Hoch spannender und origineller Roman, der ein Porträt unserer Welt in Zeiten von KI, Social Media und Globalisierung bietet.
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The April Story – Ein wirklich erstaunliches Ding
Als April ein Video von einer mysteriösen Skulptur auf YouTube hochlädt, steht sie schlagartig im Zentrum der globalen Aufmerksamkeit. Denn weltweit sind identische Statuen aufgetaucht und sie scheinen nicht von der Erde zu stammen. April verschreibt sich dem Ziel, das Geheimnis um jeden Preis zu lösen. Sie teilt all ihre Erlebnisse auf Social Media, wird Dauergast in Talkshows und sogar die Regierung nimmt Kontakt mit ihr auf. Schon bald ist April kein Mensch mehr, sondern eine Marke, ein Symbol – und sie wird im kompromisslosen Kampf um Berühmtheit Opfer und Täterin zugleich. Denn als sie merkt, wie sehr die mediale Aufmerksamkeit sie verändert hat, ist es zu spät, um einen Rückzieher zu machen. Währenddessen entwickelt sich die Lösung des Rätsels zu einem Wettlauf gegen radikale Verschwörungstheoretiker – und deren Angriffe beschränken sich nicht nur auf die virtuelle Welt.
»Einfach brillant – das beste Buch, das ich über die Frage, wie sich unser ›Hier und Heute‹ anfühlt, gelesen habe.« John Green
»Popularität als Droge: Hank Greens Debütroman handelt von den unseligen Nebenwirkungen des Ruhms. […] Die Lektüre entwickelt einen Sog, dem man sich nur schwer entziehen kann.« Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Das [...] Spannende sind die Beobachtungen, die der Roman zu Viralität, sozialen Medien und Popularität macht.« Süddeutsche Zeitung
»Ein rasanter und zutiefst menschelnder Roman am Puls der Zeit, der direkt die Bestsellerliste der ›New York Times‹ stürmte.« Kulturnews
»Green sprengt die Grenzen des Genres.« Spiegel Online
»Hank Greens Buch ist auf den Fiction-Starts direkt auf Platz Eins gestiegen – und das zurecht.« jetzt.de
»Blockbuster-verdächtig! Originell, hochaktuell, schnell.« SRF 1
Bibliografische Daten
1. Auflage
Hank Green
Hank Green wurde in Birmingham, Alabama geboren, seine Familie zog jedoch früh nach Orlando, Florida. Er studierte Biochemie und absolvierte seinen Master in Umweltwissenschaften an der University of Montana, wo er mit seiner Familie lebt. Gemeinsam mit seinem Bruder John Green startete er 2007 den Videokanal »Vlogbrothers« und wurde so zum Social-Media-Star. Allein auf TikTok folgen ihm 8 Mio. Nutzer*innen und der Hashtag #hankgreen wurde über 260 Mio. Mal aufgerufen. Mit seinen YouTube-Kanälen erreicht Hank Green 22 Millionen Abonnent*innen. Gemeinsam mit der sog. »Nerdfighter-Community« initiierten Hank und John Green das karitative »Project for Awesome«, das inzwischen jährlich Millionen von Dollar für Charityprojekte (z.B. »Save the Children«) einspielt. Darüber hinaus setzt er sich für viele weitere wohltätige Zwecke in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Soziales ein.
Mehr über Hank Green unter www.hankgreen.com
Katarina Ganslandt
Katarina Ganslandt hat schon als Kind angefangen zu übersetzen (Schlagertexte in die Schäli-Geheimsprache) und kann sich keinen Beruf vorstellen, der ihr mehr Spaß machen würde. Hoffentlich verliert ihr nie die Lust an Büchern!
15 - 10 von 153 Leserstimme
Absolut zu empfehlen
Dieses Buch ist absolut zu empfehlen. Es verbindet Science Fiktion mit der heutigen Realität, wie sie auch uns begegnen könnte. Wunderbar umgesetzt und brandheiß in der Zeit der Social Media wie Instagram, Twitter, Facebook, You-Tube-Channels etc. Geschrieben in der Ich-Form, als Erzählung von April May, eine junge Frau Anfang 20. Sie lebt in New York und entdeckt eines Nachts auf dem Weg von der Arbeit nachhause eine seltsame Skulptur. Riesengroß und die Form eines Roboters. Sie ruft ihren Freund Andy an, damit er kommt und zusammen drehen sie ein Video über diesen Roboter und nennen ihn scherzhaft Carl. Noch wissen sie nicht was dahinter steckt und wie sich die Geschichte mit Carl und dem Rest der Menschheit entwickeln und verselbstständigen wird. Das Video postet Andy noch in der Nachtauf You-Tube. Und damit kommen die unglaublichen Ereignisse ins Rollen, die keinen kalt lassen können.
