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Buch Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel und Text Der neue Roman von Alena Schröder
Buch Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel und Text Der neue Roman von Alena Schröder
Was, wenn dein Leben eine Leinwand wäre? Und die Schichten von Farbe Schmerz und Glück?

Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel

Güstrow, Mai 1945: Die 14-jährige Marlen liegt zusammengekauert in der Schublade einer Bauernkommode in einem verlassenen Forsthaus. Als sie sich endlich befreit, entdeckt sie dort eine alte, etwas unscheinbare Leinwand. Wilma, die Marlen geholfen hat sich rechtzeitig vor den russischen Soldaten zu verstecken, nimmt die junge Waise bei sich auf. Denn Wilma hat ein Geheimnis, das sie zu zerstören droht. 

Auf zwei Zeitebenen wird die bewegende Geschichte zweier Frauen erzählt, deren Leben durch eine unscheinbar wirkende Leinwand für immer verbunden ist. 

Berlin, 2023: Hannah Borowski ist 34 Jahre alt und alles wäre gut, wenn nicht ihre beste Freundin Rubi plötzlich ausziehen würde. Und wenn nicht plötzlich Hannahs Vater wieder aufgetaucht wäre. Und was wurde aus der wertvollen Leinwand, die einst Hannahs Großmutter gehörte und die sich wie ein roter Faden durch ihr bisheriges Leben zieht?

Emotional, warmherzig, tiefgründig: Alena Schröder spürt in ihrem Roman der Frage nach, was wir unseren Eltern schulden und welches Erbe sie uns mitgeben.


»Fans der Autorin bekommen wie gewohnt dichte und feinsinnig erzählte Lebensgeschichten.« Vanessa Reiber, dpa

»Es hat mich mit Macht hineingezogen in eine Mutter-Tochter-Frauen-und-Familien-Geschichte, aus der man nach 318 Seiten mit dem verträumten Gefühl wieder zu sich kommt, man habe eine Zeitreise gemacht.« Christine Westermann, Der Stern (über Alena Schröders SPIEGEL-Bestseller ›Bei euch ist es immer so unheimlich still‹)


Von Alena Schröder sind außerdem erschienen: 

›Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid‹

›Bei euch ist es immer so unheimlich still‹


Bibliografische Daten

EUR 19,99 [DE]
ISBN : 978-3-423-44879-6
Erscheinungsdatum: 19.01.2026
1. Auflage
352 Seiten
Sprache: Deutsch
Autor*innenporträt

Alena Schröder

Alena Schröder, geboren 1979, arbeitet als freie Journalistin und Autorin in Berlin. Sie hat Geschichte, Politikwissenschaft und Lateinamerikanistik in Berlin und San Diego studiert und die Henri-Nannen-Schule besucht. Nach einigen Jahren in der ›Brigitte‹-Redaktion arbeitet sie heute frei u.a. als ›Brigitte‹-Kolumnistin. Gemeinsam mit Till Raether spricht sie in ihrem Podcast »sexy und bodenständig« über das Schreiben. 

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140 von 140 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.53 von 5 Sternen


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3 - 10 von 140 Leserstimme

pepe.vie am 28.02.2026 13:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Fulminanter Teil 3 von Schröders Familien- und Gesellschaftsgeschichte

"Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel" ist der dritte Teil von Alena Schröder Reihe und knüpft formal und inhaltlich an die Vorgängerinnen an: Auf zwei Zeitebenen erzählt sie - diesmal aus mehreren unterschiedlichen Perspektiven - eine Familiengeschichte und eine deutsche Gesellschaftsgeschichte. Das Cover passt ausgesprochen gut zur Geschichte: dichte Schichten an Ölfarbe, die sich zu Farbflächen gruppieren stehen symbolisch für das Bild, das eine Verbindung zwischen den beiden Zeitebenen sowie zum ersten Buch der Reihe "Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid" schafft. Eine wunderschön erzählte Geschichte, bei der sich diesmal viel um den Sinn des Lebens und (fehlende) Paar- und Familienbeziehungen dreht. Wie auch die Vorgängerinnen wieder großes Kino. Eine klare Leseempfehlung!

jam am 17.02.2026 12:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Zwei Frauen in zwei Zeitebenen, unterschiedlich und doch verbunden.

