Ein kluger, fesselnder Roman über die zerstörerischen Auswirkungen der Medienwelt auf Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen – aber vor allem über die Liebe.
Ein mitreißender Roman über die zerstörerischen Auswirkungen der Medienwelt auf Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen – aber vor allem über die Liebe.
Ein Jahr nachdem er den Élysée-Palast verlassen hat, ist der ehemalige Präsident Dan Lehman ein Schatten seiner selbst. Seine Ehe mit einer Schauspielerin ist nur noch Fassade. Er trinkt, wird in Gerichtsverfahren verwickelt und versucht mit einem Buch in die Medien zurückzukehren, während seine Frau die Rolle ihres Lebens spielt. Ihr Film ist ein Erfolg, wird für die Goldene Palme in Cannes nominiert. Und dort, in diesem Tempel des Kinos, in dem alles Illusion ist, vermischen sich Realität und Fiktion auf verheerende Weise.
Karine Tuil verbindet in einem packenden Gesellschaftsroman die Schicksale mehrerer Figuren miteinander und verhandelt hochaktuelle Themen um Macht, Verführung und Abhängigkeit
»Kaum eine Bestseller-Autorin umkreist ethische Fragen so klug und spannend wie die zweimal für den Prix Goncourt nominierte Juristin Karine Tuil.« Kerstin Hellberg, Stern
Übersetzt von Maja Ueberle-Pfaff und Alexandra Baisch
1. Auflage
Karine Tuil, geboren 1972, ist Juristin und Autorin mehrerer gefeierter Bücher, darunter der Roman ›Die Gierigen‹. Zuletzt erschien ihr viel beachteter Roman ›Diese eine Entscheidung‹, der mit Preisen ausgezeichnet und in zahlreiche Sprachen übersetzt wurde. Karine Tuil lebt mit ihrer Familie in Paris.
Maja Ueberle-Pfaff studierte Anglistik, Geschichte und Filmtheorie. Nach Anfängen als Verlagslektorin und Sprachdozentin übersetzt sie seit vielen Jahren Belletristik aus dem Englischen und Französischen.
Alexandra Baisch hat in Frankreich studiert und lebt in München, wo sie als Übersetzerin aus dem Englischen, Französischen und Spanischen und als freie Lektorin tätig ist.
Melden Sie sich an
Der Hunger nach Liebe, Sex, Macht, Aufmerksamkeit
Die Protagonist:innen von Karine Tuils neuem Roman sind nicht nur hungrig nach Liebe, also vor allem „geliebt zu werden“, sondern auch nach Sex, die Macht, die damit einhergeht, Anerkennung, Erfolg, öffentliche Aufmerksamkeit. Dafür versammelt sie nicht nur die zwei Ehepartner, einen Anfang 60jährigen Ex-Präsidenten von Frankreich und seine Frau eine Schauspielerin Anfang 40, sondern auch die Ex-Frau des Präsidenten, welche als Schriftstellerin tätig ist, sowie einige Nebenfiguren wie einen tyrannischen Regisseur Mitte 40, eine naiv-kämpferische Tochter in ihren Zwanzigern und eine Anfang 30jährige C-Schauspielerin. Alle streben nach etwas in dieser Geschichte und man könnte meinen die Überschrift für diese erstrebenswerten Dinge sei „Liebe“, in ihren verschiedensten Ausprägungen.Nicht ohne Grund werden oben zu den Figuren der Altersbereich genannt, denn Alter spielt in „Die Liebeshungrigen“ eine wichtige Rolle, weil in einigen Altersbereich es einfacher scheint, geliebt zu werden, für was auch immer. Eine hübsche, junge Frau wirkt einfach (im Sinne von problemlos) begehrenswert, auch ein älterer Mann, solange er Macht inne hat. Wird die Frau älter und weniger straff, wird sie in unserer heutigen Gesellschaft weniger begehrt werden. Verliert der ältere Mann seine Macht, ergeht es ihm ebenso. So taumeln die Figuren in Tuils Roman nicht nur umeinander, sondern auch alle auf ihre Weise um das Ziel der Liebe, wie diese auch für die jeweilige Person aussehen mag.Tuil schafft es durch eine multiperspektivische Erzählstruktur, dass innerhalb einer Gruppe von