Buch Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel und Text Der neue Roman von Alena Schröder
Buch Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel und Text Der neue Roman von Alena Schröder
Was, wenn dein Leben eine Leinwand wäre? Und die Schichten von Farbe Schmerz und Glück?
Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel

Güstrow, Mai 1945: Die 14-jährige Marlen liegt zusammengekauert in der Schublade einer Bauernkommode in einem verlassenen Forsthaus. Als sie sich endlich befreit, entdeckt sie dort eine alte, etwas unscheinbare Leinwand. Wilma, die Marlen geholfen hat sich rechtzeitig vor den russischen Soldaten zu verstecken, nimmt die junge Waise bei sich auf. Denn Wilma hat ein Geheimnis, das sie zu zerstören droht. 

Auf zwei Zeitebenen wird die bewegende Geschichte zweier Frauen erzählt, deren Leben durch eine unscheinbar wirkende Leinwand für immer verbunden ist. 

Berlin, 2023: Hannah Borowski ist 34 Jahre alt und alles wäre gut, wenn nicht ihre beste Freundin Rubi plötzlich ausziehen würde. Und wenn nicht plötzlich Hannahs Vater wieder aufgetaucht wäre. Und was wurde aus der wertvollen Leinwand, die einst Hannahs Großmutter gehörte und die sich wie ein roter Faden durch ihr bisheriges Leben zieht?

Emotional, warmherzig, tiefgründig: Alena Schröder spürt in ihrem Roman der Frage nach, was wir unseren Eltern schulden und welches Erbe sie uns mitgeben.


»Fans der Autorin bekommen wie gewohnt dichte und feinsinnig erzählte Lebensgeschichten.« Vanessa Reiber, dpa

»Es hat mich mit Macht hineingezogen in eine Mutter-Tochter-Frauen-und-Familien-Geschichte, aus der man nach 318 Seiten mit dem verträumten Gefühl wieder zu sich kommt, man habe eine Zeitreise gemacht.« Christine Westermann, Der Stern (über Alena Schröders SPIEGEL-Bestseller ›Bei euch ist es immer so unheimlich still‹)


Von Alena Schröder sind außerdem erschienen: 

›Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid‹

›Bei euch ist es immer so unheimlich still‹


Bibliografische Daten
EUR 19,99 [DE]
ISBN : 978-3-423-44879-6
Erscheinungsdatum: 19.01.2026
1. Auflage
352 Seiten
Sprache: Deutsch
Autor*innenporträt
Alena Schröder

Alena Schröder, geboren 1979, arbeitet als freie Journalistin und Autorin in Berlin. Sie hat Geschichte, Politikwissenschaft und Lateinamerikanistik in Berlin und San Diego studiert und die Henri-Nannen-Schule besucht. Nach einigen Jahren in der ›Brigitte‹-Redaktion arbeitet sie heute frei u.a. als ›Brigitte‹-Kolumnistin. Gemeinsam mit Till Raether spricht sie in ihrem Podcast »sexy und bodenständig« über das Schreiben. 

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mimitatis_buecherkiste am 10.01.2026 17:01 Uhr

Vom Loslassen und Festhalten

Güstrow, Mai 1945: Die 14-jährige Marlen versteckt sich in der Schublade einer Kommode vor russischen Soldaten. Die Malerin Wilma, die ihr dabei geholfen hat, nimmt das junge Waisenmädchen bei sich auf. In ihrem Versteck findet Marlen ein Porträt, das sie an sich nimmt. Jahrzehnte später, Berlin 2023: Hannah Borowski wird plötzlich und unerwartet von ihrem Vater kontaktiert, den sie nicht kennt. Angeblich haben Hannahs Mutter und Großmutter das so gewollt.Nach »Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid« und »Bei euch ist es immer so unheimlich still« legt Alena Schröder mit dem vorliegenden Buch, das wieder einen ungewöhnlichen Titel trägt, den Abschluss ihrer Trilogie vor. Ich kenne das erste Buch nicht, bin in der Mitte eingestiegen und habe nun mit dem Ende weitergemacht. Wenn man sich die Klappentexte anschaut, könnte es egal sein, in welcher Reihenfolge man die Bücher liest, ich hatte jedenfalls beim Lesen des mittleren Teils nicht das Gefühl, dass mir Informationen fehlen, was hier ebenfalls nicht der Fall war. Ich kann nicht sagen, ob es ratsam gewesen wäre, vor dem Abschluss das erste Buch zu kennen, schließlich zieht sich die Geschichte des auch hier thematisierten Bildes durch alle drei Bände.Wie bereits der zweite Teil, lässt auch dieser Roman mich nach dem Lesen restlos begeistert zurück. Auf zwei Zeitebenen und mittels verschiedener Perspektiven führt die Autorin durch die Geschichte und lässt mich durch kleine Hinweise Dinge wissen, die ihren Figuren verschlossen bleiben. Dies führt zu einer gewissen Intimität, die mich berührt und manches mal ein Taschentuch brauchen lässt. Die komplexe Geschichte und der feine Humor ergänzen sich wunderbar und hinterlassen fast ein Gefühl der Leere, als das Buch ausgelesen ist. Großartig!