Kriegsende, Güstrow 1945. Die Russen vor den Toren der Stadt, versteckt sich die 14jährige Marlen in einem alten Forsthaus. Dort findet sie nicht nur ein kleines verstecktes Bild, sondern in ihrer Retterin Wilma eine Art Ersatzmutter. Wilma nimmt sie mit nach Hause, zieht sie auf wie ein eigenes Kind und lehrt sie, so zu malen wie sie selbst es kann. In Berlin, 2023, bekommt Hannah einen Gruß, von Martin (Papa). Er hat sich nie um seine Tochter gekümmert, warum ist es ihm jetzt auf einmal wichtig? Irgendwie fühlt sie sich verpflichtet und besucht ihn und seine perfekte Frau Lulu, lernt ihre Geschwister kennen. Gleichzeitig zieht ihre beste Freundin Rubi aus. Rubi, die sie vor Jahren nach Güstrow begleitet hat, um ein altes Bild zu suchen, das Hannahs Großmutter gehört hat.Alena Schröder erzählt gekonnt auf zwei Zeitebenen. Einerseits von der Nachkriegszeit, dem harten Leben, den Gefahren, den alten und neuen Ideologien. Und in der Jetzt-Zeit, von einer jungen Frau, die sich etwas verloren fühlt und ihre Wurzeln erkundet.Während das titelgebende Bild für Marlen eine große Bedeutung entwickelt, hat es in Hannahs Geschichte eher eine Nebenrolle.Ich habe mich in beiden Zeiten gut zurechtgefunden - wohlgefühlt wäre ein falsches Wort, angesichts der Erlebnisse der beiden Frauen. Hannah ist ebenso wie Marlen unter Frauen aufgewachsen, wurde von ihnen unterstützt und gefordert. In Wilmas Haus erlebt Marlen eine eigenwillige Dynamik. Wilmas Mann ist im Krieg verschollen und weder sie noch ihre Haushälterin Burgel scheinen ihn zu vermissen. Nachdem Wilma für ihren Mann ihre Karriere als Malerin aufgegeben hat, kann sie sich nach seinem Verschwinden wieder ihren Bildern widmen und sie finden im neuen DDR-Regime großen Anklang. Marlen ist von Anfang an fasziniert, von den Farben, den Techniken. Sie erweist sich als gelehrige Schülerin. Doch ihr Herz schlägt vor allem für das kleine gefundene Bild, das sie immer wieder bemalt, Farbschichten abkratzt und neue aufträgt. Wut, Verzweiflung, Liebe, all das bringt sie auf die Leinwand. Marlens eigene Kunst ist ganz anders als die Wilmas, die die Zeit widerspiegelt.Hannah dagegen treibt vor sich hin. Nach dem Auszug ihrer Freundin fühlt sie sich verloren, der wieder aufgetauchte Vater verwirrt sie. "Komm mal klar, Hannah", hört sie immer wieder die Stimme ihrer Freundin Ruby in ihrem Kopf. Doch das ist für sie nicht so leicht. Sie fragt sich, wo ihre Wurzeln liegen, wie schwer Verwandtschaft wiegt ...Ich bin leider erst beim dritten Teil in diese Trilogie eingestiegen. Auch wenn ich an manchen Stellen das Gefühl hatte, von diesem oder jenem Part wüsste ich gerne mehr, konnte ich den Geschehnissen gut folgen.Ich habe lange auf den Paukenschlag gewartet, der diese beiden Handlungsstränge zusammenführt. Tatsächlich war es ein kleiner, subtiler Gong - für Leser:innen der ersten beiden Bände war er sicher etwas lauter. Aber gerade das hat mir überraschend gut gefallen, auch wenn das Gefühl bleibt, das ein kleines Stückchen fehlt.Fazit:Zwei Frauen in zwei Zeitebenen, unterschiedlich und doch verbunden.

herbstrose am 16.02.2026 16:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Farben der Erinnerung

