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Erstmals im Taschenbuch

Perfect Day

Der Spiegel-Bestseller jetzt im Taschenbuch. Für Fans von Psychothrillern und Leser*innen von Sebastian Fitzek, Arno Strobel, Melanie Raabe und Andreas Winkelmann

 

»Meine kleine Prinzessin. So allein. Du zitterst ja, du armes Ding. Komm mit mir, hab' keine Angst. Ich bringe dich an einen geheimen Ort, mein Herz, aber vorher müssen wir hier im Wald noch ein paar rote Schleifen verteilen, schau ...«

Seit 14 Jahren verschwinden Mädchen im Alter zwischen sechs und zehn Jahren. Rote Schleifenbänder weisen der Polizei den Weg zu ihren Leichen. Vom Täter fehlt immer noch jede Spur. Eines Abends wird der renommierte Philosophieprofessor Walter Lesniak im Beisein seiner Tochter Ann verhaftet. Die Anklage: zehn Morde an jungen Mädchen. »Professor Tod« titelt die Boulevardpresse. Doch Ann will die Unschuld ihres Vaters beweisen. Es beginnt eine Reise in die dunkelsten Räume der menschlichen Seele.

 

»Romy Hausmann ist eine der besten Thriller-Autor*innen Deutschlands« The Sunday Times

 

  • Kennt man seine Eltern jemals wirklich? Ein raffiniert konstruierter Psychothriller über Vertrauen, Verrat und die Macht der Gefühle
  • ›Liebes Kind‹ von Romy Hausmann wurde als große Netflix-Serie verfilmt

Bibliografische Daten

EUR 13,00 [DE] – EUR 13,40 [AT]
ISBN : 978-3-423-21898-6
Erscheinungsdatum: 11.01.2024
3. Auflage
416 Seiten
Format : 12,2 x 19,1 cm
Sprache: Deutsch
Autor*innenporträt

Romy Hausmann

Romy Hausmann, Jahrgang 1981, hat sich 2019 mit ihrem Thrillerdebüt ›Liebes Kind‹ sogleich an die Spitze der deutschen Spannungsliteratur geschrieben: ›Liebes Kind‹ landete auf Platz 1 der SPIEGEL-Bestsellerliste, mit ›Marta schläft‹ folgte 2020 ihr zweiter Bestseller. Übersetzungen ihrer Bücher erscheinen in 26 Ländern, die Filmrechte wurden hochkarätig verkauft. Romy Hausmann wohnt mit ihrer Familie in einem abgeschiedenen Waldhaus in der Nähe von Stuttgart. Auch ihr dritter Thriller ›Perfect Day‹ landete sofort nach Erscheinen 2022 auf Platz 2 der SPIEGEL-Bestsellerliste. Weitere Informationen unter www.romy-hausmann.de

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179 von 179 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.57 von 5 Sternen


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11 - 10 von 179 Leserstimme

mannomania am 12.01.2022 19:01 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Die Macht der Fantasie

In dem Thriller handelt es sich um Mädchenmorde im Alter von 6-10 Jahren.Leider geschehen diese Morde bereits schon 14 Jahre lang und die Frage steht im Raum, wer ist dieser Mörder...?Als Ann, die Hauptprotagonistin, erfährt, dass ihr Vater angeklagt ist, versucht sie, seine Unschuld zu beweisen. Sie kann es einfach nicht glauben, dass ihr Vater, der allseits bekannte Philosophie-Professor und Anthropologe, der inzwischen in Haft genommen wurde, zu solchen Taten fähig ist.Die mir bereits bekannte und auch geschätzte Autorin aus der fast-Nachbarschaft hat es mit ihrem flüssigen Schreibstil und den vielseitigen Wendungen geschafft, uns Leser definitiv zu fesseln, puh. Die Auflösung erfolgt erst ganz zum Schluss.Wirklich, ein tolles Buch, das ich gerne gelesen habe und mit vollen 5* als empfehlenswert lobe...danke dafür an Vorablesen!

mdysbooks_ am 12.01.2022 18:01 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Wow.

