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Unsagbar intensiv, ergreifend echt: Lea Coplin

Nichts ist gut. Ohne dich.

Sechs Jahre lang haben sich Jana und Leander nicht gesehen. Als Kinder waren sie unzertrennlich – bis zu diesem einen, verhängnisvollen Abend im August, als Janas Bruder Tim bei einem Autounfall ums Leben kam. Leander fuhr den Wagen. Und verschwand danach aus Janas Leben. Kein Wort haben sie seitdem gewechselt, wissen nichts mehr voneinander. Und jetzt steht er plötzlich vor ihr. Mit seinen hellblauen Augen. Und die Anziehungskraft ist so viel größer als Jana wahrhaben will. Sechs Jahre hat sie versucht, ihn zu hassen. Und nun ist er da, aus einem wirklich guten Grund: Er ist hier, damit sie ihn rettet. Nur weiß er das selbst noch nicht.

 

Folgende weitere tolle Romance-Titel sind von Lea Coplin bei dtv erschienen:
Aus der »Nichts ist gut«-Serie:
Band 2: »Nichts zu verlieren. Außer uns.«
Weitere Einzelbände:
»Für eine Nacht sind wir unendlich«
»Mit dir leuchtet der Ozean«

Bibliografische Daten

EUR 10,95 [DE] – EUR 11,30 [AT]
ISBN : 978-3-423-71778-6
Erscheinungsdatum: 20.04.2018
1. Auflage
352 Seiten
Sprache: Deutsch
Lesealter ab 14
Autor*innenporträt

Lea Coplin

Lea Coplin ist das Pseudonym einer Autorin, die mit ihren Romanen bereits mehrfach auf der Spiegel-Bestsellerliste stand. Mehr als fünfzehn Jahre arbeitete sie als Journalistin, bevor sie sich für die Schriftstellerei entschied. Sie liebt es, flatternden Schmetterlingen und gebrochenen Herzen nachzuspüren und die Tiefen des Ozeans auszuloten. Lea Coplin lebt mit Mann und Katzen in München.

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85 von 85 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.55 von 5 Sternen


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8 - 10 von 85 Leserstimme

schokoflocke am 10.04.2018 08:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

"Weil das Schönste noch kommt"

Vor 6 Jahren ist Janas Bruder Tim bei einem Autounfall gestorben.Sein bester Freund Leander,der das Auto gefahren hat,hat danach ohne ein Wort die Stadt verlassen.Das hat Jana damals sehr getroffen,schliesslich war sie,obwohl erst 12,auch mit Leander befreundet.Als Leander nach Jahren nach München zurück kommt und plötzlich vor Jana steht,kommen alle Emotionen wieder hoh,und sie weiß,dass es viele gute Gründe gibt ihm aus dem Weg zu gehen...aber bald gibt es genauso viele Gründe das nicht zu tun.Es ist eine wirklich schöne Liebesgeschichte,die Hoffnung macht,dass man trotzt trauriger und tragischer Vergangenheit nach Vorne schauen und ein neues Leben anfangen kann.In der Geschichte steckt natürlich sehr viel Drama drin ,in der Hinsicht kann das Buch mit Molly McAdams oder Colleen Hoover mithalten,aber im Gegensatz zu den anderen,ist hier alles ruhiger,lebensnäher und authentischer.Trotzt den vielen Problemen wirkt die Geschichte nicht überladen und ist sehr emotional ,ohne kitchig zu sein.Das die Protagonisten sich manchmal selbst im Weg stehen,gehört irgendwie auch dazu und für mich war das einfach realistich,es ist nicht ganz so einfach über den eigenen Schatten zu springen...Von dem Schreibstil bin ich einfach begeistert,sehr flüssig,altersgerecht und leicht zum lesen,die Kapitel (abwechselnd aus der Sicht von Jana und Leander geschrieben) sind sehr kurz,was die Geschichte sehr temporeich macht.Von meine Seite aus gibt es gar keinen Kritikpunkt,es ein sehr gelungenes,bewegendes Jugendbuch,das ich weiterempfehlen kann.

feelina 06 am 09.04.2018 18:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Zwei Seelen, die nicht ohne den andern können

