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Der Sensenmann in Therapie

Jetzt ist Sense

Ausgerechnet an ihrem 50. Geburtstag bekommt die Psychologin Liv Bentele Besuch von einem attraktiven Südländer in schwarzem Cape. Leider hat sich der Mann nur in der Tür geirrt. Aber dann ist plötzlich die alte Dame tot, nach der er sich erkundigt hat, und Liv stellt ihn zur Rede. In Wahrheit sei er Thanatos, der griechische Gott des sanften Todes, antwortet er freundlich, und ja, es deprimiere ihn zutiefst, wie unwürdig das Sterben heute sei. Liv sieht in ihm eher einen von Todessehnsucht geplagten Neurotiker und bietet ihm therapeutische Hilfe an. Bei ihrem lebhaften Austausch stellt sich heraus, dass Livs neuer Klient tatsächlich der Sensenmann ist – und sich nicht in der Tür geirrt hat.

Bibliografische Daten

EUR 12,99 [DE]
ISBN : 978-3-423-44582-5
Erscheinungsdatum: 10.02.2023
1. Auflage
288 Seiten
Sprache: Deutsch
Autor*innenporträt

Hans Rath

Hans Rath, Jahrgang 1965, studierte Philosophie, Germanistik und Psychologie. Nach Jobs als Tankwart, Bauarbeiter, Bühnentechniker, Theaterkritiker und Drehbuchlektor lebt er heute als freier Autor und Drehbuchautor mit seiner Familie in Berlin. Zuletzt sind unter dem Pseudonym Moritz Matthies, zusammen mit Edgar Rai, die Erdmännchen-Romane ›Der Wald ruft‹ und ›Da ist was im Busch‹ bei dtv erschienen.

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130 von 130 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.58 von 5 Sternen


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8 - 10 von 130 Leserstimme

Linda am 17.02.2023 14:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Kommt der Tod zum Psychiater...

Was normalerweise einen platten Witz ankündigen würde, funktioniert in diesem Roman auf eine sehr eigene Art und Weise perfekt.

Ich durfte im Vorfeld schon in das Buch rein lesen. Danke an Vorablesen und dem dtv für die Zusendung eines Leseexemplares. Dies wird meine Bewertung für dieses Buch in keinster Weise beeinflussen.

Das Cover an sich ist schon ein echter Blickfang und zog mich magisch an. Auf der einen Seite wirkt der Anblick des Sensenmannes an der Bar schon sehr surreal. Andererseits stimmte es mich unendlich traurig, ihn dort ganz allein sitzen zusehen.

Der Tod gehört zu unserem Leben dazu, auch wenn wir davor gern die Augen verschließen. Hier begegnet er uns in Gestalt eines griechischen Gottes, der nicht nur verdammt gut aussieht, sondern auch noch äußerst charmant zu sein scheint. Kein Wunder also, dass die Psychiaterin Olivia ihn für einen Stripper hält, als dieser rein zufällig an ihrem 50. Geburtstag auf der Matte steht. Da er nebenbei in einer Sinnkrise steckt, nutzt der Tod, hier Zino genannt, die Gelegenheit und besucht Olivia nun häufiger, um in Therapie zu gehen. An der wahren Identität hat Olivia zunächst Zweifel. Doch einige Zufälle später ist sie sich da nicht mehr so sicher.

Schon nach den ersten Seiten hatte mich die Geschichte. Der locker leichte Schreibstil, in Verbindung mit einem ganz eigenen Humor, bescherte mir reines Lesevergnügen. Es herrschte eine Situationskomik, die für mich auf den Punkt genau richtig war und nie peinlich oder zu gewollt wirkte.

Deshalb mochte ich die Charaktere, da sie auf mich verdreht aber deswegen so authentisch wirkten.

Manchmal fragte ich mich, wie Olivia es mit all den skurrilen Charakteren in ihrem Umfeld überhaupt aushält, ohne selbst in Therapie zu müssen.