Wow wow wow.Das Cover von Romys neuem Thriller ist einfach perfekt ! Passt auch super zu den anderen beiden Büchern.Das Thema ist unglaublich spannend und gut ausgearbeitet. Romys Schreibstil ist wie immer perfekt und passt einfach so so gut zu einem Thriller, man ist verwirrt und geschockt und am Ende wird alles perfekt aufgelöst.Die Protagonisten sind super ausgearbeitet und man kommt bei den doch vielen Charakteren gut mit. Auch wenn die Protagonisten nicht allzu genau beschrieben wurden, was für mich immer eher negativ ist, war es in diesem Fall gar nicht schlimm.. Vorallem Eva hat mir sehr gefallen, auch wenn sie nur am Anfang dabei war.Es gab viele spannende Wendungen, womit man nicht gerechnet hat. Nach Liebes Kind hatte ich genau auf sowas gehofft, da es bei Marta schläft einfach nicht den Funken gab.Das Buch ist perfekt und sollte jeder Thriller Liebhaber definitiv gelesen haben !

love2play am 12.01.2022 16:01 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Beklemmend

Anns Leben gerät aus den Fugen, als ihr Vater vor ihren Augen von der Polizei verhaftet wird. Angeblich soll er der berüchtigte „Schleifenmörder“ sein, der seit vierzehn Jahren Mädchen zwischen sechs und zehn Jahren entführt, tötet und die Polizei mit roten Schleifenbändern zu ihren Leichen führt. Kann das wirklich sein, dass ihr geliebter Vater ein Mörder kleiner Mädchen ist? Ann ist von seiner Unschuld überzeugt und beginnt auf eigene Faust zu recherchieren. Was sie dabei aufdeckt, ist unbegreiflich und überraschend.„Perfect Day“ hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Der Schreibstil von Romy Hausmann lässt sich flüssig und leicht lesen. Die Achterbahn der Gefühle der Hauptfigur Ann Lesniak konnte ich sehr gut nachvollziehen. Ich habe mit ihr gelitten und bis zum Schluss mit ihr gehofft. Sie ist eine taffe, sympathische Frau, die unbedingt die Wahrheit ans Licht bringen möchte. Dabei hat sie mit einigen Hürden zu kämpfen. Wem kann sie überhaupt noch trauen? Besonders das Ende von „Perfect Day“ habe ich so nicht erwartet und hat mich überrascht.Fazit: ein wirklich spannender Thriller. Sehr empfehlenswert!Ich danke NetGalley und dem Verlag für das kostenlose Bereitstellen eines Rezensionsexemplars.

happymountain am 12.01.2022 15:01 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Pageturner - aber überkonstruierter Plot