sonexuy am 21.01.2026 10:01 Uhr

Alles hängt zusammen

Ich finde es beeindruckend und handwerklich sehr gekonnt, wie Alena Schröder den roten Faden durch ihre Bücher spinnt. Jeder Roman ist eigenständig und auch allein gut zu lesen, alle drei hängen jedoch unmittelbar zusammen. Dabei zeigt die Autorin nicht mit dem Zeigefinger auf den Zusammenhang, genauso wie es ihr immer gelingt, ihre Message leise und unaufgeregt aber mit großer Ernsthaftigkeit an die Leserin zu bringen.Mir gefällt, wie Vergangenheit und Gegenwart durch verschiedene Handlungsstränge und Personen dargestellt werden. Verschiedene Personen, die doch verbunden sind, Hannah und ihre Großmutter Evelyn, Hannah und ihr Vater. Hannahs Suche nach Verbundenheit, nach Zugehörigkeit finde ich sehr empathisch und auch fesselnd dargestellt.Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und fand das Ende grandios.

isabell am 11.01.2026 17:01 Uhr

Geniale Idee ein Stück Zeitgeschichte zu erzählen und das Leben zweier Frauen zu verbinden

Auf das Buch aufmerksam wurde ich ich durch den Namen der Autorin auf dem Cover bzw. den Aufkleber mit Hinweis auf ihr anderes Buch "Junge Frau am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid", von dem mir eine Freundin vorgeschwärmt hatte. Die Art, wie die Autorin die Geschichte erzählt, in dem das Gemälde erwähnt wird, es am Ende das Leben mehrerer Frauen miteinander verbindet, was über einen langen Zeitraum von einem Jahrhundert geschieht, finde ich genial. Dies ist der dritte Teil, in dem im Mittelpunkt Marlen, gegen Ende des zweiten Weltkrieges 14 Jahre alt, steht, wobei ihre Geschichte hauptsächlich im Nachkriegsdeutschland in Güstrow spielt, wo sie von Wilma gerettet wird, die ihres Zeichens Malerin ist. Marlens Geschichte erstreckt sich bis 1961 zum Mauerbau und ab Mauerfall 1989 tritt sie kurz wieder in Erscheinung. Die Hauptfigur in der Gegenwart ist Hanna mittlerweile 34 Jahre alt, die in Berlin lebt und dies im Jahr 2023. Ich erfahre viel über ihr Leben, das gerade völlig auf dem Kopf steht, denn ihre beste Freundin und WG-Mitbewohnerin ist schwanger und zieht aus. Von ihrer Chefin wird ihr Justus, deren Neffe als Mitbewohner " aufs Auge gedrückt". Über Justus, einem Studenten, der alle typischen "Vorurteile" vom Studenten in Optik mit Manbun, sowie Yoga, Esotherik , etc. erfüllt, musste ich oft schmunzeln, denn er war einfach sehr unterhaltsam. Als Hannahs Vater, der sie laut Oma und Mutter nie kennenlernen wollte, in ihr Leben tritt, ist Hannah völlig durch den Wind.Selten habe ich mich so genial unterhalten gefühlt und es war keine leichte Kost. Ich habe viel über das Leben damals und die Beweggründe von Menschen damals und heute erfahren, warum sie so gehandelt haben wie sie es getan haben. Ich habe Menschen in die Seele schauen dürfen, ihre Trauer gespürt, ihre Wut, ihre Angst, aber auch ihren Lebenswillen. Obwohl ich die ersten beiden Teile nicht gelesen habe und mir sicherlich einiges fehlt, was die Entwicklung einzelner Charaktere betrifft, so konnte ich den dritten Teil auch so sehr gut lesen. Ein ganz besonderer Roman, der mich nachdenklich, aber auch hoffnungsfroh zurückgelassen hat. Sehr zu empfehlen - fünf Sterne!

