Der neue Roman des SPIEGEL-Bestsellerautors | »Der Mann kann schreiben!« Olli Schulz
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Solange ein Streichholz brennt
Bohm lebt seit fünf Jahren auf der Straße. Wie er aus seinem früheren Leben gerutscht ist, darüber schweigt er. Er besitzt so gut wie nichts. Einen alten Rucksack. Geschnitzte Holzmäuse. Einen Brief, den er nicht öffnen will. Mit seinem Hund Fox kämpft er sich durch die Tage und Nächte.
Hat jemand eine Chance auf die Liebe, der keine Chance im Leben hat?
Die junge, einst aufstrebende Fernsehjournalistin Alina steckt fest. Im Job und in der Angst zu scheitern. Ihre letzte Chance auf eine TV-Karriere scheint eine Reportage über das Leben auf der Straße zu sein.
Alina findet Bohm.
»Der Wind fegte über den Markt. Die Plane des Pavillons nebenan, an dem jemand Kerzen verkaufte, blähte sich auf, dass das Gestänge der Konstruktion schwankte. Unterdessen war eine junge Frau herangetreten. Braune Locken, ein teuer aussehender Mantel. Augenringe, die durch ihr Make-up schimmerten. Sie beugte sich vor, griff sich eine von Bohms Holzmäusen und legte sie wieder zurück. Dabei streifte ihr Blick den von Bohm für den Bruchteil einer Sekunde.«
Plötzlich ist da etwas zwischen ihnen. Etwas, das nicht sein kann. Und ein Geheimnis, das ans Licht drängt.
Christian Hubers mitreißende Liebesgeschichte über soziale Grenzen hinweg. Ein bewegender Roman über Schuld und Vergebung, über Liebe und Flucht. Und über die Kraft eines einzigen Moments, der so viel erzählen kann wie ein ganzes Leben.
Mit Playlist als Soundtrack zum Buch!
Bereits gelesen, bereits begeistert:
»Das ist anders. Vor allem ist es anders gut! Ich war direkt gefangen und konnte nicht mehr aufhören zu lesen!« CHRISTOPH KRAMER
»Man lacht, weint, fühlt und liebt mit. Lesen Sie diese außergewöhnliche Love-Story!« LEON WINDSCHEID
»Ein Buch, als würde man einem anderen Leben zuhören. Einem, das sonst kaum zu Wort kommt. Große Empfehlung.« LAURA LARSSON
»Keine typische Großstadt-Romanze, sondern eine echte Geschichte, die einen einsaugt.« TAHSIM DURGUN
»Ein Porträt zweier Welten voller Abgründe, Selbstzweifel und Liebe. Zwei Menschen, die sich und uns ganz nahestehen.« JOY DENALANE
Bibliografische Daten
3. Auflage
Christian Huber
Christian Huber, geboren in Regensburg, schreibt für Print, Online, Fernsehen und die Bühne. Mit dem Team von Jan Böhmermanns »Neo Magazin Royale« wurde er u. a. für die Goldene Kamera und den Deutschen Comedypreis nominiert. Sein Podcast »Gefühlte Fakten« zählt zu den beliebtesten Deutschlands. Sein Roman »Man vergisst nicht, wie man schwimmt« eroberte sofort die Bestsellerlisten. Der Autor lebt in Bayern.
1 - 10 von 173 Leserstimme
Ein Buch das unter die Haut geht und man muss Bohm einfach lieb haben
Ich hatte schon viel von diesem Buch gehört und dachte ich bilde mir selbst mal eine Meinung. Bohm ist ein Obdachloser. Er hat nicht viel Eigentum. Einen alten Rucksack und seine Holzmäuse, die er selber schnitzt. Er kämpft sich durch die Tage und Nächte. Alina eine Journalistin die in einer Krise im Beruf steckt, soll eine Sensation machen, eine Dokumentation über einen Obdachlosen. Bohm lässt sich darauf ein um seinem Hund die OP zu ermöglichen. Die beiden lernen sich kennen und Alina begleitet Bohm in seinem Alltag. Dieser Roman ist sehr bewegend. Erst viel später erfährt man warum Bohm in dieser Situation ist. Ein Thema das Obdachlosigkeit behandelt, Dieser wird ja oft im Alltag übersehen. Ich frage mich schon oft, warum leben diese Leute auf der Strasse. Er erzählt das man im Fernsehgeschäft auch schon mal über Leichen geht. Der Schreibstil hat mir sehr zugesagt. Man kann sich in beide hineinversetzen, Ihr Denken, Fühlen und Handeln. Beide Protagonisten sind sehr authentisch dargestellt. Ich bin froh, das es wirklich soziale Einrichtungen gibt, diese Menschen zu unterstützen. Auch um die warmen Mahlzeiten an einem Tag. Bei dem vielen ungegepflegten Äusserem weiss man nie, was für eine Seele dahintersteckt. Das Buch kann ich wärmstens empfehlen. Absolut 5 Sterne wert.