Romy Hausmann ist für mich persönlich das am hellsten leuchtende Thriller-Sternchen des deutschen Buchmarkts! Nach ihrem preisgekrönten ersten Thriller „Liebes Kind“, der es auf Platz 1 der SPIEGEL-Bestsellerliste schaffte, hat sie mich auch mit dem Nachfolger „Marta schläft“ begeistern können. Ich liebe BEIDE Bücher und BEIDE Bücher wurden kontrovers besprochen. Umso gespannter bin ich natürlich nun, wie mir und anderen Lesern ihr dritter Thriller gefallen wird.Bevor ich etwas zum Inhalt sage, möchte ich das erneut so gelungene Cover loben. Ich finde es toll, dass das Design an die bereits erschienen Bücher angepasst wurde und so ein Wiedererkennungswert bleibt. ?In Romy Hausmanns neuestem Werk begleitet der Leser Ann Lesniak durch eine sehr schwierige und emotionale Zeit. Ihr Vater Walter Lesniak wurde vor ihren Augen verhaftet. Der Vorwurf: Er ist der Schleifenmörder, der seit 14 Jahren in Berlin sein Unwesen treibt, kleine Mädchen entführt und tötet. Ann kann es nicht fassen. Ihr Vater ist doch kein Monster! Sie setzt alles daran, seine Unschuld zu beweisen.Wie in den vorangegangenen Büchern der Autorin bedient sie sich auch hier verschiedener Erzählstränge und Perspektiven. Der Hauptteil des Buchs ist aus Anns Sicht geschildert und spielt in der Vergangenheit. In diesen Kapiteln kommen zusätzlich Gefühlsbeschreibungen hinzu, die Ann in ihrer Kindheit verfasst hat. Außerdem findet man die Aufnahme eines Interviews im Buch. Dabei unterhält sich eine dem Leser unbekannte Person mit dem vermeintlichen Täter. Parallel dazu gibt es einen Erzählstrang, der nur mit „WIR“ überschrieben ist und für mich die Täterperspektive darstellte.Die unterschiedlichen Perspektiven, die Romy Hausmann auch hier wieder genutzt hat, mag ich beim Lesen sehr gern, da sie Abwechslung und Vielseitigkeit bedeuten. In „Perfect Day“ habe ich mich besonders über die Passagen gefreut, in denen der Täter befragt wurde. Ich hatte gehofft, durch die eine oder andere Aussage auf seine Identität schließen zu können #Pustekuchen Ich konnte anhand der Befragung keine Rückschlüsse ziehen. Ich fand es sehr schade, dass die Autorin ihren Plot diesmal so stark konstruiert hat, dass es (in meinen Augen) absolut unmöglich war, die Auflösung in Gänze zu erraten. (Einen Teil der Lösung hatte ich jedoch ca. 100 Seiten vorm Ende "emtschlüsselt".) Ich weiß: Beim diesem Thema scheiden sich die Geister. Es gibt sicherlich eine Vielzahl von Leserinnen und Lesern, die genau das lieben: Einen innovativen Plot, den sie so noch nirgends zuvor entdeckt hatten. Aber es gibt auch mich: Die überkonstruierte Stories nicht so lieben kann wie andere, die mehr aus dem Leben gegriffen sind oder sein könnten. Hier muss ich also leider sagen, hätte ich mir mehr Authentizität in der Handlung gewünscht. Versteht mich nicht falsch: „Perfect Day“ ist immer noch ein Pageturner! Aber der Plot war nicht wirklich nach meinem Geschmack. Für mich kommt das Buch da nicht an die beiden Vorgänger heran.Dafür kann die Autorin aber mit etwas anderem punkten, dass vieles wettmacht und zwar mit Emotionen, jeder Menge Emotionen! Romy Hausmann hat für mich perfect (kleines Wortspiel) vermittelt, wie sich Ann fühlt. Ich habe wirklich mit ihr mitgelitten! Ann und ihre Gefühle wirken sehr authentisch und greifbar. In all ihrer Verzweiflung, Wut, Ohnmacht und Angst konnte ich sie verstehen. Ihre Sturheit hat mich hin und wieder zwar etwas genervt, aber wer kann es ihr in dieser Situation übelnehmen?! Die anderen Figuren im Buch bleiben tatsächlich überwiegend blass. Das ist jedoch nicht als Kritik zu verstehen. Als Leser nimmt man alles aus Anns Sicht wahr. Man weiß bei anderen Personen nicht in dem Umfang, was sie denken oder fühlen, wie man es bei Ann tut. Dadurch hat man jedoch genügend „Freiraum“ andere Figuren als Täter zu verdächtigen.Die Spannung steigert sich in „Perfect Day“ langsam aber stetig. Einige gut gesetzte Twists haben mich wirklich überraschen können. Toll fand ich außerdem den Showdown, der wirklich einlud an den Fingernägeln zu knabbern. Der, „aus der Jackentasche gezogene Beweis“, wer der wahre Täter ist, hat mich allerdings wieder gar nicht überzeugt und fällt für mich wieder in die Kategorie „überkonstruiert“. (Ich kann hier leider nicht mehr schreiben, ohne zu spoilern.)Was Romy Hausmann aber fabelhaft beherrscht und von dem ich nicht müde werde, es zu betonen, ist der Umgang mit unserer Sprache. Der Schreibstil ist so bildgewaltig und emotional. Hach, einfach brachial schön! Beispiel gefällig?„Das Leben bahnt sich seinen Weg. Es nutzt die kleinste Ritze, um selbst unter widrigsten Umständen hervorzutreten, wie ein Pflänzchen zwischen Asphalt. Ein Lachen, das erst zwickt, weil man die entsprechenden Muskeln lange nicht mehr bewegt hat, eins, das leise und verhalten und vielleicht ein wenig gekünstelt klingt. Und dann lacht man eines Tages eben doch wieder, laut und schallend und so heftig, dass einem der Bauch wehtut. Dann zwingt sich das Glück einem auf, es fragt nicht nach Schuld und Recht; Glück ist blind und taub, und das ist gut so.“ Seite 391Es gab so viele weitere schöne Zeilen, die ich euch gern als Zitat aufgeführt hätte, aber ich möchte euch natürlich die Chance geben, diese tollen Zeilen selber zu entdecken. Das Ende, aus dem übrigens das ausgewählte Zitat stammt, versöhnte mich wieder mit „Perfect Day“. Ich mag es zu wissen, wie es mit den Figuren weitergeht, die ich mit dem Zuklappen des Buchs verlasse und freue mich sehr, dass die Autorin ihr Ende auserzählt hat. Übrigens müsst ihr euch das titelgebende Lied von Lou Reed wirklich einmal anhören. Es bildet – für mich – den Soundtrack zum Buch und vermittelt eine wunderbar melancholische Stimmung.Was kann ich nun abschließend zum Buch sagen?✒ Es war wieder unfassbar toll geschrieben.❤ Es erzeugt beim Lesen jede Menge Gefühle und Gänsehaut.? Es baut langsam Spannung auf, die dann im „Showdown“ gipfelt.? Der Plot war innovativ, aber für mich zu konstruiert.? Es lohnt sich also auf jeden Fall, „Perfect Day“ selbst zu lesen und herauszufinden, wie es euch gefällt.

