Ein warmherziges, zart-witziges und ehrliches Buch über Momente am Boden und den langen Weg zur Verarbeitung von Schicksalsschlägen.
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Nach einem einschneidenden Erlebnis zieht Hanna Hals über Kopf von Berlin in ihre alte Heimat Lüneburg zurück – zu ihren Eltern, in ihr altes Kinderzimmer, das mittlerweile das Büro ihres Vaters ist, samt Drucker, elektrischen Rollos und 90 cm Gästebett. Doch wie soll das funktionieren: ein Familienalltag von null auf hundert mit drei erwachsenen Menschen, die seit jeher Konflikte lieber unter den Teppich kehren, als sie zu klären? Zwischen alten und frischen Wunden muss Hanna lernen, sich selbst zu heilen und ihre Familie mit anderen Augen zu sehen. Und sie entdeckt, dass einen die Liebe auch in den in den hilflosesten Momenten findet …
Ein warmherziges, zart-witziges und ehrliches Buch über Momente am Boden und den langen Weg zur Verarbeitung von Schicksalsschlägen.
1. Auflage
Lena Kupke, geboren 1986, hat English Studies und Geschichte in Bonn studiert. Sie ist Autorin und Stand-up-Comedian. 2021 erschien ihr Stand-up Comedy Special im ZDF sowie ihr Sachbuch ›Wahrheit oder Pflicht‹. Sie ist häufig zu sehen bei Till Reiners´ ›Happy Hour‹ auf 3Sat und bei ›Falsch, aber anders lustig‹ in der ARD Mediathek. ›Pause‹ ist ihr Debütroman.
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2 - 10 von 13 Leserstimme
Ein freches, aber tröstliches Buch für all diejenigen, die mal im Leben feststecken
Lena Kupkes *Pause* hat mich wirklich überrascht. Ein Roman über Zusammenbruch, Überforderung und das Gefühl, mit Mitte dreißig plötzlich vor den Trümmern des eigenen Lebens zu stehen – und dabei gleichzeitig unfassbar komisch. Für mich waren das starke 4,5 bis 5 Sterne.Hannah ist 36, kommt nach einem Krankenhausaufenthalt zurück zu ihren Eltern nach Lüneburg und sitzt plötzlich wieder in ihrem alten Kinderzimmer fest. Berlin, das bisherige Leben, die Selbstverständlichkeit von Alltag und Zukunftsplänen – alles scheint weggebrochen zu sein. Und besonders unangenehm wird das Ganze dadurch, dass ihre Familie seit Jahrzehnten lieber schweigt, verdrängt und weitermacht, statt Konflikte oder Verletzungen wirklich anzusprechen.Was ich an diesem Roman so stark fand: Er versucht gar nicht erst, Trostpflaster zu verteilen oder einfache Lösungen anzubieten. Das Leben wird hier weder romantisiert noch dramatisch überhöht. Stattdessen zeigt Lena Kupke ziemlich präzise, wie unerquicklich, unerquicklich komisch und gleichzeitig traurig Krisen sein können. Gerade diese Mischung aus Nüchternheit und Humor funktioniert für mich hervorragend. Ich musste beim Hören mehrfach laut lachen, obwohl die Themen eigentlich schwer sind.Besonders gelungen fand ich den Erzählstil. Dieses moderne, teilweise von Anglizismen und Oberflächlichkeiten durchzogene Sprechen wirkt zunächst fast banal, legt aber gerade dadurch offen, wie hilflos viele Menschen eigentlich mit Krisen umgehen. Hinter Smalltalk, Selbstoptimierung und ironischer Distanz steckt oft einfach Überforderung. Das wird hier sehr klug herausgearbeitet.Vielleicht hat mich das Buch auch deshalb so abgeholt, weil Hannahs Lebensgefühl unglaublich authentisch wirkt. Dieses Gefühl, irgendwo zwischen Erwachsensein, Erschöpfung, Erwartungen und Orientierungslosigkeit festzustecken, beschreibt der Roman sehr treffend. Und obwohl das Buch eigentlich gar nicht tröstend sein möchte, entsteht genau daraus eine seltsame Form von Trost.Das Hörbuch, gelesen von Lena Kupke selbst, kann ich übrigens absolut empfehlen. Ihre Stimme passt perfekt zu diesem trockenen, nordisch-direkten Ton der Geschichte.