Spiegel der Gesellschaft
"Das ist Bohm. Er ist sechsunddreißig Jahre alt. Seit fünf Jahren lebt er auf der Straße. Was ist ihm passiert? Und was bedeutet eine Existenz am Rand der Gesellschaft?" (S. 179)So soll der Trailer einer Reportage, an der Alina arbeitet, starten. Ein TV-Format, das Schicksale wie das des Obdachlosen Bohm in den Fokus rücken will. Das Redaktionsteam, allen voran Alinas Kollege Jakob, ist dabei natürlich in erster Linie auf Quote aus. Der Hebel dafür: Die Zuschauer müssen sich erhaben fühlen. Womit sie im echten Leben möglichst nicht in Berührung kommen wollen, holen sie sich dank Voyeurismus ins eigene Wohnzimmer.Mit professioneller Distanz begleitet Alina Bohm durch triste bis nervenaufreibende Tage. Doch obwohl der Fremde sie konsequent auf Abstand hält, entsteht bald eine Verbindung, die weit über journalistische Neugier hinausgeht.Mit "Solange ein Streichholz brennt" liefert Christian Huber einen Roman, der unter die Haut und mitten ins Herz geht. Schließlich begegnen wir wohl alle täglich Menschen wie Bohm. Vielen wahrscheinlich sogar über Jahre hinweg, weil sie fest zu den Straßen gehören, auf denen sie leben. Mir geht dabei immer derselbe Satz durch den Kopf: Sie waren einmal ein Baby, dessen Geschichte noch nicht geschrieben war. Was muss geschehen, damit ein Mensch auf der Straße landet? Wie viel "Schuld" trägt er selbst? Und gibt es überhaupt einen Weg zurück?Doch das sind nicht primär Hubers Fragen. Er stellt vor allem zwei Welten einander gegenüber: die Gewinner und die Verlierer unserer Gesellschaft. Aber sind diese Kategorien so eindeutig? Sind es nicht vielmehr die, die sich über andere erheben, von denen man sich kritisch distanzieren sollte? Jene, die meinen, ihnen gehöre alles, auch das Leben anderer. Nicht die, denen oft unverschuldet das Leben entglitten ist. Der Autor erinnert daran, dass hinter jedem Vorurteil eine Geschichte steckt, die wir meist nicht kennen. Und der Roman wirft einen kritischen Blick auf den Umgang der Medien mit menschlichem Leid und hält uns dabei den Spiegel dicht vor die eigene Nase.Es ist ein Roman über Würde, Schuld, Mitgefühl und die Frage, wie schnell jeder von uns auf der anderen Seite stehen könnte.