robby-lese gern am 22.01.2026 14:01 Uhr

Ein toller Abschluss dieser Buchreihe

„Mein ganzes Leben,Öl auf Leinwand ohne Titel“ ist der dritte Band einer Familiengeschichte, die Alena Schröder mit diesem Buch zum Abschluss bringt. Wie auch in den Vorgängerbänden schreibt die Autorin auf zwei Zeitsträngen, in der Vergangenheit und in der Gegenwart.Kurz nach dem Krieg entkommt die 15 jährigeMarlen dem Todesstrudel von Demmin. In einem alten Forsthaus bei Güstrow lernt sie Wilma kennen, die sie rettet und unter ihre Fittiche nimmt, denn Marlen’s Mutter hat sich aus Angst vor den Russen das Leben genommen und ihren Bruder und auch Marlen mit in den Tod reißen wollen, Marlen konnte sich retten, ihr Bruder starb. Zusammen mit der Haushälterin Bergel leben die drei abgeschieden in einem Haus bei Güstrow. Wilmas Mann, ein bekannter Maler, ist verschollen, Wilma glaubt ihn tot, worüber sie nicht traurig ist, denn die Ehe war von Gewalt und Unterdrückung geprägt. Wilma ist selbst Malerin, hatte neben ihrem Mann nie eine Chance. Nun steigt sie zur bekannten Malerin des sozialistischen Realismus auf und Marlen wird ihre Assistentin, auf die sie im Laufe der Zeit immer mehr angewiesen ist, da sie nach und nach ihr Augenlicht verliert. Marlen malt die Bilder nach Wilmas Anleitung, doch auch Marlen ist künstlerisch ambitioniert, was sie aber verschweigt und im Geheimen auslebt an einem Gemälde, dass sie bei ihrer Flucht gefunden hat und auf das sie Schicht für Schicht ihr Leben und ihre Fantasie überträgt. In der Gegenwart lernen wir Hanna kennen, die wir schon aus dem ersten Buch der Autorin kennen. Nach Jahrzehnten der Abwesenheit meldet sich Hannahs Vater bei ihr und Hannah fragt sich, was er von ihr will und warum er sich die ganze Zeit nicht um sie gekümmert hat. Beide Geschichten habe ich gerne gelesen. Hannah, in der Gegenwart war mir sehr sympathisch und ich konnte ihre Gedanken, ihre Gefühle und ihr Handeln sehr gut nachvollziehen. Sehr berührt hat mich aber auch die Vergangenheitsgeschichte, in der Marlens Leben beschrieben wird, was mich sehr angerührt hat. Ich konnte beide Frauen irgendwie verstehen, fand das Verhalten von Wilma aber schon übergriffig und grenzwertig, da sie das Leben von Marlen nachhaltig beeinflusst hat. Die Autorin versteht es sehr gut ihre Figuren so zu gestalten, dass man als Leser einen emotionalen Bezug zu ihnen bekommt, was das Lesen für den Leser sehr intensiv und nachhaltig macht. Ihr Schreibstil ist eingängig, ruhig und doch sehr einprägsam. Wie die einzelnen Geschichten der Bücher der Autorin, die man aber alle unabhängig voneinander lesen kann, zusammenhängen, erfährt man im Epilog dieses Buches. Ich fand es gekonnt. Ein sehr empfehlenswertes Buch!

