Verena Lueken über James Baldwin

Warum James Baldwin lesen, heute, dreißig Jahre nach seinem Tod? Wer einmal einen Satz von ihm laut aufgesagt hat, wird die Frage überflüssig finden. Manchmal klingen seine Sätze, als spräche sie ein Prophet aus dem Alten Testament. Oft aber singen Baldwins Sätze, seine Wörter fügen sich zu einer Melodie, die den Leser mitnimmt in das Reich einer Sprache, die er versteht, die aber doch auch wundersam einem geheimnisvollen und in der Prosa ungewöhnlichen Rhythmus zu folgen scheint. Es ist der Rhythmus eines Songs eher als einer Predigt, und was die Sätze enthalten, ist die Wahrheit. Die Wahrheit über das, was in ihnen gesagt wird. Ein Stück Wahrheit aber auch über den, der sie liest, weil Baldwins Sätze in seinem Bewusstsein nachschwingen und weitere Kreise ziehen, bis sie alles berührt haben, womit ein Mensch denken und fühlen kann.

James Baldwin ist einer der bedeutendsten amerikanischen Schriftsteller des zwanzigsten Jahrhunderts. Alles, was er zu sagen hatte – sei es in seinen Romanen, seinen Kurzgeschichten, Essays oder Theaterstücken –, war scharfsinnig, präzise formuliert und intensiv, als er es sagte, und fast alles gilt bis heute. Sein Werk altert nicht. Das heißt, wir haben es bei James Baldwin, der von 1924 bis 1987 lebte, mit einem Klassiker zu tun. Gleichzeitig bedeutet es, die Welt, die seine Bücher beschreiben, und die Menschen, die sich in ihr bewegen, haben sich nicht grundsätzlich verändert. Wenn wir Baldwin lesen, haben wir den Eindruck, mit einem Zeitgenossen im Gespräch zu sein. Einem Zeitgenossen, der davon erzählt, was es heißt, als Afroamerikaner in der Diaspora zu leben, einer Diaspora, die umfassend und unausweichlich ist, weil es für ihn, dessen Herkunftslinien zerschnitten sind, keine Heimat gibt jenseits von ihr. Einem Zeitgenossen, der uns ahnen lässt, wie es sich als Mensch lebt, der in der Zuschreibung anderer, die sich ihm überlegen wähnen, eine Abweichung darstellt – weil seine Haut schwarz ist statt weiß. Schwarz wie das Böse gegenüber einem weißhäutigen Gott.

Baldwin wusste aber auch, dass die, die diese Zuschreibung vornehmen und von ihr profitieren, ihrerseits dabei nicht ungeschoren davonkommen. Die Weißen brauchen die Menschen, die sie zu Schwarzen erklären, um sich ihrer Macht zu versichern. Die Versehrungen, die sie sich selbst mit dieser Grausamkeit und Eigenermächtigung zufügen, sind immens. Sie zahlen einen exorbitanten Preis für die kontinuierliche Demütigung der Afroamerikaner, ihre Ausbeutung, dafür, sie an den Rand zu drücken, einzusperren, zu töten. In einem langen Interview im Jahr 1961 nannte Baldwin die Menschen im Süden der Vereinigten Staaten, die Menschen, deren Vorfahren seine Vorfahren versklavt hatten und zu deren Alltag vor kurzer Zeit noch Menschenjagd und Lynchmorde gehörten, verwirrt und moralisch verkommen. Tatsächlich führt eine direkte Verbindung von den Zuständen in Baldwins Welt, gegen die er aufschrie und gegen die er anschrieb und vor denen er floh, zu den Ereignissen, die uns heute erschüttern, sei es in Charleston, in Ferguson, in Charlotteville.

Als James Baldwin dieses Interview gab, war er bereits eine wesentliche Stimme in der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung. Er war dabei, eine Figur des öffentlichen intellektuellen Lebens in den Vereinigten Staaten zu werden, obwohl er immer wieder für lange Zeit anderswo lebte, in der Schweiz, vor allem aber in Paris und an der Cote d’Azur. Als er 1987 in St. Paul-de-Vence im Alter von 63 Jahren starb, war er eine Legende. Aber viele meinten damals, die Zeit seiner Bücher und seines Einflusses wäre vorbei. Die Bürgerrechtsbewegung, die er bezeugt und befeuert hatte, schien zu einem glücklichen Ende gekommen zu sein. Baldwin war, in der amerikanischen Öffentlichkeit zumindest, zum Zeitpunkt seines Todes eine historische Figur eher als ein Klassiker.