Menschen, die alle irgendwie miteinander zusammenhängen und entweder teilweise oder ganz in höheren Gesellschaftsschichten agieren, die Bedürfnisse und Zwänge - innere wie äußere - sehr glaubhaft darzustellen. Keine Figur bleibt dabei schablonenhaft. Selbst der tyrannische Regisseur, für den man direkt ein Bild im Kopf hat, ist tiefgründiger angelegt, als erwartet.Hier hungert jede und jeder nach irgendetwas und wie sich dies von innen begründet sowie von außen sichtbar wird, schlüsselt Tuil mal intensiver mal als Schlaglicht auf. Dabei ist ein Hauptthema der Alkoholismus des Ex-Präsidenten neben sexistischer und sexualisierter Gewalt sowohl in der Welt des Films als auch im Privaten. Jede Figur erfährt auf ähnliche Arten Ablehnung und reagiert auf ihre ganz eigene Art darauf. So heißt es im Roman: „Der Schauspielberuf hat mit dem politischen Amt gemein, dass man mit Ablehnung zurechtkommen muss. [...] Die Sehnsüchte der anderen zu verkörpern, zu verführen, die ganze Zeit, ohne sich des Ergebnisses sicher zu sein - Gefallenwollen ist eine Kunst für sich.“Wir blicken in „Die Liebeshungrigen“ hinter die Kulissen der Macht in verschiedenen Bereichen. Das ist hoch interessant und äußerst lesenswert. Auch habe ich sehr viel erfahren über gewisse Mechanismen und Vorgänge in den Bereichen Politik und Filmbranche. Ich habe das Buch eingesogen und hatte währenddessen und danach viel Diskussionsbedarf. Genau das kann und sollte ein sehr guter Roman erreichen.4,5/5 Sterne
Ein ehrlicher Blick
Dieses Buch hat mich echt bewegt! Schon das Cover ist was ganz anderes und sticht richtig aus der Masse heraus. Ich bin beim Lesen nur so durch die Seiten geflogen, weil die Geschichte mich sofort gepackt hat. Es geht um Frauen in der harten Medienwelt und wie schwierig es für sie ist, für ihre Rechte einzustehen, ohne gleich die Karriere zu riskieren. Ich fühlte richtig mit, wenn sie in dieser Zwickmühle stecken: Auf der einen Seite ihr Stolz und Feminismus, auf der anderen Seite die Liebe zu einem Mann, der ihnen absolut nicht gut tut. Die Sprache ist einfach, geht aber tief und macht einen richtig nachdenklich. Es ist keine leichte Kost - eben ehrlich und ungeschönt. Wer keine Lust auf eine kitschige Liebesgeschichte hat, sondern mal was Wahres lesen will, sollte hier unbedingt zugreifen! Ein wirklich starkes Buch, das zeigt, wie viel Kraft es kostet, man selbst zu bleiben.
Zwischen Glanz und Abgrund!
Karine Tuils Die Liebeshungrigen zieht schon mit seinem Cover in eine schillernde, zugleich kühle Welt hinein: elegant, distanziert und von einer unterschwelligen Spannung geprägt – passend zur Geschichte. Im Mittelpunkt steht der gefallene Ex-Präsident Dan Lehman, dessen Leben nach dem Machtverlust aus den Fugen gerät, während seine Frau als gefeierte Schauspielerin im Rampenlicht steht. Zwischen politischem Abstieg, medialer Inszenierung und einer bröckelnden Ehe entfaltet sich ein eindringliches Bild von Abhängigkeit, Sehnsucht und Selbstverlust.Tuils Schreibstil ist präzise und analytisch, fast schon kühl beobachtend, wodurch die Figuren in ihrer Zerrissenheit besonders greifbar werden. Beim Lesen habe ich mich immer wieder gefragt, wie ich selbst in solchen Situationen handeln würde – zwischen öffentlichem Druck, persönlichen Krisen und der Sehnsucht nach Anerkennung. Diese Welt aus Macht, Ruhm und öffentlicher Beobachtung ist mir persönlich fremd, aber gerade deshalb faszinierend. Es ist spannend, hinter die glänzende Fassade zu blicken und die Abgründe dahinter zu entdecken. Ein Roman, der einen nachdenklich zurücklässt und die Schattenseiten von Erfolg eindrucksvoll beleuchtet.
