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Wer ist Familie?

Was ich nie gesagt habe

Nach dem Nr. 1-SPIEGEL-Bestseller ›Stay Away From Gretchen‹ nun der zweite Roman der Ausnahmeautorin

Tom Monderath ist frisch verliebt: Mit Jenny erlebt er die glücklichste Zeit seines Lebens. Bis er durch Zufall auf seinen Halbbruder Henk stößt, der alles über ihren gemeinsamen Vater wissen will. Doch Konrad starb vor vielen Jahren und seine demente Mutter Greta kann Tom nicht befragen. Als sich weitere Halbgeschwister melden, wird es Tom zu viel. Jenny und Henk hingegen folgen den Spuren Konrads. Selbst fast noch ein Kind, kämpfte Toms Vater im Krieg, geriet in amerikanische Gefangenschaft, bevor er in den späten 40er-Jahren nach Heidelberg kommt. Dort verliebt er sich Hals über Kopf in die junge Greta, nicht ahnend, dass ein Geheimnis aus der dunkelsten Zeit des Nationalsozialismus ihre gemeinsame Familie ein Leben lang begleiten wird ...

Ein spannender und berührender Roman über Liebe, Verlust, zweite Chancen und die Sprengkraft des Schweigens – sowie über trügerische Gewissheiten und die Frage, was Familie zusammenhält.

»Abel schreibt unterhaltsame, sogar humorvolle Romane aus dem Elend, in das wir alle hineingeboren werden, ohne es uns aussuchen zu können. Chapeau!« Stern

»Eine seltene literarische Perle. Die Geschichte von Toms und Gretchens Familie sollte Schullektüre werden!« WDR

Alle Bände der ›Gretchen‹-Reihe:

Band 1: Stay away from Gretchen – Eine unmögliche Liebe

Band 2: Was ich nie gesagt habe – Gretchens Schicksalsfamilie


Lesen Sie auch »Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104«, den berührenden neuen Roman von Susanne Abel über die lebenslange Liebe zweier Heimkinder.

Bibliografische Daten

EUR 13,00 [DE] – EUR 13,40 [AT]
ISBN : 978-3-423-21892-4
Erscheinungsdatum: 14.09.2023
9. Auflage
592 Seiten
Format : 12,2 x 19,1 cm
Sprache: Deutsch
Autor*innenporträt

Susanne Abel

Susanne Abel arbeitete als Erzieherin und realisierte nach ihrem Filmstudium als Regisseurin zahlreiche Dokus für das deutsche Fernsehen. Seit 2017 konzentriert sie sich ganz auf das Schreiben. Ihr gefeiertes Romandebüt ›Stay away from Gretchen‹ stürmte bis an die Spitze der SPIEGEL-Bestsellerliste und war ein sensationeller Erfolg, genau wie sein Nachfolger ›Was ich nie gesagt habe‹. Die gebürtige Badenerin lebt nach Stationen in Bochum, Berlin und Hamburg überwiegend in Köln.

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134 von 134 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.81 von 5 Sternen


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11 - 10 von 134 Leserstimme

liesela am 02.07.2022 18:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Sehr ergreifend

Ein tolles Buch, das Cover hatte sofort einen Wiedererkennungswert, fast identisch mit dem ersten Band der Gretchen- Saga. Wieder ist es der Autorin Susanne Abel gelungen ein wunderbares Buch zu schreiben. Bereits der erste Roman "Stay Away from Gretchen" hat mich sehr begeistert. Die Geschichte um Gretchen, Familie, Alzheimer, Nazizeit, Köln und Heidelberg ist sehr flüssig geschrieben und bringt viele verschiedene Themen sehr gut zusammen. Der Leser fühlt sich sofort gefangen in dieser Geschichte, die Figuren sind sehr authentisch beschrieben. Das Buch erzählt aus der Vergangenheit und dem Leben heute ohne das der Leser den Faden verliert. Der Roman wurde sehr sorgfällig recherchiert und einige Passagen gehen unter die Haut. Dieses Buch wird mein Buch 2022 sein, ich kann es 100% weiterempfehlen und hoffe auf eine Fortsetzung.

derti am 02.07.2022 17:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Schweigen ist keine Option...

