Authentisch, eindringlich, emotional – Toms und Gretchens Geschichte geht weiter!
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Was ich nie gesagt habe
Nach dem Nr. 1-SPIEGEL-Bestseller ›Stay Away From Gretchen‹ nun der zweite Roman der Ausnahmeautorin
Tom Monderath ist frisch verliebt: Mit Jenny erlebt er die glücklichste Zeit seines Lebens. Bis er durch Zufall auf seinen Halbbruder Henk stößt, der alles über ihren gemeinsamen Vater wissen will. Doch Konrad starb vor vielen Jahren und seine demente Mutter Greta kann Tom nicht befragen. Als sich weitere Halbgeschwister melden, wird es Tom zu viel. Jenny und Henk hingegen folgen den Spuren Konrads. Selbst fast noch ein Kind, kämpfte Toms Vater im Krieg, geriet in amerikanische Gefangenschaft, bevor er in den späten 40er-Jahren nach Heidelberg kommt. Dort verliebt er sich Hals über Kopf in die junge Greta, nicht ahnend, dass ein Geheimnis aus der dunkelsten Zeit des Nationalsozialismus ihre gemeinsame Familie ein Leben lang begleiten wird ...
Ein spannender und berührender Roman über Liebe, Verlust, zweite Chancen und die Sprengkraft des Schweigens – sowie über trügerische Gewissheiten und die Frage, was Familie zusammenhält.
»Abel schreibt unterhaltsame, sogar humorvolle Romane aus dem Elend, in das wir alle hineingeboren werden, ohne es uns aussuchen zu können. Chapeau!« Stern
»Eine seltene literarische Perle. Die Geschichte von Toms und Gretchens Familie sollte Schullektüre werden!« WDR
Alle Bände der ›Gretchen‹-Reihe:
Band 1: Stay away from Gretchen – Eine unmögliche Liebe
Band 2: Was ich nie gesagt habe – Gretchens Schicksalsfamilie
Lesen Sie auch »Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104«, den berührenden neuen Roman von Susanne Abel über die lebenslange Liebe zweier Heimkinder.
Bibliografische Daten
9. Auflage
Susanne Abel
Susanne Abel arbeitete als Erzieherin und realisierte nach ihrem Filmstudium als Regisseurin zahlreiche Dokus für das deutsche Fernsehen. Seit 2017 konzentriert sie sich ganz auf das Schreiben. Ihr gefeiertes Romandebüt ›Stay away from Gretchen‹ stürmte bis an die Spitze der SPIEGEL-Bestsellerliste und war ein sensationeller Erfolg, genau wie sein Nachfolger ›Was ich nie gesagt habe‹. Die gebürtige Badenerin lebt nach Stationen in Bochum, Berlin und Hamburg überwiegend in Köln.
5 - 10 von 134 Leserstimme
Der zweite Teil der Familiengeschichte
Nachdem im ersten Band um Tom Monderath dessen Mutter und ihre Lebensgeschichte beleuchtet wurde, geht es in diesem Buch nun um Konrad, Toms Vater. Durch seinen Halbbruder Henk gerät das Interesse von Tom immer mehr in die Richtung seines Vaters und dessen Lebensgeschichte, woher er kam, wie seine Familienverhältnisse waren und wie sich alles zugetragen hat. Parallel dazu wird Konrads Vergangenheit erzählt, sodass der Leser sowohl im Hier und Jetzt als auch zur damaligen Zeit präsent ist und stets Bescheid weiß, was sich zugetragen hat.Das erste Buch hat mir bereits sehr gut gefallen und auch das zweite hat meine Erwartungen vollends erfüllt. Vielleicht fand ich die Geschichte um Gretchen ein bisschen spannender und abwechslungsreicher, doch hat mich dieses Buch dennoch mitgerissen. Auch die Geschehnisse der heutigen Zeit um Tom und Jenny sowie den neuentdecken Halbbruder Henk sind sehr interessant und stets brisant geschrieben.Ob es auch noch einen dritten Teil geben wird?