Was für ein Irrtum! Es dauerte allerdings nicht lange, bis er erkannt wurde. Heute wird kein Zeuge jener Jahre, in denen die Schwarzen ihre bürgerlichen Rechte der Wahlbeteiligung und Gleichbehandlung erkämpften, öfter zitiert als er, und keiner wird häufiger gelesen. Raoul Pecks Filmdokumentation über James Baldwin, ›I am Not Your Negro‹, war einer der oscarnominierten Filme des Jahres 2016 und fand ein großes Publikum. Tagungen beschäftigen sich mit Baldwins Werk, eine jährlich erscheinende wissenschaftliche Zeitschrift ist nach ihm benannt (›James Baldwin Review‹), und er beeinflusst unübersehbar zahlreiche Autoren unserer Tage. Eines der meistdiskutierten Bücher zur amerikanischen »Rassenfrage«, Ta-Nehisi Coates’ ›Zwischen mir und der Welt‹, war nicht nur eine stille Verbeugung vor Baldwins ›Letter to my Nephew‹, sondern mehr oder weniger eine aktuelle Nachdichtung dieses ersten Teils seines berühmten Essays ›The Fire Next Time‹ (Dial Press 1963), vermutlich sein am weitesten ausstrahlendes Werk zur Frage, was es bedeutet, in den Vereinigten schwarz zu sein.

In Deutschland beginnt Baldwins Wiederentdeckung mit dieser Neuübersetzung von ›Go Tell It on the Mountain‹ (Knopf 1953) unter dem Titel ›Von dieser Welt‹. Die alten Übersetzungen seiner Werke stammen aus den sechziger, siebziger und achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Sie alle sind längst vergriffen. Eine deutschsprachige Biografie gibt es bis heute nicht.
 

Die Geschichte ist nicht die Vergangenheit.
Die Geschichte ist die Gegenwart.


Gute Bücher zu lesen braucht keinen Anlass. Darüber hinaus gilt aber nach wie vor: Wer verstehen will, was in den Vereinigten Staaten schief läuft, ist bei Baldwin gut aufgehoben. Kaum einer war scharfsinniger als er in der Beschreibung der historischen Fatalität, die am Anfang der Geschichte Amerikas steht, und ihrer Folgen. Dass er die verheerenden Konsequenzen der Sklaverei und der Verhältnisse, herdie aus ihr hervorgingen, für die Weißen des Landes ebenso im Blick hatte wie die, unter denen die Afroamerikaner zu leiden haben, macht die außergewöhnliche Stellung aus, die er seit den 1960er Jahren unter den Autoren und Aktivisten einnahm, die im weitesten Sinn der Bürgerrechtsbewegung zuzurechnen sind. Er erfuhr damals keineswegs ungeteilte Zustimmung mit dieser Haltung. Doch heute ist er derjenige, der gelesen und zitiert, derjenige, dessen Werk weitergesponnen wird, wenn von ›Black Lives Matter‹ die Rede ist. Weil er wusste, dass die Geschichte nicht die Vergangenheit ist. Die Geschichte, davon war Baldwin überzeugt, ist die Gegenwart. Seine Bücher legen Spuren einer Revolution, die noch nicht beendet ist. Sie sind Fanfaren einer Zukunft, auf die wir noch warten.

Für Baldwin war immer klar, dass der Kern des Problems, wenn man das Verhältnis zwischen Schwarzen und Weißen so nennen will, nicht die Schwarzen sind. Sondern die Weißen, die ihre Verbrechen gegen die Schwarzen genau kennen, sie aber dennoch leugnen müssen, weil sie innerlich die Angst zerfrisst, ihnen könnte dasselbe angetan werden. Ihre Opfer könnten Rache an ihnen üben (weshalb sie heute, wenn die Denkmäler ihrer Helden, der Sklavenhalter und Generäle aus dem Bürgerkrieg, gestürzt werden, so reagieren, als würde ihnen selbst etwas angetan). Das Problem sind die Weißen, die keine Verantwortung für ihre Geschichte übernehmen und sich keine Rechenschaft darüber ablegen, warum sie, in Baldwins Worten, »den Neger erfinden mussten«.

James Baldwin gibt darauf keine Antwort. Doch sein gesamtes Werk ist eine Gegenrede: »I am not a nigger. I am a man.«

Das hat Folgen für seine Literatur. Er schrieb ausdrücklich keine Protestliteratur. Er schrieb in seinen Romanen und Erzählungen nicht aus der Rolle des engagierten Afroamerikaners für die Sache der Schwarzen heraus. Es ging ihm beim Schreiben um die Literatur, nicht um ein soziales Anliegen, auch wenn beides in der Rezeption seiner Werke möglicherweise immer wieder zur Deckung kam.