Die Fortsetzungsgeschichte von "Stay away from Gretchen" hat mich vom ersten Satz an gefesselt. Der bekannte Kölner Moderator Tom Monderath, Gretchens Sohn, muss lange und z.T. verbissen darum kämpfen, das Geheimnis um seine Herkunft aufzuspüren. Wer ist sein Vater? Auf verschiedenen Erzählebenen gelingt es der Autorin, die Geschichte von Toms Vater und seiner Frau Greta aufzuzeichnen. Leider kann Toms demente Mutter Greta ihm nicht mehr allzuviel erzählen. Es gelingt Sabine Abel hervorragend die Familiengeschichte zu erzählen. Gleichzeitig nimmt sie die Leser mit in die Zeit des Nationalsozialismus und des zweiten Weltkriegs und zeigt die Verbrechen und Verstrickungen der damaligen Ärzte auf. Wichtige Frauenfragen wie Kinderwunsch, aber auch Schwangerschaftsverhütung und Schwangerschaftsabbruch kommen zur Sprache. Ein hervorragend recherchierter und erzählter Romen, der mich zutiefst berührt hat.

jane_doe am 02.07.2022 15:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Ein bisher eher unbekanntes Thema

Susanne Abel berichtet hier über ein eher unbekanntes Thema im und nach dem Nationalsozialismus. Über weiches genau, kann ich ohne zu spoilern nicht schreiben. Abels Schreibstil ist flüssig zu lesen und ließ mich durch die Seiten fliegen. Sie benutzt zeitgenössische Begriffe, um die Leser:innen in diese Zeit mitzunehmen, distanziert sich aber von diskriminierenden Begriffen im Nachwort deutlich! Die knappen 550 Seiten sind in mehrere Kapitel unterteilt, die abwechselnd aus der Sicht des Vaters beginnend in den 30ern berichten und aus der Sicht des Protagonisten aus heutiger Sicht (ab 2016). Beide Zeiten habe ich gerne verfolgt. Es ist ein sehr emotionales Buch, welches mich gut mitnehmen konnte und mich nachdenklich mit einem Themenkotelett zurück lässt, welches wahrscheinlich noch von mir ein wenig weiter recherchiert wird. Leseempfehlung!

isabell am 02.07.2022 12:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Vergangenheitsaufarbeitung - sehr gelungen!

Dieser Roman ist quasi eine unabhängige Fortsetzung zu "Stay away from Gretchen", obwohl es sicherlich besser ist auch diesen gelesen zu habe. Wie auch im ersten Roman geht es um die Familie von Tom Monderath. Im ersten Teil wurde über die Vergangenheit von Toms mitllerweile dementen Mutter Grete (Gretchen) und ihre Erinnerungen gesprochen. In diesem Roman erzählt Tom von seinen Erinnerungen an den Vater, die Erinnerungen des Vaters von dessen Kindheit und seinem Leben werden werden erzählt und mittendrin befinde ich mich mit Tom und seinen neuen Erfahrungen, seiner Liebe Jenny und seinem Halbbruder Henk im Hier und Jetzt. Der Autorin ist es gelungen das Leben einer Familie stückchenweise immer mehr aufzudröseln, was überaus interessant, spannend und zugleich auch schockierend ist. Durch die Demenz von Greta kommen unbeabsichtigt immer wieder "neue Wahrheiten" ans Licht. Während Tom sich noch an den Gedanken gewöhnen muss, mit Henk einen Halbbruder zu haben, gibt es noch weitere Verwicklungen, die Tom überhaupt nicht erwartet hat. Der Roman beleuchtet jedoch nicht nur ein Stück Zeitgeschichte des Nationalsozialismus, der Nachkriegszeit, sondern strickt dahin auch die Thematik Demenz sowie Liebe in all ihren Facetten ein und auch geht es immer wieder darum, was ist gut, was ist böse und was können wir verzeihen. In diesem Roman kommen vor allen Dingen die Männer zu Wort bzw. wird über sie berichtet, was ich sehr passend und gut fand. Ich habe viel Neues über die vergangenen Zeiten erfahren und auch gleichzeitig viel über Liebe bzw. Verbundenheit. Ich frage mich, was meine Großeltern und Verwandten, die die Zeit erlebt haben, nie erzählten. Der Roman hat mich sehr berührt und am Ende bleibe ich mit Lächeln im Gesicht zurück, denn das Ende zeigt auch was Positives auf. Fünf Sterne für einen ganz besonders guten Roman!

