Eine Frau wird von einer Fremden angesprochen, die behauptet, sie hätten beide denselben Vater. Ein Roman von großer literarischer Tiefe und Schönheit, im Werk von Julia Schoch ein neuer Höhepunkt.
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Das Vorkommnis
Eine Frau wird von einer Fremden angesprochen, die behauptet, sie hätten beide denselben Vater. Die überraschende Begegnung bleibt flüchtig, löst in ihr aber eine Welle von Emotionen aus. Fragen drängen sich auf, über Ehe und Mutterschaft, über Adoption und andere Familiengeheimnisse, über Wahrheit überhaupt. In ›Das Vorkommnis‹ erzählt Julia Schoch – eine der eindrücklichsten Stimmen autofiktionalen Erzählens in der deutschen Literatur – von einem Leben, das urplötzlich eine andere Richtung bekommt. Fesselnd und klarsichtig, so zieht sie hinein in den Strudel der ungeheuerlichen Dinge, die gleichzeitig auch alltäglich sind. Ein Roman von großer literarischer Tiefe und Schönheit, im Werk von Julia Schoch ein neuer Höhepunkt.
Bibliografische Daten
1. Auflage
Julia Schoch
Julia Schoch, 1974 in Bad Saarow geboren, aufgewachsen in Eggesin in Mecklenburg, gilt als »Virtuosin des Erinnerungserzählens« (FAZ). Zuletzt veröffentlichte sie die Romane ›Das Vorkommnis‹, ›Das Liebespaar des Jahrhunderts‹ und ›Wild nach einem wilden Traum‹ als die drei Bücher ihrer gefeierten Trilogie ›Biographie einer Frau‹. 2022 wurde ihr die Ehrengabe der Deutschen Schillerstiftung verliehen, 2023 der Schubart-Literaturpreis der Stadt Aalen, 2024 der Mainzer Stadtschreiber-Literaturpreis. 2025 zeichnete man sie mit dem Bundesverdienstkreuz aus. Sie lebt in Potsdam.
4 - 10 von 71 Leserstimme
Regt zum Nachdenken an
Der Roman von Julia Schoch ist nicht im klassischen Sinne spannend, hat mich aber doch gefesselt und sehr zum Nachdenken angeregt. In "Das Vorkommnis" erfährt die Protagonistin, dass sie noch eine Halbschwester hat. Die Autorin beschreibt eindrücklich wie dieses Zusammentreffen die Grundlagen des eigenen Lebens erschüttern kann und viele Fragen zum eigenen Aufwachsen aufwirft. Ich finde die Geschichte sehr bewegend, vor allem wenn man sich vor Augen führt, dass immer weniger Menschen in der klassischen Familie aufwachsen oder über bestimmte Ereignisse nicht mehr gesprochen wird. Julia Schoch zeigt, welchen Einfluss dies auf die eigene Familie haben kann und welche Fragen dazu noch in der Mitte des Lebens auftreten können. Spannend fand ich auch, dass es der Autorin gelingt darzustellen, wie die zentrale Begegnung mit der Halbschwester in der Erinnerung verschwimmt und einem nicht mehr klar ist was tatsächlich passiert ist, die aufwühlenden Gefühle jedoch bleiben. Leider ist mir persönlich der Stil etwas zu sachlich und reißt mich nicht so mit. Dennoch ein sehr gelungener Roman!
Fragmentarisches Bild einer Frau
Das Cover zeigt ein Frauenpotrait in verschiedenen Farbtönen und auch die Geschichte zeigt ebendieses, ein Bildnis einer Frau in ganz verschiedenen Bereichen und Zeiten ihres Lebens. Dabei behauptet die Ich-Erzählerin an mehreren Stellen, dass es nicht ihre Geschichte ist, aber die Geschichte ihrer Schwester, deren plötzliches Auftauchen das Vorkommnis ist, ist es auch nicht. Vielmehr hat dieser erste Kontakt, initiiert durch die fremde Schwester, zeitweise auch als Fremde betitelt, eher ein Überdenken, Nachsinnen des Lebens der Erzählerin in Gang gesetzt. Und so berichtet sie im Nachhinein, was dieses Aufeinandertreffen mit ihr gemacht hat, wirft sie gedanklich in ihre Kindheit und Jugend zurück und stellt nun einiges in Frage bis hin zu ihrer Ehe. Dabei erscheint sie stellenweise sehr ich-bezogen, um dann wieder gedanklich vollkommen bei ihrer Familie zu sein. Sie weit wird zuweilen etwas widersprüchlich und an anderen Stellen wirkt sie unsympathisch, da sie ihren eigenen Narzissmus nicht sieht, sondern Erinnerungen, seien sie noch so einseitig, nicht als ihre Geschichte betrachtet.
