1968 reist der Autor Franz Fühmann von Ost-Berlin nach Budapest. Hinter ihm liegen die Überwindung seiner Alkoholsucht und die Desillusionierung durch den Einmarsch der Truppen des Warschauer Paktes in Prag. Schreibend beginnt er, sein Handeln innerhalb der sozialistischen Gesellschaft, in der er lebt, zu reflektieren, und er schafft es, die Krise als Ausgangspunkt für einen Neuanfang zu nutzen. »Zweiundzwanzig Tage oder Die Hälfte des Lebens«, ein Reisebericht über Ungarn, ist eine ebenso mutige wie subtile Reflexion, die zu den literarisch tiefgründigsten Auseinandersetzungen mit der DDR zählt.
1. Auflage
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Franz Fühmann, am 15. Januar 1922 in Rochlitz/Riesengebirge geboren, gehörte zu den bedeutendsten Schriftstellern Nachkriegsdeutschlands. Neben Erzählungen, Essays, Novellen, Gedichten sowie Kinderbüchern verfasste Fühmann zahlreiche Nachdichtungen. Zu den vielen Auszeichnungen seines Schaffens zählen der Heinrich-Mann-Preis und der Geschwister-Scholl-Preis. Er starb am 8. Juli 1984 in Berlin.
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RUDOLF JÜRGEN BARTSCH, geboren 1921, war Schauspieler, Kabarettist, Sprecher und Schriftsteller. Er war Mitbegründer der Mainzer Zimmerspiele im Haus am Dom, das er zehn Jahre lang leitete, und ab 1960 Leiter der Theaterabteilung des Verlags Kiepenheuer & Witsch. Für den Rundfunk schrieb er zahlreiche Features, führte Regie und war als Sprecher u.a. in einem der berühmten Paul-Temple-Hörspiele zu hören. Bartsch starb 2000 in Köln.