Und genau dieser Humor nimmt dem Thema Tod seine erdrückende Schwere, ohne respektlos zu werden. Denn neben all der Ironie und dem Wortwitz tauchen auch viele leise Töne auf, die zum Philosophieren und Nachdenken anregen. Es treten tiefgründige Fragen und Sichtweisen auf, die noch lange nachklingen. Zum Glück passiert das Ganze, ohne esoterisch zu werden.

Was ist der Sinn des Lebens?

Ist das Schicksal unausweichlich?

Habe ich erfüllt gelebt?

Ist man irgendwann bereit zu gehen?

Viel zu oft denkt man, dass man noch ewig Zeit hätte oder man vergisst zu leben, aus Angst Fehler zu machen.

Den Tod zu personifizieren, dem Unbekannten ein Gesicht zu geben, um einem die Angst davor zu nehmen, gefiel mir sehr gut. Für mich hatte er viel menschliches an sich. Leben und Tod sind halt untrennbar miteinander verbunden. Die Einbettung der griechischen Mythologie, ist in meinen Augen das Sahnetüpfelchen.

Genau wie der Tod kam das Ende leider viel zu überraschend. Gern hätte ich noch länger in der Geschichte verweilt.

Für mich gehört dieser Roman jetzt schon zu meinen Jahreshighlights.

Und wenn der Tod eines Tages vor eurer Schwelle steht, dann hadert nicht mit eurem Schicksal.
Ladet ihn einfach auf einen Ouzo ein.

m.jessica am 17.02.2023 10:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Eine Freundschaft mit dem Tod

Wie ich auch schon bei der Leseprobe gesagt habe, gefällt mir das Cover richtig gut und weckt die Lust darauf das Buch zu lesen. Das Thema des Buches versprach eigentlich den Sensenmann in Therapie, davon hat man relativ wenig gesehen. Doch wenn man das außen vor lässt, war es ein super Buch mit zahlreichen Wendungen und einem unerwartetem Ende. Den Schreibstil des Autors fand ich sehr gut. Er hat in flüssiger und lebendiger Sprache geschrieben, weswegen sich das Buch sehr gut zum abschalten eignete. Die Figuren wirkten auch sehr sympathisch und man konnte sich gut in sie hereinversetzen, auch wenn mich der große Altersunterschied zwischen der Hauptfigur und mir als Leser etwas abgeschreckt hatte. Das Thema des Buches fand ich schon von Anfang an sehr interessant, da ich gerne Bücher lese welche sich mit übernatürliche Dingen beschäftigen. Und hier konnten wir etwas über den wahrhaftigen Tod und sein Arbeitsumfeld lesen. Das musste ich also einfach lesen. Und zu meinen Überraschen habe ich nicht nur den Gott des Todes kennengelernt sondern auch ein paar andere Götter. Ich kann jeden nur empfehlen dieses Buch zu lesen und vielleicht die ersten Seiten etwas Geduld zu haben, bis der Tod sich seinen Platz bei den Hauptfiguren geschaffen hat.

sheena01 am 16.02.2023 23:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Tiefgründig und doch unterhaltsam

