In Niederkaltenkirchen geht wieder das Verbrechen um ... Nach ›Winterkartoffelknödel‹ der zweite Fall für den Eberhofer Franz.
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Dampfnudelblues
Gerade läuft’s für den Eberhofer Franz mit der Susi einwandfrei, sein heimischer Saustall ist so gut wie fertig eingerichtet, da überschlagen sich die Ereignisse in Niederkaltenkirchen: »Stirb, du Sau!« hat jemand mit roter Farbe an Realschulrektor Höpfls Eigenheim geschmiert, und kurz drauf liegt er auch noch tot auf den Gleisen! Selbstmord? Mord? Mal wieder Stress pur für den Franz …
Bibliografische Daten
4. Auflage
Rita Falk
Rita Falk wurde 1964 in Oberammergau geboren. Ihrer bayrischen Heimat ist sie bis heute treu geblieben. Mit ihren Provinzkrimis um den Dorfpolizisten Franz Eberhofer und ihren Romanen ›Hannes‹ und ›Funkenflieger‹ hat sie sich in die Herzen ihrer Leserinnen und Leser geschrieben – weit über die Grenzen Bayerns hinaus. 2023 erhielt Rita Falk den Bayerischen Verdienstorden für das »augenzwinkernde und gleichzeitig liebevolle Porträt ihrer bayerischen Heimat« in den beliebten Eberhofer-Krimis.
7 - 10 von 84 Leserstimme
Dampfnudelgestärkt
Auf diesen zweiten Band habe ich schon gewartet, da mir das erste Buch \\\> so gut gefallen hat. Man begegnet in Niederkaltenkirchen alten Bekannten wie dem Simmerl und natürlich Franz` Familie, also der Oma, dem Vater, der ein Beatlesfan ist und dem schleimigen Bruder, der zu Besuch kommt. Da kennt man sich direkt aus. Franz Eberhofers neuer Fall beginnt ganz harmlos mit einer Wandschmiererei am Haus des Schulrektors Höpfl. Franz schießt locker-lässig ein paar Fotos und unternimmt ansonsten nichts, SEK und Hubschrauber wären ja auch fehl am Platz! Das Dorfleben geht weiter. Oma schrubbt das Haus anstatt zu kochen, da Franz` Bruder mit der Verlobten und dem gemeinsamen Baby zu Besuch kommt. Seine Freundin eröffnet ihm, dass sie mit ein paar Freundinnen Urlaub in Italien machen möchte, was ihm nicht so gefällt, obwohl er sich zu Hause am wohlsten fühlt. Dann gibt es noch einen harmlosen Nachbarschaftstreit zu schlichten und plötzlich ist der Rektor Höpfl verschwunden. Auch dieses Mal sind der zu lösende Fall, bzw. die Ermittlungen wieder Nebensache. Im Dorf ist jede Menge los: Staus am Ende der Ferien, der aufstiegsverdächtige Fußballverein hat einen neuen Star, der Polizeischutz benötigt und Leopold bringt regelmäßig sein Töchterchen zum Babysitten. Und die kleine Uschi steht voll auf Franz! Zum Glück bekommt er wieder Hilfe in der Gestalt seines Freundes Rudi Birkenberger und so kann er den Mörder des unbeliebten Rektors überführen. Dieses Buch eignet sich sehr gut für einen gemütlichen Kriminachmittag, denn man kann es in einem Zug durchlesen und sich dabei köstlich amüsieren. Schon das Cover mit Bierkrug, Schnuller, blutigem Hackebeil und Geweih an der fleckigen Tapete stimmen einen auf diesen Krimi ein. Hier kommt der bayerisch-derbe Humor wieder voll zum Ausdruck. Franz und sein Dorf strahlen trotz aller Verbrechen eine gewisse Gemütlichkeit aus. Witzg fand ich auch, dass der im ersten Buch angedeutete Fall nicht als solcher entpuppte. In diesem Band werden die Charaktere der Protagonisten noch weiter ausgearbeitet, so dass man alle Personen noch besser kennenlernt. Ich freue mich schon auf ein Wiedersehen im dritten Fall!
Provinzkrimi oder einfach nur gute Unterhaltung?
