Man vergisst nicht, wie man schwimmt

»Der Roman des Sommers.« Tommi Schmitt

Vibrierendes Leben, der Aufbruchswillen und die Melancholie der Jugend und der Zauber eines endlosen Sommertags

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»Die einzige Möglichkeit, etwas vom Leben zu haben, ist, sich hineinzuwerfen.«
Man vergisst nicht, wie man schwimmt

31. August 1999. Sengende Hitze liegt über Bodenstein, dem Heimatkaff des 15-jährigen Pascal. Es sind die großen Ferien, und eigentlich könnte der Junge den Sommer genießen. Den Skatepark. Die Partys der Oberstufler. Das Freibad mit den besten Pommes des Planeten. Doch seit er nicht mehr schwimmen kann, mag Pascal den Sommer nicht mehr. Warum das so ist, das kann er nicht erzählen. Ebenso wenig, wieso ihn alle Krüger nennen. Und erst recht nicht, warum er sich unter keinen Umständen verlieben darf. Lieber träumt er vor sich hin und schreibt Geschichten. Dann kracht Jacky in seine Welt. Ein geheimnisvolles Mädchen aus dem Zirkus. Mit roten Haaren, wasserblauen Augen und keiner Angst vor nichts. Zusammen verbringen sie einen flirrenden, letzten Sommertag, der alles für immer verändert ...

Bibliografische Daten
EUR 18,99 [DE]
ISBN: 978-3-423-44014-1
Erscheinungsdatum: 11.03.2022
1. Auflage
400 Seiten
Sprache: Deutsch
Autor*innenporträt
Christian Huber

Christian Huber, geboren in Regensburg, schreibt für Print, Online, Fernsehen und die Bühne. Mit dem Team von Jan Böhmermanns »Neo Magazin Royale« wurde er u.a. für die Goldene Kamera und den Deutschen Comedypreis nominiert. Sein Podcast »Gefühlte Fakten« zählt zu den beliebtesten Deutschlands. Sein Roman »Man vergisst nicht, wie man schwimmt« eroberte sofort die Bestsellerlisten. Der Autor lebt in Köln.

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01.04.2022 10:04 Uhr
Unbedingte Leseempfehlung

Nach Benedict Wells „Hard Land“ und Ewald Arenz‘ „Der große Sommer“ legt nun Christian Huber mit „Man vergisst nicht, wie man schwimmt“ einen weiteren großen Coming-of-age -Roman vor. Und es fehlt nichts, was zu diesem Genre gehört: Das Zeitkolorit (hier die 90er Jahre) und die Themen Außenseiter, Freundschaft, erste Liebe. Gleich zu Beginn des Romans werden die Themen in aller Kürze angedeutet: Damals, an diesem 31. August 1999. Da sind wir. Jacky. Viktor. Ich. Eine Freundschaft. Eine Liebe. Und ein Tod. Und das ist die Geschichte. Huber bereitet diese Themen auf sehr spannende Weise auf. Pascal, von allen Krüger genannt, hat in seiner Jugend ein traumatisches Erlebnis, das dem Leser angedeutet, über das er aber erst im Verlaufe der Handlung aufgeklärt wird, dramaturgisch geschickt im Zusammenhang mit Pascals erstem Liebeserlebnis. Seine Freundschaft mit Viktor wird auf eine harte Bewährungsprobe gestellt und auch die Beziehung zu Jacky ist großen Belastungen ausgesetzt. Wenngleich die äußere Handlung zuweilen etwas unrealistisch wirkt: die Probleme der Jugendlichen sind nachvollziehbar, aus dem Leben gegriffen. Für jeden Romanschreiber stellt sich das Problem, ein befriedigendes Ende zu finden (der erwachsene Pascal ist Schriftsteller und hat bei seinem neuesten Roman genau dieses Problem, wie der Leser im Epilog erfährt). Huber ist es überzeugend gelungen, dieses Problem zu lösen. Der Romantitel „Man vergisst nicht, wie man schwimmt“ deutet ein optimistisches Ende an, aber es ist durchaus vielschichtig, mehrdeutig. Unbedingte Leseempfehlung!