Gesellschaftskritisch und spannend zugleich
Mir hat das Buch gefallen – auch wenn ich nicht weiß, wie ich das Genre oder überhaupt auch nur den Inhalt beschrieben soll. Wenn ich nicht zu viel verraten will, kann ich eigentlich nur so viel dazu sagen: Die Protagonistin April May entdeckt spät nachts in einer New Yorker Straße eine riesige Figur. Sie gibt ihr den Namen Carl und dreht ein Video darüber. Am nächsten Tag ist April berühmt und ihre Leben hat sich um 180 Grad gedreht. Green nutzt April May und ihr Leben um die Themen Berühmtheit, Radikalismus, Identität und Medien auf unterhaltsame und spannende Art und Weise zu reflektieren. Es kommen auch andere Themen vor, aber die stehen entweder nicht so stark im Fokus oder würden an dieser Stelle zu viel über den Verlauf des Buches verraten. Green ist in dem Buch Gesellschaftskritiker und fesselnder Geschichtenerzähler zugleich – eine Kombination, die zumindest bei mir sehr gut angekommen ist.
April im digitalen Zeitalter
April May (Autsch!) ist eine junge Anfangzwanzigerin, die genau die Probleme unserer digitalen Medienwelt repräsentiert. Statt sich an das gute alte Handwerk zu halten, das ihre Eltern immerhin noch verkörpern, studiert sie "was mit Design" und buckelt dann für eine nutzlose Sache in einem familiären Start-up, das sie schlicht ausnutzt. Eines Nachts kommt sie erst spät aus dem Büro und sieht ihn da stehen: CARL. Was es ist und warum es da steht, weiß sie nicht, aber sie ruft Andy an, der mit seiner Kamera vorbeikommt und sie davorstellt. Am nächsten Morgen, als das Video schon bei youtube hochgeladen wurde, ist nichts mehr wie es war.April wird, obwohl weltweit über Nacht mehr als sechzig Carls aufgetaucht sind, zu einer Ikone, tingelt von Talkshow zu Talkshow und schreibt sogar ein Buch. Sie verdient eine Menge Geld, lebt praktisch in Twitter und Instagram und merkt erst spät, wie sich ihr Leben verändert hat – und wohin. Derweil stellen die Carls der Menschheit kleine Rätsel, die diese Länderübergreifend lösen, sich dazu in Chats zusammenfinden. Aber obwohl das eine gute Sache sein könnte, gibt es noch die Defender, jene, die glauben, die Carls seien da, um die Menschheit zu vernichten und die in April eine Verräterin sehen.Eines hat Hank Green in jedem Fall geschafft: er ist am Puls der Zeit und hat genau die Sprache und die Denkweise der jungen Generation erkundet. Wer seine Geschichte allzu ernst oder wörtlich nimmt, hat schon verloren. Er hat eine Menge Allegorien gefunden und sie ohne Skrupel eingesetzt, bleibt dabei aber so glaubhaft, dass es stellenweise schwer war, das Buch aus der Hand zu legen. Allerdings gibt es leider auch Strecken, in denen das Geschehen so arg zäh abläuft, dass es einiges Stehvermögen braucht, um bei der Sache zu bleiben. Vielleicht ist das eine Altersfrage, je näher der Leser an Social Media dran ist, desto interessanter wird es vermutlich für ihn sein, April und ihren Alltäglichkeiten zu folgen.April ist eine junge, noch leicht naive Frau, die vom Ruhm und auch der Anerkennung überrollt wird, deswegen auch nicht immer die besten Entscheidungen trifft. Manchmal möchte man sie schütteln, aber sie ist überzeugend und der Autor bleibt bei ihrer Charakterisierung konstant. Sie erzählt die Geschichte bis kurz vor Ende übrigens selbst, geht dabei wie in einem youtube-Video davon aus, dass der Leser die Geschichte bereits kennt und spricht auch in dieser Weise davon bzw. ihn persönlich an. Sie ist mitunter sehr flapsig und direkt, Angst vor, sagen wir: aufrichtigen, Begriffen sollte man nicht mitbringen. Es wird sehr anschaulich geschildert, wie sie sowohl in Videos, aber auch