Authentisch, eindringlich, emotional – Toms und Gretchens Geschichte geht weiter!
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Was ich nie gesagt habe
Nach dem Nr. 1-SPIEGEL-Bestseller ›Stay Away From Gretchen‹ nun der zweite Roman der Ausnahmeautorin
Tom Monderath ist frisch verliebt: Mit Jenny erlebt er die glücklichste Zeit seines Lebens. Bis er durch Zufall auf seinen Halbbruder Henk stößt, der alles über ihren gemeinsamen Vater wissen will. Doch Konrad starb vor vielen Jahren und seine demente Mutter Greta kann Tom nicht befragen. Als sich weitere Halbgeschwister melden, wird es Tom zu viel. Jenny und Henk hingegen folgen den Spuren Konrads. Selbst fast noch ein Kind, kämpfte Toms Vater im Krieg, geriet in amerikanische Gefangenschaft, bevor er in den späten 40er-Jahren nach Heidelberg kommt. Dort verliebt er sich Hals über Kopf in die junge Greta, nicht ahnend, dass ein Geheimnis aus der dunkelsten Zeit des Nationalsozialismus ihre gemeinsame Familie ein Leben lang begleiten wird ...
Ein spannender und berührender Roman über Liebe, Verlust, zweite Chancen und die Sprengkraft des Schweigens – sowie über trügerische Gewissheiten und die Frage, was Familie zusammenhält.
»Abel schreibt unterhaltsame, sogar humorvolle Romane aus dem Elend, in das wir alle hineingeboren werden, ohne es uns aussuchen zu können. Chapeau!« Stern
»Eine seltene literarische Perle. Die Geschichte von Toms und Gretchens Familie sollte Schullektüre werden!« WDR
Alle Bände der ›Gretchen‹-Reihe:
Band 1: Stay away from Gretchen – Eine unmögliche Liebe
Band 2: Was ich nie gesagt habe – Gretchens Schicksalsfamilie
Lesen Sie auch »Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104«, den berührenden neuen Roman von Susanne Abel über die lebenslange Liebe zweier Heimkinder.
Bibliografische Daten
9. Auflage
Susanne Abel
Susanne Abel arbeitete als Erzieherin und realisierte nach ihrem Filmstudium als Regisseurin zahlreiche Dokus für das deutsche Fernsehen. Seit 2017 konzentriert sie sich ganz auf das Schreiben. Ihr gefeiertes Romandebüt ›Stay away from Gretchen‹ stürmte bis an die Spitze der SPIEGEL-Bestsellerliste und war ein sensationeller Erfolg, genau wie sein Nachfolger ›Was ich nie gesagt habe‹. Die gebürtige Badenerin lebt nach Stationen in Bochum, Berlin und Hamburg überwiegend in Köln.
4 - 10 von 134 Leserstimme
Jahreshighlight
Es geht weiter mit Gretchen und ihrer Familie! Die Fortsetzung "Was ich nie gesagt habe: Gretchens Schicksalsfamilie" von Susanne Abel ist am 15. Juni 2022 im @dtv_verlag erschienen.Inhalt:Tom Monderath, Gretas Sohn ist frisch verliebt. Durch einen DNA Test findet er seinen Halbbruder Henk. Dieser möchte alles über ihren gemeinsamen Vater Konrad wissen. Doch Konrad ist bereits seit vielen Jahren tot. Tom und er hatten sich vor seinem Tod sehr zerstritten. Gretchen kann aufgrund ihrer Demenz auch nicht helfen. Voller Fragen, auf die Tom keine Antworten hat, macht er sich auf die Suche nach Spuren seines Vaters und bringt eine Lawine ins Rollen.Meine Meinung:Das erste Buch der Gretchen Reihe fand ich großartig und habe es unendlich genossen zu lesen. Für mich war eine Steigerung vollkommen undenkbar. Es gab eine Steigerung und was für eine: Für mich ein Jahreshighlight ❤️. Der Schreibstil von Susanne Abel ist flüssig, bildgewaltig emotional, aber auch trotz der ernsten Thematik sehr humorvoll. Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt. In der Vergangenheit lernen wir 1933 Konrad als fünfjährigen Jungen kennen und begleiten ihn bis ins Erwachsenenalter. In der Gegenwart erleben wir Tom mit seiner kranken Mutter, frisch verliebt und das Kennenlernen zwischen Henk und ihm.Der Roman mit seinen Ereignissen rund um Konrad und die erschreckenden Wahrheiten aus und nach dem zweiten Weltkrieg haben mich nicht mehr losgelassen. Die Lebensgeschichte von Konrad wird sehr einzigartig und detailliert dargestellt. Die Autorin hat die Verbrechen der deutschen Ärzte in der NS-Zeit sehr genau und authentisch beschrieben. Mir sind bei den Gräueltaten der Nazis die Tränen nur so geflossen und gleichzeitig hat es mich unendlich wütend gemacht. Toms Eltern, Greta und Konrad haben sehr schlimmes in der Vergangenheit erlebt. Diese furchtbaren Dinge wurden stillgeschwiegen. Es wurden Geschehnisse verheimlicht und dabei zeigt die Story von Susanne Abel, wie belastend so etwas ein Leben lang sein kann.Fazit:5/5+ ⭐️ JAHRESHIGHLIGHT ❤️Eine bewegende und berührende Fortsetzung mit gewaltiger Sogwirkung.
Perfekt zusammengeführt
Man ist versucht, vom "zweiten Teil" zu sprechen, wobei "Stay away from Gretchen" der erste Teil wäre. Aber so ganz stimmt das nicht. Jedes Buch kann für sich allein stehen, aber zusammen ist es wie Ying und Yang. Alles greift ineinander. "Stay away from Gretchen" ist eins der wenigen Bücher, das in Erinnerung bleibt. Sowohl den Erzählstil betreffend, als auch den Inhalt betreffend. Die Zeitsprünge sind notwendig und nie verwirrend. Das Gleiche gilt für "Was ich nie erzählt habe". Hier spielt Gretchen eher eine Nebenrolle und man fühlt sich als Betrachter, der auf sie blickt, während man ihre Geschichte hört. Nun ist man ganz im leben von Tom Monderath, seines Vaters und allem was in die Gegenwart geführt hat. Wie auch in "Stay away from Gretchen" kann Toms Vater nichts zur Geschichte beisteuern. Er ist ja bereits verstorben. Greta kann nichts Sinnvolles erzählen auf Grund ihrer Demenz. Unbedingte Leseempfehlung, großartig recherchiert. Man kann die Bücher nur sehr schlecht aus der Hand legen.
Was verkraftet ein Mensch im Leben?
Wahnsinn! Ich habe den Vorgängerband im April 2021 beendet und hatte noch sehr lebendig vor Augen was in „Stay away from Gretchen – Eine unmögliche Liebe“ passiert ist als ich die Lektüre von dem Folgeband „Was ich nie gesagt habe – Gretchens Schicksals Familie“ nun mehr als ein Jahr später las! Dieser zweite Roman nimmt den Faden wieder auf aus dem ersten Band, aber der Fokus ist ein anderer. Denn Greta rückt leicht in den Hintergrund, nun ist Conny – Konrad – im Mittelpunkt.Susanne Abel besticht wieder mit sehr guter Erzählkunst und bringt uns fiktionalisiert die Kriegs -und die Nachkriegszeit in Deutschland näher. Wieder haben wir 2 Erzählebenen. Die eine spielt in der Gegenwart, beginnend im Jahr 2016 und beleuchtet die Vater-Sohn Beziehung von Tom und Konrad. Die andere bringt uns die Lebensgeschichte von Konrad näher die etwa 1933 beginnt.Vor allem der gegenwärtige Strang um Tom, der durch einen DNA-Test herausfindet das es da doch noch einen weiteren Halbbruder gibt und dies nun verarbeiten muss, fand ich persönlich sehr berührend. Mutter Greta kann mit fortschreitender Demenz nicht viele Antworten liefern. So bleibt Tom nur die Recherche und sein Vater, um Familiengeheimnisse zu lüften. Aber auch die Rückblenden in die Vergangenheit sind wieder gekonnt erzählt und machen die Zeit weitaus greifbarer als nur ein Faktentableau aus dem Geschichtsunterricht. Die