Nina: bald fünfzig, geschieden, Mutter von zwei Kindern. Ihren Zustand beschreibt sie so: leichte Aggressionen, aufkommender Zynismus, Brustspannen. Doch dann verliebt sie sich in den zwanzig Jahre jüngeren David und bringt damit ihre fragile Lebenskonstellation ins Wanken.
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Zwei vernünftige Erwachsene, die sich mal nackt gesehen haben
Nina: bald fünfzig, geschieden, Mutter von zwei Kindern. Ihren Zustand beschreibt sie so: leichte Aggressionen, aufkommender Zynismus, Brustspannen. Nicht, dass sie ihrem Ex die Ehe mit der jungen Influencerin und »Zwillings-Mama« missgönnen würde, ihr sind lediglich einige Details aufgefallen, die in ihrem Kopf herumgeistern: ihre Anderthalb-Zimmer-Wohnung im Vergleich zur repräsentativen Villa ihres angeblich bankrotten Ex beispielsweise. Doch dann geschieht, was Nina nicht glauben will: Sie verliebt sich in den zwanzig Jahre jüngeren David und bringt damit ihre fragile Lebenskonstellation ins Wanken. Denn jeder hat eine Meinung dazu, inklusive sie selbst, und wenn sie glücklich werden will, muss sie ihr Leben neu aufrollen.
Bibliografische Daten
1. Auflage
Anika Decker
Anika Decker, geboren 1975 in Marburg, arbeitet als Drehbuchautorin und Regisseurin in Berlin. 2007 gelang ihr mit ihrem sensationellen Drehbuchdebüt Keinohrhasen der Durchbruch. 2015 debütierte sie als Regisseurin, der Film Traumfrauen, nach eigener Vorlage, war eine der erfolgreichsten Kinoproduktionen des Jahres. Ihre zweite Regiearbeit High Society eroberte Platz eins der Kinocharts. Anika Deckers Romandebüt Wir von der anderen Seite stand wochenlang auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. Auch ihr aktueller Roman Zwei vernünftige Erwachsene, die sich mal nackt gesehen haben stand monatelang auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. Die Hörfassung war sieben Monate in den Top Ten von Audible.
1 - 10 von 120 Leserstimme
Modernes Märchen
Mir hat dieses Buch sehr viel Spaß beim Lesen gemacht. Nicht selten hat man sich selbst bei einigen Gedanken wieder gefunden. Außerdem macht es Hoffnung, dass ein Neuanfang jeder Zeit möglich sein könnte, auch wenn man schon jenseits der 40 ist. Es ist wie ein langer Abend mit der besten Freundin, die drei Gläser Wein zu viel hatte: ehrlich, manchmal peinlich, aber verdammt lustig. Anika Decker schreibt über das Älterwerden, ohne den Zeigefinger zu heben. Stattdessen gibt es herrlich zynische Beobachtungen über die Fernsehwelt und die Macken der Generation 40+.Besonders stark ist die Dynamik zwischen Nina und David. Typische Klischees werden umschifft und stattdessen zwei Menschen gezeigt, die sich einfach guttun, auch wenn die Welt um sie herum (und Nina selbst) ständig dagegenfeuert. Fazit: Auch eine Frau kann einen jüngeren Mann finden, der es ernst meint.