im Real Life agiert. In jedem Fall besitzt Green eine fabelhafte Beobachtungsgabe und vermag es, eben diese Beobachtungen eins zu eins wiederzugeben. Natürlich lassen sich bei der gesamten Geschichte seine Ansicht zu gewissen Themen und sein leider sehr spürbarer Zeigfinger nicht überlesen. Aber im Grunde kann das auch ein wenig beiseitegeschoben werden. Das Ende ist ein wenig enttäuschend, für dieses Buch jedoch genau passend. Eine kleine Überraschung wartet auch noch.Die Botschaft des Buches? Kann ich leider nicht genau benennen, aber ich lebe den Zeitgeist, der von April perfekt abgebildet wird, nicht. Ganz überzeugen konnte mich „Ein wirklich erstaunliches Ding“ nicht, aber weil es den Zeitgeist perfekt einfängt und mich größtenteils gut unterhalten konnte, habe ich es insgesamt gern gelesen.
Ein unglaublich ehrliches Buch!
Das erste Buch von Hank Green und ich war schon so gespannt darauf. Und ich kann sagen, dass dieses Buch sehr gut geworden ist. Der Schreibstil gefällt mir gut, es ist flüssig zu lesen und man bleibt nicht hängen. Es werden einige technische Dinge erklärt, allerdings relativ verständlich. April May als Hauptcharakter ist am Anfang ziemlich witzig und ich kann sie sehr gut verstehen. Bis zu dem Moment, in dem April May sich bewusst zu einem Promi entwickelt. Diese Entwicklung ist ebenfalls dargestellt. Unheimlich, aber genauso ist es vermutlich für viele in echt auch. Ich hätte gerne etwas mehr über die anderen erfahren, v.a. über Robin. Aber es ging bewusst eigentlich nur um April und um Carl. Ich finde es ist sehr gut dargestellt, wie April sich letztendlich in ihrer "Aufgabe" verliert, wie sie sich festbeißt und alles ignoriert. Bis sie es nicht mehr rückgängig machen kann. Mich hat das Buch mitgenommen, und ich hoffe, dass Hank Green noch einige Bücher mehr schreibt.
Ein wirklich erstaunliches Debüt
April ist eine gewöhnliche junge Frau, die sich am Ende ihres Studiums befindet, sich im Leben behaupten muss. Sie hat gerade eine Beziehung zu ihrer Mitbewohnerin angefangen, hat einen mies bezahlten Job in einem Start-Up-Unternehmen. Da ändert sich ihr Leben von heute auf morgen durch einen Zufall: mitten in der Nacht, als sie gerade von der Arbeit nach Hause geht, entdeckt sie eine große Figur. Sie berichtet ihrem besten Freund davon, der daraufhin ein Video aufnimmt, in dem sie die Figur präsentiert und ihr den Namen „Carl“ gibt. Müde schläft sie zu Hause ein und kann es nicht glauben, was wenige Stunden später passiert ist - „Carl’s“ sind überall auf der Welt aufgetaucht, ihr Video ein Hit auf YouTube und sie berühmt, sprichwörtlich über Nacht. Und damit nimmt die Geschichte ihren Lauf – April findet sich auf einmal in der Medienlandschaft wieder, reist von einem Interview zum nächsten, vergisst praktisch ihr Leben, das sie bisher geführt hat. Wir haben es hier mit einem sehr interessanten Debüt-Roman zu tun. Hank Green war mir bisher unbekannt, er ist in der YouTube- und Blogger-Szene sehr bekannt, aber da das nicht meine Welt ist, sagte er mir bis jetzt nichts. Aber da ich John Green sehr gerne lese, wollte ich seinem Bruder auch eine Chance geben. Und das zurecht. So zeigt das Buch zwar einige sprachliche Defizite, die aus der Ich-Form der Protagonistin geschriebene Geschichte gleicht eher der einer 15jährigen, als einer Erwachsenen. April wird von heute auf morgen berühmt – und das in einer Zeit, in der man von Medien nur so überhäuft wird. Der Autor beschreibt treffend, was es heißt, heutzutage in den Medien „präsent“ zu sein. Positive und negative Aspekte werden aufgezeigt. So kann man sehr schnell viel Geld verdienen, man hat aber auch