Autorin scheint viel Zeit auf ihre Recherche verwendet zu haben. Es stimmt einfach alles: die Charaktertiefe, die beschriebenen Ortschaften, die Lebensumstände, viele Detail. Wir lernen viel über Konrad, die unzähligen bitteren Momente, die er in seinem Leben ertragen musste und wie er aus dem Loch herausfand. Besonders die Charaktere in den Romanen von Susanne Abel tun es mir an. Sind sie doch vielschichtig und haben Ecken und Kanten. Wie auch im ersten Roman liegt das Schweigen, das Geheimnisse haben, die Last des Nicht-Miteinander Redens auf den Figuren und wird äußerst gut transportiert.Aber bei allem Leid, bleibt dieses Buch doch auch leicht lesbar, ist sogar amüsant an anderer Stelle. Bunt mit Höhen und Tiefen, wie das echte Leben. Fazit Für Liebhaber vom ersten Band „Stay away from Gretchen“ und Freunden sehr guter Familienromane!
Sehr lesenswert
Ach wie schön, wieder von Gretchen zu lesen. „Stay away from Gretchen – eine unmögliche Liebe“ hat mich begeistert, ihr Schicksal mich so sehr berührt. „Was ich nie gesagt habe - Gretchens Schicksalsfamile“ lässt mich wieder tief in Gretas Familie eintauchen.Tom Monderath, der sich nie binden wollte, hat seine Einstellung diesbezüglich gründlich geändert, seit er mit Jenny zusammen ist. Er schwelgt im siebten Himmel, als unerwartet Henk auftaucht. Tom weiß zwar von seiner Halbschwester Marie, die in den USA lebt, aber ein weiteres Geschwisterkind, auch väterlicherseits, hat er nicht erwartet. Seinen Vater Konrad kann er nicht mehr befragen, er ist schon lange tot und so begeben sich Tom und Henk, die beiden Halbbrüder, auf Spurensuche, unterstützt von Jenny. Immer mehr Halbgeschwister tauchen auf – nahm Vater es mit der ehelichen Treue nicht so genau? Seine Mutter Greta ist Tom keine Hilfe, sie taucht immer mehr in ihre eigene Welt ab. Susanne Abel erzählt auf zwei Zeitebenen, die gut ineinander greifen. Alles beginnt 1933, als Konrad, der Conny genannt wird, fünf Jahre alt ist. Sein früh verstorbener Vater lässt ihn mit Mam und seinen zwei Geschwistern zurück. Die Nationalsozialisten haben das Sagen, schon den Kleinen trichtern sie ihr Gedankengut ein. Die Juden werden immer mehr geächtet, die Angst geht um. Unwertes Leben wird gnadenlos ausgemerzt, Euthanasie ist das Zauberwort. Gretchens Lebensgeschichte wird in beiden Bänden erzählt, es sind Bruchstücke, die ineinandergreifen und so nach und nach ein gut nachvollziehbares Gesamtbild ergeben. Im ersten Band erfährt man von der jungen Greta und der kleinen Marie, von ihrer Zeit während des zweiten Weltkrieges, während der zweite Band sich eher um Konrad, Gretchens Mann und Toms Vater, dreht. Die Geschichte ist natürlich sehr viel komplexer, im Nachwort erzählt die Autorin, wie diese Story zu ihr fand. Es gibt Dinge, die man für sich behält, tief in sich einschließt. Traumatische Erlebnisse, unsägliches Leid. Susanne Abel hat gründlich recherchiert, sie flicht die Verbrechen während der Zeit der Nationalsozialisten gekonnt ein, auch die künstliche Befruchtung mit allem, was dazu gehört, wird thematisiert. Auch wenn ursprünglich keine Gretchen-Reihe geplant war, so hat mir dieser zweite Band Gretchens Schicksalsfamilie noch näher gebracht. Eine großartige Geschichte ist auserzählt, ich war bewegt und begeistert von der so berührenden und warmherzigen Erzählweise Susanne Abels. Und das wieder so gelungene Cover passt hervorragend zu Band 1. Von mir gibt es eine uneingeschränkte Leseempfehlung!