Absolut faszinierend!
Dan Lehmann steht im Mittelpunkt der absolut faszinierenden Geschichte: Eine Amtszeit lang war er der mächtigste Mann Frankreichs, ein Linkspolitiker jüdischer Herkunft. Die Wiederwahl hat er nicht geschafft und nun, ein Jahr später, schleppt er sich durch seine ereignislosen Tage. Verheiratet in 2. Ehe mit der schönen Schauspielerin Hilde Müller und spät nochmal Vater geworden, kümmert er sich hauptsächlich um die gemeinsame Tochter, während die Karriere seiner Frau nun nochmal Fahrt aufnimmt und ihr Film sogar in Cannes als Preisträger gehandelt wird. Seine Exfrau hat die Buchvorlage zu dem Film geschrieben. Die Geschichte dreht sich vor allem um Dan und sein Umfeld - seine Exfrau und die drei gemeinsamen erwachsenen Kinder, seine aktuelle Ehefrau, seine kleine Tochter, ehemalige Weggefährten, die ihm noch treu zur Seite stehen. Während Dan eindeutig kein Sympathieträger ist - er suhlt sich im Selbstmitleid, fährt seine aktuelle Ehe vor die Wand und vermisst sein altes Leben in jeder Hinsicht - sind die Nebenfiguren, allen voran die Exfrau Marianne - sehr viel sympathischer und vor allem allesamt sehr interessant. Es geht auch um feministische Themen, und zwar sehr oft - eine große Stärke des Buches! Am Stil hat mich vor allem begeistert, dass es Zwischenkapitel gibt, die mit M überschrieben sind und anders als der Rest des Romans in Ich-Form aus Sicht Mariannes geschrieben sind. Diese ist eine wahnsinnig tolle Figur - reflektiv, intelligent und zutiefst empathisch. Die Geschichte hat mich wie ein Sog in den Bann gezogen und ich konnte nicht aufhören zu lesen! Eine klare und eindeutige Leseempfehlung von mir!
Macht nachdenklich
Ich habe „Die Liebeshungrigen“ von Karine Tuil mit großer Spannung gelesen und war schnell von der düsteren, zugleich faszinierenden Atmosphäre gefesselt. Schon nach wenigen Seiten hatte ich das Gefühl, mitten in einer Welt zu stehen, in der Sehnsucht, Macht und Einsamkeit ständig miteinander ringen. Besonders beeindruckt hat mich, wie schonungslos die Autorin zeigt, wie sehr Menschen nach Liebe, Anerkennung und Nähe hungern, dabei aber oft genau das zerstören, was sie suchen. Ich mochte, dass keine Figur nur gut oder nur schlecht ist. Jeder trägt Widersprüche in sich, und gerade das machte die Personen für mich glaubwürdig und lebendig. Beim Lesen habe ich mich oft gefragt, wie ich selbst in solchen Situationen handeln würde. Der Stil wirkte auf mich klar, direkt und zugleich elegant. Manche Szenen waren unangenehm ehrlich, aber genau deshalb wirkten sie nach. Besonders stark fand ich die Kritik an Medien, Oberflächlichkeit und gesellschaftlichem Druck. Gleichzeitig erzählt das Buch sehr menschlich von Verletzlichkeit und dem Wunsch, gesehen zu werden. Nicht jede Passage war leicht zu lesen, doch gerade diese Reibung machte den Roman intensiv. Ich habe das Buch nachdenklich zugeklappt und noch lange darüber nachgedacht, wie zerbrechlich Beziehungen sein können. Für mich ist es ein kluger, mutiger und emotionaler Roman, den ich gern weiterempfehle.