zunehmend Neider. Zugleich wird auch viel Missbrauch betrieben. April postet gerne auf Instagram, jedoch ist sie nicht auf allen Plattformen Mitglied. Sie erkennt aber schnell, dass sie das ändern muss, da sie sonst durch Fake-Profile vertreten wird, die in ihrem Namen Dinge posten, die sie sicher nicht so gesagt hätte. Es entsteht immer mehr Zwang nach medialer Präsenz, sowie ein gewisses Abhängigkeitsverhältnis. Gleichzeitig wird eine Gier nach Macht beschrieben, die die Protagonistin immer schwerer erfüllen kann. Sehr schön wurde beschrieben, dass sie das Glücksgefühl, das sie am Anfang durch ihren Hype ausgelöst hatte, später nie wieder in dem Ausmaß erreicht hat. Der Autor beschreibt gut, wie die Berühmtheit von ihr Besitz ergreift und sie ihr bisher gelebtes Leben praktisch vergisst. Oft zeigt sie sich in den Medien nicht in ihrer wahren Person, sondern nur in einer solchen, die die Leute sehen wollen – ob positiv oder negativ ist komplett egal – Hauptsache man fällt auf. Es erfolgt ein buchstäblich strategisches Vorgehen, ein Krieg in den Medien, wie man dem Zuschauer am Besten gefallen könnte, wie man seine „Gegner“ in Schach halten kann, die Grundinformationen sind dabei nebensächlich. April wird von diesem neuen Leben komplett eingenommen, vergisst ihr bisheriges Leben, hat keine Zeit mehr für die Menschen, die sie liebt. Immer weniger kann sie die Anforderungen, die an sie gestellt werden, erfüllen, sie braucht zusätzliche Assistenten, die sie unterstützen und die natürlich auch ihren Nutzen aus der Sache ziehen, beziehungsweise ihre Interessen vertreten. Es kommt zu einer Massenhysterie, einem weltweiten Rum, der jedoch eine sehr leicht zerbrechliche Seifenblase darstellt. Zusätzlich zu dem ganzen Hype um das unerklärliche Auftauchen der „Carl’s“ baut der Autor Spannung auf, in dem sich einige Fragen auftun, die niemand so recht beantworten kann: die Figuren wurden aus einem bis dato unbekannten Material erbaut, ein Wikipedia-Artikel zu einem bestimmten Queen-Song weist Fehler auf, die sich nicht korrigieren lassen und dann tritt noch dieser seltsame Traum aus, der sich wie eine Epidemie ausbreitet. Gut gefallen hat mir außerdem, dass der Autor beschreibt, welche Auswirkungen das Posten von Kleinigkeiten im Internet haben kann.Ich lese normalerweise keine Sci-Fi-Romane, aber dieser hat mich richtiggehend gefesselt. Ich las Seite um Seite und wollte unbedingt wissen, wie das Buch ausgeht. Mit dem Ende hätte ich nicht gerechnet, es bleiben sehr viele Fragen offen. Da es angeblich eine Fortsetzung geben wird, werden die dann hoffentlich in dieser beantwortet werden. Trotzdem bin ich nicht restlos begeistert von dem Buch. Die Protagonistin kommt sehr unsympathisch rüber, sie spricht ständig davon, wie sehr sie sich nicht leiden kann, ja richtiggehend hasst. Das nervt dann irgendwann auch mal, denn schließlich kann man aus Fehlern lernen und sie hätte es ja durchaus auch mal anders machen können. Dann gibt es in dem Buch unverhältnismäßig viele Tippfehler, die sicher darauf zurückzuführen sind, dass es eine Erstausgabe ist. Aber dadurch wird der Lesefluss doch etwas gestört. Diverse Klischees werden abgehandelt, man fragt sich, ob das ein Buch heutzutage braucht, damit es in aller Munde ist: April’s Bisexualität ist ein großes Thema, die zentrale Rolle von Amerika als großes Etwas und die restliche Welt daneben wird verschwindend klein dargestellt. Zudem kommt noch die wie bereits weiter oben erwähnte doch sehr naive Schreibweise. Insgesamt ist das Buch aber trotz diverser kleiner Kinderkrankheiten sehr lesenswert und man darf auf die Fortsetzung gespannt sein.