Inhalt & Handlung:An ihrem 50. Geburtstag läutet es unvermutet an der Türe der Psychologin Olivia „Liv“ Bentele: ein Mann in dunklem Cape und Sense steht vor ihrer Tür. Anfangs denkt Liv an einen Stripper als Geburtstagsüberraschung, in weiterer Folge stellt sich heraus, dass es sich hierbei tatsächlich um Thanatos handelt – den Gott des sanften Todes - der sich vermeintlich in der Tür geirrt hat. Thanatos befindet sich in einer Sinnkrise und kündigt an, dass er sich bei Liv in Therapie begeben will. Bald muss Liv allerdings feststellen, dass dies nicht der einzige Grund ist, dass Thanatos sie von nun an öfters besucht, und er sich anfangs keineswegs nur in der Tür geirrt hatte…Schreibstil:Dieses Buch liest sich sehr flüssig, gibt Einblicke in die Familienstrukturen in der griechischen Mythologie, ist besonders in der Anfangsphase unglaublich witzig mit viel Situationskomik, sodass man beim Lesen herzlich lachen kann. In weiterer Folge wird es aber auch recht philosophisch und regt in einigen Punkten sehr zum Nachdenken an.Charaktere:Die Hauptcharaktere dieses Buches sind die Psychologin Liv und Thanatos, seines Zeichens Gott des sanften Todes. Beide sind äußerst sympathisch gezeichnet. Auf der einen Seite Liv, die 50jährige Liv mit viel Berufserfahrung, die stets bereit ist, Leuten zu helfen, auch wenn dies für sie bedeutet, selbst zurückstecken zu müssen. Trotz aller psychologischen Expertise hat sie ihren Mann an eine jüngere Frau verloren, dennoch sucht dieser in Beziehungsfragen nach wie vor bei ihr Rat. Thanatos wird – wie könnte man es von einem griechischen Gott anders erwarten – als überaus attraktiv beschrieben. Um sein Ziel, seine „Klienten“ zu einem sanften Tod zu verhelfen, geht er zwar manchmal sehr manipulativ vor, man kann es ihm jedoch nicht übelnehmen, denn er handelt in durchaus edler Absicht und hat sein Herz am rechten Fleck. Dennoch hadert er mit seinem eigenen Schicksal, bis in alle Ewigkeit, im Auftrag von Hades den Menschen den Tod bringen zu müssen. Zudem hat er ein Alkoholproblem und ist starker Raucher, was jedoch für jemanden, der ohnehin unsterblich ist, von eher geringer Relevanz ist.Cover:Bereits hier bekommt man einen kleinen Vorgeschmack darauf, was einen in diesem Buch erwartet, denn auch das Cover ist sehr humorvoll gestaltet: der Tod wendet hier dem Betrachter den Rücken zu und sitzt dabei – mit Sense ausgestattet – ganz traditionell griechisch bei einem Ouzo am Tresen einer Bar.Autor:Hans Rath wurde in Straelen geboren und studierte Germanistik, Psychologie und Philosophie in Bonn. Danach ging er mehreren Berufen nach, etwa Theaterkritiker und Drehbuchlektor bist er sich selbstständig macht und seither als freier Autor tätig ist. Heute lebt er mit seiner Familie in Berlin.Meinung:Dieses Buch hat alles, was ein künftiger Bestseller braucht: es ist witzig, ein bisschen philosophisch, regt aber auch zum Nachdenken an, ist spannend bis zum Schluss, und wartet auch noch mit einem interessanten Ende auf. Ich habe mich bestens unterhalten gefühlt, und war erstaunt, wie schnell ich dieses Buch durchgelesen hatte, so kurzweilig und flüssig war es geschrieben. Der Inhalt war sehr ungewöhnlich mit einer gut durchdachten Handlung, die immer wieder für Überraschungen sorgte.Persönliche Kritikpunkte:An diesem Buch ist eigentlich nichts auszusetzen, vielleicht hätte ich aufgrund des ansprechenden Äußeren des Sensenmannes irgendwie auch ein wenig auf eine Liebesgeschichte gehofft, aber für die Handlung zwingend notwendig war diese mit Sicherheit nicht!Fazit:Für mich bereits jetzt eines der Lese-Highlight dieses Jahres: Beste Unterhaltung verbunden mit Tiefgründigkeit!

la calavera catrina am 16.02.2023 21:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Literarische Komödie für Zwischendurch

Als Zino Angelopoulos stellt sich der Tod der Psychologin Dr. Olivia Bentele vor, dessen ganze Familie quasi im Bestattungsgewerbe tätig ist. Versehentlich hat er an ihre Tür geklopft. Olivia begegnet Zino daraufhin immer wieder zufällig, und muss ihrem Ex-Mann, einer Klientin und ihrer besten Freundin Conny zur Seite stehen. Der Tod gewinnt allmählich Spaß an den Gesprächen mit Olivia. Bis sie sich mit dem Fürst der Unterwelt anlegen…„Er ist clever, gewieft und hat kaum moralische Skrupel.“ Und tatsächlich, der Gott des Todes ist witzig, charmant und unehrlich, um sich das Vertrauen zu erschleichen. Darf Olivia ihm überhaupt trauen? Und was will der Knochenmann überhaupt von ihr? Ein leichtfüßiger Roman für Zwischendurch, der es schafft, ein durchaus ernstes Thema amüsant zu behandeln, ohne zu deprimieren. "Jetzt ist Sense" ist ein bisschen absurd (das muss man mögen), klug, voller Situationskomik und gut geschrieben. Vor allem geht es um die Unberechenbarkeit des Lebens, den Umgang mit der eigenen Sterblichkeit, aber auch um Freundschaft und Zusammenhalt komödiantisch verpackt. Wer gern deutsche Komödien guckt und seichte und anregende Lektüre mag, wird "Jetzt ist Sense" mögen.