Ungewöhnlich
Ungewöhnlich Nicht oft passen Cover und Inhalt so gut zusammen wie bei dem Buch "das Vorkommnis" von Julia Schoch. Diese traurigen Augen, die unklare Struktur und das verstecken in der Dunkelheit. Aber vor was genau? Ja, das ist eine gute Frage, die auch im Buch nicht so ganz geklärt wird. Immer auf Distanz bekommen wir als Leser Häppchen hingeworfen, die dazu anregen, sich eigene Geschichten dazu auszudenken. Doch gleichzeitig werden Empfindungen und Gefühle ohne Umschweife mitgeteilt. Was sich erst wie ein kompletter Gegensatz anhört, funktioniert doch recht gut. Genau deswegen ist es auch ein Buch, dass man nicht nebenbei lesen sollte. Man muss sich auf die Autorin und ihre Reise einlassen. Was wir wissen, ist der Ausgangspunkt - eine ihr völlig fremde Frau behauptet plötzlich, ihre Halbschwester zu sein. Aber kann das stimmen? Passt das zu dem was sie ihr ganzes Leben bisher geglaubt hat? Wir begleiten nun also die Autorin auf diesem Weg und auch wenn es am Anfang für mich ungewöhnlich war, keine Namen zu lesen, war es am Ende doch ein interessantes Leseerlebnis.
Fiktion einer Verwirrung
Julia Schoch beginnt mit „Das Vorkommnis“ einen herausragenden und sehr klug komponierten Auftakt der Trilogie „Biografie einer Frau“, in der die autofiktionale Ich-Erzählerin und Autorin anhand einem verwirrenden Vorkommnis tief in ihre Erinnerungen, Wahrheiten und das zarte Geflecht ihrer Familie eintaucht.Bei einer Lesung kommt eine Frau auf sie zu und gibt zu verstehen, dass sie ihre Halbschwester ist – sie haben den gleichen Vater! Ein Familiengeheimnis, das eigentlich keins ist, denn schon lange ist das Dasein der zur Adoption freigegebenen Schattenschwester bekannt, aber das persönliche Treffen bringt die Autorin in einen Strudel der allgemeinen und tiefen Verwirrung, den sie gedanklich zu ordnen versucht. Assoziativ, philosophisch und intim geht sie auf Spurensuche in ihren zerbrechlichen Erinnerungen und bringt die vorbestimmte Geometrie einer Familie in ihren Gedanken erheblich zum Wanken. Wer sind ihre Eltern und ihre 'richtige' Schwester? Ist ihr Ehemann derjenige, den er vorgibt oder eine Täuschung? Was macht eine Ehe und eine Mutterschaft aus und kann man die Erinnerungen und Familiengeschichte umschreiben?Achronologisch verwebt Julia Schoch hierbei Ereignisse aus der Gegenwart der Autorin wie ihr Auslandaufenthalt in den USA, wo sie an einer Universität Vorlesungen zum Deutsch-deutschen Literaturstreit hält, mit Reflexionen zu ihrer Vergangenheit. Sie sinniert und entwirft neue Gedankenkonstrukte zu ihren Eltern, dem Aufwachsen in einem Provinzort der DDR sowie dem Da-Sein als Mutter und Ehefrau. Und sie geht noch weiter – gehemmt durch eine Schreibblockade taucht sie immer tiefer ein in das, was wir unsere feste Vergangenheit nennen und wie sie anhand des Schreibens eventuell umgeformt werden kann. Währenddessen liegt ihr Vater in Deutschland im Sterben, die Mutter kümmert sich um die kleinen Kinder in den USA, der Mann kommt zu Besuch und argwöhnisch sucht die Erzählerin ihm