susanne Abel

Susanne Abel arbeitete als Erzieherin und realisierte nach ihrem Filmstudium als Regisseurin zahlreiche Dokus für das deutsche Fernsehen. Seit 2017 konzentriert sie sich ganz auf das Schreiben. Ihr gefeiertes Romandebüt ›Stay away from Gretchen‹ stürmte bis an die Spitze der SPIEGEL-Bestsellerliste und war ein sensationeller Erfolg, genau wie sein Nachfolger ›Was ich nie gesagt habe‹. Die gebürtige Badenerin lebt nach Stationen in Bochum, Berlin und Hamburg überwiegend in Köln.

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134 von 134 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.81 von 5 Sternen


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12 - 10 von 134 Leserstimme

langeweile am 29.06.2022 12:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Sehr lesenswerte Fortsetzung

Ich habe das vorhergehende Buch „Stay away from Gretchen“mit großer Begeisterung gelesen und mich sehr auf die Fortsetzung gefreut. Während in Bd. 1 die Geschichte des bekannten Fernsehmoderators Tom Monderath und seiner an Demenz erkrankten Mutter Greta im Mittelpunkt steht, geht es hier in erster Linie um seinen Vater Konrad Monderath. Durch die DNA Spurensuche erfährt er von seinem Halbbruder Henk van Dongen ,der plötzlich in sein Leben tritt und mehr über das Leben ihres gemeinsamen Vaters erfahren möchte. Durch gemeinsame Nachforschungen, an denen sich auch Jenny, Toms Freundin, beteiligt,erfahren sie Dinge ,die ihr Leben völlig auf den Kopf stellt und von denen man sich wünscht,sie nie erfahren zu haben.Die Autorin erzählt diese bewegende Geschichte wiederum in zwei Zeitsträngen, wobei die Vergangenheit im Jahre 1933, der Kindheit von Konrad ,beginnt. Die perfiden Machenschaften der Nazis, ihre Verführungskünste, die schon bei den Kindern ansetzen, werden in aller Deutlichkeit durchleuchtet. Die arischen Rassegesetze, welche auch das Leben von Konrads Familie beeinflussen, sowie das Thema Reproduktionsmedizin finden ebenfalls Eingang in die Geschichte.In der Gegenwart geht es auch um die Liebesgeschichte zwischen Tom und Jenny, sowie deren kleinen Sohn Carl. Auch Greta und ihre langjährige Bezugsperson Helga, finden wieder Erwähnung in der Geschichte. Obwohl die Demenzerkrankung von Greta weiter fortschreitet, sorgt sie mit einzelnen kleinen Geschichten oftmals für Erheiterung und somit zur Auflockerung der schwierigen Thematik.Der eindringliche Schreibstil und die gute Recherchearbeit ,welche man dem Buch auf jeder Seite anmerkte,führten dazu ,dass ich den Roman an zwei Tagen förmlich verschlungen habe.Man kann das Buch auch ohne die Vorkenntnisse aus Band 1 lesen,weil wichtige Details immer wieder in die Handlung eingeflochten werden. Ich würde jedoch empfehlen, das erste Buch vorher zu lesen, weil man dadurch einen tieferen Bezug zu den einzelnen Personen erhält.Fazit:Das Buch hat mich emotional tief berührt und wird noch eine längere Zeit in mir nachhallen.

meg am 29.06.2022 11:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Berührende Familiengeschichte

Was ich Dir nie gesagt habe, ist eine Fortsetzung des Romans Stay away from Gretchen, aber auch ohne dieses Buch zu kennen, durchaus gut zu lesen und lesenswert. Direkt war ich wieder mit den Protagonisten der Geschichte, Tom und seiner Mutter Greta vertraut und mitten in der Handlung gefangen. Man erfährt viel über Tom und sein aktuelles Leben, seine Geschichte und seine Suche nach seiner Familienvergangenheit. In einer zweiten Erzählebene erfährt man die Geschichte seines Vaters Konrad verknüpft mit vielen Informationen aus der damaligen Zeit. Viele Dinge aus dem dritten Reich, dem Umgang mit der jüdischen Bevölkerung und Menschen mit Handicap, wie z.B. Konrads kleiner Schwester, hat mich sehr erschüttert. Auch vom damaligen Umgang mit Frauen in Bezug auf Familienplanung war ich entsetzt. Mein Fazit: ein wirklich tolles Buch, in dem man viel zur deutschen Geschichte auf interessante Art erfährt. Fünf Sterne+

elke17 am 28.06.2022 12:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Der Rest ist Schweigen