monika85 am 01.07.2022 20:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Emotionale und fesselnde Fortsetzung

Der dtv Verlag hat den Roman "Was ich nie gesagt habe - Gretchens Schicksalsfamilie" von Susanne Abel veröffentlicht. Das Buch schließt sich handlungsmäßig an den ersten Band "Stay away from Gretchen" an, und es ist sicherlich hilfreich, diesen ersten Band zu kennen. Wem dieses Basiswissen fehlt, dürfte sich aber auch zurechtfinden, da die relevanten Ereignisse des ersten Buches als Erinnerungen in den zweiten Band einfließen.Bei der Geschichte, die auf zwei sich abwechselnden Zeitebenen erzählt wird, geht es wiederum um das Leben der Familie Monderath.Neben Gretas Ehemann Konrad, genannt Conny, steht Gretas Sohn Tom im Mittelpunkt des Geschehens. Connys Geschichte beginnt 1933 in Köln. Als er fünf Jahre alt ist, stirbt sein Vater, und seine Mutter zieht ihn, seinen älteren Bruder Franz und die kleine Schwester Lizzy, die am Down-Syndrom leidet und später ein grausames und trauriges Schicksal erleidet, allein groß. Ein Schwerpunkt der Handlung liegt auf der Zeit des Nationalsozialismus. Conny wächst heran und erleidet kriegsbedingt weitere schwere familiäre Verluste. 1944 gerät er in amerikanische Gefangenschaft und muss auf Baumwollplantagen in Mississippi Schwerstarbeit verrichten. Als er nach zwei Jahren entlassen wird, geht er zurück in die Heimat. Durch Vermittlung eines Onkels, der sich in Kriegsgefangenschaft befindet, eröffnet sich ihm die Möglichkeit eines Medizinstudiums in Heidelberg. Dort verliebt er sich in Greta, sie heiraten, und gemeinsam ziehen sie nach Köln, wo er mit seinem Onkel eine gynäkologische Praxis führt. Doch die junge Ehe ist belastet durch Gretas Vergangenheit und ihre dunklen Geheimnisse sowie ihre daraus resultierenden Depressionen ...Im Hier und Jetzt - 2016 bis 2018 - steht Gretas Sohn Tom im Vordergrund. Der 47jährige populäre Nachrichtensprecher ist frisch verliebt in seine ehemalige Kollegin Jenny und in ihr 14 Wochen altes Baby Carl. Er genießt sein neues und glückliches  Familienleben. Sein Leben gerät allerdings aus den Fugen, als er eine Email über ein Ahnenforschungsinstitut von dem ihm unbekannten Henk aus den Niederlanden erhält, in der dieser ihm mitteilt, dass sie anscheinend denselben Vater haben. Kurze Zeit später treffen sich die beiden, die sich fast wie Zwillinge ähneln. Tom möchte herausfinden, was damals geschehen ist. Warum war seine Mutter nicht immer für ihn da, und warum hat sein Vater nie mit ihm über seine Vergangenheit gesprochen? Seine Mutter Greta, die an Alzheimer leidet, kann ihm seine Fragen nicht beantworten, sein Vater ist schon lange tot. Durch einen Gentest stellt sich heraus, dass es noch weitere Halbgeschwister gibt. Tom geht davon aus, dass sein Vater seiner Greta untreu war und begibt sich auf Spurensuche. Im Keller seines Elternhauses wird er fündig, und er stößt auf eine Wahrheit, die ihn zutiefst erschüttert.Das Buch ist sehr gut recherchiert und vermittelt dem Leser die Zeit des Nationalsozialismus sowie die Nachkriegsjahre auf eindrucksvolle Weise. Es ist spannend und fesselnd geschrieben. Die Charaktere sind sehr authentisch und lebendig gezeichnet. Der Schreibstil ist flüssig, aber leider sehr schlicht. Etwas genervt hat mich der zu häufig vorkommende Satz: "Sie gab ihm ein Küsschen" bzw. "Er gab ihr ein Küsschen". Sehr gut hat mir gefallen, wie die Autorin den Zeitgeist in ihren Roman hat einfließen lassen. Da ich Porz gut kenne, hat mich das Lokalkolorit des Buches natürlich begeistert.Der emotionale Roman hat mir gut gefallen, er hat mich gleichermaßen gefesselt und berührt - 4 Sterne!