do_ro am 11.01.2026 20:01 Uhr

Ein Buch, das zum Nachdenken anregt

In „Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel“ begleitet man eine junge Frau, die nach dem Tod ihrer Großmutter beginnt, sich mit deren Vergangenheit und mit den eigenen Lebensfragen auseinanderzusetzen. Im Zentrum stehen Familie, weibliche Selbstbilder über Generationen hinweg, Kunst und die Suche nach einem selbstbestimmten Leben.Auch wenn ich die beiden ersten Teile noch nicht gelesen habe, habe ich schnell in die Geschichte reingefunden. Der Roman hat mich weniger durch große dramatische Ereignisse gepackt, sondern vielmehr durch seine leisen, präzisen Beobachtungen. Ich mochte besonders, wie die Autorin Themen wie Selbstfindung, familiäre Prägung und weibliche Lebensentwürfe miteinander verknüpft.Die Sprache empfand ich als sehr angenehm: modern, klar und zugleich feinfühlig. Die Darstellung der Frauenfiguren über mehrere Generationen hinweg hat mich besonders beeindruckt. Ich fand es spannend zu sehen, wie unterschiedlich Freiheit, Liebe und Selbstverwirklichung in verschiedenen Lebensphasen und historischen Kontexten gelebt werden. Keine Figur wirkt dabei eindimensional oder idealisiert – alle tragen Widersprüche in sich, was sie für mich sehr glaubwürdig gemacht hat.Auch das Motiv der Kunst hat mich stark angesprochen. Das Bild des Lebens als unfertiges Gemälde ohne Titel empfand ich als sehr treffend. Es hat mich daran erinnert, dass Lebensläufe selten klar strukturiert sind und sich oft erst rückblickend – wenn überhaupt – deuten lassen.Insgesamt habe ich diesen Roman als ruhig, klug und sehr zeitgemäß erlebt. „Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel“ ist für mich ein Buch, das man nicht hastig liest, sondern eines, das man mitnimmt – noch lange über die letzte Seite hinaus.

karo_line am 11.01.2026 22:01 Uhr

Berührend, klug erzählt und atmosphärisch

Mit „Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel“ hat Alena Schröder erneut einen sehr gelungenen Roman vorgelegt. Ich habe die ersten beiden Teile der Reihe bereits gelesen und sehr geliebt, wurde aber auch diesmal nicht enttäuscht. Gleichzeitig lässt sich dieser Band problemlos unabhängig von den Vorgängern lesen.Die Geschichte entfaltet sich in zwei Zeitschichten: ab 1945 begleiten wir die Künstlerin Wilma und die junge Waise Marlen, während die zweite Handlung im Jahr 2023 spielt und Hannah in den Mittelpunkt stellt, die man bereits aus den vorherigen Büchern kennt. Beide Handlungsstränge sind spannend angelegt und fügen sich nach und nach stimmig zusammen.Die Figuren sind lebendig und vielschichtig, der Schreibstil der Autorin gewohnt einfühlsam, atmosphärisch und flüssig. Besonders gut gefallen hat mir auch das Cover, das sehr geschmackvoll gestaltet ist und einen hohen Wiedererkennungswert besitzt.Mein Fazit: Ein emotionaler, klug erzählter Roman und ein starker dritter Teil der Familiensaga — absolut empfehlenswert.