Jana und Leander sind Freunde gewesen. Doch dann verstarb Janas Bruder bei einem Autounfall und Leander verschwand aus Janas Leben. Sechs Jahre habe sie sich nicht gesehen, doch dann steht Leander plötzlich wieder vor Jana und beide merken, das sie den jeweils anderen mehr brauchen als beide bisher ahnten...Die Geschichte von Leander und Jana wird abwechselnd, einmal aus der Sicht von Jana und einmal aus der Sicht von Leander erzählt, was ich persönlich sehr angenehm finde, da man so jede Seite gut kennenlernt und sich besser in sie hineinversetzen kann.Die Geschichte der beiden ist sehr ergreifend und geht direkt ans Herz. Der Schreibstil ist einfach und flüssig gehalten was einem das lesen sehr erleichtert und man sich voll und ganz auf den Inhalt konzentrieren kann. Das Hin und her zwischen Jana und Leander hat mich zum einen sehr amüsiert, aber zum anderen hätte ich am liebsten ins Buch gegriffen und die beiden geschüttelt und ihnen zugeschrien nun redet doch endlich miteinander. Ich habe bis zur letzten Seite mit den beiden mit gelitten und gehofft, das sie am Ende doch noch die Kurve kriegen.„Nichts ist gut. Ohne dich“ ist eine tiefergreifende Geschichte, die durchaus auch vor der eigenen Haustür statt finden könnte und die ich sehr sehr gerne weiter empfehle.

regenprinz am 09.04.2018 08:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Schwierige Freundschaft

Cover, Titel und Klappentext dieses Jugendbuches von Lea Coplin finde ich wirklich sehr schön und ansprechend. Entsprechend hoch waren meine Erwartungen an die Geschichte, zumal das Buch auch mit zahlreichen Vergleichen an Colleen Hoover beworben wird, deren Romane ich klasse finde. Aber im Nachhinein muss ich sagen, dass ich diesen Vergleich nicht ganz passend bzw. zu hoch gegriffen finde. Denn bei Colleen Hoover überzeugt mich meist die Liebesgeschichte, was hier nicht gelingt. Dafür ist die Beziehung zwischen Jana und Leander zu schwierig bzw. wirkt m.E. durch die gemeinsame Vergangenheit zu stark belastet. Es dauert zudem extrem lange, bis man als Leserin endlich erfährt, was damals bei dem Unfall, als Janas älterer Bruder Tim starb, nun genau passierte. Vieles bleibt für mein Empfinden zu lange in der Schwebe - denn der Grund, warum Jana z.B. Leanders Brief nicht liest, erschließt sich mir leider gar nicht. Überhaupt fand ich den Charakter der weiblichen Hauptfigur zu "sperrig", Janas Verhalten fördert die romantische Komponente der Story absolut nicht ...Leander kommt dagegen recht sympathisch rüber, vielleicht auch, weil er mit seiner todkranken Mutter so liebevoll umgeht. Janas Mutter dagegen wird nur wie ein böser Schatten der Vergangenheit im Buch erwähnt, das fand ich merkwürdig.Manche Entwicklungen gegen Ende des Buches gingen mir außerdem zu schnell vonstatten - nachdem zuvor ja sehr lange wenig passiert war, entwickelt sich nun manches recht überraschend, wird dann aber auf wenigen Seiten abgehandelt. Oder ganze Zeiträume werden gerafft. Ansonsten ist die Geschichte jugendtypisch und temporeich erzählt, wenn mich jetzt noch die Lovestory überzeugt hätte, wäre ich sicher begeistert gewesen.

waui am 08.04.2018 16:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Sehr Berührend

Die Rezension "Nichts ist gut.Ohne dich" von Lea CoplinJana und Leander sind von Kindheit an befreundet. Dann geschieht der Autounfall Tim ,Janas Bruder verstierbt beim Autounfall. Leander war dabei.Jana und Leander sehen sich nicht wieder. Jahre später geht Leander in die Buchhandlung wo Jana arbeitet. In den Roman wechseln sich die Perspektionen von Jana und Leander ab. Das ist ganz gut so kann man beide besser verstehen. Leander ist sehr sympatisch,man kann ihn gut verstehen. Was Jana nicht so ist, sie ist sehr verklemmt.Gerade was mit dem Unfall zutun hat.Nun 6 Jahre sind seitdem vergangen und sie kann nochnicht dadrüber reden sie blockt ab,auch die ganze Familie. Sie haben es nochnicht überwunden.Der Roman ist spannend geschrieben.

jeaninchen am 08.04.2018 12:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Lieben tut man mit dem Herzen und nicht mit dem Kopf

