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Foto von Lena Kupke und Zitat von Caroline Wahl zum Buch Pause: Dieses Buch ist wie eine feste Umarmung, nachdem es einen richtig zerlegt hat.
Foto von Lena Kupke und Zitat von Caroline Wahl zum Buch Pause: Dieses Buch ist wie eine feste Umarmung, nachdem es einen richtig zerlegt hat.
Der Tag als die Notärztin kam, war der Tag, an dem ich wieder zu meinen Eltern gezogen bin. Mit sechsunddreißig.

Pause

Nach einem einschneidenden Erlebnis zieht Hanna Hals über Kopf von Berlin in ihre alte Heimat Lüneburg zurück – zu ihren Eltern, in ihr altes Kinderzimmer, das mittlerweile das Büro ihres Vaters ist, samt Drucker, elektrischen Rollos und 90 cm Gästebett. Doch wie soll das funktionieren: ein Familienalltag von null auf hundert mit drei erwachsenen Menschen, die seit jeher Konflikte lieber unter den Teppich kehren, als sie zu klären? Zwischen alten und frischen Wunden muss Hanna lernen, sich selbst zu heilen und ihre Familie mit anderen Augen zu sehen. Und sie entdeckt, dass einen die Liebe auch in den in den hilflosesten Momenten findet …

Ein warmherziges, zart-witziges und ehrliches Buch über Momente am Boden und den langen Weg zur Verarbeitung von Schicksalsschlägen.

Bibliografische Daten

EUR 18,99 [DE]
ISBN : 978-3-423-44922-9
Erscheinungsdatum: 01.05.2026
1. Auflage
320 Seiten
Sprache: Deutsch
Autor*innenporträt

Lena Kupke

Lena Kupke, geboren 1986, hat English Studies und Geschichte in Bonn studiert. Sie ist Autorin und Stand-up-Comedian. 2021 erschien ihr Stand-up Comedy Special im ZDF sowie ihr Sachbuch ›Wahrheit oder Pflicht‹. Sie ist häufig zu sehen bei Till Reiners´ ›Happy Hour‹ auf 3Sat und bei ›Falsch, aber anders lustig‹ in der ARD Mediathek. ›Pause‹ ist ihr Debütroman.

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163 von 163 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.67 von 5 Sternen


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1 - 10 von 163 Leserstimme

hundeliebhaberin am 15.08.2026 22:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Humorvoller Roman über ernste Themen

Ich kenne Lena Kupke als Comedienne und mag ihren Humor sehr, weshalb ich gespannt auf ihren Roman "Pause" war.Nach einem Zusammenbruch wird Hanna nur durch Begleitung aus dem Krankenhaus entlassen. Also lässt sie sich von ihren Eltern abholen und bleibt vorerst bei ihnen in Lüneburg. Ihren Freund, ihre Freund*innen und ihren Job lässt sie in Berlin zurück. Die Nächte im Arbeitszimmer ihres Vaters, alltägliche Dialoge mit ihren Eltern, die so oder so ähnlich bereits in ihrer Jugend geführt wurden, und die Auseinandersetzung mit den Menschen, die Hanna noch von früher kennt, gehören nun zu ihrem Alltag. Konflikte gibt es reichlich, ausgesprochen wird wenig. Doch wie lange können Dinge unter den Teppich gekehrt werden, ohne dass darüber gestolpert wird?Ich mag den Humor von Lena Kupke sehr und konnte daher auch sehr viel mit ihren Figuren anfangen. Hanna ist mir auf Anhieb sympathisch, ihre Gedanken und ihre Handlungen kann ich als Frau in den 30ern gut nachvollziehen, Auch ihre Eltern, die Familiendynamik und Szenen wie im Ernstings Family fand ich sehr unterhaltsam.Das Buch ist locker, humorvoll geschrieben, sodass ich es an einem Stück gelesen habe. Doch dabei wirken ernste Themen, die teilweise explizit benannt, teilweise angedeutet werden.Ich mochte es, Hanna bei ihrer persönlichen Weiterentwicklung zu verfolgen und die Pause bei ihren Eltern und in der Lüneburger Gemeinschaft mitzuerleben.

nessabo am 15.08.2026 21:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Ein humorvoller, herzerwärmender Easy-Read

