Foto von Lena Kupke und Zitat von Caroline Wahl zum Buch Pause: Dieses Buch ist wie eine feste Umarmung, nachdem es einen richtig zerlegt hat.
Foto von Lena Kupke und Zitat von Caroline Wahl zum Buch Pause: Dieses Buch ist wie eine feste Umarmung, nachdem es einen richtig zerlegt hat.
Der Tag als die Notärztin kam, war der Tag, an dem ich wieder zu meinen Eltern gezogen bin. Mit sechsunddreißig.
Pause

Manchmal zwingt einen das Leben zu einer Pause, ob man will oder nicht. Hanna will eigentlich nicht. Aber nach einem einschneidenden Erlebnis zieht sie Hals über Kopf von Berlin in ihre alte Heimat Lüneburg zurück – zu ihren Eltern, in ihr altes Kinderzimmer, das mittlerweile das Büro ihres Vaters ist, samt Drucker, elektrischen Rollos und 90-cm-Gästebett. 

Doch wie soll das funktionieren?

Plötzlich wieder Familienalltag, von null auf hundert mit drei erwachsenen Menschen, die seit jeher Konflikte lieber unter den Teppich kehren, als sie zu klären. Hanna will so schnell wie möglich wieder zu sich nach Hause, nach Berlin, in die gemeinsame Wohnung mit ihrem Freund Paul. Doch das ist nicht so einfach möglich, denn die Gründe für Hannas Zusammenbruch liegen tief. Ein warmherziges, zart-witziges und ehrliches Buch über die Verarbeitung von Schicksalsschlägen und den langen Weg zur Selbstfindung. Zwischen alten und frischen Wunden muss Hanna lernen, Hilfe einzufordern und anzunehmen und ihre Familie mit anderen Augen zu sehen. Und sie entdeckt, dass einen die Liebe auch in den schwächsten Momenten findet … In ihrem Debütroman erzählt Lena Kupke gnadenlos ehrlich und mit viel Humor von den Momenten am Boden und von Liebe, die gerade dann kommt, wenn du am wenigsten damit rechnest. »Das Buch ist von Lena Kupke! Was wollen Sie denn noch mehr? « Till Reiners

Bibliografische Daten
EUR 23,00 [DE] – EUR 23,70 [AT]
ISBN : 978-3-423-28542-1
Erscheinungsdatum: 15.05.2026
3. Auflage
320 Seiten
Format : 12,8 x 21,0 cm
Sprache: Deutsch
Autor*innenporträt
Lena Kupke

Lena Kupke, geboren 1986, hat English Studies und Geschichte in Bonn studiert. Sie ist Autorin und Stand-up-Comedian. 2021 erschien ihr Stand-up Comedy Special im ZDF sowie ihr Sachbuch ›Wahrheit oder Pflicht‹. Sie ist häufig zu sehen bei Till Reiners´ ›Happy Hour‹ auf 3Sat und bei ›Falsch, aber anders lustig‹ in der ARD Mediathek. ›Pause‹ ist ihr Debütroman.

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10 von 124 Leserstimmen

4.73 von 5 Sternen


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maike_pdf am 04.05.2026 18:05 Uhr

Schonungslos, präzise und emotional überwältigend

Pause von Lena Kupke hat mich von den ersten Seiten an komplett gepackt. Diese unmittelbare emotionale Dichte ist selten, die Anspannung ist sofort spürbar und zieht sich konsequent durch das ganze Buch.Besonders stark fand ich, wie eindringlich das Zurückkehren ins Elternhaus beschrieben wird. Dieses Gefühl, wieder in alte Muster zu geraten, obwohl man längst ein eigenes Leben geführt hat, ist so präzise beobachtet, dass es beim Lesen fast körperlich spürbar wird. Auch wenn meine eigenen Eltern ganz anders sind, war ich sofort in dieser Dynamik drin.Kupkes Erzählweise ist dabei beeindruckend reduziert und auf den Punkt. Sie verschwendet keine Seite, jede Szene hat Gewicht. Die Schnitte sind genau da gesetzt, wo sie wirken müssen, und erzeugen eine Intensität, die ich mir bei vielen anderen Autorinnen wünschen würde.Was bleibt, ist eine herzzerreißende Geschichte, die ihre Kraft nicht aus großen Gesten zieht, sondern aus den Zwischentönen. Genau das macht sie so einnehmend und lässt sie lange nachhallen.Für mich ganz klar 5 Sterne. Große Empfehlung!

