Buch Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel und Text Der neue Roman von Alena Schröder
Buch Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel und Text Der neue Roman von Alena Schröder
Was, wenn dein Leben eine Leinwand wäre? Und die Schichten von Farbe Schmerz und Glück?
Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel

Güstrow, Mai 1945: Die 14-jährige Marlen liegt zusammengekauert in der Schublade einer Kommode in einem verlassenen Forsthaus. Als sie sich endlich befreit, entdeckt sie dort das unscheinbare Porträt einer jungen Frau. Wilma, die Marlen geholfen hat sich rechtzeitig vor den russischen Soldaten zu verstecken, nimmt die junge Waise bei sich auf. Doch Wilma hat ein Geheimnis, das sie zu zerstören droht. 

Auf zwei Zeitebenen wird die bewegende Geschichte zweier Frauen erzählt, deren Leben durch eine unscheinbar wirkende Leinwand für immer verbunden ist. 

Berlin, 2023: Hannah Borowski ist 34 Jahre alt und alles wäre gut, wenn nicht ihre beste Freundin Rubi plötzlich ausziehen würde. Und wenn nicht plötzlich Hannahs Vater wieder aufgetaucht wäre. Und was wurde aus der wertvollen Leinwand, die einst Hannahs Großmutter gehörte und die sich wie ein roter Faden durch ihr bisheriges Leben zieht?

Emotional, warmherzig, tiefgründig: Alena Schröder spürt in ihrem Roman der Frage nach, was wir unseren Eltern schulden und welches Erbe sie uns mitgeben.


»Es hat mich mit Macht hineingezogen in eine Mutter-Tochter-Frauen-und-Familien-Geschichte, aus der man nach 318 Seiten mit dem verträumten Gefühl wieder zu sich kommt, man habe eine Zeitreise gemacht.« Christine Westermann, Der Stern (über Alena Schröders SPIEGEL-Bestseller ›Bei euch ist es immer so unheimlich still‹)


Von Alena Schröder sind außerdem erschienen: 

›Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid‹

›Bei euch ist es immer so unheimlich still‹


Bibliografische Daten
EUR 23,00 [DE] – EUR 23,70 [AT]
ISBN : 978-3-423-28528-5
Erscheinungsdatum: 19.01.2026
1. Auflage
352 Seiten
Format : 13,8 x 21,5 cm
Sprache: Deutsch
Autor*innenporträt
Alena Schröder

Alena Schröder, geboren 1979, arbeitet als freie Journalistin und Autorin in Berlin. Sie hat Geschichte, Politikwissenschaft und Lateinamerikanistik in Berlin und San Diego studiert und die Henri-Nannen-Schule besucht. Nach einigen Jahren in der ›Brigitte‹-Redaktion arbeitet sie heute frei u.a. als ›Brigitte‹-Kolumnistin. Gemeinsam mit Till Raether spricht sie in ihrem Podcast »sexy und bodenständig« über das Schreiben. 

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solengelen am 06.01.2026 18:01 Uhr

Besonders

Das Cover ist mir sofort ins Auge gefallen. Sowohl die Farbgebung als auch die Gestaltung ist ungewöhnlich, ein bisschen wie ein Gemälde. Es ist gut gewählt zum Titel und zum Buch. Besonders fällt natürlich das Blau mit dem Titel ins Auge.Die Kurzbeschreibung hat mich neugierig gemacht. Der Schreibstil ist flüssig, leise, unaufgeregt, aber manchmal ein wenig langatmig. Sowohl die Charaktere als auch die Örtlichkeiten sind gut vorstellbar beschrieben.Die Autorin hat für dieses Buch zwei Handlungsstränge in zwei Zeitzonen gewählt. In beiden lernt man besondere Menschen und deren Geschichte kennen. Ab der ersten Seite hat mich das Buch gepackt. Ich habe mitgefiebert, mitgelitten, mitgefühlt.Dies ist das erste Buch, das ich von der Autorin gelesen habe. Es wird nicht das letzte sein. Dieses Buch hat mich neugierig auf mehr von der Autorin gemacht. Obwohl ich keinen der Vorgänger kenne, konnte ich das Buch ohne Vorkenntnisse genießen. Gerne gebe ich fünf Sterne und eine klare Leseempfehlung.