Ich mag Lena Kupke. Die Art, wie sie Dinge erzählt und ihren leicht trockenen, aber irgendwie lieben Humor fand ich bislang immer toll. Ihr Debüt ist wirklich die Verkörperung ihres Bühnen-Ichs und ich habe es gern gelesen bzw. gehört - da das Hörbuch von ihr selbst eingesprochen ist, kann ich das nur lauthals empfehlen. Ihre Stimme und Betonung gibt der Geschichte eine Form, die nur beim Lesen wohl nicht so sehr hätte entstehen können.Die Protagonistin Hanna kommt nach einem Zusammenbruch in Berlin bei ihren Eltern im deutlich ruhigeren Lüneburg unter. Dort muss sie sich nicht nur in den Routinen des Haushalts zurechtfinden, sondern auch mit diversen familiären Beziehungen auseinandersetzen. Vor allem begibt sie sich dort aber auf eine Heilungsreise im positivsten Sinne. Denn ihr Zusammenbruch war nur die Konsequenz eines Traumas, das zwar nie eindeutig benannt wird, sich mir aber im Kontext erschlossen hat.Dass Kupke den Grund für Hannas psychischen Zustand nicht ausspricht, fand ich geschickt gemacht. Einerseits gibt es so eine Projektionsfläche für die Lesenden, andererseits halte ich die Umschiffung der Details bei diesem Thema für sehr sensibel.Die Geschichte lebt von viel Alltagshumor und sicherlich auch von einigen Klischees - etwa den verschiedenen Personengruppen beim Großstadt-Yoga oder der Verhaltensweisen von Dorfbewohner*innen. Mich hat es eigentlich gar nicht gestört und das lag einerseits am so toll eingesprochenen Hörbuch, andererseits aber auch am Herz des Romans: seinen Nebenfiguren.Hannas Eltern sind in bestimmten Verhaltensweisen sicherlich wie typische Eltern, aber gleichzeitig auch wirklich gutherzig. Außerdem lernt sie im Laufe der Handlung weitere Menschen kennen, die ihr dabei helfen, die Geschehnisse zu verarbeiten und sich selbst zu stabilisieren. Mir war beim Lesen oft warm ums Herz, weil ich die neuen und alten Menschen in Hannas Leben einfach allen wünsche. Ansonsten ist Kupkes Debüt absolut gelungen. Nicht nur, weil es maximal unterhaltsam und kurzweilig ist, sondern vor allem, weil es die Autorin selbst so gut widerspiegelt.4,5 ⭐️, aber volle 5 ⭐️ für dieses fantastische Hörbuch

robby-lese gern am 12.08.2026 18:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Selfcare