auf die Schliche zu kommen – könnte auch er anderswo Kinder gezeugt haben? Warum hat eine Familie diese festen Strukturen und unsichtbaren Geflechte?Vielschichtig, mit einer sprachlichen Stilsicherheit und klaren Poesie sowie sehr präzis-dichten Gedankengängen entführt Schoch den Leser in sein eigenes Lebenskonstrukt, in seine privaten Vorkommnisse und Katastrophen und stellt philosophische Fragen, ohne jemals pathetisch-rührselig zu wirken oder den Ball zur Geschichte zu verlieren. Subtil und virtuos spinnt sie einen literarisch brillanten Faden, der in die gedanklichen Geäste und Rückblicke der Erzählerin führt, in ihre Lebenslinien zwischen Wahrheit und Verwirrung und am Ende ein kluges Bild über gesellschaftliche Zusammenhänge präsentiert.„Mir scheint, ich bin nach all den Jahren einer Erklärung auf der Spur, einem Zusammenhang zwischen Dingen, die auf den ersten Blick nicht miteinander verbindet. Dieser Zusammenhang lässt sich nicht logisch begründen. Ich versuche, ihn schreibend herzustellen. Schreiben bedeutet, Einzelteile aufeinander zufliegen zu lassen, damit sie sich zusammenschieben und in der richtigen Weise überlagern, wie bei einem 3D-Puzzle, das plötzlich einen Körper im Raum gibt.“ S. 90
Über die Wendungen des Lebens
„Wir haben übrigens denselben Vater.“Bei einer Lesung wird die Protagonistin des Romans mit diesen Worten von einer fremden Frau angesprochen und sieht zum ersten Mal in ihrem Leben die Halbschwester, mit der sie den Vater teilt. Spontan umarmt sie die Frau. Das Vorkommnis, wie sie das Aufeinandertreffen im Folgenden nennt, nimmt sie ein und löst ein emotionales Chaos in ihr aus, das von nun an ihr Leben mitbestimmt.Es entsteht eine Verschiebung im Familiengefüge, obwohl die Protagonistin von der Halbschwester durchaus wusste. Denn einst fand die Mutter einen Zettel über gezahlte Alimente in der Jackentasche des Vaters. Dieser hatte während des Krieges ein sogenanntes „Bratkartoffelverhältnis“ zu einer älteren Frau. Die Tochter aus dieser Beziehung, von der er gar nicht mit Sicherheit wusste, ob sie seine war, wurde zur Adoption freigegeben.Es ist dieses Schicksal der unbekannten Frau, das Bilder der eigenen Vergangenheit hervorruft. Aus dem Leben der Eltern, der Großeltern und schließlich aus der eigenen Kindheit in der DDR. Die Protagonistin beginnt, vieles mit neuen Augen zu betrachten, zu überdenken. Die Halbschwester, deren Schicksal und das Verhältnis der Protagonistin zu ihr, nehmen unbewusst und bewusst einen Platz in ihrem Alltag, in ihrem Denken und Fühlen ein. Das Schreiben dient dabei als Bewusstwerdung und Aufarbeitung der Ereignisse.Julia Schoch erzählt auf reflektierte, kluge und sprachlich gewandte Art und Weise von Einzel- und Familienschicksalen, von Nähe und Entfremdung, von dem Aufwachsen in der DDR und von den Gräben, die der Krieg in die Leben der Menschen geschlagen hat.Das Buch bildet den Auftakt zu einer Trilogie, in der es um das Leben einer Frau geht, und man kann auf die beiden noch folgenden Bände nur gespannt sein.
Begegnung mit Folgen!