Vorneweg, ich kann das Buch vorbehaltlos empfehlen. Man sollte nur keinen wahnsinnig spannenden Krimi erwarten, denn das ist es nicht. Und das, obwohl das Buch mit den Worten "Stirb du Sau" anfängt und es sei auch nicht zu viel verraten, dass eben jene Sau, der durchweg unsympathische Realschuldirektor Höpfl tatsächlich stirbt. Doch die Aufdeckung des Mordes rückte für mich immer mehr in den Hintergrund, zu lustig und interessant war die Lebensgeschichte des Eberhofer Franz und seiner Familie. Nicht gerade von Feingefühl gesegnet, hat er wohl doch ein gutes Herz, denn seine Nichte Sushi ist voll und ganz vernarrt in ihn. Wie so oft beruht das nicht auf Gegenseitigkeit, aber da muss der Franz wohl durch. Es ist aber auch ein Buch, das ich kaum zu rezensieren vermag, weil ich nicht zu viel verraten möchte.
Wer dieses Buch genießen möchte, der sollte durchaus Bayern-Affin sein. Ich selbst bin seit Februar Neubayer und musste so einige male an meine neuen Nachbarn denken. Rita Falk kann ihre Herkunft nicht leugnen, der bayrische Schlag kommt durch. Das muss man leben, das kann man sonst nicht schreiben.
Wer einen Krimi sucht, sollte weiter suchen, wer unterhalten werden will, darf zugreifen. Aber Achtung, die Gefahr besteht, völlig im Buch zu versinken.
TOP
Empfehlenswerter Dampfnudelblues
Schon die Leseprobe hat mich natürlich total neugierig gemacht und als ich das Buch dann fertig hatte, war ich begeistert. Das er den Täter dann wirklich gefunden hat, hat mich ein bisschen überrascht - auch die Wege, die dahin geführt haben^-^ Zum Glück hat er viele tatkräftige Hilfe gehabt, sonst wäre es sicherlich nicht sooo gut ausgegangen. Seine kleine Nichte hat er wohl oder übel ins Herz geschlossen. Diese Geschichte fand ich wirklich sehr gelungen.
An sich ist das Buch die ganze Seite über spannend geblieben, hat viele verschiedene Wendungen genommen und immer, wenn es drohte langweilig zu werden - puff! kam die nächste Katastrophe^^ Auf jeden Fall sehr gelungen und ich freue mich auf den nächsten Fall 
Eberhofer übernehmen sie...
Mir hat die Story vom Provinzinspektor Eberhofer sehr gut gefallen. Habe den 1.Band zwar (noch) nicht gelesen, hat aber nichts ausgemacht. Ich musste mich schon auf den ersten paar Seiten beömmeln und das hat sich durchs Buch hinweg durch gezogen. Zwar ist der Krimi als solches nicht unbedingt spannend, aber das tat dem Roman trotzdem keinen Abbruch.
Kurzer Handlungsüberblick: Die Leiche eines Mannes, dessen Hauswand vorher mit "Stirb du Sau!" beschriftet wurde, wird kopflos an den Bahngleisen aufgefunden. Alles sieht nach Selbstmord aus, nur der Eberhofer glaubt nicht dran und ermittelt trotz Verbot auf eigene Faust-natürlich zurecht! Zwischendurch gibts dann Alltagsproblemchen mit Freunden und Familie, die auch geklärt werden müssen...
Der rotzfreche Ton in dem dieser Krimi gehalten ist, ist sehr erfrischend und amüsant. Vermutlich nichts für Sakrileg Leser etc, aber für Hobbyschnüffler mit Humor. Toll!!!
Schmunzel-Krimi der besonderen Art
An dieser Krimiserie scheiden sich wohl die Geister: Entweder, man liebt sie, oder man hasst sie. Ich gehöre eindeutig zur ersten Fraktion, wobei mir dieser zweite Band fast noch besser gefallen hat als der Vorgänger "Winterkartoffelknödel". Das liegt wohl zum einen daran, dass der Kriminalfall diesmal etwas weniger unrealistisch ist als beim ersten Band (aber auch nur "etwas"), zum anderen hatte ich hier das Gefühl, das Buch ist auch für Nichtbayern besser zu verstehen als der Vorgänger.