„Pause“von Lena Kuppke, erschienen im @dtv_verlag war für mich ein Debütroman, der mich zum Schmunzeln, aber vor allem zu Nachdenken gebracht hat.„Pause“, was für ein schöner Zustand, vor allem, wenn man wie unsere Protagonistin Hanna gerade einen Zusammenbruch hatte. Raus aus dem Hamsterrad, einfach durchatmen, alle privaten und beruflichen Probleme vergessen und wieder Kraft schöpfen, aber bei den Eltern, im alten Kinderzimmer ?Hanna hatte einen Zusammenbruch, einfach zusammengeklappt und das nicht das erste Mal, aber diesmal landet sie auf der Unfallstation, bekommt Medikamente gespritzt, sodass sie die Unfallstation nicht alleine verlassen darf . Bei dem Versuch bei den ihren Freunden in Berlin jemanden dazu zu bewegen sie abzuholen, bekommt sie einen Korb nach dem nächsten, noch nicht mal ihr Freund Paul, der mit ihr zusammenlebt,kann kommen, jeder ist mit sich selbst beschäftigt und Hanna hat es nie gelernt, für sich einzustehen und etwas für sich einzufordern, sie will niemandem „zur Last“ fallen. Also ruft sie letztendlich ihre Eltern in Lüneburg an, die sie zu sich nach Hause holen ins heimische Kinderzimmer. Aber auch hier fühlt sie sich fehl am Platz, ihre Eltern haben ihre Alltagsroutinen, bei denen sie anscheinend stört, ihr Freund kündigt ihr am Telefon die Freundschaft und von einem gemeinsames Projekt wird sie auch noch ausgeschlossen, aber eigentlich scheint es niemanden zu interessieren, warum sie so fertig ist und zusammengebrochen ist. Keiner fragt, es wird nicht über Probleme gesprochen und laut wird man auch nicht, denn es könnten ja die Nachbarn hören.Lena Kuppke spricht in ihrem Buch ein Thema an, was sicher schon viele erlebt haben. Man fühlt sich überfordert, hier scheint es auch noch ein weiteres Erlebnis gegeben zu haben, was aber nicht genau benannt wird, ich vermute eine oder mehrere Fehlgeburten, aber man ist mit seinen Problemen allein. Alle sind mit sich selbst beschäftigt, dem Freund wird die Freundin zu anstrengend, wenn sie Probleme hat und in der Familie wird nicht über Probleme geredet und man selbst findet sich nicht wichtig genug, um Aufmerksamkeit einzufordern. Diese Themen werden hier auf anschauliche und teilweise sehr unterhaltsame Weise beschrieben. Hanna hätte ich am liebsten in den Arm genommen, die Mutter geschüttelt, weil sie ihre Tochter nicht ernst und wichtig genug nimmt und die ganze Verdrängungstaktik in der Familie war einfach nur nervend, aber ich glaube, dass das gar nicht so selten vorkommt und solche Muster sitzen tief und werden weitergegeben. „Einfach weitermachen, irgendwie wird es schon“Auch die Umwelt reagiert oft oberflächlich, man wird zwar gefragt, „wie geht es dir“,erwartet aber im gleichen Atemzug, dass man antwortet“Alles gut“, weil sonst müsste man sich ja mit der Person auseinandersetzen und das kostet Zeit und Empathie, beides Dinge, die in der heutigen Zeit kostbar sind.Für mich war es etwas befremdlich, denn bei uns zu Hause geht es immer lebhaft zu, es wird immer geredet, wenn es Probleme gibt , werden sie angesprochen und ausdiskutiert, auch wenn es dann etwas lauter wird und ich denke es ist gut so, denn wenn man alles runterschluckt, sich immer zurücknimmt wie hier, kommt unweigerlich der große Knall.Dieses Buch hat mich gut unterhalten, ich habe gelacht, aber auch manches Mal mit dem Kopf geschüttelt und immer wieder gedacht „Leute, redet miteinander“denn dafür sind Freunde und Familie da, vor allem wenn man Probleme hat.Alexander war übrigens mein Lieblingschrarakter, so einen Freund wünscht man sich und ich hätte gern erfahren, wie es da weitergegangen wäre.Das blieb leider offen.Ein Debüt, das mir im Großen und Ganzen gut gefallen hat, bis auf ein paar Unstimmigkeiten, die ich aber bei einem Debüt verzeihe.

ada2011 am 11.08.2026 19:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Was für eine unsympathische Protagonistin

Ich hatte mir Pause von Lena Kupke gewünscht. Nach der Leseprobe fand ich das Buch immer noch sehr interessant, so dass ich mich über das Hörbuch gefreut habe. Lena Kupke liest es selbst und das macht sie richtig gut. Allerdings machte es mir die Protagonistin nicht sympathischer. Hanna ist 36 Jahre alt, lebt normalerweise in Berlin, hält sich mit schreiben über Wasser, hat Paul, ihren Freund und wohl zum wiederholten Mal eine Fehlgeburt.Ich kenne einige Frauen, die auch Mitte 30 sind, aber keine benimmt sich so daneben, wie Hanna. Zuerst einmal kenne ich diesen affektierten Jargon und dieses Denglisch überhaupt nicht von den Frauen, die mir gut bekannt sind. Allerdings gehen auch alle arbeiten und haben keine Zeit für irgendwelche Oberflächlichkeiten. Sie übernehmen Verantwortung für sich und ihre Mitmenschen.Nicht so Hanna. Sicher, sie hat mit dem Verlust der Schwangerschaften tatsächlich ein Trauma zu bewältigen, aber doch nicht ständig, in dem sie ihre Umwelt anmacht, Geschirr an die Wand teppert und stets und ständig erwartet, jeder müsse sich mit ihr beschäftigen. Das hat mich sehr genervt und auch die Freundin bei den Eltern, die sie bereits bei der ersten Begegnung Love nennt. Was ist das denn für ein Quark? Wer redet denn so miteinander? Ich konnte das nicht nachvollziehen.Ich habe das Buch trotzdem zu Ende gehört, denn das Vorlesen mochte ich und über Hanna konnte ich mich richtig schön ärgern. Das war sicher nicht der Sinn der Sache, reichte aber, um das Buch nicht abzuwählen.