Tiefsinnig und bewegend
Lena Kupke war mir bis zu ihrem Buch "Pause" völlig unbekannt, so bin ich völlig unvoreingenommen in dieses Leseabenteuer gegangen- und war ziemlich begeistert. Hanna erleidet während eines beruflichen Termins in Magdeburg eine Panikattacke, bricht zusammen und landet im Krankenhaus. Da sie viele Medikamente bekommen hat, muss sie im Krankenhaus abgeholt werden. Ihr Lebensgefährte Paul in Berlin hat keine Zeit und ihre Freunde ebenso nicht. In der Not ruft sie ihre Eltern in Lüneburg an. Ihre Mutter ist wenig begeistert, aber ihr Vater ist sofort bereit, 200km zu fahren und sie ins Elternhaus zu holen. So zieht Hanna mit 36 in ihr altes Kinderzimmer, jetzt Papas Büro, und schläft zwischen riesiger Magnetwand und übergroßem Drucker. Das Verhältnis zu ihren Eltern und Schwester Sara ist angespannt, immer wieder kommt es zu Streitigkeiten. Hanna ist oft traurig, aggressiv und weint viel. Immer wieder stellt sie die Frage, warum keiner mit ihr spricht, denn sie hat ein traumatisches Ereignis nicht überwunden. Ein ruhiges, tiefsinniges und bewegendes Buch.
So berührend
Hanna liegt auf dem Boden des Konferenzraums. Dass die Notfallärztin den Raum betritt, bekommt sie nicht mit. Während die Ärztin einen Zugang legt, erwacht Hanna mit einem tiefen Atemzug, so als wäre sie längere Zeit unter Wasser gewesen. Doch als sie angesprochen wird, driftet sie schon wieder weg. Als nächstes nimmt sie das Beep Beep wahr und sieht links die Monitore mit denen sie verkabelt ist. Sie muss dringend pinkeln, will aufstehen, verheddert sich in den Kabeln, will klingeln, will doch nicht klingeln, sicher haben die hier alle genug zu tun. Die Tür geht auf, eine Schwester mit forsch wippendem Zopf kommt herein. Einmal untenrum frei machen und das Becken anheben. Das Metall der Bettpfanne berührt kalt ihren unteren Rücken. Sie kann das so nicht, dann doch. Der Urin rinnt über die Pfanne hinaus und benetzt ihre Leinenhose. Die Schwester zieht den Topf wieder raus und schlägt die Bettdecke über Hannas Unterleib. „Gleich kommt eine Ärztin und vielleicht rufen sie schon jemanden, der sie abholen kann. Ich kann aufstehen und gehen, kein Problem, sagt Hanna erleichtert. „Jemand holt sie ab oder sie bleiben.“Laut Ärztin hatte Hanna einen Krampfanfall. Sie wird nicht dableiben und sich durchchecken lassen. Sie schreibt ihrem Paul, wo sie ist und wann er sie holen kommt. Wenig später „… ach Hanna, was machst du denn für Sachen, das sind 160 Kilometer und ich habe schon zwei Bier getrunken. Ich hole dich morgen.“ Hanna durchforstet ihr Telefon nach möglichen Kandidaten und schreibt ergebnislos. Alle haben besseres zu tun. Sie will ihre Eltern nicht anrufen. Sie wird ihre Eltern anrufen müssen: „Hallo Mama, wie gehts? „Hanna?, du, ich lese gerade ein bisschen. „Mama, ich bin im Krankenhaus, jemand müsste mich abholen. „Hanna, was machste denn für Sachen? Wo biste? Hanna, das sind jetzt 200 Kilometer, das will ich dem Papa jetzt nicht zumuten. Und das wird mir jetzt aber auch zu viel. Ruf Paul an!“ „Wer ist denn dran? Gib mal. Hanna-Schatz, ja sicher, sind schon unterwegs. „Fazit: Lena Kupke hat nach einigen Sachbücher nun ihr Romandebüt abgeliefert und das ist bezaubernd. Als Protagonistin stellt sie eine Mitte dreißigjährige vor, die während einer beruflichen Präsentation einen epileptischen Anfall bekommt. Sie wird im Krankenhaus gesichert und darf, sobald stabil, abgeholt werden. Der einzige, der bereit ist, hunderte Kilometer auf sich zu nehmen, ist ihr Vater. So landet Hanna in ihrem ehemaligen Kinderzimmer. Und dann grüßt täglich das Murmeltier. Hannas Eltern haben sich arrangiert und frönen ihrer Rituale. Der Vater frühstückt in der Küche, die