ein würdiger Nachfolgeband
" Stay away from Gretchen " war wohl ein absoluter Überraschungserfolg in der Bücherwelt und auch ich fand dieses Buch fantastisch. So war es für mich keine Frage, als dieser Nachfolgeband rauskam, ob ich ihn lesen möchte und was soll cih sagen, bei aller Skepsis, ob so ein Erfolg noch mal gelingen kann, muss ich zugeben, der Nachfolgeband steht dem Erstling in nichts nach. Man taucht genauso in die Geschichte ein, wie es bei dem ersten Buch der Fall war und die Themen, die hier angespochen werden, fand ich mehr als interessant. F A M I L I E, ein grosses Wort mit einer großen Bedeutung. Familie bedeutet mir alles, sagen viele Leute, das stimmt sicherlich, doch Familie kann man sich nicht aussuchen, das wird in diesem Buch, dass auf zwei Zeitebenen geschrieben ist, wieder sehr deutlich. Tom, den wir ja schon aus dem ersten Buch kennen, spielt hier wieder eine Rolle, genauso wie sein Vater, dem der Vergangenheitserzählstrang gewidmet ist. Diese beiden Erzählstränge erklären vieles, was das Verhalten der einzelnen Protagonisten angeht, zeigen aber auch immer wieder, wie wichtig es ist zu reden und die Wahrheit auf den Tisch zu legen. Ich möchte hier nicht näher auf den Inhalt eingehen, alles relevante kann man der Inhaltsangabe entnehmen. Was ich sehr gut fand war, dass die Geschichte nicht zu kurz kommt, sowohl die Vergangenheit mit dem Zweiten Weltkrieg und seinen Auswirkungen auf die Menschen , aber auch die neuere Vergangenheit, die in Tom`s Erzählstrang auch sehr gut beschrieben wird und immer spielen Kinder eine große Rolle. Für mich war dieses Buch wieder ein sehr gelungenes Leseerlebnis und ich hoffe für uns Leser, dass der Autroin die Geschichten nie ausgehen werden, denn sie hat einfach viel zu erzählen.
Gelungene Fortsetzung - Spannend und berührend
Das Buch "Was ich nie gesagt habe - Gretchens Schicksalsfamilie" von Susanne Abel ist die Fortsetzung des Debütromans der Autorin "Stay Away from Gretchen" und schließt die im ersten Buch begonnene Familiengeschichte ab. Das Buchcover ist in seiner Schlichtheit genau passend und sehr schön ausgewählt. Ein kleiner Kritikpunkt gilt dem Zusatztitel "Gretchens Schicksalsfamilie", der meiner Meinung nach überflüssig und auch nicht ganz passend ist (warum erkläre ich später). Ich vermute, man hat den Titel so gewählt, um deutlich zu machen, dass es sich um eine Fortsetzung handelt, von daher ist es in Ordnung.Wie bereits im ersten Roman begleiten wir den Nachrichtenmoderator Tom Monderath im Jahr 2016, dessen Leben sich gerade wieder langsam stabilisiert hat. Kürzlich erst hat er erfahren, dass seine mittlerweile an Alzheimer erkrankte Mutter Greta Monderath bereits vor ihm eine Tochter hatte, welche der jungen Frau in den Nachkriegsjahren entrissen wurde und somit auch eine Erklärung für ihre jahrelangen Depressionen. Nun stellt sich ihm plötzlich ein Unbekannter als sein Halbbruder väterlicherseits vor. Wieder