In „Was ich nie gesagt habe“ schreibt Susanne Abel nicht nur die Geschichte von Greta und ihrem Sohn Tom fort, sondern gewährt gleichzeitig auch einen Blick in die Familienhistorie der Monderaths. Aber keine Sorge, diesen Roman kann man auch ohne Kenntnis von „Stay away from Gretchen“ lesen, da sämtliche relevanten Ereignisse erwähnt und in die Handlung eingearbeitet wurden. Auch wenn die Autorin immer wieder Verbindung zum Vorgänger herstellt, ist der Fokus diesmal auf Tom und die männliche Linie gerichtet und beschäftigt sich mit der zentralen Frage, welche traumatischen Auswirkungen das Verschweigen wichtiger Geschehnisse und Entscheidungen innerhalb einer Familie auf die Nachgeborenen haben kann.Schauen wir zuerst auf die Form. Abel verwendet ein Konzept, das in Romanen, die sich mit Familiengeheimnissen auseinandersetzen, Usus ist und bereits im Vorgänger erfolgreich war. Es gibt zwei Handlungsebenen im Wechsel, zum einen natürlich die Vergangenheit, beginnend im Jahr 1933 bis Ende des Zweiten Weltkriegs und darüber hinaus, zum anderen die Gegenwart, und hier das Jahr 2016, in dem der Protagonist unverhofft mit einem Halbbruder konfrontiert wird und sämtliche Gewissheiten seines Lebens mit einem Mal in Frage gestellt werden. Die Ähnlichkeit der Halbgeschwister ist für beide überraschend und wirft Fragen nach dem gemeinsamen Vater auf. Einem Vater, der zeit seines Lebens unnahbar war und keine Nähe zuließ. Und so beginnen sie, in dessen Vergangenheit nach Antworten zu suchen, nicht wissend, dass sie damit die Büchse der Pandora öffnen.Abel beschreibt das Leben im Nationalsozialismus, das Aufwachsen der Kinder, deren Verführung durch die Rattenfänger, ihre Überzeugung, für die gerechte Sache zu kämpfen, wenn sie als Jugendliche in den Krieg ziehen. Sie schildert die Trauer der Menschen, die ein geliebtes Kind verlieren, dessen Leben als unwert eingeordnet wird. Die Schrecken der Bombennächte, in der ganze Familien ausradiert werden. Die menschenverachtenden Auswüchse dieser Ideologie und deren Anhänger, die gnadenlos Menschleben zerstören und eine Generation hervorbringen, deren Schuldgefühl und Schweigen familiäre Nähe unmöglich macht.Dem Roman liegt eine gründliche Recherchearbeit der Autorin zugrunde. Nicht alle erwähnten Personen in diesem Roman sind fiktiv, ebenso die Konsequenzen, Ereignisse und Reaktionen, die sich daraus für die Protagonisten ergeben, was deren Handeln umso glaubwürdiger macht. In einem ausführlichen Nachwort, ergänzt durch eine umfangreiche Literatur- und Medienliste, geht Susanne Abel darauf im Detail ein.

steffi kohl am 28.06.2022 12:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Wieder ein kluges Buch