ostseekind92 am 08.01.2026 08:01 Uhr

Ein Buch mit zwei Geschichten und viel Tiefgang

Inhalt:Güstrow, 1945: Marlen ist 14 Jahre alt, als sie sich in einer Kommodenschublade in einem verlassenen Forsthaus vor russischen Soldaten versteckt. Wilma nimmt nach diesem Schreck Marlen bei sich auf und zieht sie groß. Schon bald wird Wilma immer abhängiger von Marlen und vertuscht ein Geheimnis, das sie zu zerstören droht.Berlin, 2023: Die 34-jährige Hannah ist zwar Single, aber hat ein solides Leben. Doch plötzlich taucht ihr Vater auf und will das erste Mal Kontakt mit ihr. Wieso jetzt? Und haben wirklich Hannahs Mutter und Großmutter den Kontakt bisher verhindert?Fazit:Da ich Güstrow sehr gut kenne und meine Schwiegereltern dort wohnen, wollte ich unbedingt dieses Buch lesen. Tatsächlich ist dies sonst eher nicht mein Genre, aber ich bin komplett offen an dieses Buch gegangen. Und was soll ich sagen? Dieses Buch hat mich echt überrascht und gefesselt. Durch die beiden Schauplätze und Zeitepochen erzählt dieser Roman gleich zwei interessante und extrem unterschiedliche Geschichten, wobei ich beide absolut toll finde.Ganz authentisch und mit vielen Emotionen sowie einer gewissen Leichtigkeit erzählt die Autorin die Geschichten von den Protagonisten Hannah und Marlen. Beim Lesen hat man tatsächlich dieses Gefühl, dass es diese Charaktere wirklich gibt bzw. gab. Diese Magie hat nicht jedes Buch.Obwohl die Autorin viele Schachtelsätze benutzt und auch einiges beschreibt, wirkt das Erzählte nie langweilig oder überfordernd. Es regt zum Nachdenken an und bezieht sich eher auf das Hier und Jetzt als auf größere Dramen. Ich finde, dieser Roman schafft eine melancholische Atmosphäre, die aber nicht auf die Tränendrüse drückt.Auch das Cover und der Titel passen perfekt zum Inhalt und finde ich großartig.Insgesamt kann ich nur sagen, dass ich sehr froh bin, dieses Buch gelesen zu haben, denn wir werden bestimmt noch sehr viel von der Autorin in Zukunft lesen.

geli73 am 15.01.2026 11:01 Uhr

Berührende Familiengeschichte

Ich mochte die Vorgängerbände "Junge Frau, am Fenster stehen, Abendlicht, blaues Kleid", in dem die Geschichte von Evelyn Borowski erzählt wird, und den Nachfolger "Bei euch ist es immer so unheimlich still", in der wir Evelyns Tochter Silvia näher kennenlernen, sehr gerne.Nun also Hannah, Evelyns Enkeltochter, die schon in den Vorgängerbänden erwähnt wurde.Hannah ist 34 Jahre alt, allein auf der Welt, denn Mutter und Großmutter sind bereits verstorben. Nun zieht auch noch ihre Freundin Rubi aus der WG aus, die die beiden in Berlin in der ererbten Wohnung führten, stattdessen belegt der Neffe einer Kollegin von Hannah nicht nur Rubis Zimmer, sondern auch Wohnzimmer, Kühlschrank und Küchentisch. Als dann auch noch Hannahs Vater auftaucht, der sich jahrzehntelang nicht um Hannah gekümmert hat, ist das Gefühlschaos perfekt.In einer zweiten Zeitebene erfahren wir, was mit dem Bild, dass im ersten Band der Reihe eine große Rolle gespielt hat, passiert ist und wir lernen die vierzehnjährige Marlen kennen. In den letzten Kriegstagen in Güstrow auf der Flucht, nachdem ihre Mutter und ihr Bruder in den Fluß gegangen sind, zeigt sich ihr Überlebenswille. Sie wird von der Malerin Wilma aufgenommen und lebt mit ihr und der Haushälterin Burgel zurückgezogen außerhalb der Stadt.Mich hat die Geschichte sofort wieder in den Bann gezogen. Ich mag Alena Schröders Schreibstil und ihre Art, Lebensschicksale miteinander zu verweben. Sowohl die Gegenwart, in der Hannah, die eigentlich ganz zufrieden mit ihrem Leben war, nun durch das Auftauchen ihres Vaters und einer neuen Familie durchgerüttelt wird, aber auch die Vergangenheit mit Marlen, die sich von ihrer Retterin Wilma lösen und selbst malen möchte und beinahe sogar in den Westen geflüchtet wäre, konnten mich fesseln.Umrahmt von Prolog, in dem 1989 Evelyn als Ärztin in dem Durchgangslager Marienfelde arbeitet und Marlen kennenlernt, die den Weg in den Westen gefunden hat und dem Epilog, als Evelyn und Marlen erneut aufeinander treffen, war das für mich wieder ein runder Familienroman, die anschaulich die Lebensgeschichten der Frauen beschrieben werden.

simonef am 08.01.2026 14:01 Uhr

Gelungener Abschluss einer grandiosen Trilogie!