taucht Tom, nicht ganz freiwillig, ein in lang gehütete Geheimnisse seiner Eltern und die Leserschaft erfährt nun mehr über Konrad "Konny" Monderath, Toms Vater. Das ist auch der Grund, warum ich cen Titel nicht zu 100% passend finde, denn während in Band 1 Gretas Vergangenheit im Mittelpunkt der Handlung stand, ist es nun Konrads Geschichte, die erzählt wird.Wie bereits in "Stay Away from Gretchen" springt der Erzählstrang in der Zeit hin und her. Zum einen verfolgen wir Toms Suche nach Antworten und erleben wie er mit den Lügen, Geheimnissen und teils erschreckenden Erkenntnissen über seine Familie hadert. Auf der anderen Seite lernen wir den kleinen Konrad kennen und begleiten ihn durch seine Kindheit in den 1930er Jahren, leiden mit ihm wegen seiner Verluste und kommen schließlich an den Punkt der Geschichte, wo sich die Lebenswege von Greta und Konrad treffen und langsam miteinander verwoben werden. Die Rückblenden führen uns nach und nach bis zu dem Zeitpunkt, als der junge Tom sein Elternhaus verlassen hat und Konrad stirbt. Es ist mitreißend wie Susanne Abel es schafft, die komplexe Lebensgeschichte der Familie Monderath über zwei Bücher hinweg zu erzählen und einzelne Handlungsstränge erst nach und nach miteinander zu einem Gesamtbild zu verweben. Am Ende ist alles erzählt, eine absolut runde Geschichte, die mich als Leserin bis zum Schluss gefesselt hat.Bedrückend sind die Schilderungen aus einem der dunkelsten Kapitel der Geschichte. Mit viel Fingerspitzengefühl, gründlicher Recherche und der notwendigen Klarheit widmet sich die Autorin sensiblen Themen, wie der Rassenhygiene während des Nationalsozialismus und auch wie diese Denkweise auch nach Ende des zweiten Weltkrieges noch in einigen Köpfen fortbestand. Dabei wirft sie ein Blick auf das Euthanasie-Programm der Nazis, auf Lebensborn-Kliniken, medizinische Experimente in Konzentrationslagern und der Eugenik.Ein weiteres großes Thema betrifft die Entwicklung der Gynäkologie in der Nachkriegszeit, vom Einsatz der Antibabypille, über Abtreinbungen bis zum großen Thema der künstlichen Befruchtung über Samenspenden.Während Leser*innen in den Rückblenden viel über die Beweggründe und Entscheidungen der jungen Erwachsenen im Deutschland nach 1945 erfahren, wird in der gegenwärtigen Zeit das Ausmaß dieses Handelns für die Kinder der Kriegsgeneration klar.Frau Abel verliert dabei nie das große Ganze aus dem Auge, spricht in viele wichtige Themen an und schafft es gleichzeitig eine großartige Geschichte zu erzählen.Mein Fazit: "Was ich nie gesagt habe - Gretchens Schicksalsfamilie" ist eine wunderbare Mischung aus historischer Aufarbeitung des Nationalsozialismus auf ganz persönlicher Ebene und zugleich eine berührende Familiengeschichte. Sie zeigt auf, wie sehr Lügen und Geheimnisse der Vergangenheit zur Belastung der folgenden Generationen werden können und macht deutlich wie wichtig es ist, offen miteinander umzugehen.