Eine berührend andere Liebesgeschichte
Romane über soziale Ausgrenzung laufen Gefahr, entweder in sentimentale Betroffenheitsliteratur oder in moralische Belehrungen abzugleiten. "Solange ein Streichholz brennt" von Christian Huber umgeht beide Fallen erstaunlich souverän. Der Roman erzählt die Begegnung zweier Menschen, deren Lebenswelten kaum weiter auseinanderliegen könnten: Bohm, der seit Jahren auf der Straße lebt, und Alina, eine Journalistin, deren berufliche Existenz auf dem Spiel steht. Daraus entwickelt sich keine gewöhnliche Liebesgeschichte, sondern eine Erzählung über Würde, Schuld und die Frage, wie schmal der Grat zwischen gesellschaftlicher Teilhabe und sozialem Absturz tatsächlich ist.Besonders gelungen erscheint mir, dass Huber Obdachlosigkeit weder romantisiert noch ausschließlich als gesellschaftspolitisches Argument verwendet. Bohm bleibt ein Mensch mit Brüchen, Widersprüchen und Eigenverantwortung. Gerade diese Ambivalenz macht die Figur glaubwürdig. Auch sprachlich überzeugt der Roman durch eine bemerkenswerte Balance aus Leichtigkeit und Ernst. Die Handlung liest sich flüssig, verliert dabei aber nie den Blick für die existenziellen Fragen, die unter der Oberfläche mitschwingen. Ich habe den Eindruck, dass der Autor seinen Figuren mit Respekt begegnet, ohne sie vor den Konsequenzen ihrer Entscheidungen zu schützen.Dennoch hätte ich mir an einigen Stellen mehr analytische Schärfe gewünscht. Die strukturellen Ursachen von Armut, sozialem Ausschluss und medialer Inszenierung werden zwar sichtbar, bleiben jedoch überwiegend Hintergrund der persönlichen Geschichte. Das funktioniert als Roman ausgesprochen gut, lässt aber philosophische und gesellschaftliche Anschlussfragen bewusst offen. Gerade diese hätten dem Buch noch eine zusätzliche Ebene verleihen können.Fazit: Ungeachtet dessen ist "Solange ein Streichholz brennt" ein kluger und berührender Roman, der Empathie nicht einfordert, sondern entstehen lässt. Er vertraut darauf, dass gute Literatur keine Urteile sprechen muss, um den Blick des Lesers nachhaltig zu verändern.
Streichholzspielerein
Die Geschichte beginnt zur Karnevalszeit in Köln und das Wetter ist entsprechend eisig. Die junge Journalistin Alina wird im Sender aufs Abstellgleis gestellt, doch dann bitte sie der schöne und beliebte Schauspieler Jakob um ihre Mithilfe bei seiner geplanten Talkshow. Sie soll eine Reportage über eine Obdachlosen drehen. Natürlich nutzt sie Chance und trifft bald auf Böhm.Er ist ein Einzelgänger, der seinen Wodka zum Aufwachen und zum Einschlafen braucht. Er schnitzt „Million Dollar“- Mäuse, die er auf dem Markt verkauft. Als ihm eines Tages ein Hund folgt, überzeugt ihn ein junges Mädchen ihn zu behalten. Als Alina auf Bohm aufmerksam wird, macht sie ihm etwas ungeschickt ein Angebot, dass er ablehnt. Trotzdem gab es etwas zwischen ihnen, ein vages unklares Gefühl. Erst als Böhms Hund bei einer Kneipenschlägerei verletzt wird, braucht Böhm viel Geld für den Tierarzt und bittet Alina um Hilfe.Am Anfang stand für mich die Frage, wo diese Geschichte wohl hinführen könne? Doch dann kam Fahrt in die Handlung. Es ist faszinierend, wie es Christian Huber es geschafft hat, dass Kleinigkeiten wie Zahnräder ineinandergreifen und am Ende Sinn ergeben. Dabei gibt es auch witzige Szenen, so steigt Böhm als Rache in eine Wohnung ein und duscht dort. Meine Frage lautet da nur: „Wer putzt zwei Stunden für 20 €?Beide Protagonisten machen eine große Entwicklung durch und erleben viele intensive ehrliche Momente miteinander. Wie oft fragte ich mich, gerade wenn ich einen Obdachlosen nicht direkt abstoßend findet, wie ist er auf der Straße gelandet? Hier konnte ich es am Leben von Böhm nachlesen und ich fand es sehr interessant und berührend.
Ein Buch mit Sogwirkung
Ich habe das Buch kaum aus der Hand legen können. Anfangs war ich skeptisch wegen der Liebesgeschichte, die schon der Klappentext andeutet, aber das hat sich beim Lesen immer weiter verstreut. Das Thema des Buchs ist kein einfaches. Ich lebe in Köln und Obdachlose sind ein gewohnter Anblick. Ich finde es gut, dass ihnen in diesem Buch ein Gesicht geschenkt und ein Blick hinter ihr Schicksal - in diesem konkreten Fall in das von Bohm - geworfen wird. Bohms Leben ist hart, er ist immer auf der Suche - nach Essen, einem Schlafplatz und Schutz. Menschen begegnen ihm häufig mit Abscheu und Abweisung. Anders ist es mit Alina, Mitarbeiterin bei einem TV Sender und auf der Suche nach einem Obdachlosen, den sie für eine Reportage porträtieren möchte. Bohm reagiert ablehnend darauf, geht aber letztendlich wegen einer Notsituation doch darauf ein. Im Rahmen der Dreharbeiten lernen die beiden sich besser kennen. Schnell wird klar, dass es etwas in Bohms Vergangenheit gibt, über das er nicht sprechen möchte, was aber dazu geführt hat, das er sein Leben nun auf der Straße führt. Mir hat die Interaktion zwischen Bohm und Alina gefallen. Stück für Stück erfährt man mehr über die Hintergründe der beiden. Neben dem Leben in der Obdachlosigkeit wird auch ein Blick hinter die Kulissen der Medienbranche geworfen, was ebenfalls interessant war.Das Buch hat meinen Blick für die Not der Obdachlosen geschärft. Es hat mich bewegt und berührt, ist voller Melancholie und Tragik, aber auch positiver Momente und Hoffnung.