Mutter im Wohnzimmer. Der Vater radelt einige Kunden ab. Mittag um zwölf essen alle in der Küche Mutters Gemüse-Kartoffelaufläufe, zu denen der Vater sich ein schönes Stück Fleisch brät. Die unterkühlte Schwester kommt zwischendrin kurz hereingeschneit. Man spricht nicht über das Wesentliche, nur nicht unnötig rumrühren und unangenehm stören. Hanna möchte aber über ihre traumatische Erfahrung sprechen. Hanna möchte sich aber auch niemandem aufzwingen, deshalb bleibt sie mit ihrem Frust allein, bis sie überzukochen droht. Einzig die sonderbare Nachbarin der Eltern findet zarten Zugang zu Hanna. Was ist das für eine berührende Erzählung. Die Autorin greift mitten ins Leben und zeichnet ihre Personen so authentisch. Hier habe ich alles finden können, was mein Herz berührt. Humor im Sinne von Selbstironie, Menschen, die ich (trotzallem) liebgewonnen habe. Skurrile Situationen, die nur das Leben schreiben kann. Eine Hauptdarstellerin, die sich behaupten und Interesse an ihr einfordern muss. Das Ende hat mich lachen und gleichzeitig weinen gemacht. So gut erzählt, so gut unterhalten. Für alle, die gerne Caroline Wahl oder Vera Zischke lesen.
Authentisch und emotional
Lena Kupke schreib sehr authentisch und emotional über Hannas Zusammenbruch und Strauch im Leben. Nicht nur kämpft sie mit der Verarbeitung eines schwierigen Erlebnisses, vermutlich dem Verlust eines Kindes, darauf wird nicht um Detail eingegangen - sie versucht auch, im Umfeld nicht zur Last zu fallen wodurch sie sich selbst noch mehr Stress und Druck aufführt.Interessant sind für mich insbesondere die Personen im Umfeld von Hanna charakterisiert: die Mutter, die nicht aus ihrer Haut kann, fast schon zwanghaft ihre Alltags Marotten, durchsetzt, und selbst nicht in der Lage ist ihre Tochter da zu sein, da sie sehr auf sich selbst bezogen ist. Der Vater, der, wie man das bei der Generation kennt, eher ruhig und zurückhaltend ist, aber doch irgendwie halt gibt, weil er Ruhe ausstrahlt. Die Schwester Sara, die zwar physisch anwesend ist, sich jedoch nicht öffnet. Der Freund, Paul, der Hannah mit ihrer Trauer und ihrer Panik alleine lässt. Immer wieder kommt beim Lesen die Wut hoch über dieses Unvermögen von Hannas Umfeld, für Sie da zu sein. Und gleichzeitig erkennt man in den Charakteren doch sehr gut die eigene Realität wieder. Allein deshalb schon eine Leseempfehlung, weil das Buch sehr authentisch und real geschrieben ist.
Wie viel Raum darf man selbst einnehmen?
„Pause“ von Lena Kupke ist ein bemerkenswert ehrlicher Debütroman, der trotz schwerer Themen mit einer großen Portion Humor aufwartet. Es geht um Hanna, die unerwartet aus ihrem Berliner Leben gerissen wird und zurück in ihr Elternhaus nach Lüneburg zieht. Dort prallen alte Familienmuster, unausgesprochene Konflikte und neue Lebensrealitäten aufeinander, während sie versucht, mit Verlusten umzugehen und sich selbst neu zu finden.Kupke gelingt es, Figuren zu zeichnen, die ihre eigenen Grenzen und Bedürfnisse fast schon egoistisch schützen, mit Ausnahme von Hanna, die sich oft selbst zurücknimmt. Besonders eindrücklich ist Hannas innere Zerrissenheit: Sie reflektiert viel, hat Angst, zu viel Raum einzunehmen, und fühlt sich gleichzeitig fremd im eigenen Elternhaus. Die Dynamik zwischen Fürsorge und Überforderung ist spürbar. Der Kontrast zwischen Berlin und Lüneburg verleiht der Geschichte zusätzliche Tiefe und pendelt damit zwischen Hektik und Ruhe, Enge und Freiheit. Starke Dialoge, etwa mit der Nachbarin Helen, bringen kluge Einsichten über Verlust, Selbstfürsorge und den Mut, als Frau den eigenen Platz einzufordern. Ein feinfühliger, kluger Roman über Neuanfänge und das Einstehen für die eigenen Bedürfnisse.