bg2605 am 03.05.2026 20:05 Uhr

Ehrlich aus dem Leben

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, es ist sehr ehrlich und erzählt aus dem wahren Leben. Obwohl es ein eher trauriges Kapitel aus dem Leben der Protagonistin ist, gefällt mir der witzige und unterhaltsame Erzählstil, ich musste oft schmunzeln über die Gedanken und Aktionen von Hanna. Es steckt viel Authenzität hinter der Geschichte, sicherlich muss der ein oder andere leider ähnliche Erfahrungen wie Hanna machen. Bei dem Leben wieder bei den Eltern wurde ich sehr oft an mein Elternhaus erinnert was ich sehr amüsant fand. Der Titel passt super zum Buch, ganz am Ende wird das nochmal deutlich. Auch das Cover ist treffend gewählt und wird in der Geschichte aufgegriffen. Ich würde mich sehr über ein weiteres Buch der Autorin freuen, mir gefällt ihr Schreibstil wirklich sehr gut und die direkte und ehrliche Art und Ausdrucksweise.

maggiemama am 03.05.2026 16:05 Uhr

Gelungen

Pause Lena KupkeHanna zieht nach einem Zusammenbruch vorübergehend zu Ihren Eltern. Mit 36 Jahren wieder ins Kinderzimmer, das eigentlich jetzt Vaters Büro ist. Ihr Leben in Berlin tauscht sie unfreiwillig mit Kleinbürgertum in Lüneburg. Damit gerät ihr Leben aus den Fugen und auch das ihrer Eltern.Alte Gewohnheiten, Vorurteile, Verhaltensweisen und Beziehungsspielchen erwachen wieder. Die Sprachlosigkeit und Hilflosigkeit der Familie tut beim Lesen weh. Lena Kupke trifft in ihrem Debutroman einen interessanten, angenehmen und leichten Ton. Sue skizziert humorvoll und mit guter Beobachtungsgabe das agieren der Hauptpersonen. Zwischendrin musste ich herzlich lachen und im gleichen Moment bleibt einem das Lachen im Halse stecken. Insgesamt ein gelungener Roman, den man leicht weglesen kann. Auch, wenn ich mir an manchen Stellen mehr Tiefe gewünschst hätte, vergebe ich gerne 5 Sterne.

siehdichum am 03.05.2026 15:05 Uhr

Tragikomisch und authentisch

Nach einem Zusammenbruch muss die sechsunddreißig jährige Hanna eine Auszeit von allem nehmen, sowohl privat als auch beruflich, es bleibt ihr nichts anders übrig, als zurück zu ihren Eltern ins Haus nach Lüneburg zu ziehen, in ihr ehemaliges Kinderzimmer, das mittlerweile als Arbeitszimmer ihres Vaters funktioniert. Sie versucht möglichst wenige Tage bei ihren Eltern zu bleiben, unverhofft kommt noch alles anders, auch ihre Eltern sind mit ihrer Situation überfordert - längst haben ihre Eltern ein eigenes Leben aufgebaut, mit festen Strukturen und mitten im Leben platzt ihre Tochter heim und bringt ihnen gehörig ihr fester Tagesablauf durcheinander.In Hanna`s Heimat kehren die ganzen Kindheitserinnerungen zurück und sie trifft die Menschen in dem kleinen Ort, in denen sie am liebsten um einen großen Bogen machen möchte, gleichzeitig versucht sie, ihr Leben alleine in Griff zu bekommen undin denen sie jedoch eingestehen muss, dass sie nicht alleine zurecht kommt und auf professionelle Hilfe angewiesen ist. Ein Geschichte, in denen die Beziehung der erwachsene Tochter und ihren Eltern sehr authentisch und schonungslos erzählt wird, wo die Probleme einfach unter dem Teppich gekehrt wird und die Fassade muss um jeden Preis aufrecht erhalten werden.Ich war positiv überrascht über die Geschichte und habe es sehr gerne gelesen, die Autorin Lena Kupke schreibt sehr einfühlsam, schonungslos ehrlich und humorvoll, in denen man einfach ihr zustimmen muss, so erlebt man als Erwachsene tatsächlich im Elternhaus wieder und auch ein Thema, das sehr zum Nachdenken anregt. Für mich persönlich, war es einer der besten Bücher, die ich gerne gelesen habe und kann das Buch für alle empfehlen, die längst aus dem Elternhaus ausgezogen, es kann jeden treffen !