Intrigenpolitik
Alles okay, Nina ist wirklich fein damit, dass ihr Ex-Mann mit seiner wesentlich jüngeren neuen Frau Zwillinge hat. Auch dass er in der Villa lebt und sie selbst in einer kleinen Wohnung. Ihre eigenen Kinder sind ihr ganzer Stolz und gehen so langsam ihren Weg. Aber soll das mit fast fünfzig Jahren wirklich alles gewesen sein? Dann lernt Nina den etliche Jahre jüngeren David kennen. Wenn sie nicht schon aus dem Alter raus wäre, könnte sie annehmen, sie ist verliebt. Mit einem so viel jüngeren Mann kann das natürlich nicht gutgehen. Und in Ninas Firma wollen die alten weißen Männer ihre Machtposition behalten.Schon als Jugendliche hat sich Nina um ihre jüngere Schwester Lena gekümmert. Nicht immer sind die beiden einer Meinung, aber irgendwie raufen sie sich doch meist zusammen. Ein wenig neidisch ist Nina schon, weil Lena alles hat, was Nina verloren hat. Jedenfalls sieht es so aus. Gerade jetzt beschäftigt sich Nina auch damit, was ist, wenn es ihrer Mutter mal nicht mehr so gut geht. Gerade jetzt nach einem kleinen Unfall der Mutter, merkt sie, dass das schneller kommen kann als gedacht. In Ninas Firma spielen sich eigenartige Szenen ab, die ihr sehr zu denken geben. Bei allem, was auf sie einströmt, geraten die Gedanken an David fast ins Hintertreffen.Dieses Hörbuch wird vorgetragen von Katja Riemann und Anna Maria Mühe. Dabei bringt die leichte angezickte Selbstironie von Katja Riemann eine große Lebendigkeit und die Kühle von Anna Maria Mühe einen angenehmen Gegensatz. Gerade der Gegensatz macht den Vortrag komplett. Das Buch ist vor ungefähr einem Jahr erschienen und wegen des relativ langen und bunt gestalteten Titels aufgefallen. Wie so oft, gibt es einfach zu viele ansprechende Veröffentlichungen, so dass es der Nominierung für den deutschen Hörbuchpreis bedurfte, sich den Titel in Erinnerung zu rufen. Gerade die Interpretation durch die beiden Sprecherinnen gibt dem Roman noch eine zusätzliche positive Komponente. Auch die Thematik einer etwas älteren Frau, die einen jüngeren Mann kennenlernt, ist gut gewählt. Denn es ist leider immer noch so. Ein älterer Mann mit einer jüngeren Frau gilt als toller Hecht. Im umgekehrten Fall jedoch scheint man sich eher zu fragen, wie eine Frau sich das herausnehmen kann. Da sollte die Gesellschaft noch lockerer werden. Auch bei den Vorgängen in Ninas Firma kann man manchmal kaum glauben, dass die meist männlichen Vorgesetzten noch nicht weiter sind. Wobei, gemessen an aktuellen Veröffentlichungen und den Reaktionen darauf und dem Lauf der Welt insgesamt, muss man sich schon fragen, weit rückwärts die Entwicklung noch gehen soll. Da ist die durchaus humorvolle Aufarbeitung im vorliegenden Roman eine erfrischende Abwechslung. Beim Zuhören kann man sich ein wenig erholen und hoffen, das doch noch alles gut wird.4,5 Sterne
Bissig und richtig gut
Dieses Hörbuch ist voll gepackt mit großen gesellschaftlichen Themen und hätte sicherlich auch genug Material für zwei Bücher geboten. Dennoch gelingt es der Autorin gut, die verschiedenen Aspekte gut miteinander zu verbinden. Es geht um Mutterschaft, Beziehung, Ehe, den gesellschaftlichen Blick auf Frauen und Männer, den Umgang mit Frauen in der Filmbranche…Im Zentrum stehen zwei Schwestern. Nina, fast 50, geschieden, die sich mit ihrem neuen Leben und der jungen, neuen Frau ihres Ex-Mannes arrangieren muss. Und Lena, verheiratet mit zwei Kindern und dem intensiven Drang irgendwie dazu zu gehören und das perfekte Familienleben zu leben.Erzählt wird bissig, mit viel Humor, Ironie und Zynismus. Und so wird man durch dieses Buch gezogen, fühlt sich ertappt oder nickt bestätigend. Dennoch tue ich mir mit dem Begriff „unterhaltsam“ schwer, denn er wird dem Buch meiner Meinung nach nicht gerecht. Hier geht es um mehr als eine humoristische Unterhaltung für zwischendurch. Schaut man nämlich vorbei an der Komik, geht es hier um richtig ernste Themen und gerade bei dem Handlungsstrang rund um die Filmproduktionsfirma und deren Umgang mit den Vorwürfen junger Frauen, bleibt einem das Lachen im Hals stecken. Nicht zuletzt, da man weiß, dass die Autorin die Branche kennt und wir uns hier sicherlich nah an der Realität bewegen.Das Hörbuch wurde ganz wunderbar eingelesen von den zwei Schauspielerinnen Katja Riemann und Anna Maria Mühe. Ich kann mir nicht vorstellen, wie man es besser hätte machen können. Die beiden haben mich von Anfang an überzeugt und das Hörbuch zu einem tollen Erlebnis gemacht.Dieses feministische Hörbuch bietet viel zum Lachen, aber auch zum Nachdenken und bohrt den Finger tief in große gesellschaftliche Wunden. Von mir gibt es eine klare Hörempfehlung.