speecie am 16.02.2023 21:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Ein überraschendes Treffen mit dem Sensenmann

Das Cover hat mich auf das Buch aufmerksam gemacht. Es verspricht sehr unterhaltsamen Lesestoff. Dann den Klappentext gelesen und gedacht, oh ja das klingt einer perfekten leichten Geschichte, die einem nach einem langen Tag gut unterhält.Und schon war ich mittendrin bei Liv, der Psychologin, die Besuch von einem Mann im schwarzen Cape bekommen hat. Den sie auch irgendwie immer wieder an den unterschiedlichsten Orten trifft und der ihr irgendwann gesteht, dass er der Tod ist. Und leider, leider er hat sich auch nicht in der Tür geirrt, wie sie am Anfang dachte ... Das all ihre Freunde und Bekannte zwischendurch auch noch ihre Problemchen haben, ist nicht hilfreich.Dieses Buch hat mich echt mehrfach überrascht und sich in eine ganz Richtung entwickelt als ich erwartet hab. Insgesamt war das Buch ganz anders als ich es mir vorgestellt hab. Tiefgründiger, aber ohne dabei anstrengend zu sein. Und am Ende ganz einfach wunderschön. Eine klare Empfehlung für einen gemütlichen Leseabend mit etwas Zeit - weil weglegen will man es nicht so schnell.

pewie am 16.02.2023 15:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Lebe jetzt

Olivia trifft an ihrem fünfzigsten Geburtstag Zino, er ist verkleidet als Sensenmann und besucht eine Nachbarin von ihr. Diese ist kurze Zeit später tot, ein Zufall? Sie trifft ihn öfter zufällig, immer gibt es bei diesen Gelegenheiten Tote, eigenartig? Olivas Leben verläuft nicht gerade rund, aber den Tod wünscht sie sich noch nicht herbei. Trotzdem findet sie Zino, beziehungsweise Thanatos der Gott des sanften Todes aus der griechischen Mythologie, interessant. Als Psychologin hat sie schon Menschen mit schwierigeren Problemen geholfen, als sich für den Sensenmann zu halten. Bei ihren Gesprächen kommt allerdings heraus, das Zino sich nichts einbildet und das er die Aufgabe hat sie zu ihrem Ende hin zu begleiten.Ein großartiges Buch voller schrägen Humor, denn eigentlich ist der Tod eine ernste Angelegenheit. Die Diskussionen der beiden haben teils philosophischen Charakter. Die Hetze der Zeit, kein Respekt für andere, der Herdentrieb von uns Menschen, wann ist der beste Zeitpunkt zu sterben. Wer hat das Sterben eher verdient und haben diejenigen die wir anderen als schlecht bezeichnen vielleicht doch irgendwo eine gute Seite. Vor allem gibt es immer wieder Stellen an denen ich herzlich gelacht habe, denn die Charaktere sind so treffend beschrieben, das man immer jemanden kennt, sei es aus dem eigenen Umkreis oder eine bekannte Persönlichkeit aus der Welt der Reichen und Schönen. Genau wie es ausreichend Situationskomik gibt, oder es wird der Mainstream etwas überzogener in Augenschein genommen. Treffsicher kommentiert der Autor unsere heutigen Einstellungen und Meinungen, seine Pointen sind sehr liebevoll gesetzt.

elfriede1984 am 16.02.2023 11:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Wenig erwartet..