Erschütternde Fortsetzung
Zum Inhalt:Tom ist glücklich mit Jenny vereint und kommt so langsam wieder auf die Beine. Mittlerweile hat er einen guten Kontakt zu Gretchens erstem Kind, seiner Halbschwester und deren Vater Bob. Um sie zu finden, hatte sich Tom in einem Ahnenforschungsportal mit seiner DNA angemeldet. Überraschend erhält er eine Nachricht von Henk van Dongen, der ihm mitteilt, dass er sein Halbbruder ist und sie den gleichen Vater haben und es noch weitere Halbgeschwister gibt. Ist das möglich? Hatte Toms Vater ein Doppelleben? Zu gern hätte er seinen Vater zur Rede gestellt, doch dieser ist vor 20 Jahren verstorben. Jenny und Henk recherchieren die damaligen Ereignisse und kommen dabei einer Ungeheuerlichkeit auf der Spur, die keiner so leicht verkraften kann.Meine Meinung:Was für ein Buch – was für eine Geschichte. Befürchtete ich erst, nach „Stay away from Gretchen“ kommt ein seichter Abklatsch, aber nein, Susanne Abel hat für mich wieder mal eine unglaubliche Geschichte weiterentwickelt. Dieses Mal steht Konrad, Gretchens Mann im Mittelpunkt des Geschehens und wir erfahren seine Lebensgeschichte. Diese Rückblenden in die Vergangenheit sind sehr aufwühlend, spannend und wendungsreich erzählt. Dabei werden geschichtliche und gut recherchierte Fakten eingebunden, angefangen von der NS-Euthanasie, die Propaganda der NS und ihre Folgen, den Krieg und die Bombardierung deutscher Städte, der Kriegsgefangenschaft in Amerika und der Kinderwunschbehandlung. Ich lernte Konrad immer näher kennen und erlebte mit ihm, wie er versucht zusammen mit Gretchen ein neues Leben aufzubauen. Mit dabei sein Onkel Dr. Heinrich Pütz.Je mehr man erfährt und zusammen mit dem ersten Buch, umso mehr kann man Tom, Gretchen und Konrad in ihrer Art verstehen. Konrad empfand ich als Mann, der voller Liebe, aber etwas ängstlich versucht seine Familie zu beschützen, dabei aber auch gravierende Fehler macht. Die Autorin zeigt auf, wie sehr ein Krieg und ein brutales Regime nachwirken. Wie viel unausgesprochen bleibt und belastet, es nicht verarbeitet wird oder werden kann. Ich konnte dieses Buch nicht aus der Hand legen, obwohl es mich stellenweise zutiefst erschüttert und berührt hat. WICHTIG, bitte auch das Nachwort lesen.Fazit: Eine ergreifende und fesselnde Fortsetzung. Für mich ein Highlight in diesem Lesejahr.
Ein nicht alltägliche Familiengeschichte
Ich kenne den ersten Teil noch nicht, werde ihn auf jeden Fall noch lesen, denn diese Geschichte um Tom Monderath, der als Ankermann eines Nachrichtensenders eine Auszeit braucht. Er hat sich in Jenny, eine Kollegin, die nicht in sein bisheriges Beuteschema passt, verliebt und teilt seine Tage mit ich und ihrem kleinen Sohn Carl. Da taucht der Holländer Henk auf, der nach seiner DNA sein Bruder ist. So kommt es, dass Tom nach Informationen zu seinem Vater sucht. Leider ist seine Mutter Greta inzwischen an Alzheimer erkrankt und kann ihm keine Hilfe sein. In der Rückblende lesen wir von Vater Konrads Kindheit und Jugend während der NS-Zeit und von seiner Familie, die alle zusammen auf den berühmten Melaten-Friedhof liegen.Die Geschichte um Kinder, die durch eine Samenspende gezeugt wurden, ist auch eine Familiengeschichte und eine Geschichte der Stadt Köln, die im 2. Weltkrieg sehr zerstört wurde. Vieles wird nicht gesagt und durch dieses Schweigen erhöht sich die Dramatik zwischen den handelnden Personen.Ich empfand die Geschichte sehr spannend und gut recherchiert. Obwohl Onkel Drieckes in den 1960 Jahren schon der der Spielbank Hohensyburg spielt, die erst 1985 eröffnet wurde. Aber das ist auch wirklich nebensächlich für die eigentliche Geschichte. Die Geschichte wird meist aus Sicht von Tom, aber nicht in der Ich-Form erzählt. Nur hin und wieder gibt es einen Perspektivwechsel und wir erfahren zum Beispiel die Beweggründe von Jenny, die sich nicht abhängig machen will.