Aus der Unordnung, die das Leben ist, jene Ordnung zu schaffen, die Kunst heißt – das ist die Aufgabe jedes Schriftstellers. So hat es James Baldwin in einer kurzen autobiographischen Notiz formuliert, die er seiner ersten Essaysammlung ›Notes of a Native Son‹ (Beacon Press 1955) voranstellte – einer Notiz, die auf knappem Raum einige der wesentlichen Grundzüge seines Schreibens darlegt. Das Fundament der Literatur, davon ist Baldwin überzeugt, muss immer und für jeden Autor die persönliche Erfahrung sein, und es kommt darauf an, furchtlos den letzten »süßen oder bitteren Tropfen« aus dieser Erfahrung des eigenen Lebens herauszuholen. Seine Erfahrung ist die eines Afroamerikaners, der von einer Welt umgeben ist, in der nichts, worauf sich diese Welt in ihrer Allgemeinheit bezieht, auf ihn zutrifft. Die Welt der weißen Kultur. Der weißen Filmstars. Der weißen Politiker. Der Reklame für Weiße, des privilegierten Zutritts für Weiße durch jeden Eingang.

Das Problem für einen schwarzen amerikanischen Autor, so Baldwin in diesem kurzen Text, bestehe darin, dass über die Sache der Afroamerikaner so ausführlich schon geschrieben worden sei. Und zwar meistens schlecht und in vielen Büchern, die Baldwin, als er mit dem Schreiben begann, rezensiert hat. Schlecht in dem Sinne, als käme es darauf an, sich für oder gegen die Anliegen der schwarzen Bevölkerung zu entscheiden – beides zutiefst unliterarische Zugänge zur Welt wie zur Literatur.

Baldwin aber ging es beim Schreiben nicht um Parteinahme. Baldwin ging es darum, die Oberfläche der Phänomene zu durchstoßen und eine Distanz zwischen sich und den aktuellen Problemen herzustellen, um Klarheit zu erlangen – eine Klarheit des Blicks, die es ihm erlauben würde, nach vorn zu schauen, wie jeder gute Schriftsteller es tun sollte, was allerdings ohne den Rückblick in die Geschichte vollkommen sinnlos sei. Es gebe sehr gute Gründe, schreibt Baldwin in dieser Notiz aus dem Jahr 1955, warum ein Schwarzer ebenso wenig das Bedürfnis verspüre, in der Geschichte zurückzublicken, wie ein Weißer. Und doch habe er, Baldwin, erst in der qualvollen Beschäftigung mit der eigenen Herkunft begriffen, wer er war: »eine Art Bastard des Westens« nannte er das. Ihm wurde klar, dass in so vielem, was er bewunderte – Shakespeare und Rembrandt, Paris, Bach oder das Empire State Building –, nichts von seinem Erbe enthalten war, keine Spur davon, woher er kam. Wenn er zurückblickte, sah er – anders als seine weißen Landsleute – nicht Europa. Nicht die europäische Kultur, die er bewunderte. Sondern er sah Afrika. Aber er wusste, er war »weder für den Dschungel noch für ein Stammesleben« ausgerüstet – eine Formulierung, in der seine Ambivalenz seiner Herkunft gegenüber ebenso zum Ausdruck kommt wie die beißende Ironie, mit der Baldwin sich den Widersprüchen seiner Existenz stellte. Am Ende dieses autobiographischen Textes schreibt er: »Ich möchte ein ehrlicher Mann und ein guter Schriftsteller sein.«

Wie sehr beides einander bedingt, beweist sein erster Roman, den er zwei Jahre, bevor er dies schrieb, im Mai 1953 veröffentlicht hatte. ›Von dieser Welt‹ wurde als erstaunliches Debüt wahrgenommen und Baldwin weithin dafür gepriesen. Das Buch, an dem er seit der ersten Hälfte der vierziger Jahre sporadisch gearbeitet hatte, während er andere Texte schrieb, große Essays in der Zeitschrift ›Commentary‹ oder ›Partisan Review‹, kleinere Artikel und Literaturrezensionen in ›The New Leade‹ und ›The Nation‹ und anderen, hatte ihn gequält, und erste Entwürfe waren von mehreren Verlagen abgelehnt worden. Baldwin war lange nicht weitergekommen, weil er den richtigen Ton nicht fand, in dem er die Geschichte des halbwüchsigen John aus Harlem erzählen wollte, die seine eigene Geschichte und die seiner Familie war, einschließlich der Liebe zu der Mutter, die er als so hässlich empfand wie sich selbst, einschließlich der Kämpfe mit dem ungeliebten Stiefvater, mit der eigenen Sexualität, mit der Religion. Die autobiographischen Spuren in diesem ersten Roman sind markant. Die wichtigsten Figuren haben offensichtliche Entsprechungen in Baldwins Leben, neben Mutter, Geschwistern und Stiefvater sind das die Tante und der bewunderte, geliebte ältere Freund. Darüber hinaus ist das Buch ein reiches, beklemmendes, sprachlich ebenso präzises wie gewaltiges Porträt des Lebens in Harlem in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts. Und in diesem Harlem, so weit nördlich im Land gelegen, spiegelt sich der Süden, aus dem alle Figuren aus der Elterngeneration in diesem Buch einmal aufbrachen.