Ihren 14. Geburtstag verbringt Marlen in der Schublade einer Kommode in einem alten Forsthaus in Güstrow, in die sie Wilma aus Angst vor den vorrückenden Russen im Mai 1945 versteckt hatte. Dort kauernd entdeckt sie eine Unebenheit, an der sie aus Nervosität ständig herumkratzt. Als sie sich nach Stunden befreit stellt sie fest, es war ein kleines Bild, das nun leicht beschädigt ist und das sie später einmal reparieren will. Unten im Forsthaus entdeckt sie die bewusstlose Wilma. Sie bringt sie zurück ins Leben und beide beschließen, zusammen zu bleiben. Jahre später wird Marlen für die Malerin Wilma unentbehrlich. Sie erweist sich als sehr begabt und kann ihr helfen, ihr auftretendes Handicap geschickt zu verbergen. Nun ist Wilma von Marlen abhängig, doch diese hat sich verliebt und hat eigene Pläne … 2023 lebt die 34jährige Hannah in Berlin in einer Lebensgemeinschaft mit ihrer Freundin Rubi. Als diese plötzlich schwanger ist und mit dem Vater des Kindes aufs Land zieht, gerät Hannahs Leben durcheinander. Die Lücke wird zunächst durch Justus, den Neffen einer Arbeitskollegin, gefüllt, der dringend eine Bleibe braucht. Als sich dann noch plötzlich Hannahs leiblicher Vater meldet, von dem sie bisher vollständig ignoriert wurde, ist sie vollkommen verwirrt. Soll sie wirklich ihren Vater und seine neue Familie kennen lernen? … Vorwort und Epilog des Buches handeln 1990 in Berlin und gehen nahtlos ineinander über. Alena Schröder, geb. 1979, ist eine deutsche Journalistin und Schriftstellerin. Nach ihrem Studium der Geschichte, Politikwissenschaft und Lateinamerikanistik in Berlin und San Diego arbeitete sie einige Jahre in der >Brigitte<-Redaktion. Heute ist sie freie Kolumnistin und lebt mit ihrem Mann und zwei Söhnen in Berlin. „Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel“ (2026) ist der Abschluss ihrer Familien-Trilogie, die in den 1920er Jahren beginnt, bis in die Gegenwart reicht, vier Generationen umfasst und autobiografische Anteile aufweist. Es war das erste Buch der Autorin, das ich gelesen habe. Es gibt hier zwei Erzählebenen, die nur lose zusammenhängen. Eine Verbindung der beiden Frauenschicksale erschloss sich mir erst nach dem Lesen des Vorworts und des Epilogs. Vermutlich hätte ich die Geschichte besser verstanden, wenn ich die beiden vorausgegangenen Bücher zuerst gelesen hätte. Dennoch habe ich es sehr gerne gelesen und war begeistert. Den Schreibstil der Autorin fand ich sehr ansprechend und die Art und Weise, über zwei verschiedene Frauenschicksale zu verschiedenen Zeiten abwechselnd zu berichten, gut gelungen. Die Stärke der Frauen und ihre gleichzeitige Verletzlichkeit sind gut herausgearbeitet, berühren tief und stimmen nachdenklich, ihre Suche nach Familienzugehörigkeit ist überzeugend und plausibel geschildert. Fazit: Guter einfühlsamer Schreibstil und interessante Schicksale ergeben einen wunderbaren Roman. Dennoch würde ich empfehlen, zum besseren Verständnis die beiden vorausgegangenen Bücher zuerst zu lesen.

lielo99 am 15.02.2026 20:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Blutsverwandtschaft ist keine Garantie für Liebe

Als Marlen merkt, was ihre Mutter mit ihr und ihrem kleinen Bruder vorhat, reißt sie sich los. Sie rennt und rennt, bis sie kraftlos zusammensinkt. Nein, sie will noch nicht sterben. Sie will leben und was soll an den Russen denn so schlimm sein, dass man lieber sterben würde als ihnen zu begegnen? Das geschah im Jahr 1945 als die sowjetische Armee in Ostdeutschland ihr Unwesen trieb. Marlen strandet zunächst in Güstrow. In einem alten Forsthaus will sie sich ein wenig ausruhen. Hier begegnet sie Wilma, einer hageren Frau, die sie heimlich als Krähe bezeichnet. Aber diese „Krähe“ hilft ihr und Marlen hätte nie gedacht, dass sie ein halbes Leben bei ihr verbringt. Das Buch spielt auf zwei Zeitebenen. Im Jahr 1945, kurz nach dem Ende des Krieges und im Jahr 2023, als Hanna Borowski damit fertig werden muss, dass ihre beste Freundin aus der gemeinsamen Wohnung auszieht. Wie gut, dass sich gerade jetzt ihr leiblicher Vater bei ihr meldet. Ein wenig langatmig und nicht immer schlüssig, so empfand ich das Buch „Mein ganzes Leben Öl auf Leinwand ohne Titel“. Wie sich allerdings zum Schluss alle Fäden zu einem vollendeten Zopf zusammenfügten, das imponierte mir. Auch die Sprecherin verstand ihr Handwerk und ich empfehle das Hörbuch sehr gerne weiter.