eight_butterflies am 24.01.2026 00:01 Uhr

Übermalte Spuren der Vergangenheit

Alena Schröder hat für mich ein besonderes Talent für Titel, und auch „Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel“ hat mich sofort neugierig gemacht. Nach der Lektüre fühlt sich dieser Titel nicht nur klug gewählt, sondern fast unvermeidlich an, weil er das Wesen des Romans sehr gut trifft. Es geht um ein Leben, das Schicht für Schicht entsteht, immer wieder übermalt wird und doch Spuren des Vergangenen bewahrt.Die Geschichte entfaltet sich auf zwei Zeitebenen, die sehr unterschiedlich sind. In der Nachkriegszeit lernen wir Marlen kennen, ein vierzehnjähriges Mädchen, das alles verloren hat und bei Wilma Aufnahme findet. Diese Beziehung hat mich besonders bewegt. Wilma ist keine einfache Ersatzmutter, adoptiert Marlen sogar. Sie ist eine widersprüchliche, starke Frau, die ihren Platz in der jungen DDR sucht und sich als Künstlerin behauptet, während ihr eigenes Leben zunehmend aus den Fugen gerät. Die Szenen aus Güstrow gehören für mich zu den stärksten des Buches. Sie sind ruhig und voller Atmosphäre, ohne jemals schwer oder belehrend zu wirken. Marlens langsame Annäherung an die Malerei, ihr Ringen um ein eigenes Selbst und eine eigene künstlerische Stimme und die kleine Leinwand, die sie immer wieder übermalt, haben mich lange beschäftigt. Dieses Bild ist weniger ein künstlerisches Objekt als ein Ort, an dem sich Verlust, Hoffnung und Trotz sammeln und der jungen Marlene Ventil sind.In der Gegenwart begleiten wir Hannah, die an einem Punkt steht, an dem vieles gleichzeitig wackelt. Die WG zerbricht, die beste Freundin geht einen ganz anderen Weg und plötzlich meldet sich ein Vater, der bisher nur eine Leerstelle war. Hannah habe ich als sehr menschlich empfunden, manchmal zögerlich, manchmal fast passiv, aber genau das machte sie für mich glaubwürdig. Nicht jede Figur muss laut oder durchsetzungsstark sein. Ihre Unsicherheit und ihr inneres Struggeln haben mich berührt. Auch Nebenfiguren wie Justus mit seiner esoterischen Art wirkten auf mich zwar leicht überzeichnet, sorgten aber immer wieder für kleine, ehrliche Schmunzler.Die Verbindung zwischen den beiden Zeitebenen ist die titelgebende, kleine Leinwand. Ich gebe zu, dass ich mir hier stellenweise eine stärkere Verzahnung der Zeitebenen gewünscht hätte. In der Vergangenheit ist das Gemälde emotional aufgeladen und zentral, während es in der Gegenwart eher wie ein fernes Echo, ein kleines Assessoire auftaucht. Trotzdem hat mich diese Zurückhaltung im Heute nicht gestört, sondern eher dazu gebracht, über die stillen Weitergaben zwischen Generationen nachzudenken. Da wird was verschwiegen wird, geht etwas verloren oder wird erst viel später verstanden.Am Ende blieb bei mir kein großes dramatisches Gefühl, sondern etwas Warmes, Nachhallendes. Ich war fast ein wenig traurig, das Buch aus der Hand zu legen, weil ich gerne noch länger bei Marlen und Hannah geblieben wäre. Für mich ist „Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel“ ein ruhiger, kluger Roman über Frauen, Kunst und das Weiterleben nach Brüchen, nicht perfekt, aber sehr ehrlich und berührend erzählt.

