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Buch Genau so, wie es immer war von Claire Lombardo und Text Glück ist ein vorübergehender Zustand, Familie bleibt ein Leben lang.
Buch Genau so, wie es immer war von Claire Lombardo und Text Glück ist ein vorübergehender Zustand, Familie bleibt ein Leben lang.

Auch als Hörbuch

›Genauso wie es immer war‹ gibt es auch als Hörbuch zum Download oder Streamen – gelesen von Andrea Sawatzki.

Ungekürzte Lesung
Spieldauer: 18 Stunden und 39 Minuten

Jetzt reinhören:

Glück ist ein vorübergehender Zustand – Familie bleibt ein Leben lang

Genau so, wie es immer war

Manchmal kann Julia Ames es gar nicht fassen, was für ein unwahrscheinlich schönes Leben sie führt. Mit Mark hat sie seit Jahrzehnten einen liebenden Ehemann an ihrer Seite, zusammen haben sie zwei Kinder in die Welt gesetzt, auf die sie stolzer nicht sein könnte. Doch Glück ist nur ein vorübergehender Zustand, wie Julia schnell feststellen muss – Familie bleibt einem hingegen ein Leben lang erhalten.
Sohn Ben schockiert seine Eltern bei einem Besuch mit einer folgenschweren Nachricht. Tochter Alma ist kurz davor, aufs College zu gehen, was eine ungewohnte Angst vor dem leeren Nest in Julia weckt. Und beim Einkaufen trifft Julia zufällig auf eine Frau, die sie seit fast 20 Jahren nicht mehr gesehen hat – einst war die mütterliche Freundin ihre Rettung, bevor sie einer Katastrophe den Weg ebnete. Gefangen zwischen ihrer bewegten Vergangenheit und der chaotischen Gegenwart verliert Julia zunehmend die Kontrolle.

Ein emotional mitreißender Roman über die Ambivalenz von Mutterschaft, die Bedeutung von Freundschaft und die Kraftanstrengung, die eine beständige Liebe voraussetzt.

Nach dem großen Erfolg von ›Der größte Spaß, den wir je hatten‹ beweist sich Claire Lombardo erneut als eine meisterhafte Erzählerin: Brillant erkundet sie die komplizierten Gefühlswelt einer ganz normalen Frau und beleuchtet die flüchtigen und doch tief einschneidenden Momente, die über Erfolg oder Scheitern einer Ehe und einer Familie entscheiden können.

»Ein zugleich zugänglicher und ungemein tiefsinniger Roman, der besonders einnehmend von Verlust- und Scheiternsängsten erzählt, aber nie schwermütig, sondern klug und witzig. Eine große Empfehlung.« Matt Haig

»Ein überragender zweiter Roman. Lombardo schreibt mit bemerkenswertem Humor und Einfühlungsvermögen über komplexe weibliche Innenleben und die so häufig problembehafteten Dynamiken zwischen Müttern und ihren Kindern.« The Observer

Bibliografische Daten

EUR 15,00 [DE] – EUR 15,50 [AT]
ISBN : 978-3-423-14940-2
Erscheinungsdatum: 13.11.2025
1. Auflage
720 Seiten
Format : 12,2 x 19,1 cm
Sprache: Deutsch, Übersetzung: Aus dem Englischen von Sylvia Spatz
Autor*innenporträt

Claire Lombardo

Claire Lombardo, 1989 geboren in Oak Park, Illinois, arbeitete als Sozialarbeiterin und PR-Agentin, bevor sie am renommierten Iowa Writers' Workshop studierte. Ihr Debütroman ›Der größte Spaß, den wir je hatten‹ war ein New York Times-Bestseller, wurde für den Women's Prize for Fiction nominiert und in ein Dutzend Sprachen übersetzt. Sie lebt in Iowa City.

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Übersetzer*innenporträt

Sylvia Spatz

Sylvia Spatz arbeitet als freie Lektorin und Übersetzerin aus dem Englischen, Italienischen und Französischen. Sie lebt mit ihrer Familie in Italien.

zur Übersetzer*innen Seite
Bei unserer Presseabteilung können Sie unter Angabe des Verwendungszwecks Autor*innenfotos anfordern.