Besser als der Titel vermuten lässt
Nina wird bald fünfzig. Die Mutter zweier erwachsener Kinder ist geschieden und wohnt in einer kleinen Wohnung, nachdem sie sich von ihrem Ehemann samt der Villa im gehobenen Bereich getrennt hat. Dieser bewohnt nun die Villa mit seiner neuen Frau, einer jungen Influencerin und Zwillings-Mama. Zunächst ist Nina nicht wirklich unzufrieden mit ihrem Leben, aber auch nicht wirklich zufrieden. Als sie sich in den zwanzig Jahre jüngeren David verliebt, weiß sie nicht so recht, was sie davon halten soll. Ihre Umwelt weiß es dafür umso besser…Mit ihren fast fünfzig Jahren ist Nina an einem Punkt, an dem sie ein Fazit für ihr Leben zieht. Trotz einiger Kleinigkeiten scheint sie im wesentlichen mit sich selbst und ihrem Leben zufrieden zu sein. Doch die Liebe zu dem jüngeren David bringt sie ins Straucheln: Darf das überhaupt sein? Kann das sein? Was anfangs einen leicht nagenden Unterton hat, ändert sich, als die Geschichte weitere Aspekte aus Ninas Leben offenbart, aus ihrem Berufsleben, in dem ein gefeierter Serienstar seine Position ausnutzt und Frauen sexuell belästigt. Spannend ist dabei die Entwicklung der weiblichen Charaktere, allen voran Ninas, aber auch der weiteren Frauen in ihrem Umfeld. Die Autorin Anika Decker nimmt ihre Frauen ernst, auch wenn sich immer wieder mal ein recht trockener Humor in die Geschichte einschleicht. Und schwuppdiwupp hat mich diese Geschichte, deren Titel so unaufgeregt und vielleicht auch ein bisschen schwerfällig daherkommt, bis in letzter Konsequenz überzeugen können.Dieser Frauenroman erzählt eine spannende Geschichte über mehrere Frauen und ihre Entwicklung, die mich letztendlich überrascht hat. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.
Ein gelungener Roman
Hier handelt es sich um einen sehr schönen Roman, der mich zum Lachen brachte. Bereits der Titel hat mir ein Schmunzeln entlockt. Endlich mal wieder ein Buch, das man nicht aus den Händen legen kann, wenn man einmal begonnen hat, es zu lesen. Ich habe den Zauber des Buches regelrecht verschlungen und war traurig, als es zu Ende war.In vielen Situation konnte ich mich wieder erkennen,da ich genauso alt bin wie Nina. Diese Beschreibung fand ich besonders treffend: "Es ist einer dieser Abende, an denen ich mich fühle, als wäre ich Teil eines lebensfrohen urbanen Musikvideos, in dem alle so aussehen, als hätte eine sehr gute Stylistin hippe Outfits aus der neuen Balenciaga-Kollektion für sie zusammengestellt."Ich bin restlos begeistert von dieser Geschichte, in alle Charaktere konnte ich mich gut reinversetzen. Ein sehr gelungenes Werk und ein Highlight für mich und ich vergebe eine klare Kauf- und Leseempfehlung!
Ein unvergleichliches Leseerlebnis!
"Ich hätte gerne einen Plan für die nächste Hälfte, irgendetwas außer der Vorbereitung auf das Sterben." Nina, fast 50, hadert mit dem Älterwerden und ihrem Leben als geschiedene Frau. Aus Liebe zu ihren beiden Kindern erhält sie eine heile Großfamilienwelt mit ihrem Ex-Mann, seiner jungen neuen Frau und deren kleinen Zwillingen aufrecht. Als plötzlich der 20 Jahre jüngere David in ihr eintöniges Leben tritt, erwachen Gefühle in ihr, die sie in ihrer Wucht zutiefst verunsichern. Und dann ist da auch noch Lena, ihre jüngere Schwester und Karin, die Mutter der beiden. In einem Sommer vor vielen Jahren, kurz nachdem Ninas und Lenas Vater starb, ließ die Mutter sie drei Wochen allein. Dieses Kindheitstrauma hat beide Schwestern tief geprägt und ist nie aufgearbeitet worden. Zudem sieht sich Nina an ihrem Arbeitsplatz mit "MeeToo"-Enthüllungen konfrontiert. Anika Decker erschafft hier einen komplexen Roman mit vielen wichtigen Themen. Durch ihren unvergleichlichen Schreibstil und ihren herrlichen Humor wird daraus aber keine Problemlektüre, sondern ein unvergessliches Leseerlebnis.