Da ich die ersten beiden Bände der Familientrilogie, „Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid“ und „Bei euch ist es immer so unheimlich still“, regelrecht verschlungen habe, war ich voller Vorfreude auf den dritten Band – und bin begeistert!Der dritte Teil spielt auf zwei Zeitebenen. Die erste beginnt 1945 mit Kriegsende, als sich die 14-jährige Waise Marlen in einem Forsthaus in Güstrow in einer alten Kommode vor den Russen versteckt und dort ein Ölbild entdeckt, das sie an sich nimmt. Als Leser:in begleitet man Marlen durch die folgenden Jahre.Die zweite Zeitebene spielt im Jahr 2023, sieben Jahre nach dem Ende des ersten Bandes. Hannah ist nun 34 Jahre alt und lebt mit ihrer besten Freundin Rubi in einer WG. Diese ist jedoch schwanger und zieht mit ihrem Freund in eine Kommune nach Brandenburg, und Hannah vermietet das freie Zimmer etwas unüberlegt an Justus, den Neffen einer Arbeitskollegin. Aus heiterem Himmel taucht außerdem plötzlich ihr leiblicher Vater auf, der bisher lediglich durch Abwesenheit glänzte, und bemüht sich um sie. Hannah ist überfordert. Warum hat er sich früher nie bei ihr gemeldet? Und welche Rolle spielten ihre Mutter Sylvia und ihre Großmutter Evelyn dabei?Alena Schröder schreibt wieder so lebendig, abwechslungsreich und unterhaltsam, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte. Besonders liebe ich ihre herrlich pointierten und manchmal leicht überzeichneten Charaktere in den Nebenfiguren, wie etwa den Mitbewohner Justus, der ein wandelndes Berlin-Kreuzberg-Klischee ist. Das muss man sicherlich mögen, aber ich habe diese Abschnitte einfach genossen!Anmerkung: Es ist grundsätzlich möglich, den dritten Teil als eigenständiges Buch zu lesen, aber ich würde dringend dazu raten, mindestens Band 1 vorher durchzuschmökern, um das volle Lesevergnügen zu haben und alle Zusammenhänge zu verstehen, da gerade diese beiden Bände eng miteinander zusammenhängen.Alena Schröder wechselt in diesem Band besonders oft zwischen verschiedenen Perspektiven, auch Nebencharaktere erhalten ihre eigenen Kapitel. Zwischendurch habe ich mich gefragt, ob das nicht ein bisschen zu sehr in die Breite geht. Rückblickend hätte ich lieber auf zwei oder drei Blickwinkel verzichtet und wäre dafür noch tiefer in Marlens Leben eingetaucht. Insbesondere mit der merkwürdigen Haushälterin Burgel konnte ich wenig anfangen. Dies ist aber nur ein winziger Kritikpunkt, der für mich kaum ins Gewicht fällt, da mich beide Zeitstränge gefesselt haben und ich insbesondere auch den Schluss des Buches rundum gelungen und sehr berührend fand.Der dritte Teil ist für mich der perfekte Abschluss einer sehr bewegenden Trilogie, die vier Frauengenerationen einer Familie zwischen 1922 und 2023 begleitet, und damit durch die deutsche Geschichte von der Weimarer Republik, der Zeit des Nationalsozialismus und dem Zweiten Weltkrieg über die Bundesrepublik bzw. die DDR bis zur Wendezeit und in die Gegenwart. Am Ende war ich beinahe traurig, dass ich Senta, Evelyn, Sylvia und Hannah nun loslassen muss, so vertraut waren sie mir inzwischen geworden.Von mir eine ganz große Leseempfehlung für die gesamte Trilogie!