Endlich wieder Gretchen!
Das erste Buch der Gretchen-Geschichte bekam ich aus Zufall - diesen zweiten Teil las ich ganz bewusst und freute mich im Vorhinein schon sehr darauf!Was soll ich sagen: Ich wurde nicht enttäuscht!Vom tollen, leicht zu lesenden Schreibstil mal ganz abgesehen ist die Handlung dieser Bücher einfach so gut überlegt, toll strukturiert und dennoch nicht komplett vorhersehbar oder gar langweilig.Gretchen als Figur möchte ich im Kosmos der Bücher nicht mehr missen - sie steht im Mittelpunkt und doch steht sie es nicht. Sie ist nahbar und fern zugleich. Und: Sie macht es Lesenden leicht, ihre Geschichte zu verstehen.Alles in allem habe ich dieses Buch wirklich gerne gelesen, es ist keine total leichte Kost, aber dennoch "gut lesbar" und vor allem: eine tolle Geschichte mit gut aufgebauten Charakteren und ein unfassbar gutes Gesamtkonzept!
Gelungene Fortsetzung; TW: u. a. Krieg, Ableismus, Euthanasie, Antisemitismus, Depressionen
INHALT:Tom Monderath ist seit Jahren Nachrichtensprecher im deutschen Fernsehen.Doch vor 12 Wochen hatte er live einen Schwächeanfall gehabt. Gar von einer „Panikattacke“ war in der „Bild“ die Rede gewesen, woraufhin er erst einmal Sonderurlaub einreichte.Er ist nicht krank! Es geht ihm nicht schlecht!Und trotzdem muss Tom zugeben, dass er lange Zeit nur für die Arbeit und seine Karriere gelebt hatte. Bis er sich in Jenny verliebte.Ja, Jenny und ihr vierzehn Wochen alter Sohn Carl bedeuteten ihm mittlerweile wirklich alles! Der Kleine war wie ein eigener Sohn für ihn.Er selbst hatte keine gute Beziehung zu seinem strengen Vater Konrad gehabt. Doch warum eigentlich? Wie gerne würde er noch einmal mit ihm sprechen, um ihn besser zu verstehen. Doch seinen Herzinfarkt hatte er nicht überlebt…Als Tom seinen Halbbruder Henk kennenlernt, kommt in ihm alles wieder hoch. Gemeinsam begeben sie sich auf die Suche nach Konrads Vergangenheit, welcher im Krieg kämpfen musste, seine Familie verlor, in Gefangenschaft geriet und sich anschließend in Heidelberg in Greta verliebte.Toms Mutter Greta hat Alzheimer und kann ihrem Sohn nicht mehr viel von damals erzählen.Als plötzlich weitere Halbgeschwister auftauchen, werden Tom und Henk stutzig. Was hat es mit ihnen auf sich und welches dunkle Geheimnis aus der NS-Zeit umgibt die Familie?MEINUNG:Nachdem ich vom vorherigen Band so begeistert war, war ich auf den Nachfolger sehr gespannt, die Messlatte hing hoch.Es hat nicht lange gedauert und schon war ich mitten in den Geschehnissen des Buches angekommen, obwohl ich die Ereignisse aus dem ersten Teil nicht mehr komplett auf dem Schirm hatte. Doch mit der Zeit erinnerte ich mich immer mehr daran und würde dazu raten, Band 1 zu lesen, bevor man sich diesem Band widmet, um die Hintergründe besser zu verstehen.Während es im ersten Band neben Tom, vor allem um Gretas Vergangenheit geht, widmet sich die Fortsetzung besonders der Geschichte von Konrad und beleuchtet Toms Suche nach der Wahrheit. Tom