18.03.2022 14:03 Uhr
Auf die Freundschaft, auf die Liebe, auf den Tod

Schon nach den ersten Seiten konnte ich die Hitze und Schwüle des Sommertages spüren Die Jugendsprache Ende der 90er Jahre hat der Autor authentisch wiedergegeben und mich das ein oder andere Mal heftig zum Schmunzeln gebracht. Der 15-jährige Pascal – den alle nur Krüger nennen – würde den Rest der Ferien am liebsten schlafend in seinem Bett verbringen. Er hasst die Hitze und den Sommer, seit er nicht mehr schwimmen kann, warum ist sein Geheimnis. Auch, warum ihn alle Krüger nennen und er sich unter keinen Umständen verlieben darf. Dies weiß auch nicht sein bester Freund Viktor, ebenso wenig, dass er Geschichten schreibt. Viktor, der unter dem strengen Regime seines Vaters zu leiden hat, möchte unbedingt zu der angesagten Clique der Oberstufler gehören. Denn cool genug ist er, schließlich lässt er im „Fünf-Finger-Discounter“ Müller gerne mal die ein oder andere CD mitgehen. Als die beiden in besagtem Laden mal wieder an der Playsi zocken, schlägt das rothaarige Zirkusmädchen Jacky wie ein Komet mit Feuerschweif in Pascals Leben ein. Wer ist dieses mutige Mädchen, das vor nichts und niemanden Angst hat? Mir hat unwahrscheinlich gefallen, wie sich die beiden später annähern. Wie sehr sich Pascal mit tiefster Überzeugung auch gewehrt hat, er war von der ersten Sekunde an fasziniert von ihr. Die drei Jugendlichen verbringen einen Tag voller Ereignisse und Überraschungen miteinander, die sie auch in die eine oder brenzlige Situation bringen. Für mich war dieses Buch ein emotionaler Ausflug auch in meine Jugend. Mit Pascal konnte ich mich sehr gut identifizieren, auch ich war ein wenig die stille Außenseiterin in dem Alter mit kleinen Narben auf meiner Seele, wenn auch nicht so gravierende. Jacky war das Beste, was Viktor passieren konnte. Nicht nur eine Seelenverwandte, sondern auch die Rettung seines Lebens. Als die beiden sich ihre Geheimnisse anvertrauten, musste ich mit den Tränen kämpfen. So groß ist der Schmerz in ihnen. Ich war erstaunt, wie ereignisreich ein einziger Tag doch sein kann, habe ich das als Jugendliche auch so empfunden? Die Gegenwart empfinde ich nur noch als schnelllebig. Es kam mir vor, als hätte ich viel mehr Zeit in der Geschichte verbracht. Das Ende hat mich ein wenig hilflos zurückgelassen. Ich habe doch tatsächlich vor und zurück geblättert und gedacht es fehlen Seiten. Doch dann habe ich meiner Phantasie freien Lauf gelassen, die mir ein Ende ganz nach meinem Gefallen beschert und mich sodann zufrieden in den Schlaf sinken ließ. Mein Fazit: Eine fesselnde Geschichte über das Erwachsenwerden, die Freundschaft und die erste Liebe. Ich fühlte mich von jetzt auf gleich zurückkatapultiert in meine Jugend, auch wenn ich im Jahr 1999 schon ein paar Jährchen älter war. Ich konnte mich sehr gut in die Protagonisten hineinfühlen. Jeder trug ein Geheimnis in sich, nicht nur Narben auf der Haut, auch auf der Seele. Alles hübsch verpackt hinter einer Schutzmauer, die man nur schwer durchbrechen kann. Doch wie viel besser fühlt man sich, wenn man mit jemand über alles reden kann. Die Geheimnisse teilt und sich selber plötzlich in einem ganz anderen, besseren Licht sieht. Das ist der Punkt, an dem man bereit ist erwachsen zu werden. Ein sehr ausdrucksstarkes Buch, welches ich gerne gelesen habe.

Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

Wer nach diesem Buch nicht wieder 15 sein will, hatte keine Jugend.

Mona Ameziane

Christian Huber katapultiert uns zurück in die Jugend. Der Roman des Sommers.

Tommi Schmitt

Hamburger Abendblatt

Kein Mensch, und auch nicht einer vom Nordpol, sollte die Erfahrung der Sommerliebe missen müssen. D...ie Sommerliebe ist ein Menschenrecht. Christian Hubers Roman „Man vergisst nicht, wie man schwimmt“ erzählt von Pascal, der 15 ist und Probleme hat, wie sie nur Teenager haben können. Speziell Teenager des ausgehenden Jahrtausends, denn die Handlung ist 1999 angesiedelt. Aber Jacky, das rothaarige Powergirl, ist von zeitlosem Tollsein, in die verliebt man sich in allen Zeiten. Dieses Buch ist wie das heiße Flirren der Luft. mehr weniger

02.07.2022

WDR 4

Ein Roman voller Coolness und Gefühl, eine Reise in die Jugend, die sich sehr echt anfühlt.