Science Fiction und Gesellschaftskritik
Der dtv bzw. Bold haben eine Sperrfrist für Rezensionen bis zum 28. Februar angeordnet. Finde ich Quatsch, weil das Buch auf Englisch ja bereits letztes Jahr im September erschienen ist, aber nun gut. Nur mal so viel: Bestellt euch den Roman einfach schon mal vor. Er ist großartig, ihr werdet es nicht bereuen.Eine ausführliche Rezi folgt (hoffentlich) noch.Hier schon mal ein paar Zitate, die hoffentlich jeden dazu bringen werden, sich diesen Roman zu schnappen:* So gut wie in dieser Nacht habe ich danach bis zu meinem Tod nicht mehr geschlafen. (S. 26) * Der typische Mittelschichtsamerikaner zum Beispiel gehört zu den reichsten und damit wahrscheinlich auch zu den einflussreichsten drei Prozent aller Bewohner dieser Erde. Trotzdem empfinden sich diese Leute selbst für völlig durchschnittlich. (S. 69)* Ich (und natürlich jedes Nachrichtenmagazin, in dem er sprechen durfte) erweckte bei den Leuten da draußen den Eindruck, dass es zwei Lager gab und dass man sich für eines entscheiden konnte. Es war ein Riesenfehler, ihm diese Aufmerksamkeit zu geben, aber super für die Quote. (S. 206)
Genial geschrieben - topaktuell und doch futuristisch
Ich bin ehrlich: Ich wäre auf dieses Buch bestimmt nicht aufmerksam geworden, wenn Hank nicht gemeinsam mit John einen Youtube-Kanal hätte, den ich verfolge und auf den ich nur aufmerksam wurde, weil ich John's Bücher sehr gerne lese.Aber unabhängig davon: Hätte mir jemand dieses Buch in die Hand gedrückt ohne, dass ich den Autor kenne: Ich hätte es verschlungen.Die Mischung ist einfach genial: Aktualität - wie wir mit sozialen Netzwerken umgehen und wie Menschen als "Helden" verehrt werden oder aber auch mit einigen fiesen Kommentaren zerstört werden könnenund Science Fiction - es erscheinen mysteriöse roboterartige Gestalten, die nach und nach das Leben der Menschen beeinflussen. Hank weiß wovon er schreibt, schließlich ist er seit Jahren nicht nur eine Internetberühmtheit. Und nein, wir reden hier nicht von irgendeinem Youtuber, der mit lustigen Videos sein Geld verdient. Er hat Unternehmen gegründet, die mit Youtube-Inhalten wie SciShow und CrashCourse für Bildung im Internet sorgen. Dennoch kommt mit der Bekanntheit auch die Schattenseite. Wer Hank "kennt", der wird aus einigen Aussagen der Hauptpersonen des Buches seine Stimme herauslesen.Klar, man muss April May nicht mögen - aber warum muss immer jeder Hauptcharakter super sympathisch sein? Ich mag es, dass man sie teilweise am Liebsten ohrfeigen würde, weil sie etwas blauäugig an die ganze Sache herangeht. Aber in der Realität würden viele genau das tun, was April tut. Das Buch ist meiner Meinung nach wieder einmal ein Jugendbuch, das sehr gut auch von Erwachsenen gelesen werden kann.Ich habe es sehr genossen und freue mich schon auf die Fortsetzung, die ja dann voraussichtlich Ende 2019 erscheint.
Carl
Nach der Leseprobe hatte ich mir etwas mehr CARL Action erwartet - bekommen habe ich verflixt viel Socialmedia Action. Trotzdem war die Story sehr gut zu lesen und auch wenn man den Drang nach so vielen Online Aktivitäten nicht ganz nachvollziehen kann - die Aufregung über die Entdeckung der CARLs ist sehr gut zu verstehen und die handelnden Personen - allen voran April May - sind wirklich gut ausgearbeitet.Die Story ist gut aufgebaut - für mich mit etwas Längen in der ewigen Twitterei - aber das liegt wie gesagt daran, dass ich auf etwas mehr CARL gehofft hatte.Und etwas unglaubwürdig ist der offizielle Umgang der Regierung mit April - sehr soft.Aber alles in allem habe ich mich sehr gut unterhalten gefühlt und der Showdown ist wirklich genial und spannend ausgefallen.
