Coverbild Der Abstinent von Ian McGuire, ISBN-978-3-423-28272-7

Der Abstinent

Roman
Hardcover
23,00 EURO
E-Book
18,99 EURO
»Ein literarischer Noir, dicht und spannend.« Richard Ford

Manchester, 1867. Im Morgengrauen hängen die Rebellen. Die englische Polizei wirft ihnen vor, die ›Fenians‹, irische Unabhängigkeitskämpfer, zu unterstützen. Eine gefährliche Machtgeste seines Vorgesetzten, findet Constable James O’Connor, der gerade aus Dublin nach Manchester versetzt wurde. Einst hieß es, er sei der klügste Mann der Stadt gewesen. Das war, bevor er seine Frau verlor, bevor er sich dem Whiskey hingab. Mittlerweile rührt er keinen Tropfen mehr an. Doch jetzt sinnen die ›Fenians‹ nach Rache. Der Kriegsveteran Stephen Doyle, amerikanischer Ire und vom Kämpfen besessen, heftet sich an O’Connors Fersen. Ein Kampf beginnt, der O’Connor tief hineinzieht in einen Strudel aus Verrat, Schuld und Gewalt.

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dtv Literatur
Aus dem Englischen von Jan Schönherr
Deutsche Erstausgabe, 336 Seiten, ISBN 978-3-423-28272-7
Autor*innen
Portrait von Ian McGuire

Ian McGuire

Ian McGuire, geboren 1964, ist ein britischer Schriftsteller und Literaturwissenschaftler. Mit ›Nordwasser‹ war er 2016 für den Man Booker Prize nominiert. Der Roman ...
Übersetzer*innen

Jan Schönherr

Jan Schönherr hat Charles Bukowski, Roald Dahl und Jonathan Safran Foer übersetzt und wurde für seine Arbeit mehrfach ausgezeichnet.

Pressestimmen

Andreas Förster, Berliner Zeitung, Juli 2021
»Wie einem Zeichner gelingt es McGuire, mit wenigen Strichen eine Situation, einen Ort so plastisch darzustellen, dass man sich hineinversetzt fühlt.«
Rainer Moritz und Thomas Andre, Hamburger Abendblatt, Podcast ›Next Book Please‹ , Juni 2021
»›Der Abstinent‹ zielt genau ins Herz der Finsternis.«
Günter Keil, Playboy, Juni 2021
»Dunkles Duell, literarisch brillant, randvoll mit Bier und Whiskey.«
Sylvia Staude, Frankfurter Rundschau, Mai 2021
»Mit breitem Strich trägt er Dunkelheit, trägt Schmerz, Blut, Grausamkeit auf, und für seine Figuren gibt es keine Erlösung.«
Nicolas Freund, Süddeutsche Zeitung, Mai 2021
»Ein unprätentiöser, fast stiller Roman, der seine Tiefe dennoch nie ausstellt, sondern es schafft, in den rußschwarzen Straßen Manchesters grundlegende Fragen nach Gewalt, Schuld und Erlösung zu stellen.«
APA, April 2021
»›Der Abstinent‹ erzählt eindringlich von menschlichen Dramen, von Schuld, Verfehlungen, Schwächen und Verrat.«
Ruprecht Frieling, literaturzeitschrift.de, Juli 2021
»Der historische Roman noir liest sich packend wie ein Krimi und erzeugt atemberaubende Spannung. Fazit: spannnend, milieudicht, außergewöhnlich.«
Alex Dengler, denglers-buchkritik.de, Juli 2021
»Hart, schmutzig, düster – ein Kriminalroman wie das Leben damals.«
Buchhändler Eckart Erdmann, Rheinische Post, Juli 2021
»Großes Kino zwischen zwei Buchdeckeln!«
Goslarsche Zeitung, Juni 2021
»Ian McGuire hat mit ›Der Abstinent‹ einen sehr dichten, düsteren Roman vorgelegt.«
Rainer Moritz, Die Furche, Juni 2021
»Schnörkellos bis zuletzt wird hier erzählt, vermutlich weil dieses furchbare Regiment der Gewalt keine Schnörkel verträgt und braucht.«
Ralf Stiftel, Westfälischer Anzeiger, Juni 2021
»Der 1964 geborene englische Autor gibt ein aufregend dichtes literarisches Zeitbild, eine düstere moralische Parabel über eine Spirale der Gewalt, bei der die Eskalation unaufhaltsam scheint.«
Werner Krause, Kleine Zeitung (Newsletter), Mai 2021
»Bewundernswert ist erneut McGuires Fähigkeit, für viel Lokalkolorit zu sorgen und eine dichte, pralle Atmosphäre zu schaffen. Wie es sich für ein spannendes Lese-Abenteuer eben gehört.«
Andreas Schröter, Hellweger Anzeiger, Mai 2021
»Der Roman des 1964 geborenen Autors besticht durch seine düstere Atmosphäre.«
Michael Müller, Buchprofile/medienprofile, Jg. 66/2021
»Der spannende, sprachlich überzeugende Roman gibt einen Einblick in das Leben und Denken vor gut 150 Jahren und ist ein Plädoyer gegen Rache und für Mitgefühl.«
Oberösterreichisches Volksblatt, April 2021
»›Der Abstinent‹ erzählt eindringlich von menschlichen Dramen, von Schuld, Verfehlungen, Schwächen und Verrat.«
wodisoft.ch, April 2021
»Dieser Rachethriller ist sehr spannend zu lesen. Ich kann dieses Buch nur empfehlen.«
Joachim Schwend, logbuch, kreuzer-Sonderheft, Bücherfrühling 2021
»Es gibt tiefe menschliche Gefühle, verletzte Seelen und schließlich den Versuch, die Kette der zerstörerischen Gewalt zu sprengen.«