lauraliest am 03.05.2026 14:05 Uhr

Vom erzwungenen Stillstand zur selbstbestimmten Auszeit

Pause - diese legt Hanna im gleichnamigen Roman von Lena Kupke eher widerwillig ein. Bis zum Schluss. Denn was bedeutet Pause? Stillstand, Unterbrechung, Warten, Langeweile? Oder Erholung, Freizeit, Freiheit, Spaß? Für Hanna scheint es zunächst ersteres zu sein. Eine Pause, in die sie auch ihr Umfeld zwingt, denn diese entzieht und entsagt Hanna ein Stückweit die Chance, aus dem Verharren und der Starre herauszukommen. Um sich die Erholung zu gönnen, die sie eigentlich benötigt, nach der ihr Körper schreit, wie der Zusammenbruch zu Beginn des Romans zeigt, muss Hanna sich zunächst mit einigem auseinandersetzen.Ein komplexes Spannungsfeld von inneren Vorgängen wie Eingeständnissen, Selbsterkennen, Ehrlichkeit und Aushalten können gepaart mit äußeren Umständen wie Arbeit, Freunde, Familie und Beziehungen. Erzählt wird ruhig und zurückhaltend, durch kleine Beobachtungen, beiläufigen Gedanken und zwischenmenschlichen Momenten. Dadurch werden Themen wie mentale Erschöpfung, Einsamkeit und das Bedürfnis nach Rückzug feinfühlig in Szene gesetzt. Die Leserschaft erfährt, wie kompliziert es sein kann, sich inmitten von Verpflichtungen und Erwartungen nicht zu verlieren. So ist Pause ein stiller, kluger und emotional eindringlicher Roman, der mich von Anfang an für sich gewinnen konnte. Ein Roman, der durch seine ruhige, ehrliche Art Trost und Kraft spendet.

das.lesende.ich am 03.05.2026 12:05 Uhr

Ein warme Umarmung

⏸️🧡𝘋𝘶 𝘸𝘦𝘪𝘴𝘴𝘵 𝘯𝘪𝘤𝘩𝘵, 𝘸𝘪𝘦 𝘴𝘵𝘢𝘳𝘬 𝘥𝘶 𝘣𝘪𝘴𝘵, 𝘣𝘪𝘴 𝘥𝘶 𝘴𝘵𝘢𝘳𝘬 𝘴𝘦𝘪𝘯 𝘮𝘶𝘴𝘴𝘵! 💭Schon die Leseprobe hat mich total begeistert, deshalb war meine Vorfreude riesig und 𝘗𝘢𝘶𝘴𝘦 hat das alles tatsächlich noch übertroffen. Für mich ein absolutes Highlight, mit dem ich so nicht gerechnet hätte.Im Mittelpunkt steht Hanna, die nach einer Panikattacke zurück zu ihren Eltern nach Lüneburg zieht. In dieser Zeit wird deutlich, wer wirklich für sie da ist und wer eben nicht. Besonders berührend fand ich, wie sehr sie versucht, niemandem zur Last zu fallen, obwohl sie selbst dringend Halt bräuchte.Ihre Eltern habe ich sehr ins Herz geschlossen. Anfangs wirkte der Vater wie der verlässlichere Part, während die Mutter eher überfordert scheint, doch schnell zeigt sich, wie viel Wärme, Humor und Eigenheit auch in ihr steckt. Gerade ihre kleinen Marotten machen sie unglaublich liebenswert.Auch die Nebenfiguren sind nahbar und authentisch gezeichnet. Jede Figur bringt ihre eigene Dynamik mit, was das Gesamtbild besonders lebendig macht.Thematisch geht es um Trauma, Schicksalsschläge, Familie und Selbstfürsorge.Lena Kupkes Schreibstil ist einfach großartig: einfühlsam, ehrlich und gleichzeitig immer wieder durchzogen von feinem Humor. Besonders die Dialoge haben mir gefallen. Durch die Sprache erkennt man sofort, wie das Gegenüber ist: lustig, nervig, etc.Die Figurenzeichnung ist hier wirklich eine Stärke. Und dann gibt es diese Momente, in denen Hanna die Worte fehlen und genau da hat mich das Buch emotional komplett erwischt. Ich hatte mehrfach feuchte Augen. 🥺🥹Ein unglaublich berührender Roman, der mich zum Lachen und zum Weinen gebracht hat. So viel Gefühl, so viel Echtheit.Für mich ein echtes Highlight. Absolute Leseempfehlung! 🧡⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️(10/10)