möchte endlich mehr über seine Wurzeln in Erfahrung bringen, auch um sein eigenes Leben besser zu verstehen. Doch was er herausfindet, schockiert ihn zutiefst…Einfühlsam beschreibt die Autorin, wie Toms Vater damals jung seinen eigenen Vater verloren hat und welche schrecklichen Szenarien er im Zweiten Weltkrieg erleben musste. Diese Schilderungen haben mich besonders betroffen gemacht und ich habe sehr mit Konrad mitgefühlt.Auch wie während des Nationalsozialismus mit Behinderung, „unwertem“ Leben, Juden, usw. umgegangen wurde, fand ich hier eindrücklich beschrieben und ich musste ein paar Lesepausen einlegen, da manches ziemlich schrecklich war.Außerdem wurde mir nochmals richtig bewusst, wie Kindern damals an jeder Ecke und bei jeder Gelegenheit, die Werte und Ansichten der Nationalsozialisten vermittelt wurden und das schon beim Spielen der Kleinsten. Egal ob beim „Führer-Quartett“, beim Brettspiel „Durch Kampf zum Sieg“, oder der Steiff-Puppe in brauner SA-Uniform.Und auch das Familiengeheimnis (auf welches ich leider nicht näher eingehen kann, ohne zu spoilern), fand ich thematisch sehr interessant!Meine einzigen Kritikpunkte sind folgende:Tom blieb mir persönlich etwas zu fern. Bei ihm konnte ich nicht so mitfühlen, wie z. B. mit seinem Vater Konrad.Zudem war es mir stellenweise etwas zu viel Handlung auf einmal. Aber das ist Geschmackssache.FAZIT: Für mich war dies eine gelungene Fortsetzung, die ich vor allem auch thematisch sehr interessant fand! Vielleicht wirkte das Buch etwas vollgestopft an Handlung, und Tom blieb mir etwas zu fern. Dafür fand ich die Geschichte seines Vaters sehr spannend und tragisch. Von mir gibt es 4-4,5/5 Sterne! Und (unter Beachtung der Triggerwarnung) auch eine Leseempfehlung!(TW: u. a. Krieg, Ableismus, Euthanasie, Antisemitismus, Depressionen)
fulminante Fortsetzung
"Stay away from Gretchen" war eines meiner Lesehighlights des letzten Jahres. Sehr gespannt habe ich mich an die Fortsetzung gemacht. Diese schließt tatsächlich fast nahtlos an und man ist sofort wieder mitten drin im Familienleben von Tom und Greta. Und diesmal ist Dreh- und Angelpunkt Vater Konrad und sein dramatisches Leben.Wer den ersten Band von Susanne Abel kennt weiß, mit welch warmherziger und empathischer Feder auch dieses Buch wieder geschrieben ist. Dabei führt sie uns weit in die Vergangenheit und beginnt bei der Kindheit und Jugend von Konrad. Nach und nach wird für den Leser dessen Schicksal aufgedröselt. Zwischendrin können wir mitverfolgen, wie Tom in der Gegenwart erfährt, wo seine Wurzeln sind und warum sein Vater zu dem Menschen geworden ist, mit dem er doch so große emotionale Schwierigkeiten hatte.Wer Familiengeschichten mit Tiefgang und Gefühl und Verstand sucht, der ist hier mal wieder goldrichtig. Eine tolle Autorin ist das.Und lobend muss ich auch das schöne Cover erwähnen, dass hervorragend zur Geschichte und zum anderen Buch passt. Bitte bald mehr von Frau Abel. Ich freu mich drauf.