Vielleicht liegt es aber auch nur daran, dass mir die Protagonisten samt Sprache schon so ans Herz gewachsen sind (zumal der Kriminalfall ja eigentlich auch nicht die Hauptsache ist).
Die Handlung ist schnell zusammengefasst: Realschuldirektor Höpfl - wohl der unbeliebteste Mensch in ganz Niederkaltenkirchen - liegt tot auf den Bahngleisen, überrollt von einem Zug. So ist es natürlich nicht einfach, aus dem, was von ihm übriggeblieben ist, genaue Erkenntnisse zu ziehen, aber Franz Eberhofer wird das Gefühl nicht los, dass es kein Selbstmord war. Zwar darf er nicht offiziell ermitteln, aber mit Hilfe seiner Freunde (neben dem Ex-Polizisten und Detektiv Rudi Birkenberger, den wir schon aus Band 1 kennen, kommt jetzt noch Karl Stopfer hinzu, ein Spurensicherer, den Franz bei der Landshuter Hochzeit kennenlernt und der nicht nur wegen seines Namens Anlass zu weiteren amüsanten Szenen gibt) wird der Fall auf unkonventionelle Art gelöst, was bei mindestens 37 Verdächtigen schon eine Kunst ist.
Aber wie gesagt, der Kriminalfall ist eigentlich eher zweitrangig, für mich das tollste an diesem Buch sind die vielen liebevollen Details, so z.B., wie der grantige Polizist und "Kinderhasser" Franz als einziges Familienmitglied seine kleine Nichte Uschi (Sushi) beruhigen kann, oder die Szenen mit seiner (Ex?-)Freundin Susi, oder die Oma mit ihrer Liebe zu Sonderangeboten, oder oder oder...
Ich komme ins Schwärmen, würde am liebsten sofort das Buch noch einmal lesen. Aber Band 3 ist ja schon angekündigt! Ich hoffe, es dauert nicht allzu lange - denn Franz Eberhofer macht irgendwie süchtig...
Dampfnudelblues, noch genialer
als der 1. Teil.
Endlich, die langersehnte Fortsetzung von Winterkartoffelknödel.
Der Inhalt:
Es ist schon ärgerlich, wenn am Montag morgen das dienstliche Telefon klingelt und das auch noch vor dem Frühstück. Da bleibt kaum die Zeit für ein ausgiebiges Frühstück. Also geht es für den Dorfpolizisten Franz Eberhofer zum Direktor Höpfl, denn an seiner Mauer steht es ganz groß "Stirb, Du Sau!" geschrieben. Der Höpfl ist natürlich ausser sich vor Empörung, aber Franz kann da nicht viel ausrichten. Da verschwindet der Rektor und einige Zeit später wird seine Leiche, von einem Zug überrollt, gefunden. Es gibt viele Verdächtige, denn keiner mochte den Direktor Höpfl.
Ausserdem muss der Franz sich wiedermal mit seiner Sippschaft rumschlagen. Zu einem sein Bruder Leopold, der eine neue Frau, diesmal eine thailänderin namens Panida und Baby Uschi hat. Und zu anderem die taube Oma und der Joint rauchende Vater. Da die Panida einen Deutschkurs machen muss, wird das Kind kurzehand wochentags bei Oma und Papa Eberhofer abgeladen. Pech nur, dass die Uschi, auch liebevoll Suschi genannt,nur bei Franz lieb ist, also muss er sie quasi betreuen. Nebenbei aber auch noch seine Arbeit als Polizist machen und natürlich einen Mörder stellen. Und zu allem Überfluss hat er sich auch noch mit seiner
"Freundin" Susi verscherzt!
Mein Fazit:
Ein wirklich gelungene Fortsetzung von Rita Falk.
Die Sprech- und Denkweise vom Franz Eberhofer ist einfach unverwechselbar, er ist auch der Erzähler der Geschichte. Der Franz nimmt kein Blatt vor dem Mund, sodass in manches Fettnäpfchen trifft. Man denke nur an die "Dellen in den Haxen". Er ist auch ein richtiger Gourmet was die bayerische Küche angeht, gut dass die Oma eine Super-Köchin ist. Nur wenn sie verärgert ist, dann bleicbt die Küche kalt.