Leserstimmen

Ihre Meinung
»Iren und Engländer England, Ende des 19. Jahrhunderts. Armut, Schmutz und Perspektivlosigkeit herrschen hier vor, ein perfekter Schauplatz für einen düsteren, historischen Krimi. Der Autor versteht es wunderbar, diese Stimmung einzufangen und wiederzugeben. Er schafft an manchen Orten ine sehr beklemmende Atmosphäre. Im Vordergrund steht der Kampf zwischen Iren und Engländern. Es geht um Verrat und Loyalität, Gewalt und Rache. Und dazwischen James O’Connor, ein ehemaliger Alkoholiker und Polizist. Dank seiner irischen Herkunft, scheint er bestens geeignet den Mord an einem anderen Polizisten aufzuklären. Er steht zwischen den revalisierenden Gruppen, allen voran Stephen Doyle... Durch die verschiedenen Erzähler bekommt der Leser einen guten Blick auf beide Seiten, beide Meinungen und Ziele. Ein interessanter Blick in die Geschichte.«
ANTWORTEN
»„Der Abstinent“ hat mich schon nach den ersten paar Seiten gepackt. Ian McGuire erschafft eine dunkle, düstere Atmosphäre im Manchester des 18ten Jahrhunderts. Man spürt, dass die Stadt brodelt, die „Fenians“ – irische Freiheitskämpfer, wollen Rache für ihre gehängten Kameraden. James O’Conner der vor kurzem erst von Dublin in die Stadt versetzt wurde, soll sie aufhalten und vor allem den Mann aus Amerika, Stephen Doyle. Doch James O’Conner hat selbst als Ire einen schweren Stand bei seinen englischen Kollegen und noch immer droht ihn auch seine eigene Vergangenheit zu überwältigten. Ausgerechnet sein Neffe aus New York Michael Sullivan gerät dann als Spion in die ganze Sache hinein und verkompliziert die ganze Situation für James O’Conner noch weiter. Das Setting von „Der Abstinent“ ist gut gewählt, der Einstieg und auch der Anfang der Gewaltspirale orientiert sich an einem Ereignis das sich am 23. November 1867 wirklich zugetragen hat, nämlich die Hinrichtung dreier Iren wegen dem Mord an dem Polizisten Charles Brett. Diesen historischen Bezug fand ich sehr interessant, noch heute sind die zwei Themen Nationalismus und Terrorismus oft miteinander verknüpft. Dazu kommen überzeugende Charaktere und der unumgängliche scheinende Strudel aus Rache, Gewalt, Schuld und Verrat. Tatsächlich hat mich die ganze Geschichte, gerade zum Schluss hin sehr stark an den von mir geliebten „Der Graf von Monte Christo“ von Alexandre Dumas erinnert. Wer hier nur einen seichten Unterhaltungskrimi erwartet ist definitiv fehl am Platz, „Der Abstinent“ hat dafür viel mehr zu bieten. Von meiner Seite aus eine absolute Leseempfehlung,«
ANTWORTEN
»Irisches Duell Das Erscheinen der deutschen Übersetzung "Der Abstinent" von Ian McGuires neuestem Roman trifft zeitlich mit beängstigenden Nachrichten über Unruhen in Nordirland zusammen. Seit dem Karfreitagsabkommen vom 10. April 1998 einigermaßen befriedet, werden sie nun, exakt 23 Jahre später, von militanten protestantisch-loyalistischen Gruppierungen erneut angeheizt. Aktuelle Gründe sind die Unzufriedenheit über den Bexit-Sonderstatus Nordirlands und eine Nicht-Ahndung von Corona-Verstößen während der Beisetzung eines ehemaligen IRA-Terroristen durch Politiker der katholisch-republikanische Sinn-Fein-Partei. Nationalismus und Terrorismus Viel weiter in die Geschichte des Konflikts zurück reicht Ian McGuires düsterer historischer (Kriminal-)Roman. Er beginnt nach der großen irischen Hungersnot Mitte des 19. Jahrhunderts und unmittelbar nach dem Scheitern des Aufstands von 1867 unter Federführung der Fenians, einer geheimen Bruderschaft im Kampf für die irische Unabhängigkeit und Vorgängerorganisation der IRA. Ausgangspunkt für die fiktive