misspider am 07.01.2026 09:01 Uhr

Familie und andere Sorgen

Ich hatte bereits den Vorgängerband "Bei euch ist es immer so unheimlich still" gelesen, daher waren mir einige Personen bekannt, wenn auch in anderem Alter. Das Buch erzählt auf zwei Zeitebenen - eigentlich drei, aber die eine wird nur kurz als Rahmenhandlung eingebracht - und wie immer gefällt mir die Vergangenheitsgeschichte besser als die Gegenwart. Wobei es diesmal knapp war, denn auch Hannahs Geschichte hat es in sich: nach dem Auszug der besten Freundin aus der WG steht Hannah allein da, was aber nicht lange anhält, da sie wider besseres Wissen den Neffen einer Kollegin bei sich einquartiert. Was im Nachhinein vielleicht doch keine so schlechte Entscheidung sein sollte. Zudem taucht Hannahs Vater wie aus dem Nichts auf, um sie nach vielen Jahren kennenzulernen - natürlich ist Hannah misstrauisch, welches Motiv der Vater hat. Zwischendrin immer wieder die Kapitel, die die Geschichte von Marlen, die gegen Kriegsende von der Malerin Wilma aufgenommen und ausgebildet wird. Während Wilma Marlen ihr künstlerisches Wissen vermittelt, um Marlen als Hilfe einzusetzen, entwickelt Marlen eigene Wünsche und Ziele, kämpft aber gleichzeitig mit Schuldgefühlen gegenüber Wilma, die sie aufgenommen hat. In beiden Zeitebenen geht es also um familiäre Beziehungen, die Frage ob und wieviel man Eltern schuldig ist, aber auch was Eltern ihren Kindern schulden. Dankbarkeit, Vertrauen, Unterstützung, Respekt, Toleranz, Schuld - alle diese Themen werden mehr oder weniger angesprochen und am Ende muss doch jede(r) für sich selbst entscheiden, welche Familie man um sich haben will. Auch wenn ich das Buch sehr gerne gelesen habe, denn es war spannend, unterhaltsam und bot viele interessante Momente, komme ich nicht wirklich mit einem klaren Fazit, einer Auflösung oder einem eindeutigen Happy End heraus - aber das ist vielleicht auch gar nicht gewollt. Auf jeden Fall habe ich jetzt wieder einen Anstoss bekommen, endlich den ersten Band dieser Familiensaga, in dem Hannah auf Bildsuche geht, zu lesen.

nayezi am 07.01.2026 21:01 Uhr

Ein Leben in Schichten erzählt

In ihrem neuen Roman verbindet Alena Schröder verschiedene Zeitebenen und Lebenswege auf beeindruckende Weise. Ein tiefgründiges Gesamtbild entsteht allmählich aus beiläufigen Momenten. Besonders hervorzuheben ist die zentrale Metapher des Lebens als Gemälde: Erfahrungen aus Schmerz, Erinnerung, Verlust und Glück zeichnen dieses. Durch diese Idee erhält das Buch eine poetische Kraft und es bietet sich an, innezuhalten und nachzudenken.Der Schreibstil ist klar aber zugleich warm und sensibel. Schröder geht mit Sensibilität an bedeutende Themen wie Herkunft, familiäres Erbe und Verantwortung heran. Sie setzt dabei auf ruhige Bilder und feine Nuancen, was die Intensität erhöht.Fazit: Ein warmherziger Roman über Identität, Familie und Verbundenheit, der bei Lesenden einen bleibenden Eindruck hinterlässt.

lesebarbara am 06.01.2026 13:01 Uhr

Berührender Roman!

Schon das Cover von Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel zieht den Blick an: kräftige Farben, sichtbare Pinselstrukturen, ein zentrales Blau, das zugleich Ruhe und Tiefe ausstrahlt. Es wirkt wie ein offenes Gemälde – unvollendet, vieldeutig, genau wie die Lebensgeschichten im Roman. Alena Schröders Schreibstil ist feinfühlig und atmosphärisch, getragen von leisen Zwischentönen statt großer Dramatik. Auf zwei Zeitebenen verbindet sie die Schicksale von Marlen und Hannah und zeigt, wie Vergangenheit in die Gegenwart hineinwirkt. Besonders eindrucksvoll ist die Art, wie Schuld, Schweigen und familiäre Bindungen erzählt werden: ehrlich, warm und ohne moralischen Zeigefinger. Die Leinwand wird zum Symbol für Erinnerung und Weitergabe – für das, was bleibt, auch wenn vieles unausgesprochen ist. Ein berührender, kluger Roman, der nachdenklich macht und lange im Gefühl nachklingt.