89 von 89 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.37 von 5 Sternen


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7 - 10 von 89 Leserstimme

evelyn heger am 13.08.2024 16:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Von Erinnerungen geprägt

Wie verläuft das Leben einer Frau, das von Kindheitserinnerungen, schlechtem Gewissen und Schuldeingeständnissen geprägt ist? Julia ist Ende fünfzig, hat einen verständnisvollen Mann und zwei ganz normale Kinder und fragt sich doch jeweils immer, ob das das Leben ist, das sie verdient hat. Von Zweifeln an sich selbst und an ihrer Familie geprägt verhält sie sich oft unerwartet brüsk und kann ihre wahren Gefühle der Liebe nicht den anderen vermitteln. In Kindheit und Jugend hat sie sich von ihrer Mutter nie angenommen gefühlt und sie kann das Verhalten der Mutter auch nicht verzeihen. In Erinnerung sind ihr nur die negativen Ereignisse, erst als sie ihre eigenen Gefühle ihren Kindern gegenüber realisiert, kann sie das Verhalten der Mutter annehmen und sich mit ihr versöhnen. Eine unglückliche Liaison, die sie eingeht als ihr Sohn Ben gerade einige Jahre alt ist, wird sie ihr Leben lang verfolgen und sie auch immer wieder an der innigen Liebe ihres Mannes zweifeln lassen. Claire Lombardo beschreibt das wieder einfühlsam und empathisch. Obwohl man vielleicht mit Julias Verhalten nicht einverstanden ist, hat man doch Mitgefühl und Verständnis für sie. Leben ist nicht einfach.

danni am 12.08.2024 11:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Tiefgründige Lebensgeschichte

Claire Lombardos Buch "Genauso wie es immer war" hat mich von der ersten Seite an in den Bann gezogen, auch wenn der Titel eigentlich irreführend ist. Familie bleibt ein Leben lang, aber es geht ja gerade eben um die Veränderungen, die auf Julia Ames zukommen und die sie bewältigen muss. Ein Ehemann, Mark, zwei Kinder, Ben und Alma, die so langsam das Nest verlassen, und Julia wird durch ein Treffen mit einer alten Freundin, die sie lange nicht gesehen hat, mit ihrer schwierigen Vergangenheit konfrontiert. Episoden aus Vergangenheit und Gegenwart wechseln sich in den Kapiteln ab, was ich als sehr spannend empfunden habe. Julia hatte ein sehr schwieriges Verhältnis zu ihren Eltern und hat eigentlich Bindungsängste und kann schlecht vertrauen. Alles in allem ein sehr gutes Buch, das ich unbedingt empfehlen würde. Allerdings hätte ich es lieber etwas kompakter gehabt, 700 Seiten sind oft ein wenig zuviel, daher ein Stern Abzug!

sabsisonne am 11.08.2024 19:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

eine unzufriedene Frau

Julia lernt als Mutter des 4jährigen Ben die deutlich ältere Helen kennen. Zwischen den zwei Frauen entwickelt sich eine Freundschaft, in der Julia sich einerseits geborgen und andererseits klein fühlt. Durch besondere Umstände gehen sie getrennte Wege und treffen sich nach 20 Jahren im Supermarkt wieder. Aber das ist nicht das einzige, was Julia über ihr Leben nachdenken lässt. Ihre beiden Kinder verlassen das Haus. Ben wird überraschend Vater und plant auch gleich seine Hochzeit, Alma steht vor ihrem Highschoolabschluss und geht demnächst auf die Uni.Julia Ames lebt den amerikanischen Traum, ist aber mit ihrem Dasein unzufrieden. Sie hegt ständig Selbstzweifel, mag nur wenige Menschen und suhlt sich auch gern im Selbstmitleid.In Rückblenden wird ihr ganzes Leben erzählt: Der frühe Verlust des geliebten Vaters, das Alleinsein mit ihrer exzentrischen Mutter, die Flucht auf die Uni, das Kennenlernen von Mark, das Abstimmen des gemeinsamen Lebensweges, das Alleinsein mit dem ersten Kind, ihre Stellung in ihrer eigenen Familie.Lange war mir Julia unsympathisch. Sie hat einen liebevollen Ehemann, zwei tolle Kinder und auch finanziell geht es der Familie sehr gut. Aber Julia macht sich durch ihr negatives Denken ihre eigentlich heile Welt selbst kaputt. Mehrfach hätte ich ihr gern zugerufen: Sei doch mal zufrieden, du hast soviel mehr als so manch andere. Am Ende habe ich mich mit ihr versöhnt, weil sie sich rückblickend doch hauptsächlich positiv an ihr Leben erinnert.Auch wenn es für diese Familiengeschichte keiner 712 Seiten bedurft hätte, und es im Mittelteil etwas zäh wurde, hat die Autorin doch einen bestimmten Typ Frau sehr gut beschrieben.