Der Schreibstil ist leicht und flüssig, auch für einen Nicht- Bayer verständlich. Und ich denke, diese Sprechweise macht das Buch so besonders genial.
Ich hoffe wiedermal auf eine schnelle Fortsetzung!
Das Buch kann ich nur Empfehlen, volle Pinktzahl!!
Federleicht
Zugegeben, ich war etwas skeptisch, als ich den Roman von Rita Falk zu lesen begann, denn humoristische Texte finde ich manchmal extrem anstrengend. Aber dieser war anders.
Zwar ist der Held ziemlich gewöhnungsbedürftig; Franz Eberhofer, strafversetzter Dorfpolizist, Bewohner eines umgebauten Saustalls auf dem Hof seines Vaters, sagt immer exakt, was er denkt, und das ist selten politisch korrekt. Im Dienst zu häuslichen Streitigkeiten gerufen, tendiert er dazu, diese durch unkonventionellen Einsatz der Dienstpistole nachhaltig zu lösen. Persönlichen Konflikten begegnet er durch Provokation oder gar nicht, und außerdem könnte ihm nichts peinlicher sein, als bei einer freundlichen Handlung ertappt zu werden. Oder gar, sich einzugestehen, dass er für Susi, seine Freundin oder auch nicht, doch eine ganze Menge übrig hat. Auch dass seine halbasiatische Nichte Uschi, drei Monate alt und von ihm Sushi genannt, sich nur auf seinem Arm beruhigen will, ist ihm zutiefst suspekt. Der Franz ist also nicht gerade vom Typ Prince Charming.
Und so tauchen wir ein in das Universum von Unterkaltenkirchen. Die schwerhörige Oma grantelt, kocht bayrisch wie eine Göttin und liebt die Schnäppchenjagd. Der Vater trauert immer noch um seine lange verstorbene Frau und baut hinterm Schuppen sein eigenes Marihuana zur Trauerbewältigung an. Und dann sind da noch besuchsweise Leopold, Franz´ Bruder, und dessen thailändische Mädchenfrau Panida, Urheber der unwillkommenen Leopoldisierung. Der Franz im Besuchsfall nur entgehen kann, indem er seine Hunderunde mit dem Ludwig dreht. Ich habe den ersten Roman um den Franz Eberhofer nicht gelesen, hatte aber keine Schwierigkeiten, in dessen ganz eigene Welt hinein zu finden.
Die Krimihandlung um den Schulrektor Höpfl, mutmaßlich von eigener Hand gestorben, wenn auch unter Umständen, die dem Franz seltsam vorkommen, entwickelt sich langsam, aber kontinuierlich. Erstmal gibt es kaum Anhaltspunkte für ein Verbrechen, und es ist eher seiner Berufslangeweile geschuldet als harten Fakten, dass der Franz Nachforschungen anstellt. Eher beiläufig wird dieser Fall aufgeklärt, allerdings nicht ohne dramatischen Showdown.
Die Krimihandlung ist aber eher Nebensache und nicht das, was mir an dem Roman von Rita Falk solchen Spaß gemacht hat; gute Krimiplots gibt es viele. Es waren die Charaktere, typisch, aber nicht klischeehaft, und der Stil der Autorin. Der Text ist ein sprachliches Schmankerl; mit lakonischen Sätzen in einem trügerisch einfachen Stil verfasst und unwiderstehlich komisch. Das muss der Autorin erst einmal einer nachmachen, wie sie bayrisch schreibt, ohne nervigen Dialekt zu verwenden. Das funktioniert eher durch Rhythmus, Klang und Syntax; trotzdem ist es eindeutig ein Bayer, der hier in der Ichform seine Geschichte erzählt. Die wenigen bayrischen Vokabeln kann man in einem kleinen Glossar am Ende des Buches nachschlagen, wie auch die wichtigsten Rezepte der Oma, die im Roman erwähnt werden. Und auch dieser Anhang ist so typisch Franz, dass man sich das Grinsen nicht verkneifen kann.