cybergirl am 10.01.2026 12:01 Uhr

Eine Familiengeschichte authentisch und tiefgründig erzählt

Klappentext:Güstrow, Mai 1945: Die 14-jährige Marlen liegt zusammengekauert in der Schublade einer Bauernkommode in einem verlassenen Forsthaus. Als sie sich endlich befreit, entdeckt sie dort eine alte, etwas unscheinbare Leinwand. Wilma, die Marlen geholfen hat sich rechtzeitig vor den russischen Soldaten zu verstecken, nimmt die junge Waise bei sich auf. Denn Wilma hat ein Geheimnis, das sie zu zerstören droht.Berlin, 2023: Hannah Borowski ist 34 Jahre alt und alles wäre gut, wenn nicht ihre beste Freundin Rubi plötzlich ausziehen würde. Und wenn nicht plötzlich Hannahs Vater wieder aufgetaucht wäre. Und was wurde aus der wertvollen Leinwand, die einst Hannahs Großmutter gehörte und die sich wie ein roter Faden durch ihr bisheriges Leben zieht?„Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel“ Alena Schröder, ist der 3. Roman, der sich mehr oder weniger mit der Familie Borowski beschäftigt.Im 1. Band „Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid“ hat man Hannah und ihre Großmutter Evelyn kennengelernt. Hier bekommt Evelyn einen Brief aus Israel, in dem sie als Erbin eines im Krieg geraubten Gemäldes genannt wird. Hannah macht sich daran, Nachforschungen anzustellen.Im 2. Band „Bei euch ist es immer so unheimlich still“ lernt man Silvia, die Tochter von Evelyn kennen, die im 1. Und 3. Band schon verstorben ist. Hier wird das Leben von Dr. Evelyn Borowski erzählt und von Silvia, die sich immer ungeliebt fühlte.Im 3. Band „Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel“ ist nun auch Evelyn verstorben und Hannah bekommt plötzlich Besuch von ihrem Vater, den sie nicht kennt. Des Weiteren geht es zurück in die Vergangenheit und es wird die Geschichte von Marlene erzählt, die als 14-järiges Mädchen von einer Malerin adoptiert wird.Auch dieses Buch hat wieder einen außergewöhnlichen Titel, ich musste das Buch einfach wieder in die Hand nehmen. Dazu kommt nach, dass mir die beiden anderen Bände von Alena Schröder sehr gut gefallen haben.Es ist wieder eine Familiengeschichte, eigentlich sind es zwei Familiengeschichten, die in zwei Handlungssträngen erzählt werden. Ich weiß nicht welcher Handlungsstrang mir besser gefallen hat. In der Gegenwart habe ich mich gefreut mehr über Hannah zu erfahren und mitzuerleben, wie sie damit umgeht, plötzlich ihrem Vater gegenüberzustehen.In der Vergangenheit hat mich die Geschichte von Marlen gefesselt. Wie sie auf Wilma trifft die sie adoptiert hat und im Malen ausgebildet hat. Alena Schröder hat mit dieser Geschichte eine sehr schöne Fortsetzung ihrer Romanreihe veröffentlicht. Eigentlich steht jeder Roman für sich und kann auch unabhängig gelesen werden. Ich habe es aber genossen, die drei Roman nacheinander zu lesen.Die Protagonisten sind gut in Szene gesetzt, wirkten sehr lebendig und waren mir auch schnell sympathisch.Der Schreibstil von Alena Schröder ist unkompliziert und flüssig.Die Sprache ist vielschichtig, je nach Charakter, Situation und Zeit wandelt sie sich von flippig bis situiert.„Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel““ ist wieder ein ganz besonderer Roman von Alena Schröder. Eine Familiengeschichte so authentisch, tiefgründig und unterhaltsam erzählt.On man in einem weiteren Roman noch einmal auf Hannah trifft? Ich lasse mich überraschen.

turbulenzen_und_so am 10.01.2026 15:01 Uhr

Warmherzig und spannend zu lesen

Obwohl die beiden Vorgängerromane bei mir zuhause liegen, ist dies das erste Buch von Alena Schröder, das ich lese. Ihr Schreibstil hat mich sofort begeistert und eingesogen in die Geschichte. Auf zwei Zeitebenen lernen wir Frauen kennen, die in ihrer jeweiligen Zeit irgendwie zurecht kommen müssen. Das tun sie. Aber es tun sich teilweise Abgründe und Ereignisse auf, die das Leben durcheinanderwirbeln und Entscheidungen verlangen, die herausfordernd sind.Ab 1945 begleiten wir Marlen, ein junges Mädchen, dass ihre Familie auf tragische Weise verloren hat. Es folgt zwar ein Leben in relativer Sicherheit, aber doch voller Entbehrungen und Geheimnisse. Leser*innen des ersten Romans von Alena Schröder, werden jedoch hinter das Geheimnis des lang gesuchten Gemäldes kommen.2023 sieht sich Hannah nicht nur mit einem neuen Mitbewohner sondern auch mit einem plötzlich präsenten Vater konfrontiert. Hannah, die in allen Romanen vorkommt, ist wie eine rote Linie. Die Vater-Tochter-Konstellation war für mich sehr vorhersehbar und manchmal etwas klischeebehaftet, aber das tat meinem Lesereiz können Abbruch.Einige historische Ereignisse werden in Alena Schröders Romanen auch eingeflochten. Hier ist es zum Beispiel der Aufstand in der DDR am 17. Juni 1953. Und es ist nun ein Muss, dass ich mir bei Gelegenheit den 'Schwebenden' im Güstrower Dom anschauen muss.Ich bin durch das Buch geflogen und was soll ich sagen, ich habe direkt danach mit Teil 2 begonnen. Ich lese die Reihe rückwärts und ich stelle fest, dass ist gut machbar. Eine Leseempfehlung für dieses wunderbare Buch an alle die Familiengeschichten mit sympathischen aber auch kontroversen Charakteren, kleine Geheimnisse und verschiedene Zeitebenen mögen.