reading_wuschel am 12.01.2022 15:01 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Großartig

Irgendwie war mir klar, dass es wieder ganz anders wird als die letzten Bücher der Autorin, weswegen ich mich von vornherein darauf eingestellt hatte. Da mir jedoch "Liebeskind" sowie "Marta schläft" gut gefielen, war ich positiv gestimmt. Tja, und irgendwie hatte ich das Buch dann auch ruck zuck durch, nachdem ich es begonnen hatte. Es ist komplett anders, da besteht kein Zweifel. Ich hätte vermutlich auch mit allem gerechnet, aber nicht damit. Besonders die eingestreuten Interview Passagen sowie die Kapitel aus der "wir" Sicht lassen einen immer wieder zweifeln und rätseln. Die Hauptgeschichte ist aus der Sicht von Ann erzählt und beginnt nach der Verhaftung ihres Vaters. Das Ende fand ich, wie nicht anders erwartet, überraschend, gut und logisch aufgelöst. Hier gefiel mir besonders, dass es noch einigen Hintergrund Infos gab, sich das weitere Leben entwickelte, und nicht alles Knall auf Fall endet. Wieder einmal mehr hat Romy Hausmann es geschafft mit ihren greifbaren Charakteren, gelungener Atmosphäre und einer spannenden Gesichte mich in ihren Bann zu ziehen. Bereits die ersten Seiten flogen nur so dahin und ich konnte es kaum erwarten weiter zu lesen. Ich kann mir gut vorstellen, dass es Leser geben wird, die mit dem Ende weniger glücklich sind, aber mir hat es gefallen. Aus meiner Sicht ist es nicht nur die Geschichte, die mich anspricht, sondern auch wie sie erzählt wird. Ich war sofort in der Geschichte, konnte die Verzweiflung von Ann spüren und wollte ihr so unglaublich gerne helfen die Wahrheit herauszufinden. Teils war sie etwas anstrengend und man hatte das Gefühl, dass sie sich in etwas verrenne, aber gerade dies machte es nur umso deutlicher wie schlimm es um ihre Gefühlswelt stand. Auch wenn ich davon ausgehe, dass die Meinungen zu diesem Buch wieder stark auseinander gehen werden, so konnte mich auch dieses Werk wieder überzeugen und hat mich gut unterhalten. Fazit:Romy Hausmann erschafft wieder eine großartige Atmosphäre gespickt mit subtiler Spannung in der Geschichte um Ann und ihrer Suche nach der Wahrheit.

mystarrybooks am 12.01.2022 14:01 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Solider Thriller mit einigen Schwächen