Ein leichter Lesegenuss und im Genre der Regionalkrimis schon etwas Besonderes. Wer skurrile Charaktere und trockenen Humor zu schätzen weiß, der kommt hier akkurat auf seine Kosten.
Einwandfrei!
Die Nudeln dampfen
Die Nudeln dampfen
In seinem zweiten Fall ermittelt Franz Eberhofer in Niederkaltenkirchen den Tod des Rektors Höpfl.
Es hatte ihm jemand „Stirb Du Sau“ auf die Hauswand gesprayt, er war einige Tage verschwunden und fand sich schlussendlich unter einem Zug wieder...
Franz ermittelt verpeilt und tollpatschig wie immer – ein echter Spass für den Leser, wenn natürlich auch nicht wirklich realitätsgetreu, aber das erwarte ich bei einem solchen Krimi mit komödiantischen Elementen auch gar nicht. Unterhalten wird der Leser aufs Vortrefflichste und mehr wollte Rita Falk auch wohl nicht erreichen. Ziel erreicht !
Die Oma ist grantig wie immer, schreit immer noch aufgrund ihrer Schwerhörigkeit durch die Gegend und ist auch noch so sauer auf den Franz, dass sie ihm nicht mal mehr Essen macht. Weil sie eben nunmal findet, dass der Franz gefälligst die Susi nehmen soll, denn Oma mag sie nunmal gern. Andere Frauen werden von ihr nicht mal gegrüßt, wie auch von seinem Vater nicht.
Franz´ Bruder Leopold hat sich sehr zu seinem Leidwesen vermehrt – noch nicht mal von seiner rumänischen Frau Roxana geschieden, hat er schon eine thailändische Urlaubsliebe geschwängert und zwängt seinen Nachwuchs Uschi (der Herkunft wegen von Franz „Sushi“ genannt) nun mal gerne seinem Vater und der Oma auf, was Franz extrem nervt.
Auch ein alter Kumpel und Partner Rudi Birkenberger, der nach seiner Suspendierung als Privatdetektiv arbeitet und Franz schon beim Vierfachmord in Teil 1 hilfreich zur Seite stand, spielt wieder eine Rolle.
Rita Falk knüpft mit „Dampfnudelblues“ ungebremst und absolut unterhaltsam an „Winterkartoffelknödel“ an.
Zweiteres gefiel mir schon sehr gut, aber mit ihrem zweiten Provinzkrimi legt sie nochmal einen drauf. „Dampfnudelblues“ ist weit spannender als der Vorgänger – ich habe das Buch noch schneller gelesen als das erste, weil ich einfach nicht mehr aufhören konnte.
Die authentischen Charaktere der Autorin ziehen einen einfach in den Bann; hier trifft man altbekannte wieder: den Flötzinger, die Susi, den Birkenberger Rudi und und und – aber auch neue Leute werden vorgestellt und als Leser hofft man unwillkürlich, dass alle in einem dritten Teil wieder auftauchen.
Ich war schon oft in Bayern und konnte Vieles gut nachvollziehen. Auch für Nicht-Bayern sind die Krimis von Rita Falk absolut empfehlenswert, weil sie so herrlich schräg sind, anders, neuartig, einfach super witzig und unterhaltsam. Herrlich ! Ich hoffe auf noch viele Fälle von Franz !!
Der Eberhofer Franz ist wieder da
Der Eberhofer Franz ist zurück und hat gleich einen neuen Fall. Denn dem Höpfl, dem Rektor der hiesigen Realschule, wurde die Hauswand beschmiert mit dem Text: „Stirb, du Sau!“ Eigentlich ein dummer Streich, wie man zunächst annimmt, doch plötzlich ist der Höpfl tatsächlich tot. Der Franz vermutet sofort ein übles Verbrechen, doch niemand will ihn so recht unterstützen, da er so manches Mal schon übertrieben hat. Also bleibt ihm nichts anderes übrig, als auf eigene Faust zu ermitteln. Und er hat ja auch noch den Rudi, seinen alten Freund, der ihm immer mit Rat und Tat zur Seite steht.