lena2106 am 11.08.2024 11:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Wie Immer

Ich muss eingestehen, allein der Titel und das Cover hätten meine Neugierde nicht unbedingt erweckt. Auf dem ersten Blick erscheint das Buch doch sehr gewöhnlich.Die Autorin hat es aber geschafft, mit ihrem schönen und verständlichen und zugleicht flüssigen Schreibstil mich als Leser zu beeindrucken und meinen ersten Eindruck durch einen positiven zu ersetzen.Als primäre Geschichte wird die von Julia in den Vordergrund gerückt. Durch viele verschiedene Parallelen zum eigenen Leben wird der Leser direkt angesprochen und kann sich gut in die Story von Julia hineinversetzen. Ich als Leser habe mir viele Fragen nebenbei gestellt und wurde selber zum grübeln angeregt.Die Geschichte wird ohne großes Drama und Aufregung beschrieben, was mir als Leser sehr gut getan hat. Ich kann das Buch ohne schlechtes Gewissen weiterempfehlen.

leseclau am 10.08.2024 19:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Lebensweg zwischen Glück und Verzweiflung

Ein ganzes Leben verpackt Claire Lombardo in rund 700 Seiten. Manchmal wünsche ich mir das Buch etwas kompakter, manchmal genieße ich den Detailgrad und verliere mich geradezu in den Seiten. Immer wieder bleibe ich bei einzelnen Sätzen hängen, die mich packen („Eine Partnerschaft am Laufen zu halten ist wahrlich nicht einfach gewesen, sich bei öffentlichen Anlässen blind darauf zu verlassen dagegen nie ein Problem“).Julia ist belastet durch extrem schwierige Kindheitsverhältnisse, bindungsunsicher, immer die Antennen ausgefahren, um abzuschätzen, was von ihr erwartet wird. Nun ist sie selbst Mutter und Ehefrau und kämpft mit ihren Dämonen. Sie kennt es einfach nicht, anderen zu vertrauen.Und peu à peu wird ihr Leben aufgerollt. Episoden aus der Kindheit wechseln sich mit dem Erwachsenenleben ab. Und auch hier springt die Autorin zwischen dem hier und jetzt und Erlebnissen, als Julia junge Mutter war. Die Mühelosigkeit dieser Zeitsprünge begeistert mich. Ich leide mit Julia mit, wenn ihre Beziehung zur Mutter aufgearbeitet wird, versuche ihre depressiven Phasen zu verstehen, frage mich, wie sie Frieden finden kann und freue mich mit ihr, wenn ihr Mann Mark und die Kinder immer wieder Fels in der Brandung sind. Mich würde diese Geschichte extrem aus der Sicht von Mark interessieren. Wie er wohl die ganze Zeit empfindet? Einzelne Einblicke gibt es.Das Buch wirkt auf jeden Fall nach. Vielleicht, weil es eine ganz normale Geschichte ist. Die zeigt, dass jeder um seinen Platz im Leben kämpfen kann und manchmal auch muss.

julyinthesky am 10.08.2024 09:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Das Gefühlsleben einer Frau im amerikanischen Suburb