Heute, am 12.01.2022, erscheint mit „Perfect Day“ der neue Thriller von Romy Hausmann. Das Cover ist schlicht in schwarz-weiß gehalten und ähnelt somit ihren beiden vorherigen Büchern.Ausgangspunkt der Handlung ist die Verhaftung des Philosophieprofessors Walter Lesniak im Beisein seiner Tochter Ann. Gegen Walter wird eine Anklage wegen Mordes erhoben, denn er soll derjenige sein, den die Presse „Schleifenmörder“ nennt. Ihm wird vorgeworfen, seit 14 Jahren junge Mädchen zu verschleppen und brutal zu ermorden. An den Tatorten werden Schleifen gefunden, die die Polizei zu den Opfern führen sollen. Ann kann nicht glauben, dass ihrem Vater diese grausamem Taten vorgeworfen werden, und beginnt, auf eigene Faust nachzuforschen – um den wahren Täter zu finden.Als ich gesehen habe, dass ein neues Buch von Romy Hausmann erscheint, war klar: Das muss ich lesen. Ihr erster Thriller „Liebes Kind“ hat mir gut gefallen, bei „Marta schläft“ waren meine Gefühle gemischt, weswegen ich besonders gespannt auf ihr neues Buch war. Das markante Setting mit roten Schleifenbändern an den Tatorten wird schon im Klappentext erwähnt, war beim Einstieg in das Buch aber nicht weniger spannend. Schnell zeigt sich, dass „Perfect Day“ mit dem gleichen psychologischen Thrill aufwartet, wie seine beiden Vorgänger.Den Anfang des Buches fand ich, aufgrund des Settings unglaublich spannend und mysteriös. Im Laufe der Handlung kommt es dann aber immer wieder zu Ereignissen und Wendungen, die auf Zufällen und glücklichen Fügungen beruhen. Gerade dann, wenn es nötig war, begegnete Ann den „richtigen“ Personen und ist zur richtigen Zeit am richtigen Ort, um in ihren Nachforschungen weiterzugelangen. Für mich war das stellenweise absurd und die Authentizität der Handlung ging verloren. Es gab mehrere solcher Situationen, in denen ich den Verlauf der Handlung nicht realistisch fand und genervt mit den Augen gerollt habe.Die Erzählperspektive aus Anns Blickwinkel ist umso spannender gewählt. Durch ihre Rolle als Tochter des vermeidlichen Täters wird ihre psychische Anspannung beim Lesen deutlich. Auf der anderen Seite war es dadurch stellenweise schwer, ihren Ausführungen zu folgen, weil ich nicht sicher sein konnte, ob ich ihr trauen sollte. Mit der Zeit konnte ich ihr Verhalten immer weniger nachvollziehen und fühlte mich irgendwann in einer nebulösen Handlung gefangen. Durch ihr leichtsinniges Verhalten, bringt Ann sich stellenweise in fragwürdige Situationen. Auch die anderen Charaktere wirken dem nicht entgegen, sodass ich manchmal Probleme hatte, der Geschichte zu folgen. Vor allem das Verhalten der Polizei hat mich zwischenzeitlich gestört, weil ich es unglaubwürdig fand, dass manche Dinge einfach so durchgehen.Gut gefallen haben mir hingegen die unerwarteten Wendungen, durch die es immer wieder spannend wurde. Gerade wenn ich mir einen Verdacht zurecht gelegt hatte, wurde dieser im nächsten Moment schon verworfen und meine Überlegungen in eine andere Richtung gelenkt. Das Setting blieb durchweg fesselnd – durch Romy Hausmanns plastischen Schreibstil konnte ich mich wahnsinnig gut darauf einlassen. Das winterliche Setting mit massenweise Schnee fand ich zur aktuellen Jahreszeit passend, weshalb mich diese Szenerie komplett überzeugt hat. Auch die Auflösung des Falls und das dahinterstehende Motiv haben meinen Geschmack getroffen. Alle offenen Fragen wurden beantwortet und die Hintergründe waren für mich schlüssig und passend zur Handlung.Insgesamt war „Perfect Day“ für mich ein solider Thriller, der leider nicht an „Liebes Kind“ herankommt. Aufgrund der genannten Schwächen konnte mich das Buch nicht vollkommen überzeugen, trotzdem fühlte ich mich gut unterhalten.– Meine Bewertung: 3,5 von 5 Sternen –

gänseblümchen am 12.01.2022 13:01 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Hochspannende Suche nach dem Schuldigen - ein packendes Leseerlebnis

