Der neue Roman des SPIEGEL-Bestsellerautors | »Der Mann kann schreiben!« Olli Schulz
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Bohm lebt seit fünf Jahren auf der Straße. Wie er aus seinem früheren Leben gerutscht ist, darüber schweigt er. Er besitzt so gut wie nichts. Einen alten Rucksack. Geschnitzte Holzmäuse. Einen Brief, den er nicht öffnen will. Mit seinem Hund Fox kämpft er sich durch die Tage und Nächte.
Hat jemand eine Chance auf die Liebe, der keine Chance im Leben hat?
Die junge, einst aufstrebende Fernsehjournalistin Alina steckt fest. Im Job und in der Angst zu scheitern. Ihre letzte Chance auf eine TV-Karriere scheint eine Reportage über das Leben auf der Straße zu sein.
Alina findet Bohm.
»Der Wind fegte über den Markt. Die Plane des Pavillons nebenan, an dem jemand Kerzen verkaufte, blähte sich auf, dass das Gestänge der Konstruktion schwankte. Unterdessen war eine junge Frau herangetreten. Braune Locken, ein teuer aussehender Mantel. Augenringe, die durch ihr Make-up schimmerten. Sie beugte sich vor, griff sich eine von Bohms Holzmäusen und legte sie wieder zurück. Dabei streifte ihr Blick den von Bohm für den Bruchteil einer Sekunde.«
Plötzlich ist da etwas zwischen ihnen. Etwas, das nicht sein kann. Und ein Geheimnis, das ans Licht drängt.
Christian Hubers mitreißende Liebesgeschichte über soziale Grenzen hinweg. Ein bewegender Roman über Schuld und Vergebung, über Liebe und Flucht. Und über die Kraft eines einzigen Moments, der so viel erzählen kann wie ein ganzes Leben.
Mit Playlist als Soundtrack zum Buch!
Bereits gelesen, bereits begeistert:
»Das ist anders. Vor allem ist es anders gut! Ich war direkt gefangen und konnte nicht mehr aufhören zu lesen!« CHRISTOPH KRAMER
»Man lacht, weint, fühlt und liebt mit. Lesen Sie diese außergewöhnliche Love-Story!« LEON WINDSCHEID
»Ein Buch, als würde man einem anderen Leben zuhören. Einem, das sonst kaum zu Wort kommt. Große Empfehlung.« LAURA LARSSON
»Keine typische Großstadt-Romanze, sondern eine echte Geschichte, die einen einsaugt.« TAHSIM DURGUN
»Ein Porträt zweier Welten voller Abgründe, Selbstzweifel und Liebe. Zwei Menschen, die sich und uns ganz nahestehen.« JOY DENALANE
2. Auflage
Christian Huber, geboren in Regensburg, schreibt für Print, Online, Fernsehen und die Bühne. Mit dem Team von Jan Böhmermanns »Neo Magazin Royale« wurde er u. a. für die Goldene Kamera und den Deutschen Comedypreis nominiert. Sein Podcast »Gefühlte Fakten« zählt zu den beliebtesten Deutschlands. Sein Roman »Man vergisst nicht, wie man schwimmt« eroberte sofort die Bestsellerlisten. Der Autor lebt in Köln.
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Wodurch definiert sich ein Mensch?
Ein tolles Buch über unterschiedliche Welten, Vorurteile und darüber, dass hinter jedem Menschen eine Geschichte steckt.Der Roman wird abwechselnd aus zwei Perspektiven erzählt. Wir haben auf der einen Seite Alina, eine junge Journalistin, die zumindest in ihren Augen kurz vor ihrem Karriereende steht und die nun noch eine letzte Chance bekommt, die sie unbedingt ergreifen muss. Ihr Projekt: Ein Kurzfilm über Obdachlosigkeit.Auf der anderen Seite: Bohm, der Obdachlose, den Alina ausgewählt hat und Teil ihres Films werden soll. Über ihn erfährt man zunächst nicht viel, außer, dass er in der Vergangenheit ein Leben gehabt haben muss, dass sich drastisch von seinem jetzigen Leben unterscheidet.Nach anfänglichen Schwierigkeiten des Einlassens auf den jeweils anderen, finden Alina und Bohm einen respektvollen und sehr schön beschrieben Weg, miteinander (und mit den aufkommenden Gefühlen) umzugehen. Das Buch hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Hinter jedem Menschen steckt eine Geschichte, jeder Mensch, der auf der Straße lebt, hat immer noch dasselbe Gefühlsspektrum, dass auch alle anderen Menschen haben. Von Glück über Scham zu Wut und Trauer. Diese Sichtweise wird sehr gut rübergebracht. Das Buch ist nicht künstlich aufregend, die Geschichte ist spannend, ohne Effekthascherei.Ich empfehle dieses Buch allen, die ein bisschen Hoffnung in die Welt benötigen und auch all denen, die bereit sind, ihre eigene Lebenssituation und ihre eigenen Privilegien zu hinterfragen.