mirjam am 07.08.2026 20:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Toll geschrieben

Lena Kupke erzählt die Geschichte von Hanna, die nach einem einschneidenden Erlebnis mit 36 Jahren wieder bei ihren Eltern einzieht. Dabei zeigt die Autorin schonungslos und sehr direkt, wie es sich anfühlt, wenn das Leben einen zu einer Zwangspause zwingt und wie schwer es sein kann, sich einzugestehen, dass man nicht mehr kann. Besonders stark habe ich die Fähigkeit der Autorin empfunden, Alltagsbeobachtungen mit emotionaler Tiefe zu verweben, weshalb mir der Schreibstil sehr gut gefällt. Sie schreibt mit einer Mischung aus Leichtigkeit und Ernsthaftigkeit, die selten gelingt. Die Protagonistin Hanna ist keine Heldin, sondern eine glaubwürdige Frau, die strauchelt und langsam erst wieder zu sich selbst findet.Das Buch eignet sich für alle, die emotionale und lebensnahe Romane mögen. Für mich ist der Roman definitiv ein Lesehighlight in diesem Jahr und ich hoffe auf weitere so tolle Bücher der Autorin.

flowerylinesoftravel am 27.07.2026 19:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Ein Buch voller Tiefe

"Pause" hat ein fantastisches Cover, das mich direkt neugierig machen konnte. Obwohl darauf nicht allzu viel zu erkennen ist, passt es in meinen Augen gut zur Geschichte und holt auch ein eher literarisches Publikum ab. Die Farbgebung ist sehr intensiv und dadurch ein direkter Blickfang. Ich finde es spannend, das wir hier nur eine einzelne Person auf dem Cover haben, die den Mond anzuschauen scheint, was auch eine gewisse Einsamkeit ausstrahlt.Hanna war eine Protagonistin von der ich sehr gerne gelesen habe und die ich so oft gerne einfach in den Arm genommen hätte. Viele ihrer Eigenschaften habe ich in mir selbst wiedererkannt. Sie lernt hier viel über sich selbst und entwickelt sich auch weiter was ich sehr spannend fand.Hannas Familie hat es mir nicht immer leicht gemacht. Ich fand es gerade zu Anfang sehr traurig zu sehen, wie sie untereinander miteinander umgegangen sind. Ich hätte mir hier einfach mehr Empathie gewünscht, aber man merkt auch dass die Autorin hier versucht hat zu zeigen, wie es ist wenn jeder mit sich selbst beschäftigt ist und niemand über seine Emotionen reden will. Trotzdem fand ich das auch hier eine gute Entwicklung stattgefunden hat.Das Buch hatte zudem sehr viel Tiefe, sei es nun als es um mentale Krankheiten ging, um familiäre Beziehungen, um das Zurückkehren in die Heimat oder einfach um das Füreinander da sein von Menschen von denen man gedacht hat das sie für einen da sind, weil man selbst immer da war. All diese Themen wurden hier sehr gut aufgegriffen und waren gut ausgearbeitet, Es war spannend zu verfolgen welche Entwicklungen es hier gab und wie mit diesen unterschiedlichen Themen umgegangen wurde.Der Schreibstil von Lena Kupke hat mich sehr beeindruckt, weil ich die Gefühle so intensiv gespürt habe. Es war toll dieses Buch zu lesen und dadurch auch noch einiges über mich zu lernen.

books.tilltheend am 27.07.2026 18:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Zuhause ist man jemand anderes