Familie kann man sich nicht aussuchen
Für mich ist es das erste Buch der Autorin, da mir beim Kauf nicht bewusst war, dass es sich um den zweiten Band einer Reihe handelt. Aber das war kein Problem, da man trotzdem alles versteht.Ich habe etwas lieber den Part in der Vergangenheit gelesen, da mir Konrad einfach sympathischer war als Tom. Zudem muss Konrad so viel aushalten als Vollwaise und ich fand die Kriegsgefangenschaft bei den Amerikanern sehr gut beschrieben. Irgendwie war mir gar nicht bewusst, dass man Gefangene mit in die USA genommen hat, um sie dort als Arbeitskraft zu nutzen. Ich kannte das immer nur von russischen Gefangenen.Die Autorin nimmt sich hier einem Thema an, von dem ich gar nicht wusste, dass es so früh bereits seine Anfänge fand. Carl Clauberg musste ich erstmal googeln, da ich von dem vorher noch nie etwas gehört hatte. Ich fand es unglaublich spannend, dass schon so früh Hilfe beim Kinderkriegen möglich war. Irgendwie dachte ich immer das sei ein Thema der heutigen Zeit.Gelungen fand ich zudem wie die Beziehung zwischen Jenny und Tom beschrieben wurde, denn es zeigt deutlich dass das auch Arbeit ist und nicht immer eitel Sonnenschein, erst Recht wenn es ein Baby gibt.Ebenfalls klasse war die Darstellung von Demenz durch die Figur Greta. Das hat sich für mich sehr schlüssig gelesen. Es muss schon hart sein, wenn sich die eigenen Eltern durch so eine heftige Erkrankung so stark verändern.Fazit: Eine tolle Geschichte in einer tollen Stadt. Klare Leseempfehlung.
Was bedeutet Familie eigentlich?
Nachdem ich den ersten Band "Stay away from Gretchen" regelrecht verschlungen habe, wollte ich natürlich Tom und Jenny bei ihrem Familienglück begleiten. Mir war nicht klar, dass man in derselben Familie so spannend nochmal Familiengeheimnisse aufdecken kann.In der Geschichte geht es um Fernsehmoderator Tom Monderath, der durch einen DNA- Test Gretas verlorene Tochter Marie in den USA wiedergefunden hat. Doch der Test hat Überraschungen parat, denn Tom scheint mehr Geschwister als nur Marie zu haben. Ist sein Vater in der Ehe fremdgegangen?Es ist einfach unglaublich wie die Autorin mit so viel Ideenreichtum nochmal eine spannende Geschichte erzählen kann, denn ich hatte wirklich Sorge, dass man nur nochmal auf den Erfolg des Erstlings aufspringen will, aber nein Toms Geschichte war wirklich noch nicht fertig erzählt und es war unglaublich toll die väterliche Seite mitverfolgen zu können.Wie bereits im ersten Buch wird zwischen den Zeiten gesprungen, denn in der Gegenwart begleiten wir Tom, in der Vergangenheit in erster Linie seinen Vater Konrad und auch Greta kommt immer wieder vor, so dass wir nun auch über deren Kennenlernen und Co Bescheid wissen.Mich hat lange gewundert warum Tom seinen Vater stets zu negativ in Erinnerung hat, denn mir war er hier sehr sympathisch. Erst als das große Geheimnis gelüftet wird, ist klar warum alle später sich so verhalten haben wie sie es taten.Zudem gelingt es Susanne Abel das Thema Alzheimer mitfühlend und verständlich dem Leser zu vermitteln.Auch diese Geschichte habe ich inhaliert und unglaublich gern gelesen. Zudem habe ich immense Lust bekommen, endlich mal Köln zu besuchen.Fazit: Steht dem tollen Vorgänger in nichts nach. Unbedingt lesen! Klasse!