ein sehr berührendes Buch
Solange ein Streichholz brennt“ von Christian Huber, erschienen im @dtv_verlag , erzählt eine zarte Liebesgeschichte und ein Leben am Rande der Gesellschaft.Bohm ist 36 Jahre alt und lebt seit 5 Jahren auf den Straßen von Köln.Fox ist ein Straßenhund und entscheidet sich bei Bohm zu leben und so meistern die beiden ihr Leben gemeinsam.Alina arbeitet als Fernsehjournalistin und bekommt ihre letzte Chance mit einer Reportage über das Leben auf der Straße und genau dies ist der Anknüpfpunkt, der beide Leben verbindet. Alina macht Bohm den Vorschlag eine Reportage über sein Leben am Rande der Gesellschaft zu drehen und ihn dafür zu bezahlen, doch Bohm lehnt ab. Erst als sein Freund Fox ärztliche Hilfe braucht, die sehr kostspielig ist, willigt Bohm ein und so lernt der Leser sowohl Bohm‘s Leben , als auch die sich langsam entwickelte Beziehung zwischen Alina und Bohm kennen.Mich hat diese Geschichte, der ich sehr gern gefolgt bin, sehr stark berührt.Wir alle sehen oft Menschen, die am Rande unserer Gesellschaft leben und gerade in der heutige Zeit werden es immer mehr.Oft sitzen sie in Einkaufsstraßen auf einer Decke, einen Becher für Spenden vor sich, manchmal auch einen Hund wie Fox neben sich. Die Menschen gehen häufig an ihnen vorbei, oft den Blick der Personen meidend oder kopfschüttelnd, wie jemand so leben kann. Wir machen uns häufig keine Gedanken darüber, welches Schicksal hinter diesen Leben steckt, denn ich denke freiwillig lebt niemand so und doch sind auch diese Menschen Teil unserer Gesellschaft, den man nicht einfach ignorieren kann, indem man den Kopf abwendet, oder sich loskauft durch eine Münze, die man in den Becher wirft und denkt “Gott sei Dank geht es mir besser „.Welches Schicksal Bohm auf die Straße getrieben hat, erfahren wir erst am Ende des Buches und es ist ein Schicksal, dass viele ereilen könnte und sicherlich auch andere Gründe, die dazu führen können. Arbeitslosigkeit und damit verbunden Liquiditätsprobleme, die ,wenn man eine Wohnung sucht, gerade in heutigen Zeiten, sicherlich zu großen Schwierigkeiten führen können.Ich fand es sehr gut, dass dieses Thema einmal in einem Buch aufgegriffen wurde und der Autor kann erzählen. Ich habe mich nicht eine Minute gelangweilt, habe Bohm im Laufe des Lesens immer mehr lieb gewonnen und fand auch das Ende sehr schön, weil es frei von Kitsch war.Auch die Schilderung von Jacob, der in einer Nebengeschichte auftaucht, zeigt, dass ein Absturz in allen Variationen möglich ist, auch da, wo man es nicht vermutet.Ich wünsche diesem Buch sehr viele Leser, auch deshalb, damit unsere Mitmenschen, die am Rande der Gesellschaft leben,stärkere Aufmerksamkeit bekommen und wir das nächste Mal hinschauen und vielleicht auch mal ein Gespräch beginnen, um dann zu erfahren, dass es Menschen sind, die unsere Aufmerksamkeit verdienen.