wichtige Themen, aber auch viele Klischees
Der Titel klingt frischt, witzig und hat mich sofort neugierig auf die Geschichte dahinter gemacht. Inhaltlich konnte mich der Roman allerdings nicht sofort fesseln, nach den ersten beiden Kapiteln, die überladen mit Vorurteilen und allen möglichen Klischees waren, habe ich überlegt, abzubrechen. Zum Glück habe ich durchgehalten und wurde danach belohnt, denn schon bald wurde es inhaltlich spannender und anspruchsvoller. Nina hat mir als Charakter gut gefallen, auch wenn sie sehr häufig wegen ihrem Alter ein Drama veranstaltet und um ihre Wechseljahre kreist, so hat sie mich durch ihr Engagement die missbrauchten Frauen zu unterstützen, auch wenn sie gegen harte Fronten kämpfen muss, sehr gut gefallen. Insgesamt waren alle weiblichen Charaktere zuerst klischeehaft, einseitig dargestellt und haben sich erst im Laufe der Erzählung entwickelt und auch ihre starken Seiten gezeigt, davon hätte ich gerne von Anfang an mehr gesehen. Mit der Zeit hat die Geschichte allerdings eine Sogwirkung erzielt, indem sich die einzelnen Handlungsstränge miteinander verknüpft und ergänzt haben. Vor allem die Me-Too-Debatte wurde von mehreren Seiten betrachtet und auch aufgezeigt, dass realistischerweise den Frauen eher selten geglaubt wird oder sie sehr hart um ihr Recht kämpfen müssen und danach in der Branche geächtet werden. Der Schluss war mir persönlich dann schon wieder zu glatt und perfekt, es hätte authentischer gewirkt, wenn nicht alles so rund gelaufen wäre.
Ein guter Frauenroman
Worum geht es in dem Buch?Nina, die Ich-Erzählerin, ist Anfang 50, geschieden. Ihre beiden Kinder Marie und Ben sind bereits erwachsen und ausgezogen. Nina versucht, Fuß zu fassen in ihrem neuen Leben als Single. Sie arbeitet als Produktionsassistentin für eine Firma, die Serien fürs Fernsehen produziert. Zusammen mit ihrer Kollegin und gleichzeitig besten Freundin Zeynep setzt sie sich dafür ein, dass junge Schauspielerinnen vom Serienstar „Hotte“ nicht mehr belästigt werden. Auf einer Party bei ihrem Ex-Mann Phil lernt Nina David kennen. David ist 29 Jahre alt, das Zusammensein mit ihm weckt neue Lebensgeister in Nina. Allerdings hat sie Probleme mit dem Altersunterschied und fragt sich, ob es richtig ist, eine Beziehung mit David zu führen. Lena ist Ninas jüngere Schwester. Sie bewundert Nina für ihre Frauenpower und ihr gutes Aussehen. Verheiratet ist Lena mit dem Anwalt Florian. Sie haben zwei süße Töchter. Lena ist nicht zufrieden mit ihrem Leben – ihre Ehe könnte abwechslungsreicher sein, und sie möchte Freundinnen haben. Deswegen versucht sie, in einer Grunewalder Frauenclique Fuß zu fassen. Karin, Ninas und Lenas Mutter, hält ihre Töchter immer wieder auf Trab. Beispielsweise, nachdem sie gefallen ist und sich verletzt hat. Nina und Lena kümmern sich um die Mutter, auch wenn sie die nervende Anwesenheit von Monika, Mutters bester Freundin, aushalten müssen. Meine Meinung zu dem Buch: Die Autorin hat einen gut zu lesenden Schreibstil. Witzig sind immer wieder zynische Bemerkungen über Personen und Ereignisse. Es geht hier um drei Geschichten. Erstens die von Nina, geschieden, die David kennen- und lieben lernt und nicht weiß, ob sie wegen des Altersunterschieds ihre Liaison nicht lieber beenden sollte. Dann lernt man Lena kennen, die insgeheim ihre Schwester Nina beneidet. Ihre Ehe funktioniert nach außen hin gut – aber aus ihrer Ehe ist die „Luft raus“. Sie sucht neue Freundinnen. Nina und Lena kümmern