Alina und Bohm
Alina erhält von ihrer Redaktion und ihrem Kollegen Jakob die Chance, eine Reportage über einen Obdachlosen zu drehen. Eine Sozialarbeiterin gibt ihr den Tipp, den Obdachlosen Bohm anzusprechen. Auch wenn ich es mir als Leserin schwer vorstellen kann, springt bereits bei der Begegnung der beiden ein kleiner Funke über. Alinas Kollege Jakob bildet das Kontrastprogramm zu Bohm und es lässt sich wohl nicht vermeiden, dass sich der Autor hier einiger Klischees bedient. Christian Huber beschreibt mit flüssigem Schreibstil abwechselnd, wie Alina und Bohm die Situationen aus ihrer Sicht erleben. Kollege Jakob taucht zwischendurch immer wieder als Störfaktor auf und zeigt, dass eine schöne Fassade in zwischenmenschlichen Beziehungen nicht ausreicht.Ich hatte anfangs Bedenken, mich an diesen Roman heranzuwagen, aber zum Glück wird hier nicht so sehr auf die Tränendrüse gedrückt wie ich befürchtet hatte. Vor allem Bohms Situation wird ziemlich realistisch beschrieben. Deshalb ein Buch dass ich gerne weiterempfehle.
Milieu
Ein einsamer Obdachloser. Eine Reporterin, die das echte Leben filmen möchte. Und ein Hund, der dringend medizinische Hilfe benötigt. Das ist die Ausgangslage in „Solange ein Streichholz brennt“.Böhm lebt seit Jahren auf der Straße. Sein treuer Begleiter ist Hund Fox. Als er auf Reporterin Alina trifft, sagt er ihr zwecks Interview ab. Ehe sein Hund eine kostspielige Operation benötigt. Doch es bleibt nicht bei einem Interview- Alina deckt Böhms geheime Vergangenheit auf…Ich finde die Romanidee der Millieustudie gut. Beispielhaft werden Alina und Böhm ausgewählt, um Klassenunterschiede in der Gesellschaft aufzuzeigen. Und Autor Christian Huber geht es auch nicht schlecht an. So bedient er sich einfacher, alltagsnaher Sprache zwischen Alina und Böhm. Insgesamt ist die Sprache eher nüchtern und unaufgeregt, wenn es nicht gerade um Alinas Job oder Böhms Vergangenheit geht. Aber genau diese Sprache macht den Roman leicht lesbar und lenkt den Blick auf das alltägliche, was ja im Mittelpunkt steht.Besagtes alltägliche sind Dinge wie Spaziergänge, U— Bahn Fahrten oder Weihnachtsmarkt Besuche. Hier spart Böhm sich alles zusammen und wird trotzdem beschuldigt und von anderen, wie Alinas Kollegen Jakob oder dem Kontrolleur in der Bahn, beschuldigt, unrechtmäßig zu handeln. Dadurch ist der Roman voller Klischees und zeigt, was die Menschen über Obdachlose denken. Hier hätte ich mir Böhms Gefühle und Gedanken, sei es im Gespräch mit Kerstin oder mit Fox, zu dem Thema gewünscht. Oder tiefe Eindrücke von Alina. Vielleicht als Tagebuch? Die Gedanken, die geäußert werden, sind nur klischeehaft und nichts sagend. Gefallen hat mir wiederum, dass es eine Moral gibt. Alina gibt Böhm Halt, er schafft es, seine familiären Angelegenheiten zu klären und blickt in die Zukunft. Es ist klar, was die nächsten Schritte sind und wie es weitergeht. Das fehlt manch anderen in Böhms Situation. Insgesamt ein gelungener Sozialroman, auch wenn ich mir tiefere Auseinandersetzung mit dem Klischees gewünscht hätte. Vier Sterne.