Zurück auf Anfang
Bei diesem Roman sticht das Cover durch seine auffällige Farbgestaltung mit dem Orange direkt ins Auge. Die abgebildete Frau im Pyjama passt zum Titel des Buches.Im Mittelpunkt der Handlung steht Hanna, die nach einer Panikattacke im Krankenhaus landet, von wo niemand aus ihrem Umfeld sie gerade abholen kann oder will, obwohl sie wegen der verabreichten Medikamente nicht alleine sein soll. Schließlich wendet sie sich an ihre Eltern und landet so in ihrem ehemaligen Lüneburger Kinderzimmer anstatt bei ihrem Freund in Berlin. Ihrer Mutter scheint das auch nicht so ganz recht zu sein, da es ihren geordneten Alltag durcheinanderbringt, ihr Vater freut sich schon irgendwie und Hannas erwachsene Schwester ist gewohnt distanziert. Dann zieht sich Hannas Aufenthalt in ihrem Elterhaus unfreiwillig immer weiter in die Länge.Mich hat der Roman überzeugt, so einiges kommt mir von meinen Eltern bekannt vor und regte mich trotz des ernsten Hintergrundes auch mal zum Schmunzeln an. In Hanna als Protagonistin konnte ich mich sehr gut hineinversetzen. Der Schreibstil der Autorin ist gut nachvollziehbar und auch anschaulich. Ich habe das, von der Autorin selbst eingesprochene, Hörbuch gehört und fand das passend und man konnte ihrer Stimme auch angenehm zuhören.
Berührend
Schon die Leseprobe hat mich in ihren Bann gezogen. Das Cover ist ungewöhnlich, das knallige Orange zieht die Aufmerksamkeit auf sich, dazu eine Frau, die im Schlafanzug auf dem Wort "Pause" sitzt. Die Buchstaben sind erhaben und das Buch hat ein Lesebändchen."Du weißt nicht, wie stark du bist, bis du stark sein musst" - Damit wird der Roman eröffnet.Die Ich-Erzählerin Hanna ist bei einer Veranstaltung ohnmächtig geworden und wird ins Krankenhaus verfrachtet. Durch die starken Medikamente darf sie nicht allein nach Hause gehen und versucht, verschiedene Freunde und Bekannte zu erreichen, damit sie jemand abholt und nach Hause bringt. Ihr Freund hat besseres vor, zudem scheint die Beziehung angespannt zu sein. Eine Freundin meint, dass sie erstmal Abstand braucht, nachdem Hanna sie verletzt hat. Und weitere Alternativen hat Hanna nicht, bis auf ihre Eltern. Ihre Mutter schiebt vor, dass ihr das alles zuviel Unruhe reinbringt und es ihr selbst auch nicht gut geht, doch ihr Vater ist sofort zur Stelle, fährt die 200 Kilometer von Lüneburg bis in die Nähe von Berlin und holt seine angeschlagene Tochter nach Hause.Lüneburg, Hannas Heimat, der Ort, wo auch ihre Schwester Sara mit ihrer Partnerin lebt.Hanna will eigentlich nur zurück nach Berlin, doch ihr Freund Paul lässt sie hängen, muss sich auch erst mal um sich selbst kümmern und meint, dass der Abstand und die Ruhe voreinander beiden gut tun würde. Auch ihre Mutter zeigt ihr relativ deutlich, dass sie doch gern hätte, dass Hanna ihr altes Leben wieder aufnimmt und auch mit ihrer Schwester kommt es schnell zum Streit. Doch Hanna steckt fest, nicht nur in Lüneburg, sondern auch in ihrem Leben.Wow, was für eine Situation! Was ist passiert, dass die 36-jährige so fallen gelassen wird? Einzig Helen, die Nachbarin ihrer Eltern nimmt Hanna so an, wie sie ist. Gibt ihr Raum und Halt.Ich habe den Roman sehr gerne gelesen. Es gibt etliche Situationen, wo ich mit Hanna mitfühlen kann und mich doch frage, warum es in ihrem Freundeskreis niemanden gibt, der ihr helfen will. Aber auch, warum sie nicht deutlicher um Hilfe bittet? Es scheint anerzogen zu sein, denn auch in ihrer Familie redet man nie offen. Hanna hat viel mitgemacht und doch immer wieder durchgehalten, was sich nun rächt.Sie erschien mir im Roman jünger als 36, vielleicht auch, weil sie oftmals Kind ist und eher trotzig als souverän agiert.Mich hat "Pause" berührt, ich habe mit der Protagonistin mitgefühlt, konnte aber auch die Eltern in ihrer Überforderung verstehen. Schön war auch immer wieder der Humor, der durchblitzt.