julchentim am 14.02.2026 07:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Ein Abschluss

Ich habe die Geschichte von Evelyn und Silvia schon sehr gern gelesen. Deshalb war ich neugierig auf Hannah. Und ich war sofort wieder drin.Der Roman springt zwischen 1945, 1989 und 2023. Das funktioniert erstaunlich gut. Ich mochte vor allem die Gegenwartsebene mit Hannah. Ihre Auseinandersetzung mit dem Vater hat für mich die größte Kraft. Diese Mischung aus Wut, Neugier und alter Sehnsucht hat mich sehr beschäftigt. Ich konnte Hannah gut verstehen, auch wenn ich sie manchmal gern geschüttelt hätte.Die Vergangenheit ist stark erzählt, hätte an manchen Stellen für meinen Geschmack noch mehr Tiefe vertragen. Die Szenen im Forsthaus mit der Malerin Wilma und der eigenwilligen Haushälterin haben mich besonders berührt. Das Leben in der frühen DDR, die Enge, die politischen Erwartungen, der Wunsch nach eigener Kunst, das alles wirkt erstaunlich greifbar.Das verschwundene Bild, das sich durch alle drei Bücher zieht, spielt hier eine leisere Rolle, als ich erwartet hatte. Das fand ich dann doch etwas schade. Trotzdem hat mich die Geschichte gepackt. Ich habe viele Passagen einfach in einem Rutsch gelesen.Für mich ein stimmiger Abschluss dieser Familiengeschichte, wenn auch nicht ganz so eindringlich wie der erste Band, aber nah dran.

langeweile am 10.02.2026 09:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Zwei starke Frauen im Lauf der Geschichte

1945:Im ostdeutschen Güstrow ,findet die junge Marlen,die gerade dem Tod durch Ertrinken entkommen ist,Unterschlupf in einem alten Forsthaus,sie versteckt sich dort vor den anrückenden Russen.Die Malerin Wilma versteckt sie ,adoptiert sie später und bringt ihr alles über die Malerei bei.Als Wilma nach und nach erblindet,ersetzt ihr Marlen ,so gut es geht,ihr Augenlicht.2023:Die 34jährige Hannah Borowski lebt mit ihrer Freundin Rubi in einer WG.Als Diese schwanger ist und ausziehen will, bricht für Hannah ein Stück ihrer Welt zusammen. Außerdem tritt plötzlich ihr Vater, der sich Zeit ihres Lebens nie um sie gekümmert hat, mit einer rührseligen Geschichte in ihr Leben und sucht den Kontakt zu ihr.Warum nach all den Jahren und haben Mutter und Großmutter ihr die Wahrheit über sein Verhalten gesagt?Die Geschichte wechselt nun fortlaufend zwischen den beiden Zeiten, wobei die Vergangenheit bis ins Jahr 1961 weiterläuft. Außerdem zieht sich wie ein roter Faden, ein angeblich wertvolles ,verschwundenes Bild aus dem Besitz ihrer Großmutter, durch die Geschichte.Ich habe bereits den Vorgänger zu dieser Geschichte mit großer Begeisterung gelesen und war sehr gespannt auf den weiteren Fortgang . Die Autorin nimmt sich viel Zeit, die beiden Lebenswege zu begleiten und im Laufe der Entwicklung ergeben sich immer mehr Zusammenhänge und nach und nach setzt sich das Puzzle zusammen. Auch flechtet sie geschickt reale Ereignisse (Revolution des 17. Juni 1953). in ihren Roman ein,Mauerbau und Fall finden ebenfalls Erwähnung.Der Roman wurde von Julia Nachtmann gut vorgelesen,sie beherrschte sowohl den sächsischen Dialekt ,als auch die Jugendsprache hervorragend.Ein Genuss,den ich gerne mit fünf Sternen bewerte.