Ein unbeschreibbares Buch
Bei dieser Überschrift könnte man sich fragen, warum ich überhaupt eine Rezension geschrieben haben, denn wie soll man etwas beschreiben, was nicht beschreibbar ist? Ja, das ist ein ominöses Rätsel, das richtig gut zu „Ein wirklich erstaunliches Ding“ passt, da dieses Buch für mich auf ewig ein ominöses Rätsel sein wird und das durchaus im positiven Sinne gemeint.Bold wurde als Imprint des dtv angekündigt wurde, das die junge Generation ansprechen will, indem es deren Bedürfnis nach politischen und gesellschaftlichen Themen in den Fokus nimmt. Die ganze Aufmachung dieser Nische wirkt sehr erwachsen und dennoch stellte sich natürlich bei mir die Frage, was genau dieses Imprint liefern wird, da die Umschreibungen doch recht vage blieben. Mit „Ein wirklich erstaunliches Ding“ ist nun das erste Buch des Programms erschienen und der Klappentext hatte zwar genug semantische Botschaften, aber so richtig erahnen konnte man dennoch nicht, wie der Inhalt des Buchs wohl aussehen wird. Daher hat bei mir vor allem der Name Hank Green gezogen, da es sich bei ihm um den Bruder des erfolgreichen Bestsellerautors John Green handelt. Natürlich ist es ein bisschen naiv zu sagen, wenn John schreiben kann, dann muss das auch Hank können, aber erkunden wollte ich es definitiv.Die große Stärke dieses Romans ist ganz sicher der Erzählstil. Der Leser wird immer wieder direkt angesprochen und dadurch wird ein Gefühl von Interaktivität erzeugt, das dem Medium Buch nun mal normalerweise nicht gegeben ist. Zudem wird man nicht nur angesprochen à la: „Ich will dir mal was erzählen…“, sondern die Erzählerin geht davon aus, dass man die Geschichte bereits kennt und dass man sie nun aus ihrer Sicht erzählt bekommt. Dadurch entstehen ein paar Kniffe, die es ermöglichen mit typischen Lesegewohnheiten zu spielen, wie z. B. dass es viele gibt, die bis zum Ende vorblättern und dann entscheiden, ob sie weiterlesen. Ein weiterer Vorteil des Stils ist, dass man für die Erzählerin, April, Sympathien entwickelt, obwohl sie im Fortgang der Handlung nicht immer positiv wegkommt. Durch ihre reflexive Nachbetrachtung bewertet sie sich aber selbst, so dass man sich ihr letztlich doch nahefühlt. Auch dies würde ich als Kniff bezeichnen, der gelungen ist.Während der stilistische Teil der Geschichte noch gut zu packen ist, wird es bei dem Inhalt des Romans schon schwieriger, ohne anderen Lesern zu viel vorwegzunehmen. Grob kann man sagen, dass es sich wirklich um eine hochintelligente Betrachtung der aktuellen digitalen Welt handelt, die aber auch ein zentrales Sci-Fi-Element mit reinnimmt, das ich nicht nennen möchte, weil es eben die zentrale Überraschung der Handlung ist. Man hat durchaus manchmal das Gefühl, dass die Handlung sich in ferner Zukunft abspielen muss, aber andererseits ist alles so realitätsnah, dass einem klar wird, genauso könnte es sich jeden Moment tatsächlich zutragen. Aber nicht nur die ganzen einzelnen Handlungsbögen sind sehr intelligent und weitsichtig gestaltet, sondern auch die Reflexion des Ganzen. Nicht nur April reflektiert sich selbst, sondern durch April reflektieren wir auch die Vor- und Nachteile der digitalen Welt. Natürlich merkt man schnell, dass es sich um eine Ansammlung von Gedanken handelt, die jeder schon mal hatte, Green erfindet also keine neuen Ansätze, aber diese fiktiv so geschickt verpackt zu sehen, das ist das Highlight.Auch wenn das Buch eine klare Botschaft hat, die mir persönlich gut gefällt, hatte ich gerade zum Ende hin das Gefühl, dass irgendwie doch etwas fehlt. Vielleicht wollte Green am Ende auch zu viel und hat dadurch ein paar logische Löcher eingebaut. Zudem wirkt das Ende unbefriedigend. Es passt zum Gesamtkontext, dass alles irgendwie offen wirken soll, aber für mich war es eben nicht perfekt. Das ist jetzt wirklich super subjektiv, da es nicht einen Autor gibt, der den Geschmack jedes