chrischid am 04.05.2026 18:05 Uhr

Kraftvoll, aufwühlend, überwältigend

Als Hanna sich mit Mitte dreißig plötzlich in ihrem Elternhaus wiederfindet, ist diese Option ursprünglich nur für ein oder zwei Nächte gedacht. Lieber gestern als heute möchte sie zurück nach Berlin, in ihre Wohnung, zu ihrem Freund, zu ihrem Job, ihrem Alltag. Aber gibt es all das überhaupt noch? Während sich das Zusammenleben mit ihren Eltern äußerst interessant gestaltet, lernt Hanna viele neue Facetten des Lebens, an sich selbst und ihren Mitmenschen kennen.Bereits ohne konkret zu wissen was eigentlich passiert ist, mit wem man es zu tun hat oder wo man sich befindet, wird der Leser in das Geschehen hineingezogen. Lena Kupke hat eine wunderbare Art Ereignisse und Figuren zu beschreiben, sie erschafft damit Nähe und Vertrauen wie es nur selten der Fall ist. Trotz einiger Unwägbarkeiten und scheinbarer Hürden, fühlt man sich direkt geborgen. Obwohl man im weiteren Verlauf sehr viel über die Protagonisten, allen voran natürlich Hanna, erfährt, in allen möglichen und unmöglichen Situationen zugegen ist, so geht es in diesem Roman doch um so viel mehr. Hanna steht dabei letztlich stellvertretend für jeden einzelnen. Sicherlich kann man ihre Geschichte nicht einfach auf sich projizieren, ihre Erlebnisse stoßen jedoch tief im Unterbewusstsein eine Lawine los, die man zu Beginn definitiv noch nicht hat kommen sehen. Der Leser erfasst einerseits die Darstellungen, lebt, liebt und leidet mit Hanna, ficht dabei aber gleichzeitig einen eigenen inneren Kampf aus. Die bei der Lektüre des Werkes aufkommenden Gefühle adäquat zu beschreiben, fällt schwer. Sämtliche Worte und Formulierungen können dem nicht gerecht werden. Lena Kupke ist mit „Pause“ ein wahrlich grandioser, unglaublich empathischer und nicht minder aufwühlender Roman gelungen. Um nicht von Emotionen überwältigt zu werden, sollte man den Titel sehr ernst nehmen und auch mal eine Pause beim Lesen machen, so schwierig es auch ist das Buch zur Seite zu legen.

rafiki am 10.05.2026 14:05 Uhr

Ein Buch, um sich Zeit dafür zu nehmen

Zunächst einmal hat das Cover mich sehr angesprochen, da es irgendwie Ruhe und trotzdem bewegt-werden ausstrahlt. Die Geschichte hat mich ebenso sehr angesprochen. Ich würde aus eigener Erfahung sagen, dass das Buch besonders Mitte 30-Jährige sowie Menschen, die eine Lebenskrise erlebt haben, sehr ansprechen kann.Die Autron hat einen sehr angenehmen Schreibstil, sodass sich die Geschichte leicht und schnell lesen lässt. Inhaltlich läft es gleichzeitig dazu ein, auch einmal innezuhalten und das Buch für ein paar Stunden oder Tage zur Seite zu leben. Besonders gefallen hat mir, wie lebensnah die Autorin das Leben der Protagonistin beschreibt und auch solche Dinge beschreibt, die man meistens nur denkt, aber nie ausspricht oder länger drüber nachdenkt. Das war wirklich sehr gelungen und schafft eine große Nähe und Indientifikation mit der Protagonistin.Insgesamt wirkt die Geschichte auf mich versöhnlich mit eigenen Krisen, macht das eigene Tempo deutlich, wirft einen realistischen Blick auf Erwartungen und Möglichkeiten des sozialen Umfelds und ist insegsamt einfach realitätsgetreu und macht gleichzeitig Mut und gibt Hoffnung.