„Man muss sein eigenes Zuhause sein“ – Eine filmreife Reise durch Licht und Schatten
Christian Hubers Roman hat mich von der ersten Seite an durch seine unglaublich bildhafte Sprache gefesselt. Während des Lesens hatte ich das Gefühl, keinen Text vor mir zu haben, sondern einen Film zu sehen. Besonders die Beschreibungen von Bohms „Zuhause“ sind so lebendig, dass man die Atmosphäre fast physisch spüren kann. Das Buch liest sich dadurch wunderbar flüssig und kurzweilig.Das Cover der gebundenen Ausgabe ist eher schlicht aber keinesfalls langweilig, ein geprägtes Streichholz begleitet uns auf dem Cover und immer wieder im Buch selbst. Im Zentrum stehen zwei Charaktere, die auf den ersten Blick nicht unterschiedlicher sein könnten: Bohm, der Obdachlose, und Alina, die Journalistin. Bohm ist mir sofort ans Herz gewachsen. Er ist feinfühlig, humorvoll und liebevoll – und genau das macht das große Rätsel seiner Figur so spannend: Warum lebt dieser Mann auf der Straße? Man spürt, dass er vor etwas wegläuft, und diese Ungewissheit hält die Spannung bis zum Ende hoch.Alina bildet dazu das perfekte Gegenstück in der glitzernden Medienwelt Kölns. Doch Huber zeigt schnell: Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Die unangenehmen Kollegen und der enorme Druck machen deutlich, dass auch in ihrer vermeintlich „perfekten“ Welt tiefe Risse existieren.Ein Satz eines anderen Obdachlosen ist mir besonders in Erinnerung geblieben: „Ich sag immer, man muss sein eigenes Zuhause sein – sonst verliert man sich.“ Dieses Zitat fasst die Suche der beiden Protagonisten perfekt zusammen.Mein Geheimtipp: Am Ende des Buches gibt es eine Musiktrackliste mit passenden Soundtracks zu den einzelnen Kapiteln. Ich wünschte, ich hätte das schon zu Beginn gewusst! Mein dringender Rat an alle Leser: Schaut erst hinten ins Buch, legt euch die Playlist bereit und lasst euch dann von der Geschichte und der Musik davontragen.Fazit: Ein absolut lesenswerter, emotionaler Roman, der den Blick auf unsere Mitmenschen verändert.
Zwischen Absturz und Aufbruch - ein wichtiges Thema unaufgeregt aufbereitet
Bohm lebt seit Jahren auf der Straße, begleitet allein von seinem Hund Fox, der ihm zu einem unverzichtbaren Anker geworden ist. Über seine Vergangenheit legt sich lange ein Schleier des Schweigens. Nur schemenhaft wird deutlich, dass ihn eine Schuld begleitet, vor der er sich nicht nur räumlich, sondern auch innerlich zu entziehen versucht. Der ungeöffnete Brief in seinem Rucksack wirkt dabei wie ein stummes Symbol für all das Verdrängte. Alina hingegen bewegt sich in einer gänzlich anderen Welt. Als Journalistin sieht sie sich mit dem schleichenden Stillstand ihrer Karriere konfrontiert, und die geplante Reportage über Obdachlosigkeit erscheint ihr als letzte Möglichkeit, beruflich wieder Fuß zu fassen.Die Begegnung dieser beiden so unterschiedlichen Lebensentwürfe bildet den Kern des Romans und gerade die Art, wie sich Bohm und Alina einander annähern, hat mich besonders überzeugt. Diese Annäherung vollzieht sich leise, beinahe tastend, frei von jeglicher Überzeichnung. Es sind die unscheinbaren Momente, die Blicke, die Pausen zwischen den Worten, in denen sich eine vorsichtige Vertrautheit andeutet, ohne je vollständig greifbar zu werden. Zugleich bleibt stets eine Distanz spürbar, als wüssten beide Figuren um die Fragilität dieser Verbindung.Der Perspektivwechsel zwischen Bohm und Alina verleiht der Erzählung eine wohltuende Vielschichtigkeit. Er eröffnet nicht nur Einblicke in zwei gänzlich verschiedene Lebensrealitäten, sondern legt auch die inneren Brüche beider Figuren offen. Bohms stille Resignation, seine Müdigkeit und zugleich seine Fähigkeit zur Zuneigung, insbesondere gegenüber Fox, stehen Alinas wachsendem Zweifel an ihrem beruflichen und persönlichen Lebensentwurf gegenüber. Diese Gegenüberstellung wirkt nie konstruiert, sondern entfaltet eine leise, überzeugende Authentizität.Sprachlich zeichnet sich der Roman durch eine zurückhaltende, beinahe unaufdringliche Präzision aus. Gerade im Verzicht auf Pathos liegt seine Stärke. Die emotionalen Momente entstehen aus der Situation heraus und wirken dadurch umso nachhaltiger. Besonders Bohms Perspektive hat bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen, da sie mit wenigen Worten eine bemerkenswerte Tiefe erreicht.Lediglich das Ende erschien mir etwas abrupt, beinahe zu schnell herbeigeführt, sodass ich mir gewünscht hätte, noch einen Moment länger in dieser erzählten Welt verweilen zu können.Insgesamt ist „Solange ein Streichholz brennt“ kein lauter Roman, sondern ein stilles, eindringliches Porträt zweier Menschen, deren Wege sich unter ungewöhnlichen Umständen kreuzen. Es ist weniger eine klassische Liebesgeschichte als vielmehr eine behutsame Annäherung an Fragen von Nähe, Verlust und der Fragilität menschlicher Existenz.