Das Buch von Susanne Abel " Was ich nie gesagt habe" behandelt auf rund 500 Seiten wie schon ihr überaus erfolgreicher Roman "Stay away from Gretchen" viele interessante und gleichzeitig unbequeme Themen und knüpft perfekt an die erste Geschichte an.Das Cover knüpft in der farblichen Gestaltung an das seines Vorgängers harmonisch an .Wieder gibt es zwei Erzählstränge in zwei verschiedenen Zeiten. Erzählt wird diesmal nicht vorrangig Gretas Lebensgeschichte , sondern die ihres Mannes Konrad .Und natürlich wird Geschichte des gemeinsamen Sohnes Tom fortgesetzt, der als Fernsehmoderator arbeitet und mit Jenny und Sohn Carl nun eine eigene kleine Familie hat.Wieder spielen Alzheimer bzw. Demenz sowie Traumata durch Krieg und Flucht eine wichtige Rolle. Es geht aber auch um die eigenen Wurzeln und das recht darauf, zu erfahren , wer unsere Eltern sind, woher wir stammen, haben wir uns unbekannte Halbgeschwister.Tom Monderath wird mit diesen Fragen konfrontiert als Henk sein Halbbruder auftaucht.Erst 1989 stand das Bundesverfassungsgericht Kindern von Samenspendern das Recht zu, zu erfahren wer ihr genetischer Vaters ist. Die Autorin nimmt sich dieses Themas mit viel Empathie und Fingerspitzengefühl an und liefert gleichzeitig viele ergänzende Informationen.

quasselecke am 28.06.2022 08:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Fortsetzung knüpft an Erfolg an

Was ich nie gesagt habe von Susanne Abel.Fortsetzung des Bestellers: Stay away from GretchenDie Fakten:Das Hardcover erschien am 15.06.2022 beim dtv Verlag und umfasst 560 Seiten.Der Preis beträgt 23,00 €Das Cover und die Schriftart:Das Cover knüpft perfekt an den ersten Roman an und passt sich wunderschön ins Bild rein. Die Farben wieder in einem gedeckten Altrosa, Schrift eher orange.Die Schriftart ist eher klein gehalten, jedoch gut zu lesen.Die Geschichte:Da es sich hier um die Fortsetzung von Stay away from Gretchen handelt, knüpft der neue Roman direkt dran. Wir erfahren weiteres von Tom Mondraths Familie. Seine Ehefrau Jenny und sein Sohn Carl. Endlich hat er auch eine eigene kleine Familie, es könnte alles perfekt sein. Doch dann lernt Tom seinen Halbbruder Henk kennen und schon geht die Suche nach der Familie weiter.Mein Fazit:Ich habe es mir schon gedacht und natürlich auch gehofft, dass mir die Fortsetzung genauso gut gefällt wie der Erstroman.Dadurch das ich die Personen wirklich sympatisch finde, fühlte es sich beim Lesen an als ob man nachhause kommt.Man fühlt direkt mit Tom mit. Lernt diesemal auch die andere Seite nämlich die des Vater (der bereits vertorben ist) besser kennen und sucht auf dieser Seite nach der Familie.Auch hier ist der 2.Weltkrieg wieder eine Rolle.Wirklich wieder wunderschön flüssig und spannend geschrieben und für mich ein Lesehighlight 2022.5 von 5 Sternen

hamburger.deern am 27.06.2022 15:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Wow wow wow