In diesem 700-Seiten-Roman tauchen wir ein die Lebenswelt von Julia Ames, die mit ihrem Mann und den zwei gemeinsamen Kindern in einem wohlsituierten amerikanischen Vorort lebt. Von außen betrachtet handelt es sich hier um die perfekte Familie, aber schnell stellt sich heraus, dass es Julia psychisch nicht gut geht und die Beziehung zu ihrem Mann sehr angespannt ist. Auch mit ihrer Teenager-Tochter hat sie so ihre Probleme. Als der Sohn dann auch noch eröffnet, dass bei ihm große Veränderungen anstehen, gerät Julias Welt noch weiter durcheinander.In nicht-chronologisch-geordneten Rückblenden erfahren wir viel über Julias Kindheit und die Verletzungen, die ihren Charakter sehr geprägt haben. In ihrer Verzweiflung und Unsicherheit hat sie manchmal falsche Entscheidungen getroffen - was sie in den Augen mancher Leser*innen wohl unsympathisch wirken lässt -, die für mich aber alle nachvollziehbar waren. Nur wer selbst eine schwierige Kindheit hatte, kann wohl im Ansatz verstehen, welche emotionalen Erdbeben die eigene Mutterschaft in einem auslösen kann.Ein zentrales Thema ist Julias schwieriges Verhältnis zu ihrer Mutter. Bis zum Ende ist nicht ganz klar, was eigentlich zwischen den beiden vorgefallen ist. Auch warum die Beziehung zu ihrem Mann Marc so angespannt ist und was es mit der ominösen älteren Frau im Supermarkt auf sich hat, klärt sich erst im Laufe des Romans. Am Ende setzt sich das Puzzle zusammen und man erhält ein relativ umfangreiches Gesamtbild über das (Gefühls-)Leben von Julia Ames.Lombardos Stärken liegen in der Beschreibung von zwischenmenschlichen Situationen und Dialogen, die alle sehr realistisch wirken und viele Zwischentöne transportieren. Für mich hatte der Roman keine Längen und ich habe die 700 Seiten gerne gelesen. Beim Ende hätte ich beinahe ein paar Tränchen verdrückt, weil es doch sehr emotional wurde.Das Cover hat mir auch sehr gut gefallen (schöne Farbkombination).

bücherhummelchen am 09.08.2024 20:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Familie zählt!

Das Buch "Genau so wie es immer war" von Claire Lombardo ist eine Familiengeschichte, die mich sehr bewegt hat.Julia ist Ende 50 und verheiratet mit Marc. Sie haben 2 Kinder Ben und Alma. Ihr Leben war nicht immer glücklich. Sie hat ein schwieriges Verhältnis zu ihrer Mutter. Die Autorin Claire Lombardo nimmt uns mit auf die Lebensgeschichte der Julia. Durch die Perspektivwechsel der Vergangenheit und Gegenwart bekommt man Einblick in Julias problematische Kindheit, ihre Mutterschaft und in die Ehe mit Marc. Die Charaktere werden gut beschrieben und ich konnte die Gedanken und Gefühle nachvollziehen. Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen. Das Buch ist in 3 Teile eingeteilt. Stellenweise hat sich die Geschichte etwas gezogen. Das Buch hat auch 713 Seiten. Jedoch mochte ich die Erzählung sehr und habe es genossen Julias Familie kennen und lieben zu lernen.

lueg98 am 09.08.2024 18:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Sehr schön

Das Buch hat mich mit seinem Cover und seinem Klappentext direkt neugierig gemacht. Tatsächlich sind mir direkt nach dem lesen des Klappentextes ein paar Leute eingefallen an die ich dabei denken musste. Das Cover passt sehr gut zum Titel und sieht sehr ansprechend aus.Die Geschichte einer besonderen Freundschaft zwischen Julia und Helen hat mich direkt in den Bann gezogen. Der Schreibstil ist super schön und man fühlt sich direkt ab dem ersten Kapitel im Buch angekommen und verbunden mit den Charakteren. Die Geschichte erzählt von Julias Leben, welche so viele parallele zur Wirklichkeit hat und man dadurch noch mehr angesprochen wird.eine rundum wunderbare Geschichte, die ohne große Aufregungen und ohne viel Drama trotzdem ganz toll ist. Durch den angenehmen und flüssigen Schreibstil liest sich dieses Buch fast von alleine. Ich fühlte mich durchweg gut unterhalten und hatte nie das Gefühl nicht mehr weiter lesen zu wollen. Ich empfehle das Buch gerne weiter.