titana99 am 01.07.2022 12:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Interessant und spannend

Das Buch von Susanne Abel "Was ich nie gesagt habe Gretchens Schicksals Familie ist im dtv Verlage erschienen. Es handelt sich um den zweiten Band um Greta Monderath.Das Cover ist, ähnlich wie beim ersten Band, schlicht gehalten und doch sehr passend zum Buch.Es geht in diesem Band nicht nur um Greta Monderath, sondern überwiegend um ihre Familie und insbesondere um ihren Sohn Tom, der mehr über seine "Familie" erfährt.Der Schreibstil ist sehr interessant, da es kapitelweise einen Sprung vom heute in die Zeit nach/um den zweiten Weltkrieg herum gibt. Durch die Überschriften gelingt dieser Sprung auch für den Leser immer sehr gut.Das Thema des zweiten Weltkrieges interessiert mich aktuell sehr und ich finde die Geschichte authentisch umgesetzt. Sie enthält viele geschichtlich stattgefundene Aspekte und zeigt das Leid und das Leben von damals auf.Gleichzeitig beschäftigt ist es aber auch ein sehr aktuelles Thema, da sowohl in vitro Befruchtungen mit deren Folgen und Fragen für die Kinder ins Auge genommen werden, als auch das Tragen einer Last, die einen unbewusst von den "vergessenen Kindern" der Nachkriegszeit mitgegeben wurde.Ein rundum gelungenes Werk. Ich war sehr traurig, als auch dieser Band zu Ende war.

jackolino am 30.06.2022 23:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Wenn der Vorhang vor der Vergangenheit sich hebt!

Auf dieses Buch habe ich mich ganz besonders gefreut, vor allem als ich den ersten Teil gelesen hatte und davon absolut begeistert war.Im zweiten Teil geht es nun um die männliche Vorfahrenlinie von Tom Monderath. "Was ich nie gesagt habe" sprach nicht so stark mit mir wie Band 1, ist aber trotzdem gut und greift ein Thema auf, das mit dem Aufkommen der künstlichen Befruchtung eine besondere Relevanz erfahren hat: Wer ist mein biologischer Vater? Mit Jenny ist Tom mittlerweile fest liiert und glücklich, etwas, das er sich vor den Ereignissen des ersten Bandes nie hätte vorstellen können. Schon der erste Band endet mit der Überraschung, dass Tom nicht nur eine Halbschwester, sondern weitere Geschwister hat. Eine DNA-Analyse hat ihm Treffer beschert und einer seiner Brüder kommt aus den Niederlanden, um ihn kennenzulernen.Tom hat sich eigentlich in seinem bisherigen Leben nur um sich selbst gekümmert, jetzt stellt er fest, dass seine beiden Elternteile ein Leben vor seiner Zeit hatten, ein Leben, das alles andere als leicht war.Sein Vater hatte im Krieg seine ganze Familie verloren, seine Schwester, die am Down-Syndrom litt, wurde ein Opfer der Euthanasie der Nazis. Mit 15 Jahren musste er sich allein durchkämpfen und seinen Weg finden und während seines Studiums in Heidelberg lernt er Greta kennen. Später eröffnet er mit seinem Onkel, dem einzigen Überlebenden seiner Familie nach dem 2. Weltkrieg, eine gynäkologische Praxis.Vor uns erstehen die verknöcherten 50er und 60er Jahre neu auf. Das, was wir heute für selbstverständlich halten, war damals gewagt oder gleich verboten. Tom taucht auch hier wieder tief in die Zeit ein und muss sich zum Schluss mit einer Erkenntnis abfinden, die ihn ganz persönlich betrifft und belastet, die aber auch zu einer neuen Erkenntnis führt: Schuld wird nicht weiter vererbt. Jeder ist für seinen Lebensweg selbst verantwortlich.

tschy am 29.06.2022 23:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Familienschicksal