marieon am 12.05.2026 08:05 Uhr

So berührend

Hanna liegt auf dem Boden des Konferenzraums. Dass die Notfallärztin den Raum betritt, bekommt sie nicht mit. Während die Ärztin einen Zugang legt, erwacht Hanna mit einem tiefen Atemzug, so als wäre sie längere Zeit unter Wasser gewesen. Doch als sie angesprochen wird, driftet sie schon wieder weg. Als nächstes nimmt sie das Beep Beep wahr und sieht links die Monitore mit denen sie verkabelt ist. Sie muss dringend pinkeln, will aufstehen, verheddert sich in den Kabeln, will klingeln, will doch nicht klingeln, sicher haben die hier alle genug zu tun. Die Tür geht auf, eine Schwester mit forsch wippendem Zopf kommt herein. Einmal untenrum frei machen und das Becken anheben. Das Metall der Bettpfanne berührt kalt ihren unteren Rücken. Sie kann das so nicht, dann doch. Der Urin rinnt über die Pfanne hinaus und benetzt ihre Leinenhose. Die Schwester zieht den Topf wieder raus und schlägt die Bettdecke über Hannas Unterleib. „Gleich kommt eine Ärztin und vielleicht rufen sie schon jemanden, der sie abholen kann. Ich kann aufstehen und gehen, kein Problem, sagt Hanna erleichtert. „Jemand holt sie ab oder sie bleiben.“Laut Ärztin hatte Hanna einen Krampfanfall. Sie wird nicht dableiben und sich durchchecken lassen. Sie schreibt ihrem Paul, wo sie ist und wann er sie holen kommt. Wenig später „… ach Hanna, was machst du denn für Sachen, das sind 160 Kilometer und ich habe schon zwei Bier getrunken. Ich hole dich morgen.“ Hanna durchforstet ihr Telefon nach möglichen Kandidaten und schreibt ergebnislos. Alle haben besseres zu tun. Sie will ihre Eltern nicht anrufen. Sie wird ihre Eltern anrufen müssen: „Hallo Mama, wie gehts? „Hanna?, du, ich lese gerade ein bisschen. „Mama, ich bin im Krankenhaus, jemand müsste mich abholen. „Hanna, was machste denn für Sachen? Wo biste? Hanna, das sind jetzt 200 Kilometer, das will ich dem Papa jetzt nicht zumuten. Und das wird mir jetzt aber auch zu viel. Ruf Paul an!“ „Wer ist denn dran? Gib mal. Hanna-Schatz, ja sicher, sind schon unterwegs. „Fazit: Lena Kupke hat nach einigen Sachbücher nun ihr Romandebüt abgeliefert und das ist bezaubernd. Als Protagonistin stellt sie eine Mitte dreißigjährige vor, die während einer beruflichen Präsentation einen epileptischen Anfall bekommt. Sie wird im Krankenhaus gesichert und darf, sobald stabil, abgeholt werden. Der einzige, der bereit ist, hunderte Kilometer auf sich zu nehmen, ist ihr Vater. So landet Hanna in ihrem ehemaligen Kinderzimmer. Und dann grüßt täglich das Murmeltier. Hannas Eltern haben sich arrangiert und frönen ihrer Rituale. Der Vater frühstückt in der Küche, die Mutter im Wohnzimmer. Der Vater radelt einige Kunden ab. Mittag um zwölf essen alle in der Küche Mutters Gemüse-Kartoffelaufläufe, zu denen der Vater sich ein schönes Stück Fleisch brät. Die unterkühlte Schwester kommt zwischendrin kurz hereingeschneit. Man spricht nicht über das Wesentliche, nur nicht unnötig rumrühren und unangenehm stören. Hanna möchte aber über ihre traumatische Erfahrung sprechen. Hanna möchte sich aber auch niemandem aufzwingen, deshalb bleibt sie mit ihrem Frust allein, bis sie überzukochen droht. Einzig die sonderbare Nachbarin der Eltern findet zarten Zugang zu Hanna. Was ist das für eine berührende Erzählung. Die Autorin greift mitten ins Leben und zeichnet ihre Personen so authentisch. Hier habe ich alles finden können, was mein Herz berührt. Humor im Sinne von Selbstironie, Menschen, die ich (trotzallem) liebgewonnen habe. Skurrile Situationen, die nur das Leben schreiben kann. Eine Hauptdarstellerin, die sich behaupten und Interesse an ihr einfordern muss. Das Ende hat mich lachen und gleichzeitig weinen gemacht. So gut erzählt, so gut unterhalten. Für alle, die gerne Caroline Wahl oder Vera Zischke lesen.