Ein Philosophieprofessor unter Mordverdacht, seine Tochter die auf eigene Faust ermittelt, ein Journalist der eine große Story wittert und ein Mörder der sein Unwesen treibt und Schleifen verteilt sind die Grundlage dieses großartigen Psychothrillers.Anns Vater, Prof. Walter Lesniak, sitzt wegen Mordverdacht an 10 Mädchen im Gefängnis. Die Mädchen waren zwischen 6 und 10 Jahren alt und der Weg zu ihnen war mit roten Schleifen versehen, weshalb der Mörder Schleifenmörder genannt wird. Doch die Germanistikstudentin Ann ist von der Unschuld ihres Vaters überzeugt, niemals hätte sie geglaubt, dass ihr gutmütiger Vater des Mordes angeklagt werden könnte. Entgegen den Empfehlungen eines befreundeten Anwalts macht sie sich auf die Suche nach dem wahren Mörder und ermittelt auf eigene Faust, um die Unschuld ihres Vaters zu beweisen. Hierbei bekommt sie Unterstützung zum einen durch die ehemalige Schulfreundin Eva, die sie bis zu diesem Zeitpunkt lange nicht gesehen hatte und zum anderen hilft ihr der Journalist Jakob. Sie finden einige verdächtige Personen und kommen im brenzlige Situationen. Als dann erneut ein Mädchen verschwindet, während ihr Vater noch im Gefängnis sitzt, gibt Ann alles, um den Mörder zu finden. Das Cover des Buches passt mit seiner schwarz-weißen Farbgestaltung toll zu den bisherigen Thrillern von Romy Hausmann. Bei der ungewöhnlichen Haptik des Covers hat man fast das Gefühl über sehr feines Schmirgelpapier zu fassen. Der Einstieg des Buches ist gut gelungen, baut rasch Spannung auf und ist leicht verwirrend, sodass man unbedingt weiterlesen möchte. In markantem, flüssigen Sprachstil gelingt es Romy Hausmann mit den Emotionen des Lesers zu spielen, die Spannung aufrecht zu erhalten und miträtseln zu lassen, wer der Mörder sein könnte. Sie baut eine Atmosphäre auf, die sehr real scheint, gelegentlich Furcht aufkommen lässt, ohne jedoch zu gruselig zu werden und nimmt den Leser in Abgründe der Psyche mit.Die Story erlebt der Leser zur Hauptsache aus der Sicht von Ann, wodurch das Gefühl entsteht sehr nahe am Geschehen dabei zu sein. Am Ende der Kapitel erhält man ganz kurz einen Einblick in die Gedanken des Mörders, ohne diesen jedoch näher kennenzulernen.Ann hat die Gefangennahme ihres Vaters viel Kraft gekostet, ihr Studium hat sie vorerst auf Eis gelegt, sich weitestgehend von der Welt abgekapselt und verdient ihr Geld in einem Café. Bewundernswert ist es, dass sie dann die Kraft findet, nicht locker zu lassen und versucht allen Spuren auf der Suche der Unschuld ihres Vaters nachzugehen, egal wie gefährlich eine Situation werden könnte. Alle Charaktere sind realitätsnah ausgestaltet, teils geheimnisvoll und nicht immer gut einschätzbar, was einige verdächtig erscheinen lässt.Bis zum Schluss blieb das Buch sehr spannend, fesselte und war ein tolles Leseerlebnis mit unvorhersehbaren Wendungen und tollen Charakteren. Die Beweggründe des Mörders und wer dieser tatsächlich war blieben bis zum Schluss undurchsichtig und unklar. Eine eindeutige Leseempfehlung für alle Thriller/ Psychothriller- Freunde und ich freue mich schon auf weitere Bücher von Romy Hausmann.

gina1627 am 12.01.2022 12:01 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Was für ein Pageturner und Lesehighlight!