Das Buch Nichts ist got. Ohne dich. ist wirklich ein Buch was direkt ins Herz geht. Die beiden Protagonisten Leander und Jana kennen sich schon seit dem sie Kinder sind bis zu dem schrecklichen Tag an dem Janas Bruder Tim bei einem Autounfall stirbt. Und Leander der Fahrer war. Jahre später treffen sich die beiden wieder doch sie wissen nicht wie sie miteinander umgehen sollen. Irgendwas zieht die beiden an aber trotzdem sind diese furchtbaren hintergedanken da. Leander hat ihren Bruder umgebracht. Kann sie ihm das jemals verzeihen?Das Buch ist wunderbar geschrieben. Der Schreibstil ist so einfach uns so witzig das man gar nicht mehr aufhören mag zu lesen obwohl das Thema nicht grade das einfachste ist. Den wie geht man damit um das man möglichweise einen Menschen umgebracht hat auch wenn man das nicht wollte? Und wie soll man mit dem Menschen umgehen denen man dieses Leid zugefügt hat?Wirklich ein tolles Buch mit ganz viel Herzblut und Witz. Ich kann es nur empfehlen.

martina am 05.04.2018 16:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Nichts ist gut. Ohne dich.

Jana und Leander waren von klein auf Freunde. Doch dann starb Tim, Janas Bruder, bei einem Autounfall. Leander war beim Unfall dabei. Das änderte alles. Seitdem haben sich die beiden nicht mehr gesehen. Doch dann taucht Leander in der Buchhandlung auf, in der Jana arbeitet. Und Beiden geht der jeweils andere nicht mehr aus dem Kopf. Doch können sie wirklich mehr als Freunde werden?Meine Meinung:Im Buch wechseln sich die Perspektiven von Jana und Leander immer wieder ab. Das gefiel mir, da man dadurch beide etwas kennenlernt. Vor allem Leander war mir auch sympathisch. Seit dem Unfall ist er ein anderer Mensch. Er hat diesen überhaupt nicht verarbeitet und fühlt sich schuldig. Man kann seine Gedanken und Gefühle nachvollziehen.Janas Verhalten verstand ich dagegen nicht immer. Dass der Unfall die gesamte Familie aus der Bahn wirft, ist logisch. Doch Jana hat auch noch sechs Jahre danach kein Ziel für ihr Leben. Klar, dass sie mit der ganzen Situation überfordert ist. Doch sie hat auch nicht den Mut, irgendetwas zu ändern. Beim Versuch, über ihre Vergangenheit zu reden, blockt sie sofort ab. Ich verstand nicht, warum sie nie wissen wollte, was vor sechs Jahren wirklich passiert ist. Sie weiß eigentlich nicht viel zum Unfall, hinterfragt hier aber auch nichts. Auch Leander kommt gegen diese Mauer nicht an. Hier war mir Jana einfach zu verbohrt.Ihre Zerrissenheit war aber gut beschrieben. Sie will mit Leander mehr Zeit verbringen und ihn gleichzeitig nie wiedersehen.Dass es unter den gegebenen Voraussetzungen nicht leicht ist, eine normale Beziehung zu führen, ist klar. Nachdem zwischen den Beiden so viel Unausgesprochenes liegt, gibt es nach hoffnungsvollen Annäherungen immer wieder Zurückweisungen. Dieses Hin und Her war aber auch ein bisschen anstrengend, da man das größte Hindernis durch ein offenes Gespräch schon bald beiseite schaffen hätte können. Wenigstens ist der Schluss dann auch passend und nicht kitschig.Fazit:Dass die Beiden die Probleme, die zwischen ihnen stehen, aufgrund Janas Verweigerung nicht angehen (können), fand ich ein bisschen anstrengend. Alles in allem war die Geschichte aber unterhaltsam und interessant.

lynn253 am 03.04.2018 23:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Bewegende Geschichte