Im zweiten Teil der Reihe geht es um den Vater von Tom Monderath. Der berühmte Moderator Tom wird mit seinem Halbbruder Henk konfrontiert. Die Beiden verstehen sich auf Anhieb gut. Es kommt raus, dass es noch mehr Halbgeschwister gibt und Tom macht sich auf die Suche nach Informationen über seinen Vater Konrad. Seine an Demenz erkrankte Mutter kann er nicht mehr fragen, aber sie spielt eine sehr liebenswerte Rolle in dem Buch. Konrad war nach langer Kriegsgefangenschaft Gynäkologe geworden und hat mit seinem Onkel eine Praxis in Köln geführt. Er nimmt Greta zur Frau, über das Geheimnis ihres ersten Kindes wird meist geschwiegen, wie über so viele Dinge. Es geht um die Erhaltung der arischen Rasse, um Reproduktionsmedizin und um die grausamen Verbrechen der Nazi-Ärzte und auch um die Frage 'wo komme ich eigentlich her'. Mich hat das Buch von Susanne Abel total fasziniert, es war spannend und die verschiedenen Charaktere sind mir ans Herz gewachsen. Das Nachwort ist wunderbar und hilft die Dinge zwischen Fiktion und Wirklichkeit einzuordnen!

babsyz am 29.06.2022 21:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Von der Grausamkeit des Schweigens

Tom Monderath, der beliebte Kölner Nachrichtenmoderator hat sein großes Glück gefunden und alles könnte perfekt sein. Doch dann erhält er eine Nachricht, die sein Leben wieder einmal auf den Kopf stellt. Durch einen DNA-Test erfährt Tom, dass er einen holländischen Halbbruder hat: Henk, der ihm wie ein Zwillingsbruder ähnelt und mit dem er sich sofort blind versteht. Als jedoch herauskommt, dass es noch mehr Halbgeschwister gibt, muss Tom erkennen, dass er kaum etwas über seinen Vater weiß. Wieder beginnt er zu recherchieren und wieder offenbart sich ihm ein trauriges Kapitel seiner Familie.Auf zwei Erzählebenen offenbart Susanne Abel diesmal die Geschichte von Toms Vater, einem Jungen, der im Krieg fast seine ganze Familie verliert, in amerikanische Kriegsgefangenschaft gerät und schließlich als angehender Arzt in der jungen, traumatisierten Greta die Frau fürs Leben findet.Dabei geht es in diesem Roman um weit mehr als eine Familiengeschichte: die Gräuel des Krieges, die unvorstellbaren Verbrechen der Nazi-Ärzte und die Anfänge der Kinderwunsch-Behandlungen sind die Hauptthemen dieses beeindruckenden Romans. Besonders die Frage, was die Tatsache, nicht zu wissen, woher man stammt, und die damit verbundenen seelischen Schmerzen stehen dabei im Vordergrund. Das ist so einfühlsam und berührend geschrieben, dass ich mir die Tränen wieder einmal nicht verkneifen konnte.Mein Fazit: ein wichtiger, bewegender und zutiefst berührender Roman! Absolute Leseempfehlung.

azyria_sun am 29.06.2022 14:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Mitreißend und emotional