Für die Germanistikstudentin Ann Lesniak bricht eine Welt zusammen, als ihr geliebter Vater, ein angesehener Anthropologe und Philosophieprofessor, aufgrund schwerwiegender Indizien verhaftet wird. Ihm wird vorgeworfen, der seit Jahren gesuchte Serienmörder von 10 jungen Mädchen im Alter zwischen sechs und zehn Jahren zu sein. Das Markenzeichen des Täters sind rote Schleifenbänder, die er als Wegweiser zu den Fundorten der Leichen platzierte. Für die Medien ist dieser Fall ein gefundenes Fressen und für die Polizei so gut wie aufgeklärt, sodass sie keinen weiteren Ermittlungsbedarf mehr sehen. Ann will und kann es nicht glauben, dass ihr Vater zu solchen Taten fähig ist und begibt sich selber auf die Suche nach Entlastungsmaterial und dem wahren Mörder. Nach „Liebeskind“ und „Marta schläft“ war ich unheimlich gespannt auf Romy Hausmanns neuen Psychothriller, der für mich in Anlehnung an den Titel zu einem perfekten Leseerlebnis wurde. Von der ersten Seite an hat mich die Autorin mit ihrer gut durchdachten Geschichte, ihren herausragend dargestellten Charakteren, die alle Ecken und Kanten hatten und ihrem überaus fesselnden und atmosphärischen Erzählstil in den Bann gezogen. Die ganze Zeit spielt sie mit der Erwartungshaltung der Leser, führt sie auf Abwege, manipuliert ihre Denkweise und offenbart dabei menschliche Abgründe, die einen schocken und betroffen machen. Durch die sich abwechselnden Erzählstränge steigert sich die spannende Dynamik der Geschehnisse fortwährend und löste Empfindungen wie Trauer und Mitleid, Wut und Entsetzen und Angst und Sorge bei mir aus. Ann ist der Dreh- und Angelpunkt in der Geschichte und war mir von Anfang an sympathisch. Ich habe sie für ihren Mut und ihre Hartnäckigkeit bewundert, fand ihre Selbstanalysen sehr treffend und konnte voll nachempfinden, wenn sie eigennützig auch mal zu Notlügen gegriffen hat. Ihre gesammelten Kindernotizen über die vielfältigen Emotionen, die die Gefühlswelt eines Menschen ausmachen, wurden sehr effektvoll im Roman gesetzt und passten wie die Faust aufs Auge zu der Stimmung und den Handlungen der darauffolgenden Kapitel. Das Hauptgeschehen im Roman findet nach der Festnahme von Walter Lesniak im Jahr 2017 statt und wird in der Ich-Form von Ann erzählt, durch die eine intensive Nähe zum Leser aufbaut wird. Wie in einem Sog begleitet man sie dabei auf ihrer verzweifelten und hoffnungsvollen Suche nach der Wahrheit und erfährt durch Rückblicke auf ihre behütete Kindheit und aufregende Jugendzeit noch mehr über sie und ihre Vater-Tochter Beziehung. Richtig unter die Haut gegangen sind mir die mit „Wir“ überschriebenen Abschnitte, in denen der Mörder seine Gedanken und nur ansatzweise seine Taten preisgibt. Bis zu einem gewissen Zeitpunkt war ich mir nie sicher, wer derjenige ist und habe gegrübelt und gegrübelt. Nachdenklich hat mich auch der Erzählpart von 2021 gemacht, in dem der Mörder sich nach so langer Zeit einer Befragung stellt. Er spielt mit den Erwartungen seines Gegenübers, lockt ihn aus der Reserve, stellt ihn vor Herausforderungen und gibt ihm letztendlich das, auf das er lange gewartet hat. Bis zum Schluss der Geschichte hin steckte der Roman noch voller Überraschungen und Wendungen. Ann´s Briefe gingen mir dabei sehr nahe und das bewegende Ende hat mich sogar mal kurz schlucken lassen. Fazit:„Perfect Day“ kann ich jetzt schon zu meinen Lesehighlights 2022 zählen und uneingeschränkt weiterempfehlen. Eine 5 Sterbewertung hat sich Romy Hausmann hier mehr als verdient!

canyouseeme am 12.01.2022 10:01 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Der Schleifenmörder