Doch Baldwin hatte Schwierigkeiten, diesen Roman zu Ende zu bringen. Es fiel ihm schwer, die Sprache seiner Kindheit zu rekonstruieren, die im Harlem seiner frühen Jahre gesprochen wurde, die Sprache, mit der er aufgewachsen war und die er unter angelernten Manierismen begraben hatte. Er spürte, es war nicht damit getan, das »g« am Ende eines Worts wegzulassen und mit einem Apostroph zu ersetzen, um den Eindruck einer bestimmten Sprechweise zu erzeugen, die gern mit einer Art Getto-Slang in Verbindung gebracht wird. Er war unzufrieden damit, wie seine Sätze klangen. Falsch, meinte er.

Deshalb ging er fort. Aus New York, wo er sich von Klischees umstellt sah, floh er im Jahr 1948 erst nach Paris und von dort in die Schweizer Berge in ein Dorf, in dem noch nie ein Schwarzer gesichtet worden war, und wo die Kinder ihm nachriefen: »Neger, Neger.« Das schien ihm immer noch erträglicher als die Situation in Amerika, wo die Afroamerikaner nicht nur unter dem Joch von Geschichte und Unterdrückung und Ungleichbehandlung ächzten, sondern sich auch dem stereotypen Bild beugen mussten, das die Weißen von ihnen hatten, und das ihr Erbe sein sollte. Baldwin musste fort aus einem Land, das ihm einerseits Rechte verweigerte, andererseits aber Eigenschaften zuschrieb, die ihm vollkommen fremd waren. Er fragte: Welches ist tatsächlich mein Erbe? Welche tatsächlich meine Sprache, aus der dieses Erbe klingt? Könnte es sein, dass die Erfahrung, über die er schreiben wollte, in der Sprache, die ihm zur Verfügung stand, gespeist aus der Lektüre von Balzac, Flaubert, Dostojewski, Henry James oder Walt Whitman nicht aufgehoben sein konnte? Könnte es sein, dass der Schwarze, wenn er denn seine Sprache kultiviert hatte, unterwegs alles verloren hatte, was es für ihn auszudrücken gab? Wie Caliban in Shakespeares ›Sturm‹, der sich bei Prospero beschwert: »Sprache hast du mich gelehrt, und mein Gewinn ist, daß ich fluchen kann«?

Womit wir wieder bei Baldwins Sätzen sind. Bei dem Ton, den er schließlich für seinen Roman ›Von dieser Welt‹ fand, weit weg von Harlem. Bewaffnet, wie er anderswo (in seinem Essay ›Nobody Knows My Name‹ [Dial Press 1961]4) schrieb, mit einer Schreibmaschine und zwei Schallplatten von Bessie Smith kam er in dem Schweizer Bergdorf an. Bessie Smith, ihr Ton, ihre Kadenzen halfen ihm dabei, aus seinem Gedächtnis auszugraben, was er gefühlt, wie er gesprochen hatte, als er im Alter von John war, der Hauptfigur seines Romans. Dabei hatte er sich lange geweigert, den Songs von Bessie Smith überhaupt zuzuhören. In Amerika. Weil sie so sehr dem Klischee entsprachen, dem er zu entkommen suchte – dem Klischee schwarzen Lebens, das in der Kirche stattfindet, erfüllt vom Blues, vom Jazz und der Vorliebe für Wassermelonen.

Weit weg von alldem, in der Schweiz und im Schnee, erkannte er, wie sehr er sich für all das schämte. Für all das, was die Weißen in ihm und den Seinen sahen. Und dass es diese Scham war, die es ihm unmöglich machte, seine Erfahrung in Literatur zu verwandeln, in Sätze, die wahr waren, für ihn und für andere. Und er begann, so beschreibt er es selbst, zum ersten Mal Bessie Smith wirklich zuzuhören. Jeden Tag legte er ihre Platten auf. Sie hatte, so nennt er es, den Beat, den er suchte, den Herzschlag, um den es ihm ging. Er verlor seine Scham, und er fand seinen Ton.

Irgendwann weit weg von Harlem schrieb er schließlich den Satz, mit dem sein erster Roman beginnt: »Everyone had always said that John would be a preacher when he grew up, just like his father.« Ein unvergesslicher Satz. Einer der schönsten ersten Sätze überhaupt, weil in ihm ein Schicksal ebenso besiegelt scheint wie der Widerstand, ihm zu entgehen. Gibt es einen besseren Ausgangspunkt für ein großes Buch?
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