Bohm und das Leben
Das Buch packt einen von der Story-Idee her. Und so richtig packt es einen dann nochmal, wenn der Obdachlose Bohm um das Leben seines Hundes Fox um Leben und Tod kämpft, der unglücklicherweise bei einer Schlägerei mit dem Messer lebensgefährlich verletzt wurde.Um ihn zu retten springt Bohm über alle Schatten und ruft die Journalistin Alina an um einzuwilligen, die Reportage im Fernsehen doch mit ihr zu machen: eine Woche Begleitung im Leben eines Obdachlosen. Für Fox's Rettung...Alina hatte wenige Tage zuvor Bohm auf der Straße getroffen und ihn um eine Reportage über sein Leben gebeten. Für Alina war dieser Auftrag ihres neuen Vorgesetzten Jakob beim Fernsehen die Rettung in ihrer schlecht laufenden Karriere.Zunächst hatte Bohm abgesagt, aber dann passierte das Unglück mit Fox. Alina organisiere, dass das Fernsehen die OP Kosten für Fox übernimmt.Wechselnde Kapitel zwischen Alina und Bohm zeigen deren Leben, ihre Gedanken, Gefühle und gemeinsamen Tage auf. Absolut herzzerreißend sind die Szenen nach Fox's Unglück, das gleichzeitig Bohm als gefühlvollen, besorgten Menschen zeichnet. Er würde alles für Fox tun!Alina dagegen erscheint etwas farblos, verliert ihr Herz während der Woche mit Bohm, aber auch Jakob, ihr Vorgesetzter, streift ihr Herz... bis sie Jakob noch ganz anders kennenlernt...Alina ist erpicht auf ihre Reportage, genug Material über Bohm zu sammeln, sie recherchiert über Bohm und stellt die Arbeit während ihrer gemeinsamen Zeit in den Vordergrund obwohl in ihr schon etwas anderes abläuft...Am Anfang ist für mich Fox der Hauptprotagonist dieses Romans, man schließt ihn ins Herz und leidet mit ihm!Und auch Bohm kommt sympathisch rüber.Allerdings gibt es einige Wendungen, die überraschend den Verlauf bestimmen.Es ist eine große Story, die durch viele Fäden versponnen wird.Phasenweise zu Tränen rührend.Am Ende des Romans blickte ich anders darauf als zu Beginn. Final passiert noch viel, was die Geschichte sehr rund macht. Thematisiert ist dabei gar nicht nur Obdachlosigkeit sondern auch Alkohol, im Stillen gepaart mit Depressionen oder Unverarbeitetem und was es aus einem machen kann!Es ist ein wirklich gutes Buch!
Wie entgleist ein Leben?
Ich weiß nicht, wann mich das letzte Mal ein Buch dermaßen gepackt hat, dass ich es nicht aus der Hand legen konnte."Solange ein Streichholz brennt" von Christian Huber hat dieses Wunder vollbracht.Bohm lebt seit fünf Jahren auf den Straßen Kölns, alkoholkrank und immer auf der Suche nach einem sicheren Schlafplatz. Warum bleibt lange im Dunkeln. Alina, Journalistin bei einem Fernsehsender, lebt auf der Sonnenseite des Lebens, noch. Doch ihr Job steht auf der Kippe, ihre letzte Chance ist eine Reportage über Obdachlose. So treffen die beiden Protagonisten aufeinander. Und während Alina Bohm mit der Kamera begleitet, beginnen sich bei beiden Prioritäten zu verschieben, Gewissheiten zu verschwimmen und Gefühle zu ändern. Mit seinem leichten aber trotzdem tiefgründigen Schreibstil erzählt uns Christian Huber eine Geschichte die unter die Haut geht. Er stellt uns als Gesellschaft bloß, der es zunehmend an Empathie mangelt, in der Egoismus und Vorurteile vorherrschen, der jegliches Verständnis und Mitgefühl für Menschen fehlt, die nicht dem eigenen Weltbild entsprechen. Und es kann letztendlich jeden treffen.Aber er macht auch Hoffnung, gibt den Anstoß genauer hinzuschauen, denn manchmal sind es Kleinigkeiten, die eine Veränderung bewirken.Für mich ist "Solange ein Streichholz brennt" ein absolutes Lesehighlight das mich tief berührt hat. Klare Leseempfehlung.