einzelnen Lesers zu 100% trifft, aber bei mir bleibt immer ein bitterer Beigeschmack, wenn gerade das Ende, das letzte Gefühl, mit dem man das Buch verlässt, Fragen aufwirft. Aber ich gestehe doch ein, dass dies Klagen auf hohem Niveau ist.Fazit: Ich hätte hinter „Ein wirklich erstaunliches Ding“ niemals das Buch erwartet, was ich bekommen habe. Alleine deswegen würde ich das Leseerlebnis schon jedem Interessierten anraten. Zudem trifft es den Zahn der Zeit wirklich sehr intelligent und auch der Schreibstil erweist sich als spielerisch und experimentell. Ich habe mich jedenfalls sehr gut unterhalten gefühlt. Nur noch eine kleine Warnung: nach dem Namen würde ich definitiv nicht gehen, da Hank und John Green doch sehr unterschiedlich schreiben, aber beide gut.
Modern Times
Ich war sehr neugierig auf Hank Greens Roman, weil ich die Jugendbücher seines Bruders John gerne mag und sowohl Klappentext als auch Leseprobe zu "Ein wirklich erstaunliches Ding" sehr vielversprechend fand. Um es vorneweg zu sagen: Ich wurde am Ende nicht enttäuscht. Absolut passend fand ich in diesem Fall übrigens, dass das gewonnene Exemplar ein sogenanntes Rohmanuskript des Buches war, das prompt einen Tag nach der Verlosung schon in meinem Briefkasten steckte. Rekordverdächtiges Tempo. :)Und inhaltlich geht es ja auch gerade darum, dass in unserer Social-Media-Gegenwart vor allem Schnelligkeit zählt. Der Hype um April Mays Entdeckung des seltsamen "Kunstwerks" in New York konzentriert sich zunächst auf sie, weil sie mit Freund Andy die Erste ist, die über den später CARL genannten, seltsamen Riesenroboter im Netz berichtet und ein Video von ihm hochlädt. Die Figur der Kunststudentin April und ihre Art, dem Leser ihre Geschichte zu erzählen, fand ich wirklich gut getroffen. Man merkt deutlich, dass Hank Green sich auskennt in dem Bereich, den er hier zum Thema macht. An Glaubwürdigkeit mangelt es dem Buch m.E. zu keiner Zeit, auch wenn CARL sich in der Tat als "wirklich erstaunliches Ding" erweist und die Story in Bezug auf ihn mit ein bisschen Science Fiction aufwartet.Aber im Grunde geht es um unsere aktuelle Realität: Die Art und Weise, wie wir Menschen per Twitter, YouTube, Instagram usw. kommunizieren und miteinander umgehen, wie wir uns davon beeinflussen, ablenken oder aufputschen lassen, es geht um Macht und Einfluss von Fake News oder Millionen Followern, um Polarisierung, um Shitstorms und Gewalt - und darum, wie der Einzelne dabei zum getriebenen Spielball der Mediengesellschaft wird. Sogar eine internetaffine Persönlichkeit wie April hat im Grunde keine Chance, diesen Mechanismen zu entgehen oder als Individuum auf irgendeine Art gegenzusteuern. Den Spiegel, den der Roman dem Leser hier vorhält, finde ich gleichermaßen treffend wie erschreckend. Dabei gäbe es ja genügend andere Ansätze, wie im Verlauf der Handlung z.B. die weltweite Vernetzung der Dreamer und die tolle Zusammenarbeit, um CARLs Rätsel zu lösen, zeigen. Aber die Defender gibt es eben auch und sie sind nicht wenige ...Um den Kritikpunkt zu benennen, der für mich auschlaggebend ist, dem Buch nur 4 von 5 Sternchen zu geben: Für mein Empfinden findet sich in Hank Greens Buch insgesamt zu viel "Gesellschaftskritik" und zu wenig "Literarisches". Stellenweise hatte ich den Eindruck, dass hier nicht nur April ein Manifest verfasst hat, sondern auch der Autor. Es ist ein wichtiges Buch, zweifellos, ein lesenswertes und recht spannend geschriebenes ebenso, aber mir persönlich war es zu wenig "romanhaft".PS: Wobei mir das Ende dann wieder ein überraschtes Lächeln entlockt hat. :)
Pressestimmen
Hank Green macht Digitalisierung und Globalisierung unfassbar gut greifbar und erzählt mitreißend ei...ne kluge Geschichte über die Angst vor und die Hoffnung auf die Technologien der Zukunft. mehr weniger
Silvia Feist
Furiose Mediensatire über die Radikalisierung im Netz und die Tücken des Berühmtseins.