Ruhelos
Nachdem Tom endlich etwas Licht in das Dunkel des früheren Lebens seiner dementen Mutter gebracht hat, zieht nun das nächste Beben durch sein Leben. Durch Zufall stellt sich heraus, dass Tom einen Halbbruder hat und wenig später ergibt sich, dass es nicht bei dem einen bleiben wird. Welch ein Mensch war sein Vater, der bereits vor über 20 Jahren verstorben ist? War er wirklich ein untreuer, gewissensloser Ehemann? Warum gab es dann in Toms Jugend nur noch Schweigen zwischen ihm und seinem Vater? Tom möchte die jetzt hereinbrechende Lawine an Antworten aufhalten, doch seine Freundin startet zusammen mit seinem Halbbruder eine umfassende Recherche, deren Ergebnisse keiner von ihnen jemals richtig verkraften wird.Wer den 1.Teil dieser ergreifenden Familiengeschichte gelesen hat, bekommt sofort wieder Anschluss im Leben der Hauptfiguren. Tom ist nach wie vor ein egoistischer Typ, der ein selbstzerstörerisches Leben führt, nur selten mit Rücksicht auf die Menschen, die ihn lieben. Wenn man sich noch im 1.Teil gefragt hat, warum dieser Mensch so ein Leben führt, bekommt man jetzt in diesem Teil der Geschichte die Antwort und alles fügt sich zu einem verständlichen Bild, so dass man sogar für diesen Egomanen Verständnis aufbringen kann. Die Autorin hat auch in diesem Buch wieder einen Teil deutscher Geschichte hervorgeholt, dessen sich kaum jemand bewusst ist bzw niemand diese Hintergründe vermutet. Teilweise hatte ich beim Lesen parallel mein Tablet in der Hand, um entsprechend gleich erwähnte Personen und geschichtliche Abläufe ausführlicher nachlesen zu können. Oftmals hat es mir die Sprache verschlagen und ich beginne, manches mit anderen Augen zu sehen. Ich möchte nicht zu viel verraten. Vielleicht vermutet man jetzt einen trockenen Historienschinken - auf keinen Fall, Susanne Abel erschlägt den Leser nicht unter einem unfassbaren Brocken, sondern Schritt für Schritt öffnet sich der Vorhang in die Vergangenheit, zwar oftmals atemlos und kaum begreifend, aber alles ist zu verkraften und man wird dieses Buch nachdenklich und mit einem beträchtlichen Teil an neuem Wissen schließen und hoffen, bald wieder so ein unglaublich ergreifendes Buch von ihr in den Händen halten zu können. Ein Markenzeichen der Autorin sind die phantastischen Übergänge zwischen den einzelnen Kapiteln - auch wenn es ständig wechselt zwischen Neuzeit und Vergangenheit, so hat man durch diese teils sehr witzigen Übergänge das Gefühl, die gesamte Geschichte hängt an einem Faden. Ich liebe diesen Stil. Für mich schon jetzt das Buch 2022! Das Cover bringt unverwechselbare Ähnlichkeit zum 1.Teil mit und der aufmerksame Leser wird sofort erkennen, was er hier vor sich hat. Absolut empfehlenswert!
Gelungene Fortsetzung
Tom, Gretas Sohn, ist ein bekannter Fernsehmoderator und nach einem Zusammenbruch im Fernsehen schon gut vier Monate zu Hause. Er ist relativ frisch in eine Kollegin verliebt und beginnt, sein Leben zu ändern, als er mehr durch Zufall erfährt, dass er einen Halbbruder in Holland hat. Er heißt Henk und möchte alles über ihren gemeinsamen Vater Konrad wissen. Doch Tom kann ihm nicht wirklich weiterhelfen, denn der Vater ist bereits einigen Jahre tot und vorher hatte Tom sich mit ihm zerstritten. Auch seine Mutter Greta kann nicht berichten, denn sie ist seit gut zweieinhalb Jahren an Alzheimer erkrankt. Die Suche nach der Vergangenheit wird schwierig…Das erste Buch, die Geschichte um Greta, war wunderbar und berührend. Es ist schwierig, nach einem solchen Buch einen etwa gleichwertigen Nachfolger zu schreiben. Doch der Autorin ist das, scheinbar mühelos, gelungen. Dabei wiederholt sie nicht einfach die Geschichte, sondern erzählt sie aus einer komplett anderen Perspektive und aus Sicht der sozusagen angeheirateten Familie von Greta. Dabei werden wieder viele wichtigen Themen angesprochen und trotzdem hat man nie das Gefühl, belehrt zu werden. Auch hier berührt die Geschichte wieder sehr. So gesehen kann ich das Buch absolut nur empfehlen. Wenn ich mir etwas wünschen dürfte, würde ich jetzt gern noch die Geschichte der ersten Tochter von Greta, Marie, lesen wollen.