..viel bekommen.Als ich hier den Klappentext und die Leseprobe gelesen hatte, dachte ich, es könnte ein lustiges Buch über den Sensenmann sein und bewarb mich für den Gewinn eines Leseexemplars. Ich musste an die Reihe von Karen Elste bei Audible denken, die sich auch mit dem bzw. den Sensemännern und -frauen beschäftigt und mich im letzten Jahr sehr gut unterhalten hat.Cover und Titel des Buches ließen erahnen, dass es hier darum gehen könnte, dass der Sensenmann keine Lust mehr auf seinen Job hat. Und im Prinzip ist dies auch ein Thema (von mehreren). Hauptsächlich aber geht es um die Hauptprotagonistin Liv, die als Psychologin arbeitet und sich mehr oder weniger mit dem Tod anfreundet (ja, da ist eine bewusste Doppeldeutigkeit in dieser Formulierung). Im Laufe des Buches erfahren wir zwar nicht viel über sie und ihr Leben, aber der kleine Ausschnitt, den wir gezeigt bekommen, reicht vollkommen aus, um der Geschichte gerecht zu werden.Ich habe dieses Buch fast in einem Rutsch weggelesen, da es so leicht und flüssig geschrieben ist, dass man kaum merkt, wie die Seiten so dahinfliegen. Zudem war ich selbst in einer kleinen (Sinn-)Krise, als ich es las und konnte ein paar Denkanstöße für mich mitnehmen, was ich als sehr wertvoll empfand (Danke an den Autor dafür :) ).Ich kannte den Autor Hans Rath bis dato nicht, werde mir aber mal andere seiner Bücher anschauen, da ich seine Art zu schreiben, sehr angenehm zu lesen finde.Klare Leseempfehlung - besonders für Fans von "Butterfly Effect" und "Dark"!

entee am 16.02.2023 10:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Viel Humor, wenig Spannung

An ihrem 50. Geburtstag trifft Liv auf den attraktiven Thanatos, den griechischen Gott des sanften Todes. Die junggebliebene Psychotherapeutin vermutet in ihm jedoch eher einen von Todessehnsucht geplagten Neurotiker und bietet dem Sensenmann therapeutische Hilfe an. Thanatos zeigt sich überraschenderweise sehr interessiert - an Liv.Hans Rath ist kein Unbekannter und fabriziert seit Jahren neben Büchern und Kurzgeschichten auch erfolgreiche Drehbücher. Laut eigener Homepage hauptsächlich Komödien und Romanzen.So liest sich auch dieses Buch. Die weiblichen Charaktere sind authentisch und dennoch hinreißend. Die Männer werden herrlich karikiert - kaum zu glauben, dass ein Mann dieses Buch geschrieben hat. Raths Humor gefällt mir sehr! Aber ein Spannungsbogen fehlt mir. Nachdem Szenerie und Charaktere entfaltet wurden, fragte ich mich v.a. zu Beginn der zweiten Buchhälfte, warum ich nun eigentlich noch weiterlesen sollte?Fazit: Ein humorvoller, kreativer Unterhaltungsroman, dem ein stringenter Spannungsbogen fehlt.

steffim87 am 16.02.2023 09:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Der Weg ist das Ziel

Mein erster Roman von Hans Rath war 'Im nächsten Leben wird alles besser' und der hat mir sehr gut gefallen. Er war witzig, verrückt, leicht geschrieben und hat dennoch nachdenklich gemacht.'Jetzt ist Sense' schlägt in die gleiche Kerbe. Unterhaltsam, amüsant und mit einer leichten Feder vermittelt uns der Autor ein ganz klares Bild vom unwiderruflichen Ende und wie wir das Leben jetzt genießen sollten. Im Moment leben.In 'Jetzt ist Sense' klingelt ein Mann mit Sense und Umhang an der Tür von Liv. Nachdem er erklärte sich in der Tür geirrt zu haben und zu ihrer Nachbarin marschiert, ist diese kurze Zeit später verstorben. Liv glaubt nicht an einen Zufall und versucht der Sache auf den Grund zu gehen, wobei sie in Begebenheiten verwickelt wird, die ihre Vorstellung übersteigen.Wie auch 'Im nächsten Leben wird alles besser' ist 'Jetzt ist Sense' fanatische leichte Lektüre mit Anspruch. Das Hans Rath diese Widersprüche so leicht kombiniert spricht nur für ihn. Ich werde auf jeden Fall noch mehr von ihm lesen und kann diese Werke sehr empfehlen!