Als jemand, der selber nach dem Studium wieder bei seinen Eltern eingezogen ist, hat das Buch mich direkt ansprechen können und absolut neugierig gemacht. Das Cover finde ich schön. Es hat kräftige Farben und stellt für mich in gewisser Weise auch eine Einsamkeit da, die mich sehr berührt hat. Umso neugierig hat es mich dann aber auch auf die Geschichte gemacht.Hanna ist eine Protagonistin mit der ich mich sehr gut identifizieren konnte. Sie versucht unabhängig zu sein, aber letztendlich sind es doch die Eltern, die sie aufnehmen, als die Menschen in ihrem Leben nicht für sie da sein können. Sie ist niemand der oft nach Hilfe fragte, diese aber oft gibt, umso schmerzvoller ist es dann, wenn man diese Hilfe nie zurückbekommt, was etwas war das ich gut nachvollziehen konnte. Zu Anfang des Buches lässt vieles einfach Geschehen, wodurch man dann im Verlauf des Buches aber auch eine gute Entwicklung feststellen konnte. Hannas Familie war auch etwas das ich gut nachvollziehen konnte und viele Parallelen gezogen habe. Dennoch hat sich das Buch in der zweiten Hälfte sehr stark gezeigt. Ich habe hier verschiedene Entwicklungen gesehen und fand es auch schön wie hier mentale Gesundheit thematisiert wurde. Auch das Zurückkehren in die Heimat und das Einziehen bei den Eltern fand ich ein sehr spannendes Thema, denn in meinen Augen macht es einem zu einem anderen Menschen, was Lena Kupke auch sehr gut eingefangen hat.Besonders beeindrucken konnte mich hier wie Lena Kupke die Emotionen dieses Buch transportiert hat. Es war nicht immer einfach der Geschichte zu folgen. Gerade am Anfang empfand ich sie als wahnsinnig schmerzhaft. Es hat Empathie gefehlt, jeder hat sich nur um sich selbst gekümmert und Hanna wurde von vielen Menschen im Stich gelassen, was für mich schon sehr weh tat. So konnte mich der Schreibstil der Autorin auch komplett von sich einnehmen, so dass ich absolut gefangen von der Geschichte war.

mike nelson am 27.07.2026 17:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Großartig!

Großartig! Ein wahres Psychodrama! Katharsis, Selbstklärung und auch ein wenig Familienkonferenz. Lena Kupke ist mit ihrem Roman "Pause" etwas ganz Großes gelungen; und das kann so nur jemand schreiben, die zumindest über einen vergleichbaren eigenen Erfahrungshintergrund verfügt. Zu Beginn des Hörbuches dachte ich noch "Au weia - die Autorin liest selbst!"; am Ende des Hörbuches denke ich "Diese Geschichte hätte niemand anderes derart authentisch einlesen können:" Hanna arbeitet in Berlin freiberuflich in einer Agentur und wohnt zusammen mit ihrem Freund Paul; als sie bei einer Präsentation einen Zusammenbruch erleidet, gibt es nach dem Krankenhausaufenthalt nur eine Lösung: Hanna zieht vorübergehend zurück zu ihren Eltern in ihren Herkunftsort Lüneburg. Mit 36 Jahren fühlt sich Hanna zurückversetzt in ihre Zeit als Teenager, voll erfasst von einer Familiendynamik, die sie schon längst vorbei glaubte. Ein Ende ihrer Krise ist nicht absehbar, als auch noch Paul sich von ihr trennt... Und der Aufenthalt in Lüneburg, im Elternhaus, in der Nähe ihrer Schwester, scheint kein Ende nehmen zu wollen. Hanna ist nicht untypisch für ihre Generation: Alles und am meisten sich selbst hinterfragend; sich ständig selbst beobachtend und um situationsangemessenes Verhalten bemüht, sich nach außen hin anders verhalten, nämlich 'sozialvertraglich, als einem innerlich zumute ist... permanenter Stress, permanente Anspannung, dauerhafte Selbstkontrolle und Schlafstörungen... und das powert aus, kostet Kraft... Und das hätte niemand anders als Lena Kupke selbst durch ihre Art des Lesens mit einer derartigen Wucht transportieren können. (Und je nach Generation und Herkunft wird man sich an sein eigenes Dort & Damals im Elternhaus erinnert fühlen... Unbedingte Empfehlung!!!