Etwa ein Jahr ist es her, seit der Eberhofer Franz den Vierfachmord in Niederkaltenkirchen aufgeklärt hat. Und nun hat er wieder einen neuen Fall. Der Schulrektor Höpfl liegt tot auf den Gleisen, leider ist kaum noch etwas identifizierbar, doch eins weiß der Franz genau: es war kein Selbstmord! Es wird ihm zwar von allen Seiten eingeredet, er will aber nicht daran glauben, weshalb er ohne großartige Unterstützung versucht diesen Fall zu klären. Doch auch zu Hause ist nicht alles eitel Sonnenschein, denn der Leopold, sein Bruder, kommt zu Besuch und bringt auch noch ein Baby mit, das nun einige Zeit beim Franz, seinem Vater und der Oma verbringen soll. Alles in allem ist der Franz also bedient und hofft, dass diese Zeit schnell vorbei geht.
Wer „Winterkartoffelknödel“, den ersten Band mit Franz Eberhofer aus Niederkaltenkirchen kennt, weiß, dass hier geschrieben wird, wie die Schnauze gewachsen ist. Musste man sich bei diesem ersten Band zunächst noch einlesen, so hat man hier keinerlei Probleme mehr. Auch wenn schon einige Zeit zwischen den beiden Büchern liegt, so hat man das Gefühl, es sei kaum eine Sekunde vergangen, man ist sofort in der Mundart drinne. Daher fällt natürlich auch der Einstieg in die Geschichte mehr als leicht und man kann sich sofort an dem herrlichen Humor erfreuen, der natürlich auch hier wieder sehr groß geschrieben ist. Außerdem gibt es, wie auch schon im Vorgänger, am Ende wieder ein Glossar, welches einige Worterklärungen bietet. Und als extra Schmankerl noch die Rezepte von der Oma zum nachkochen.
Wieder einmal versucht der Eberhofer einen Fall aufzuklären, den zunächst niemand anderes als ernsthaften Fall ansieht. Mitunter deswegen bekommt er nicht die Unterstützung, die er eigentlich brauchen würde. Doch irgendwie lässt sich alles regeln, es dauert halt nur manchmal etwas länger. Trotz dessen, dass man ziemlich häufig lachen muss, weil der Franz einfach eine Art an sich hat, die unbeschreiblich ist, kommt die Spannung nicht zu kurz. Und auch vorhersehbar wird die Geschichte dadurch keineswegs.
Die Autorin hat auch in diesem zweiten Band wieder genau die richtige Mischung aus Spannung und Humor getroffen, wodurch man das Buch gar nicht zur Seite legen mag und ratzfatz durchgelesen hat. Nun wartet man natürlich ungeduldig auf den nächsten Band, der hoffentlich bald erscheinen wird.
Rita Falk - Dampfnudelblues
Klappentext:
„STIRB, DU SAU!“ So prangt es in roter Farbe an Höpfels Haus. Der Dienststellenleiter von der PI Landshut ruft an: Realschuldirektor Höpfl ist nicht zum Unterricht erschienen. Ich soll da jetzt mal hinfahren und nachsehen. „Stirb, Du Sau!“ schießt es mir durch den Kopf. Und ich ahne nix Gutes.....
Inhalt/Meinung:
Franz Eberhofer ist Polizist in Niederkaltenkirchen.
Und hat normalerweise eigentlich ein nettes, ruhiges Leben. Weil eigentlich nicht viel passiert in Niederkaltenkirchen.
Aber in diesen Tagen überschlagen sich die Ereignisse in Franz´ Leben....Besuch vom Bruder mit der neuen thailändischen Flamme samt Baby, „Stirb, Du Sau!“ auf der Hauswand von Schuldirektor Höpfl, der auch noch spurlos verschwindet und dann fährt Susi – die nie auf Urlaub gefahren ist – auch noch auf Italienurlaub.
Das Tüpfelchen auf dem i ist dann auch noch als die Oma sich auf Susis Seite schlägt und Franz nicht mal mehr ein Frühstück macht.
Die Auflösung eines Verbrechens, also der Krimi an sich, steht hier sicher nicht im Vordergrund. Eher die zwischenmenschlichen Geschichten, das ländliche Umfeld und der Grund warum es überhaupt zu dem Mord gekommen ist.
Aber ich glaub genau deshalb, finde ich das Buch so meganett.