Die Geschichte dreht sich um Jana und Leander. Und um einen Unfall, der im Zentrum von allem zu stehen scheint. Vor sechs Jahren ist Janas Bruder tödlich verunglückt. Am Steuer saß Leander. Der als einziger weiß, was geschehen. Der schweigt. Und aus Janas Leben verschwunden ist. Bis er nach sechs Jahren auf einmal wieder vor ihr steht.Es geht um die Vergangenheit, die ihre Spuren hinterlässt, in Gegenwart und Zukunft. Es geht um Schuld und um Verlust. Um Familie und Verantwortung. Und ein wenig auch darum, wer wir sind und was wir mit unserem Leben anfangen wollen.Die Sprache ist angenehm zu lesen: flüssig, weder extravagant noch gewollt jugendsprachlich, die wörtliche Rede authentisch. Erzählt wird in der Ich-Perspektive, abwechselnd aus Janas und Leanders Sicht. Dies gibt beiden gleichermaßen eine Stimme und hält damit die Geschichte in der Waage. Denn vieles zwischen ihnen wird nicht ausgesprochen, wird verschwiegen, nur angedeutet, versteckt. Durch die wechselnde Sichtweisen bekommt erhält man von beiden Seiten einen Blick auf die ungesagten Worte.Trotz der Innensicht, die durch die Ich-Perspektive gegeben ist, hat Janas Handeln mich teilweise überrascht. Es schien mitunter gegensätzlich und war für mich nicht immer nachvollziehbar. Andererseits: Menschen sind nicht immer logisch, manchmal schwanken wir zwischen zwei Polen, manchmal tun wir das einen und sagen das andere, manchmal wissen wir selber gar nicht was wir wollen. Teilweise hatte ich auch Mühe, das Bild von ihr, das aus ihren Worten entsteht mit dem Bild, das ihre Handlungen malen, in Deckung zu bringen. Beispielsweise sagt sie an zwei Stellen, dass sie Leander hasst, sonst spürt man aber nichts davon. Vielmehr scheint es das Gegenteil zwischen den beiden zu sein. Diese Anziehung war mir ein wenig zu plötzlich, ein wenig zu schnell, schließlich war Jana noch ein Kind, als sie sich das letzte Mal gesehen haben, und Leander wie ein großer Bruder für sie. Trotzdem: die Liebesgeschichte war sehr schön dargestellt, mit all ihren Umwegen. Denn schließlich steht der Umfalls zwischen ihnen. Ein Unfall, der nicht nur das Leben von Janas Bruder beendet hat, sondern auch zwei Familien hat zerbrechen lassen. Und sowohl für Jana als auch für Leander ist der jeweils andere eine beständige Erinnerung an diese einen Tag vor sechs Jahren, und für alles, was er nach sich zog.Menschen sind nicht immer ehrlich, zwischenmenschliche Beziehungen nicht geradlinig, das wird hier sehr deutlich. Trotz, oder vielmehr gerade durch diese kleinen Kritikpunkte kommt die innere Zerrissenheit der Charaktere zum Tragen.Ein wenig besser als in Jana konnte ich mich in Leander hineinversetzten, dessen Handeln mir nachvollziehbarer erschien.Die Bilanz aber ist in jedem Falle positiv: zwei (zweifellos interessante) Protagonisten, die wunderbar ergänzt werden durch die Nebencharakteren, individuell und schön ausgearbeitet.Auch das Ende hat mir sehr gefallen: nicht zu glücklich, nicht zu traurig, sondern gerade ein bisschen hoffnungsvoll.Und zum Titel: Er ist wunderschön. Und trifft die Geschichte genau.Alles in allem ein wunderschöner, emotionaler Roman, der trotz kleinerer Kritikpunkte absolut zu empfehlen ist.

lumoje am 03.04.2018 21:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Etwas mehr erwartet

Die Leseprobe - und damit der Anfang des Romans - hat mir ausgesprochen gut gefallen und neugierig auf die weitere Geschichte gemacht. Von der war ich dann aber etwas enttäuscht. Es geht um Jana und Leander, die früher befreundet waren und sich seit dem Tod Janas Bruders vor sechs Jahren nicht mehr gesehen haben. Damals war Jana zwölf und Leander sechzehn. Mich hat die Liebesgeschichte anfangs nicht sehr überzeugt. Erst spät bekommt man die Erklärung, warum sich ein (damals) Jugendlicher um eine Zwölfjährige gekümmert hat. Leander wird warmherzig und sympatisch dargestellt - Jana weniger. Ihre Sprunghaftigkeit und Sturheit haben mich so manches Mal den Kopf schütteln lassen.Das Buch liest sich gut und zügig, es wird zum Ende hin ein wenig spannend, doch ist es ein Buch, das man gut weiterverschenken kann und nicht unbedingt behalten muss.

calipa am 03.04.2018 17:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Emotional mit Facettenreichen Charakteren!