Das neue Buch von ... Susanne Abel Was ich nie gesagt habe … habe ich mit Spannung erwartet. Ihr erstes Buch „Stay away from Gretchen“ war ein Jahreshighlight für mich und ich kann es direkt vorwegnehmen: Dieses Buch steht dem Vorgänger in keinster Weise nach. Abel erzählt ihre neueste Geschichte auf zwei Zeitebenen: - 2016: Der Moderator Tom Monderath erfährt durch einen Zufall, dass er noch einen Halbbruder hat. Tom ist sichtlich überrascht, denn hatte er doch seinen Vater Konrad Monderath, den Kölner Gynäkologen, als einen treuen, ruhigen und sittsamen Mann in Erinnerung. Doch als sich kurz darauf weitere Halbgeschwister melden, versucht er das Geheimnis seines Vaters zu lüften.Seine Mutter Greta, die an Demenz leidet, kann ihn dabei nicht unterstützen.- 1933: Der junge Konrad wächst in Köln bei seiner Familie auf. Alle Zeichen stehen auf Krieg und Konrad weiss noch nicht, dass er seine ganze Familie verlieren wird.Abel ist es in diesem Buch wieder einmal mehr gelungen Fakten und Fiktion zu verbinden.Es geht um Reproduktionsmedizin, um Datenschutz, um Zwangssterilisation und um Ärzte, die im Nazideutschland schlimme Experimente gewagt haben.Einige Personen in diesem Buch, wie z.B. Monika Hauser, die Gynäkologin, sind real und leider auch die Tatsache, dass Carl Claubergs Forschung - Zwangssterilisation der in Auschwitz inhaftierten Jüdinnen - als Grundlage der Antibabypille gilt. Der Sprachstil und die Geschichte sind spannend. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.Das erste Buch von der Autorin muss man nicht zwingend gelesen haben, um diese Geschichte zu verstehen.Leseempfehlung!5 Sterne

begine am 27.06.2022 12:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Beeindruckend

Mit dem Roman Was ich nie gesagt habe geht die Geschichte um Gretchen weiter. Susanne Abel gibt deren Schicksal ein interessantes Erlebnis.Diesmal ist Tom, Gretes Sohn der Protagonist. Es werden viele interessante Themen angeschnitten. Da ist die künstliche Befruchtung ein besonderes Thema. Susanne Abel lässt noch die Gretel des Naziregimes einfließen. Erschreckend wie weit das reicht. Die Geschichte von Gretchen und Konrad läuft parallel zu Toms Geschichte.Tom erfährt ein paar besonders Bedrückende Geschehnisse, die ihn ziemlich belasten. Die Autorin nimmt kein Blatt vor den Mund, sie schreibt ehrlich und konsequent.Manchmal ist mir Tom etwas zu bestimmend. Aber für den Sohn seiner Freundin ist er ein prima Vater. Die Schicksale sind beeindruckend. Die Charaktere sind auch gut, bis auf den nkel, den konnte ich gar nicht ab.Der Roman ist wunderbar unterhaltend.Mit dem Roman Was ich nie gesagt habe geht die Geschichte um Gretchen weiter. Susanne Abel gibt deren Schicksal ein interessantes Erlebnis.Diesmal ist Tom, Gretes Sohn der Protagonist. Es werden viele interessante Themen angeschnitten. Da ist die künstliche Befruchtung ein besonderes Thema. Susanne Abel lässt noch die Gretel des Naziregimes einfließen. Erschreckend wie weit das reicht. Die Geschichte von Gretchen und Konrad läuft parallel zu Toms Geschichte.Tom erfährt ein paar besonders Bedrückende Geschehnisse, die ihn ziemlich belasten. Die Autorin nimmt kein Blatt vor den Mund, sie schreibt ehrlich und konsequent.Manchmal ist mir Tom etwas zu bestimmend. Aber für den Sohn seiner Freundin ist er ein prima Vater. Die Schicksale sind beeindruckend. Die Charaktere sind auch gut, bis auf den nkel, den konnte ich gar nicht ab.Der Roman ist wunderbar unterhaltend.

hornita am 27.06.2022 11:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Ergreifende Familiengeschichte

Das erste Buch aus der Gretchen-Reihe über die Vorgeschichte von Toms Mutter habe ich (noch) nicht gelesen. Das war überhaupt kein Problem, da es hier um die tragische Lebensgeschichte von Toms Vater Konrad ging und den Auswirkungen auf Toms Leben. Die Erzählperspektiven wechseln im Laufe des Buches, die Rückblenden werden hauptsächlich aus der Sicht Konrads erzählt. Die Geschichte ist herzzerreißend, tragisch, spannend wie ein Krimi und sehr glaubhaft, vor allem weil sich teilweise die Geschichte Einzelner und das Schweigen und sonstige Verhalten reproduziert. Das Buch lässt sich sehr gut lesen und wurde sehr gründlich recherchiert. Insgesamt ein wirklich tolles Buch, dass einige nicht so bekannte Teile der deutschen Geschichte näher beleuchtet. Mir hat es sehr gut gefallen und ich werde den ersten Band noch nachholen.