Das Cover ist, aufgrund seiner ungewöhnlichen, expressionistischen Darstellung einer ernst dreinschauenden Frau sehr auffällig. Wer ist diese Frau? Es macht neugierig. Die Frau begegnet ihrer Halbschwester. Diese behauptet sie hätten den gleichen Vater. Diese Begegnung löst alles Weitere aus. Sie verändert alles was bislang war. Die Autorin nimmt uns Leser mit in die sehr persönliche Gedankenwelt und Gefühlswelt der Protagonistin die komplett aus den Angeln gehoben wird. Wir sind sehr nahe dran. Es wird in sehr eindrucksvollen Worten die Zeiten von früher und heute, von einer Kindheit in der DDR bis in die Gegenwart beschrieben. Es ist kein " lautes" Buch. Es sind die Momente an denen man das Buch kurz aus der Hand legt und überlegt, wie würde ich damit umgehen. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Der Lesefluss ist gut. Der Schreibstil ist sehr schön, gut zu lesen. Ein Buch welches ich sehr empfehlen kann.
nachdenkliche Familiengeschichte
"Das Vorkommnis" von Julia Schoch ist im Deutschen Taschenbuch Verlag erschienen und handelt von einer unerwarteten jedoch nur flüchtigen Begegnung zweier Frauen nach der sich das Leben der Hauptcharakterin umfassend ändert. Sie stellt alles in Ihrem Leben zur Disposition und überdenkt es. Durch die Ich-Erzählperspektive wird automatisch eine tiefgehende Nähe zwischen der Hauptfigur und der lesenden Person hergestellt, die bis zum Ende des Buches nicht schwindet. Die Gefühlswelt, die Lebenserfahrungen, Empfindungen werden auch mit ihren Widersprüchen offen und schonungslos vor der lesenden Person ausgebreitet. Man wird auf eine Reise vor dem Hintergrund der deutsch-deutschen Vergangenheit und wie diese sich auf die Familie der Erzählerin ausgewirkt hat mitgenommen. Nach lesen des gesamten Buches steht für mich fest, dass "Das Vorkommnis" kein Buch, das man so nebenbei lesen sollte.
sehr gut
Ich finde das Cover des Buche sehr gut gestaltet. Es ist anspruchsvoll und so ist auch das Buch. Denn es ist keine mitreißende Geschichte, sondern eher eine besondere Gedankenreise und eine Reise in das Hier und Jetzt und in die Vergangenheit. Die Geschichte handelt von einer Schriftstellerin. Von ihrem Leben, ihrer Kindheit, doch vor allem von der Begegnung mit ihrer Halbschwester. Diese hat sie auf einer Lesung angesprochen und gesagt, dass sie ihre Halbschwester sei. Diese Begegnung und alles danach wirft die Schriftstellerin sehr aus der Bahn. So wird ihre Gefühlswelt sehr eindringlich in dem Buch beschrieben und man reist sehr angenehm mit ihr durch ihre Gedankenwelt. Ich fand dieses Buch sehr interessant und es war anders, als andere die ich bis dahin gelesen hatte. Ich kann es allen Literaturfans empfehlen und bin begeistert.
Zum Nachdenken
Zum Anfang finde ich das Cover des Buches sehr schön gestaltet es passt gut zur Handlung.In der Geschichte geht es um eine Autorin welche wiederum eine andere Frau trifft, die behauptet sie hätten denselben Vater. Dies löst in der Hauptperson etwas aus. Sie denkt über vieles aus ihrem Leben nach.Es werden viele verschiedene Themen, wie uneranderm Familienprobleme oder Beziehungen. Außerdem wurde die Zeit der DDR erwähnt.Das Ganze wird von der Frau erzählt, welche rückblickend auf die Geschehnisse sieht. Ihre Gedankengänge sind nachvollziehbar und mitreißend geschrieben. Man kann außerdem noch lange darüber nachdenken.Eine Begegnug kann sehr viel auslösen und vieles Verändern. Das Buch beschreibt die sehr gut. Alles ist sehr realistisch. Man kann sich sofort in die Protagonistin hineinversetzen und die Atmosphäre ist sehr fesselnd.