Günter Keil
Mit ›Ein wirklich erstaunliches Ding‹ ist Vlogger Hank Green (Bruder von Bestsellerautor John Green)... ein wirklich fesselnder Sociial-Media-Thriller gelungen. mehr weniger
01.09.2019
Das eigentlich Spannende an ›Ein wirklich erstaunliches Ding‹ sind die Beobachtungen, die der Roman ...zu Viralität, sozialen Medien und Popularität macht. mehr weniger
Karin Janker, 29.03.2019
Blockbuster verdächtig! Originell, hochaktuell, schnell.
Annette König, 01.03.2019
Green sprengt die Grenzen des Genres.
Elisa von Hof, 01.03.2019
›Ein wirklich erstaunliches Ding‹ ist das Debüt von Hank Green tatsächlich.
28.02.2019
Hank Greens Buch ›Ein wirklich erstaunliches Ding‹ ist letztes Jahr zunächst in Amerika erschienen u...nd auf den Fiction-Starts direkt auf Platz Eins gestiegen - und das zurecht. mehr weniger
Jasmin Schneider, 28.02.2019
Er schafft es, mit ungeheurer Leichtigkeit und jeder Menge überraschender Wendungen und Action, nich...t nur zu unterhalten, sondern auch viele Gegenwartsprobleme anzusprechen. mehr weniger
Michael Wildauer
Klug spiegelt Greene eine medial durchsetzte Welt, die vernetzt auf jedes Ereignis reagiert, auf das... sich die Menschheit wohl seit jeher unbewusst vorbereitet hat. mehr weniger
Christina Pfeiffer-Ulm
Eine mitreißende, kluge Geschichte über die Angst vor den, aber auch die Hoffnung auf die Technologi...en der Zukunft. mehr weniger
Ein rasanter und zutiefst menschelnder Roman am Puls der Zeit, der in den USA direkt die Bestsellerl...iste der ›New York Times‹ stürmte. mehr weniger
Wie ein Buch besprechen, das sprachlos macht? The April Story ist der brillante Versuch eine so auße...rgewöhnlich wie unglaubliche SciFi-Geschichte zu schreiben und dabei seinen Leser/innen einige unangenehme Wahrheiten vor Augen zu führen. mehr weniger
Andrea Schnepf, 01.06.2024
Hank Green hat mit diesem klugen und skurrilen Debütroman ›ein wirklich erstaunliches Ding‹ geschaff...en, das man so schnell nicht wieder vergisst und an dessen Fortsetzung der Autor glücklicherweise schon arbeitet. mehr weniger
Alicia Fuchs, 09.08.2019
Mit seinem Romandebüt ›Ein wirklich erstaunliches Ding‹ belegt YouTube-Star Hank Green, wie verheere...nd verführerisch soziale Netzwerke sein können. mehr weniger
Peter Grubmüller, 09.05.2019
Dieses Buch hat mich uneingeschränkt begeistert!
Bettina Armandola, 24.04.2019
Wer wissen will, wie Digital Natives eigentlich ticken, muss dieses Buch, dass sich im ›Social-Media...‹ dreht, unbedingt lesen. mehr weniger
23.03.2019
Er schildert eindrücklich, wie ein Mensch durch den Wunsch nach Bedeutung in den sozialen Medien zur... Marionette wird und Gefahr läuft, seine Menschlichkeit zu verlieren. mehr weniger
Maren Schürmann, 07.03.2019
Der Debütroman von Hank Green ist ein rasant inszeniertes Medienspektakel.
Barbara Hoppe, 01.03.2019