sich beide um ihre Mutter, die wegen ihres Alters nicht mehr fitl und gesund ist. Die dritte Geschichte ist die, dass Nina und ihre Freundin und Kollegin Zeynep Beweise dafür finden wollen, dass in der Produktionsfirma, in der sie arbeiten, Frauen unsittlich behandelt werden. Es ist nicht einfach, die Leute, die hier etwas bewirken könnten, zu überzeugen – und so bestimmt diese Geschichte irgendwann die Handlung dieses Romans. Mir war das manchmal zu viel. Nina erzählt aus der Ich-Perspektive, David ebenfalls. Die Kapitel über Lena werden aus der auktorialen Erzählperspektive (kein Ich-Erzähler) geschildert. Die ganze Handlung wird im Präsens erzählt. Nina und Lena sind sympathische Hauptcharaktere. Viele Frauen werden sich in ihnen beim Lesen wiedererkennen. Patchworkfamilien, Wechseljahres- und Eheprobleme und die Beziehung zu den Eltern sind einige Themen des Romans. Immer wieder gibt es Szenen, über die man lachen kann. Beispielsweise über Lenas Besuch mit der Grunewalder Frauenclique in einer Beauty-Praxis.Das Leseinteresse an dem Roman ist dadurch geweckt, dass man wissen will, wie es weitergeht zwischen Nina und David. Außerdem will man erfahren, ob es in der Produktionsfirma gelingt, dass Frauen dort nicht mehr belästigt werden. Ich vergebe vier Sterne und eine Leseempfehlung.
Spannend, authentisch und berührend
Aufgrund des Titels oder des schlichten Covers hätte ich niemals zu dem Buch gegriffen. Ich freue mich, dass ich es doch gelesen habe, nachdem es von vielen empfohlen wurde, die meinen Lesegeschmack teilen, so auch von Christine Westermann und Mone Ameziane in ihrem Podcast „Zwei Seiten“. Nina ist fast fünfzig und geschieden, die beiden erwachsenen Kinder sind aus dem Haus. Sie arbeitet für eine Filmproduktionsfirma. Als sie mitbekommt, dass junge Schauspielerinnen von einem bekannten Serienstar belästigt und missbraucht werden, setzt sie sich zusammen mit ihrer besten Freundin Zeynep vehement dafür ein, ihm das Handwerk zu legen. Lena ist Ninas jüngere Schwester. Sie ist mit einem Anwalt verheiratet und nicht berufstätig. Ihr Leben lang fühlt sie sich der schönen Nina unterlegen. Sie tut alles, um in den Kreis der hippen Hausfrauen von Berlin-Grunewald aufgenommen zu werden. Auf einer Party bei ihrem Ex-Mann und seiner neuen jungen Frau Lulu lernt Nina den 29jährigen David kennen. Bei beiden ist es Liebe auf den ersten Blick, doch Nina hadert mit dem Altersunterschied und zweifelt, ob eine Beziehung zukunftsträchtig ist. Sehr berührend fand ich den Handlungsstrang um Karin, Ninas und Lenas Mutter. Karin ist früh verwitwet. Nach dem Tod ihres Mannes fühlte sie sich oft überfordert und führte einen ständigen Kampf als Mutter und berufstätige Frau. Nach einem Sturz versammelt sich die Familie an Karins Krankenbett, und es kommt endlich zu der längst fälligen Aussprache zwischen den drei Frauen.Ich habe das Buch teils gelesen und teils gehört, wunderbar eingelesen von zwei großartigen Schauspielerinnen: Katja Riemann und Anna Maria Mühe. Das Buch hat mir sehr gut gefallen, es behandelt viele spannende und interessante Themen: Wechseljahre, Mutter-Tochter-Beziehungen, Freundschaft, Eheprobleme, MeToo, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und natürlich die Liebe. Ich konnte mich in beide Schwestern gut hineinversetzen und ihre Gedankengänge und ihre Probleme gut nachvollziehen. Sehr gern vergebe ich fünf von fünf Sternen und spreche eine Leseempfehlung für diesen spannenden Frauenroman aus.