sternchenblau am 27.07.2026 09:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Einfühlsam

Wenn man Hanna gefragt hätte, dann hätte sie nie gesagt, dass sie eine Pause braucht. Aber manchmal holt sich die der Körper dann einfach selbst. Also klappt sie mitten in einer Präsentation zusammen und irgendwie und die einzigen, die sie aus Thüringen abholen können, die Eltern aus Lübeck (und nicht etwa ihr Lebensgefährte aus Berlin). Diese Zwangspause aufgrund von Panikattacken konfrontiert Hanna mit so einigen Sachen, die schon längst nicht mehr gut laufen, ihrer Familie und auch mit sehr traumatischen Erlebnissen.Lena Kupke erzählt dies alles mit großer Leichtigkeit (trotz manch trauriger Themen) und oftmals ist es so witzig auf den Punkt. Einfühlsam sind wir ganz nah bei Hanna und ich habe mich häufig selbst wiedererkannt. Und ich glaube, das wird vielen so gehen, die angesichts von Stress und Druck und den Härten des Lebens verzweifeln. Sehr liebevoll werden Hannas Eltern geschildert, an denen sie (und wir mit ihr) nicht selten verzweifeln könnte. Und was für eine gelungen Darstellung der männlichen Figuren.Passend zu den aktuellen Kürzungsorgien an unserem Sozialsysstem erzählt "Pause" ganz nebenbei auch davon, dass ein gutes Sicherungssystem einen auch in solchen Ausnahmezuständen auffangen kann. Generell zeichnet Kupke stimmig psychische Ausnahmezustände nach. Betroffene werden sich hier verstanden fühlen und alle andere können emphatisch mitfühlen. Das ist wirklich gelungen.Nur manchmal ist mir der Stil etwas zu flapsig, er will etwas zu sehr modern sein. Das ist jetzt keine Jugendsprache, sondern trifft sehr gut das ein gewisses hipes Milieu Ü30 und das auch sehr gut (fühlte mich auch da ertappt, auch, wenn ich etwas älter bin). Und ich frage mich, so dass wie das Buch in 5 oder 7 Jahren wirken wird. Und an ein paar Stellen bleiben einige Ideen lose hängen bzw. hätten etwas besser vorbereitet sein können. Trotzdem:"Pause" fand ich eine sehr stimmige Lektüre, die mich besonders durch ihre Leichtigkeit überzeugen könnte.

tigga2505 am 23.07.2026 09:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Gemischte Gefühle

Hanna landet nach einer Panikattacke auf der Arbeit einem Aufenthalt in der Notaufnahme wieder bei ihren Eltern. In der Kleinstadt ihrer Kindheit hat sich nichts und irgendwie doch alles verändert. Die neue Lebenssituation stellte alle beteiligten erst einmal vor große Schwierigkeiten. Niemand findet so recht seinen Platz. Prinzipiell finde ich die Idee zu diesem Buch wirklich gut. Das hat großes Potenzial. Leider sind in laufe der Geschichte viele Handlungsstränge gezogen worden die dann einfach gar nicht mehr weiter verfolgt werden. Vieles bleibt relativ oberflächlich. Sei es die Hütte im Wald, die Beziehung zur Schwester, das Tinder Date. Mir fehlt tiefe. Denn die Stiry hat definitiv das Potenzial dazu. Auch wird nie klar ausgesprochen das Hanna eine Fehlgeburt hatte. Es wird nur drum herum geredet. Trotz allem lässt das buch sich sehr gut und flüssig lesen

Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

Die Vorarlbergerin
Ein warmherziger Debütroman über Selbstfindung, Familie und die Verarbeitung von Schicksalsschlägen.

01.09.2026

nordbayern.de
Das perfekte Buch für den Urlaub. Denn wer sich endlich eine Auszeit vom Alltag gönnt, versteht sofo...rt, worum es hier geht. mehr weniger

10.08.2026

Stuttgarter Zeitung
Ein warmherziges, sehr ehrliches Buch über Überforderung, familiäre Sprachlosigkeit und den langsame...n Weg zurück ins eigene Leben. mehr weniger

Sandra Belschner, 25.07.2026

Der Tagesspiegel
Süffige Zeitgeistprosa.