Lieblingsbuch
Dieses Buch war wirklich das , was es verspricht: eine Pause! Ich habe das Buch immer wieder gerne in die Hand genommen und es hat mir die gewünschte Ruhe, Entspannung und Pause gegeben. Besonders gut gefallen gar mir die Protagonistin Hanna, die in den 30igern ist und in ihrem Leben einen ganz schönen Wandel erlebt. Ich finde es hier klasse, dass auch psychologische Themen vorkommen und, dass es der Protagonistin gelingt sich die Hilfe zu suchen, die sie gerade braucht. Der Schreibstil der Autorin ist klasse. Ich konnte mich gut in die Charaktere einfühlen und fand die Entwicklung klasse. Ich würde mich bei diesem Buch wirklich über einen zweiten Band freuen und bin mir auch sicher, dass dieser vielen Frauen, die in ähnlichen Situationen sind, gut tun würde zu sehen, wie es bei der lieben Hanna weitergeht. Ein ganz tolles Buch!
Intensiv und emotional
Pause von Lena Kupke nimmt uns mit in Hannas Leben. Sie ist Mitte dreißig und scheint bei einer Präsentation eine Panikattacke zu erleiden und wird ins Krankenhaus eingeliefert. Da sie sich nicht weiter untersuchen lassen will, holen sie letztendlich ihre Eltern aus Berlin ab und sie verbringt die nächste Zeit bei ihnen in Lüneburg. Dabei bekommt man mit wie das Zurückkehren ins Elternhaus oft ablaufen kann: mit Strukturen und Abläufen, die gestört werden oder wie damals wieder ablaufen. Und nebenbei Familienmitglieder, die nicht wirklich über Gefühle und tiefgründiges reden, sondern alles oberflächlich belassen.Ich fand die Geschichte sehr berührend, man spürt mit der Protagonistin zusammen die Wut und Trauer und ich konnte mich total in sie hinein versetzen.Ich war aber auch genauso genervt von bestimmten Reaktionen, z.B. von ihrem Freund, der sie am Anfang der Handlung nicht Mal aus dem Krankenhaus holen wollte, oder auch von ihrer Mutter, die so strikt an ihren Routinen festgehalten hat und Hanna dabei wie ein Störfaktor in ihrem Alltag wirkte. Ich hatte da zwischendurch wirklich meine Schwierigkeiten Sympathie zu empfinden.Für mich war es ein wirklich intensives Buch, dass zum Nachdenken angeregt hat. Trotz der Kürze hatte man nicht das Gefühl, dass hier irgendwas ausgespart wurde, es war durchweg intensiv und emotional und auf den Punkt. Definitiv ein Buch, dass ich immer wieder lesen würde.
Wenn das Leben plötzlich Pause drückt
„Pause“ hat mich echt überrascht. Ich hatte zuerst einen eher leichten Roman erwartet, bekommen habe ich aber eine ziemlich ehrliche Geschichte über Überforderung, familiäre Konflikte und das Gefühl, plötzlich komplett festzustecken.Besonders mochte ich Hanna als Hauptfigur. Nach ihrem Zusammenbruch landet sie wieder bei ihren Eltern in Lüneburg und muss sich nicht nur mit ihrer eigenen Krise auseinandersetzen, sondern auch mit alten Familienmustern und vielen unausgesprochenen Dingen. Das war teilweise traurig, gleichzeitig aber auch richtig witzig erzählt. Diese Mischung aus trockenem Humor und ernsten Themen hat für mich total gut funktioniert.Der Schreibstil liest sich locker und modern, wirkt dabei aber nie oberflächlich. Gerade die Dialoge und die etwas skurrilen Figuren haben dafür gesorgt, dass das Buch trotz der schweren Themen leicht zu lesen blieb. Manche Szenen waren fast absurd komisch und trotzdem emotional nahbar.Für mich ist „Pause“ ein Roman mitten aus dem Leben. Ehrlich, unangenehm, stellenweise sehr lustig und gleichzeitig überraschend berührend.