heikek am 08.02.2026 13:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Schicht für Schicht

"Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel" von Alena Schröder, ist am 19. Januar 2026 im Verlag dtv als Buch erschienen. Das Hörbuch (ungekürzte Ausgabe) wird vom Verlag Hörbuch Hamburg herausgegeben und wurde von Julia Nachtmann gelesen.Das Cover sticht mit seinen kräftigen Farben hervor und ist allein schon ein Eyecatcher. Der Titel ist, wie bei den ersten beiden Romanen dieser Trilogie, ungewöhnlich und auffällig. Das Leben von Hannah wird im Jahr 2023 auf den Kopf gestellt. Erst zieht ihre Freundin Rubi aus der WG aus und der Neffe einer Kollegin vorübergehend bei ihr ein. Dann meldet sich ihr Vater Martin, von dem sie jahrelang nichts gehört hat, eines Tages bei ihr. Warum hat er sich all die Jahre nicht gemeldet? Seine Antwort ist genau das Gegenteil der Antwort ihrer verstorbenen Mutter. Als Hannah ein alter Brief ihrer Mutter zugespielt wird, kommt die Wahrheit ans Licht und sie muss eine Entscheidung treffen. In dem zweiten Erzählstrang geht es um Marlen. Nach dem Suizid ihrer Mutter flieht Marlen von Demmin nach Güstrow. Es ist das Jahr 1949 und in einem alten Forsthaus trifft sie auf Wilma. Wilma ist Malerin und lebt mit der alten Haushälterin Burgel in einem Haus außerhalb der Stadt. Wilma adoptiert Marlen und bildet sie zur Malerin aus. Marlen assistiert Wilma bei ihren Bildern und wird ihr wichtigstes Werkzeug.Im Epilog schließt sich schließlich der Kreis zwischen den beiden Geschichten. Dies war für mich der erste Roman von Alena Schröder. Mir hat der lockere und verständliche Schreibstil gefallen. Die Dialoge zwischen den Protagonisten sind immer wieder witzig und haben mich zum schmunzeln gebracht.Zum Lese- bzw Hörvergnügen hat auch Julia Nachtmann beigetragen. Sie hat eine angenehme Stimme und passt sich perfekt der jeweiligen Situation und der jeweiligen Person (Rüdiger mit seinem schwäbischen Dialekt oder Lukas mit seiner Jugendsprache) an. Der Roman hat mir sehr gut gefallen und ich habe beschlossen, die beiden ersten Romane dieser Trilogie zu lesen oder vielleicht auch wieder zu hören.

miro76 am 07.02.2026 21:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Marlen und Hannah

"Mein ganzes Leben ..." ist der Abschluss einer Trilogie, die sich mit Fragen nach der Herkunft, Identität und familiärem Erbe beschäftigt. Leider wusste ich das bei der Lektüre nicht und es ist mir auch erst am Ende aufgefallen, dass mir etwas fehlt. Dieser Roman spielt sich auf zwei Zeitebenen ab. Wir lernen die 14-jährige Marlen in Güstrow kennen, die 1945 aus Demmin weggelaufen ist und sich in einem Forsthaus vor russischen Soldaten versteckt. Sie wird von Wilma, einer Künstlerin entdeckt und später adoptiert. In der Gegenwart kämpft Hannah mit ganz anderen familiären Problemen. Eigentlich ist sie ziemlich alleine, denn ihre Mutter und Großmutter sind beide verstorben. Ihren Vater hatte sie nie kennengelernt, bis er plötzlich mit einem riesigen Blumenstrauß bei ihr auf der Fussmatte steht und eine Menge Fragen aufwirft. Beide Frauen beschäftigen sich intensiv mit ihrer Vergangenheit, verarbeiten Verluste, setzen sich mit Schuld auseinander und versöhnen sich mit ihren Schicksalen. Beide Geschichten fand ich interessant und spannend zu lesen und bis zum Schluss war ich ausgesprochen neugierig, auf die Verbindung zwischen den beiden. Dass sie sich mit ähnlichen Themen befassen, schien mir nicht genug. Daher war ich etwas enttäuscht am Ende. Die Verbindung erscheint mir etwas zu lose. Vielleicht hätte ich das nicht so empfunden, wenn ich die beiden Vorgänger gekannt hätte. Dann wären mit Hannahs Mutter und Großmutter vertrauter gewesen und die Verbindung nach Güstrow klarer. Man kann das Buch lesen, ohne die beiden anderen zu kennen, aber empfehlen möchte ich das nicht. Dennoch hat mir das Buch gut gefallen und meine Neugierde für den Rest der Trilogie ist geweckt. Stilistisch konnte mich die Autorin überzeugen. Ich mag ihre schnörkellose Sprache, ihre feinsinnige Art, Alltägliches zu erzählen und ihre warmherzige Sorge um ihre Figuren.