Denis Scheck, 01.07.2026

Brigitte
Mein Rat: Pause machen und den Debütroman von Comedian Lane Kupke lesen.

Angela Wittmann, 17.06.2026

Galore
›Pause‹ ist verschriftlicht das, was Lena Kupke beherrscht: eine dunkelbunt selbstironische Stand-up...-Comedy-Performance mit rotem Faden, verteilt auf 24 Auftritte, nur diesmal eben in Kapiteln. mehr weniger

Edda Bauer, 12.06.2026

br.de
Lena Kupke erzählt in ihrem Debütroman eine Geschichte mitten aus dem Leben. Ihre Figuren sind sehr ...authentisch gezeichnet und man findet alles, was das Herz berührt. Gleichzeitig ist immer viel Humor im Spiel, Selbstironie und Protagonisten, die man liebgewinnt. Für alle, die skurrile Geschichten mögen, die so nur das Leben schreiben kann. mehr weniger

Sabine Abel, 10.06.2026

Donna online
Der Debütroman von Autorin und Stand-up-Comedian Lena Kupke ist eines dieser Bücher, bei dem man sic...h am liebsten jeden Satz anstreichen möchte. mehr weniger

Palina Dautfest, 09.06.2026

NDR Kultur - Journal
Lena Kupke beschreibt realistisch, eindringlich und zum Teil komisch, was passiert, wenn einem Mensc...hen plötzlich der Boden unter den Füßen wegzogen wird. mehr weniger

Maren Ahring, 08.06.2026

fr.de
Ihr Blick auf das moderne Leben – auf Erschöpfung, Erwartungsdruck und die Sehnsucht nach einem Mome...nt der Stille – ist so präzise, dass man beim Lesen unwillkürlich innehält. ›Pause‹ ist kein Wellness-Roman und kein Selbsthilfebuch. Es ist Literatur, die uns beim Atemholen zusieht. mehr weniger

Sven Trautwein, 03.06.2026

WDR 2
Es ist ein Buch, das berührt und auch mal traurig ist, doch der schräge Humor sorgt für gelungenen A...usgleich. Man taucht wunderbar in die Geschichte ein und lässt diese auch nicht so leicht los. Ein ganz wunderbares Debüt! mehr weniger

Pia Patt, 02.06.2026

myself
Ein Debüt, das lange nachhallt.

01.06.2026

rbb radioeins
›Pause‹ ist teilweise extrem lustig, und beschäftigt sich dennoch mit ernsten Problemen.

Eleni Efthimiou, 01.06.2026

stuttgarter-nachrichten.de
Lena Kupke erzählt warmherzig, ehrlich und mit feinem Humor von einem erzwungenen Stillstand, der sc...hmerzhaft ist, aber auch etwas in Bewegung bringt. Ein Roman über Schwäche, Selbstfindung und die Liebe, die manchmal gerade dann auftaucht, wenn nichts mehr geht. mehr weniger

Katrin Jokic, 29.05.2026

Deutschlandfunk Nova
Das perfekte Buch für den Moment.

Lydia Herms, 22.05.2026

harpersbazaar.de
Die Dramatik dieses Buches liegt im Kleinen und im Realen. Ein echter Page-Turner.

Anna Ostrowski, 16.05.2026

Woman
Witzig und ergreifend. (…) In ihrem Debütroman überzeugt die deutsche Autorin und Stand-up-Comedienn...e Lena Kupke mit gnadenloser Ehrlichkeit und viel Humor, den sie bewusst einsetzt, „um schwierigen Themen dennoch Leichtigkeit zu geben“. mehr weniger

07.05.2026

Emotion
›Pause‹ von Lena Kupke erzählt nicht laut, sondern einfühlsam und leise davon, wie lange es braucht,... um zu heilen. Von Familiendynamiken, Hoffnung und Neuanfängen. (…) Ein Buch, das mich sehr berührt hat (…). mehr weniger

Hannah Gössmann, 01.05.2026

Zitat von Caroline Wahl zu Pause: Dieses Buch ist wie eine feste Umarmung, nachdem es einen richtig zerlegt hat.
Zitat von Till Reiners zu Pause: Das Buch ist von Lena Kupke! Was wollen Sie denn noch?