Nachdem ich "Martha schläft" von der Autorin geradezu verschlungen habe, war ich sehr gespannt auf den neuen Thriller der Autorin Romy Hausmann. Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und kommt auf den Punkt, ohne dabei zu knapp zu sein. Die Sprache passt sich den Charakteren an und ist lebendig. Sprachlich bin ich begeistert.Die Handlung wird vorwiegend aus der Perspektive von Ann geschildert. Es gibt kapitelweise jedoch auch andere Zeit- und Erzählstränge. Diese kapitelweisen "Ausreißer" aus Anns Wahrnehmung, die wir als Leser:innen teilen, haben mir geholfen einen besseren Überblick zu erhalten und nicht zu sehr auf Anns Perspektive zu vertrauen. Die Handlung ist, wie erwartet, zunächst wirr, bruchstückhaft und lässt sich im Verlauf immer besser zusammenfügen. Von anderen Büchern dieses Genres bin ich eher eine steil ansteigene Spannungskurve gen Ende des Buches gewohnt, hier ist es nicht der Fall. Die eigentliche Spannung verläuft kurvenhaft im mittleren Teil des Buches. Der letzte Teil ist ein leiser Abschluss. Die eingebaute Liebesgeschichte hätte für meinen Geschmack nicht sein müssen, so ganz habe ich die Message dahinter und den Bezug zur restlichen Handlung des Buches nicht verstanden...

angif am 12.01.2022 10:01 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Zweifel nagen langsam

Eigentlich hatte Professor der Philosophie Doktor Walter Lesniak ein gemütliches Abendessen mit seiner Tochter, Ann, einer jungen Germanistik-Studentin, geplant. Doch ein Einsatzkommando der Polizei nimmt die Wohnung im Sturm ein und inhaftiert den Professor. Ann klappt mit einem schweren Asthma-Anfall zusammen. Das alles darf nicht wahr sein! Ihr Vater soll ein Serien-Killer sein! Die Polizei irrt sich, muss einen schweren Fehler begangen haben. Von nun an gehen Freunde und Bekannte auf Distanz zu Ann, wollen nicht mit ihr in Verbindung gebracht werden. Während Ann mit den Auswirkungen der Verhaftung leben muss, verweigert der Professor jegliche Strategie zu seiner Verteidigung. Er meint, die Polizei habe ihre Meinung gebildet und sei sowieso nicht mehr davon abzubringen. Wie soll Ann ihrem geliebten Vater nun helfen?Über dem Thriller liegt die gesamte Zeit über - wie dichte Nebelschwaden - die Gefahr. Beim Lesen gerät fast jeder bei mir unter Generalverdacht. Die verzwickte Lage Anns, wie sie mit der Abneigung der Gesellschaft umgehen muss, nicht weiß, wem sie vertrauen kann, ist hervorragend ausgearbeitet worden von der Autorin. Dieser Thriller ist von höchstem Niveau, erstklassig geschrieben und in wunderbarer Sprache verfasst. Das Lesen geht fließend und ich mag das Buch nicht aus den Händen legen. Der Fall ist außerordentlich bewegend und von absoluter Hochspannung. Die Figuren sind exquisit angelegt und ergänzen sich in Perfektion. Die Autorin kann mich fabelhaft fesseln und mich mitnehmen; der Thriller unterhält mich erstklassig, ist ausgezeichnet und zudem eindrucksvoll geschrieben. Ganz besonders bedeutend und faszinierend finde ich, dass Romy Hausmann in einzelnen Abschnitten immer mal wieder alte Tagebuch-Einträge der 7jährigen Ann eingebaut hat, die tief blicken lassen.Ein brillanter Thriller, dem ich selbstverständlich fünf von fünf möglichen Sternen vergebe und ihm meine bedingungslose Leseempfehlung ausspreche. Die Beklemmung und Angst, die das Buch ausmachen, sind während des gesamten Handlungsverlaufs präsent und Twist und Plot sind einzigartig und fasziniert komponiert. Wer sich für Thriller und/oder Psychothriller interessiert, liegt hier genau richtig.

Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

stern
Meisterin des Domestic Noir.

MDR
Romy Hausmann ist eine Meisterin, die Geschichten hinter den Geschichten sichtbar zu machen.

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Buchprofile/Medienprofile
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Romy Hausmann weiß, wie man richtig gute Thriller schreibt. Seit dem großen Erfolg ihres Buches ›Lie...bes Kind‹ im Jahr 2019 gehört sie zur Spitze der deutschen Thriller-Riege und beweist auch in ›Perfect Day‹ wieder, dass Thriller tiefgründig sein können. mehr weniger

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