fleckimila am 12.05.2026 17:05 Uhr

Tiefsinnig und bewegend

Lena Kupke war mir bis zu ihrem Buch "Pause" völlig unbekannt, so bin ich völlig unvoreingenommen in dieses Leseabenteuer gegangen- und war ziemlich begeistert. Hanna erleidet während eines beruflichen Termins in Magdeburg eine Panikattacke, bricht zusammen und landet im Krankenhaus. Da sie viele Medikamente bekommen hat, muss sie im Krankenhaus abgeholt werden. Ihr Lebensgefährte Paul in Berlin hat keine Zeit und ihre Freunde ebenso nicht. In der Not ruft sie ihre Eltern in Lüneburg an. Ihre Mutter ist wenig begeistert, aber ihr Vater ist sofort bereit, 200km zu fahren und sie ins Elternhaus zu holen. So zieht Hanna mit 36 in ihr altes Kinderzimmer, jetzt Papas Büro, und schläft zwischen riesiger Magnetwand und übergroßem Drucker. Das Verhältnis zu ihren Eltern und Schwester Sara ist angespannt, immer wieder kommt es zu Streitigkeiten. Hanna ist oft traurig, aggressiv und weint viel. Immer wieder stellt sie die Frage, warum keiner mit ihr spricht, denn sie hat ein traumatisches Ereignis nicht überwunden. Ein ruhiges, tiefsinniges und bewegendes Buch.

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Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

WDR 2

Es ist ein Buch, das berührt und auch mal traurig ist, doch der schräge Humor sorgt für gelungenen A...usgleich. Man taucht wunderbar in die Geschichte ein und lässt diese auch nicht so leicht los. Ein ganz wunderbares Debüt! mehr weniger

Pia Patt, 02.06.2026

myself

Ein Debüt, das lange nachhallt.

01.06.2026

stuttgarter-nachrichten.de

Lena Kupke erzählt warmherzig, ehrlich und mit feinem Humor von einem erzwungenen Stillstand, der sc...hmerzhaft ist, aber auch etwas in Bewegung bringt. Ein Roman über Schwäche, Selbstfindung und die Liebe, die manchmal gerade dann auftaucht, wenn nichts mehr geht. mehr weniger

Katrin Jokic, 29.05.2026

Deutschlandfunk Nova

Das perfekte Buch für den Moment.

Lydia Herms, 22.05.2026

harpersbazaar.de

Die Dramatik dieses Buches liegt im Kleinen und im Realen. Ein echter Page-Turner.

Anna Ostrowski, 16.05.2026

Woman

Witzig und ergreifend. (…) In ihrem Debütroman überzeugt die deutsche Autorin und Stand-up-Comedienn...e Lena Kupke mit gnadenloser Ehrlichkeit und viel Humor, den sie bewusst einsetzt, „um schwierigen Themen dennoch Leichtigkeit zu geben“. mehr weniger

07.05.2026

Emotion

›Pause‹ von Lena Kupke erzählt nicht laut, sondern einfühlsam und leise davon, wie lange es braucht,... um zu heilen. Von Familiendynamiken, Hoffnung und Neuanfängen. (…) Ein Buch, das mich sehr berührt hat (…). mehr weniger

Hannah Gössmann, 01.05.2026

Zeit für Ihre wohlverdiente Pause!

Wir verlosen 6 Blogger*innen-Boxen zum Debütroman ›Pause‹ von Lena Kupke – prall gefüllt mit tollen Extras rund ums Buch. Machen Sie mit und sichern Sie sich die Chance auf eine kleine Auszeit.

1.–6. Preis: Eine exklusive Blogger*innen-Box zum Roman ›Pause‹ von Lena Kupke

Um am Gewinnspiel teilzunehmen, füllen Sie das untenstehende Formular aus und beantworten Sie folgende Frage: Wann haben Sie sich zum letzten Mal eine Pause gegönnt?

Das Gewinnspiel endet am 30. Juni um 23:59 Uhr. Die Teilnahmebedingungen finden Sie hier.

Zitat von Caroline Wahl zu Pause: Dieses Buch ist wie eine feste Umarmung, nachdem es einen richtig zerlegt hat.
Zitat von Till Reiners zu Pause: Das Buch ist von Lena Kupke! Was wollen Sie denn noch?