Ich habe das Buch sofort als es ankam angefangen zu lesen und sofort hatte Lea Coplin mit ihrem Schreibstil, mit ihrer Geschichte und ihren Charakteren genommen und mich an sie gebunden. Die Neugier zu erfahren, in welcher Verbindung Jana und Leander zu einander stehen, was es mit ihrem verstorbenen Bruder Tim auf sich hat und wie die beiden miteinander umgehen werden und ob sie es überhaupt können hat mich natürlich interessiert.Es kollidieren hier zwei Charaktere ineinander die unterschiedlicher fast nicht sein können. Jeder hat dabei sein Lastern die er hegt und pflegt und damit leider auch meist ihr drum herum vergessen. Hier wird veranschaulicht wie wichtig es ist, miteinander zu reden und nicht alles unter den Teppich zu kehren.Genau ist das auch der einzige Punkt der mich gestört hat. Weder Jana noch Leander können wirklich offen miteinander um gehen, wollen sich aber nahe sein. Einmal hätten sie nur in den Sauren Apfel beißen müssen und sich der Vergangenheit stellen müssen. Ein Gespräch hätte vieles vereinfacht. Ob das Buch das trotzdem so ergreifend gewesen wäre, ist dann die zweite Frage.Von mir bekommt "Nichts ist gut. Ohne Dich." von Lea Coplin 4,9/5 Sternen!Für eine ausführlichere Rezension, besucht mich gerne auf meinem Blog :) http://calipa.de/2018/04/03/nichts-ist-gut-ohne-dich-buchrezension/

rebekka am 03.04.2018 14:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Eine komplizierte Beziehung

Jana trifft fast der Schlag, als plötzlich Leander vor ihr steht. Vor sechs Jahren hatte der damals 16jährige einen Autounfall verursacht, bei dem ihr Bruder Tim ums Leben kam. Danach verschwand er spurlos – und beide Familien brachen auseinander. Aus dieser Situation heraus entwickelt Lea Coplin eine Geschichte, die komplizierter nicht sein könnte. Einerseits will die 18jährige Jana mit Leander nichts mehr zu tun haben. Andererseits entdeckt sie mit der Zeit Gefühle für ihn, die sie selbst überraschen. Dass sich auch Leander in sie verliebt, macht die Sache nicht einfacher.Lea Coplin geling es in diesem Jugendroman sehr gut, den Zwiespalt herauszuarbeiten, in dem ihre beiden Protagonisten stecken. Sie lässt die Geschichte abwechselnd von beiden erzählen, was ihr die Gelegenheit gibt, deren Gefühle, Gedanken und Wünsche direkt darzulegen. Coplin schreibt flüssig, ohne der Versuchung zu erliegen, sich durch flapsige Jugendsprache bei ihren Leserinnen und Lesern anzubiedern. Das macht das Buch auch für Erwachsene gut lesbar.Ein paar Kritikpunkte gibt es trotzdem. Zur Zeit des Unfalls war Leander 16, also bereits ein Teenager, Jana aber erst ein Kind von zwölf Jahren. Trotzdem schildert Lea Coplin das Wiedersehen so emotional, als seien die beiden schon damals ein Liebespaar gewesen. Das hätte die Autorin anders lösen müssen. Abgesehen davon spannt sie ihre Leserschaft mit der unbeantworteten Frage, was denn vor sechs Jahren zu dem Tod des Bruders geführt hatte, viel zu lange auf die Folter. Jana beklagt sich öfter, dass ihr niemand erzählt hatte, was damals geschah. Als ihr aber Leander in einem Brief die ganze Angelegenheit detailliert schildert, weigert sie sich, das Schreiben zu lesen. Das passt nicht zusammen. Trotzdem empfehle ich das Buch, weil es deutlich macht, wie wichtig ehrliche Kommunikation ist – nicht nur für junge Leute.

Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

Medienprofile
Das Buch ist ein einfühlsamer Jugendroman, der die Lesenden in einer klaren, unpathetischen Sprache ...auf eine Reise in die Innenwelt der Hauptfiguren mitnimmt. mehr weniger

Anna Heinzle

Süddeutsche Zeitung
Lea Coplin (...) gestaltet diese komplizierte emotionale Reise klischeefrei in einem authentischen u...nd unsentimentalen Ton in einem Buch, das an realen Schauplätzen in der sommerlichen Kulisse Münchens spielt. mehr weniger

Barbara Hordych, 20.04.2018

Westfälische Nachrichten
Berührend, emotional und richtig schön.

Donauwörther Zeitung
Lesenswert!

31.10.2018