piret am 16.02.2023 07:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Leicht und Locker

Das Cover ist schlicht gestaltet, sagt aber trotzdem auf einen Blick aus, was einen im Buch erwarten kann: Der Sensenmann der über sein Leben nachdenken muss.Den Schreibstil habe ich als sehr angenehm empfunden, locker, leicht und eingängig. So schnell bin ich in letzter Zeit selten durch die Seiten geflogen und zack, war das Buch schon wieder rum. Ganz wichtig: Keine Sekunde Langeweile.Kurze Irritationen gabs immer mal, wenn man im neuen Kapitel auf einmal in einer komplett anderen Szenerie war, als am Ende des vorherigen Kapitels. Ansonsten ein Buch wie es das Leben (fast) schreiben könnte, auch wenn es am Schluss fast schon etwas zu skurril geworden ist.Besonders gefallen hat mir die Figur von Thanatos, die Entwicklung war für mich sehr gut nachvollziehbar und einfach nur schön zu lesen.Ansonsten haben wir einen bunten Strauß an Geschichten aus dem Leben, Beziehungsprobleme jeglicher Art, familiäre Konflikte und die Suche nach sich selbst/dem Sinn des Lebens.Einziger Kritikpunkt meinerseits, was aber absolut subjektiv ist: Ich habe nach dem Klappentext irgendwie etwas anderes erwartet, am liebsten hätte ich Olivia eine Liebesgeschichte gegönnt. Das macht das Buch keinesfalls schlechter, aber eben anders als man es sich vorgestellt hat.Ich kann das Buch auf jeden Fall weiter empfehlen, auch wenn es nicht 100% meine Erwartungen nach dem Lesen des Klappentextes erfüllt hat.

Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

Münchner Merkur
Dieser herrlich schräge Roman ist eine unterhaltsame philosophische Komödie über den Tod. Intelligen...t und schwungvoll erzählt nimmt er nicht nur dem ernsten Thema seinen Schrecken, sondern regt zum Nachdenken über das eigene Dasein an. mehr weniger

Nina Daebel, 04.04.2023

Dresdner Morgenpost/Chemnitzer Morgenpost
Humoriger Sommer-Lesespaß.

05.08.2023

Passauer Neue Presse
Einen Cocktail aus Humor, Sarkasmus, griechischen Myten und einer Prise Philosophie und Psychologie ...mixt der (...) studierte Philosoph, Germanist und Psychologe Hans Rath geschickt zu einem sehr unterhaltsamen, aber auch tiefgründigen Roman. mehr weniger

04.05.2023

Berlin to go
Ein toller Roman zur Würdigung der Wertigkeit des Lebens.

01.05.2023

Oberösterreichische Nachrichten
Rath ist ein gutes, überaus kurzweiliges Buch gelungen. Sehr zu empfehlen, nicht nur an den trüben T...agen. mehr weniger

22.04.2023

Andromeda Nachrichten
Homorvoller Einblick ins pralle Leben mit all seinen Schwirigkeiten und Widrigkeiten, schlechten Ent...scheidungen und guten Zufällen. mehr weniger

01.04.2023

Heilbronner Stimme
Tiefgründig, komisch, lesenswert.

18.02.2023

Hallo Eckernförde
Eine kurzweilige Lektüre!

Ramona Schiller, 18.02.2023

eschborner-stadtmagazin.de
Was so temporeich, leichtfüßig wie eine Komödie beginnt, dreht sich fast unmerklich – und das ist ei...ne der Besonderheiten dieses Romans – zu einer tiefgründigen, anspruchsvollen Lektüre. mehr weniger

Angela Perez, 17.02.2023