büchermoni am 05.01.2026 10:01 Uhr

Ein verschollenes Bild

Das neue Buch, eine Fortsetzung und Erweiterung der beiden vorherigen Romane, beinhaltet zwei Erzählstränge. Die zurückliegende Geschichte beginnt 1945 in Güstrow. Die 14-jährige Marlen sucht Unterschlupf vor den plündernden Russen und wird von der Malerin Wilma aufgenommen. Bei ihr wird Marlen bleiben und malen. Auch und gerade deshalb, als Wilmas Augenlicht langsam schwindet. Der zweite Erzählstrang beginnt in Berlin 2023. In Hannahs Leben taucht plötzlich nach dem Tod der Mutter, ein bislang unbekannter Mann auf, der behauptet ihr Vater zu sein. Für Hannah eine verstörende Situation. Gibt es eine Chance für die Beiden?In ihrem dritten Roman knüpft Alena Schröder an ihre zwei vorherige Bestseller an. Die Geschichte des verschollenen Gemäldes spinnt sich wie ein roter Faden durch die Seiten. Atmosphärisch dicht erzählt sie von den, bereits ins Herz geschlossenen Charakteren. Jetzt beschreibt die Autorin, was in ihren Büchern im Dunklen blieb. Trotzdem verstehen wir den dritten Band auch, ohne die vorherigen Bücher gelesen zu haben.

brigitteb am 16.01.2026 19:01 Uhr

Entfremdung und Wiedergutmachung

2023: Hannah (34) lebt alleine in Berlin und ist gerade ziemlich orientierungslos. Ihre beste Freundin ist ausgezogen UND schwanger! Als Krönung taucht plötzlich ihr leiblicher Vater auf, der ihr Leben lang keinen Kontakt mit ihr gepflegt hatte. Er eröffnet der perplexen Tochter, dass sie noch zwei Halbbrüder habe. Auf der Suche nach ihren Wurzeln taucht Hannah ein in die Vergangenheit.Güstrow, Ostdeutschland, Mai 1945: Der zweite Weltkrieg liegt in den allerletzten Zügen. Die Menschen in diesem Landstrich befinden sich wortwörtlich zwischen den Fronten. Die Leute flüchten vor der herannahenden Roten Armee und eine Welle von Selbstmorden erschüttert die Gegend. Marlen, ein 14-jähriges Waisenmädchen hat auf der Flucht die ganze Familie verloren. Sie findet Unterschlupf bei der exzentrischen Kunstmalerin Wilma und ihrer verschrobenen Haushälterin. Die Malerin adoptiert Marlen, spannt sie allerdings zunehmend für ihre eigenen Zwecke ein.2023 beginnt sich die Familiengeschichte von Hannah ebenfalls zuzuspitzen, denn es tauchen noch mehr Fragen und neue Lügen auf. Es wird klar, dass Hannah sich entscheiden muss, welchen Weg sie für ihr Leben wählen soll.Alena Schröder vermag es erneut, mit zwei spannenden Frauengeschichten in zwei Epochen ab der ersten Seite zu fesseln. Dabei wird sie beiden Protagonistinnen gleichermassen gerecht. In lebendiger und gefühlvoller Sprache wurde mir vieles bildhaft aufgezeigt: traumatisierte Menschen, die sich in den Verwerfungen der Weltgeschichte neu zurechtfinden sollen, ihre Würde verteidigen und ihren Platz in einem neu erschaffenen Staat finden müssen. Die Erkenntnis, dass ein Krieg nicht automatisch vorbei ist, nachdem die letzten Artilleriefeuer verstummt sind, sondern auch ohne Waffen Kämpfe weitergeführt werden, die Auswirkungen bis heute haben können. Und nicht zuletzt hat der Roman mir auf eine liebevolle Weise bestätigt, dass Familien komplizierte Konstrukte sind - und zwar alle.

forti am 05.01.2026 17:01 Uhr

Super erzählt!

"Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel" ist wieder mal ganz wundervoll geschrieben. Das Buch liest sich durchgängig flüssig, hat keine Längen und war für mich ein regelrechter Pageturner ohne dass das Buch im klassischen Sinne spannend gewesen wäre. Alena Schröder ist einfach eine sehr gute Erzählerin.Auf zwei Zeitebenen wird vor zeitgeschichtlichem Hintergrund vor allem von Frauen erzählt: Hannah, die 2023 in Berlin immer noch mit ihrer Familiengeschichte befasst ist - und Wilma und Marlen, die in der DDR ihren Weg als Künstlerinnen und ihr Verhältnis zueinander finden müssen.Diese Hauptfiguren haben Ecken und Kanten, was sie aber selbst wissen. Nicht nur deshalb sind sie sympathisch und wachsen beim Lesen ans Herz. Der manchmal etwas schnodderige Ton passt da auch sehr gut.Es ist der dritte Band, der sich mit der Familiengeschichte von Hannah, Evelyn und Silvia und einem geheimnisvollen Gemälde befasst, aber er liest sich auch ohne Vorkenntnisse stimmig.