misspider am 07.01.2026 09:01 Uhr

Familie und andere Sorgen

Ich hatte bereits den Vorgängerband "Bei euch ist es immer so unheimlich still" gelesen, daher waren mir einige Personen bekannt, wenn auch in anderem Alter. Das Buch erzählt auf zwei Zeitebenen - eigentlich drei, aber die eine wird nur kurz als Rahmenhandlung eingebracht - und wie immer gefällt mir die Vergangenheitsgeschichte besser als die Gegenwart. Wobei es diesmal knapp war, denn auch Hannahs Geschichte hat es in sich: nach dem Auszug der besten Freundin aus der WG steht Hannah allein da, was aber nicht lange anhält, da sie wider besseres Wissen den Neffen einer Kollegin bei sich einquartiert. Was im Nachhinein vielleicht doch keine so schlechte Entscheidung sein sollte. Zudem taucht Hannahs Vater wie aus dem Nichts auf, um sie nach vielen Jahren kennenzulernen - natürlich ist Hannah misstrauisch, welches Motiv der Vater hat. Zwischendrin immer wieder die Kapitel, die die Geschichte von Marlen, die gegen Kriegsende von der Malerin Wilma aufgenommen und ausgebildet wird. Während Wilma Marlen ihr künstlerisches Wissen vermittelt, um Marlen als Hilfe einzusetzen, entwickelt Marlen eigene Wünsche und Ziele, kämpft aber gleichzeitig mit Schuldgefühlen gegenüber Wilma, die sie aufgenommen hat. In beiden Zeitebenen geht es also um familiäre Beziehungen, die Frage ob und wieviel man Eltern schuldig ist, aber auch was Eltern ihren Kindern schulden. Dankbarkeit, Vertrauen, Unterstützung, Respekt, Toleranz, Schuld - alle diese Themen werden mehr oder weniger angesprochen und am Ende muss doch jede(r) für sich selbst entscheiden, welche Familie man um sich haben will. Auch wenn ich das Buch sehr gerne gelesen habe, denn es war spannend, unterhaltsam und bot viele interessante Momente, komme ich nicht wirklich mit einem klaren Fazit, einer Auflösung oder einem eindeutigen Happy End heraus - aber das ist vielleicht auch gar nicht gewollt. Auf jeden Fall habe ich jetzt wieder einen Anstoss bekommen, endlich den ersten Band dieser Familiensaga, in dem Hannah auf Bildsuche geht, zu lesen.

Veranstaltungen & Medientermine

Buchpremiere

Alena Schröder präsentiert ›Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel‹

Moderation : Christiane Lahusen
17.02.2026
20:00 Uhr (CEST)
Pfefferberg Theater
Schönhauser Allee 176
10119 Berlin
Buchpremiere

Alena Schröder liest aus ›Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel‹

Moderation : Till Raether
19.02.2026
19:30 Uhr (CEST)
Uebel & Gefährlich
Feldstr. 66
20357 Hamburg
Veranstaltung

Alena Schröder liest aus ›Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel‹

03.03.2026
19:30 Uhr (CEST)
Öffentliche Bücherei Vreden
Kirchplatz 12
48691 Vreden
Veranstaltung

Alena Schröder liest aus ›Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel‹

04.03.2026
19:30 Uhr (CEST)
Kulturzentrum KaSch
Bergstraße 2
28832 Achim
VVK 18,00 €
Veranstaltung

Alena Schröder liest aus ›Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel‹

18.03.2026
19:30 Uhr (CEST)
Lit. Die Stadtbuchhandlung
Reichsstädter Straße 11
73430 Aalen
Veranstaltung

Alena Schröder liest aus ›Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel‹

14.04.2026
19:00 Uhr (CEST)
Kunsthalle
Hasemauer 1
49074 Osnabrück
Veranstaltung

Alena Schröder präsentiert ›Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel‹

15.04.2026
19:30 Uhr (CEST)
Buchhandlung Peterknecht
Anger 28
99084 Erfurt
Veranstaltung

Alena Schröder liest aus ›Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel‹