Behutsam und direkt
Der Roman hat mich in jeder Hinsicht überzeugt. Das Cover ist ungewöhnlich und wirkt für mich nicht von aktuellen Trends beherrscht, das gefällt mir sehr gut.Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und konnte gar nicht genug bekommen von der Geschichte. Besonders beeindruckt hat mich die Einfühlsamkeit, mit der die Autorin die verschiedenen Figuren erzählen lässt. Bei den allermeisten Figuren konnte ich auch eine Entwicklung erkennen, was dem Roman eine gewisse Tiefe gibt. Die Thematik und auch die Geschehnisse des Buchs sind natürlich nicht unbedingt einfach, aber werden meiner Meinung nach gleichzeitig behutsam, aber auch direkt auf den Tisch gebracht. Die Sprache ist nicht schwer zu verstehen, aber dennoch hatte ich als Leserin das Gefühl, ein sehr intellektuelles und bedeutsames Buch zu lesen, was vielleicht auch an den Figuren und deren Verhalten liegen könnte.Für mich hat die Geschichte einen realen, unverzerrten Blick auf eine künstliche, polierte Welt geboten, in der sehr menschliche Figuren leben und vor allem lieben. Der Aspekt der Liebe wurde sehr schön und vielschichtig aufgearbeitet, was beim Lesen aber auch ein bisschen wehtut.Ich kann das Buch empfehlen, wenn man auf der Suche nach einem schonungslosen, aber dennoch empathischen Roman ist.
Wenn Liebe zur Sehnsucht nach Anerkennung wird
Karine Tuil schreibt in "Die Liebeshungrigen" mit einer Kälte, die nicht gefühllos ist, sondern hellwach. Ihr Roman seziert Menschen, die nach Liebe suchen und doch oft etwas anderes meinen: Bestätigung, Einfluss, Bewunderung, einen Platz im Licht. Genau darin liegt seine Stärke. Tuil zeigt nicht das große Gefühl als romantische Erlösung, sondern als etwas Unruhiges, Hungriges, manchmal Beschämendes.Besonders beeindruckt hat mich, wie sicher sie die Mechanik zwischen Innenleben und Außenwirkung beherrscht. Ihre Figuren wirken nie einfach sympathisch oder unsympathisch. Sie sind eitel, verletzt, klug, bedürftig, selbstgerecht, manchmal geradezu verloren — und dadurch erstaunlich glaubwürdig. Man erkennt in ihnen keine Helden, sondern Menschen, die sich vor anderen inszenieren und dabei sich selbst immer weniger entkommen.Der Roman hat eine elegante Härte. Tuil schreibt präzise, ohne trocken zu werden, und sie vertraut auf Zwischentöne: auf Gesten, kleine Verschiebungen, Blicke, Machtverhältnisse, die nicht ausgesprochen werden müssen, um spürbar zu sein. Gerade diese Genauigkeit macht die Lektüre so intensiv. Nichts wirkt zufällig, und doch bleibt genug Luft für Ambivalenz.Was "Die Liebeshungrigen" für mich besonders lesenswert macht, ist seine Gegenwärtigkeit. Das Buch erzählt nicht einfach von Beziehungen, sondern von einer Welt, in der Liebe, Ruhm, Jugend, Körper, Erfolg und moralische Haltung ständig miteinander verrechnet werden. Tuil hält dieser Welt keinen erhobenen Zeigefinger vor, sondern einen Spiegel — und der ist stellenweise unangenehm klar.Ein kluger, scharf beobachteter und stilistisch sehr souveräner Roman. Nicht bequem, nicht gefällig, aber genau deshalb so stark. Für mich volle 5 Sterne.
Die immense Macht der Medien
Die Liebeshungrigen ist ein Liebesroman von Karine Tuil. Das 400-seitige Buch erzählt die Geschichte eines ehemaligen Präsidenten, dessen Leben nach dem Ausscheiden aus dem Amt turbulent verläuft.Dan Lehman, ein jüdischer Ex-Präsident des Élysée-Palastes, kehrt nach seiner gescheiterten Wiederwahl in den Alltag zurück. Auch sein Liebesleben gerät aus den Fugen: Seine Ehe mit Hilde Müller, einer deutschen Schauspielerin, die für einen Film in Cannes nominiert wurde, steht in starkem Kontrast zu ihrem unbekannten Ehemann. Was Dan zusätzlich frustriert, ist, dass dieser Film auf einem Roman seiner Ex-Frau Marianne basiert.Mir hat der Roman sehr gut gefallen, da ich die Grundidee originell fand. Es ist nicht nur ein Liebesroman, sondern behandelt auch tiefgründige Themen wie Politik, Ehe, Massenmedien und Feminismus. Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, sodass die Leser die Schicksale der einzelnen Charaktere nachvollziehen können. Obwohl sich manche Passagen etwas in die Länge ziehen, ist der Roman insgesamt sehr fesselnd. Ich glaube, die Darstellung der Macht der Medien durch die Autorin ist sehr realistisch; die immense Macht der Medien, Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens zu formen oder das Leben anderer Menschen zu zerstören, sollte nicht unterschätzt werden.