Schöne Geschichte über Frauen (und Männer), Neuanfänge und die Liebe
Eins vorab: Ich war von Beginn an nicht neutral beim Lesen. Die Geschichte über eine getrennte Frau, die einen neuen Partner kennenlernt, hat mich persönlich angesprochen. Liegt die Trennung in der Geschichte schon einige Jahre zurück, ist meine noch Recht frisch. Ich bin keine Frau, erlebe also viele Erwartungshaltungen sozusagen von der anderen Seite. Meine Kinder sind deutlich jünger als die der Romanfigur. Aber trotzdem habe ich mich in vielem wiederentdeckt, bis dahin, auch auf einmal mit einem deutlich jüngeren Menschen in meinem Leben konfrontiert zu sein. Offenbar sind viele Gefühle Geschlechts unspezifisch - sowohl die schönen als auch die Selbstzweifel...Aber zurück zum Anfang: Ich fand die Figuren in der Geschichte unabhängig von Parallelen zu meiner aktuellen Situation alle nachvollziehbar. Sowohl zu den Sympathieträgern als auch zu ihren Widersachern fielen mir sofort Menschen ein, die so ähnlich sind. Das macht die Geschichte realistisch und nachvollziehbar und es hat mir Spaß gemacht, mitzufiebern - insbesondere da, wo ich es anders gemacht hätte. Der Aufhänger neben der persönlichen Lage der Protagonistinnen ist im weitesten Sinne das, was die me-too-Bewegung angestoßen hat. Und das Buch verfällt dabei nicht in allzu offensichtliche Moral und erhobene Zeigefinger. Die Haltung zum Thema ist deutlich, aber nicht belehrend und das hat mir gefallen. So wird ein eigentlich bedrückendes gesellschaftliches Thema in leicht zu lesende Unterhaltungslektüre verpackt. Und auch wenn der Titel vielleicht etwas anderes suggeriert: Es geht nicht um Sex - obwohl er vorkommt. Es geht um die Gefühle, die uns Menschen ausmachen und wie wir lernen können, zu ihnen zu stehen. Oder eben auch nicht. Mit hat das Buch Spaß gemacht und das ist doch eigentlich das Wichtigste, oder nicht?
Pressestimmen
Das ist eines der unterhaltsamten Bücher, was ich in letzter Zeit gelesen habe. Anika Decker kann wi...rklich so gut schreiben. (…) Alles, was ich an Berlin hasse, ist in diesem Buch drin. Es ist aber kein Zeigefingerbuch (…), es ist das Buch von einer Frau mit Erfahrung, die einen auf witzige Art und Weise mitnimmt und ich schwöre euch, kauft euch dieses Buch. (…) So eine leichte und trotzdem deepe Unterhaltung kriegt nicht jeder hin. mehr weniger
Olli Schulz, 25.01.2025
Anika Deckers Frauenfiguren erstarren nicht in Rollenklischees, sondern sind echte Menschen, die ihr... Leben nicht immer im Griff haben. Eine wie Nina, Protagonistin in ihrem neuen Roman. Der ist komisch, wie das Leben selbst. mehr weniger
Andrea Benda, 15.01.2025
Funtastisch! Das neue Buch (…) der deutschen Drehbuchautorin Anika Decker spielt mit den Normen der ...Gesellschaft – und veranschaulicht auf albern-schlaue Weise was passiert, wenn die eigene Welt plötzlich auf den Kopf gestellt wird. mehr weniger
02.02.2024
Eine etwas andere Liebesgeschichte mit viel Witz.
31.05.2025
Ein Roman voller Witz und Wärme.