bigz am 09.08.2024 16:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Ein ganz alltägliches gutes Leben, Ehefrau, Mutter und trotzdem ist es oft so schwer

Julia Ames ist Ende fünfzig, verheiratet, mit einem guten Mann und Mutter von zwei Kindern. Ihr Sohn macht sich gerade auf in ein eigenes selbstständiges Leben, die Teenagertochter ist auf dem Absprung zum College. Leer wird es werden im Haus, das wird ihr bewusst und dann begegnet ihr im Supermarkt Helen, die ältere Freundin aus einem irgendwie anderen Leben. Viele Jahre ist es hier, ihr Sohn Ben war gerade 3, als diese Frau zu einem ganz wichtigen Halt in ihrem Leben wurde, für einige Zeit. Dinge, die sie damals getan hat, in ihrem Unglücklichsein, der Unzufriedenheit, einer Depression, sie hat sie bereut und Konsequenzen gezogen. Ob es die richtigen waren, damals und auch zu vielen anderen Zeiten in ihrem Leben, das sind Dinge, die wohl jeder hinterfragt, beim Rückblick in Vergangenes.Diese Geschichte, die Geschichte eines amerikanisches Lebens, die einer Frau, in guten Verhältnissen, was die Erwachsenenzeit mit Mann und Familie betrifft, die Kindheit war da eher belastet, sie gibt uns Einblicke in all die Facetten der Gefühlswelt eines Menschen, der heftige Kämpfe mit seinen Emotionen austrägt, oft Unzufriedenheit empfindet und unbefriedigt ist, von dem, was seine vorgegebene und doch auch irgendwie selbstgewählte Rolle im inneren Zirkel der Familienbande und auch darüber hinaus, ausmacht und ihm abverlangt. Es gibt keine gravierenden Schicksalsschläge, keinen existentiellen Kampf, es ist einfach das, was aufeinandertrifft, das individuelle Sein eben dieser Julia und die eher unaufgeregten Gegebenheiten des Lebens, wie man sie zu bewältigen hat. Mal funktioniert es besser, mal weniger und auch der Faktor Alter und Zeit trägt natürlich seinen Teil dazu bei. Und man ist ziemlich nah dran, mit wiederholten Zeitsprüngen, die schon ein zusätzliches Maß an Aufmerksamkeit vom Leser fordern, aber auch helfen, dabei zu bleiben, denn manchmal könnten die Befindlichkeiten, die sich, das ist nun einmal so, auch wiederholen, sonst zu auch einem leichten Hauch von Ermüdung führen, vielleicht.Dies ist ein Buch, das gut unterhält, mit Gefühlen, die einem näher sind und Teilen, da ist das dann einfach so, aber man kann dieser Frau einiges abgewinnen und das Ende schließt den Kreis.

herzchentante am 09.08.2024 11:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Tolle Geschichte

"Genauso wie es immer war“ ist ein sehr besonderes Buch. Es wird unter anderem die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft zwischen Julia und Helen erzählt. Bereits ab dem ersten Kapitel hat mich die Geschichte gefesselt und begierig gemacht, der Schreibstil mich in seinen Bann gezogen und mir ein sehr heimisches Gefühl vermittelt. Ich hatte eine starke Bindung zu den Charakteren, was sicherlich auch an der Länge des Buches lag und wollte sie ungern gehen lassen. Nur das Ende war mir zu kompakt. Die Erzählungen aus mehreren Perspektive haben mir sehr gut gefallen.Insgesamt ist es eine wunderbare Geschichte, die ohne große Aufregungen und ohne viel Drama auskommt. Durch den angenehmen und flüssigen Schreibstil liest sich dieses Buch einfach ganz hintereinander weg. Ich fühlte mich durchweg gut unterhalten – klare Kauf- und Leseempfehlung!

DAS KÖNNTE IHNEN AUCH GEFALLEN