Sehr interessant
Ich finde das Coverpass recht gut zu dem Inhalt des Buches. Ich hätte von diesem Buch keine richtigen Vorstellungen als ich begann es zu lesen. Doch es hat mich recht schnell in seinen Bann gezogen, denn obwohl es keinen einfachen Lesefluss hat, kamn man es nicht so schnell aus der Hand legen. Denn die Geschichte des Buches ist sehr interessant. In diesem Buch geht es um die Machtverhältnisse der Politik und wie es als Politiker ist wenn man auf einmal nicht mehr an der Macht ist. Die Fragen kommen auf nach der Bedeutung des Ichs. Und wie es in einem steht, wenn die primäre Bedeutung auf einmal wegfällt. Dieses Thema hatte ich so in keinem Buch zuvor vorgefunden und war deshalb sehr gefesselt von diesem Buch. Ich kann es auf jeden Fall allen Leserinnen empfehlen, die sich für politische Themen und Machtverhältnisse interessieren. Für mich ein sehr gutes Buch.
Politik
Ein Buch, das mich total in den Bann gezogen hat, haben doch irgendwie die fiktiven Haupt-Protagonisten irgendwie eine Parallele mit der Realität. Dan Lehmann ist nicht mehr als Präsident von Frankreich gewählt worden. Er fühlt sich leer und verloren an, betäubt sich in seiner vielen Freizeit mit Alkohol. Seine wesentlich jüngere zweite Ehefrau Hilda beginnt wieder mit ihrer liegengelassenen Filmkarriere und spielt die Hauptrolle in einem Film nach einem Buch, das Dans erste Ehefrau Marianne geschrieben hat. Seine kleine Tochter Anna, taubstumm, hängt sehr an ihrem Vater. Zu allem Unglück ist Dan auch noch in ein Gerichtsverfahren verwickelt. Seine Ehe besteht nur noch auf dem Papier und Hilda beginnt eine Affäre mit dem Regisseur des Films. Nun sucht Dan immer wieder den Kontakt zu Marianne und seinen drei Kindern aus dieser Ehe. Hier wird uns ganz klar und deutlich geschildert, was mit Menschen passiert, die die Macht hatten, voll in der Öffentlichkeit standen und das Sagen über eine ganze Nation hatten. Dan wird immer mehr zum Alkoholiker, schon in der Früh fängt er an zu trinken. Hilda feiert große Erfolge, aber auch ihr Glück scheint nicht vollkommen, denn de Regisseur ist ein bestimmender Mann, auch am Set hat er die Leute beschimpft und erniedrigt. Hier wird auch das Thema eheliche Gewalt, von der der Film handelt, angesprochen. Die Autorin versteht es total, die Emotionen der einzelnen Personen darzustellen, von Gewalt, Sucht, Gier, Ruhm, Übergriffigkeit aber auch vermeintlicher Liebe. Die Übersetzung aus dem Französischen ist sehr gut gelungen. Besonders hervorzuheben ist, dass die Kapitel aus der Sichtweise verschiedener Personen geschrieben sind und so dem Leser einiges offenbaren. Das Cover zeigt ein elegantes Paar. Ein Buch, das zum Nachdenken anregt.
Veranstaltungen & Medientermine
Karine Tuil liest aus ›Die Liebeshungrigen‹
Salvatorplatz 1
80333 München
Karine Tuil liest aus ›Die Liebeshungrigen‹
Brückenstraße 4
69117 Heidelberg-Neuenheim
Karine Tuil liest aus ›Die Liebeshungrigen‹
Schwanenwik 38
22087 Hamburg