Handlung ist ein historisch verbürgtes Ereignis vom 22.11.1867: die Hinrichtung der drei sogenannten "Manchester Martyrs", Mitglieder der Fenians, für den Mord an einem Polizisten. Zwei Iren auf verschiedenen Seiten James O’Connor, 34-jähriger Ire, Polizist aus Dublin, arbeitet seit neun Monaten als Constable in Manchester, vorrangig als Kontaktmann für Fenian-Spitzel. Nach dem Tod seines Sohnes, dann vor etwa eineinhalb Jahren seiner Frau, war er dem Alkohol verfallen, lebt nun aber abstinent und nutzt in Manchester seine letzte Chance. Als Ire ist er dem Spott der neuen Kollegen ausgesetzt, sie sticheln, provozieren und misstrauen ihm. Er sitzt zwischen allen Stühlen. Seine Warnung vor einer öffentlichen Hinrichtung stößt bei seinen Vorgesetzten auf Ablehnung: "Die Soldaten zu holen, war ein Fehler, denkt O’Connor. Gewalt wird das Problem mit den Fenians nicht lösen, und der Anblick der Truppen lässt die Leute glauben, wir befänden uns im Krieg. Solche Machtdemonstrationen führen zu nichts Gutem, man gießt nur Öl ins Feuer. Akribische Ermittlungen und Fingerspitzengefühl, das wird diesen Kampf entscheiden, nicht protzig zur Schau gestellte Grausamkeit. Doch Protz und Grausamkeit sind den Engländern nun mal am liebsten." (S. 15/16) Kurz nach der Hinrichtung trifft der junge amerikanische Bürgerkriegsveteran Stephen Doyle in Manchester ein. Er ist gebürtiger Ire wie O’Connor, hat wie dieser Armut, Verlust und Gewalt erlebt, und soll im Auftrag einflussreicher amerikanischer Iren die Bruderschaft unterstützen. Sein vorrangiges Ziel ist das Aufspüren und Liquidieren von Verrätern, aber auch ein denkwürdiger Anschlag ist geplant. James O’Connor und Stephen Doyle werden zu Kontrahenten auf Leben und Tod. Sehr lesenswert "Der Abstinent" ist der dritte Roman des 1964 geborenen britischen Literaturwissenschaftlers und Autors Ian McGuire und folgt auf "Nordwasser", 2016 für den Man Booker Prize nominiert. Beide Romane sind geprägt von kompromissloser Brutalität und Gewalt, "Nordwasser" noch deutlich mehr, aber nie um ihrer selbst oder um der Spannung Willen. Das scharf beobachtete, sparsam im Präsens beschriebene, überaus packende Duell der beiden Männer vor der rußigen und schmutzigen, lauten und übelriechenden Kulisse einer frühindustriellen Stadt hat mich gepackt und begeistert. Bis nach Pennsylvania führt der mörderische Kampf und findet einen äußerst ungewöhnlich erzählten Ausgang. Überrascht hat mich eine editorische Notiz im Impressum: „Auf Seite 313 beleidigt Stephen Doyle einen Schwarzen rassistisch.“ Wenn solche Hinweise üblich werden – welches Buch, vor allem welcher Klassiker, kann dann zukünftig noch ohne Warnhinweis erscheinen?«
ANTWORTEN
»Das Buch fand ich insgesamt sehr interessant. In den Schreibstil musste ich ehrlich gesagt erst einmal hineinfinden, doch nach einigen Seiten fiel mir das Lesen zunehmend leichter und mein Lesefluss wurde recht flüssig. Mir gefällt die sehr gute Recherche des Autors. Als Leser*in erfährt man einige Hintergründe des britischen - irischen Konflikts, einige Fragen bleiben dennoch offen. Die Atmosphäre ist insgesamt recht düster - da passt das Cover schon sehr zum Inhalt. Leider hat mich das Ende nicht wirklich überzeugt, was ich wirklich sehr schade fand, denn die vorherigen Seiten habe ich durchaus gerne gelesen, fand die Handlung nachvollziehbar und spannend. Ich kann das Buch trotzdem weiterempfehlen, wenn man düstere Krimis mag, die auch ein wenig fordernd sind und in welchen auch Gewalt und Brutalität eine größere Rolle spielen.«
ANTWORTEN
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