Pressestimmen
nordbayern.de
Das perfekte Buch für den Urlaub. Denn wer sich endlich eine Auszeit vom Alltag gönnt, versteht sofo...rt, worum es hier geht. mehr weniger
10.08.2026
Stuttgarter Zeitung
Ein warmherziges, sehr ehrliches Buch über Überforderung, familiäre Sprachlosigkeit und den langsame...n Weg zurück ins eigene Leben. mehr weniger
Sandra Belschner, 25.07.2026
Der Tagesspiegel
Süffige Zeitgeistprosa.
Denis Scheck, 01.07.2026
Brigitte
Mein Rat: Pause machen und den Debütroman von Comedian Lane Kupke lesen.
Angela Wittmann, 17.06.2026
Galore
›Pause‹ ist verschriftlicht das, was Lena Kupke beherrscht: eine dunkelbunt selbstironische Stand-up...-Comedy-Performance mit rotem Faden, verteilt auf 24 Auftritte, nur diesmal eben in Kapiteln. mehr weniger
Edda Bauer, 12.06.2026
br.de
Lena Kupke erzählt in ihrem Debütroman eine Geschichte mitten aus dem Leben. Ihre Figuren sind sehr ...authentisch gezeichnet und man findet alles, was das Herz berührt. Gleichzeitig ist immer viel Humor im Spiel, Selbstironie und Protagonisten, die man liebgewinnt. Für alle, die skurrile Geschichten mögen, die so nur das Leben schreiben kann. mehr weniger
Sabine Abel, 10.06.2026
Donna online
Der Debütroman von Autorin und Stand-up-Comedian Lena Kupke ist eines dieser Bücher, bei dem man sic...h am liebsten jeden Satz anstreichen möchte. mehr weniger
Palina Dautfest, 09.06.2026
NDR Kultur - Journal
Lena Kupke beschreibt realistisch, eindringlich und zum Teil komisch, was passiert, wenn einem Mensc...hen plötzlich der Boden unter den Füßen wegzogen wird. mehr weniger
Maren Ahring, 08.06.2026
fr.de
Ihr Blick auf das moderne Leben – auf Erschöpfung, Erwartungsdruck und die Sehnsucht nach einem Mome...nt der Stille – ist so präzise, dass man beim Lesen unwillkürlich innehält. ›Pause‹ ist kein Wellness-Roman und kein Selbsthilfebuch. Es ist Literatur, die uns beim Atemholen zusieht. mehr weniger
Sven Trautwein, 03.06.2026
WDR 2
Es ist ein Buch, das berührt und auch mal traurig ist, doch der schräge Humor sorgt für gelungenen A...usgleich. Man taucht wunderbar in die Geschichte ein und lässt diese auch nicht so leicht los. Ein ganz wunderbares Debüt! mehr weniger
Pia Patt, 02.06.2026
myself
Ein Debüt, das lange nachhallt.
01.06.2026
rbb radioeins
›Pause‹ ist teilweise extrem lustig, und beschäftigt sich dennoch mit ernsten Problemen.
Eleni Efthimiou, 01.06.2026
stuttgarter-nachrichten.de
Lena Kupke erzählt warmherzig, ehrlich und mit feinem Humor von einem erzwungenen Stillstand, der sc...hmerzhaft ist, aber auch etwas in Bewegung bringt. Ein Roman über Schwäche, Selbstfindung und die Liebe, die manchmal gerade dann auftaucht, wenn nichts mehr geht. mehr weniger
Katrin Jokic, 29.05.2026
Deutschlandfunk Nova
Das perfekte Buch für den Moment.
Lydia Herms, 22.05.2026
harpersbazaar.de
Die Dramatik dieses Buches liegt im Kleinen und im Realen. Ein echter Page-Turner.
Anna Ostrowski, 16.05.2026