Ein Buch zum Nachdenken
Julia Schochs „Das Vorkommnis“ handelt von einer Protagonistin, die als Schriftstellerin und Dozentin arbeitet und deren Leben auf dem Kopf gestellt wird, als bei einer Lesung eine junge Frau behauptet, ihre Schwester zu sein.Zunächst fällt das Cover ins Auge. Ein farbliches Mosaik zeigt eine Frau, die eher nachdenklich wirkt. Sie wirkt reflektiert, als ob sie den Ursprung für etwas sucht.Dieser Eindruck passt perfekt zum Buch. Immer wieder wird beschrieben, wie etwas hätte ablaufen können, wenn jemand so und so gehandelt hätte oder wenn die Wahrheit so und so wäre. „Die Wahrheit ist“ scheint eine zentrale These im Buch zu sein, dass sich um das Zusammenspiel als Familie, aber auch um die Möglichkeiten der Wahrheit dreht. Was wirklich passiert, ergibt sich erst Stück für Stück. Entsprechend fällt die Selbstfindung der Protagonistin aus. Sie muss die Geschichte ihrer Familie, aber auch die Möglichkeiten, greifen können, um sich weiterzuentwickeln. Der Stil von Julia Schoch ist etwas hoch literarisches. Die einzelnen Kapitel sind wie Steine eines Mosaiks, dass nach und nach ein mehr oder weniger komplexes Bild abgibt, aber an und für sich als Teil betrachtet werden kann. Ich persönlich finde es sehr interessant, doch man muss sich darauf einlassen können und es ist keine Unterhaltungsliteratur für zwischendurch. Das entspricht auch dem Schreibstil. Eher an vielen „wenn“s und „falls“ orientiert ist es eine Herausforderung, den Überblick zu behalten. Wen das gelingt, den erwartet ein Buch, was sehr zum Nachdenken, Überdenken und Philosophieren einlädt. Ich finde es sehr interessant, aber man muss sich, wie erwähnt, darauf einlassen können. Empfehlung mit Einschränkung.
Pressestimmen
Julia Schoch entwickelt aus Erinnerungsfragmenten ein Lebensbild, in dem Individuum und Gesellschaft... gleichermaßen Kontur bekommen. Und dies in einer Sprache, die an Klarheit und Direktheit ihresgleichen in der deutschen Literatur sucht. mehr weniger
Die ungeheure Dichte der Korrespondenzen zwischen allen Ebenen des Romans erzeugt ein so reiches 3-D...Puzzle, dass man am Abglanz des Lebens darin seine Freude hat, auch wenn es ein entgleisendes Leben ist. Julia Schoch hat einen neuen Weg eingeschlagen. Wir folgen gespannt. mehr weniger
Hubert Winkels, 31.03.2022
Dieses Buch ist wirklich, und das sage ich selten, ein literarisches Kunstwerk, ein virtuoses Meiste...rstück über Erinnerung und Verdrängung und über das, was wir eigentlich sind: Hilflose, schlecht verwurzelte, leicht zu erschütternde und zu irritierende Menschen. mehr weniger
Elke Heidenreich, 19.03.2022
Julia Schochs großartiger Roman handelt von einem Familiengeheimnis. Und damit auch von der Kunst, d...as eigene Leben neu zu erfinden. mehr weniger
Gregor Dotzauer, 17.03.2022
Julia Schoch folgt Christa Wolf in der Ernsthaftigkeit der Selbstbeobachtung (...) sowie mit dem ref...lexiven, betrachtenden Charakter ihrer Prosa. Von Schatten der Vergangenheit handelt dieses eindrucksvolle, aufrichtige Buch, das reich ist an klugen Einsichten und wunderschönen Sätzen. mehr weniger
Jörg Magenau, 10.03.2022
In ›Das Vorkommnis‹ geht Julia Schoch Brüchen in Biografien nach – in der eigenen und in denen der O...stdeutschen. (…) Aufregend gut geschrieben, in einem nüchternen, präzisen Stil. mehr weniger
Cornelia Geißler, 15.02.2022
Julia Schoch ist eine Meisterin darin, mit simplen Sätzen einen tiefen seelischen Schwindel zu besch...reiben und auch beim Leser zu erzeugen. mehr weniger
Richard Kämmerlings, 06.02.2022
Das Talent dieser Autorin besteht darin, auf wenig Raum viel zu sagen - ohne alles auszubuchstabiere...n. mehr weniger
Tina Rausch
Glänzend erzählte Geschichte einer Verunsicherung.