Bleibt im Gedächtnis
Christian Huber schreibt einfach besondere Geschichten. Schon "Man vergisst nicht, wie man schwimmt" hat mich berührt und auch "Solange ein Streichholz brennt" ist außergewöhnlich - locker & leicht geschrieben, aber inhaltlich ein Schwergewicht.Mit Bohm, der seit 5 Jahren auf der Straße lebt, und Alina, der Fernsehjournalistin, lässt er zwei Charaktere aus komplett gegensätzlichen Welten aufeinander treffen und macht daraus eine zutiefst berührende (Liebes-)Geschichte.Christian Huber wirft zudem einen kritischen Blick auf die Medienwelt und greift mit Obdachlosigkeit ein aktuelles Thema auf. Er beschreibt das Leben auf der Straße realistisch, menschlich & ohne zu bewerten - und wie leicht einem Menschen das Leben entgleiten kann. Ein Buch, das bewegt, nachdenklich macht & im Gedächtnis bleibt. Bitte unbedingt lesen. Empfehlen kann ich beim Lesen auch das Anhören der Playlist.
Großartig
"Solange ein Streichholz brennt" von Christian Huber hat mir wahnsinnig gut gefallen. Die Geschichte handelt über einen gefallenen Mann, der sein Leben auf der Straße fristet. Über Umwege finden sich Alina und Bohm. Alina, eine junge Journalistin möchte über das Leben auf der Straße berichten. Bohm soll ihr seinen Alltag zeigen, dafür erhält er Geld, das er dringend benötigt. Alina und Bohm kommen sich näher, doch die Wahrheit ist hart und gnadenlos.Christian Huber hat eine sensible aber auch schnörkellose Art zu schreiben, die mir sehr imponiert. Die Seiten flogen nur so dahin und ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen.Besonders gut hat mir die Zeichnung der Charaktere gefallen. Bohm ist authentisch, verletzlich und zugleich hart im Nehmen. Die Beschreibung der Szenerie ist detailliert, sodass ich das Gefühl hatte, mit dabei zu sein.Ein toller Autor, ein wundervolles Buch. Gerne mehr davon.
Eines der berührendsten Bücher, die ich seit langem gelesen
Die Geschichte um die junge Fernsehjournalistin Alina und den Obdachlosen Bohm hat mich zutiefst berührt und wird noch lange in mir nachhallen. Alina hat von ihrem TV-Sender den Auftrag eine Reportage über obdachlose Menschen zu drehen. Auf diese Weise kreuzen sich die Wege der beiden. Christian Huber zeichnet das Leben auf der Straße ungeschönt, ohne dabei ins Reißerische zu verfallen. Entbehrungsreich und mitunter die Grenzen der Legalität deutlich überschreitend schlägt Bohm sich von Tag zu Tag durch. Er lebt ohne Pläne und Perspektive, nur getrieben von einer Vergangenheit, vor der er sich zu verstecken versucht.Doch auch Alinas bürgerliches Leben ist nicht frei von Sorgen. Sie steckt mit Ihrer Karriere in einer Sackgasse und muss sich dem zunehmend übergriffigeren Verhalten ihres Vorgesetzten erwehren. Besonders eindrücklich ist die Begegnung dieser beiden so unterschiedlichen Menschen, die einander überraschend vorurteilsfrei und auf Augenhöhe begegnen. Gerade in dieser leisen Annäherung liegt die Stäke des Romans. Ohne Klischees, Plattitüden oder Vorurteile entfaltet sich die Liebesgeschichte, die uns zeigt, dass es sich oftmals lohnt, einen Blick hinter die Fassade zu blicken und Menschen auf einer menschlichen Ebene zu begegnen. Abschließend überzeugt der Roman durch seine stille Intensität und die glaubwürdige Zeichnung seiner Figuren. Eine berührende, klug erzählte Geschichte, die lange nachwirkt, daher von mir 5 von 5 Sternen.