Stefan Keim, 13.06.2022

Passauer Neue Presse

Eingebettet in die melancholische Stimmung des zu Ende gehenden Sommers zieht Christian Huber alle R...egister einer großen Geschichte – es geht um Liebe und Freundschaft, um Verrat und Versöhnung, um Heldentum und die Kunst, über sich selbst lachen zu können. Rasant und mit schrägem Humor erzählt, gekrönt mit einer Playlist aus den 1990ern ist der Roman eine amüsante Zeitreise für Kinder der Neunziger. Doch auch alle anderen werden mit dem jungen Helden leiden, lieben und lachen. mehr weniger

Eva Fischl, 10.06.2022

SPIEGEL Bestseller - Das Kulturmagazin

Ein nostalgisches Buch über das Aufwachsen in der Provinz und über schnell entflammbare Gefühle.

03.06.2022

stern

Ein Buch, das so besonders ist. (...) Eine leise Melancholie durchzieht diesen Roman. (...) Christia...n Huber will den Leser mitnehmen in die eigene Jugend. Ihn noch einmal fühlen lassen, wie es mit 15 war, als man keine Ahnung hatte, wo es langgehen sollte, sich dennoch auf den Weg machte und so tat, als hätte man keine Angst vor nichts. mehr weniger

Christine Westermann, 19.05.2022

Kleine Zeitung

Das Buch ist ein Muss für jeden, der gerne nostalgisch an die Zeit zurück denken möchte, in der die... Augenbrauen dünn gezupft waren und die (Denim)-Outfits locker saßen. mehr weniger

Daniela Winkler, 14.05.2022

Kronen Zeitung

Eine herzerwärmende Geschichte über Freundschaft, Liebe und Abschiede – ein nostalgischer, sommerlic...her Kurzurlaub für die Seele. mehr weniger

Franziska Trost, 06.05.2022

Münchner Merkur

Eine Geschichte, die vom Druck erzählt, ein Teenager zu sein, immer cool wirken zu wollen und den Er...wartungen anderer gerecht zu werden. mehr weniger

13.04.2022

SPIEGEL Online

Podcast-Star Huber mit einem neuen Bestseller.

03.04.2022

Emotion

Christian Huber beamt uns zurück in die Jugend, in eine Zeit zwischen Neugier, Angst und Wissen: In ...exakt diesem Moment steckt die ganze Welt. Nostalgie pur! mehr weniger

Lianna Dora, 01.04.2022

VICE

Dieses Buch ist Urlaub

Robert Hofmann, 23.03.2022

Apokalypse & Filterkaffee Podcast

Es ist auch - aber nicht nur - perfekte Sommerlektüre. Nehmt das Buch einfach mit!

Micky Beisenherz, 23.03.2022

WDR 1LIVE

​Eine Sommergeschichte voller Retro-Feeling und Freibad-Pommes.

20.03.2022

Kölner Stadt-Anzeiger

Nostalgisch, melancholisch, aber auch emotional unter Hochspannung – es gibt viele Begriffe, die die... besondere Atmosphäre dieses Romans beschreiben. mehr weniger

Kerstin Meier, 19.03.2022

Bremen Zwei

Dieses Buch ist fantastisch geschrieben. Es ist keine platte Heldengeschichte, sondern viel lebensec...hter und klüger. mehr weniger

Kolja Fach, 16.03.2022

Du fühlst dich beim Lesen gesehen. Einfach großartig.

Igor Levit

Liebe, Freundschaft, Flashbacks in die 90er, und dieses ´Geheimnis`, das mich fast waaaaahnsinnig ge...macht hat. Eine tolle Geschichte! mehr weniger

Ina Müller

Eine packende Geschichte vom Erwachsenwerden eines anderen, die einen mit jeder Seite tiefer in die ...eigene Vergangenheit zieht. mehr weniger

Louisa Dellert

denglers-buchkritik.de

Die Geschichte sagt einem auch, lebe diesen einen Tag, als ob es keinen nächsten geben könnte.

Alex Dengler, 09.05.2022

buchsichten.de

Das Buch passt prima zum Sommer, lässt sich aber auch zu jeder anderen Zeit lesen. Gerne vergebe ich... eine Leseempfehlung. mehr weniger

Ingrid Eßer, 08.04.2022

aufeinbuch-literaturpodcast.de

Am Ende ist ›Man vergisst nicht, wie man schwimmt‹ eine Liebeserklärung an die Jugend und an das Jun...gsein, an die Liebe, den Wert von Freundschaft und auch den Wert des Schreibens und Erzählens, die mir persönlich außerordentlich viel Spaß gemacht hat. mehr weniger

04.04.2022

Mittelbayerische Zeitung

Man sieht die Entwicklung von Huber, der von der kurzen und komischen Form kommt, hin zu einem ernst...haften Autor. mehr weniger

Reinhold Willfurth, 26.03.2022

kues.de

›Man vergisst nicht, wie man schwimmt‹ ist eine spannend geschriebene Story, die beim Lesen einfach ...Freude bereitet und unwillkürlich eigene Erinnerungen an die Zeit mit 15 weckt. mehr weniger

13.03.2022