Silvia Feist
Das Verblüffende an Julia Schochs Erzählen ist, dass man beim Lesen selbst beginnt, sich die Fragen ...zu stellen, die die Autorin aufwirft. (...) Dieses sehr persönliche Erzählen gibt Julia Schoch alle Möglichkeiten an die Hand, mit ihrem literarischen Vermögen zu brillieren. mehr weniger
Monika Melchert
Es geht um eine Kindheit in der DDR, um familiäre Muster und um Strukturen von Liebesbeziehungen. Al...l das stellt Julia Schoch auf den Prüfstand. mehr weniger
Alle reden über Cusk oder Ernaux, Schoch ist noch ein Geheimtipp. Feinsinnige karge autofiktionale U...ntersuchung, was es bedeutet, eine innerlich widerspenstige Frau zu sein. mehr weniger
Mara Delius, 04.12.2022
Das Buch macht schon auf den nächsten Band der Trilogie neugierig und ist sehr zu empfehlen.
Monika Roth, 01.10.2022
Dicht, packend, klug.
Verena Carl, 20.07.2022
Wie stimmig sind unsere Erinnerungen? Wo gehen sie hin, wenn das Land unserer Kindheit verschwunden ...ist? Immer neue Fragen und Themen entfalten sich wie in einem Kaleidoskop. In präziser, klarer Sprache erzählt Julia Schoch eine persönliche Geschichte, die viele Fragestellungen in unser aller Leben anstoßen kann. mehr weniger
Ulrike Grünwald, 20.06.2022
Prosa, die exemplarisch entfaltet, was viele bewegt.
Tomas Gärtner, 27.05.2022
Wie das Vorkommnis auf die Ich-Erzählerin erst nach und nach seine mächtige Wirkung entfaltet, entwi...ckelt auch die Erzählung erst nach und nach ihre Intensität, der man sich nur schwer entziehen kann, obwohl oder gerade weil Julia Schoch keine voyeuristisch relevanten Tatbestände ans Licht zerrt. Was sich im Kopf der Protagonistin abspielt, ist spektakulär genug. mehr weniger
Irene Prugger, 21.05.2022
Ein Meisterwerk der psychologischen Erzählung.
Elke Heidenreich, 01.05.2022
Julia Schoch verknüpft furios Ich- und Alltagsgeschichte. (...) Ihr Auftakt zur Trilogie einer Fraue...ngeschichte macht gespannt auf das, was noch kommt. mehr weniger
01.05.2022
Seine Tiefe und geschliffene Sprache machen diesen Roman zu einem literarischen Juwel.
cvk, 01.04.2022
Manche Texte sind vorsichtig. Sie erzählen keine großen Geschichten, nicht von Krieg und Verderben, ...nicht von Geburt und Tod, nicht von der alles verschlingenden Liebe. Da werden keine Generationen umspannt, keine Rätsel gelöst, keine einzige große Frage wird hier gestellt (und erst recht wird keine beantwortet). Und dabei wachsen sie uns ans Herz wie die stillen Kinder in der Sandkiste, die in einem Eck ihre Puddingformen-Sandkuchen bauen und mit den Blättern des nahen Strauchs verzieren. (…) Schoch erzählt behutsam und dabei trotzdem so drängend, dass einem schwindelig werden kann. mehr weniger
Bettina Steiner, 26.03.2022
Schoch erzählt, brillant und beklemmend, wie die Gewissheiten einer Familie verrutschen.