Absolut lesenswert
Dieses Buch ist absolut lesenswert. Zwei Menschen aus völlig unterschiedlichen Welten treffe einander und haben, wie es menschlich ist, zu Beginn Vorbehalte und Vorurteile. Vielleicht hat man diese Vorurteile auch als Leser, besonders gegenüber Obdachlosen. Nachdem man dieses Buch gelesen hat, sieht man die Obdachlosen mit anderen Augen.Ich finde, von Beginn an sind einem beide Hauptpersonen sympathisch. Bohm der Obdachlose, über den man nach und nach mehr erfährt, aber erst gegen Ende aufgelöst wird, warum er eigentlich auf der Straße lebt. Aber auch Alina findet man gleich sympathisch. Man kann das Buch nicht aus der Hand legen. Man möchte wissen, wie sich die beiden nahe kommen, was sich zwischen ihnen entwickelt. Eine Liebesgeschichte der anderen Art. bei der man nicht gleich voraussieht, was passiert.Ein absolut lesenswertes Buch.
Mitten aus dem Leben
Der Roman ist mitten aus dem Leben gegriffen und beschäftigt sich mit aktuellen Themen wie Obdachlosigkeit, zweite Chancen, Flucht, Schuld, sozialen Randgruppen, Liebe und vielen weiteren.Im Mittelpunkt der Handlung stehen Bohm und Alina Alev.Bohm ist mitte dreißig, obdachlos und lebt seit fünf Jahren auf der Straße.Alina ist eine junge Journalistin, deren Karriere ins Stocken geraten ist. Nun soll eine Reportage über Obdachlose ihre Chance sein, sich im Job zu behaupten.Bei ihren Recherchearbeiten trifft sie auf Bohm und will über seinen Alltag berichten.Dieser lehnt zunächst ab, aber dann nähern sich die beiden an.Viel unterschiedlicher als Bohm und Alina könnten zwei Menschen kaum sein und trotzdem entwickelt sich etwas zwischen den beiden. Der Autor berichtet im Wechsel aus der Perspektive der Protagonisten und schafft dadurch Nähe zu den beiden, die ausgesprochen authentisch wirken. Mich hat das Buch von der ersten Seite an gefesselt und durch seinen intensiven Schreibstil berührt. Ich wollte unbedingt erfahren, wie es dazu kam, dass Bohm auf der Straße gelandet ist und natürlich auch, wie es zwischen ihm und Alina weitergeht. Christian Huber hat mit seinem Roman eine außergewöhnliche Liebesgeschichte geschaffen, die zeigt wie leicht man unverschuldet auf der Straße landen kann, die Skrupellosigkeit der Medienbranche beleuchtet und damit zum Nachdenken anregt.