Worum geht’s?Konrad wächst in der Nachkriegszeit auf. Es ist steiniger Weg für ihn, in diesen Zeiten groß zu werden. Aber er kämpft sich durch, absolviert erfolgreich ein Medizinstudium und eröffnet mit seinem aus der Kriegsgefangenschaft heimgekehrten Onkel eine Frauenarztpraxis. Als Greta ihn dann zum Mann nimmt, scheint sein Glück vollkommen.Meine Meinung:Mit „Was ich nie gesagt habe – Gretchens Schicksalsfamilie“ (dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, Juni 2022) setzt Susanne Abel ihre Romanreihe um Tom und Greta fort. Nachdem der erste Teil, in dem es hauptsächlich um Gretas Vergangenheit und ihre Gegenwart mit ihrem Sohn Tom geht, mich schon total begeistert hatte, war ich sehr auf die Fortsetzung gespannt. Und ja, die Autorin hat mich nicht enttäuscht, auch dieser Roman hat mich mitgerissen und gefesselt!Nachdem Tom im ersten Teil in einer DNA-Datenbank eine Probe hinterlegt und seine Halbschwester Marie gefunden hat, lernt er in diesem Teil einen weiteren Halbbruder, den Holländer Henk kennen, der seinem Vater wie aus dem Gesicht geschnitten ist. Jenny, mit der Tom inzwischen glücklich ist, beginnt daraufhin mit Henk gemeinsam weitere Recherchen, teils hinter Toms Rücken, was die Beziehung zu ihm gefährlich ins Wanken bringt, nachdem schon Henks Auftauchen Toms Welt erschüttert hatte. Und die Dinge, die im Rahmen der Recherchen aufkommen, sind einfach unglaublich!In der Vergangenheit dürfen wir diesmal Konrad begleiten. Erst war ich etwas enttäuscht, weil wir nicht wieder mit Greta zurückgereist sind, aber die Geschichte von Konrad genannt Conny, ist mindestens genauso spannend. Besonders das Schicksal seiner Schwester Lizzy hat mich tief berührt. Und bald schon – wie auch im ersten Teil – kreuzen sich die Wege der beiden und es geht teils gemeinsam weiter. Auch das hat mir sehr gut gefallen, wie die Autorin hier den ersten Teil in den zweiten hat einfließen lassen. Es war bekannt, ohne wiederholt zu werden und wir konnten so Dinge erfahren, die mich zumindest im ersten Teil noch neugierig zurückgelassen hatten. Dann erfahren wir von den Lebensborn-Kliniken, von den Versuchen mit den Gefangenen im KZ und von dem sog. unwerten Leben. Von all dem hatte ich schon gehört bzw. vor kurzer Zeit gelesen, aber das alles nochmals zu lesen, war sehr ergreifend und bedrückend zugleich. Dann die ersten Samenbanken und welche Schindluder die Ärzte betrieben. All diese historischen Details hat die Autorin wieder perfekt in die Geschichte um ihre Protagonisten herumgeschrieben und am Ende kurz aufgezeigt, welcher Teil davon Fakten und was Fiktion war. Besonders gefallen hat mir auch, dass wir teilweise aus Sicht der dementen Greta lesen durften, was sehr spannend war. Und auch aus Sicht vom kleinen Tom. Und ich hoffe, dass wir noch mindestens einen weiteren Teil lesen dürfen, mir ist die ganze Familie sehr ans Herz gewachsen! Das Ende, der Geburtstag von Tom auf dem Schiff, war dann nochmal ein kleines Highlight.Fazit:Mit „Was ich nie gesagt habe“ setzt Susanne Abel ihren Roman um Greta Monderath und deren Sohn Tom fort. Auch hier reisen wir wieder in die Vergangenheit, diesmal gemeinsam mit Toms Vater Konrad. Erleben mit ihm seine Zeit im Krieg, wie er danach versucht hat, sich ein Leben aufzubauen und Greta kennengelernt hat. Hierbei führ die Autorin perfekt das Wissen, das wir bereits aus dem ersten Teil haben, mit den Geschehnissen in diesem Teil zusammen. Und wir erleben, wie Tom aufwächst. Und in der Gegenwart, wie er seinen Halbbruder Henk findet und sie gemeinsam mit Jenny weiter recherchieren. Dabei baut die Autorin Fakten mit ein, in denen es um die Lebensborn-Kliniken geht, um die Behandlung von sog. unwertem Leben und wir erleben das grausame Schicksal von Lizzy mit. Das Buch war wieder mitreißend, informativ und emotional. Ich habe die Seiten verschlungen und es hat mich wieder tief berührt. Jenny, Tom, Helga und Greta sind mir total ans Herz gewachsen!5 Sterne für dieses Buchhighlight des Jahres 2022 und ich hoffe sehr, dass es noch mindestens einen weiteren Teil geben wird!

Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

WDR 5
Eine seltene literarische Perle. Die Geschichte von Toms und Gretchens Familie sollte Schullektüre w...erden! , mehr weniger

Andreas Wallentin und Christine Westermann, 01.07.2022

DONNA
Mitreißend.

01.07.2022

Bild + Funk
Interessant, eindringlich, warmherzig.

24.06.2022

Freie Presse
Teilweise erzählt Susanne Abel die gleichen Szenen wie im ersten Roman – nur aus einer anderen Persp...ektive. Das macht einen Reiz eines neuen Buches aus, das erneut exzellent recherchiert ist, historisches Geschehen aufgreift und gekonnt in einen Roman verwandelt. mehr weniger

Welf Grombacher, 22.06.2022

Spazz – Das Magazin für Ulm & Neu-Ulm
Susanne Abel erzählt eine ergreifende Geschichte aus einer grauen Vergangenheit.

01.07.2022

buchSZENE
Eine berührende Geschichte über Liebe, Verlust, zweite Chancen und die Sprengkraft des Schweigens.

29.06.2022