Es lest sich leicht und schnell und als Österreicherin hab ich auch mit Rita Falk´s bayrischer Schreibweise absolut keine Probleme.
Der Vorgänger „Winterkartoffelknödel“ von Rita Falk kommt jedenfalls somit auf meine Wunschliste!
Pressestimmen
Der Krimi macht Spaß, ist spannend und mit viel Lokalkolorit gewürzt.
Mit seinem schwarzhumorigen Tonfall liegt dieser Heimatkrimi jedenfalls schon mal richtig.
29.07.2013
›Dampfnudelblues‹ ist leichte Kost in gefällig-bayrischer Bundart, kurzweilig und amüsant. Wer sc...hräge Geschichten und schrullige Charaktere mag, liegt bei Rita Falk richtig.
mehr weniger
25.02.2012
Rita Falk erzählt wieder höchst unterhaltsam und originell, mit viel regionalem Gefühl und wirkli...ch staubtrockenem Humor.
mehr weniger
Anne Bellinvia, 15.02.2012
Sie ist eine der erfolgreichsten und produktivsten Schiftstellerinnen Deutschlands.
Ursula März, 09.02.2012
Dieses bayrisch-verrückte, köstlich-unterhaltsame Knödel-Nudel-Theater hat noch gefehlt in der de...utschen Krimi-Landschaft.
mehr weniger
Christiane Kneisel, 24.09.2011
Die Krimiautorin Rita Falk singt den ›Dampfnudelblues‹ mit bayerisch anmutender Sprachmelodie....> mehr weniger
Rainer Wagner, 21.09.2011
Falkes Kunst: Ihre Krimis haben Heimat-Feeling [...].
12.06.2011
Ein Fest für alle, die bei Falks Vorgänger ›Winterkartoffelknödel‹ auf den Geschmack gekommen sin...d und auch im Sommer auf mächtig gute Krimi-Hausmannskost stehen.
mehr weniger
31.05.2011
Rita Falk schreibt, wie man in Niederbayern spricht: einfach, gradheraus, bisweilen auch gschert....
mehr weniger
25.05.2011
Da soll noch einer sagen, man braucht die Skandinavier für erstklassige Krimis!
Christian J. Winder, 16.05.2011
Rita Falk schafft mit ihren Franz-Eberhofer-Krimis provinzielle Kleinode von subversiver Wucht.
Klaus Peter Vollmann
Der Kosmos des fiktiven Niederkaltenkirchen, ja sogar der real existierende Kreisverkehr in Frontenh...ausen werden dem Leser schnell zu einer Heimat, die ihn so schnell nicht mehr loslässt. mehr weniger
Falk ist Kult, und die Verfilmungen sind es auch, weit über die Weisswurstlinie hinaus.
Wolfram Knorr, 11.03.2021
Der zweite Provinzkrimi von Rita Falk vereint bayerischen Humor, Liebesprobleme, Verbrechen und viel...versprechende Rezepte. mehr weniger
Veronika Weigert, 10.04.2019
Trocken, witzig, derb, direkt.
29.06.2017
Ein toller Krimi, mit viel Witz und einer überraschenden Wendung am Schluss.
25.03.2016
Falk ist der aktuelle Star des Genres: witzig, geistreich, voll Sympathie für den alltäglichen Ab...erwitz.
mehr weniger
15.11.2013
›Dampfnudelblues‹ ist lakonisch, frech, schwarzhumorig und zieht den Cineasten von null auf hunde...rt in die skurrile Nestidylle Niederbayerns, die trügt.
mehr weniger
07.08.2013
Wie immer zum Schießen komisch mit Charakteren, die den LeserInnen ans Herz wachsen.
15.11.2012
Absolut empfehlenswert!
Andreas Klein, 14.08.2012
(...) sprüht förmlich voller Humor (...).
Andreas Sauer, 13.06.2012
Der Fall hat alle Zutaten, die ein charmanter, witziger und origineller Krimi haben muss.
11.08.2011
Sehr lesenswert, sehr komisch und sehr derb.
Erla Bartmann, 12.07.2011
(...) wahnsinnig komisch.
Doris Oberauer, 24.06.2011