In deinen grünen Augen
Solange ein Streichholz brennt ein Roman von Christian Huber (dtv)Bohm hatte die Hand auf der Klinke, da sagte die Sozialarbeiterin: „Hast du den Brief aufgemacht, Bohm?“„Nein“, sagte er. ohne den Kopf zu drehen.„Mach ihn auf!“, hörte er in seinem Rücken. „Egal, was es ist, Probleme verschwinden nicht von allein.“Kommt darauf an, wie weit man läuft, dachte Bohm und ging. (S. 22)Während ich diesen Text verfasse, höre ich, rückblickend zu der Lektüre von Christian Huber, die Tracklist, die Musik zum Buch. Ganz einfach über den QR-Code am Ende des Buches abrufbar, wunderbar passend und inspirierend! Ja, auch ich finde Portishead unheimlich cool!Alina und Bohm, vermutlich sind sie gar nicht so unterschiedlich, wie es auf den ersten Blick erscheint. Alina eine junge Fernsehjournalistin, die sich im Kreis dreht und das nicht so richtig wahrhaben will, trifft auf Bohm, einen Obdachlosen, der scheinbar etwas zu verbergen hat. Beide Protagonisten sind sympatisch, witzig und passen wie die Faust aufs Auge. Doch kann das sein? Darf das sein? Jeder hat Erwartungen zu erfüllen. Ist es möglich den zugewiesenen Rollen zu entfliehen, etwas zu vermischen, was nicht sein darf? Vielleicht, denn dieser Roman ist so viel mehr als eine Liebesgeschichte in Köln. Wir lesen einen Abriss einer Branche, die neben den Informationen auch die Sensationssucht der breiten Masse bedient. Paralell dazu sehen wir ein Leben am Rande der Gesellschaft. „Solange ein Streichholz brennt“ ist ein Streifzug durch unsere Gesellschaft, unsere Sichtweisen und wie sich alles ganz einfach beeinflussen lässt. Ein Hoffnungsschimmer sind die Menschen, die sich engagieren und Mitgefühl zeigen.Neben den tollen Figuren und dem pulsierenden Setting ist der Text des Autors wunderbar einfach zu lesen und beinhaltet viele Zwischentöne, die eine Gänsehaut erzeugen. So entwickelt die detailreiche Geschichte eine Eigendynamik und ist eine wunderbare Lektüre, der man sich nicht entziehen kann.Fazit: Lasst uns einfach ein wenig menschlicher sein und mit offenen Augen durch diese Welt gehen. Jeder hat eine Geschichte und jeder verdient es respektvoll und ohne Vorurteile gesehen und behandelt zu werden. Manchmal weiß man nicht, wer da vor einem steht, doch es lohnt sich Fragen zu stellen und hinter die Fassade zu blicken. Vielleicht möchte dieser Jemand doch gesehen werden und verdient eine zweite Chance oder einen Neuanfang?! Auf alle Fälle muss man diese Buch lesen, es ist richtig gut!
Veranstaltungen & Medientermine
Christian Huber liest aus ›Solange ein Streichholz brennt‹
Quellenstraße 7
70376 Stuttgart
Christian Huber liest aus ›Solange ein Streichholz brennt‹
Bachmannstr. 2-4
60488 Frankfurt am Main
Christian Huber liest aus ›Solange ein Streichholz brennt‹
Wilhelm-Nieswandt-Allee 100
45326 Essen
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Wirklich ein sehr, sehr gutes Buch.
Tommi Schmitt, 21.04.2026
Der Spiegel
Eine wendungsreiche, berührende Liebesgeschichte.
18.04.2026
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17.04.2026
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›Solange ein Streichholz brennt‹ ist das ideale Buch für alle, die eine ganz außergewöhnliche Liebes...geschichte lesen wollen. Ich habe auf jeder Seite gelacht, geweint und gehofft. mehr weniger
Sabine Abel, 14.04.2026
Apokalypse & Filterkaffee Podcast
Das Buch berührt mich sehr. (…) Allen dringend ans Herz gelegt.
Micky Beisenherz, 11.04.2026
Kölner Stadt-Anzeiger
Dieses Buch ist ein Zaubertrick.
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BR24
›Solange ein Streichholz brennt‹ ist Christian Hubers ehrlichstes Buch. Er schreibt über komplexe Fi...guren, auch die Männerfiguren zeigen mehr emotionale Facetten als nur Wut und Grant. mehr weniger
Kathrin Hasselbeck, 26.03.2026
Event Magazin
Mitreißende Liebesgeschichte über soziale Grenzen hinweg. Ein bewegender Roman.
Jessica Gartzke, 26.03.2026
WDR 2
Keine typische Liebesgeschichte … die Emotionen fahren Achterbahn, bis am Ende klar wird, wovor Bohm... davongelaufen ist. Das ist ungemein spannend, hat ein bisschen was von einem modernen Märchen, man kann sich keineswegs sicher sein, dass es gut ausgeht … Christian Huber ist ein sehr feiner Beobachter. mehr weniger
Christine Westermann, 23.03.2026