26.03.2022
Julia Schoch geht in ihrer Biografie einer Frau sensibel für die kleinsten Erschütterungen den große...n Fragen nach. (...) Das ist klug und eigenwillig erzählt und der vielversprechende Auftakt zu einer Trilogie. mehr weniger
Sandra Kegel, 20.03.2022
Eine Autorin, der man sich anvertrauen darf: Sie enttäuscht nie, aber sie baut Täuschungen ab. (...)... Ein Gegenwartsroman, aus dem man klüger heraus- als hineingeht. mehr weniger
Christian Eger, 12.03.2022
Mit psychologischem Gespür und einer guten Dosis Selbstironie erkundet Julia Schoch die dunklen Seit...enstraßen und schlecht einsehbaren Winkel, die sich neben der gepflegten Hauptallee einer Familiengeschichte auftun. Man würde gern sofort den nächsten Teil dieser Trilogie lesen. mehr weniger
Sebastian Fasthuber, 09.03.2022
Julia Schoch beherrscht das Erinnerungserzählen wie kaum eine andere Autorin. Fiktion und Fakt verwi...schen zu einer Lektüre mit Sog, die jeden mitreißt in den Strudel des Lebens und Lesens. mehr weniger
Michael Schleicher, 08.03.2022
Julia Schochs Geschichte ist von so luftiger Melancholie, dass viele eigene Gedanken zwischen ihre Z...eilen passen. Sie kann Bitterkeit in Gelassenheit und Trauer in Dankbarkeit verwandeln. mehr weniger
Annemarie Stoltenberg, 08.03.2022
Raffiniert verwebt Julia Schoch Gelebtes und Erdachtes, um so tiefere Wahrheiten aufzuspüren.
Britta Heidemann, 08.03.2022
Ergreifend.
Detlev Stute, 07.03.2022
Alles beginnt mit einem grunderschütternden Vorkommnis, wie schon der Titel von Julia Schochs neuem ...Roman erwarten lässt. mehr weniger
06.03.2022
›Das Vorkommnis‹ entfaltet eine gewaltige Tiefe. Hier das Hinterfragen, dort die Erfindung und die d...amit verbundene Fragilität machen dieses leise Buch so beeindruckend. mehr weniger
Niels Beintker, 06.03.2022
›Das Vorkommnis‹ löst viele Fragen aus, nach Ehe und Mutterschaft, der Kindheit in der DDR, nach Ado...ption und anderen Familiengeheimnissen. mehr weniger
05.03.2022
Julia Schoch, die das Verschwinden eines ganzen Landes erlebte, verwandelt diese scheinbar ewigen Ge...wissheiten in Sprache, tastend und doch präzise, leise und doch von schmerzlicher Klarheit. mehr weniger
01.03.2022
Eine Selbsterlösung, die auch die mögliche Selbstheilung einer Gesellschaft spiegelt. Ein unaufgereg...tes und doch spannendes Buch, geschrieben in einer einfachen, bestechend klaren Sprache. mehr weniger
Jutta Duhm-Heitzmann, 22.02.2022
Beim Lesen fühlt man sich mitunter an Christa Wolf erinnert, die einen ähnlich eindringlichen Ton ha...tte. Das Hauptereignis dieses Buches ist nicht die Handlung, sondern die Sprache. mehr weniger
Welf Grombacher, 21.02.2022
Das eigene Leben als Steinbruch nutzen. Julia Schoch ist eine Meisterin darin (…), kunstvoll webt si...e ein Netz aus auf den ersten Blick schlichten Sätzen, ein lakonischer Ton, der einen magischen Sog entfaltet. mehr weniger
Antje Scherer, 19.02.2022
Wohin auch immer der Blick fällt, immer taucht noch ein anderes Detail auf, das die vorherige Erinne...rung in neuem Licht erscheinen lässt. Vielleicht liegt genau darin die ungemeine Kraft dieses Romans. mehr weniger
Lena Schneider, 17.02.2022
Interessant ist hier nicht, was wirklich passiert, sondern welche Gedanken sich die Erzählerin darüb...er macht. mehr weniger
Katrin Kaiser, 16.02.2022
Der Roman geht unter die Haut. (…) jedes Wort sitzt, kein Satz ist zu viel.
Claudia Ingenhoven, 16.02.2022