17.03.2025
Auf den ersten zehn Seiten immer mal ein Ufff… Aber dann hat sich das Uff in ein WOW verwandelt. Was... für eine schöne Geschichte! Ganz leicht erzählt, aber nie leichthin. Sie ist witzig, lustig, amüsant, fröhlich, traurig, hat Tiefgang. Und während man das liest, fragt man sich, warum das alles im richtigen Leben nie passiert. Wenn’s doch mal so wäre! mehr weniger
Christine Westermann, 11.03.2025
Es ist vor allem eine bezaubernde Liebesgeschichte, bei der ich mitfühlen und mitleiden konnte, bein...ahe fast körperlich. mehr weniger
Christine Westermann, 11.03.2025
Das Buch ist einfach hinreißend gut!
Christine Westermann, 11.03.2025
Anika Decker lesen, fühlt sich an wie Deep Talk, mit einer Freundin, die, wie man selbst, in der Mit...te des Lebens steckt - sämtliche Herausforderung inklusive. mehr weniger
01.03.2025
Ein humorvolles, warmherziges Chaos.
01.03.2025
Eine humorvolle, kluge Geschichte über die Liebe, gesellschaftliche Erwartungen und das Glück in der... zweiten Lebenshälfte. mehr weniger
Katrin Jokic, 17.02.2025
Eine wunderbare Mischung aus Liebesgeschichte, Emanzipationsroman und Familiengeschichte. Annika Dec...ker gewährt einen eindringlichen und manchmal gnadenlos ehrlichen Blick in die Gefühlswelt und den Alltag ihrer Hauptfigur. An manchen Stellen absurd, schräg und witzig, an anderen Stellen bleibt einem das Lachen im Hals stecken, mehr weniger
11.02.2025
Autorin Anika Decker erzählt Marie von ihrem neuen Roman – eine bissige, ehrliche Geschichte über Li...ebe, Familie und Macht in der Medienbranche. mehr weniger
06.02.2025
Zwischendurch zum laut Auflachen, macht die Lektüre einfach Spaß.
Judith Leopold, 05.02.2025
Dieses Buch ist genauso amüsant, wie der Titel es verspricht.
01.02.2025
Dieses Buch ist genauso amüsant, wie der Titel es verspricht.
Andreas Kurtz, 01.02.2025
Dieses Buch ist genauso amüsant, wie der Titel es verspricht.
Andreas Kurtz, 01.02.2025
Eine sehr witzige und sehr vielschichtige Geschichte. (…) Ein tolles, kluges Buch, dass immer wieder... zum Lachen anregt. mehr weniger
Johannes Kössler, 28.01.2025
Das ist eines der unterhaltsamten Bücher, was ich in letzter Zeit gelesen habe. Anika Decker kann wi...rklich so gut schreiben. (…) Alles, was ich an Berlin hasse, ist in diesem Buch drin. Es ist aber kein Zeigefingerbuch (…), es ist das Buch von einer Frau mit Erfahrung, die einen auf witzige Art und Weise mitnimmt und ich schwöre euch, kauft euch dieses Buch. (…) So eine leichte und trotzdem deepe Unterhaltung kriegt nicht jeder hin. mehr weniger
27.01.2025
Die Bibel ist ein schwaches Buch, da lese ich lieber das neue Buch von Anika Decker.
Olli Scholz, 25.01.2025
Anika Deckers neuer Roman widmet sich neben dem Altern und der Liebe einem Thema, das man im komödi...antischen Fach eher nicht vermuten würde: dem Machtmissbrauch in der Filmindustrie. Er liefert eine gewitzte und kluge Analyse des Systems. mehr weniger
Marie Luise Goldmann, 12.01.2025
Ein lustiger und manchmal zynischer Roman über gesellschaftliche Erwartungen, Rollenbilder und die H...erausforderungen des Alterns. mehr weniger
Amelie Graen, 09.01.2025
Erzählt mit Witz, Biss – und viel Gefühl: einfach perfekt zum Ein- und Abtauchen.
09.01.2025
„Keinohrhasen“-Drehbuch-Autorin Anika Decker erzählt in „Zwei vernünftige Erwachsene...“von Nina fas...t 50, geschieden, sauer auf das Älterwerden und ihren Ex bei der Männersuche. Lustig, klug. mehr weniger
09.01.2025
Berührend und voller Situationskomik. Eine hinreißende Komödie zum Verlieben!
02.01.2025