jule89 am 06.02.2026 08:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Suche nach der eigenen Identität

In ihrem neuen Roman "Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel" erzählt Alena Schröder uns die Geschichte zweier Frauen. Marlen 1945 in Güstrow "gestrandet" und Hannah 2023 in Berlin lebend. Kapitel um Kapitel erfahren wir mehr aus den Leben der beiden Frauen und auch meine Sympathie für beide Protagonistinnen ist im Verlauf noch mehr gestiegen. Beide erzählstränge waren auf ihre ganz eigene Art und weise schön zu lesen und am ende ergibt alles eine Runde Geschichte. Im laufe des Romans erklärt sich auch der Titel, der einem dann mehr als passend vorkommt.Auch wenn dies der dritte Teil einer Familientrilogie ist kann das Buch gut allein gelesen werden ohne die anderen Teile zu kennen. Für mich war es auch mein erstes Buch der Autorin. Jedoch sicherlich nicht das letzte, besonders gefallen hat mir die ruhige, gefühlvolle Sprache in der Alena Schröder schreibt.Alles in allem ein sehr gelungener Roman!

danielae am 05.02.2026 21:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Gefühlsstark

In zwei zeitlichen Ebenen - kurz nach dem zweiten Weltkrieg und in den Zwanziger Jahren des 21. Jahrhunderts - erzählt Alena Schröder sehr mitreißend und wortgewaltig aus dem Leben zweier Familien, die ihren Ursprung in Mecklenburg-Vorpommern Güstrow haben. Während Marlen‘s Geschichte insbesondere aus der Nachkriegszeit berichtet wird, in der sie jung als Flüchtlingskind zu Wilma und Burgel gekommen ist, die sie adoptiert haben, ist Hannah die Enkelin von Evelyn, die in Güstrow gelebt hatte und in den besten geflüchtet war. Hannas Geschichte - ihr Ringen mit der Vergangenheit, ohne Vater und einem Vater, der plötzlich auftaucht, ihre Unzufriedenheit mit ihrer Wohnsituation … Sie hat eine schwere Ansicht, die sie selbst kaum zu greifen im Stande ist. Marlen, zwar geliebt von Wilma und Burgel wird jedoch auch von Wilma in ihrem Weiterkommen behindert, da diese Angst hat, sie zu verlieren. Für mich ein sehr schön verfasstes und sehr passendes Buch, das ich nur jedem gerne ans Herz lege.

Veranstaltungen & Medientermine

Veranstaltung
Alena Schröder liest aus ›Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel‹

Eine Veranstaltung im Rahmen des Literarischen Bilderbogens.

23.09.2026
19:00 Uhr (CEST)
Grüner Salon der Bibliothek im Kontor
Kettenstr. 24
16909 Wittstock
Veranstaltung
Alena Schröder liest aus ›Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel‹
30.09.2026
19:00 Uhr (CEST)
Zehntscheuer Münsingen
Zehntscheuerweg 11
72525 Münsingen
Veranstaltung
Alena Schröder liest aus ›Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel‹

Eine Veranstaltung im Rahmen von "Dachau liest"

13.10.2026
20:00 Uhr (CEST)
Ludwig-Thoma-Haus
Augsburger Str. 23
85221 Dachau
Veranstaltung
Alena Schröder liest aus ›Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel‹

Eine Veranstaltung im Rahmen der Lit.Eifel

16.10.2026
19:00 Uhr (CEST)
Panoramasaal - Jugendherberge Gemünd Vogelsang
Im Wingertchen 9
53937 Schleiden-Gemünd
Veranstaltung
Alena Schröder liest aus ›Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel‹
24.11.2026
19:30 Uhr (CEST)
Rathaus - Schwörsaal
Marktstraße 26
88299 Leutkirch im Allgäu
Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

Flow
Ein bewegendes, stimmiges Ende einer Trilogie, aber auch für sich allein toll.