Veranstaltungen & Medientermine

Buchpremiere

Alena Schröder liest aus ›Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel‹

Moderation : Till Raether
19.02.2026
19:30 Uhr (CEST)
Uebel & Gefährlich
Feldstr. 66
20357 Hamburg
Veranstaltung

Alena Schröder liest aus ›Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel‹

03.03.2026
19:30 Uhr (CEST)
Öffentliche Bücherei Vreden
Kirchplatz 12
48691 Vreden
Veranstaltung

Alena Schröder liest aus ›Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel‹

04.03.2026
19:30 Uhr (CEST)
Kulturzentrum KaSch
Bergstraße 2
28832 Achim
VVK 18,00 €
Veranstaltung

Alena Schröder liest aus ›Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel‹

18.03.2026
19:30 Uhr (CEST)
Lit. Die Stadtbuchhandlung
Reichsstädter Straße 11
73430 Aalen
Veranstaltung

Alena Schröder liest aus ›Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel‹

14.04.2026
19:00 Uhr (CEST)
Kunsthalle
Hasemauer 1
49074 Osnabrück
Veranstaltung

Alena Schröder präsentiert ›Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel‹

15.04.2026
19:30 Uhr (CEST)
Buchhandlung Peterknecht
Anger 28
99084 Erfurt
Veranstaltung

Alena Schröder liest aus ›Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel‹

27.04.2026
19:00 Uhr (CEST)
Buchhandlung Zeitlos
Saargemünder Str. 62a
66119 Saarbrücken
Veranstaltung

Alena Schröder liest aus ›Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel‹

11.05.2026
20:00 Uhr (CEST)
Theater Laboratorium
Kleine Straße 8
26121 Oldenburg
Veranstaltung

Alena Schröder präsentiert ›Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel‹

09.06.2026
19:30 Uhr (CEST)
Thalia
Schillingsgasse 3
76275 Ettlingen
Veranstaltung

Alena Schröder liest aus ›Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel‹

Eine Veranstaltung im Rahmen von "Dachau liest"

13.10.2026
20:00 Uhr (CEST)
Ludwig-Thoma-Haus
Augsburger Str. 23
85221 Dachau
Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

NDR Buch des Monats

Ein tolles Leseerlebnis.

19.01.2026

DONNA

Ein Roman (man muss die anderen nicht kennen), der einen nicht loslässt: atmosphärisch, dicht getakt...et und fesselnd. mehr weniger

02.01.2026

Gewinnen Sie mit ArtNight und dtv ein kreatives Erlebnis, das bleibt

Art Night Event

In Alena Schröders neuem Roman ›Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel‹ erzählt die Bestsellerautorin die mitreißende Geschichte zweier Frauen, deren Schicksal durch das unscheinbar wirkende Porträt einer jungen Frau für immer verbunden ist – auch über Generationen hinweg. Und für alle, die gerne selbst kreativ werden, haben wir nun in Kooperation mit ArtNight ein Gewinnspiel, das Sie nicht verpassen sollten. 

ArtNight bietet Ihnen eine entspannte Auszeit vom Alltag: Unter Anleitung erfahrener Künstler:innen gestalten Sie Schritt für Schritt Ihr eigenes Kunstwerk, mit Freude am Erschaffen und ganz ohne Vorkenntnisse. Egal ob Malen oder DIY Erlebnisse, hier werden kreative Momente für jede Person geschaffen. Mit dem Liebsten können Sie hier echte Quality Time verbringen und gemeinsame Erlebnisse und Erinnerungen schaffen, die bleiben.


1. Preis: Ein Gutschein für ein ArtNight Event für vier Personen sowie vier Exemplare des Romans ›Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel‹

2. – 3. Preis: Ein Exemplar des Romans ›Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel‹


Um am Gewinnspiel teilzunehmen, füllen Sie das untenstehende Formular aus und beantworten folgende Frage: Wie werden Sie am liebsten kreativ?

Das Gewinnspiel endet am 28.02.2025 um 23:59 Uhr. Die Teilnahmebedingungen finden Sie hier.