"Nicht alle dunklen Ecken brauchen Licht"
Susanne Abels Fortsetzungsroman:" Was ich nie gesagt habe Gretchens Schicksalsfamilie"deckt, wie schon der Titel sagt, Hintergründe auf.Die Lebensgeschichte von Tom Monderaths Vater bildet eine Leitlinie, aber es öffnen sich viele Facetten einer Familiengeschichte, welche jeweils einzeln für sich spricht und doch alles wieder zusammenfließen lässt.Man steigt in der Gegenwart ein, erlebt eine fast skurrile Szene nachts auf einem Kölner Friedhof mit Tom und Henk, seinem bisher unbekannten Bruder, stürzt dann von dort in die Tiefe der Biographie des Vaters und seiner Familie.Ein Geheimnis nach dem anderen lüftet sich und das Zitat "Nicht alle dunklen Ecken brauchen Licht" bewahrheitet sich sehr.In der Rahmenhandlung trifft man auf Greta, die demenzerkrankte Mutter Toms, auf Helga, die Gute Fee der Familie und vor allem auf die Liebe mit Jenny und ihrem Sohn Max. Sie verändern Toms Sichtweise vom Leben immer mehr und lassen dann den Leser wieder in der Gegenwart ankommen.Susanne Abels Schreibstil ist schlüssig, der Wechsel von Vergangenheit und Gegenwart immer angepasst.Ein fast totgeschwiegenes Thema, hallt noch lange nach. Ein Lesevergnügen, welches mit viel Herz, auch mit Schmerz, Aha-Effekten aber auch mit Entsetzen gefüllt ist.Das Buch ist absolut weiterzuempfehlen.
Spannend
Ich war sehr gespannt auf das Buch - obwohl oder weil ich den ersten Band noch nicht gelesen hatte obwohl ich viel Gutes darüber gehört hatte. Mein Faszit: Man kann das Buch auch ohne das Vorwissen lesen - ich werde es dennoch nachholen, weil ich das Gefühl hatte, dass mir manches doch durch die Lappen geht und ich noch tiefer eintauchen könnte, wenn ich Teil eins kennen würde. Ansonsten ist die Geschichte in zwei Zeitstränge geteilt und dadurch auch zwei Geschichten - die von Tom (und Jenny) und die von Konrad (und Greta), die jedoch gut miteinander verwoben sind und man immer wieder darauf wartet, dass der andere Strang weitergeht. Die Sprache ist sehr eingängig, so dass man wirklich auch gut drüber bleiben kann. Von Zeit zu Zeit habe ich beim Lesen dennoch eine Pause gemacht, weil ich gedanklich dem Gelesenen noch ein bisschen nächhängen wollte.
Pressestimmen
Eine seltene literarische Perle. Die Geschichte von Toms und Gretchens Familie sollte Schullektüre w...erden! , mehr weniger
Andreas Wallentin und Christine Westermann, 01.07.2022
Mitreißend.
01.07.2022
Interessant, eindringlich, warmherzig.
24.06.2022
Teilweise erzählt Susanne Abel die gleichen Szenen wie im ersten Roman – nur aus einer anderen Persp...ektive. Das macht einen Reiz eines neuen Buches aus, das erneut exzellent recherchiert ist, historisches Geschehen aufgreift und gekonnt in einen Roman verwandelt. mehr weniger
Welf Grombacher, 22.06.2022
Susanne Abel erzählt eine ergreifende Geschichte aus einer grauen Vergangenheit.
01.07.2022
Eine berührende Geschichte über Liebe, Verlust, zweite Chancen und die Sprengkraft des Schweigens.
29.06.2022