13.04.2026

BÜCHER Magazin
Ein wunderbares Buch über ein ganzes Frauenleben: berührend, tragisch, komisch und auf den Punkt erz...ählt. mehr weniger

01.04.2026

WDR 4
Die Figuren bleiben bewusst ambivalent und vielschichtig. Sie lösen Mitgefühl, aber auch Wut und Unv...erständnis aus. Gerade diese Widersprüchlichkeit macht sie besonders greifbar. (...) Der Roman erzählt ruhig, eindringlich und ohne Pathos. Er stellt die Frage, was wir unseren Eltern schulden – und was sie uns hinterlassen. mehr weniger

Heike Knispel, 30.03.2026

Happy
Uneingeschränkte Leseempfehlung!

Isabella Huber, 01.03.2026

bibliomanicas.de
Feinbeobachtete Emotionen, starke Frauenfiguren und ein leiser, eindringlicher Stil machen diesen Ro...man zu einem echten Leseerlebnis. Bewegend, klug und voller Gefühl – absolut empfehlenswert! mehr weniger

19.02.2026

Freundin
Was macht Familie aus? Diese Frage erkundet Alena Schröder klug und witzig anhand zweier Frauenschic...ksale aus verschiedenen Zeiten, die eine geheimnisvolle Leinwand verbindet. mehr weniger

18.02.2026

freundin.de
Mit warmem, atmosphärischem Stil und viel Gefühl verknüpft sie Vergangenheit und Gegenwart zu einem ...dichten, bewegenden Porträt über Identität und Familie. mehr weniger

Irem Özkalga, 12.02.2026

Für Sie
Der packende Roman verbindet Frauenschicksale und Geheimnisse und fragt, welches Erbe unsere Eltern ...uns mitgeben haben - und ein spannendes Stück Zeigeschichte erzählt er auch. mehr weniger

11.02.2026

Recklinghäuser Zeitung
Ein eindringlicher Roman. Es geht um die vielschichtige Auseinandersetzung mit Erinnerung, Verantwor...tung, Familienbande und weiblicher Geschichte. mehr weniger

Sylvia Paschert, 07.02.2026

Dresdner Morgenpost/Chemnitzer Morgenpost
Ein warmherziger Familien- und Generationenroman über Identität, Erbe und die Macht der Erinnerung.

07.02.2026

tz
Ein Gesamtkunstwerk also, zweifellos.

Johanna Schultheiss, 28.01.2026

Brigitte
Eine berührende Jahrhundertgeschichte, die hier eine starke Vollendung findet.

Angela Wittmann, 28.01.2026

Hamburger Abendblatt
Alena Schröder erweist sich erneut als pointierte, szenisch orientierte Erzählerin – mit Gespür für ...Dramaturgie, Zugänglichkeit und nachvollziehbare Figuren, die manchmal so überzeichnet sind, dass sie unbedingt realistisch wirken. mehr weniger

Thomas André, 20.01.2026

NDR Buch des Monats
Ein tolles Leseerlebnis.

19.01.2026

dpa
Die zwei Erzählstränge fließen sanft und in klarer Sprache dahin, Schröder nimmt sich Zeit für die G...eschichten ihrer Figuren. (...) Fans der Autorin bekommen wie gewohnt dichte und feinsinnig erzählte Lebensgeschichten. mehr weniger

Vanessa Reiber, 19.01.2026

Die Presse am Sonntag
Ein berührender, packender und witziger Roman. Ein Roman, der zu Herzen geht.

Doris Kraus, 18.01.2026

DONNA
Ein Roman (man muss die anderen nicht kennen), der einen nicht loslässt: atmosphärisch, dicht getakt...et und fesselnd. mehr weniger

02.01.2026