27.04.2026
19:00 Uhr (CEST)
Buchhandlung Zeitlos
Saargemünder Str. 62a
66119 Saarbrücken
Veranstaltung

Alena Schröder liest aus ›Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel‹

11.05.2026
20:00 Uhr (CEST)
Theater Laboratorium
Kleine Straße 8
26121 Oldenburg
Veranstaltung

Alena Schröder präsentiert ›Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel‹

09.06.2026
19:30 Uhr (CEST)
Thalia
Schillingsgasse 3
76275 Ettlingen
Veranstaltung

Alena Schröder liest aus ›Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel‹

15.09.2026
19:00 Uhr (CEST)
Digitalgarden
Schweriner Höfe, Marienplatz 1-2, Im Brunnenhof
19053 Schwerin
Veranstaltung

Alena Schröder liest aus ›Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel‹

30.09.2026
19:00 Uhr (CEST)
Zehntscheuer Münsingen
Zehntscheuerweg 11
72525 Münsingen
Veranstaltung

Alena Schröder liest aus ›Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel‹

Eine Veranstaltung im Rahmen von "Dachau liest"

13.10.2026
20:00 Uhr (CEST)
Ludwig-Thoma-Haus
Augsburger Str. 23
85221 Dachau
Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

tz

Ein Gesamtkunstwerk also, zweifellos.

Johanna Schultheiss, 28.01.2026

Brigitte

Eine berührende Jahrhundertgeschichte, die hier eine starke Vollendung findet.

Angela Wittmann, 28.01.2026

Hamburger Abendblatt

Alena Schröder erweist sich erneut als pointierte, szenisch orientierte Erzählerin – mit Gespür für ...Dramaturgie, Zugänglichkeit und nachvollziehbare Figuren, die manchmal so überzeichnet sind, dass sie unbedingt realistisch wirken. mehr weniger

Thomas André, 20.01.2026

NDR Buch des Monats

Ein tolles Leseerlebnis.

19.01.2026

dpa

Die zwei Erzählstränge fließen sanft und in klarer Sprache dahin, Schröder nimmt sich Zeit für die G...eschichten ihrer Figuren. (...) Fans der Autorin bekommen wie gewohnt dichte und feinsinnig erzählte Lebensgeschichten. mehr weniger

Vanessa Reiber, 19.01.2026

Die Presse am Sonntag

Ein berührender, packender und witziger Roman. Ein Roman, der zu Herzen geht.

Doris Kraus, 18.01.2026

DONNA

Ein Roman (man muss die anderen nicht kennen), der einen nicht loslässt: atmosphärisch, dicht getakt...et und fesselnd. mehr weniger

02.01.2026

Gewinnen Sie mit ArtNight und dtv ein kreatives Erlebnis, das bleibt

Art Night Event

In Alena Schröders neuem Roman ›Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel‹ erzählt die Bestsellerautorin die mitreißende Geschichte zweier Frauen, deren Schicksal durch das unscheinbar wirkende Porträt einer jungen Frau für immer verbunden ist – auch über Generationen hinweg. Und für alle, die gerne selbst kreativ werden, haben wir nun in Kooperation mit ArtNight ein Gewinnspiel, das Sie nicht verpassen sollten. 

ArtNight bietet Ihnen eine entspannte Auszeit vom Alltag: Unter Anleitung erfahrener Künstler:innen gestalten Sie Schritt für Schritt Ihr eigenes Kunstwerk, mit Freude am Erschaffen und ganz ohne Vorkenntnisse. Egal ob Malen oder DIY Erlebnisse, hier werden kreative Momente für jede Person geschaffen. Mit dem Liebsten können Sie hier echte Quality Time verbringen und gemeinsame Erlebnisse und Erinnerungen schaffen, die bleiben.


1. Preis: Ein Gutschein für ein ArtNight Event für vier Personen sowie vier Exemplare des Romans ›Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel‹

2. – 3. Preis: Ein Exemplar des Romans ›Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel‹


Um am Gewinnspiel teilzunehmen, füllen Sie das untenstehende Formular aus und beantworten folgende Frage: Wie werden Sie am liebsten kreativ?

Das Gewinnspiel endet am 28.02.2025 um 23:59 Uhr. Die Teilnahmebedingungen finden Sie hier.