Ein spannender Nachfolger
Im zweiten Teil rund um Familie Monderath geht es um Konrad oder auch Conny. Er ist der Vater von Tom, der schon vor einer Weile verstorben ist.Nach einer DNA Analyse hat sich plötzlich ein junger Mann namens Henk aus Holland bei Tom gemeldet, er sei sein Halbbruder. Als die zwei sich treffen, gibt es äußerlich keine Zweifel. Nach einer Weile werden weitere Personen gefunden, die mit der Analyse überein passen. Da wird es Tom zu viel, er muss unbedingt herausfinden, was sein Vater getan hat. Ist er wirklich so oft fremd gegangen oder steckt etwas ganz anderes dahinter? Nach einigen Recherchen findet Tom etwas heraus, mit dem er niemals gerechnet hat.Mit Begeisterung habe ich den ersten Teil über Gretchens Leben gelesen und war sehr gespannt auf den Nachfolger. Eigentlich habe ich damit gerechnet, dass es in diesem Buch mehr über Konrads Leben während und direkt nach dem zweiten Weltkrieg geht. Dies wurde recht kurz angeschnitten, es geht dann recht schnell um die Zeit in der er Greta kennen lernt und sie auch trotz aller Tiefen heiratet. Die Sprünge zwischen der Vergangenheit und der jetzigen Zeit, in der Tom versucht mehr über seinen Vater herauszufinden sind gut gemacht. Nicht unübersichtlich oder störend, wie ich es bei anderen Büchern schon empfand. Ich finde es mega interessant und sehr gut gelungen, wie die Autorin die Vergangenheit und Gegenwart zusammen führt.Ich hab mit Tom gelitten, als es ihm zu viel wurde und habe mich über die Höhepunkte mit ihm gefreut. Beim Vorgänger empfand ich Tom noch als sehr egoistisch, das hat sich komplett geändert. Außerdem gefällt es mir, wie er zum Familienmensch wurde. Einen weiteren Pluspunkt gibt es dafür, dass er die Toten Hosen hört ?Helga habe ich bei „Stay away from Gretchen“ schon ins Herz geschlossen. Sie spricht aus, was sie denkt, das finde ich gut. Gretas Demenz wird immer schlimmer, das merkt man in diesem Teil deutlich.Jenny und ihr Carlchen sind goldig und ich finde die Beziehung die sie und Tom haben echt schön.Henk, Toms neuer Bruder ist echt cool aber manchmal auch bisschen hinterlistig.Die Vergangenheit von Toms Pap, Konrad ist nicht leicht zu ertragen und er tat mir beim Lesen leid. Das Verhalten von manchen Personen während bzw. Nach dem zweiten Weltkrieg ist für mich erschreckend und diese Geschichte zeigt wieder, wie die Nazis gehandelt haben. Ich kann dies überhaupt nicht nachvollziehen, wüsste aber auch nicht wie ich diesen Zeiten gehandelt hätte.In meinen Augen ist eine Aussage von dieser Geschichte ist, dass man sich nicht immer in Schweigen hüllen darf. Manches muss einfach ausgesprochen werden, weil es sonst vielleicht zu spät sein wird.
Empfehlenswert trotz kleiner Schwächen
Wer den ersten Band gelesen hat, der kann es sicher kaum erwarten, die Fortsetzung zu lesen.Ganz so begeistert wie meine Vorredner bin ich allerdings nicht. Leider werden doch einige Themen aufgegriffen, die schon in anderen Romanen ausführlich behandelt wurden, wie hier z.B. Euthanasie.Mir kommt der Roman in dieser Beziehung ein wenig zu stereotyp daher.Trotz dieser Kritik ist es aber ein unterhaltsames und gut geschriebenes Buch. Mir gefällt, wenn Geschichte in Verbindung mit Familienschicksalen erzählt wird. Das ist hier auf jeden Fall gelungen umgesetzt worden.Das erste Buch habe ich regelrecht verschlungen. Der zweite Teil ist leider nicht ganz so spannend. Wer auf Unterhaltung Wert legt, macht keinesfalls einen Fehler mit dem Kauf des Buches.Mein Fazit: für Leser des ersten Teils auf jeden Fall empfehlenswert.
Pressestimmen
Eine seltene literarische Perle. Die Geschichte von Toms und Gretchens Familie sollte Schullektüre w...erden! , mehr weniger
Andreas Wallentin und Christine Westermann, 01.07.2022
Mitreißend.
01.07.2022
Interessant, eindringlich, warmherzig.
24.06.2022
Teilweise erzählt Susanne Abel die gleichen Szenen wie im ersten Roman – nur aus einer anderen Persp...ektive. Das macht einen Reiz eines neuen Buches aus, das erneut exzellent recherchiert ist, historisches Geschehen aufgreift und gekonnt in einen Roman verwandelt. mehr weniger
Welf Grombacher, 22.06.2022
Susanne Abel erzählt eine ergreifende Geschichte aus einer grauen Vergangenheit.
01.07.2022
Eine berührende Geschichte über Liebe, Verlust, zweite Chancen und die Sprengkraft des Schweigens.
29.06.2022