Wir brauchen mehr Drama
Der Grundkonstellation zufolge befürchtete ich eine rührselige Geschichte gespickt mit allerlei Unwahrscheinlichkeiten, in etwa so ein modernes umgekehrtes Aschenputtel-Ding. Und dass es dann tatsächlich zu einer Romanze kommt, wertet das Buch für mich nicht unbedingt auf. Dennoch wurde mir beim Lesen bewusst, dass ich das Thema "Obdachlosigkeit" wie die meisten Menschen meide, sondern auf Straßen und Plätzen eher einen Bogen um diese Personen mache.Offensichtlich hat sich Huber dieses Milieus kundig gemacht, denn durch eine detaillierte, nüchterne Sicht führt er uns vor Augen, dass man diese Situation ohne Alkohol- oder Drogenkonsum kaum aushält, was der Verlust eines Schlafsacks bedeutet und dass man sich die Gesellschaft eines Hundes auch erst einmal leisten können muss. Ob es an den verbreiteten Vorurteilen liegt, dass ich Alinas aufkommende Sympathie nicht so recht nachvollziehen kann? Oder zeigt das besonders deutlich, wie der Blick sich wandelt, sobald man hinter die Fassade schaut?Ein stark emotionales Element kommt durch die Hündin Fox ins Spiel, deren unschuldige Zutraulichkeit den menschlichsten Faktor der ganzen Story darstellt und in der sich sowohl die positivsten als auch die negativsten Eigenschaften derjenigen, die auf sie reagieren, spiegeln.Lange spannt uns Huber auf die Folter, bis er die Frage beantwortet, was Bohm so aus der Bahn warf, die eigentlich als Thema einer Fernsehsendung vorgesehen war. Huber kennt sich offensichtlich aus im Dschungel von Film und Fernsehen, das kann man schon aus seinen Referenzen ersehen. Medienkritisch gibt er uns Einblick in die Mechanismen, wie Realitysoaps menschliche Schicksale ausschlachten und Unbedarfte zu Voyeuren machen: das Protokoll der Redaktionssitzung zu Beginn des dritten Teils ist Zynismus pur. Man fragt sich, wer der deformiertere Charakter ist: der stinkende Obdachlose oder der erfolgreiche Showmaster.Das alles erfasst der Autor in einem geradlinigen, ungekünstelten Schreibstil mit einer filmreifen Betonung der Dialoge.
Pressestimmen
Keine typische Liebesgeschichte … die Emotionen fahren Achterbahn, bis am Ende klar wird, wovor Bohm... davongelaufen ist. Das ist ungemein spannend, hat ein bisschen was von einem modernen Märchen, man kann sich keineswegs sicher sein, dass es gut ausgeht … Christian Huber ist ein sehr feiner Beobachter. mehr weniger
Christine Westermann, 23.03.2026
Erfrischend und lebensnah.
Deborah von Wartburg, 01.06.2026
Feinfühlig und gleichzeitig mit dem Mut zu brachialer Ehrlichkeit erzählt Huber von Gefühlen, die ni...cht sein dürfen - und davon, wie schnell ein Leben entgleiten kann. mehr weniger
30.04.2026
Wirklich ein sehr, sehr gutes Buch.
Tommi Schmitt, 21.04.2026
Eine wendungsreiche, berührende Liebesgeschichte.
18.04.2026
Eine wendungsreiche, berührende Liebesgeschichte.
17.04.2026
›Solange ein Streichholz brennt‹ ist das ideale Buch für alle, die eine ganz außergewöhnliche Liebes...geschichte lesen wollen. Ich habe auf jeder Seite gelacht, geweint und gehofft. mehr weniger
Sabine Abel, 14.04.2026
Das Buch berührt mich sehr. (…) Allen dringend ans Herz gelegt.
Micky Beisenherz, 11.04.2026
Dieses Buch ist ein Zaubertrick.
Kerstin Meier, 28.03.2026
›Solange ein Streichholz brennt‹ ist Christian Hubers ehrlichstes Buch. Er schreibt über komplexe Fi...guren, auch die Männerfiguren zeigen mehr emotionale Facetten als nur Wut und Grant. mehr weniger
Kathrin Hasselbeck, 26.03.2026
Mitreißende Liebesgeschichte über soziale Grenzen hinweg. Ein bewegender Roman.
Jessica Gartzke, 26.03.2026