probelesen am 27.06.2022 11:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Berührende Kölner Familiengeschichte

Die Fortsetzung des Bestsellerromans über die Kölner Familie Monderath widmet sich der Biographie des Vaters Konrad und seines Sohnes Tom. Wieder wird parallel auf zwei Zeitebenen erzählt: die Geschichte des Vaters, der im Nationalsozialismus aufwächst und im Krieg seine ganze Familie verliert und die Geschichte seines Sohnes in der Gegenwart, der frisch verliebt, sich unerwartet einem Halbbruder gegenübersieht und auf Ungereimtheiten in seiner Herkunft stößt, die er unbedingt aufklären will. Das Hauptthema ist die künstliche Befruchtung und das Recht, seine Herkunft zu wissen. Abel geht bei dem Thema in die NS-Zeit zurück und lässt den Onkel Toms im Umfeld vom Zwangssterilisieren von Jüdinnen in Auschwitz agieren. Seiner Nazi-Überzeugung bleibt er bis zu seinem Tod treu, was mit zu den dramatischen Entwicklungen in der Familie führt. Das Thema scheint mir ein wenig überfrachtet und von vielen Zufällen und Unwahrscheinlichkeiten geprägt. Trotzdem: gut recherchiert und gut lesbar.

bücherwurm68 am 27.06.2022 11:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Familienbande

Die Geschichte rund um die Familie von Greta geht weiter. Nach einer mehrmonatigen krankheitsbedingten Pause vom TV-Sender lernt ihr Sohn Tom Monderath einen bis dahin unbekannten Halbbruder kennen, der wie sein Zwilling aussieht. Seine Mutter kann er aufgrund ihrer Demenz dazu leider nicht befragen. Das Kennenlernen entpuppt sich, nach anfänglichen Schwierigkeiten, als ein Zusammentreffen von Seelenverwandten - die beiden entdecken viele Gemeinsamkeiten. Im Rückblick erfährt der Leser mehr über Konrad, den Vater der beiden, der schon früh plötzlich und unerwartet seinen Vater Wilhelm verliert. Konrads Kindheit im Dritten Reich ist überschattet durch Vaters Tod und durch die Krankheit seiner geliebten Schwester Lizzy, die unter Mongolismus leidet, was die Nazioberen nicht gerne sehen. Das erste Buch rund um Greta habe ich in kürzester Zeit verschlungen. Die Fortsetzung lohnt sich ebenfalls - so zumindest mein Eindruck aus der Leseprobe, die viel zu schnell zu Ende ging. Ich freue mich darauf, das Buch zu lesen!

Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

WDR 5
Eine seltene literarische Perle. Die Geschichte von Toms und Gretchens Familie sollte Schullektüre w...erden! , mehr weniger

Andreas Wallentin und Christine Westermann, 01.07.2022

DONNA
Mitreißend.

01.07.2022

Bild + Funk
Interessant, eindringlich, warmherzig.

24.06.2022

Freie Presse
Teilweise erzählt Susanne Abel die gleichen Szenen wie im ersten Roman – nur aus einer anderen Persp...ektive. Das macht einen Reiz eines neuen Buches aus, das erneut exzellent recherchiert ist, historisches Geschehen aufgreift und gekonnt in einen Roman verwandelt. mehr weniger

Welf Grombacher, 22.06.2022

Spazz – Das Magazin für Ulm & Neu-Ulm
Susanne Abel erzählt eine ergreifende Geschichte aus einer grauen Vergangenheit.

01.07.2022

buchSZENE
Eine berührende Geschichte über Liebe, Verlust, zweite Chancen und die Sprengkraft des Schweigens.

29.06.2022